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Massive Kritik an Vaillants neuem Heizungsportal HeizungOnline: Pro und Contra – Fachverband SHK tobt
Verfasser:
Redaktion HTD
Zeit: 19.05.2016 00:00:00
0
2376528
Vaillant bietet seit kurzem Heizungsmodernisierung online an. Der Fachverband SHK in NRW hat sich mit Details dieses Konzeptes befasst und kommt zu dem Schluss: Vaillant verkauft direkt an Endkunden. Jetzt tobt die Brancheninnung.


Verfasser:
Stauscheibenputzer
Zeit: 19.05.2016 00:34:33
1
2376533
Da unsere Hausmarke Viessmann ist, betrifft unsere Firma das erst mal nicht. Bei bestehenden Vaillant-Anlagen läuft alles normal weiter (Wartung, Rep. usw wird normal abgerechnet).

Möchte ein Kunde als Neuanlage Vaillant, wird dieser darauf hingewiesen dass wir auf Viessmann, Buderus geschult sind und Vaillant nicht anbieten, auch als Alternative nicht.

Denke mal dass es nur Firmen betrifft, die auf Vaillant geschult sind bzw einen Kundenstamm haben, der auf Vaillant-Produkte abfährt.

Man kann auch seine Kundschaft erziehen. Und wir haben unsere Kunden erzogen.

Verfasser:
joachim.g
Zeit: 19.05.2016 07:07:49
1
2376546
Mein erster Eindruck ist: Heiße Luft.
Mit etlichen Konstellationen kommt auf der Webseite "können wir Ihnen derzeit leider noch keinen Systemvorschlag anzeigen" - also nix mit "sofort". Dann wird man zur Eingabe seiner persönlichen Daten aufgefordert. Sieht für mich erstmal eher nach dem "Einfangen" onlineaffiner Kunden aus. Das ist grundsätzlich nichts Neues (etliche Firmen machen das mit mehr oder weniger gut gestalteten Webseiten). Frage ist: Wer ist Vertragspartner für den Endkunden? Ich sehe da zwei Problemfelder:
Wird der Fachhandwerker zum Subunternehmer, setzt eine Preisdrückerei ein.
Und der Kunde hat im Reklamatiomsfall nicht den Betrieb vor Ort als Ansprechpartner, sondern eine Hotline. Die könnte theoretisch auch in Indien sitzen. Und Callcenterproblematik ist nichts Neues.
Ein Direktvertrieb wird sich vermutlich nicht verhindern lassen. Wenn die Konditionen für den Fachhandwerker stimmen, okay. Und das ist ein weiteres Risiko.

Verfasser:
Joachim Redmer
Zeit: 19.05.2016 07:34:41
13
2376547
Diese Initiative von Vaillant ist sehr zu begrüßen. Der lokale Fachhandel ist mit modernen Techniken nur allzu häufig überfordert. Und es macht auch keinen Sinn einen hohen Margenanteil für so eine Vertriebsleistung beim Fachbetrieb zu belassen, wenn er komplette Vertriebszyklus über ein Portal kompetent abgewickelt werden kann. Die Kernkompetenz der Fachbetriebe liegt in der Installation und Wartung. Und mit genau diesen Bereichen werden sie in Zukunft ihre Margen machen müssen. Wer sich diesem Wandel nicht stellen will und stattdessen lieber protestiert und jammert wird voraussichtlich ein Problem bekommen.

Verfasser:
hageol
Zeit: 19.05.2016 08:44:37
1
2376566
Es ist schon sehr schade, das wir sogenannten Fachhandwerker uns so beeinflussen lassen von der Industrie. Bei Vaillant verfestigt sich schon sehr lange die Erkenntnis das der Fachmann schon lange kein Fachmann mehr ist. Kalkulation gleich null, Kundendienst der so hoch angesiedelt sein sollte Mangelhaft die Telefonische Beratung der Kundendienstmonteure zur Hotline zeigen es.......
Aber das Thema ausschalten der Fachbetriebe bei der Kalkulation haben wir bei anderen Großanbietern wie zB. EWE ja auch schon kennengelernt. Ich glaube nur eine starke gutausgebildete Kollegenschaft der Heizungsbauer und Installateure schafft es, die Industrie zu überzeugen das wir sehr wohl noch kalkulieren und montieren können. Redet und handelt wieder mit euren Kollegen über das Thema und es wird keines mehr sein.. Schrauben allein reicht nicht.

Verfasser:
hrhd
Zeit: 19.05.2016 10:03:25
4
2376582
Viessmann ist bei Qualität und Technik spitze, stelle ich als äußerst zufriedener Kunde fest. Leider gibt es in meinen Wohnort keinen kompetenten Servicepartner. Nach einem Ausfall meines Kessels wegen eines Bagatelldefektes, wollten mir alle fünf Befragten SHK Betriebe einen kplt. neuen Kessel und WW-Speicher aufschwatzen . Ich habe dann frustriert ,als fachkundiger Akademiker , dann selber repariert. Dank der Spitze mäßigen Dokumentation von Viessmann war das ein Kinderspiel.
Statt 12000-23000 € soweit schwankten die Angebote des SHK Handwerks! Musste ich ein 16€ Teil tauschen.

Ich begrüße es sehr daß Viessmann den Vertrieb und die Beratung in die eigene Hand nimmt.
Im Zeitalter von "Google Home" kann der traditionelle deutsche SHK Handwerker nur sehr schwer mithalten. Auch würde ich mittlerweile gerne den Service in die Hände von Viessmann legen.

Verfasser:
HB66
Zeit: 19.05.2016 11:09:13
3
2376594
Es ist schon interessant, wie in dieser Branche meist immer gleich gemeckert und alles kurz und klein geredet wird. Wir leben in einer digitalen Welt. Selbst Handwerker nutzen dass Internet, wenn ein Vorteil für sie selber besteht. Das ist (dann) okay und legitim.

Ich sehe das Vorgehen von Vaillant als absolut legitim und richtig an. Sicher werden sie dem Handwerk genügend Marge lassen. Die sind doch nicht blöd. Und die Handwerker, die den Weg mitgehen, werden sich spezialisieren und langfristig auch von "Nebenaufträgen" profitieren. Denn Spezialisierung und damit Schnelligkeit bringt dem Unternehmer Gewinn. Zudem würde ich gerne mal die Gesichter der Generalisten sehen, wenn tatsächlich (trotz etlicher Angstzuschlägen) mal eine Nachkalkulation gemacht würde. Umsatz und damit ein hoher Endkundenpreis ist nicht gleich Marge des Handwerks! Aber es gibt auch einen Anteil an Betrieben, die tatsächlich alles unter einen Hut kriegen. Leider ist dies aber nur ein geringer Teil und das zum Nachteil des Endkunden, der Kesselindustrie und der Umwelt. Alternativ bleibt natürlich auch noch der Weg, der vor kurzem im Bayern eingeschlagen wurde. Der geht am regionalen Handwerk komplett vorbei. Bevorzugtes Fabrikat ist dort übrigens nicht Vaillant.

Zudem noch ein LINK von der diesjährigen IFH in Nürnberg, der das ganze Dilemma aufzeigt. Dort sagt der Präsident des BDH (Manfred Greis) nach ca. 15 Sekunden, dass bei 70% der 20 Mio. Heizkessel in Deutschland Modernisierungsbedarf besteht. Wir reden hier von 14 MILLIONEN Kesseln. In der Branche werden aber seit langen Jahren (Jahrzehnten) lediglich 500 - 700 Tsd. Kessel pro Jahr verbaut. Davon sicherlich auch viele Tausend in Neubauten. Wie sollen denn Klimaziele geschafft werden, wenn man nur hinterher hinkt?!

IFH 2016 - Modernisierungspotential in Deutschland

Also los: Nicht nur meckern, sondern die Zukunft aktiv mitgestalten!

Verfasser:
OldBo
Zeit: 19.05.2016 11:48:10
1
2376601
Zitat von HB66 Beitrag anzeigen
Ich sehe das Vorgehen von Vaillant als absolut legitim und richtig an. Sicher werden sie dem Handwerk genügend Marge lassen. Die sind doch nicht blöd. Und die Handwerker, die den Weg mitgehen, werden sich spezialisieren und langfristig auch von "Nebenaufträgen" profitieren.[...]

Natürlich ist es legitim. Ob es auch schlau bzw. richtig ist, wage ich zu bezweifeln. Andere Hersteller haben es schon vor vielen Jahren versucht, und sind ordentlich auf die Schnauze gefallen. Ich sehe dieses Vorgehen eher von Kaufleuten gemacht, die nur den Gewinn in den Augen haben und durch diese Geschäftsmodelle ihre völlig überhöhten Ersatzteile gleich mit verkaufen wollen. Die Ingenieure haben schon lange kein Wort mehr mitzureden.

Und wenn dann noch die geplante Obsoleszenz ins Spiel kommt, dann wird es erst richtig losgehen.

Verfasser:
Stuermer1904
Zeit: 19.05.2016 12:34:36
0
2376615
Also ich finde es schon stark, dass hier ein vernünftiges Konzept dermaßen niedergemacht wird. Dass Ganze dann aber auch noch mit EON und Thermondo in einen Topf zu werfen - hier entsteht doch ein völlig falscher Eindruck..

Ja - ich habe auch heftig geschluckt, als ich das Drumherum bei Vaillants Internetportal gelesen hatte. Auf der SHK hat man mir den Hintergrund und die Bedingungen vernünftig erklären können. Letztendlich sind es unsere Kollegen gewesen, die genau den vom FV kritisierten Punkt ins Spiel gebracht haben. Hier geht es um das Inkassorisiko beim anonymen Internetkunden, das komplett auf Vaillant übergeht. Und das, liebe Kollegen, ist eine ganze Menge wert, wie wir alle wissen.

Kritisch nachfragen ist völlig richtig - auch die Leute aus dem Remscheider Hasenstall wollen schließlich nur Geld verdienen. Aber das Konzept von denen hat Hand und Fuß und kann uns ohne Risiko den Onlinekunden erschließen, den uns ansonsten die Schraubertruppen von Thermondo aus unserer Region rausfischen würden. Also: bitte erstmal informieren und überlegen, warum der FV mit seiner Kritik hier so dermaßen über das Ziel hinaus schießt.

Verfasser:
HB66
Zeit: 19.05.2016 13:02:47
0
2376620
Zitat von OldBo Beitrag anzeigen
Zitat von HB66 Beitrag anzeigen

... Andere Hersteller haben es schon vor vielen Jahren versucht, und sind ordentlich auf die Schnauze gefallen. ...


Die Zeit wird zeigen, ob der Weg erfolgreich sein wird und was die Lehre aus den damaligen Vorstößen ist. Nimmt man alle "Mitspieler" auf die Reise mit, d. h. dass das Fachhandwerk auch die Chance bekommt gutes Geld zu verdienen, so sehe ich es durchaus positiv. Die Aufgabe des ganzen Gewerks ist so umfang- und facettenreich, dass durch die Vertriebsunterstützung manch ein Handwerker vielleicht sogar die freie Zeit als Chance nutzt um sich um wirklich innovative Techniken und Systeme zu kümmern. Denn wie auf vielen Firmenfahrzeugen leider zu lesen, hält manch Meisterbetrieb sogar heute noch die Solartechnik für innovativ. Dabei gibt es viele andere, spannende (Zukunfts)Techniken bei denen sich bisher nur sehr wenige Meisterbetriebe tummeln und ihre Qualität beweisen.

Das mit den Ersatzteilen kann/will ich nicht kommentieren, da ich in allen Bereichen (Kaffeemaschine, PKW, Waschmaschine, PC, ...) auf solche "Sollbruchstellen" treffe und mich selber schon oft darüber geärgert habe. Zudem hat das m. E. auch nichts mit dem eigentlichen Thema zu tun.

Ich ärgere mich viel mehr darüber, dass viele Handwerker leider keine vernünftige Beratung mehr im Bereich Kessel bzw. Energiesysteme hinbekommen und trotzdem die dickste (Vertriebs)Marge fahren wollen. Das kann aber auch daran liegen, dass der Verkauf von ein bisschen gebogener Edelstahlrinne im Duschbereich für viel zu viel Geld mit weniger Aufwand (und mehr Marge) verbunden ist. Mut machen mir aber die Meisterbetriebe die den Impuls von Vaillant positiv sehen. Das Vaillant hier sauber ggü. dem Handwerk arbeitet setze ich dabei voraus. Die sind nicht dumm in Remscheid.

Fest steht auf alle Fälle für mich:
Auf dem bisherigen Weg, werden wir niemals die gesetzten Ziele schaffen.

Verfasser:
OldBo
Zeit: 19.05.2016 13:24:01
2
2376627
Zitat von HB66 Beitrag anzeigen
Zitat von OldBo Beitrag anzeigen
[...]

...................... Die Aufgabe des ganzen Gewerks ist so umfang- und facettenreich, dass durch die Vertriebsunterstützung manch ein Handwerker vielleicht sogar die freie Zeit als Chance nutzt um sich um wirklich innovative Techniken und Systeme zu kümmern.................[...]

Und weil das Gewerk so umfangreich ist, haben sich viele Firmen auf spezielle Hersteller und Anwendungbereiche konzentriert. Nur wird das hier immer wieder bemängelt. Der internetinformierte Kunde kann oder will nicht verstehen, dass nicht alle angefragten Fachbetriebe ihre Vorstellungen, die im Internet und auch in diesem Forum empfohlen werden, umsetzen wollen oder können. In vielen Fällen findet der Kunde dann keine Firma, die ein Angebot abgibt.

Die Unterstützung der Hersteller gab es schon immer. Schulungen und Außendienstler helfen in allen Bereichen.

Zitat:
Auf dem bisherigen Weg, werden wir niemals die gesetzten Ziele schaffen.


Die gesetzten Ziele sind politisch gewollt und gehen in vielen Fällen an der Praxis vorbei. Dabei stellt sich dann die Frage, ob es erstrebenswert ist, die Ziele auch wirklich umsetzen zu wollen.

Verfasser:
HB66
Zeit: 19.05.2016 13:33:32
0
2376632
Zitat von Stuermer1904 Beitrag anzeigen
Also ich finde es schon stark, dass hier ein vernünftiges Konzept dermaßen niedergemacht wird. Dass Ganze dann aber auch noch mit EON und Thermondo in einen Topf zu werfen - hier entsteht doch ein völlig falscher Eindruck.


Ich hoffe, dass Sie dies nicht aus meinem Beitrag herausinterpretieren. Das Vorgehen in beiden Fällen ist m. E. absolut nicht vergleichbar! Lässt Vaillant, was ich voraussetze, seine regionalen Partner an dem "normal brachliegenden" Potential partizipieren, so finde ich das sehr gut. Das andere Konzept setzt nicht auf regionale Partner und findet daher auch nicht meine Zustimmung! Jedoch sind beides wichtige Impulse um einen Umdenkprozess in der Branche anzustoßen und damit einen wichtigen Schritt zur Erreichung der Klimaziele zu gehen. Das Handwerk hat die Wahl, denn der Wandel macht auch nicht vor dieser Branche halt.

Verfasser:
JoRy
Zeit: 19.05.2016 13:38:11
0
2376635
Die Frage --wer hat was davon MUSS gestellt werden anstatt hier banal zu posten:
"wer sich dem Wandel nicht stellen will... "---Quatsch !

Es geht nicht um den Fachhandel der fachlich überfordert wäre.
Und es geht auch nicht um den HB der mit Projektierung und Angebot entlastet werden muss.

Vaillant bekommt mehr Daten über diese Anfragen und am Ende bleibt der Endkunde -
und der bleibt im Regen stehen.

Das war schon in zig Jahren immer so.
-Der Archi nimmt sich mangels eigener Ahnung einen Fachplaner.
Der plant, ist aber nicht im direkten Dialog mit dem Bauherren
-Der Fachplaner widerum schlägt einen HB zur Ausführung vor.
Der soll auch nicht direkt und unmittelbar mit dem Bauherrn komunizieren.
Der Bauherr hat a) nie alle Daten und ist b) Laie und kann garnicht prüfen.

So war immer die Konstellation von Rechtsstreiten , bei denen am Ende keiner verantwortlich
und fassbar war, sondern in der Kette einer es auf den anderen geschoben hat und der
Endkunde der Blöde geblieben ist.

Wenn Vaillant glaubt ihr Sortiment sei derart kompliziert, dass Fachleute und HB nichts mehr durchblicken und alles verstehen----
und dass man diese, Großhandel und Handwerk deshalb "unterstützen" muss indem man Planung als "Praktikanten Software" rauslässt, dann passiert das was immer passiert wenn viele Köche den Brei verderben.
Denn in so einer Kette passsiet immer das Gleiche---der Eine verlässt sich auf den Anderen
aus Bequemlichkiet, und prüft nicht mehr im Detail gewissenhaft und es bleibt nur ein aus der software Schublade gezogenes Verarbeiten der zu wenigen Eckdaten von Bauherr und Archi.

Das Oprimum in Preis und Leistung kommt dabei nie raus !
Auf jeden Fall nicht für den Bauherren und auf den sollte es eigentlich ankommen.

Schaut doch mal einfach hier im Forum--
Da lässt ein Rohrhersteller und Verkäufer eine FBH-Auslegung in wenigen Minuten aus dem Rechner , der HB hat Kopf-und Büroarbeit gespart, verdient aber am Rohr mit und dann schlagen die Bauherren verzweifelt hier auf, wenn das Kind in den Brunnen gefallen ist.--- Nicht vorher !

Gruß JoRy

Verfasser:
muscheid
Zeit: 19.05.2016 13:46:16
0
2376636
Das Problem ist doch, daß ein Kunde Daten eingibt und letztlich keine vorherige Klärung vor Ort stattfindet. Vaillant ist gar nicht imstande, einen genauen Preis zu ermitteln. Prompt fehlt was. Auch Rohrmaterial usw bleibt unbekannt. Filter, Füllanlage und und......
Vaillant kassiert, der "Partner" wird zum Sub und bekommt ne kleine Einbaupauschale. Uninteressant für Vaillant, ob er 4 oder 8 Stunden braucht, 2 oder 6 m Rohr verschafft.

Oder glabubt ihr es wird akzeptiert, wenn nachher noch ne Zubehörrechnung kommt?

Verfasser:
schoberh
Zeit: 19.05.2016 14:34:27
4
2376645
Hallo,

ich find´s auch amüsant, dass alles Neue immer erst mal schlecht ist!
"Was der Bauer nicht kennt, frißt er nicht!" sagt man bei uns in Bayern....

Ich bin Vaillant-Kompetenzpartner und finde das Konzept und die Idee gut, und doch, genau darum geht es Vaillant: um die Klientel, die sonst bei Thermondo kauft.
Es geht hier auch nur um einfachste Anlagen: Gas-BW, Öl-BW und evtl. ne StandardWP ohne Puffer und Schnickschnack.
Das sind meine Infos seitens Vaillant zu dem Konzept.

Auch ich fahre für solche Angebote seit Jahren nicht mehr vor Angebotserstellung zu meinen Kunden, weil es, gerade beim Kesseltausch, immer das gleiche ist, 100,-€ hin oder her.
Das Risiko für nen Meter Rohr mehr oder weniger im Einbau oder auch den Aufwand halte ich deshalb für äußerst gering.
Und es wird ja auch kein Handwerker dazu gezwungen, für Vaillant mit diesem Konzept zu arbeiten.

Zudem plant Vaillant meines Wissens damit auch nicht, den Markt zu erobern. Es geht einfach darum, jetzt die Kunden gemeinsam mit Fachpartnern abzugreifen, die eben sonst bei Thermondo gelandet wären: Angebot online selbst innerhalb von 5 Minuten erstellen, Einbau so schnell wie möglich.
Trotzdem hat man bei Heizungonline mit Vaillant den Vorteil, dass es von einem Handwerker aus der Region eingebaut wird, welcher auch die entsprechenden Gaszulassungen beim Versorger hat und demnach keinen weiteren Handwerker benötigt, der dann die Gasleitung zur bauseits gestellten Heizung liefert (für alle, die´s nicht gesehen haben, die Dikussion war hier heute auch schon bez. Thermondo!).

Schöne Grüße, und einfach mal nicht immer alles schlecht machen, ;-)

Katrin

Verfasser:
schoberh
Zeit: 19.05.2016 14:43:20
3
2376647
Ach und noch was:

Unsere tollen Fachverbände sind auch in hysterische Weinkrämpfe ausgebrochen, als die bösen Kaminkehrer uns mit Wartung und Kesseltausch alle Kunden klauen wollten. Ich erinnere mich noch, wie viele Stunden in der Innungsversammlung und auch in diversen Foren diskutiert wurde und ich habe bis Stand heute noch keinen einzigen Kunden an einen Kaminkehrer verloren. Auch habe ich nicht den Eindruck, dass diese das überhaupt forcieren.

Also manchmal glaub ich, der Fachverband braucht irgendein Feindbild, das er propagieren kann, um sein Dasein zu rechtfertigen.

Immer lachen muss ich auch, wenn ich was von der Handwerkermarke, höre oder lese, die ist doch auch vom Zentralverband: die meisten dieser Hersteller sind doch in jedem Baumarkt zu haben, in jedem Fall aber im Internet. Also wer verkauft direkt an den Endkunden?!?

Belustigten Gruß,
Katrin

Verfasser:
HB66
Zeit: 19.05.2016 14:49:10
0
2376650
@ OldBo
Das mit der Herstellerspezialisierung ist richtig und gut. Wobei sich der HB oftmals aber auch durch den Vorverkauf des jeweiligen (regionalen) Platzhirschen hat verleiten lassen. Denn wenn der Kunde das Produkt vorgibt braucht er ja nicht technisch argumentieren. Andererseits beinhalten dann alle Angebote der Mitbewerber das gleiche Fabrikat. Hut ab vor dem, der tatsächlich noch SEINE Dienstleistung und seinen Favoriten argumentiert und verkauft kriegt. Leider kommt das viel zu selten vor. Zudem diese Firmen das Internet häufig sogar positiv betrachten und auch darüber erfolgreich Verkäufe generieren.
Mir persönlich ist es egal ob die Ziele politisch gesetzt sind. In der Praxis könnten sicher 100-tausende von Kesseln (Systemen) problemlos mehr verbaut werden und uns den Zielen näherbringen.

@ JoRy
Was für eine heile Welt, die Du da aufzeigst. Wäre es doch nur wirklich so. Bedeutet es doch, dass alle Planungen, Anlagen, ... absolut korrekt sind, wenn sie doch nur von einem HB geplant sind. Schade. Das entspricht leider nicht den Tatsachen. Aber: Es gibt diese richtig tollen Betriebe. Deren Inhaber, zu denen Du anscheinend gehörst, pflegen aber meist auch nur Kontakt zu ebensolchen. Das sieht man nach Schulungen an der Theke und am Buffet, wenn sich die Grüppchen bilden.

@ muscheid
Der letzte Satz ist entscheidend: „Oder glaubt Ihr …“
Und was wäre, wenn es so wäre oder wenn es eine Pauschale für Montagematerial gibt, bei der der HB mal gewinnt und mal verliert? Das Mittel aber passt.

@schoberh/katrin
Bravo. Du hast es verstanden und auf den abschließenden Punkt gebracht!

Verfasser:
HB66
Zeit: 19.05.2016 15:01:36
0
2376652
@ JoRy
@ schoberh/katrin


Sorry für das "Du". Es liegt einem in unserem Gewerk immer so auf der Zunge bzw. den Fingern.

Verfasser:
schoberh
Zeit: 19.05.2016 15:51:31
1
2376659
@ HB66
bin selbst Heizungsbäuerin und auf der Baustelle ist das Du doch Standard, das passt schon.
Und ich im Internet find ich eh, fast wie bei IKEA ;-)

Gruß,
Katrin

Verfasser:
TL70
Zeit: 19.05.2016 21:06:48
0
2376705
Also ich habe kein Problem, wenn die Kalkulation passt, ist doch toll, da kommt der Laden wenigstens in Schwung. Wir haben bei uns im Betrieb sehr gute Erfahrungen mit der Vaillant Kalkulation gemacht. Absolut fair und korrekt. Großprojekte wird man damit sicher nicht so leicht angeboten bekommen. Da braucht es deutlich mehr. Klar sind in dem Fall nur Vaillant Produkte eingeplant. Wir haben schon mehrfach Anfragen direkt abgearbeitet, weil der Kunde 1-2 Monate auf ein Angebot gewartet hat. Das der dann möglicherweise gar nichts macht liegt doch auf der Hand. Ich meine Thermondo betreibt ein sehr einseitiges Geschäft, und das ist auch nix für uns, aber hier haben alle was davon, der Kunde bekommt ein schnelles Angebot,.
Bei der Hausmarke Viessmann kriege ich nen Lachkrampf und betrifft nicht.... hat sich schon mal jemand von Thermondo ein Vaillant anbieten lassen? Das Angebot kommt auf Viessmann, der Kunde ist dann ordentlich zu seinem Vaillant Gerät gekommen, haben wir gern gemacht. :-). Beste Grüße

Verfasser:
Michus67
Zeit: 19.05.2016 22:03:54
2
2376710
Macht sich da nicht der Installateur zum Schrauber der Industrie und verliert seine Selbstständigkeit?
Von mir ein Contra.
Michael

Verfasser:
kama.cl
Zeit: 19.05.2016 22:38:50
0
2376715
Zitat von Michus67 Beitrag anzeigen
Macht sich da nicht der Installateur zum Schrauber der Industrie und verliert seine Selbstständigkeit?
Von mir ein Contra.
Michael


Langsam und schleichend sind wir schon lange die Sklaven der Industrie!

Verfasser:
Michus67
Zeit: 20.05.2016 07:05:20
2
2376748
@kama cl
Das hängt von jedem selbst ab wie weit er geht.
Mich hat ein Kesselhersteller schon mal fallen lassen wie eine heiße Kartoffel.
Seit diesen Zeitpunkt wird sehr sorgfältig gesiebt.
Man muß sich die Freiheit und Selbstbestimmung als Handwerker bewahren.

Verfasser:
muscheid
Zeit: 20.05.2016 08:25:39
1
2376770
Ein reiner Kesselhersteller kann nur Produkte rechnen, die er selbst hat. Woher will Vaillant wissen, wieviel Abgasbögen und -rohr benötigt wird. Von vorgeschriebenen Zubehör wie Filter und Füllvorrichtung ganz zu schweigen. Optimierung der Anlage? sicher nicht.
Dann einem "Partner" zu sagen, bau das ein, bekommst X€ fest, führt zu Mängeln. Denn erfahrungsgemäß ist der X€ Betrag alles andere als auskömmlich. Sowas reicht gerade zum reinen Tausch.

Verfasser:
jungmeister1983
Zeit: 20.05.2016 09:18:17
1
2376780
Zitat von Joachim Redmer Beitrag anzeigen
Wer sich diesem Wandel nicht stellen will und stattdessen lieber protestiert und jammert wird voraussichtlich ein Problem bekommen.


Sorry aber da lach ich doch mal.
Ich habe vor 8 Jahren meinen Meister gemacht und bin seit ca. 15 Jahren in dieser Branche tätig.
In diesen 15 Jahren habe ich diesen Satz schon oft gehört. Sei es von der Industrie, schlauen BWLer oder von noch schlaueren Internetkunden.

Bei uns sieht die Realität so aus:
Im Sanitärbereich verkaufen wir (in der Sanierung) heute Bäder die sicherlich 15-20% teurer sind als noch vor 10 Jahren. Unsere Kunden wollen einen Ansprechpartner für alle Gewerke und das sind wir, weil ein Onlineanbieter das nunmal nicht leisten kann.
Dann ist es heute schon fast normal, dass ein Bad welches inkl allen Gewerken 20-35k kostet bestimmt 2 mal umgeplant wird, bzw. es ändert sich die Ausstattung.
Was hatten alle Angst vor den Onlineshops. Man merkt dass sie da sind, es gibt evtl. mal eine Diskussion wegen den Preisen. Aber am Ende bauen wir dann doch unser Material ein.

Im Kesseltausch ist es doch ähnlich. Alten Kessel raus, neuen Kessel rein kann jeder Depp.
Auf Grund der EnEV, EWärmeG und den Anforderungen bzw. die Begleitung durch den ganzen Förderungsjungle von KfW und BAFA ist ein persönlicher Ansprechpartner bei unseren Projekten in der Sanierung unablässig. Unsere Kunden wollen einen Ansprechpartner der auch 2 oder 3 mal vor Projektstart vor Ort ist weil es noch etwas zu klären gibt.
Ich weiss nicht wie das bei den Kollegen ist, bei uns haben über 90% der Kunden keinen Bock auf ein unpersönliches Onlineportal. Die wollen, dass ein Angebot auf sie zugeschnitten ist und zu ihnen passt.

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Massive Kritik an Vaillants neuem Heizungsportal HeizungOnline: Pro und Contra – Fachverband SHK tobt
Verfasser:
jungmeister1983
Zeit: 20.05.2016 09:18:17
1
2376780
Zitat:
...
Wer sich diesem Wandel nicht stellen will und stattdessen lieber protestiert und jammert wird voraussichtlich ein Problem bekommen.

Sorry aber da lach ich doch mal.
Ich habe vor 8 Jahren meinen Meister gemacht und bin seit ca. 15 Jahren in dieser Branche tätig.
In diesen 15 Jahren habe ich diesen Satz schon oft gehört. Sei es von der Industrie, schlauen BWLer oder von noch schlaueren Internetkunden.

Bei uns sieht die Realität so aus:
Im Sanitärbereich verkaufen wir (in der Sanierung) heute Bäder die sicherlich 15-20% teurer sind als noch vor 10 Jahren. Unsere Kunden wollen einen Ansprechpartner für alle Gewerke und das sind wir, weil ein Onlineanbieter das nunmal nicht leisten kann.
Dann ist es heute schon fast normal, dass ein Bad welches inkl allen Gewerken 20-35k kostet bestimmt 2 mal umgeplant wird, bzw. es ändert sich die Ausstattung.
Was hatten alle Angst vor den Onlineshops. Man merkt dass sie da sind, es gibt evtl. mal eine Diskussion wegen den Preisen. Aber am Ende bauen wir dann doch unser Material ein.

Im Kesseltausch ist es doch ähnlich. Alten Kessel raus, neuen Kessel rein kann jeder Depp.
Auf Grund der EnEV, EWärmeG und den Anforderungen bzw. die Begleitung durch den ganzen Förderungsjungle von KfW und BAFA ist ein persönlicher Ansprechpartner bei unseren Projekten in der Sanierung unablässig. Unsere Kunden wollen einen Ansprechpartner der auch 2 oder 3 mal vor Projektstart vor Ort ist weil es noch etwas zu klären gibt.
Ich weiss nicht wie das bei den Kollegen ist, bei uns haben über 90% der Kunden keinen Bock auf ein unpersönliches Onlineportal. Die wollen, dass ein Angebot auf sie zugeschnitten ist und zu ihnen passt.
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