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Grabenkollektor für Neubau EFH mit ELW in Hamburg
Verfasser:
ApolloHH
Zeit: 05.09.2016 00:06:54
0
2406314
Hallo zusammen,

seit einer Weile bin ich schon stiller Mitleser hier bei allem um das Thema Grabenkollektor. Vielen Dank schon mal vorweg für die tolle Mithilfe bei der Kollektorplanung, die ich hier im Forum beobachten kann!

Nun steht der Bau unseres eigenen Hauses ab November 2016 in Hamburg an und ich würde sehr gerne versuchen dieses auch mit einer SWWP und Grabenkollektor nach Forums-Art zu beheizen. Die Kombination aus hoher Effizienz und preisgünstiger Erstellung mit Eigenleistung hat mich überzeugt.

Unser Bauunternehmen (GÜ) gibt uns die Möglichkeit, dass wir die standardmäßig verwendete Gasheizung + 300l Speicher (!) raus rechnen und uns stattdessen selbst um eine Heizung (Wärmepumpe) kümmern können. Wenn ich die Wärmepumpe selbst kaufe und den Grabenkollektor selbst verlege, benötige ich aber immer noch einen Heizungsbauer, der die Wärmepumpe an den Kollektor und die FBH anschließt und den BAFA-Antrag ausfüllt. Hat jemand von euch bereits gute Erfahrungen mit jemandem im Raum Hamburg?

Das Haus wird als Kfw 40 Plus geplant inkl. PV (7 - 10 kWp) und Akku (6,4 kWp), damit wir für beide Wohneinheiten von der "KfW 153"-Förderung profitieren können.

Bauweise: Außenwände: 24 cm Porenbeton + 16 - 20 cm EPS WLG 035, Innenwände KS.
Größe: ca. 180 qm + 60 qm ELW = 240 qm Gesamt (kein Keller)

Die Berechnungen vom Energieberater haben wir noch nicht vorliegen. Zum groben Abschätzen habe ich deshalb auf U-Wert.net den Wärmebedarf errechnet und komme dabei auf 5.4 kW. Bei 7 Personen inkl. ELW läge der Gesamtbedarf dann bei ca. 6.1 kW. Mein Ziel wäre es, für das gesamte Haus noch mit einer kleinen Wärmepumpe der 6 kW-Klasse hinzukommen und hoffe deshalb, dass der Energieberater diese Werte grob bestätigen kann.

Mit dem Grabentool habe ich schon mal einen ersten Entwurf gezeichnet:
Graben Version 1
Meine Fragen dazu:
- Macht das Sinn? Sollte ich lieber mehr Tiefe oder mehr Breite bevorzugen, sollte der Wärmeentzug nicht reichen?
- Wie plant ihr es, dass man von einem Ende zum anderen Ende genau auf die 300 m kommt?
- Macht es Sinn den Kollektor bereits auf dem leeren Grundstück vor Aushub des Fundaments zu verlegen?

Was ich noch als Rahmendaten für die Planung aus dem Forum mitgenommen habe:
- Kleine modulierende Wärmepumpe wäre am effizientesten (Modellvorschläge?)
- Verlegeabstände der FBH möglichst gering (10 cm überall?), um mit niedriger Vorlauftemperatur arbeiten zu können,
- ERR zwar vorgeschrieben (wenn man sich nicht davon befreien lässt), sollte aber für beste Effizienz deaktiviert sein

Bisher habe ich viele Infos vereinzelt in diversen Threads hier im Forum gelesen. Gibt es auch so eine Art "Planungsübersicht und Handbuch für den optimalen Grabenkollektor"?

Für jede Hilfestellung bin ich dankbar. Ich versuche unbedingt die Gasheizung abzuwehren.

Gerne biete ich mich auch als Grabenbauhelfer im Raum Hamburg an, um das Verlegen bereits im Vorfeld einmal praktisch zu begleiten, sollte hier kurzfristig Bedarf bestehen. :)

Viele Grüße
ApolloHH
Verfasser:
AlexNB2016
Zeit: 05.09.2016 06:01:27
0
2406322
Moin ApolloHH,

Ich werde nächste Woche einen Grabenkollektor in Stade erstellen!
Wenn du Zeit und Lust hast kannst du dir das ganze mal angucken, oder sogar mithelfen und so praktische Erfahrung für dein Projekt sammeln.

Mein Planungsthread

Falls es zeitlich bei mir passt, würde ich mich auch Helfer für das Erstellen deines Grabenkollektors anbieten.
Ich bin zwar leider zeitlich sehr eingeschränkt, weil ich berufsbedingt im Ausland bin, aber vielleicht passt es ja genau und ich wäre zu der Zeit wieder in Deutschland.

Viele Grüße
Alex
Verfasser:
ApolloHH
Zeit: 05.09.2016 11:10:39
0
2406393
Weitere Rahmendaten zum Projekt, die ich noch vergessen hatte:
Grundstücksgröße ca. 830 qm,
Hausfläche ca. 10 x 16 m

An der östlichen Grundstücksgrenze läuft von Nord bis Süd ein ca. 50 cm tiefer Entwässerungsgraben, der hälftig je auf unserem und dem Grundstück der Nachbarn liegt.

Das Grundstück ist komplett unbebaut und leer. Die im Grabentool eingezeichneten Bäume gibt es noch nicht. Allerdings sind wir verpflichtet mindestens 3 Bäume zu pflanzen, deshalb habe ich mal ein paar Platzhalter eingezeichnet.

@Alex: ich kann zwar nicht persönlich kommen, da ich im Büro an den beiden Tagen leider nicht abkömmlich bin, aber mein Schwiegervater würde es zeitlich schaffen nächste Woche dabei zu sein. Lass uns doch via PN unsere Kontaktdaten austauschen. Bin schon sehr gespannt auf deinen Grabenkollektor :)
Verfasser:
crink
Zeit: 05.09.2016 12:57:06
0
2406438
Moin Apollo,

in HH lieber breit und weniger tief den Graben, also in Deinem Fall bei 1,5 m Tiefe dann 1,8 m Breite. Unbedingt erst den Graben und dann das Haus bauen. Bei Baubeginn im Nov am besten noch im Oktober, wenn es nicht so kalt und düster ist, den Graben bauen. Weißt Du den Grundwasserstand im Winter? Baust Du mit oder ohne Keller? Welcher Stadtteil? Ich wohne östlich von HH und könnte evtl. helfen.

Viele Grüße
crink
Verfasser:
AlexNB2016
Zeit: 05.09.2016 14:00:18
0
2406472
@Apollo:
Ich habe dir eben eine Nachricht geschickt.
Leider habe ich am Wochenende keine Zeit, deswegen muss ich es in die Woche legen.
Dein Schwiegervater ist aber natürlich auch herzlich willkommen!
Verfasser:
ApolloHH
Zeit: 05.09.2016 14:56:25
0
2406492
Moin crink,

das wäre natürlich genial, wenn du ein wenig mithelfen könntest. Da reicht ja schon der geschulte Blick, der uns die typischen Anfängerfehler vermeiden lässt.

Das Haus soll in Neugraben (Bezirk Harburg) ohne Keller gebaut werden.

Ok, zuerst den Graben ausheben. Vielleicht lässt sich der Tiefbauer ja direkt vor dem Ausheben des Fundaments auch für das Baggern begeistern.

Der Boden ist leider nach meinem aktuellen Wissensstand Sand, oder sogar Feinstsand, was für die Erdwärmenutzung natürlich nicht die beste Entzugsleistung bietet. Habe ich im Grabentool aber auch berücksichtigt.

Das Bodengutachten wird in ca. zwei Wochen erstellt. Dann werde ich auch über das Grundwasser Auskunft geben können.

Ich werde das Grundstück vermutlich erst im November nutzen dürfen. Deshalb ist auch der Baubeginn noch etwas wackelig. Gerne würden wir aber den Rohbau noch vor der Frostperiode erstellen wollen, um nicht zu viel Verzug zu bekommen.

@Alex: Antwort ist raus. :)

Viele Grüße
ApolloHH
Verfasser:
michael_j
Zeit: 05.09.2016 15:19:12
2
2406495
Zitat von ApolloHH Beitrag anzeigen
Moin crink,

das wäre natürlich genial, wenn du ein wenig mithelfen könntest. Da reicht ja schon der geschulte Blick, der uns die typischen Anfängerfehler vermeiden lässt.

Das Haus soll in Neugraben (Bezirk Harburg) ohne Keller gebaut werden.

Ok, zuerst den[...]


Hallo ApolloHH,

einen 6kW Graben in Sandboden kannst du dir in Lurup ansehen. Läuft seit 2012 und ist definitiv nicht das heraufbeschworene Groschengrab.
Infos zum Boden und dem Grundwasserstand erhälst online im Bohrdatenportal.
Wenns zeitlich passt und der Glühwein heiß genug ist kann ich auch mit anfassen.

Gruß
Michael
Verfasser:
ApolloHH
Zeit: 05.09.2016 16:21:40
0
2406522
Hallo Michael,
danke, das schaue ich mir gerne mal an. Ich werde heute Abend mal schauen, wann ich es zeitlich schaffe und dir ein paar Terminvorschläge zur "Besichtigung" machen.

Das Bohrdatenportal hilft mir bei unserem Grundstück leider nur bedingt, da es im Umkreis von ca. 200 m ein paar Bohrungen gibt, die Grundwasserstände von 3 - 13 m angeben. Da muss ich wohl leider auf unsere eigene Bodenuntersuchung warten...

Wenn unser Grabenbau in entsprechend kalte klimatische Verhältnisse fällt, dann wird natürlich das leibliche alkoholische und alkoholfreie Wohl mit entsprechender Temperierung gesorgt. Andernfalls natürlich auch. Glühweintrinker dürfen aber nicht auf den Bagger :D

Viele Grüße
ApolloHH
Verfasser:
hbrockmann
Zeit: 05.09.2016 18:31:05
0
2406563
in neugraben könnte ich, je nach termin, auch dabei sein..

ganz neu von crink:
http://www.haustechnikdialog.de/Forum/t/190422/Planungshilfe-Ringgrabenkollektor
Verfasser:
ApolloHH
Zeit: 05.09.2016 23:54:49
0
2406637
Wow, ich bin echt überwältigt von eurer Hilfsbereitschaft :)

@hbrockmann: Sobald der Termin steht, werde ich ihn bekanntgeben. Freue mich über jede helfende Hand und natürlich auch Grabenkollektor-Interessierte, die sich das Ganze dann einfach mal in der Praxis anschauen wollen.

Ich werde mich in den kommenden Tagen mal mit der Wasserbehörde in Verbindung setzen und mich mit den BAFA Richtlinien auseinandersetzen.

Gibt es bereits eine Liste mit Heizungsbetrieben, die relativ unkompliziert eine Wärmepumpe installieren? Ich habe da ja auch schon einiges im Forum zu Problemen gelesen, sollte man die Wärmepumpe selbst günstig kaufen wollen und den Heizi "nur" für die Installation und Anschluß bezahlen.

Alternativ kann ich sonst auch den Weg wählen, die Wärmepumpe beim Heizungsbauer zu kaufen, der diese auch installieren soll.

Was sind hier eure Empfehlungen dazu?
Verfasser:
ApolloHH
Zeit: 05.09.2016 23:55:48
0
2406638
Und @hbrockmann, vielen Dank für den Link zu der Planungshilfe. Das ist sehr hilfreich!
Verfasser:
ApolloHH
Zeit: 12.09.2016 22:11:13
1
2408412
Hallo in die Runde,

nach einem Gespräch mit dem Umweltamt ist trotz Lage im Wasserschutzgebiet damit zu rechnen, dass der Graben relativ unproblematisch genehmigt wird. Bei einem 1,5 m tiefen Graben und Grundwasser, dass in 4 - 13 m Tiefe liegt (aktuelle Schätzung) ist hier mit keiner Einschränkung zu rechnen. Lediglich die Wartezeit bis zur Genehmigung soll momentan etwas länger sein.

Am Wochenende war ich bei michael_j, der mit Hilfe des Forums bereits 2012 seinen Grabenkollektor realisiert hat. Er hat mir zahlreiche Bilder aus der Bauphase gezeigt und im Haustechnikraum genau erläutert, wie alles funktioniert und worauf ich bei einer Realisierung achten sollte.
@michael_j: Vielen Dank noch mal für die Zeit die du dir genommen hast! Dadurch habe ich die letzten Berührungsängste mit dem Grabenkollektor und der Wärmepumpe verloren.

Selbst das Befüllen der Solerohre und der Anschluss an die Soleverteiler scheint ja gar nicht so schwer zu sein.

Was mir noch fehlt ist ein Heizungsbauer, der bereit ist eine von mir gestellte Wärmepumpe zu installieren.

Mein Favorit ist aktuell die Nibe F1155-6 mit zusätzlichem Brauchwasserspeicher.
Ich hoffe, die Heizlastberechnung wird ergeben, dass die kleine Nibe noch ausreicht.
Der Preis der Nibe ist in Deutschland natürlich relativ hoch und ob ich mir den Schwedenimport zutraue, weiß ich noch nicht.
Welche Wärmepumpe würdet ihr sonst empfehlen? Gibt es noch andere Modelle in der 6kw-Klasse, die ich mir anschauen sollte?

Welchen Speicher würdet ihr empfehlen, wenn anfangs 5 Personen und perspektivisch bis zu 7 Personen dort leben sollen? 3 Duschen inkl. Einliegerwohnung und eine Badewanne sind geplant. Reicht dann noch ein 300 l Speicher aus, oder lieber 400 l?
Eigentlich baden wir nur recht selten, aber warmes Wasser für die ganze Wanne (190 l) sollte schon zu schaffen sein, auch wenn kurz danach noch jemand duschen möchte.

Viele Grüße
ApolloHH
Verfasser:
crink
Zeit: 12.09.2016 22:57:48
1
2408424
Hi,

sehr schön, dass die Bedenken ausgeräumt sind.

bzgl. WW gefällt mir für Dich die Variante mit günstigem WP-geeignetem 300l-Speicher (zB von TWL oder SHWT) mit großem Wärmetauscher und dann, nachgeschaltet, ein solarfähiger elektronischer Durchlauferhitzer, der erst dann den Nachbrenner startet, wenn die WW-Temperatur aus dem Speicher nicht mehr ausreicht. So ist auch für pingelige Untermieter mit unberechenbarem Verbrauchsverhalten immer für genügend WW gesorgt, ohne dass Du Dir wegen Legionellen Sorgen machen musst.

Alternative wäre ein großer Heizwasserbottich (mehr als 500l), der per FriWa dann für WW im Durchlaufprinzip sorgt. Braucht mehr Platz und kostet mehr, kann aber bei sinnvoller Ausführung sparsamer arbeiten und ist insbesondere bei stark schwankender Hausbelegung die beste Lösung.

Andere empfehlenswerte Wärmepumpen: Fängt bei A wie Alpha Innotec an und hört bei W wie Weishaupt auf, dazwischen findest Du noch Dimplex, Novelan, Stiebel, tecalor, Vaillant, Viessmann oder Waterkotte (hab ich einen der Üblichen vergessen?)- alle sind nicht perfekt, aber mit ein wenig Kompromissbereitschaft und einem ausgiebigem Blick auf die angebotenen Preise findest Du das Dir passende Modell. Zu allen schau mal in die Forumssuche, wobei Dimplex/Weishaupt, Stiebel/tecalor und Nibe/Novelan/AI baugleiche Modelle anbieten.

Viele Grüße
crink
Verfasser:
matten666
Zeit: 28.09.2016 13:05:45
0
2413036
Hallo,

bin auch sehr interessiert am mithelfen und lernen. Wenn der Termin steht versuche ich es einzurichten. Neugraben ist von mir nur einen Katzensprung entfernt.
Verfasser:
ApolloHH
Zeit: 29.11.2016 00:31:59
0
2440133
Moin in die Runde,

jetzt hat doch alles etwas länger gedauert, aber so langsam kommen wir dem Grabenkollektor näher.
Bitte entschuldigt meine lange Abstinenz hier im Forum.

@matten666: Du kannst dir die Verlegung natürlich gerne mit anschauen, wenn es soweit ist. Bis dahin müssen wir noch ein paar Dinge hinter uns bringen.

Der Kauf des Grundstücks hat sich etwas verzögert, aber ich hoffe, dass die Übergabe bis spätestens Mitte Dezember erfolgt. Mit etwas Glück beim Wetter und Verfügbarkeit eines Baggers mit Fahrer könnten wir den Graben dann sogar noch in diesem Jahr erstellen. Dann würde er sogar noch in die Grabenkollektorwette einfließen können. ;)

Die Heizlastberechnung nach DIN EN 12831 hat eine Norm-Gebäudeheizlast von 5.7 kW ergeben. Dazu muss ich jetzt noch Warmwasser rechnen. Anfangs werden inkl. Einliegerwohnung 5 Personen im Haus wohnen. Später vielleicht auch mal bis zu 7. Reicht damit eine Leistung von 6,5 kW?

Ich hatte mir ja bisher die NIBE F1155-6 ausgeguckt, aber ich weiß noch nicht, ob diese preislich noch ins Budget passt, wenn ich sie nicht direkt aus Schweden importiere... Das ist also noch offen. Hier muss ich noch mal nach Alternativen recherchieren. Crink hat mir hier ja schon ein paar Tipps für die Forumssuche gegeben. :)

Mit der Heizlastberechnung habe ich auch direkt die Fußbodenheizung mit wärmepumpengerechten Temperaturen auslegen lassen. Sie liegt nun bei 30° Vorlauf/24° Rücklauf. Raumtemperatur liegt im kompletten Haus bei 20°. In den Bädern will ich über zusätzliche Infrarotheizungen bei Benutzung die Temperaturen erhöhen. Die einzelnen Heizkreise liegen allerdings von der Länge zw. 33 und 100m. Und es gibt auch durchaus einen Raum mit 97m für einen Heizkreis und einen anderen mit 105 m für 2 Heizkreise. Hier im Forum hatte ich mal gelesen, dass die Heizkreise möglichst ähnliche Längen aufweisen sollten. Allerdings weiß ich nicht, wie es dann klappen soll, dass die entsprechenden Heizleistungen erreicht werden.
Könnt ihr mich erleuchten bzw. gerne auch einen anderen Thread verlinken, in dem ich das nachlesen kann?

Viele Grüße
ApolloHH
Verfasser:
ApolloHH
Zeit: 29.11.2016 00:38:17
0
2440134
Den Grabenkollektor habe ich aufgrund der etwas höher als anfangs geschätzten Heizlast noch ein wenig in Breite und Tiefe angepasst, um noch etwas mehr Wärmeentzugsleistung rauszuholen.

http://grabenkollektor.waermepumpen-verbrauchsdatenbank.de/trenchplanner.html?id=fS2JQ7jvt2SPt4O5eeMK

Der Graben liegt damit aber aktuell nur auf dem Niveau, das OHNE Warmwasser benötigt wird.

Sollte ich den Graben noch etwas üppiger dimensionieren? Tiefer, breiter?

Eigentlich wollte ich ja gar nicht so tief, weil crink auch den Tipp gegeben hatte in HH eher breiter zu gehen. Deshalb wäre ich hier über jeden Tipp dankbar :)
Verfasser:
crink
Zeit: 30.11.2016 10:54:01
0
2440802
Hi,

wann soll denn mit der Bodenplatte angefangen werden? Normalerweise ist es am einfachsten, den Grabenkollektor direkt 2 Tage vorher anzufangen, damit der Bagger dann nach Abschluss des Grabens gleich mit dem Haus weitermachen kann. Und Ende Dezember ist die denkbar schlechteste Zeit für die Grabenrealisierung, einfach zu wenig Tageslicht und zu niedrige Temperaturen.

Vermietung: Um vor Gericht zu bestehen wenn es hart auf hart kommt musst Du 250 W Warmwasserleistung pro Mieter einplanen - zumindest bei der WP-Leistung. Mit Durchlauferhitzer hast Du das Problem nicht, da wären die 100 W pro Person ausreichend. Aber in beiden Fällen würde die 1155-6 reichen, da sie ja bis 7,5 kW Heizleistung liefern kann.

Kurze Heizkreise lassen sich evtl. entschärfen, wenn Du zwei kurze Kreise zusammenlegst (zB Gäste-WC und Flur, warmen Vorlauf dann ins WC) - vielleicht kannst Du so das Problem lösen? Ansonsten schau dir die FBH-Auslegungstabelle von HFrik an.

Zu Deiner Grabenplanung: Aus welchem Material wird die Einfahrt erstellt? Wenn die zumindest ein wenig wasserdurchlässig wird, dann wäre der Bereich auch noch erschließbar. Wo liegen die Wasserrohre (insbesondere das Frischwasser)? Abstand zwischen Haus/Garage und kaltem Kollektorende sollte größer sein. Das blaue am rechten Rand des Plans, ist das ein Bach? Gerne noch breiter den Graben, allerdings wird das mit kaltem Rohr im Winter schwer realisierbar. Evtl. senkrechtes Teilstück neben der Einfahrt stattdessen. Ich hab Dir mal einen Plan gemalt, der alle Vorschläge enthält, Du musst dann anhand der Einfahrt und des Wasserrohrverlaufs entscheiden, was davon machbar ist. Slinkydurchmesser von 1,4 m wäre hier machbar, das müsste auch mit kaltem Rohr klappen.

Realisierung würde dann von G rückwärts laufen, damit die senkrechten Teilstücke mit leichten Ringbunden einfacher machbar sind.

Viele Grüße
crink
Verfasser:
ApolloHH
Zeit: 01.12.2016 00:30:22
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2441185
Hi crink,

aufgrund aktueller Überlastung im Bauamt rechne ich mit der Baugenehmigung leider erst Mitte bis Ende Januar. Die Bodenplatte soll dann, wenn es vom Wetter passt, umgehend folgen. Wenn nicht, müssen wir warten, bis die Temperaturen passen.

Da ich heute erfahren habe, dass sich die Übergabe bis kurz vor Weihnachten verzögert, wird Dezember für den Grabenkollektor praktisch nicht mehr machbar.
Damit bliebe aber nur noch kurz vor Baubeginn. Sowohl Januar als auch Februar sind aber noch kälter als der Dezember :(

Notfalls könnten wir den Graben halt später während der Bauzeit anlegen. Dann ist nur kaum noch Platz für den Aushub und die spätere Einfahrt wäre bereits als Baustraße ausgearbeitet und müsste aufwändig abgetragen und wieder aufgefüllt werden.

Warmwasser
Den von dir vorgeschlagenen Durchlauferhitzer finde ich als Sicherheit für die Einliegerwohnung gut. Der würde, soweit ich das verstanden habe, ja auch nur das warme Wasser auf den Sollwert weiter erhitzen. Damit dürfte sich auch der Stromverbrauch in Grenzen halten.

Auslegung Fußbodenheizung
Die Auslegungstabelle von HFrik habe ich mir schon mal besorgt und werde damit in den nächsten Tagen etwas rumspielen, um die Heizkreise zu optimieren. Bisher hatte sie mich ehrlich gesagt, aufgrund des Umfangs, etwas abgeschreckt ;)

Zum Graben:
Die blaue Begrenzung auf der östlichen Grenze ist eine Entwässerungsmulde, die von Süden her über mehrere Grundstücke läuft und im Norden unseres Grundstücks in eine größere Mulde mündet. Dort wird während und vielleicht kurz nach Regenfällen etwas Wasser sein.

Die Einfahrt wird definitiv wasserdurchlässig erstellt. Ich schwanke noch zwischen Kies und einem sickerfähigen Pflasterstein. Wäre beides ok auf der warmen Grabenseite entsprechend deinem Vorschlag? (vielen Dank übrigens dafür!)
Ich habe in deinen Entwurf mal eingezeichnet wo in etwa Wasser/Strom/Telekom liegen werden.
Die Teilstücke nördlich der Einfahrt und östlich vom Haus sind also senkrechte Slinky-Gräben?

Viele Grüße
ApolloHH
Verfasser:
crink
Zeit: 05.12.2016 13:02:04
0
2442817
Moin,

Grabenkollektor im Jan/Feb klingt sportlich - schaun wir mal, was der Winter dann sagt. Alternative wäre halt ein komplett senkrecht realisierter Kollektor, der das Aushubvolumen wesentlich verringert und auch nach Baubeginn des Hauses in den Garten passt.

Zur Not bleibt immer noch der Panasonic Monoblock, der auch vom radioactiveman99 als Notlösung gewählt und gerade in Betrieb genommen wurde.

Durchlauferhitzer: Der verbraucht nur Strom, wenn die Wassermenge im WW-Speicher nicht ausreicht. Stell einfach die Speichertemperatur auf zB 48 Grad, die Durchlauferhitzertemp aber nur auf 43 Grad. Wird der Speichervorrat dann erschöpft, dann sinkt die WW-Temperatur langsam unter die 43-Grad-Schwelle und die fehlende Wärme wird vom Nachbrenner zur Verfügung gestellt.

Entwässerungsmulde: Perfekt, um daneben schön viel Rohr zu parken, hier wird Dein Boden die meiste Energie liefern können.

Wasserdurchlässige Einfahrt: Das warme Ende des Kollektors ist hier drunter sehr gut aufgehoben.

Nördlich und Östlich sind es senkrechte Slinky-Gräben, so könntest Du viel Erdreich (bzw. Sand) erschließen.

Lage vom Frischwasser: OK, das passt. Dort, wo die Slinkies kreuzen am Anfang der Einfahrt, sollten die Solerohre für einen Meter gerade geführt werden im Kreuzungsbereich. Und bei der Hauseinführung dann genügend Abstand speziell zu den kalten Solerohren.

Viele Grüße
crink
Verfasser:
ApolloHH
Zeit: 19.01.2017 09:53:15
0
2465715
Moin,

Wir haben uns entschieden die Verlegung des Grabenkollektors noch zu verschieben, bis es etwas wärmer wird und der Boden nicht mehr gefroren ist. Allerdings wird der Rohbau nun nächste Woche und damit vorher gestartet.

Ich bin mir etwas unsicher, ob die Hauseinführung richtig geplant ist. Könntet ihr mir dazu Feedback geben, damit wir hier keinen Fehler machen?

Bisher sind zwei DN100 Rohre geplant, die jeweils in 3 x 30° Bögen unter der Bodenplatte herausgeführt werden. Durch das eine Rohr gehen die warmen Enden und durch das andere die kalten Enden des Solerohrs. Sie liegen an der Einführung im Anschlussraum recht dicht zusammen (ganz links). Dafür ist der Abstand zur Frischwassereinführung recht groß. Ist das so okay?



@crink: Die Verlegung wird dann ggfs zu einem größeren Teil senkrecht stattfinden, wie du auch vorgeschlagen hast, um das Aushubvolumen zu reduzieren.
Auf die Geisha würde ich ungern umsteigen, da wir ein Außengerät eigentlich vermeiden wollten. Außerdem ist sie glaube ich etwas knapp für unseren Bedarf von 6,5 kW, oder?
Verfasser:
DP13
Zeit: 19.01.2017 10:09:15
0
2465721
Hey!

Einführung schgaut für mich in Ordnung aus. Du könntest evtl 6x15° nehmen, dann ist die Biegung noch sanfter.

Achja. Ich hoffe dass bei dir die WP da hinkommt wo die Hauseinführung geplant ist. (Bei uns ist das leider nicht so... jede Menge Rohrisolation notwendig gewesen).

Gruß, Dominik
Verfasser:
crink
Zeit: 19.01.2017 10:32:35
0
2465732
Hi,

in Ordnung, dann vertikal: Vorschlag 5 mit 2,5 m tiefen vertikalen Grabenteilstücken und genau passender Leistung für den Worst Case trockener Sand. Bodenaushub bei ca. 125 m³. Nur noch zwei mögliche Stoplerstein: Der Boden muss fest genug sein, damit dieser Tiefe Graben nicht einstürzt - und die Bebauung direkt hinter der Grundstücksgrenze, hier muss genügend Abstand zum Kollektor vorhanden sein, damit die Nachbargarage keine Risse bekommt, wenn der Graben offen ist.

Hauseinführung: Warum müssen die Hauseinführungsrohre senkrecht durch die Bodenplatte gehen? Geht nicht auch schräg (45 Grad)? Dann brauchst Du keine Winkel und kannst die Rohre leichter durchziehen. Innendurchmesser evtl. 125 mm, je nach Anzahl der Solerohre - welche WP ist nun geplant? Bist Du paranoid und brauchst ein Ersatzrohr? Je nachdem, ob die Solerohre bis ins Hauseinführungsrohr gedämmt werden sollen, hat jedes Rohr nicht nur 32 mm, sondern eher über 50 mm Durchmesser - dann reicht das 100er Rohr nicht mal für zwei Solerohre.

Die beiden Hauseinführungsrohre dürfen gerne dicht beieinander liegen, so lange dann außerhalb des Hauses die Solerohre schnell auseinander gezogen werden und eine XPS-Platte dazwischen kommt. Dein geplanter Abstand zum Kaltwasser ist vorbildlich.

Geisha: Wäre bei Dir gut passend bis -10 Grad Tagesdurchschnittstemp (so lange der WW-Verbrauch sparsam und die KWL vernünftig auf 30 m³ pro Stunde und Person eingestellt ist) - und kälter ist es hier nur alle Jubeljahre mal (wann dürfen wir endlich wieder auf die Alster ;-). Aber Du hast vollkommen recht, mit Sole-WP hast Du kein Außengerät vor dem Haus stehen, irgendwie eleganter - und gerade im Kernwinter noch sparsamer.

Viele Grüße über die Elbe
crink
Verfasser:
ApolloHH
Zeit: 19.01.2017 23:53:08
0
2466168
Danke für eure schnellen Antworten! Das ist ja echt der Hammer hier im Forum. Das muss einfach mal gesagt werden.

crink, danke auch für den neuen Vorschlag. Werde ich am WE mal genauer anschauen und mich dann melden.

45° Durchführung und Durchmesser 125mm werde ich beim Bauunternehmen anfragen.

Wärmepumpe ist noch in Evaluation. Schreibe dazu am WE mehr, wenn ich ein paar Minuten habe.

Ersatzrohr würde ich eher nicht verlegen. Also nur 2 Rohre. Dann müssen wir nur beim Verlegen besonders gut aufpassen.

Die einzelne Rohrdämmung durch die Hauseinführungen durch hatte ich eigentlich nicht vorgesehen, sondern nur das Einspritzen von Brunnenschaum, wenn die Solerohre durchgezogen wurden.
Das müsste doch eigentlich reichen, oder?

XPS Platte kommt draußen, wo die Rohre zusammenlaufen, natürlich dazwischen.

Gut zu wissen, dass im Notfall die Geisha vermutlich ausreichen würde. Das wäre dann Plan B, der hoffentlich nicht notwendig wird.

Noch gibt es keine Bebauung ums Grundstück, aber unser Nachbar plant schon seine Garage. Da kläre ich, ob er mit dem Bau abwarten kann, bis wir den Grabenkollektor im März (?) verlegt haben.

Schöne Grüße zurück! (noch bin ich übrigens auch nördlich der Elbe ;)
Apollo
Verfasser:
crink
Zeit: 23.01.2017 11:45:25
0
2467764
Hi,

Brunnenschaum in die Hauseinführung sollte reichen. Und wenn die Garage des Nachbarn erst mindestens einen Monat nach dem Kollektor realisiert wird, dann wäre das kein Problem - so lange die in der Nähe des warmen Kollektorendes steht. Steht die Garage entlang des kalten Endes, dann musst Du hier den Grenzabstand erhöhen. Zeichne sie bitte ein in den Grabenplan.

Viele Grüße vom Fischmarkt
crink
Verfasser:
ApolloHH
Zeit: 24.01.2017 08:10:54
0
2468156
Hi,

Gestern wurde das Streifenfundament gegossen. Heute werden alle Abwasserrohre und auch die Hauseinführung für den Grabenkollektor eingelegt, bevor morgen die Sohle geschüttet wird.

Die Hauseinführungen für die Sohle werden jetzt in 6 x 15° Bögen gelegt, damit die Solerohre gut durchgeschoben werden können. 45° schräge durch die Bodenplatte würde wohl nicht gehen.

Grabenplan
Ich habe die Garage des Nachbarn jetzt in den Vorschlag 6 eingezeichnet. Kann ich an der Stelle mit 1m Abstand zur Grenze arbeiten?
Die Garage wird erst 1 - 4 Monate nach dem Grabenkollektor kommen.

Außerdem habe ich im Bereich der Hauseiführung den Graben angepasst. Hier sehe ich die Kreuzung mit dem Frischwasserrohr noch als etwas tricky an. Aber mit XPS dazwischen sollte es gehen, oder?

Heizung
Ich habe ich mich jetzt für den Import der Nibe F1155 1-6kw in Verbindung mit einem 300 l Speicher von SHWT oder TWL entschieden. Den solarfähigen Durchlauferhitzer werde ich als Nachrüstoption vorsehen, wenn ich sehe, dass das Warmwasser sonst nicht reicht.

Als nächstes steht dann die Umplanung der Fußbodenheizung an, da ich mit dem Vorschlag, der mit der Heizlastberechnung kam, noch nicht ganz zufrieden bin (zu viele Heizkreise, zu große Längenunterschiede).

Viele Grüße
Apollo



Aktuelle Forenbeiträge
HFrik schrieb: Es kann sein dass das Nachbarhaus als unbeheizter Raum angesetzt ist. Das macht aber nur wenig aus, bei dem Haus mörderisch...
lowenergy schrieb: Hoher Heizwasservolumenstrom ist für's effiziente Wärmepumpen äußerst vorteilhaft, um am Verflüssiger den thermischen Energieeintrag...
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Grabenkollektor für Neubau EFH mit ELW in Hamburg
Verfasser:
ApolloHH
Zeit: 24.01.2017 08:10:54
0
2468156
Hi,

Gestern wurde das Streifenfundament gegossen. Heute werden alle Abwasserrohre und auch die Hauseinführung für den Grabenkollektor eingelegt, bevor morgen die Sohle geschüttet wird.

Die Hauseinführungen für die Sohle werden jetzt in 6 x 15° Bögen gelegt, damit die Solerohre gut durchgeschoben werden können. 45° schräge durch die Bodenplatte würde wohl nicht gehen.

Grabenplan
Ich habe die Garage des Nachbarn jetzt in den Vorschlag 6 eingezeichnet. Kann ich an der Stelle mit 1m Abstand zur Grenze arbeiten?
Die Garage wird erst 1 - 4 Monate nach dem Grabenkollektor kommen.

Außerdem habe ich im Bereich der Hauseiführung den Graben angepasst. Hier sehe ich die Kreuzung mit dem Frischwasserrohr noch als etwas tricky an. Aber mit XPS dazwischen sollte es gehen, oder?

Heizung
Ich habe ich mich jetzt für den Import der Nibe F1155 1-6kw in Verbindung mit einem 300 l Speicher von SHWT oder TWL entschieden. Den solarfähigen Durchlauferhitzer werde ich als Nachrüstoption vorsehen, wenn ich sehe, dass das Warmwasser sonst nicht reicht.

Als nächstes steht dann die Umplanung der Fußbodenheizung an, da ich mit dem Vorschlag, der mit der Heizlastberechnung kam, noch nicht ganz zufrieden bin (zu viele Heizkreise, zu große Längenunterschiede).

Viele Grüße
Apollo
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