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ZVSHK: „Vaillant hat Partnerschaft einseitig aufgekündigt!“
Verfasser:
Redaktion HTD
Zeit: 03.06.2016 00:00:00
0
2380855
Starker, ganz starker Tobak vom ZVSHK: Mit „HeizungOnline“ kündige Vaillant die Marktpartnerschaft mit dem Fachhandwerk! Das hat der Zentralverband gestern einstimmig so festgestellt – ein in dieser Deutlichkeit wie in dieser Einmütigkeit überaus seltener Vorgang, sagen Insider… Und weiter heißt es von der Interessensvertretung der Fachhandwerker: Die Innungsbetriebe müssten befürchten, zum „Lohnschrauber“ des Unternehmens degradiert zu werden.


Verfasser:
AbakusderEchte
Zeit: 03.06.2016 02:26:07
4
2380864
Zitat von Redaktion HTD Beitrag anzeigen
Starker, ganz starker Tobak vom ZVSHK: Mit „HeizungOnline“ kündige Vaillant die Marktpartnerschaft mit dem Fachhandwerk! Das hat der Zentralverband gestern einstimmig so festgestellt – ein in dieser Deutlichkeit wie in dieser Einmütigkeit überaus seltener Vorgang, sagen Insider… Und weiter heißt es[...]


Na, wer noch glaubt, dass das dreistufige Vertriebssystem Zukunft hat, der glaubt auch dran, dass der Zitronenfalter was an der sogenannten heiligen Dreifaltigkeit hat.
Bei einer Pfarrerstochter als Regierungschefin und einem Pfarrer als Präsident wundert es mich umso weniger, dass die Deutschen - außer bei manchen Lebensmitteln vielleicht - das mindestens Fünf- bis Zehnfache dessen bezahlen, was unsere europäischen Nachbarn zu löhnen gewillt sind.
ine Student-Version von Microsoft-Produkten bsp.weise kostet in den Niederlanden nur max. ein Fünftel dessen, was man deutschen Schülern und Studenten abknöpft!
O.k., dafür gibt's das u.a. in der "Weltsprache" Niederländisch!!!

Verfasser:
russel
Zeit: 03.06.2016 05:54:06
3
2380866
Hoffentlich ist der 3stufige Vertriebsweg bald weg!

Dann muss der Handwerker, egal welche Branche, nicht mehr planen, vorfinanzieren, garantieren, usw.

Ich werde gerne Lohnschrauber. Lager weg, kann ich vermieten, Buchhaltung und Steuerberater kostet die Hälfte da der Umsatz schrumpft.

Ich bekomme jede Stunde bezahlt, jede! Bei defekten soll sich der Käufer mit dem Verkäufer auseinandersetzen.

Wie die Löhne sich anpassen wird man sehen, Kfz niveau werden wir nicht erreichen aber knapp darunter wird es sich einpendeln.

Verfasser:
Achim Kaiser
Zeit: 03.06.2016 07:08:03
24
2380873
@russel

... und von was träumst du Nachts ?

Du glaubst doch nicht allen Ernstes dass "der Fachmann" nur weil er von einem Hersteller zum Schraubertrottel degradiert werden soll aus der fachlichen Verantwortung entlassen wird ?
Die Richter sind da ganz anderer Ansicht. Mit Freude erwarte ich die ersten Urteile bei denen den "Schraubern" die Leviten verlesen werden.

Nicht ohne Grund ist der SHK Bereich eine gefahrengeneigte Branche bei der "Meisterpflicht" besteht.

Auf solche Marketingmaßnahmen eines Geräteherstellers kanns nur eine Antwort geben :

Produkte dieses Herstellers einbauen, warten oder reparieren ? - Nein danke ! Kein Interesse an diesem Auftrag !

Ich hoffe dass der Geräteumsatz des Herstellers in DE um mindestens 50% einbricht .... wenns nach mir geht werden es 100% !

Gruß
Achim Kaiser

Verfasser:
JoRy
Zeit: 03.06.2016 07:59:49
7
2380886
Ich denke auch, dass es auf ein Eigentor von Vaillant rausläuft.
Die "Partner" HB von Vaillant werden das irgendwann auch merken.

Kennt ihr die neue Generation von BWLern mit denen diese Konzerne sich bestücken ?
Alte Hasen an HB und Technikern werden aus Kostengründen aussortiert.!
Diese BWLer sind jung, zu jung, dynamisch und erfolglos, --- aber billig !
Sie denken in "Wertschöpfungen".
a) die der Anlagen und Komponenten mit dem Bonusanteil der HB , und
b) der Dienstleistungs Stundenlöhne und Werkverträge der HB
Vaillant will seinen Anteil vergrößern.
Das ginge nur durch Veringerung der Prozente der Vetragspartner und / oder einem Anteil
an den Werkvertragleistungen.
Beides dient nicht dem HB und nur so Schlips bestückte Bubis in Kommunionanzügen
glauben, dass da auf Dauer was zu holen wäre !

Ihr erkennt sie wenn sie auf den Messeständen wie Zeugen Jehovas im schwarzen Anzug
rumlaufen und die Parallele ist auch real gegeben, weil sie erwarten, dass man ihnen ihre
Aussagen auf der Basis ihrer Unkenntnis von Haustechnik glaubt, obwohl man es besser weis.

OldBo und ich haben mal solchen Verkäufern auf der ISH ein paar Fragen gestellt.
Zu diversen Themen----bei verschiedenen Firmen----
Die Antworten hätte man als Comik-Video aufnehmen müssen.

Mal standen am Ende 3 dieser Verkäuferlein zusammen und stritten sich.
Denn im Prospekt von der Therme steht nur dass der Brenner aus VA ist. !Prospekt !
Das Gehäuse ist aber Alu und der VL ein kaltgebogenes Stahlrohr , das mit Epoxy eingeklebt ist.
Keiner von denen wußte das und keiner wollte glauben, dass man das VL Rohr nicht ausbauen
kann wenn es korrodiert ist, sondern den ganzen Block tauschen muss.
--Nur ein kleines Beispiel aus einem Schadensfall.........
Das beste Comic erlebten wir zu Fragen über den hydraulischen Abgleich den fast alle Firmen
inzwischen "vollautomatisch" titulieren, weil sie so Superventile anbieten die ALLES regeln können.

Ich zweifle an solche Firmen und auch an der Interessenvertretung, dem SHK Verband, die ihre
HB draußen in der Praxis ziehmlich im Regen stehen lassen.
Das kann auf Dauer nicht gut gehen----

Gruß JoRy

Verfasser:
HB66
Zeit: 03.06.2016 10:42:40
10
2380946
Diese ganze Diskussion finde ich persönlich absolut lächerlich. Es gibt lt. dem Präsidenten des BDH ein Modernisierungspotential von 70% der Heizungsanlagen in Deutschland, bei 20 Millionen Stück. Dies entspricht einem Modernisierungspotential von 14 Millionen Heizungsanlagen.

Seit Jahrzehnten werden jedoch lediglich zwischen 500 – 700 TSD Einheiten verbaut, inkl. Neubauten. Warum in aller Welt passiert da nicht mehr bei uns in Deutschland? Sollen die Hersteller wirklich darauf warten bis wir mal Zeit haben einen Kessel einzubauen? Warum? Wozu?

Statt sich zu spezialisieren, haben die meisten Betriebe bei uns Heizung/Bad/Sanitär/…/Solar auf ihren Fahrzeugen stehen. Aber viele der Betriebe schaffen es einfach nicht diese Gewerke professionell unter einen Hut zu kriegen und verdienen damit nicht wirklich Geld. Jedoch wird dies häufig viel zu spät erkannt, da der „freie“ Unternehmer meist keine Nachkalkulation durchführt und sich vom Umsatz blenden lässt. Mit neuen Aufträgen werden Löcher gestopft, am Monatsende werden die Mitarbeiter bezahlt und für den Chef bleibt nichts übrig und die Kreditlinien bei den Großhändlern (meist mehrere am Start) und der Industrie werden immer weiter ausgeschöpft. Was würde wohl passieren, wenn diese ad hoc aufgekündigt würden und der „freie“ Unternehmer dann zu seiner Hausbank müsste? Es würde Insolvenzen über Insolvenzen geben. Das ganze Dilemma würde dann Zutage treten!

Da es hierbei lediglich um Standardanlagen geht und es genug Endkunden gibt, die keine Lust mehr auf „ihren Fachhandwerksbetrieb“ haben (O-Ton: unpünktlich, unzuverlässig, macht nur Dreck, schlechte Beratung, schlechter Service, …) finde ich den Impuls aus der Branche absolut begrüßenswert. Er bietet einfache, überschaubare Aufträge zur Grundsicherung der Betriebe. Der „freie“ Unternehmer hat dann die Zeit sich mit komplexen Anlagen und neuen Techniken zu beschäftigen, bei denen wirklich ein kompetenter Meisterbetrieb benötigt wird und er so das Image der Branche wieder aufpolieren kann. Zudem will der Käufer der übers Internet kommt nicht bei seinem Fachbetrieb um die Ecke kaufen. Sonst täte er es doch!

Aber natürlich gibt es auch die Betriebe, die wirklich alles im Griff haben. Die hochwertige, komplexe Anlagen und richtig tolle Bäder, mit Rendite, für höchst zufriedene Kunden bauen. Diese Unternehmen regen sich nach meiner Erfahrung über keinerlei der Impulse von außen (Reuter, Thermondo, HeizungOnline, Internetverkauf, …) auf, weil sie einfach nur richtig gut und souverän sind. Vielmehr haben sie sogar Verständnis dafür, dass die Kesselindustrie nicht 3 Wochen warten kann bis sie das Bad fertig haben, da das Modernisierungspotential ja nachweislich da ist.

Zeit: 03.06.2016 14:47:38
2
2381004
Die dazu passende Stellungnahme von Vaillant finden Sie hier. Diese sollte man sich anschauen.

Verfasser:
Michus67
Zeit: 03.06.2016 17:35:56
1
2381048
Plant dann HeizungOnline auch den Zeitplan des Handwerkers?
Wer kann von jetzt auf gleich die Heizgeräte tauschen? Ich nicht !!
Will man wirklich jeden Kunden haben? Auch wenn die Chemie nicht stimmt!
Wie sieht die rechtliche Seite aus? Mal abwarten.

Verfasser:
Ricö
Zeit: 03.06.2016 18:01:13
6
2381058
Zitat von HB66 Beitrag anzeigen
Diese ganze Diskussion finde ich persönlich absolut lächerlich. Es gibt lt. dem Präsidenten des BDH ein Modernisierungspotential von 70% der Heizungsanlagen in Deutschland, bei 20 Millionen Stück. Dies entspricht einem Modernisierungspotential von 14 Millionen Heizungsanlagen.

Seit[...]


ich würd ja fast denken, du bist vaillant mitarbeiter oder hast in irgendweiner weise mit dem vaillant onlineportal zu tun. so vehement wie du das auch noch annonym verteidigst.

du wiederholst ständig die selben zahlen. millionen von kesseln müssen erneuert werden, als ob auch nur 1000 anlagen mehr im jahr verkauft werden, nur weil das ganze nun auch von vaillant direkt an den endkunde getragen wird. selbst der EnEV-bedingte pflichtkesseltausch ist ne lahme ente, weil es ausreichent ausnahmen gibt, damit der umgerüstete wechselbrandkessel von ´64 mit billigschaltuhr und 0815 raumthermostat den segen des schwarzen mannes für ein weiteres jahr mit der allzubeliebten aussage "der hat noch gute werte" zu bekommen.

da der tausch der anlage nach wie vor handwerkliche arbeit ist, bleibt das prozedere für den enkunden gleich, nur dass nun noch ein paar mäuler beim hersteller zusätzliche gefüttert werden müssen, denn so ganz aus nächstenliebe zum handwerker wird der auftragsvermittlungsdienst wohl nicht sein. die frage ist, ob der endkunde über einen erhöhten preis oder der installateur mittels pauschalen montagesätzen das ganze bezahlt.

der kunde wird wohl keinen höheren preis akzeptieren. da muss sich vaillant an der stelle ja wünschen, dass die kollegen keine nachkalkulation machen, damit sie nicht mitbekommen, dass sie mit den montagepauschalen noch schlechter da stehen.

der "online affine kunde" sucht das ultimative schnäppchen, vergleicht das ganze dann noch einige mal, kauft das gerät irgendwo legal auf dem europäischen markt (mit deutscher zulassung) und fragt dann hier im htd, was bei der montage zu beachten sei.

bisher haben alle hersteller auf ihren webseiten ne fachpartnersuche angelegt, damit der onlinekunde sich einen installateur mit entsprechender hersteller- und produktkenntnis aus der nähe raussuchen kann.

an der stelle, wo der endkunde das angebot und die rechnung vom kesselhersteller bekommt und der installateur die gewährleistung dennoch trägt, ist der spass vorbei.

Verfasser:
caipithomas
Zeit: 03.06.2016 18:29:27
4
2381066
Zitat von HB66 Beitrag anzeigen
Diese ganze Diskussion finde ich persönlich absolut lächerlich. Es gibt lt. dem Präsidenten des BDH ein Modernisierungspotential von 70% der Heizungsanlagen in Deutschland, bei 20 Millionen Stück. Dies entspricht einem Modernisierungspotential von 14 Millionen Heizungsanlagen.

Seit[...]

Du wohnst nicht in Remscheidt?Uund hast lange Oh ren,an denen würdre ich mal gerne ziehen!

Verfasser:
Achim Kaiser
Zeit: 04.06.2016 13:39:47
7
2381229
Zitat von HB66 Beitrag anzeigen
Vielmehr haben sie sogar Verständnis dafür, dass die Kesselindustrie nicht 3 Wochen warten kann bis sie das Bad fertig haben, da das Modernisierungspotential ja nachweislich da ist.


Mich interessiert bei einer Modernisierungsmaßnahme vor allem ein zufriedener Kunde !!
.... und nicht das Wohl der Kesselindustrie !!!

Nur mal so zum drüber nachdenken.

Gruß
Achim Kaiser

Verfasser:
TL70
Zeit: 04.06.2016 13:43:08
2
2381230
Eigentlich wollte ich nichts schreiben, aber wenn ich lese, was der ein oder andere hier so schreibt, bleibt wohl nichts anderes übrig.
Gut dass es so etwas gibt ! So weit ich weiß haben die Hasen mit den ganzen Verbänden im Vorfeld gesprochen und Abstimmungen vorgenommen.

Ein Großteil der Kollegen bekommt ja nicht einmal Angebote raus! Das ist eine Diensteleistung, dafür sollten die Remsacheider Geld nehmen!

Nur für alle Fälle ich komme nicht aus RS und habe keine Hasenohren! Ich finde die Diskussion einfach nur lächerlich! Was glaubt Ihr denn, wie lange das Heizungsbauerhandwerk noch gegen die Digitalisierte Welt stehen kann. Wenn erst die wirklich Großen wie Google usw diese Lücke schließen.... Dann Gute Nacht.
Da empfinde ich den Kesselhersteöller als den angenehmeren Partner.

Verfasser:
Onkel2012
Zeit: 04.06.2016 14:08:18
2
2381235
Google stellt Kessel und Wärmepumpen her? Krass!
Naja, lange wirds nicht mehr dauern, dass wohl die meisten Kunden herausfinden, dass eine Onlinesteuerung Tinneff ist - mal vielleicht abgesehen von Ferndiagnose für den HB nebst Weiterleitung von Störungen...

Verfasser:
caipithomas
Zeit: 04.06.2016 15:13:48
0
2381249
Zitat von TL70 Beitrag anzeigen
Eigentlich wollte ich nichts schreiben, aber wenn ich lese, was der ein oder andere hier so schreibt, bleibt wohl nichts anderes übrig.
Gut dass es so etwas gibt ! So weit ich weiß haben die Hasen mit den ganzen Verbänden im Vorfeld gesprochen und Abstimmungen vorgenommen.

Ein[...]

Hallo!
Da muss ich Dir "Wiedersprechen"Vaillant hat nicht mit den Verbänden gesprochen,und hat das jetzt auch
zu gegeben.Das habe ich per e-mail von unserem Verband erfahren.(Landesinnung SH)
Für meinen Beitrag,im Forum,wohl etwas überspitz,möchte ich mich entschuldigen.
Mfg

Verfasser:
HB66
Zeit: 04.06.2016 18:18:53
3
2381279
@Ricö
Sorry, komme weder aus Remscheid noch bin ich bei Vaillant beschäftigt. War auch nie bei den Häschen. Entgegen manchem Stern hier habe ich aber vielleicht alle Seiten unserer Branche kennengelernt. Habe den Beruf bis 1986 gelernt, war bei verschiedenen Herstellern, beim Großhandel und habe auch schon eine eigene Firma gehabt. Daher habe ich sicher genügend Not und Elend, aus allen Blickwinkeln, innerhalb unserer Branche gesehen. Und anonym? Ich weiß nicht wer „Ricö“ ist und habe auch keinerlei Ambitionen herauszufinden wer Sie sind. Aber vielleicht kennen wir uns ja sogar. Wer weiß?

Fakt ist, dass es Handwerkskollegen gibt, die NICHT in die Rente einzahlen o. ä. und gerade genug im Sack haben um ihre Mitarbeiter zu bezahlen. Für sie selbst bleiben häufig nur 1.200 € pro Monat. Dies kommt häufig aber nicht, weil der verlangte Preis für den Kesseleinbau zu niedrig war. Das ist häufig das Ergebnis, dass er sich nicht spezialisiert hat und sich komplett in allen Varianten unseres Gewerks verstrickt. Über betriebswirtschaftliche Kenntnisse wollen wir erst gar nicht sprechen. Und, das sind KEINE Einzelfälle!

Die Sache mit den „Schornis“ sehe ich nicht generell so wie Sie. Natürlich gibt es darunter auch Verhinderer. Aber alle über einen Kamm zu scheren ist absoluter Blödsinn und dafür verantwortlich zu machen, dass keine größeren Kesselmengen eingebaut werden ist absoluter Quatsch. Wenn man mit denen vernünftig spricht, geht das meistens klar. Zudem die, die tatsächlich verhindern, demnächst eh ein Problem kriegen, wenn sie selber das schlechte Label aufkleben „dürfen“. Da werden einige enttarnt. Und das ist auch gut und richtig so!

Zu den aufgerufenen Preisen in Deutschland muss ich sagen, dass wir auf einer noch glückseligen Scholle leben. Ich habe genügend von Meisterhand verbauten Mist gesehen. Oftmals habe ich mich da für unser Gewerk geschämt. Vieles hätte man komplett abreißen und dem Meister zumindest den Titel entziehen müssen. Wenn nicht sogar mehr. Der Leidtragende war dann meist der Kunde und der Hersteller. Denn meist war der Meister ja nicht Schuld und es kam die Drohung: Wenn Du das nicht auf Kulanz regelst, dann wechsle ich das Kesselfabrikat. Und anscheinend will nun der Endkunde eben nicht mehr so wie es das Gewerk gerne hätte und versucht andere Wege. Und glauben Sie mir: Einem Großteil der Leute geht es gar nicht um den Preis. Die haben einfach nur die Schnauze voll. Dafür habe ich sogar Verständnis. Hinsichtlich oftmals fehlender Qualität bitte ich auch zu berücksichtigen, dass auf den KD-Fahrzeugen der Kesselhersteller meist Elektriker sitzen. Dies nicht nur wegen des elektrischen Anschlusses. Die entscheidenden Scheine erlangt der Meister in seiner Ausbildung. Der Elektriker kann aber Schaltpläne und damit Hydrauliken lesen! Dem ist egal ob da Strom oder Wasser durchgeht. Nicht ohne Grund wurde während meiner Lehrzeit oftmals „gefrozelt“: Ein schlechter Elektriker ist immer noch ein guter Heizungsbauer. Probleme gab es nur bei Siederohr, da kamen die dann angeschissen weil geschweißt werden musste. Und heute: Es gibt Quetschverschraubungen in allen Größen, meist wird gepresst und vernünftig schweißen kann fast gar keiner mehr. Die Schulungsräume der Hersteller und Händler sind aber heute immer noch voll bei den Themen hydraulischer Abgleich, VDI 2035, … Einfach zum Heulen.

Und die Verlinkungen bei den Herstellern bringen gar nichts. Viele Kollegen reagieren gar nicht, wenn darüber eine Anfrage kommt. Oftmals reagieren die noch nicht einmal, wenn man denen einen Zettel in die Hand drückt und nach zwei Wochen einen Anschiss vom Endkunden kriegt weil sich immer noch keiner gemeldet hat. Natürlich werden all diese Hilfestellungen nicht ohne Eigennutz von den Herstellern angeboten. Wozu auch? Aber die Krönung sind doch wohl eher die Kollegen, die sich nicht kümmern oder aber sogar den Kunden auf ein anderes Fabrikat drehen.

Das mit der Gewährleistung? Das kann man sicher auch so stricken, dass der Meister nur für seine Arbeit die Gewährlistung übernimmt. Aber das fällt ja schon vielen schwer.

@caipithomas
Das mit den Ohren lang ziehen sei vergessen und siehe oben: Bin kein Häschen und komme auch nicht aus Remscheid.

@Achim Kaiser
Auch mich interessiert bei einer Modernisierungsmaßnahme vor allem der zufriedene Endkunde. Es gibt aber mittlerweile eine Vielzahl von Kunden, die eben nicht zufrieden sind. Und wenn Sie das Wohl der Kesselindustrie nicht interessiert, warum sollte es dann überhaupt auf unser Gewerk Rücksicht nehmen? Bitte einfach mal drüber nachdenken.

Abschließend möchte ich anmerken, dass ich absolut gerne in unserer Branche bin. Ich habe viele tolle Leute und Firmen kennengelernt, aber leider auch viele Tragödien gesehen. Entsprechend empfinde ich die Unterstützung der Hersteller bei den stinknormalen „Bockwurstwärmern“ als positiv. Es würde vielen „freien“ Unternehmern eine Grundsicherung bieten, da die Aufträge schnell und übersichtlich auszuführen sind. Es bliebe dann Zeit um wirklich tolle Anlagen zu planen und zu verkaufen. Zudem haben schon ganz andere Branchen einen Blick auf unsere Zunft geworfen, da es hier ein riesengroßes Potential gibt was nicht angefasst wird. Es wird schon einen Grund haben, wenn ein bayrischer PKW-Hersteller mit einem Platzhirschen aus Hessen kooperiert. Und gegen diese Globalplayer sind unsere Kesselhersteller doch nur Peanuts.

Verfasser:
russel
Zeit: 04.06.2016 18:47:59
3
2381284
Der Hersteller, bzw. die Industrie will verkaufen, wer kauft ist egal. Wie kommen denn die ganzen Grohe Armaturen, Geberitkästen und Pumpen in den Baumarkt? Nicht direkt über den Hersteller aber der weiß wie der Hase läuft und welcher GH die Märkte beliefert!

Glaubt mir, der Industrie ist der Handwerker egal, hauptsache die Zahlen stimmen und die Aktionäre und Manager sind zufrieden!

Verfasser:
HB66
Zeit: 04.06.2016 19:15:44
0
2381296
@russel
Tja, als handwerklich affiner Laie und Leser des Forums würde ich jetzt gar keine Armatur mehr bei meinem Fachhandwerker kaufen, da diese Argumentation lediglich in den Bereich Bestandsschutz geht. Bravo! Der Endkunde hat das Geld. Das Ziel der Hersteller muss der Verkauf sein. Das nennt man Marktwirtschaft!

Verfasser:
caipithomas
Zeit: 04.06.2016 21:18:47
2
2381315
HalloHB66!
Ja,leider,hast in vielen deiner aussagen recht!
Die handwerklichen Fähigkeiten verkümmern.
aber Wohehr kommt das?
Die neuen selbständigen,haben das in ihrer lehrzeit nicht gelehrnt,ich selber 60Jahre,noch.
Ich ,von 1970 bis 1973 Heizungsbauer-von 1975-1976 Gas und wasserinstallatuer gelehrnt.(Ausnahmegenehmigung HWK)
1990 Meisterprüfung Heizungsbauer Lübeck-1991 Meisterprüfung Gas-Wasser,Elsmhorn.können das noch.
vor 6 jahren innungsversammlung-Schweißlehrgang abschafen-Mein wierderspruch!
Heute,Stadt Neumünster,Fernwärmeversorgung,MFH ca 85%,Erneuerung des Fernwärmenetzes von Dampf(Niederdruck)auf Heizwasser-Stahlrohr geschweißt-nichts Pressen!Schweißer gesucht wie ver rückt!
So das hat aber mit dem Thema nichts zu tun!
Ich lehne es ab und werde solche angriffe auf das 3tilge Vertriebs sytem bekämpfen !
sollte mein Partner das anstreben werde ich mich trennen!!!
Mfg

Verfasser:
FloHO
Zeit: 04.06.2016 21:49:46
0
2381322
Die entscheidende Frage ist ja, was sind die harten Fakten, die Vorteile für den Endkunden und auch für die Fachpartner bei diesem Vaillant- Konzept?

So sehr ich mir Mühe gebe, ich sehe in der jetzigen Form keinerlei reellen Vorteil auf diesen beiden Seiten.

Die meisten der hier vorgebrachten Argumente greifen in das Leere, weil sich am grundsätzlichen System nichts ändert.

Wo sollen als Fachpartner die plötzlichen Gewinne durch Spezialisierung oder der Minimierung der weniger Wertschöpfenden Phase der Angebotserstellung herkommen?
Ich kenne meine Kunden und deren Anlagen. Ein 08/15 Angebot wie es Vaillant vorschwebt ist im Computer hinterlegt, da muss nur noch Kunde eingefügt werden, fertig.
Die Auftragsbücher sind voll. Ob ich jetzt den Kesselhersteller oder den Armaturenherstellern Umsatz beschere ist für meinen Gewinn und der Zufriedenheit meiner Kunden irrelevant.
Nein, ich möchte sogar sagen das Vertrauen zwischen den Endkunden und dem Fachbetrieb wird gestärkt, da man den Kunden nicht ständig irgendetwas gegen Ihren Willen andrehen will, nur um den Umsatz der Marke XY zu steigern. Immerhin ist das Geschäftsfeld des SHK- Betriebs der unabhängige Kunden- Service und nicht der Vertrieb einer Marke!

Verfasser:
jogi54
Zeit: 04.06.2016 22:48:46
4
2381330
Ich verstehe die ganze Aufregung nicht.

Vaillant bietet den HBs an, einen Teil der Arbeit abzunehmen, Werbung, Angebotserstellung, Geld eintreiben - alles Arbeiten, die ein HB eher ungern macht. So what ??

Meine derzeitige Anlage (atmo Gaskessel, Heizkamin mit Wassertasche, 1000l Speicher, FK-Solarthermie) habe ich beim Hersteller (Ofen-Hark) gekauft und außer dem Gasanschluss komplett selbst installiert. Damals, vor 20 Jahren, hätte ich mir ohne Probleme die entsprechende Komponenten von verschiedensten Herstellern auch bei Großhändlern zusammenkaufen können.

So ist es auch heute absolut kein Problem, z.B. beliebige Vaillant Brennwertkessel im Netz zu bestellen.

So verstehe ich auch nicht, wieso z.B. eine Qualitätsarmatur nur von einem HB installiert werden kann/können soll. Wer Armaturen an Waschbecken installieren kann, kann das mit jeder Armatur.

Wenn ich mir die Mühe mache, mir per Internet eine Armatur auszusuchen, möchte ich die auch ohne Umwege über einen HB einkaufen können und selbst installieren. Alles andere empfinde ich als organisierte Raubritterei von HBs.

Generell muss man einfach sehen, dass die allerwenigsten eine Heizungsanlage wirklich selber installieren können. So what ???

Mein HB meines Vertrauens beliefert mich lieber zu seinen EK Preisen mit Material, das ich selbst installiere, als meine Eskapaden a la meine Außenwandheizung für mich zu installieren.

Seine Position - was ich da mache und berechne könnte er nicht berechnen, er ist aber sehr neugieríg, ob das, was ich so mache, dann auch funktioniert - klar bekommt er da die Infos.

Status quo mit meinem HB ist, wenn ich irgendetwas haben möchte und die Berechnungen und Verantwortung für die Auslegung übernehme, dann montiert er mir alles, so wie ich das vorgebe. (Hab eher keine Lust mehr, selber zu löten...). Eine solche Arbeitsteilung finde ich wirklich super.
Hydraulik, Auslegung/Dimensionierung und Steuerung mache ich inklusive aller Gewährleistung dafür liebend gerne selber, mein HB ist nur dafür verantwortlich, dass das, was er montiert, dicht ist, und die gelieferten Komponenten im Rahmen der Gewährleistung funktionieren (z.B. ein ESBE 3 Wege Ventil mit Motor ohne zu Haken läuft). Nebenbei - er sagt mir ganz klar und ehrlich - was ich da so habe, mache und will, könnte er sowieso nicht rechnen. Mit dieser Arbeitsteilung ist sowohl er als auch ich voll zufrieden.

Bei Großprojekten läuft das doch auch so, dass der Planer vorgibt und der HB die Installation macht.

zurück zum Thema...

kein HB wird gezwungen, von Vaillant übers Netz aquirierte Aufträge zu übernehmen, wo ist also das Problem ??

lg jogi

Verfasser:
OldBo
Zeit: 05.06.2016 10:04:03
0
2381388
Zitat von FloHO Beitrag anzeigen
Die entscheidende Frage ist ja, was sind die harten Fakten, die Vorteile für den Endkunden und auch für die Fachpartner bei diesem Vaillant- Konzept?

So sehr ich mir Mühe gebe, ich sehe in der jetzigen Form keinerlei reellen Vorteil auf diesen beiden Seiten.

Die meisten der hier vorgebrachten Argumente greifen in das Leere, weil sich am grundsätzlichen System nichts ändert.

Wo sollen als Fachpartner die plötzlichen Gewinne durch Spezialisierung oder der Minimierung der weniger Wertschöpfenden Phase der Angebotserstellung herkommen?
Ich kenne meine Kunden und deren Anlagen. Ein 08/15 Angebot wie es Vaillant vorschwebt ist im Computer hinterlegt, da muss nur noch Kunde eingefügt werden, fertig.
Die Auftragsbücher sind voll. Ob ich jetzt den Kesselhersteller oder den Armaturenherstellern Umsatz beschere ist für meinen Gewinn und der Zufriedenheit meiner Kunden irrelevant.
Nein, ich möchte sogar sagen das Vertrauen zwischen den Endkunden und dem Fachbetrieb wird gestärkt, da man den Kunden nicht ständig irgendetwas gegen Ihren Willen andrehen will, nur um den Umsatz der Marke XY zu steigern. Immerhin ist das Geschäftsfeld des SHK- Betriebs der unabhängige Kunden- Service und nicht der Vertrieb einer Marke![...]

Genauso sehe ich es auch. Und da muss ich nicht lange Texte schreiben, die sowieso nur überflogen werden.

Verfasser:
Andiadm
Zeit: 05.06.2016 10:48:20
0
2381422
Das Ganze hat doch einen vollkomen anderen Hintergrund: wenn die eine Ebene des Vertriebswegs rauswerfen und die Preishoheit haben, werden sie billiger als die Konkurrenz sein und mehr Heizungen verkaufen. Thats all about it.

Verfasser:
FloHO
Zeit: 05.06.2016 11:17:38
0
2381443
Wieso sollten sie bei gleicher Gesamtleistung und gleichem Gewinn günstiger werden?

Viele Hersteller liefern direkt an den Fachbetrieb der den ganzen Krempel einbaut.

Hersteller will X € Gewinn durch den Verkauf.
Fachbetrieb braucht Y € für den Einbau.
Ob der Fachbetrieb jetzt am Gerät mitverdient und dafür die Montagekosten günstiger werden oder das Gerät durchreicht (bzw. es über Vaillant direkt läuft) und mehr Lohnkosten fordert spielt für den Endkunden unterm Strich keine Rolle, er muss immer X + Y zahlen.


Günstiger wird es nur, wenn der Hersteller und/ oder der Erbauer auf Gewinn verzichten und/ oder schlechtere Leistung bieten.

Verfasser:
russel
Zeit: 05.06.2016 12:01:59
3
2381459
Das stimmt absolut FloHO!

Ich sehe das Problem durch die Materialaufschläge in unserer Branche. Meiner Meinung nach sollte das Material günstiger verkauft werden, und der Stundenlohn muss definitiv nach oben!

Der Preisvergleich ist durch das Internet immer besser, für den Endkunden bleibt die Summe gleich.

Verfasser:
caipithomas
Zeit: 05.06.2016 13:20:24
0
2381479
Hallo!
Es stellt sich für mich noch eine Frage.
wie werden sich die GH verhalten!Wenn Vaillant dierkt verkauft,warum sollten sie dann noch eine Großzügige Ersatzteilversorgung auf recht erhalten.
als Beispiel,als Viessmann den2.tilg. Vertriebsweg eröffnente,stellten die GH dei Erstteilversorgung hier in SH ein,Viessmann schloß die Werksniederlaßung in Rendsburg,nächste NL ist Hamburg.
Das gleiche gilt für Buderus.Im Winter,im Notdienst,Ersatzteilversorgung sehr Schwierig und Teuer für den Kunden.
Mfg

Aktuelle Forenbeiträge
Buddy5 schrieb: Euer Problem ist alt bekannt, kein einziger Techniker hat euch beschrieben wie es funktioniert. Das Stichwort "Betriebsbedingungen" kennt wohl keiner mehr. Ihr habt keinen Brennwertkessel der moduliert...
feanorx schrieb: zu1. 17mm Querschnitt ist ok sofern die FBH Kreisanzahl passt zu2. Das sollte eigentlich so üblich sein aber es gibt auch hier genug schwarze Schafe die frei Schnauze arbeiten wenn man sie denn lässt...
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ZVSHK: „Vaillant hat Partnerschaft einseitig aufgekündigt!“
Verfasser:
caipithomas
Zeit: 05.06.2016 13:20:24
0
2381479
Hallo!
Es stellt sich für mich noch eine Frage.
wie werden sich die GH verhalten!Wenn Vaillant dierkt verkauft,warum sollten sie dann noch eine Großzügige Ersatzteilversorgung auf recht erhalten.
als Beispiel,als Viessmann den2.tilg. Vertriebsweg eröffnente,stellten die GH dei Erstteilversorgung hier in SH ein,Viessmann schloß die Werksniederlaßung in Rendsburg,nächste NL ist Hamburg.
Das gleiche gilt für Buderus.Im Winter,im Notdienst,Ersatzteilversorgung sehr Schwierig und Teuer für den Kunden.
Mfg
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