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Heizung mir Puffer und Solarthermie - Hydraulikplan korrekt?
Verfasser:
Reinhard777
Zeit: 19.08.2016 11:31:45
0
2402058
Guten Tag liebe Experten.

Wie aus dem Titel schon hervorgeht plane ich gerade unsere neue Heizung (Gasheizung mit Unterstützung durch Solarthermie).

Im ersten Schritt habe ich ein Hydraulikschema gezeichnet. Dazu würde ich gerne euer Feedback haben. (Die ausführliche Anlagenbeschreibung findet ihr hier.)





Meine Hauptfragen sind:
1.) Ist das Gasbrennwertgerät korrekt hydraulisch eingebunden (oder benötige ich Rückschlagventile? Wenn ja, wo?)
2.) Ist die Hydraulik im solaren Ladekreis ebenfalls korrekt?
3.) Ich möchte das alles mit einer UVR1611 steuern - Auch das Brennwertgerät (Buderus GB172-14). Ist das möglich?

Danke im Voraus für das Feedback.

Verfasser:
passra
Zeit: 19.08.2016 16:27:48
1
2402131
Viel zu viele Ventile, ein steuerungstechnisches Fiasko, das nicht in Griff zu bekommen ist, auch nicht mit einer UVR. Die Energie, die in der Übergangszeit von den Solarpanels kommt, kannst du locker mit einem Heizkörper vernichten, wie willst du dann die Beimischung über die Therme lösen.

Ich kenne das nur so:

Alle Erzeuger heizen in den Pufferspeicher, ist die solare Energie zu wenig zum Heizen, dient sie als Rücklaufanhebung für die Gastherme.

Alle Verbraucher bedienen sich aus diesem Puffer, egal ob Heizung oder Brauchwasser.

Schau dir mal das Schema meiner Heizung in dem Beitrag ganz unten an, da siehst du das:

http://www.haustechnikdialog.de/Forum/t/188551/UVR1611-Erweiterung-mit-DL-BC

WW-Erzeugung erfolgt über eine Frischwasserstation.

Verfasser:
passra
Zeit: 19.08.2016 16:43:41
0
2402135
Ach ja, 500 Liter Puffer ist für 6 Kollis viiiel zu wenig. Hatte ich früher auch an 1600 Liter Puffer, ständiges Auskochen und das bei 6 Personen und entsprechendem Wasserverbrauch.
Im Zuge der PV- Montage haben wir auf 5 verringert und die Position verlegt, so dass die morgens jetzt bis 10 Uhr teilweise von einer großen Gaube verschattet sind. Jetzt passt das Verhältnis auch im Sommer.

Verfasser:
Reinhard777
Zeit: 19.08.2016 20:47:09
0
2402200
Danke für dein Feedback. Ich habe heute schon einen Großteil des Nachmittags hier im Forum verbracht und meinen Schaltplan noch ein wenig vereinfacht.

Der Grund für den "kleinen" Speicher ist 1.) ich kriege über 1000 L Platzmäßig nicht in den Keller runter. aber 2.) Ausschlaggebend für mich ist der Gedanke, dass ein so großer Puffer im Winter viel höhere Verluste hat als ein kleinerer. Der kleinere wird wahrscheinlich in der Übergangszeit und im Winter nie voll werden von der Sonne bzw. heize ich ja schon das Haus mit der Energie, die runterkommt.

Im Sommer habe ich 4 große Heizkörper im Keller mit denen ich die Energie verbrennen möchte.

Der kleine WW-Speicher ebenfalls aus dem Grund, da ich hoffe, dass die Sonne mir im Winter wenigstens die 300 Liter um 10 Grad jeden Tag aufheizen wird, was in einem 1500 L Speicher unmöglich wäre. Da würden die 2 kwh nicht mal 2 Grad sein.

Frischwasserstation möchte ich deshalb nicht, weil noch ein Teil mehr, dass wieder kaputt werden kann.

Mitlerweile tendiere ich zu einer Version ohne PWT aber dafür ein 2. Solarregister im Puffer, und dann wie von dir vorgeschlagen - Solar und Gas laden Puffer/WW und Heizung geht aus Puffer raus.

Verfasser:
Reinhard777
Zeit: 19.08.2016 20:53:53
0
2402204
PS: Das Schema, auf das du mich hingewiesen hast, sieht interessant aus, aber kann man da davon ausgehen, dass der PWT wirklich die ganze Energie der Solaranlage auf einmal in den Puffer bringt?

Denn je höher die solare RL Temperatur ist, desto geringer wäre ja auch der Anlagenwirkungsgrad.

Deswegen war mein Gedanke das Solarwasser falls nötig durch mehrere Register zu schicken um so eine möglichst niedriege RL Temperatur für die Solarpanele zu erhalten...

Verfasser:
passra
Zeit: 19.08.2016 21:50:31
0
2402212
Mein Puffer ist ein Ratiotherm-Schichtenspeicher, dedurch wird das Wasser schön von oben nach unten durchgewärmt und der Solar-RL bleibt möglichst lange kalt.
Die 1600 l bestehen im übrigen auch aus 2 parallel geschalteten 800 l-Speichern, einmal mit Schichteinsatz, einmal ohne. Anders hätte das auch keinen Platz gehabt, schon wegen der Höhe.

Das mit der Solaranlage funktioniert schon. Ich fahre z.Z. 15K Spreizung zwischen unterster Speicherstelle und Kollektoren. Das ganze funktioniert natürlich nur mit drehzahlgeregelten Pumpen

Verfasser:
nixahnung
Zeit: 19.08.2016 22:25:09
2
2402219
Hallo, was soll die Irrsinns Hydraulik.
Auf der einen Seite willst du aus nachvollziehbaren Gründen keine Friwa und dann so ein Chaos.

Hier mal was von der Buderus Datenbank: https://webservices.buderus.at/download/pdf/file/6720806056.pdf

Es geht auch ohne Plattenwärmetauscher.
Solche Solaranlagen haben bei voller Sonne etwa 1KW pro Kollektor (übern Daumen)
Die Schlangen in den großen Speichern können 30KW und mehr übertragen.
Wenn du dann noch eine Notkühlfunktion aktivierst und notfalls Wärme im Trockenraum verballern kannst, ist die Gefahr der Stagnation geringer.

Den GB 172 kannst du nicht direkt ansteuern. Das geht nur über Klemme WA (Wärmeanforderung)
Willst du Einfluss auf die Leistung haben, brauchst du ein Modul EM10 (Störmeldemodul)
Das kann ein 0-10V Signal in Leistung oder Temperaturanforderung umwandeln.

Eines sei aber jetzt schon gesagt. Deine Kenntnisse, die du in der UVR umzusetzen gedenkst, reichen nicht aus um 20% der Regelmöglichkeiten der EMS Regelung zu erreichen.

Wenn du experimentieren möchtest ist sie sicher gut. Aber schau dir auch mal die möglichen Funktionen der EMS Regelung mit Kommunikationsschnittstelle an.

Verfasser:
JAcjm
Zeit: 19.08.2016 22:31:45
0
2402221
Zitat von Reinhard777 Beitrag anzeigen
..Deswegen war mein Gedanke das Solarwasser falls nötig durch mehrere Register zu schicken um so eine möglichst niedriege RL Temperatur für die Solarpanele zu erhalten...
[...]

Schau dir mal mein Plan an:
Zitat von JAcjm Beitrag anzeigen
.....
Ich bin super zufrieden mit dem Umbau, es funktioniert alles so wie ich es mir erhofft habe.
Vom 01.01.2015 bis jetzt habe ich 1753kWh[...]

Gruß
Johannes

Verfasser:
Reinhard777
Zeit: 19.08.2016 22:56:15
0
2402228
Zitat von JAcjm Beitrag anzeigen
[Schau dir mal mein Plan an:]


Ja, habe ich heute sehr lange und ausgiebig studiert. Bis auf die FW Station und den 4-Wege Mischer stimmen unsere beiden Versionen mehr oder weniger überein (meine aktualisierte).

@nixahnung
Danke für den Hinweis für die GB172. Werde mich auch noch mit der EMS Regelung auseinandersetzen. Experimentieren möchte ich nicht. Es soll am Ende ein möglichst einfaches (nicht komplexes) und (Energie-)effizientes System herauskommen, dass für die nächsten 15+ Jahre reicht...

Verfasser:
nixahnung
Zeit: 19.08.2016 23:10:55
1
2402233
Hallo, nicht böse sein, aber bei deinem Hydraulikplan habe ich das Gefühl du zeichnest deine Ideen auf ein Blatt und jedes Mal wenn du nicht weiter kommst zeichnest du ein Dreiwegeventil.

Mach dir nicht zu viele Sorgen und versuche es einfacher. Für Solar reicht ein DVW und eine Pumpe aus um 2 Speicher zu laden.
Nutze einfach die Speicherschlangen.

Du kannst auch den Puffer als Weiche nutzen, aber nur einen ganz schmalen Teil. Also Kessel in den Puffer oben und RL knapp darunter.
Heizung mit Mischer (ist Pflicht bei solchen Anlagen wegen hohen Temp.) auch in den Puffer auch ganz oben.
Den Rest macht die Schichtung.

Solltest du dich aber wiedererwartend für EMS entscheiden , nimm auch eine Hydraulik von Buderus.

Wenn UVR dann schaue mal ob die ein 0-10V Signal ausgeben kann und nimm das EM10 als Schnittstelle.
Das ist nicht so teuer.

Verfasser:
Reinhard777
Zeit: 20.08.2016 00:00:53
0
2402240
Zitat von nixahnung Beitrag anzeigen
Hallo, nicht böse sein, aber bei deinem Hydraulikplan habe ich das Gefühl du zeichnest deine Ideen auf ein Blatt und jedes Mal wenn du nicht weiter kommst zeichnest du ein Dreiwegeventil.
[...]


Ganz so ist es nicht, aber es ist ja auch erst meine erste Heizung, die ich plane... Aber kein Problem. Ich bin dankbar für jedes Feedback.

Ähm - DVW steht wofür?


Die EMS werde ich eher nicht nehmen, da ich mich damit m.E. ziemlich in die Abhängigkeit von Buderus gebe und was ist, wenn die GB172 mal den Geist aufgibt...

Die Therme habe ich in meinem neuen Entwurf (Bild folgt noch) schon in den Puffer oben eingeleitet.

Ist eurer Meinung nach ein Schichtspeicher dafür Pflicht oder ist das eher ein Marketing gag? Hab mir mal ein YT Video von einem Hersteller angesehen. Da gibts ja "Rücklaufeinschichtung", "Patentiertes System ABC", etc. Oder reicht ein normaler Puffer mit Solarregister? Falls nicht - Empfehlungen?

Verfasser:
nixahnung
Zeit: 20.08.2016 00:39:06
1
2402243
Ähm, DWV- Dreiwegeventil.

Thermische Schichtung wird sich in jedem Speicher einstellen.
Wichtiger ist ein hydraulischer Abgleich.
Heizungspumpen können je nach Wiederständen im Rohrnetz mehr als 2500 l/h Volumen bewegen.
Treffen diese Volumenströme auf einen 500 l Speicher nützt die tollste Technik nichts mehr.
Da bringt es jede Schichtung durcheinander.
Ein sinnvoll abgestimmter Volumenstrom primär und sekundär wird auch in einem hohlen Fass eine Schichtung ermöglichen.
Der Preis für einen Puffer kann von wenigen hundert Euro bis mehrere tausend variieren.
Die Ersparnis durch einen besseren Solarertrag ist eher marginal.

Die Kopplung von Fremdregelungen ist heute bei fast keinem Hersteller mehr sinnvoll möglich.
Die meisten Regler nutzen heute keine analogen Signale mehr um den Kessel anzusteuern.
In den sauren Apfel wirst du später auch beißen müssen.

Verfasser:
Reinhard777
Zeit: 20.08.2016 14:26:02
0
2402289
Dank des Feedbacks habe ich jetzt mein hydr. Schema noch um einiges vereinfacht (ich hoffe nicht all zusehr auf Kosten von einem schlechteren Jahreswirkungsgrad).

300 L WW Speicher mit 2 Registern
500 L Schichtspeicher (wird wahrscheinlich der Solarbayer)
6x Sunex AMX 2.51 (ges. 15m2)
Gastherme Buderus GB172-14

Heizkreis 1 Wohnbereich
Heizkreis 2 Keller(trockenlegung) im Sommer um Überschussenergie zu verbrennen

Steuerung steht noch nicht fest. Entweder UVR oder direkt über die Buderus EMS.

Wie ist da der Kostenunterschied: UVR mit CMI und Sensoren VS. EMS mit Sensoren? Gibt es da Erfahrungen?



Verfasser:
nixahnung
Zeit: 20.08.2016 17:08:15
0
2402318
Wird schon deutlich übersichtlicher.
Ich würde aber den Kesselrücklauf höher einbinden.
Es besteht sonst die Möglichkeit, dass der Gaskessel den Puffer durchlädt.

Denk daran, der Rücklauf kommt kalt an, der Gasbrenner erhöht die Temperatur je nach Volumenstrom nur um wenige Kelvin und gibt das nicht sonderlich warme Wasser oben in den Puffer.

Malen wir mal das Szenario so. Puffer unten 20°C Anforderung Heizung 60°C.
Brenner läuft Volllast. Dann kommt das Wasser mit 30°C aus dem Kessel wieder raus. Mehr wird es nicht.
Jetzt läuft der Brenner so lange bis 60° oben erreicht ist.
Dann hast du unten im Puffer etwa 50°C also sehr viel Energie in den Puffer geladen.

Genau aus dem Grund werden solche Hydrauliken nie Sinn ergeben.
Und deshalb wirst du die Hydraulik bei Buderus auch nicht finden.#
Das sind keine Launen sondern Erfahrungen.
Wenn schon so, Rücklauf Kessel knapp unter dem Vorlauf (10-15cm) wenn es geht.
Dann wird der Kessel nur einen ganz Schmalen Bereich mit Gas laden können.

Beim Heizkreis wäre es nicht ganz so schlimm, da man hier mit Temperaturerhöhungen und Abgleich stark in den Volumenstrom eingreifen kann.

Verfasser:
V.B
Zeit: 20.08.2016 19:05:34
0
2402338
https://productsde.buderus.com/techdoc/Logamax-plus-GBH172/6720647606.pdf

Gruß V.B

Verfasser:
jogi54
Zeit: 20.08.2016 20:19:22
0
2402355
Zitat von nixahnung Beitrag anzeigen

Eines sei aber jetzt schon gesagt. Deine Kenntnisse, die du in der UVR umzusetzen gedenkst, reichen nicht aus um 20% der Regelmöglichkeiten der EMS Regelung zu erreichen.
[...]


Schnittstellen hat die UVR ggf. mit Zusatzmodul, mehr als ausreichend zu bieten, und soweit ich beim Überfliegen gesehen habe, sind mit der EMS Regelung nicht beliebige Hydrauliken bedienbar, da geht mit der UVR extrem mehr.

Klar, man muss natürlich wissen, was man hydraulisch regeln will ...

LG jogi

Verfasser:
Reinhard777
Zeit: 20.08.2016 21:22:17
0
2402368
Zitat von nixahnung Beitrag anzeigen
Das sind keine Launen sondern Erfahrungen.

Und genau deswegen, stelle ich meine Hydraulik auch hier zur Disussion. Also Thermen-RL wird weiter oben eingebunden!

Bezüglich EMS - Ich habe mich auch schon durch die Bedienungsanleitung geackert und bin überrascht, wieviele Möglichkeiten man schon von "Haus aus" hat.

Aber wie Jogi auch sagt, hat man nicht beliebig viele Variationen zur Verfügung. Ich spiele mich nämlich noch mit dem Gedanken, die Heizungsmischergruppe für den Kellerkreis auch wegzurationalisieren und statt dessen den "Kellerkreis" einfach über ein DWV einzubinden. Das wäre mit der UVR kein Problem. Bei der EMS habe ich das jetzt nicht auf anhieb gefunden. Und wie gesagt, im Prinzip soll es eine ganz einfache Steuerung werden

Sommer/Winterbetrieb
Heizungskreis Mischen
Puffer laden
WW-Boiler laden
Solaranlage steuern
Sämtliche Sachen zählen (ja ich bin Kontrollfreak - Thermenstarts, Leistungen, Laufzeiten, etc.)

Wenn ich es ganz einfach machen würde, müsste es ja sogar gehen, dass ich für die WW-Ladung der Therme einfach eine Ein- bzw. Austemperatur vorgebe und das gleich müsste ja eigentlich aus für die Heizung gehen

BSP:
WW < 45 -> Aufheizen auf 60
Puffertemp oben < 50 -> Aufheizen auf 60

Das müsste sogar außerhalb der UVR funktionieren oder?

Verfasser:
nixahnung
Zeit: 21.08.2016 00:46:38
1
2402394
Hallo, ich habe nichts gegen deinen Plan, die UVR zu nutzen. Mit etwas Hirnschmalz kann man seine Konzepte variabler durchführen.
Die EMS macht wirklich nur Sinn, wenn man sich auf die vorgeschlagenen Hydrauliken festlegt.

Das was in der Bedienungsanleitung steht, ist nur ein oberflächliches Betrachten der Funktionen.
Was die Regelung wirklich macht stand früher in einem Funktionshandbuch.
So etwas wird heute nicht einmal mehr intern veröffentlicht.

Früher war der Feuerungsautomat eine Sicherheitstechnische Ausstattung, die, wenn Spannung angelegt wurde den Brenner einfach gestartet und überwacht hat. Den Rest hat eine übergeordnete Regelung erledigt.
Heute stecken so viele Funktionen im Feuerungsautomaten, auf die nur mit der eigenen Regelung und eigenem Bus zugegriffen werden können, das kann die UVR nicht.
Deswegen die Schnittstelle EM10. Damit lässt sich über ein 0-10V Signal die Modulation des Brenners steuern.

Das muss die UVR können. Sonst macht es keinen Sinn. Über ein potentialfreien Relaisausgang lässt sich der Kessel nur an und aus schalten aber nicht sinnvoll modulieren.
Ob die UVR einen´0-10V Ausgang hat, musst du rausfinden. Die kenne ich nicht.

Verfasser:
jogi54
Zeit: 21.08.2016 10:34:34
0
2402428
Zitat von nixahnung Beitrag anzeigen
Hallo, ich habe nichts gegen deinen Plan, die UVR zu nutzen. Mit etwas Hirnschmalz kann man seine Konzepte variabler durchführen.
Die EMS macht wirklich nur Sinn, wenn man sich auf die vorgeschlagenen Hydrauliken festlegt.
...
Deswegen die Schnittstelle EM10. Damit lässt sich über ein 0-10V Signal die Modulation des Brenners steuern.[...]


@nixahnung

Die UVR hat zwei Ausgänge (15 und 16) 0 ... 10V, also kein Problem

Versuche mal, der EMS beizubringen, dass sie nicht stumpf alle 7 Tage auf Legio-Temperatur aufheizt, sondern nur dann aufheizt, wenn die letzten 7 Tage die Legio Temperatur per ST nicht erreicht wurden... so was geht halt mit der UVR.

Oder, versuch mal der EMS beizubringen, dass die ST je nach Einstrahlung vorrangig WW oder Heizungsunterstützung macht. Da ist eine Steuerung mit festgelegten Hydrauliken, die häufig auch noch zweifelhaft sind, gänzlich unterlegen.

@Reinhard777

falls du Excel hast, kannst du Schemata damit wunderbar zeichnen.

Derzeit habe ich noch folgende Hydraulik in Betrieb Hydraulik mit Beschreibung alt

Eine Zeit lang hatte ich vor, eine Hydraulik mit Stirlingmotorheizung (Evita) einzubauen. Ist zwischenzeitlich hinfällig, weil ich noch 7,5kWp PV dazubauen werde und damit (und meiner Batterieanlage) dann im Winter keinen oder fast keinen Strom mehr beziehen werde. Dann macht eine Stirlingmotorheizung keinen Sinn mehr.

Geplant ist jetzt, eine Sole-Wärmepumpe mit Betonabsorber/Betonspeicher zu installieren. Eine WP erzwingt geradezu, auf eine FriWa oder einen innenliegenden WW Wärmetauscher umzusteigen, um die Aufheizung auf Legionellentemperatur loszubekommen.

Im Zuge des Umbaus werde ich dann die Wärmepumpe und die ST wie die Evita (im zweiten Schema) an den Speicher anbinden, um gezielt entweder den WW-Bereich (oben) oder den Heizungsbereich (unten) oder auch den ganzen Speicher aufzuheizen. Dadurch ist es dann möglich, den Ertrag der ST in der Übergangszeit und den COP/die JAZ der Wärmepumpe zu optimieren. Muss wohl mal das neue Schema zeichnen und veröffentlichen.

[OK - ich bin Profi und habe schon z.B. die komplette Steuerung und Regelung von Müllverbrennungsanlagen geplant]
Aber keine Angst, die UVR ist sehr einfach zu programmieren, wenn du nur weißt, was du programmieren willst.

LG jogi

Verfasser:
hanssanitaer
Zeit: 21.08.2016 10:40:57
2
2402432
Na klar kann die UVR 0-10V. Die neueste 16x2 sogar 5 mal!

Verfasser:
nixahnung
Zeit: 21.08.2016 11:12:34
0
2402444
Zitat von jogi54 Beitrag anzeigen
Zitat von nixahnung Beitrag anzeigen
[...]

Oder, versuch mal der EMS beizubringen, dass die ST je nach Einstrahlung vorrangig WW oder Heizungsunterstützung macht. Da ist eine Steuerung mit festgelegten Hydrauliken, die häufig auch noch zweifelhaft sind, gänzlich unterlegen.




Macht die EMS ganz selbstverständlich. Konnten die 4000der auch selbstverständlich.
Du musst zugestehen, dass 99% der Nutzer weder Fachleute noch Programmierer sind.
Die meisten Regelalgorithmen werden dabei versteckt.
Die EMS soll gar nicht jede erdenkliche Konstellation ermöglichen.

Als das Regelsystem 2000 ersetzt wurde kam Kritik aus dem Handwerk, die Neue wäre zu kompliziert.
Da wurde die 2000der wieder als ECO Version eingeführt.
Die gleichen Leute, die immer mehr Funktionen gefordert haben, kamen mit der EMS nicht zurecht.

Heute werden die meisten Kunden den RC300 einbauen und sich über Funktionen freuen wie : Klartextanzeige jeglicher Störmeldungen des Systems. Bsp. " sie haben einen Kollektorfühler im Speicher eingebaut"
Funktionen wie das Auswerten von Temperaturdifferenzen und Anstiegsgeschwindigkeiten der geräteinternen Sensoren und das anpassen der Regelverhalten sind so selbstverständlich, da will niemand selbst eingreifen.
Berechnen von variablen Hysteresen, Adaptionen ect. wer will das schon selbst parametrieren?
Das Ziel zu erreichen, das schafft fast jeder. Den Weg dahin energetisch sinnvoll zu gestalten kann ein Laie nicht. Ohne dem Fragesteller zu nahe treten zu wollen. Es ist noch ein weiter Weg zu einer guten Anlage. Aber Hochachtung dafür wie du dich annäherst.

Verfasser:
Motzi1968
Zeit: 21.08.2016 13:24:27
1
2402483


Das ist keine solare Rücklaufanhebung im eigentlichen Sinne.
Hier fährt der Öler oben in den Puffer und dann erst geht es in den Heizkreis.
Bedeutet, dass in der Heizperiode (wenig Solarertrag), der Puffer oben immer VLT und unten RLT der Heizkreise hat. > Verluste.
Wenn kein Solarertrag vorhanden ist, sollte der Puffer bis auf Raumtempetstur (20°C?) vollständig abkühlen.
Hat auch den Effekt, dass der ST viel kaltes Wasser zur Verfügung steht.

Also den Öler VL direkt in beide Heizkreise (warum eigentlich zwei?) und den RL beider Heizkreise 'abtrennbar' in den Puffer.
~> Solare Rücklaufanhebung bei ausreichender Puffertemperatur unten.

Dann machste ne die Reglereinstellung so, dass das kälteste verfügbare Wasser (entweder der 300l WW , oder der 500er Puffer) den Zuschlag bekommt.
Bei Gleichstand von mir aus beide, oder Prio Heizungsunterstützung.

Ist bereits einer der Speicher vorhanden?
Noch einfacher würde es mit _einem_ 500l Kombispeicher (Tank in Tank) mit zwei WT oder gar nur einem WT unten funktionieren. Dafür reicht dann auch ne UVR63 für 130€....


Grüße
Motzi1968

Verfasser:
lowenergy
Zeit: 21.08.2016 16:18:35
1
2402517
Wenn das GBW-Gerät sowieso neu angeschafft werden muß, warum dann nicht den einfachsten Weg?

Z.b. diesen: https://www.buderus.de/de/produkte/catalogue/alle-produkte/8460_logamax-plus-gbh172

Hybridlösungen von der Stange


Gas-Brennwert-Solar-Hybrid-System
Die Einspeisung der Solarerträge erfolgt rücklaufseitig über ein Mischventil, so kann die gesamte Infrastruktur des Spitzenlast-Wärmeerzeugers genutzt und bedarfsgerecht zugeheizt werden. Optional ist ein Schichtladespeicher für die Trinkwassererwärmung.

Verfasser:
Reinhard777
Zeit: 22.08.2016 14:15:39
0
2402747
Also ich habe mich schon vor einiger Zeit von dem Tank-im-Tank System für Warmwasser verabschiedet, weil es m.M. nach effektiver ist einen kleinen Speicher aufzuheizen (bzw. warm zu halten) als einen Großen, besonders dann, wenn nur wenig Energie vom Dach kommt. Und eines mein dezidierten Ziele mit der Anlage ist nun mal einen möglichst hohen Deckungsgrad zumindest bei der WW-Bereitung zu bekommen. Außerdem ist die Anlage mit 2 Speichern bei einem Defekt leichter wartbar.

Zitat von Motzi1968 Beitrag anzeigen
Also den Öler VL direkt in beide Heizkreise (warum eigentlich zwei?)

Der Kellerkreis soll nur im Sommer laufen um die Überschüssige Energie zum trocknen des Kellers "sinnvoll" zu verwenden.

Und - meine Gastherme hat auch schon eine Pumpe (und einen Mischer) integriert. Kommen sich die beiden Pumpen da nicht in die Quere (Thermenpumpe und Heizkreispumpe) wenn ich den ThermenVL direkt in den HeizungsVL hänge?

@jogi
Am Programmieren der UVR wird es sicher nicht scheitern. Habe einigermaßen Programmierkenntnisse, wenn auch nicht in TA, aber das Prinzip ist überall gleich. Und bei der 16x2 kann man sich das ganze ja sogar schon am PC simulieren.

Ich möchte nur ein OPTIMALES Hydraulikschema als Ausgangspunkt für die Programmierung haben. Optimal in Bezug auf eine bestmögliche Nutzung der Solaren und fossilen Energie unter der Prämisse der Einfachheit und Wirtschaftlichkeit.

War noch auf der ESBE-Seite und hab mich von 2 Schemata noch inspirieren lassen zur Vereinfachung. Herausgekommen ist folgendes:

1.) Bei der Auswahl, welcher Puffer geladen wird ist ein Ventil herausgenommen worden. Das andere wurde in den RL versetzt.
2.) Der Puffer ist jetzt ein 600L mit 2 Registern. Die Auswahl welches geladen wird, wird über ein Zonenventil gesteuert (fixwert - zb. ab 45° wird das untere Register bedient, sonst das obere). Das bringt m.M. nach in der Übergangszeit und auch im Winter mehr, da nur der obere Bereich des Puffers (Rücklaufanhebung) geladen werden kann.
3.) Die beiden Heizkreise Keller und Wohnung habe ich auf die gleiche Pumpen/Mischergruppe gehängt mit einem Umschalter für Sommer/Winterbetrieb. (Sommer -> nur Keller trockenen, Winterbetrieb -> nur Wohnung heizen).



Ich denke somit ist mein Optimierungspotenzial ausgeschöpft um mit einer möglichst einfachen und kostengünstigen Hydraulik eine möglichst optimale Energienutzung zu erzielen.

Verfasser:
hanssanitaer
Zeit: 22.08.2016 17:10:47
0
2402790
2 Punkte zu deinem letzten Post:

1) Dein 600l Puffer kann nur zur Hälfte genutzt werden. Du musst schon einen (möglichst kalten) Rücklauf ganz unten in den Puffer einspeisen, sonst ist das Volumen unterhalb des Heizungsrücklauf nutzlos.

2) Die Strategie "möglichst viel Warmwasser mit Solar" ist ein kapitaler Fehler. WW wird meist bei höheren Temperaturen gebraucht als der Heizungsvorlauf. 60°C Vorlauf für HK brauchst du nur im Kernwinter. Ich gehe davon aus, dass du Flachkollektoren einsetzen wirst? Dann ist es sinnvoll die Thermie immer auf möglichst geringem Temperaturniveau zu halten, um den Ertrag zu steigern. Ergo Heizungsunterstützung statt WW. Aber der Heizungsrücklauf ist nicht immer kalt genug. -> Kombispeicher

Darüber hinaus kann man auch die Therme geschickter verschalten. Die WW Bereitung auf ~60°C erfolgt meist recht ineffizient und außerhalb des Brennwertnutzens. Wenn du aber die Pumpe runtermodulierst und eine größere Spreizung fährst, so kannst du mit dem hohen Vorlauf in den WW Speicher und den moderat abgekühlten Rücklauf noch für deine Heizung verwenden. Zumindest für die Übergangszeit ist das ein probater Gedankengang, denn die WW Bereitung erfolgt thermenseitig häufig mit 90°C Vorlauf und entsprechend hohem Rücklauf. Das dient dem Komfort, da WW immer zügig bereitgestellt wird, aber der Brennwerteffekt geht gegen 0.

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Heizung mir Puffer und Solarthermie - Hydraulikplan korrekt?
Verfasser:
hanssanitaer
Zeit: 22.08.2016 17:10:47
0
2402790
2 Punkte zu deinem letzten Post:

1) Dein 600l Puffer kann nur zur Hälfte genutzt werden. Du musst schon einen (möglichst kalten) Rücklauf ganz unten in den Puffer einspeisen, sonst ist das Volumen unterhalb des Heizungsrücklauf nutzlos.

2) Die Strategie "möglichst viel Warmwasser mit Solar" ist ein kapitaler Fehler. WW wird meist bei höheren Temperaturen gebraucht als der Heizungsvorlauf. 60°C Vorlauf für HK brauchst du nur im Kernwinter. Ich gehe davon aus, dass du Flachkollektoren einsetzen wirst? Dann ist es sinnvoll die Thermie immer auf möglichst geringem Temperaturniveau zu halten, um den Ertrag zu steigern. Ergo Heizungsunterstützung statt WW. Aber der Heizungsrücklauf ist nicht immer kalt genug. -> Kombispeicher

Darüber hinaus kann man auch die Therme geschickter verschalten. Die WW Bereitung auf ~60°C erfolgt meist recht ineffizient und außerhalb des Brennwertnutzens. Wenn du aber die Pumpe runtermodulierst und eine größere Spreizung fährst, so kannst du mit dem hohen Vorlauf in den WW Speicher und den moderat abgekühlten Rücklauf noch für deine Heizung verwenden. Zumindest für die Übergangszeit ist das ein probater Gedankengang, denn die WW Bereitung erfolgt thermenseitig häufig mit 90°C Vorlauf und entsprechend hohem Rücklauf. Das dient dem Komfort, da WW immer zügig bereitgestellt wird, aber der Brennwerteffekt geht gegen 0.
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