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24.03.2005 10:30:03 |
Hallo, ich bin momentan am überlegen, ob ich monologisches Ziegelwerk 36,5 cm T14 oder Ziegel mit 24cm und 14cm Aussendämmung mit Glas-/Seinwolle nehmen soll. Stimmt es, dass Glas-/ Steinwolle diffusionsoffen ist und nicht faulen kann? Ist eine Dämmung in dieser Dicke per Glas-/Steinwolle möglich? Mit welcher Bauart habe ich das bessere Raumklima? Vielen Dank für Ihre Antworten schon im vorraus. mfg
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24.03.2005 12:19:12 |
Massiv nach EnEV ist bautechnisch die beste Lösung.
Ansonsten- geh' mal in's Forum von bau.de, da sind genug threads drüber (erst lesen dann fragen!)
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24.03.2005 14:34:57 |
Zustimmung: Massivbau ist sicher besser. Es gibt einige Ziegel mit denen hohe Dämmwerte ohne zusätzliche künstliche Dämmstoffe zu erreichen sind. Ist allerdings uU etwas teuerer und beim bauen geht es (für die meisten Beteiligten) in erster Linie ums verdienen... ZB: http://www.schlagmann.de/technik/aussenwand/poroton-t9.html http://www.unipor.de/fachinformationen/produkte/unipor_ziegel_wx_plan/unipor_ziegel_wx_plan_waermedaemmung/ Harry
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25.03.2005 15:35:45 |
Zum Raumklima: nach meinen Recherchen (von Erfahrung kann ich nicht sprechen, habe immer nur in Massivbauten gewohnt) ist das Raumklima nicht abhängig davon, ob mit Stein (massiv) oder mit Holz gebaut wurde. Das Raumklima ist abhängig davon, - ob man "irgendwelchen Scheiss" verbaut, der belastet ist und die Belastung über Wochen oder Monate an die Raumluft abgibt. - welchen Putz man verwendet (Wände "atmen" nicht, aber der Putz hat wesentlichen Einfluss auf z.B. die Luftfeuchtigkeit) - ob man eine kontrollierte Lüftung hat - ob man Möbel hat, aus denen "irgendwelcher Scheiss" rauskommt (siehe erster Punkt) - in welcher Gegend man wohnt (wegen Außenlufteinfluß) - ob man Raucher in der Familie hat (usw., was der Mensch also selbst einbringt) Das alles kann man sowohl in einem Holzhaus, als auch in einem Steinhaus richtig oder falsch machen. Ansonsten: Glaswolle/ Steinwolle fault an sich nicht, da sie anorganisch ist. 14cm Glaswolle ist kein Problem. Wenn die Glaswolle aber nass wird und nicht trocknen kann, weil die Hinterlüftung nicht ausreichend ist, dann dämmt sie nicht mehr und dann kann es auch anfangen zu faulen/schimmeln, wenn das Wasser stehn bleibt und ein bischen organische Krümel reinfallen. Gruß, Hendrik
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25.03.2005 15:37:57 |
Prima Lektüre: http://www.empa-ren.ch/ren/Projekte_Umwelt/Pdf%20Umwlt/bew2%20deutsch.pdf
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29.03.2005 06:11:17 |
Die Frage nach dem Raumklma läßt sich nicht auf die Frage ob massiv oder nicht oder auf gedämmt oder nicht redzieren. Wichtige Einflußgrößen auf das Raumklima und die Behaglichkeit sind z.B. Speicherfähigkeit, Anteil Verglasung (Übertemperatur), Oberflächentemperatur ( Wärmedämmung, Strahlungsheizung etc.), Strahlungsgleichgewicht, Verhalten der raumseitigen Oberflächen (Feuchte, CO2) etc. Mein Vorschlag: - gute Wärmedämmung, - Vermeidung von Wärmebrücken, - Luftdicht bauen - kontrollierte Frischlufversorgung - keine zu großen Fensterflächen nach Süden - ausreichende Speichermassen im Gebäude (nicht unbedingt in den Außenwänden) - groß Fläche Strahlungsheizung (am Besten in den Außenwänden) - Lehmputz ein besseres Raumklima läßt sich nach meiner Erfahrung nicht erreichen. Im Übrigen kennt die Natur meines Wissens nach keine lebende Materie, die monolithisch aufgebaut ist. So hat die Rinde eines Baumes z.B. seine speziellen Aufgaben, so wie auch die Wärmedämmung, das Mauerwerk oder der Putz eines Gebäudes jeweils seine spezielle Aufgabe erfüllt. Doch zurück zur Frage. 14 cm Mineralwolle sind kein Problem und vorallem sinnvoller als eine monolithisches Mauerwerk. Jörg
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29.03.2005 07:52:04 |
Hallo an alle (besonders an Surkam),
ich als "unwissender" bitte um genauere Erklärung der Aussage:
"Massiv nach EnEV ist bautechnisch die beste Lösung".
Handelt es sich um eine technisch fundierte Meinung oder um die leider häufige "das hamma schon immer so gemacht" Mentalität?
Gruß
LeWe
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29.03.2005 09:45:24 |
Moin moin, ich kann nur die monolitische Bauweise empfehlen. Zum einen ist diese Variante preiswerter und die Dämmeigenschaften sind gut genug. Wenn der T 14 Stein Dir nicht aureicht, denk über den T 12 Poroton-Stein (o.a. Fabrikate) nach. Mit der von Dir angegebenen Stärke der Außendämmung solltest Du Dir auch mal Gedanken machen, was für einen Spaß Du hast beim Anbringen etwaiger Bauteile an der Außenfassade (Lampen, Fühler, Dachkonstruktionen, Markisen etc.) Spätestens dann wirst Du den Tag verfluchen an dem Dir dieser Gedanke kam. Aber jeder sollte sich für das entscheiden, von dem er überzeugt ist. Für mich hat eine Zusatzdämmung beim Neubau von EFH nichts zu suchen, es sein denn Du brauchst aus statischen Gründen Wände aus Beton (Keller o.ä.) :-) Thomas.
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29.03.2005 10:13:07 |
Naja, die eigentliche Frage zeugt von einer starken Unsicherheit und die folgenden Antworten von Unwissenheit. Ausserdem ist das hier ein Haustechnikforum und kein Hochbauforum. @sukram Die Aussage mit EnEv und Massivbau ist absoluter Unsinn. Grundsätzlich ist alles möglich und eigentlich eine reine Geschmacksache. Die besseren Dämmwerte werden mit der Holzrahmenbauweise erreicht. Monolithische Wandaufbauten (z.B. 30 cm Porenbeton) erfüllen die EnEV, höherwertige Wandaufbauten sind aber nur durch zusätzliche Dämmung erreichbar. Zunächst sollte das Ziel gekärt werden. Wie "GUT" soll das Haus gedämmt werden ? Ralf Spleet Dipl.Ing. www.hls-planung.de |
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29.03.2005 11:37:26 |
@Ralf Spleet, Dipl.Ing. Bitte nicht nur andere Aussagen als "Unsinn" bezeichnen, sondern diesbezüglich auch mal die eigenen Aussagen überprüfen! Die Aussage "...Monolithische Wandaufbauten (z.B. 30 cm Porenbeton) erfüllen die EnEV, höherwertige Wandaufbauten sind aber nur durch zusätzliche Dämmung erreichbar", ist nämlich absoluter Unsinn. In diesem Zusammenhang wiederhole ich nochmal exemplarisch die beiden o.g. Links: http://www.schlagmann.de/technik/aussenwand/poroton-t9.html http://www.unipor.de/fachinformationen/produkte/unipor_ziegel_wx_plan/unipor_ziegel_wx_plan_waermedaemmung/ Mit freundlichen Grüßen, Harry
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29.03.2005 12:39:00 |
@MrN2 Monolithische Wandaufbauten haben einen entscheidenden Nachteil, durch einen oder mehrere kleine Spannungsrisse im Putz kann Wasser in den Ziegel oder Porenbeton eindringen Wasser und der ursprünglich hohe Dämmwert kann dadurch verloren gehen. Bei einem zweischaligen Aufbau mit Spalt kann evtl. Feuchtigkeit nicht in die eigendliche Gebäudesubstanz eindringen. z.B. Klinkerhäuser in Norddeutschland Gruß
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29.03.2005 13:05:09 |
@HarryT Ich habe gerade für einen Bauherrn entsprechende Berechnungen gefertigt. Für den normalen Bau nach EneV stimmt die Aussage aber zur Qualität schliesse ich mich der Aussage von Maxl an. Für höherwertige Gebäude reicht der erreichbare U-Wert nicht aus. Für z.B. das KfW60 Haus benötigte ich einen U-Wert = 0,14 W/m²K. Monolithisch sind nur 0,18 bei 42,5 cm Wandaufbau möglich. Im Holzrahmenbau sind 30cm ausreichend. Somit sollte erstmal das Ziel und die Bedürfnisse geklärt werden. Ralf Spleet Dipl.Ing. www.hls-planung.de
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29.03.2005 13:47:55 |
@Maxl: "...Bei einem zweischaligen Aufbau mit Spalt kann evtl. Feuchtigkeit nicht in die eigendliche Gebäudesubstanz eindringen." Das Argument "Riss" ist genau betrachtet eher ein PRO für einschaliges Mauerwerk: gerade bei zweischaligen Bauten mit Aussendämmung kann ein Riss im (inneren) Mauerwerk dazu führen, dass feuchte Luft aus dem Wohnraum unbemerkt in die Isolationschicht gelangt und dort kondensiert. Das idR feuchtempfindliche(!!!) Isoliermaterial verliert dann großflächig seine Dämmeigenschaften und schlimmstenfall kommt noch Schimmelbefall hinzu. Bei einschaligen Mauerwerk bleiben Schäden durch Risse in Putz oder Mauerwerk lokal eng begrenzt und können mit geringem Aufwand behoben werden. Risse im einschaligen Maaivbau haben sich auch historisch betrachtet eher als geringes Problem erwiesen, während durchfeuchtete Dämmungen trotz ihrer relativ jungen Geschichte einen großen Anteil an den auftretenden Bauschäden besitzen. @Ralf Spleet, Dipl.Ing. Kann sein, dass ein U-Wert = 0,14 W/m²K monolitisch nicht möglich ist, aber wie oft ist so ein Wert erforderlich? Ausserdem garantiert auch ein solch hoher U-Wert und der damit verbundene hohe Aufwand noch lange kein angenhemes Wohnklima. In Punkto sommerlichen Hitzeschutz (Amplitudendämpfung usw) ist zB eine hohe Wärmespeicherfähigkeit der Baustoffe entscheident und garade daran mangelt es häufig beim Holzrahmenbau, uU auch mit 30cm Dämmung! Ich persönlich würde einen einschaligen Massivbau mit einem U-Wert = 0,23 W/m²K bei 36,5 Mauerstärke bevorzugen, denn der bringt immerhin 250 kg/m² auf die Waage! http://www.schlagmann.de/downloads/datenblaetter_pdf/db-t9.pdf Harry
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29.03.2005 14:41:34 |
@HarryT Um was geht es hier eigentlich?
Wie sind die Bedürfnisse der Nutzer, erst wenn diese Frage geklärt ist kann eine passende Antwort formuliert werden. Ich würde niemals ein einschaliges Mauerwerk auswählen.
Ralf Spleet Dipl.Ing. ww.hls-planung.de
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29.03.2005 14:49:15 |
"Um was geht es hier eigentlich?"
Steht ganz oben: "Hallo, ich bin momentan am überlegen, ob ich monologisches Ziegelwerk 36,5 cm T14 oder Ziegel mit 24cm und 14cm Aussendämmung mit Glas-/Seinwolle nehmen soll..."
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29.03.2005 15:33:36 |
@ HarryT "...Bei einem zweischaligen Aufbau mit Spalt kann evtl. Feuchtigkeit nicht in die eigendliche Gebäudesubstanz eindringen." _________________________________________________ Wie soll dass denn gehen? Wäre dies der Fall, kannst Du die ganze 2.Schicht ohnehin nicht als Dämmung rechnen, denn dann wäre es ein hinterlüfteter Vorsatz oder Murks. Einen u-Wert von 0,14 erreichst Du monolytisch nicht, oder nur mit unverhältnis hohen Aufwand. Hier hat Ralf Spleet vollkommen recht. Gruß heiznix Und übrigens, mein Schwager baut gerade ein Haus (monolytischer Aufbau). Wenn ich innen im Wohnzimmer stehe sehe ich an einer Fuge von innen nach außen durch. Da wird nachher innen und außen verputzt und die Fuge ist zu. Aber was für einen U-Wert habe ich an dieser Stelle? Da kannst Du jede Berechnung abhaken. Mit einem 2-schaligen wandaufbau kann dies nichtz passieren.
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29.03.2005 16:04:39 |
@heiznix: Das Zitat ist nicht von mir, sondern wurde von "Maxl" als (angeblicher) Vorteil der zweischaligen Bauweise genannt.
Grüße Harry
PS Ich würde sagen, bei deinem Schwager wird gepfuscht. Trotzdem bleibt der sich evtl später daraus ergebende Schaden lokal begrenzt und ist nötigenfalls auch mit vertretbaren Aufwand nachzubessern. Schon mal mangelhafte Stellen bei 2-schaligen Wandaufbau geortet und den Schaden behoben...
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29.03.2005 16:21:06 |
@ HarryT
1.) Sorry, dass ich Dir ein falsches Zitat untergejubelt habe.
2.) Bei meinem Schwager wird nicht gemurkst (die arbeiten eigentlich recht sauber), sondern auf der Baustelle herrschen eben keine Reinraumbedingungen und ein Spalt entsteht eben mal. Sollte nicht, passiert aber!
Deshalb bin ich von der 2-Schaligkeit überzeugt.
Gruß heiznix
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30.03.2005 14:33:38 |
"...auf der Baustelle herrschen eben keine Reinraumbedingungen und ein Spalt entsteht eben mal" Deshalb habe ich so ein angespanntes Verhältnis zu Dampfsperren bzw Dampfbremsen und empfinde es alleine schon als Vorzug wenn Bauteile ohne solche funktionieren! Harry
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Verfasser: Gregor Weyrich | Zeit:
31.03.2005 23:15:49 |
@ MrN2 Also einer fehlt hier noch: Ziegel-Fischer... www.konrad-fischer-info.de Der ist auch nicht von schlechten Eltern... (was so die Themen Dämmstoff, zweischaliger Aufbau, monolithischer Aufbau usw. angeht). Natürlich kann Glas-/ Steinwolle nich faulen, aber "absaufen"... Unbedingt auch mal die Schreckensfotos von Ziegel-Fischer zu Gemüte führen... Da wird's einem Angst und Bange vor der deutschen Architekten-Gilde (die sich vom Glashaus bis zur Sanierung einer Burg alles zutrauen).
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31.03.2005 23:42:50 |
Da leg ich einen nach...
Konrad Fischer hat Recht. Aber, um es zu optimieren, man dämmt nur die Aussenwände, die kaum solar bestrahlt werden. Also NO bis NW. Die südlichen bekommen mehr Ertrag als sie Verlust haben. Natürlich nur massive Bauten...
K. Fischer hat einige gute Ansätze. Das ganze Drummherum halt ich für SANCAL-Werbung.
Grüße Schwabenalf |
Verfasser: Alex Abertshauser | Zeit:
01.04.2005 08:47:33 |
@Schwabenalf Vollste Zustimmung!!! Welchen U-Wert hat denn eine 34er Wand aus dem Baujahr 1971?
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01.04.2005 11:51:15 |
@ Alex Abertshauser Für die Berechnung des K-Wertes ( U-Wert)ist nicht das Baujahr der Wand , sondern der Lamda-Wert des Baustoffes ausschlaggebend.Bitte mal posten ! MFG HP
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01.04.2005 21:51:14 |
Hallo MrN2, wir haben fast sechs Jahre in einem 98'er gebauten gedämmten Wohnhaus gewohnt. Wir hatten immer den Drang zu lüften, weil die Luft einfach nur in der Wohnung stand. Nun wohnen wir etwas über drei Monate in unserem Haus, welches aus dem 36,5'er T 14 ohne Dämmung besteht. Das Raumklima ist ein komplett anderes. Klar lüften wir hier auch, aber selbst wenn mal lange keiner zu Hause war, ist die Luft bei weitem nicht so unangenehm. Vielleicht sind bei einem monolitischem Bau die Wärmeverluste etwas höher als bei einem vollgedämmten, jedoch würden wir persönlich nicht mehr in einem Haus, welches mit Dämmung dick eingepackt ist, wohnen wollen. Gruß Rolf
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01.04.2005 22:09:40 |
@ Rolf L. Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun. Oder was hat "stehende" Luft mit der Gebäudebauweise (monolytisch oder mehrschalig) zu tun? Ich behaupte mal überhaupt nix. Dies hängt einzig mit der Dichtheit des Gebäudes zusammen. Und die Ökofritzen die behaupten dass Wände atmen, die gehören mal in ihre atmenden Wände eingemauert, dann würden Sie schnell bemerken das die Luft dünn wird. Gruß heiznix
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