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14.03.2002 22:32:27 |
Liebe Heizungsbauerkolegen, gerade habe ich beim abendlichen zappen einen Bericht im Kabel 1 bei K1 das Magazin gesehen der den Beruf eines Schornsteinfegers zeigte. Soweit ganz nett. Was mich aber dann fast aus dem Sessel haute war der Kommentar des Reporters der sagte das das fegen der Kamine nur noch eine untergeordnete Rolle spiele und andere Arbeiten in den Vordergrund rücken. Dabei wurde gezeigt wie der Schornsteinfegergeselle mit seinem Lehrling einen Ölkessel mittels Hand-,Motorbürste und Sauger reinigte!! Da fällt mir ja nun garnichts mehr zu ein. Was hat der schwarze Mann an unseren Heizkesseln zu suchen? Welche fachliche Qualifikation kann so ein Mann vorweisen um solche arbeiten fachgerecht auszuführen. Vielleicht sollten wir bei der nächsten Wartung direkt den Kamin mitkehren. Hat jemand schonmal Erfahrung mit solchen "Übergriffen" gemacht? MfG Pollmann
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Verfasser: Steffen Schulz | Zeit:
14.03.2002 23:10:22 |
Hallo Herr/Frau Pollmann, das ist ja eine interessante Fortsetzung (siehe Beitrag weiter unten "Kompetenzen Schornsteinfeger"). Erst reden die Schornsteinfegern den Anlagenbetreibern ein, daß eine Wartung überflüssig ist und wenn alle Wartungsverträge gekündigt sind, dann werden sie selber Wartungen anbieten. Und da ihnen die Fachkenntnisse fehlen, bleibt es beim Ausbürsten. Oder werden sie sich eines Tages an öl- oder gasführenden Teilen vergreifen?
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Verfasser: Horst Petermann | Zeit:
20.03.2002 21:32:17 |
Hallo Marktpartner Heizungsbauer, nur kurz zur Info, der Schornsteinfeger hat schon immer Heizöfen,Kachelöfen,offene Kamine und auch Zentralheizungen,sprich Feuerstätten aller Art gereinigt,dies ist auch Bestandteil seines Berufsbildes, nachzulesen im chornsteinfegergesetz. Was er natürlich nicht darf, ist Hand an Brenner oder ähnliches zu legen. Dadurch sind von den Schornsteinfegern auch keine Wartungen sondern ausschließlich Reinigungen an Feuerstätten durchzuführen. Meine Erfahrung sagt mir, das ein Heizungsbauer, der seinen Wartungsauftrag ordnungsgemäß durchgeführt hat, keine Angst vor möglichen Absagen haben muß, eher der, der die Arbeit nicht ordnungsgemäß durchführt. (z.B. Wartung in 20 min. für 200.- DM und mehr) Wie in jeden Beruf gibt es auch bei den Heizungsbauern bestimmt mehr solcher schwarzen Schafe, die eine Firma & Beruf schlecht aussehen lassen. Allerdings sind das auch die ,die am ersten laut brüllen. Zu der Sendung ist zu sagen, das ein Berufsfremder in einer Sendung schnell was falsches sagt und interpretiert, dem sollte man nicht so viel beimessen. Ich denke, das doch jeder Heizungsbauer seinen Schornsteinfeger kennt, mit ihm zusammenarbeitet und weiß,was er von ihm zu halten hat.Ein klärendes Wort unter 4 Augen ist daher die beste Wahrheitsfindung. |
Verfasser: Ralf Antons Zentralverband Deutscher Schornsteinfeger BG Nordwest Nds. Technik | Zeit:
06.04.2002 22:38:00 |
Sehr geehrte Herren Pollmann und Schulz, sehr geehrter Kollege Petermann Ich möchte mich der Aussage meines Kollegen anschließen und ergänzend darauf hinweisen das die Tätigkeit der Kesselreinigung nicht nur im SchfG § 13 verankert ist, sondern in einzelnen Bundesländer auch noch zur regelmäßigen Tätigkeit nach der Landes Kehr und Überprüfungsverordnung gehört. Weiter möchte ich beide Gewerke darum bitten endlich auch zu der Erkenntnis zu kommen, dass wir beide zwar Handwerker sind, aber dennoch auch Dienstleister, für die unsere Kunden im Vordergrund stehen solten, was zur Folge haben muss, das wir unsere hausgemachten Streitigkeiten und Neidereien endlich zur Seite legen, uns nicht immer gegenseitig die Kompetenzen absprechen und UNSEREN KUNDEN gemeinsam gute Dienste anbieten. Mfg Ralf Antons
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12.04.2002 14:41:21 |
Sehr geehrter Herr Antons, Beide Gewerke sind zwar Handwerker und Dienstleister aber der Heizungsbauer muss um seine Kunden werben. Dem Schornsteinfeger ist dank der Staatlichen Bezirkszuteilung die Kundschaft sicher. Uns muss man kennen lernen , Den Schornsteinfeger kennt man!!! Mfg Jörg Prescha
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12.04.2002 20:30:26 |
Zum Schreiben des Herrn R. Anton. In unserer Nachbarschaft haben wir bei einem Klein- betrieb vor Jahren einen Viessmann biferral-2 Kessel aufgestellt. Reinigung wurde durch den Schornsteinfegergesellen in Nebenarbeit gemacht,weil der ja billiger arbeiten konnte, wie wir auf Rechnung. Erst als sich die eingearbeiteten Gußsegmente im Feuerraum auflösten ( so was geschieht nicht von heute auf morgen - und die Ursache war schnell gefunden), wurde dem Kunden dieses mitgeteilt. Schnell war die Behauptung aufgestellt, der Kessel tauge nicht viel. Wir haben dann noch versucht, in Verbindung mit dem Hersteller, zu retten, was zu retten war durch Kon - servierung. Trotzdem waren wir den Kunden los, da der BSM ja sofort eine bessere Firma kannte. Sie glauben gar nicht, wieviel Gerede der Schorn- steinfeger von den Kunden geglaubt wird. Da haben wir Fachfirmen es sehr schwer. Uns wird dann nur vorge- worden, wir wollten ja nur etwas verkaufen. MfG E. Haase |
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14.04.2002 09:44:19 |
Schornsteinfeger-Problem! Hallo Herr Hasse, das kann doch nicht sein, dass der Schornsteinfegerdie Heizung ruiniert? Es würde mich freuen, wenn mir Heizungsbauer Fotos von Schadensfällen schicken würden, die von Schornsteinfegern verursacht wurden. mfg Joachim Datko http://www.monopole.de
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15.04.2002 22:28:41 |
Nochmal zu diesem Thema : Ich habe nicht behauptet, daß der Schornsteinfegerden Heizkessel beschädigt hätte. Der besagte Kleinbetrieb befaßt sich u.a. mit Siebdrucken auf Reklameteilen. Bei dem Schaden han - delte es sich eindeutig um eine Halogen - Korrosion. Hierbei lösen sich die Gußsegmente langsam, aber sicher, in kleine Brocken auf. Dieser Prozess findet allmählich statt. Der Schornsteinfegergeselle hätte dieses bei seiner jährlichen Reinigung schon viel eher feststellen können und müssen. Oder er hat mutwillig lange mit seiner 'Offenbarung' gewartet, um uns, wie sagt man, einen auswischen zu können. Dieser BSM ist jetzt in Ruhestand gegangen. Wir haben öfter konträre Diskussionen gehabt, Ich könnte einiges darüber schreiben, möchte es mir aber verkneifen. Mit Gruß E.Haase
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