Problem von Keimbildung (vornehmlich Bakterien und Pilze: „Schimmel“) e.t.c. in Klimaanlagen, bzw. raumlufttechnischen Anlagen ist unter Fachleuten bekannt und leider auch die Tatsache, dass dieses quasi in der Öffentlichkeit unbekannt ist und - weil ja nicht so richtig "BEGREIFBAR" (im wahrsten Sinne des Wortes) - als echtes Gefahrenpotential verkannt wird!
Ich verweise in diesem Zusammenhang auf die VDI 6022 wo ja bekanntermaßen Überprüfungsintervalle (
Inspektion durch zertifizierte Hygienegutachter) an RLT-Anlagen in betrieblichen, sozialen und öffentlichen Bauten vorgeschrieben werden.
Auch das sogenannte
SBS-Phänomen wird mit auf Keime aus RLT-Anlagen zurückgeführt.
Keime bilden sich nicht nur – wie oft und fälschlicher Weise angenommen – in „reinen“ Klimaanlagen, sondern auch überall dort, wo sich beispielsweise Kondenswasser bilden und nicht abtransportiert wird (also ablaufen kann). Also beispielsweise auch in Leitungen von Lüftungsanlagen, beispielsweise von Gasstätten die schlecht verlegt wurden und sich
Wasserlachen (so beispielsweise an Knickpunkten oder an Stößen) bilden. Zynisch bemerkt: Idealer Weise dort wo es angenehm warm ist und sich besonders gut Keime bilden und vermehren.
Auch die berühmt berüchtigte „Legionelle pneumophia“, also der Erreger der „klassischen“
Legionärskrankheit trifft man in RLT-Anlagen an.
Das dies auch in kleineren Anlagen (
Eigenheim) stattfindet, bzw. stattfinden kann ist sicherlich unstreitbar. Leider gilt die VDI 6022 nicht für kleine Anlagen und es ist somit jedem Eigentümer selbst überlassen inwieweit er seine Anlagen diesbezüglich überprüfen und/oder warten lässt.
Gruß
Herbert