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Auslegungstabelle Flächenheizungen
Verfasser:
Pedaaa
Zeit: 03.04.2018 09:01:20
0
2635877
Ja Danke!,
Habs nach meinem Post ein paar Seiten weiter vorne im Thread gefunden.
Jetzt liegt noch an mir hier realistische Werte anzunehmen....

Verfasser:
fsproject
Zeit: 28.04.2018 21:10:48
0
2642964
Hallo zusammen,

zunächst vielen Dank Hfrink für das tolle Excel! Wir renovieren gerade ein Haus und bauen an. Alles zu Heizlast und Grundriss gibts hier im Forum

Im Neubau und im EG des Altbau können wir 17x2 im nassen verlegen. Im Altbau OG und DG will der Heizungsbauer ein wohl bei ihm bewährtes T4 Trockensystem verbauen mit 12x1,3. Hintergrund ist zum einen die geringe Deckenhöhe (idealerweise max 5cm Aufbau auf den Holzdielen). Auf ein 16x2 System wie das Optimal II von Empur mit 6cm will er nicht gehen. Nun frage ich mich was das vehältnismäßig dünne Rohr bewirkt.

Ich habe die Tabelle in zwei Varianten ausgefüllt: OneDrive Excel
1. Werte aus der Heizlastberechnung nach DIN vom Energieberater
2. Werte aus meiner eigenen raumweisen Heizlastberechnung auf Basis der realen Klima-Werte der letzten 10 Jahre.

Nun gehe ich mal davon aus, dass die DIN der Worst-Case und die reale Berechnung eher der typische Fall ist. In beiden Fällen ist ersichtlich, dass sowohl das Wohnzimmer als auch das Bad im OG eigentlich nicht mit der FBH und einer vertretbaren VL-Temp warm zubekommen sind. Gleichermaßen fällt auf, dass im OG das Trockensystem einen geringeren Druckverlust hat als das 17x2 Rohr im EG (fast Faktor 3).

Nun frage ich mich was zu tun ist, um zum einen die Räume warm zu bekommen und andererseits die VL-Temp so gering wie möglich zu halten. Meine Versuche Wandheizungen einzubringen oder auch mit den Rohrlängen zu spielen sind nicht wirklich von Erfolg gekrönt. Habt ihr einen Ratschlag?

Viele Grüße
Florian

Verfasser:
fsproject
Zeit: 29.04.2018 09:34:45
0
2643024
Hallo,

ein kurzer Nachtrag zu den Hintergründen der Werte in der Tabelle, ist sicherlich nicht so selbsterklärend:
- Schlafzimmer soll real nicht geheizt werden, daher keine Heizkreise in der Berechnung. Es werden natürlich 2-3 Heizkreise mit 17x2 dort verlegt und an den Verteiler angeschlossen
- Im gesamten Haus ist ein Verlegeabstand von 10cm vorgesehen
- Im Bad habe ich zwei Flächen eine verputzt, die andere gefließt als Wandheizung mit 10cm Verlegeabstand (8,8m Rohr/m²) vorgesehen
- Mein Ziel ist die Vorlauftemperatur unter 35° zu halten, selbst bei längeren kälte-Perioden, die es in Chemnitz des öfteren gibt
- bei der Berechnung des 12x1,3er Rohrs auf Vinyl bin ich von einer Rohrreibungszahl von 0,03 (wohl Worst-Case) ausgegangen

Um Herauszufinden wie viel "Schaden" das 12x1,3 Rohr anrichtet habe ich mich u.a. an dem Beitrag entlanggehangelt um die Zahlen zu verifizieren. Herauskam Beispielhaft, dass bei 80m Rohrlänge, das Wasser im 17x2er Rohr halb so schnell (235,3 m/s) fließen muss wie im 12x1,3er (449,9 m/s) um den gleichen Druckverlust von 2000kPa zu erreichen. Da der Druckkverlust nicht linear mit der Fließgeschwindigkeit ansteigt, müsste ich der Logik nach die Heizkreise mit 17x2er Rohr 1,5 mal so lang machen wie die mit 12x1,3er Rohr um in den Beispiel ungefähr die gleiche Geschwindigkeit im Rohr zu bekommen und so die Kreise nicht drosseln zu müssen, richtg?

Verfasser:
HFrik
Zeit: 30.04.2018 07:55:14
0
2643198
Also das Hinzufügend er Wandheizung scheint ja im Grundsatz geklappt zu haben. Wenn man sondergrössen berechnen will, kann man das auf der Seite von Schweitzer sowie bei druckverlust.de durchführen (Danke an die Betreiber der Seiten), und in dem Arbeitsblatt mit den Daten der Rechentabelle ergänzen. Alternativ kann man den nächstdünneren Querschnitt nehmen. Durckverluste unter 6000Pa haben allerdings kaum mehr einen Einfluss auf die Stromaufnahme der gängigen Heizkreispumpen, da diese (inkl Verlusten der Verteilung, zusammen grob 10.000Pa angestrebt) bei ca 1m Förderhöhe=10.000Pa bei ihrer minimalen Leistungsaufnahme angekommen sind. Man darf Kreise auch drosseln, das ist unkritisch wenn die ungedrosselten Kreise keinen hihen Druckverlust (s.o.) haben. Hilft das fürs erste weiter?

Verfasser:
HFrik
Zeit: 30.04.2018 08:07:37
0
2643200
PS: ich kann z.B. 14x2 Rohr (ganz unten), WH (Wandheizung) und Putz auswählen, das wäre das nächstähnliche zu dem was Du aktuell vor hast.
Mit zwei WH-Kreisen mit je 40m auf je ca. 4m²Im Wohnzimmer würde ich die KReise etwas länger machen, und ca. 4 Wandheizkreise je 4,5m² machen, wenn das geht.

Verfasser:
fsproject
Zeit: 30.04.2018 15:29:14
0
2643307
Hallo Hfrik,

danke für deine Antwort!

Das 12x1,3er Rohr habe ich mit Vinyl in deiner Tabelle angelegt (habe auch Druckverlust.de genutzt). Was mich irritiert ist dann das sehr deutliche Abraten zu solchen Querschnitten hier im Forum, wenn ich einen solchen Korrekturfaktor von 3-4 in Sachen Druck ohne große Nebenwirkungen über TacoSetter einregulieren kann. Woher kommt das?
Um die Wandheizung im Wohnzimmer werde ich vermutlich nicht herumkommen, da hast du recht, die plane ich ein, danke!

Viele Grüße
Florian

Verfasser:
HFrik
Zeit: 30.04.2018 15:46:28
0
2643312
Naja, die 3-5mm mehr an Wandaufbaudicke für ein "richtiges" Rohr spielen in der Praxis am Bau fast keine Rolle, aber dafür kann man deutlich längere Kreise legen. Die Allergie dürfte von den Heizungsbauern kommen, die damit 100-150m Kreise legen und dann mit einer 10m-Pumpe "hauptsache es wird warm" ständig grosse Strommengen auf Kosten des Bauherren verballern. Wie bei eigentlich allem ist die richtige Anwendung wichtig. Wenn es notwendig ist ein dünners Rohr zu nehmen, und andererseits viele kurze Kreise möglich sind, geht das auch.

Verfasser:
Pedaaa
Zeit: 03.05.2018 13:22:49
0
2643968
Ich muss mich auch nochmal mit Fragen melden.
Ich habs jetzt zwar vor mir hergeschoben, aber jetzt komm ich nicht mehr um die Auslegung der Heizflächen drum rum ;)
Ich werd dazu noch einen extra Thread eröffnen, habe aber vorher noch einige allgemeine Fragen zur Auslegungs-Tabelle:

aktuell bin ich noch dabei die Heizlastberechnung mit Daten zu füttern.
Dabei frag ich mich, wie ich mit Räumen mit offener Verbindung umgehe?

z.B. ich habe eine Wohnküche mit ca. 53m² Fläche.
Wohn/Esszimmer 39m²:
- Parkett
- Zuluft

Küche 14m²:
- Fliesen
- Abluft

Soll ich das als 2 extra Räume betrachen?
Und z.B. eine Wand dazwischen definieren mit z.B. U-Wert 5000?

Oder als einen gemeinsamen großen Raum?
Allerdings ist dann der unterschiedliche Bodenbelag wieder für die Auslegung der Flächenheizung im Weg, oder?

Verfasser:
HFrik
Zeit: 03.05.2018 17:11:16
0
2644022
Also Du kannst für jeden Heizkreis einen anderen Bodenbelag definieren, daran scheitert es nicht. Es kann aber auch sinnvoll sein für die bessere Übersicht eine Wand mit extrem hohem U-Wert zu definieren. Beide Wege führen nach Rom....

Verfasser:
Pedaaa
Zeit: 03.05.2018 20:32:07
0
2644078
Danke!
Ich werd die Räume aufteilen.
Wenn ichs mir recht überlege, ist dass dann viel einfacher alles abzugrenzen.
Eine Wand dazwischen müsste ich eigentlich gar nicht definieren. Die Raumtemperatur in beiden Bereichen ist ja eh gleich, und es gibt keine Beeinflussung. Somit sollte das eh passen. Nur den Zuluft Wärmeverlust muss ich jetzt manuell auf beide Räume aufteilen, damit das wirklich korrekt ist.

Aber muss sagen:
Super Tabelle!!! Will gar nicht wissen, wie lang du daran gearbeitet hast ;)

Ich wär ja stark dafür, dass du das von nem Programmierer in ein "richtiges" Software-Tool, vielleicht ähnlich wie den Trenchplanner umbauen lässt?!
Das wär ja der Hammer :)

Vielleicht findet sich ein Freiwilliger?! :)

Verfasser:
Pedaaa
Zeit: 05.05.2018 08:10:57
0
2644442
So... Heizlast-Berechnung ist auf Punkt und Beistrich fertig.
Gestern Nacht hab ich mich dann auch an der Auslegung der Heizflächen versucht...
Und bin kläglich gescheitert :(

1. Mir ist absolut nicht klar, wie ich mein OG Trockenbau-Decken-Heiz-System im "Daten" Tab hinzufügen kann, damit es auch richtig berücksichtigt wird (?)

2. Ich kapier das mit den Anbinderäumen einfach nicht.
Ich will die Restlängen der Heizkreise eigentlich fast überall dazu nutzen um die anderen Räume mitzuheizen. Bzw. eher um die Wärme/Kälte besser und gleichmäßiger im Haus verteilen zu können (fast-Passivhaus-Bauweise)

In der Tabelle sind aber pro Geschoss nur 2 "Anbinderäume" vorgesehen.
Wie gehe ich da vor?
Die Restlängen einfach manuell in den anderen Räumen anstückeln, und auf die vorgegebenen 2 Anbinderäume pfeifen?

Oder stell ich das besser Haus gleich nur als einen großen EG-Raum und einen großen OG-Raum dar?
(Temp-Unterschiede gibts eh nur im Bad, und da auch nur minimal)

3. Ich kapier auch nicht, wie ich die BKA, die ja kreuz und quer im Haus über die ganze EG-Decke verläuft, korrekt abbilde.
Wenn ich die stückchen Rohr pro Raum eingebe, kommt mir da immer ein riesiger Druckverlust raus?!
Vielleicht auch hier eher nur einen riesigen Raum definieren?

Verfasser:
Pedaaa
Zeit: 05.05.2018 18:59:21
0
2644553
OK, ich sehs ein, die Fragen waren doch sehr allgemein.
Ich werd die Auslegung schon auch irgendwie schaffen.
Aber wo ich definitiv eure Hilfe brauche, ist beim Hinzufügen, eines neuen Heizsystems/Belags in den "Daten" Tab.

Ich kann dort ja ganz leicht was dazuschreiben.
Nur leider kann ich das in der "Rechentabelle" dann nicht auswählen.
Wenn ich in der Rechentabelle z.B. "16x2" als Rohrdimension und "DH" als Typ auswähle, bleibt im Dropdown-Menü nach wie vor nur "BKA" als Auswahlmöglichkeit.

Wie krieg ich meinen neu definierten Typ also rüber in die Rechentabelle bzw. ins Dropdown-Menü?
Vielleicht bin ich einfach zu schwach mit den Excel-Funktionen?! aber kann mir wer vielleicht einen Tipp geben?

Die zweite Sache wäre noch, welche Leistung soll ich annehmen?
Ich will die Trockenbau-Heiz/Kühldecke vom "rman" verbauen.
Das sind 36mm Holzfaserplatten mit eingefrästen Nuten mit VA15cm.
Dort liegen 16x2mm Rohre mit Alu-Wärmeleitblechen drin.
Und darauf kommt eine 10mm Fermacell-Platte:




Ich hab mal einfach naiv die Leistungs-Werte von einer FBH mit Teppich genommen, und leicht reduziert. (weil an der Decke üblicherweise die Heizleistung nicht so hoch ist)
So also:



Kommt das hin?
Wenn ich das aber mit den Leistungs-Tabellen üblicher Trockenbau-FBH-Lösungen vergleiche, ist das ja weit schlechter.
Sind die Hersteller da ein wenig zu optimistisch?? oder bin ich zu vorsichtig?
Was ist realistisch?

Verfasser:
HFrik
Zeit: 07.05.2018 16:46:18
1
2644937
Also wegen des nicht nutzbaren Eintrags - klappe mal die verborgenen Spalten der Rechentabelle auf. Dort siehst Du wie die Logik den ID der Zeile für die Datenrtabelle aus den Eingaben zusammenbaut, und dieser ID muss in der Datentabelle exakt so stehen damit die Daten - sprich die Zeile - gefunden werden. Das ist keine Kommentarspalte, sondern ein Identifier. Mit dem Leerzeichen sieht das schon mal schlecht aus.
Damit man die einzelnen Kompnenten auswählen kann, gibt es im linken Teil der Datentabelle Bereiche, in denen die möglichen Komponenten eingetragen werden, z.B. der neue Boden / Deckenbelag, der zusätzliche Rohrdurchmesser und ähnliches.

Verfasser:
Pedaaa
Zeit: 07.05.2018 18:06:24
0
2644963
Danke!
Nach einer schlaflosen Nacht gestern hab ichs eh geschafft :)

Auch hab ichs geschafft, manuell die Anbindeleitungen auf mehrere verschiedene Räume aufzuteilen.
Ist echt ne mühsame Arbeit, aber funktioniert...

Für die BKA-Auslegung, hab ich einen extra Raum definiert mit der kompletten Geschoss-Fläche.
Die Leistung der BKA W/m2 rechne ich dann entsprechend aufgeteilt wieder zu den Räumen dazu.

Also alles gut....
Naja fast.

Die BKA-Auslegung macht mir noch Kopfweh.
Die Leistungsfähigkeit der BKA ist viel höher als ich erwartet habe... Wenn das Heizwasser mit der gleichen Spreizung durch die BKA rauschen soll, würde der Durchsatz und Druckverlust selbst mit den 20x2 Rohren riesig.

Also hab ich die Spreizung für die BKA manuell reduziert. Dann kommen realtistische Durchsätze/Druckverluste raus.

So.... Das sagt mir aber, dass die VL-Temp für die BKA im realen Leben etwas niedriger sein sollte, als für die (Parkett)-FBH.

Wie wirds denn in der Praxis gemacht?!
- Extra Mischerkreis für BKA? (will ich eigentlich vermeiden)
- BKA einfach im Haupt RL-Strang der Heizung in Reihe Schalten?
(dann wird die BKA Leistung aber evtl. schon wieder sehr gering?! Müsste ich noch rechnen)
- Oder einfach die BKA Kreise drosseln bis ca. gleicher Volumenstrom durchgeht, und auf die unterschiedlichen RL-Temperaturen pfeifen?

Verfasser:
HFrik
Zeit: 08.05.2018 12:47:46
3
2645176
Nicht so viel denken, sich freuen dass die BKA so schön heizt, und im ttsächlichen Abgleich dann in den Räumen die Heizung drosseln die einem zu warm sind, nachdem man die Heizkurve für den kältesten Raum passend eingestellt hat.
Durch die relativ zu den Heizlasten grossen inneren Wärmetransporte durch Wände und ogffene Türen, externe solare Gewinne die bei Sonnennschein manche Räume aufheizen, andere weniger, im Haus herumlaufende Heizkörper (Bewohner) spielt sich das im Detail eh noch anders ein, und kleine Abweichungen merkt man eh weniger als man denkt. Wichtig ist dass
a) kein Heizkreislauf zu hohe Druckverluste produziert
b) kein Raum eine zu geringe Heizleistung hat und so unnötig hohe Vorlauftemperaturen braucht.
Zu viel Heizleistung und zu wenig Druckverlust ist immer unschädlich :-)

Verfasser:
SMiak
Zeit: 14.06.2018 22:33:28
0
2654903
Hallo HFrik,

wird in der Auslegungstabelle bei Heizkreisen mit längeren Anbindeleitungen für die Berechnung der Heizleistung des Heizkreises eine höhere mittlere Temperatur (VL-RL)/2 verwendet?

Wenn ich also z.B. ein Bad mit 50m belege und mit weiteren 50m in einem Flur auslaufen lasse, hat das Bad natürlich eine deutlich höhere mittlere Temperatur und damit mehr Heizleistung und der Anbinderaum entsprechend weniger.

Viele Grüße
Maik

Verfasser:
HFrik
Zeit: 14.06.2018 22:47:57
0
2654909
Das dürfte so detailliert noch nicht berücksichtigt sein, da ja die Eingabe nicht beinhaltet ob die Rohre auf der Vor oder der Rücklaufseite weiterlaufen- das würde dann irgendwann für den Normalanwender zu kompliziert zum Eingeben. Da aber die Heizfläche und die Leistung je m² sowie das Delta beim Vorlauf bekannt ist kann man die "Fehlweisung" der Tabelle für den Sonderfall ja mit dem Taschenrechner abschätzen.
Motzi, für den ich die Tabelle eigentlich mal geschrieben habe ist die Tabelle ja so schon zu kompliziert, weil zu genau rechnend, weswegen er sie nicht anwendet- und manchmal dann in die Irre geht mit pauschalen Annahmen. Das ist immer ein Spagat zwischen alles abbilden können und für den Neuling noch verständlich sein.

Verfasser:
SMiak
Zeit: 14.06.2018 22:58:12
0
2654915
Ok, so habe ich es vermutet. Und ja, sie ist bereits jetzt sehr komplex. Ich habe am Anfang nicht mal den Einstieg in die Tabelle kapiert, aber mittlerweile fühle ich mich Sattelfest und mein HB legt danach aus ;-)

Ich habe mal einen Test gemacht. 100m auf 10 qm und dann 50m + 50m auf jeweils 5 qm. Leider stellt sich bei den Räumen mit gleicher Temperatur ein geringfügig anderer Durchfluss in Summe ein... aber für die Fehlersuche fehlt mir gerade die Zeit.

Was mir noch aufgefallen ist. Wenn ich die zur Verfügung stehende Fläche (in meinem Fall der Anbinderaum) überschreite, ändern sich Werte in anderen Räumen, was ich nicht ganz nachvollziehen kann.

Verfasser:
Jens99
Zeit: 08.07.2018 19:14:42
0
2660361
Hallo,

ich bin grade dabei die raumweise Heizlast für unseren Neubau als Ausgangsbasis für die Auslegung unserer Fußbodenheizung in die Heiztabelle einzutrgen.

Wir bauen ohne Keller-mit zwei Volletagen + unbeheiztem Dachgeschoss als Lagerraum (EG, OG, DG) innerhalb der thermischen Hülle. Das DG wist ein Satteldach und wird zwischen den Sparren mit mit 240er Klemmfilz gedämmt. Zwischen OG und DG ist eine Betondecke mit 16cm geplant.

Welches Temperaturniveau gebe ich nun ein, wenn ich die Räume im OG im Excel hinterlege? Die Betondecke hat einen U-Wert von ca. 4.0 - das gedämmte Dach von ca. 0,18. Also gemeint ist hier das Temperaturniveau des unbeheizten aber gedämmten Dachraums - auf der Betondecke selbst ist zunächst keine Dämmung vorgesehen.

Danke Euch für Tipps

Verfasser:
HFrik
Zeit: 09.07.2018 06:25:31
0
2660429
Also trage mal z.B. 18° ein, das wird sich in der Realität mindestens einstellen. Ansonsten merkst Du an den hohen Wärmeabflüssen im OG dass die Temeratur hierfür noch zu niedrig gewählt wurde. Die genaue sich einstellende Temperatur kann man entsprechend dem Ohmschen Gesetz auch für Wärme feststellen. Bei der sich einstellenden Temperatur X muss der Wärmeszustrom durch die Decke gleich dem Wärmeabstrom duch Giebel und dach sein.
Also z.B.

100m²*(21°-x) *4W/m²K=160m²*(x-Normtemperatur)*0,18W/m²K

Das ganze nach x auflösen.

Verfasser:
Jens99
Zeit: 10.07.2018 07:06:03
0
2660694
Super - danke die Aufklärung. Das klingt logisch. Wäre die Idee falsch, die obere Geschossdecke zusätzlich zur Zwischensparrendämmung zu dämmen (bspw. mit PUR WLG 0,24 100mm), um die erforderliche Heizleistung/m² in den Obergeschossräumen zu reduzieren?

Verfasser:
lowenergy
Zeit: 10.07.2018 08:00:47
1
2660704
Zitat von Jens99 Beitrag anzeigen
... die Idee falsch, die obere Geschossdecke zusätzlich zur Zwischensparrendämmung zu dämmen ..., um die erforderliche Heizleistung/m² in den Obergeschossräumen zu reduzieren?
Zusätzliche Dämmung auf der obersten Decke kann nie schaden ... habe das bei uns nachträglich auch gemacht.

Zitat von mir
... vom Westgiebel her die vorhandene Dämmung aus der Dachschrägenfläche auf den Spanplattenboden "umgebaut". Um eine möglichst lückenlose Dämmung der obersten Geschossdecke zu erhalten und auch um sämtlich vorhandenen Dämmstoff im Dachspitz belassen zu können, wird nun übrigens noch eine zusätzliche Lage der Mineralwolle ausgelegt. Die Fläche der obersten Geschossdecke ist etwa rund 35m² ... zusätzlich noch die circa 15m² der Nordgaube (ohne Spanplatte). Der Aufbau dieser Flächen sieht letztendlich nun so aus:



... vorhandene Mineralwolle hat übrigens nicht ganz ausgereicht, um die 2 zusätzlichen Lagen Dämmung auf der ganzen Fläche (u. a. auch unter dem Nordgaubendach) komplett auslegen zu können müsste zusätzlich noch für rund 120€ neue Mineralwolle angeschafft werden!


... die Aktion hat für Sommer und Winter einiges gebracht ... 😉

Verfasser:
denz
Zeit: 17.09.2018 08:10:22
0
2681926
Guten Morgen,

ich versuche mich auch gerade mal an der Tabelle.

Beim rumspielen ist bei mir folgendes aufgetreten:

Wenn ich Fliesen angebe, komme ich mit einem Heizkreis mit 90 m hin. Also rein von der Heizeistung her, der Druckverlust ist dann rot, was auch immer das heißt.
Wenn ich aber Teppich auswähle, dann bin ich auf einmal bei einer Unterdeckung von 1000W und der Druckverlust geht von 9500 auf 600 runter.

Gruß
Denz

Verfasser:
Pedaaa
Zeit: 17.09.2018 09:47:28
2
2681958
Die Tabelle rechnet auf gleiche Rücklauf-Temperatur.
Fliesen können eine höhere Leistung an den Raum abgeben als Teppich.
Daraus folgt dann, dass bei gleichem Durchsatz, die RL-Temp bei Fliesen viel geringer wäre, als bei Teppich.
(Weil eben mehr Leistung in den Raum abgegeben wurde)

Was macht die Tabelle?
Die mag gleiche RL-Temp sehen...
Also wird der Durchsatz bei Teppich nochmal verringert, (obwohl hier eh schon weniger Leistung an den Raum abgegeben wird), um die RL Temp auf gleiches Niveau zu senken.
Als Ergebnis hast du dann nochmal weniger Heizleistung, aber gleiche RL-Temp. Und viel weniger Druckverlust.

Du musst also die Tabelle ein wenig verstehen, um damit arbeiten zu können. bzw. um brauchbare Ergebnisse zu bekommen.

Verfasser:
HFrik
Zeit: 17.09.2018 09:58:39
0
2681960
Exakt - die Tabelle kann nicht hellsehen welches Verhalten der Auslegende wünscht. Daher rechnet sie unter der Annahme eines Abgleichs auf die Soll-Rücklauftemperaur. Wenn man wissen will wie sich die Heizleistung bei anderer Rücklauftemperatur entwickelt kann man die ja jederzeit eingeben.
Aber bei 1000W weniger bei Teppich wird man an den Heizflächen drehen müssen um das auszugleichen - oder der Vorlauf müsste spürbar hoch, um das auszugleichen, was aber in der Regel unerwünscht ist.
Die Tabelle ist ja dazu da dass einem solche Dinge ins Auge springen.

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Auslegungstabelle Flächenheizungen
Verfasser:
HFrik
Zeit: 17.09.2018 09:58:39
0
2681960
Exakt - die Tabelle kann nicht hellsehen welches Verhalten der Auslegende wünscht. Daher rechnet sie unter der Annahme eines Abgleichs auf die Soll-Rücklauftemperaur. Wenn man wissen will wie sich die Heizleistung bei anderer Rücklauftemperatur entwickelt kann man die ja jederzeit eingeben.
Aber bei 1000W weniger bei Teppich wird man an den Heizflächen drehen müssen um das auszugleichen - oder der Vorlauf müsste spürbar hoch, um das auszugleichen, was aber in der Regel unerwünscht ist.
Die Tabelle ist ja dazu da dass einem solche Dinge ins Auge springen.
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