Cookies erleichtern die Bereitstellung der Dienste auf dieser Website. Mit der Nutzung dieser Website erklären Sie sich mit dem Einsatz von Cookies einverstanden.

Alle
Foren
Erfahrung mit Photovoltaik gesucht, zufrieden oder bereut?
Verfasser:
geekfreak82
Zeit: 14.11.2016 23:07:48
0
2432655
Hallo,

beschäftigen uns gerade mit der Photovoltaik und überlegen nun, unserem Stromverbrauch noch etwas Gutes zu tun :) Da wir einen relativ überschaubaren Stromverbrauch haben (so ca. 2500KW/h) kommt für uns nur eine kleine Anlage in Frage. Ich denke, so an die 3 KWp - 3,5 KWp, mit dem Ziel, möglichst den Eigenverbrauch hochzufahren, ggf. in Kombi mit einem Speicher, den wir später noch nachrüsten.

Zunächst aber erstmal der Gedanke, rein die PV Anlage zu betreiben. Wir würden Ost-West Ausrichtung machen, um möglichst lange die Sonne nutzen zu können. Verschattung gibt es quasi keine. Wir planen so mit 30% Eigenverbrauch - ist das realistisch? Den Rest würden wir notgedrungen einspeisen.

Die Anlage wollen wir nicht finanzieren, sondern aus eigenen Mitteln zahlen, da die Amortisation sonst quasi ins Leere läuft.

Frage: wie hoch ist der steuerliche Aufwand (Stichwort Umsatzsteuervoranmeldung und Jahresabschluss)?
Das Thema schreckt mich am Meisten ab. Steht der Nutzen der Anlage dazu in vernünftigem positivem Verhältnis, oder frisst der Papierkram mehr Zeit als gedacht? Habt ihr es bereut? Wie läuft Eure Anlage so? Nicht Einspeisung (Insel-Anlage) soll ja auch gehen, das wäre denke ich auch zu überlegen. Seid ihr generell zufrieden, auch mit den Erträgen und der Einspeisung? Oder habt ihr mehr Aufwand als gedacht für Wartung, Abrechnung, usw. Wie groß ist Eure Anlage? Und reichen 3-3,5 um um später auch mal noch ein Elektroauto dranzuhängen? Gibt es eine Faustformel für die Dimensionierung der Anlage, um herauszufinden, wie groß sie sein soll? Fragen über Fragen... :)

Bin sehr gespannt auf Eure Erfahrung.

Patrick

Verfasser:
solarneuling
Zeit: 14.11.2016 23:37:53
2
2432662
Es gibt ein Tool von der TU Berlin wo du den Unabhängigkeitsgrad durch eine
PV Anlage mit Speicher gut einschätzen kannst:

Unäbhängigkeitsrecher Universität Berlin

Ansonsten gibt es das Photovoltaikforum zu diesem Thema.

Allerdings wird das meinungsmäßig dominiert von "Speicherfeinden" die meist selbst
eine Großanlage oft mit hoher Stromvergütung betreiben.

In Deiner Größenordnung gibt es mittlerweile preiswerte Hybrid Anlagen,
die je nach Bedarf als Inselanlage oder als Einspeiseanlage oder auch als
Zuspeiseanlage konfiguriert werden können.

Zuspeiseanlage bedeutet, dass die Steuerung nichts ins öffentliche Netz einspeist,
aber Fehlmengen gleitend aus dem Netz zuspeisst, ohne wie eine Inselanlage dann
komplett auf Netz umschalten zu müssen.

Gleichzeitig ist die Anlage bei Stromausfall dann eine USV Anlage und versorgt wichtige
Verbraucher.

Einfach in Gooogle z.B. mal nach "FSP Hybrid Power Manager" suchen.

Verfasser:
hanssanitaer
Zeit: 14.11.2016 23:51:11
0
2432668
Hallihallo!

Erstmal: falsches Forum. Melde dich im photovoltaikforum.com - dort gibt es die richtigen Freaks, Installateure und Selbstbauer.

Dann: Speicher lohnt (außer vielleicht im Neubau mit diversen Förderungen) nicht. Die Kosten für eine gespeicherte kWh liegen bei etwa 30ct. Nur für das Speichern. Da ist Netzbezug noch günstiger.

Deshalb: Solange wie noch möglich 10kWp auf dem Dach installieren und Überschuss einspeisen. Die Anlagenamortisation sinkt durch die Überdimensionierung nur unwesentlich, der relative Eigenverbrauch sinkt, aber insgesamt steigt der absolute Eigenverbrauchsanteil. Möchtest du später einmal autark sein, dann sind gerade in den dunklen Wintermonaten 3kWp viel zu wenig. Von Oktober bis März kommen gerade bei einer Ost-West Anlage im Schnitt vielleicht 20% der Leistung vom Dach.
Bei 10kWp kannst du mit den 2kW noch was anfangen. Aber mit wenigen hundert Watt wird kein Wasser auf dem Herd heiß.

Wir haben 10kWp Ost-West auf dem Dach liegen und sind super zufrieden. Zuerst war auch was kleineres angedacht, aber schlussendlich dann doch voll belegt.

Warum?
-es gibt kaum Zinsen, daher macht es Sinn, selbst bei geringfügig geringerer relativer Rendite mit überdimensionierter Anlage, mehr absolute Rendite zu erwirtschaften. Ich lege lieber 15t€ in PV aufs Dach und habe auf 20 Jahre 4% Rendite, als dass ich nur 5t€ investiere und 5% habe.
-der Aufwand mit den Steuern ist nicht zu unterschätzen. Man muss sich erstmal reinfinden, sollte jährlich eine Steuersoftware kaufen (oder zum Steuerberater, wenn man das bisher so macht) und die Arbeit soll sich irgendwie lohnen. Für 100-200€ Einspeisevergütung im Jahr würde ich das nicht nochmal über mich ergehen lassen. Nach 2 Jahren dann braucht man die Vorsteuererklärung wenigstens nicht mehr monatlich machen.

Viel Spaß und Erfolg mit deine PV!
Gruß Hans

Verfasser:
JollyRoger
Zeit: 29.10.2017 17:07:47
0
2562108
Also, ich kann jedem nur empfehlen Photovoltaik zu installieren. Ich habe mich ausgiebieg mit der Thematik beschäftigt. Ich kann jeden nur empfehlen das Buch der Stiftung Warentest "Photovoltaik" zu lesen. Zudem habe ich mich im
Forum informiert. zudem habe ich mir einen guten Speicher zugelegt. Jetzt funzt die Sache und lebe zu ca. 85% autark.

Verfasser:
Dirko
Zeit: 29.10.2017 18:03:47
0
2562125
Hi,

Du kannst auch die:

Kleinunternehmerregelung machen,

dann brauchst Du keine MwSt. abzuführen.
Eine Steuererklärung sehr wohl, es fallen ja Gewinne an.

Gruß Dirk

Verfasser:
passra
Zeit: 29.10.2017 18:08:59
1
2562128
Woher haben die Leute nur immer diese komischen Ideen???

Zitat von geekfreak82 Beitrag anzeigen
Da wir einen relativ überschaubaren Stromverbrauch haben (so ca. 2500KW/h) kommt für uns nur eine kleine Anlage in Frage. Ich denke, so an die 3 KWp - 3,5 KWp, mit dem Ziel, möglichst den Eigenverbrauch hochzufahren, ggf. in Kombi mit einem Speicher, den wir später noch nachrüsten.


Warum sollte man nur eine kleine Anlage bauen, nur weil man wenig Strom verbraucht? PV-Anlagen zahlen sich durch die Einspeisevergütung selbst bei Volleinspeisung von selbst ab,

Speicher rentiert sich nicht finanziell, ist bisher IMMER ein Zuschussgeschäft.

Lies mal im PV-Forum z.B. hier nach:
https://www.photovoltaikforum.com/allgemeine-anlagenplanung-f69/anfaenger-steht-vor-dem-anfang-t120463.html

Zitat:
Den Rest würden wir notgedrungen einspeisen

Warum notgedrungen? Die Einspeisevergütung zahlt dir deine Anlage, dein selbst verbrauchter Strom ist das I-Tüpfelchen oben drauf.

Zitat:
Frage: wie hoch ist der steuerliche Aufwand (Stichwort Umsatzsteuervoranmeldung und Jahresabschluss)?
Das Thema schreckt mich am Meisten ab. Steht der Nutzen der Anlage dazu in vernünftigem positivem Verhältnis, oder frisst der Papierkram mehr Zeit als gedacht?

Ja, das mit den Steuern... Die Umsatzsteuer ist sicherlich gewöhnungsbedürftig, das kann man aber durch Optieren zur Kleinunternehmerregelung (KUR) umgehen, dann braucht es das nicht mehr.
EÜR musst du immer machen, dauert beim ersten Mal 15 Minuten, dann alle Jahre 5 Minuten.

Zitat:
Nicht Einspeisung (Insel-Anlage) soll ja auch gehen, das wäre denke ich auch zu überlegen.

Das ist aber mit großen Aufwand, auch technisch, viel Unterhalt und Kosten verbunden.

Zitat:
Seid ihr generell zufrieden, auch mit den Erträgen und der Einspeisung?

Ja, sehr.

Zitat:
Oder habt ihr mehr Aufwand als gedacht für Wartung,

Wartung? Gibt es nicht bei einer PV, was sollte man auch warten.

Zitat:
Wie groß ist Eure Anlage?

8kWp Süd-Ost 22°

Zitat:
Und reichen 3-3,5 um um später auch mal noch ein Elektroauto dranzuhängen?

Nein, da nicht genug Energie übrigbleibt zum Laden.

Zitat:
Gibt es eine Faustformel für die Dimensionierung der Anlage, um herauszufinden, wie groß sie sein soll?

So groß wie es Geldbeutel und Dach hergeben, dabei die Grenzen 7kWp udn 10kWp nicht knapp überschreiten, entweder drunter oder richtig.

Verfasser:
Motzi1968
Zeit: 29.10.2017 18:52:10
0
2562149
Schließe mich @passra an.

Mach knapp 10kWp auf die Dachflächen und lass den Speicher weg.
Den hast Du spätestens im 10 Jahren in Deinem Elektoauto mit Rückeinspeisung ins Hausnetz.


Grüße
Motzi1968

Verfasser:
muddy
Zeit: 29.10.2017 19:12:56
0
2562160
Zitat von geekfreak82 Beitrag anzeigen
Hallo,

beschäftigen uns gerade mit der Photovoltaik und überlegen nun, unserem Stromverbrauch noch etwas Gutes zu tun :) Da wir einen relativ überschaubaren Stromverbrauch haben (so ca. 2500KW/h) kommt für uns nur eine kleine Anlage in Frage. Ich denke, so an die 3 KWp - 3,5 KWp, mit[...]


PV-Anlager mit 6,36 kWp seit 2014 am Netz. Dazu ein Batteriespeicher, aus Überzeugung.
Wir sind damit sehr zufrieden. Können wir nur empfehlen.
Ob es sich lohnt? In unseren Augen schon. Das Geld schei... ich doch an, ob ich da ein bisschen mehr oder weniger für die kWh zahle... der Strom kommt überwiegend vom eigenen Dach...

muddy.

Verfasser:
lowenergy
Zeit: 29.10.2017 20:50:33
0
2562190
Am 18. August 2010 ist unsere 100% Einspeiseanlage auf'm Süddach mit 4,3 kWp an's Netz gegangen ... habe eben mal schnell den Zähler abgelichtet ...



... ist für mich absolut okay was da steht ... kümmere mich sonst eigentlich gar nicht darum.
Falls mal ein Fehler sein sollte ist SMA sofort zur Stelle! .>)

Verfasser:
WolfK
Zeit: 29.10.2017 21:18:05
0
2562197
Also,
im März 2009 ging meine 10,08 kWp Anlage in Betrieb, kostete damals ca 30 k€, und bringt per Monat ca. 400€ aufs Konto, da mit 39 Cent vergütet (Süd 0 unverschattet) Besserer Invest gab es damals nicht für meine LV die ausbezahlt wurde. Und heute sieht es ähnlich aus, da der Strom sicher niemals mehr billiger wird, eher deutlich teurer. Denn diejenigen die in einigen Jahren dann aus der Förderung herausfallen, werden sicher nicht mehr einspeisen, sondern nur noch für Eigenbedarf produzieren.

Gruss Wolfram

Verfasser:
Dirko
Zeit: 29.10.2017 21:41:39
1
2562209
Hi,

Inbetriebnahme10/2009
Neigung45°
Leistung7.360 kWp
Nachführungstationär
Orientierung160°

Module 32 x Ersol Ganymed M230-60
Wechselrichter 1 x Sputnik Engineering SolarMax 6000S,
und 1 x Sputnik Engineering SolarMax 2000S
DatenloggerSolarView - SolarView@Windows
Erstellungskosten 27811 €

Bis heute 56204 kWh eingefahren, bei 0,43 Cent pro kWh (24168 €). Nächstes Jahr ist der Invest raus :o)).
Anlage kann man hier sehen:
Anlage in Sonnenertrag

Bin sehr zufrieden mit der Anlage, bis heute keinen Ausfall, würde es jeder Zeit wieder machen.

Gruß Dirk

Verfasser:
SolarFuzzy1
Zeit: 30.10.2017 22:45:15
2
2562635
Von vielen offensichtlich unbemerkt. Es gibt Leute, die haben Know How entwickelt, wie man eine PV-Anlage ohne Finanzamt legal betreiben kann (kam vor einiger Zeit sogar im TV). Wenn die Anlage nämlich nicht zu billig ist (z.B. weil man Qualitätsmodule in einer bestimmten Farbe kauft oder weil das Montagematerial etwas besser ist) , dann fällt nämlich gar kein Gewinn an (obwohl sich die Anlage trotzdem lohnt , das ist ja der Kniff an der Geschichte ), dank der Absenkungen der Einspeisevergütung. Ohne Gewinnerzielungsabsicht ist dies aber reine Privatsache und damit gibt es auch keinen Papierkrieg mit dem Finanzamt, keine Registrierung. Um den Netzbetreiber kommt man allerdings nicht drum rum, allerdings kann der die Genehmigung der Anlage im Regelfall nicht versagen.

Ob mit oder ohne Finanzamt, zuviel PV kann man gar nicht haben.

Gruß

Verfasser:
Philipp_o
Zeit: 30.10.2017 23:08:55
0
2562641
PV ohne Finanzamt

Hier ist der Beitrag von Sonnenkraft Freising:
http://sonnenkraft-freising.de/blog/pv-ohne-finanzamt-excel-formulargenerator-pressemitteilung/

Gruß,

Philipp

Verfasser:
Expert35
Zeit: 30.10.2017 23:44:48
2
2562650
den eigenen Strom zu 6-7cent / Kwh zu produzieren, das macht schon Sinn.
Als Speicher genügt schon der Warmwasserspeicher,
Wird der Strom verkauft ist das in den meisten Fällen steuerfrei, wenn der Gewinn unter 410€ im Jahr bleibt.
Anlagen unter 10Kwp sind auch von der EEG Umlage befreit.
Eine PV Anlage lässt sich auch jederzeit erweitern, es genügt also schon mal klein anzufangen.

Verfasser:
Mastermind1
Zeit: 31.10.2017 09:00:08
0
2562689
Zitat von Philipp_o Beitrag anzeigen
PV ohne Finanzamt

Hier ist der Beitrag von Sonnenkraft Freising:
http://sonnenkraft-freising.de/blog/pv-ohne-finanzamt-excel-formulargenerator-pressemitteilung/

Gruß,

Philipp


Aufgrund der gesunkenen Preise für eine PV Anlage wird man sich sehr schwer tun, das noch als Liebhaberei beim Finanzamt durczubekommen...
Aber was bringt es?

IM Photovoltaikforum gibt es Überregionale Solateure die dir eine super geplante ANlage fertig montiert, für 1100-1300€ netto pro kWp installieren.
Damit lässt sich ein Return-of-invest von etwa 7-10 Jahre erreichen. D.h. spätestens dann fährt man 10-13 Jahre lang im PLUS. Rendite irgendwo zwischen 3 - 5 %.

Und das Thema Finanzamt wird überbewertet. (Ich wollte erst selbst nichts mit dem FA zutun haben, was PV angeht.) - Man kommt aber - wenn man kalkuliert - nicht daran vorbei.
Oder weshalb sollte ich für die PV Anlage zuviel bezahlen?

Im Photovoltaikforum gibt es einen sehr hilfsbereiten User "paulchen", der inzwischen für einmalig 49€ eine PV Steuerhilfesoftware (Excel Formblatt) anbietet.
Zu beziehen über "pv-steuer.com".
Ich hab sie selbst, und damit bekommt es wirklich jeder! hin das PV Steuerthema beim Finanzamt -mit wenig aufwand- auszufüllen.
Die Software sagt einem dann auch am Ende des Jahres, was man in Elster, oder einem bereits vorhandenen Steuerprogramm einzutragen hat.

Ich habe mich daher, für eine 9,85kWP PV Anlage entschieden (OST / SÜd-West 20 Grad DN).
Damit haben wir morgens bis abends gleichmässig PV Strom.
Da wir eine Luft-WP haben, wird das WW z.B. immer mittags gemacht (wenn beide Dächer Sonne abbekommen). Das WW ist somit über den gesamten Sommer hinweg umsonst :-)
Wir sind bei etwa 30% EV.
Meine Frau kann ich einer APP schauen, wieviel gerade vom Dach kommt.
SIe lässt dann vornehmlich tagsüber die Waschmaschine, Trockner, Spülmaschine laufen.
Gekocht wird auch viel, und da wir zwei kleine Kinder haben, wird auch öfters gebadet...

Wir hatten zuvor einen Stromverbrauch (Heizung/WW/Haushalt) von knapp 7.000-8.000kWh.
Die PV Anlage erzeugt etwa 10.000kWH im Jahr. 3.000kWH davon Eigenverbrauch.
7.000kWH Einspeisung.
Am Ende des Jahres ist mit allem drum und dran etwa ein NULLSUMMEN SPIEL was Stromkosten angeht. Und das war das ZIEL!.

Wenn man nur 2000-3000kWH Stromverbrauch hat, würde ich trotzdem größer bauen.
Einerseits gehen die Strompreise in den 20 Jahren Laufzeit sicherlich hoch.
Und andererseits bekommt man die PV Anlage aufs installierte kWP gesehen, günstiger... Die Fixkosten sind für kleine + große Anlagen gleich (Papierkram durch den Solateur, Gerüstaufbau, Installation Wechselrichter an Hauselektrik, Verlegung der PV Kabel, Speditionskosten für Module + Wechselrichter)

Bei dem kleine Stromverbrauch, würde ich evtl. unter der 7kWP Grenze bleiben.
Dies hängt aber nur mit der Smartmeterpflicht ab 7kWP (im ersten Schritt) zusammen.
Über kurz oder lang - bekommt jeder einen Smartmeter.
Der Smartmeter kostet in etwa 100€ pro Jahr... das würde ich in so einem Fall rausschieben so lange es geht...

Die Smartmeterpflicht betrifft übrigens normale Verbraucher, als auch PV Anlagenbesitzer gleichermaßen.
Die 7kWp (7.000kWh) Grenze gilt sowohl für Stromverbrauch, als auch erzeugte Strommenge.....

Für nähere PV Planungen kann ich das Photovoltaikforum absolut empfehlen...
Bei uns hätten lokale Anbieter knapp 1800-2000€ netto pro kWp verlangt. Damit wäre der ROI nach 15 Jahren erst erreicht gewesen..
Übers PV Forum habe ich einen renommierten Anbieter gefunden, der es für 1185€ netto pro kWp gemacht hat.

Verfasser:
Jojo_
Zeit: 31.10.2017 09:08:44
1
2562693
Hallo,

es geht ja um die Frage ob zufrieden oder nicht....

Ich bin zufrieden mit unseren 5.6 kWp. Der Bürokratieaufwand beschränkt sich auf das erste Jahr. Danach gibt es nur noch eine jährliche Umsatzsteuererklärung und wenn man durch den Steuer-Kram einmal durch ist, dann bleibt das sehr im Rahmen.

Je nach Nutzung würde ich von einem Speicher abraten. Wir haben uns angewöhnt die Zeitvorwahl für Waschmaschine und Spülmaschine zu nutzen und auch die Wärmepumpe bereitet nur tagsüber Warmwasser. Nach unserer Erfahrung bleibt dann kaum noch Optimierungspotential für einen Speicher über. In unserem konkreten Fall würde bei monatlicher Bilanzierung der Überschüsse und Netzbezüge ein jährliches Einsparpotential von 800 kWh bleiben - wohlgemerkt unter idealen Voraussetzungen, ohne Speicherverluste etc. In der Praxis dürften das dann wohl deutlich unter 500 kWh sein, also eher Richtung 50 EUR.
Aus dem selben Grund würde ich auch nicht in ein Nutzungsmanagement investieren wie die home manager o.ä.

Grüße,

Jojo_

Verfasser:
muddy
Zeit: 31.10.2017 09:18:18
1
2562696
Ist immer wieder lustig, dass diejenigen, die keinen Speicher haben, davon abraten...

Ohne Speicher schafft man i.d.R. etwas um die 30 %, viell. 40 % Autarkie. Mit Speicher sind es 70-80 %. Ob sich das dann "lohnt", sollte jeder für sich selbst entscheiden...

Ich habe einen Batteriespeicher und würde den immer wieder kaufen. Die Wärmepumpe, die ich auch habe, würde ich dagegen nicht mehr kaufen...

muddy.

Verfasser:
passra
Zeit: 31.10.2017 09:49:07
0
2562707
Immer das Gleiche...kaum rechnet man den Leuten die fehlende Wirtschaftlichkeit vor, wird die Keule "Speicherhasser" hervorgekramt...

Den Leuten wird nur von einem Speicher abgeraten, weil die meisten erst mal mit der Idee im PV-Forum aufschlagen, dadurch noch viiiiel mehr Geld sparen zu können als mit einer reinen PV. Am besten dann noch mit Winzanlagen, "die zum Verbrauch passen". Gibt dann so Vorschläge wie 4kWp Anlage und dazu dann einen 8kWh Speicher, der dann 9 Monate im Jahr fast nix bringt.
Und dieser Floh im Ohr, der ihnen von "einfallsreichen" Verkäufern durch teils abenteuerliche Berechnungen und Annahmen eingesetzt wird, wird dann durch einfache Gegenrrechnungen erst mal ausgetrieben.

Dass man mit einem Speicher seinen Eigenverbrauch erhöhen kann, steht doch außer Frage. Wenn jemand Spass daran hat, zu diesem Zweck aus welchen Gründen auch immer (Gefühl der Unabhängigkeit, Ressourenschonung) Geld auszugeben, warum nicht. Die "berühmten" Alufelgen und Breitreifen am Auto rentieren sich auch nicht, machen aber auch Spass.

Fakt ist, es gibt im Moment nur ein Szenario, bei den ein Speicher (fertig gekauft, kein Eigenbau) wirklich zusätzlich Geld spart, und das ist beim Bau eines Kfw40+ -Hauses anstatt Kfw40. Durch den hohen Zuschuss für den Speicher rechnet es sich dann.

Verfasser:
muddy
Zeit: 31.10.2017 09:53:37
1
2562710
Das war doch gar nicht die Frage. Schon mal die Überschrift gelesen?
Es ging nicht darum, wie man am meisten Geld spart oder was am wirtschaftlichsten ist, sondern ob man mit seiner PV-Anlage (mit oder vielleicht ohne Speicher) zufrieden ist...

Und ja, ich bin mit meiner zufrieden und kann sie nur empfehlen!!

muddy.

Verfasser:
Machtnix
Zeit: 31.10.2017 10:10:55
0
2562721
Zitat von geekfreak82 Beitrag anzeigen
Frage: wie hoch ist der steuerliche Aufwand (Stichwort Umsatzsteuervoranmeldung und Jahresabschluss)?


Es genügt in deinem Fall nur die Einnahmen in der Steuererklärung Anlage EÜR / G anzugeben.

unter 17.500€ Umsatz ist man von der Umsatzsteuer befreit

brauchst auch nix abzuschreiben, der Eigenverbrauch bleibt dann auch steuerfrei, bist bei 2000Kwh Verkauf und 240€ Einnahmen unter der Freigreze von 410€

einfacher geht es nicht.

Verfasser:
passra
Zeit: 31.10.2017 10:31:17
0
2562730
Zitat von muddy Beitrag anzeigen
Das war doch gar nicht die Frage. Schon mal die Überschrift gelesen?
Es ging nicht darum, wie man am meisten Geld spart oder was am wirtschaftlichsten ist, sondern ob man mit seiner PV-Anlage (mit oder vielleicht ohne Speicher) zufrieden ist...

Und ja, ich bin mit meiner[...]


Dann fass dir mal an deine eigene Nase!

Verfasser:
Mastermind1
Zeit: 31.10.2017 10:33:23
0
2562731
Ich wollte eigentlich auch noch schreiben, dass ich mit unserer 9,85kWP PV Anlage (bestehend aus Winaico 300Wp Full-Black, und Winaico 275Wp samt Fronius 8.2 Wechselrichter, Fronius Smartmeter) super zufrieden bin !
- Also eine PV Anlage OHNE SPEICHER -
Meiner Meinung nach ist unser Speicher, unsere Wärmepumpe!
Und im Winter, wenn wir am meisten benötigen, bringt die PV anlage vielleicht 10 - 20% Leistung (wenn überhaupt). Wie könnte man da auch noch sinnvoll einen AKKU laden?

Übrigens können viele Wechselrichter inzwischen direkt Relais schalten für z.B. Freigabe von WP mit WW-Betrieb usw.... Da bedarf es dann, für einfache Steuerungslogiken, keiner übertriebenen Smart-Home Lösung...

Die Prognose wird bei uns leicht übertroffen (der Solateur rechnet in aller Regel so :-) ), und das freut einen natürlich.

Wir haben Spass daran gefunden, uns ein wenig nach dem PV Strom zu richten.
Im Sommer ist das WW mit dem PV Strom umsonst...
Meine Frau darf im Hochsommer auch mal die Pyrolyse im Backofen -zur Reinigung- einschalten (und das zieht richtig viel Strom!).

Und die Arbeit mit dem Finanzamt ist halb so wild.
(die mtl. USt Voranmeldung zu Beginn, ist in 2 - 5 Minuten erledigt)

P.S. wir würden es also wieder machen... Wenn ich noch mehr sinnvolle Dachfläche hätte, würde ich sogar nochmals erweitern.

P.P.S. Für Beratung (Komponentenwahl, Ausrichtung, Ertragsrechnungen...) auf jeden Fall das Photovoltaikforum besuchen. Dort kannst du etwaige Angebote lokaler Anbieter anonymisiert einpflegen und bewerten lassen.

Verfasser:
muddy
Zeit: 31.10.2017 10:56:07
0
2562741
Zitat von passra Beitrag anzeigen
Zitat von muddy Beitrag anzeigen
[...]


Dann fass dir mal an deine eigene Nase!


Inwiefern?
Du schreibst auch nur was, damit Du was schreibst, oder?

Verfasser:
Lexmaul Dieser Benutzer hat eine rote Karte erhalten
Zeit: 31.10.2017 10:57:18
0
2562743
Klingt sehr nach sunforfree :)

Verfasser:
Jojo_
Zeit: 31.10.2017 12:28:27
0
2562792
Hallo,

hier noch meine persönliche Meinung zum Speicher, die dem Fragesteller ggf. weiterhilft.

Es scheint so zu sein, dass der Fragesteller prinzipiell ausreichend Dachfläche zur Verfügung hat, diese allerdings nur für 3-4 kWp nutzen möchte. In diesem Fall würde ich mir zwei Szenarien durchrechnen lassen: Einmal 3-4 kWp inkl. Speicher und einmal für die selben Anschaffungskosten eine entsprechend größere PV ohne Speicher. Ich ahne, dass sich die größere PV besser/schneller rechnet als die kleine samt Speicher. Vielleicht veröffentlicht er auch das Ergebnis seiner Angebotsanfragen hier.

Ökologisch erachte ich Speicher für fragwürdig, so lange unser Netz noch zusätzlichen Pv-Strom aufnehmen kann. Erst wenn es im Somemr tatsächlich so viel EE-Strom gibt, dass alle konventionellen Kraftwerke abgestellt sind und dieser abgeregelt werden muss machen Speicher auch ökologisch Sinn. Davor kann man mit dem zur Verfügung stehenden Kapital lieber mehr PV-Strom erzeugen, was im Umkehrschluss eine Einsparung konvetioneller Energieträger bedeutet.

Grüße,

Jojo_

Aktuelle Forenbeiträge
de Schmied schrieb: Wie waren bei dir die Temperaturen in der Übergangszeit? Mir sind die 20° in der Heizkurve etwas zu niedrig, evtl kann man die Heizkurve etwas flacher bringen mit dem anheben auf 21° und den Endpunkt...
Timoto schrieb: Hallo zusammen, danke nochmal für die rege Teilnahme. Der Sachverständige hat mir eine Mängelliste an die Hand gegeben mit dem ich unseren Handwerker jetzt zum nachbessern auffordern kann. Unter anderem...
ANZEIGE
Hersteller-Anzeigen
Environmental & Energy Solutions
Sockelleisten, Heizkörperanschlüsse
und Steigstrangprofile
Haustechnische Softwarelösungen
Website-Statistik

Erfahrung mit Photovoltaik gesucht, zufrieden oder bereut?
Verfasser:
Jojo_
Zeit: 31.10.2017 12:28:27
0
2562792
Hallo,

hier noch meine persönliche Meinung zum Speicher, die dem Fragesteller ggf. weiterhilft.

Es scheint so zu sein, dass der Fragesteller prinzipiell ausreichend Dachfläche zur Verfügung hat, diese allerdings nur für 3-4 kWp nutzen möchte. In diesem Fall würde ich mir zwei Szenarien durchrechnen lassen: Einmal 3-4 kWp inkl. Speicher und einmal für die selben Anschaffungskosten eine entsprechend größere PV ohne Speicher. Ich ahne, dass sich die größere PV besser/schneller rechnet als die kleine samt Speicher. Vielleicht veröffentlicht er auch das Ergebnis seiner Angebotsanfragen hier.

Ökologisch erachte ich Speicher für fragwürdig, so lange unser Netz noch zusätzlichen Pv-Strom aufnehmen kann. Erst wenn es im Somemr tatsächlich so viel EE-Strom gibt, dass alle konventionellen Kraftwerke abgestellt sind und dieser abgeregelt werden muss machen Speicher auch ökologisch Sinn. Davor kann man mit dem zur Verfügung stehenden Kapital lieber mehr PV-Strom erzeugen, was im Umkehrschluss eine Einsparung konvetioneller Energieträger bedeutet.

Grüße,

Jojo_
Weiter zur
Seite 2