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23.02.2017 09:49:03 |
Hallo zusammen, ich bin gerade am überlegen, ob sich bei mir eine PV-Anlage lohnen wird. Und zwar handelt es sich um einen geplanten Neubau in KfW40 Standard. Ausrichtung des Satteldaches ziemlich genau nach Süd-Ost 25° Dachneigungca. 65m² Dachfläche. Da ich sowieso schon bei KfW40 bin, überlege ich mir, ob es Sinn machen würde, auf KfW40plus zu gehen, d.h. ich müsste zusätzlich eine Pv Anlage plus Batteriespeicher installieren. Dann würde ich 15000€ anstatt 10000€ Tilgungszuschuss bekommen. Somit wäre ein Teil des Batteriespeichers bezahlt. Aber was haltet ihr im Allgemeinen davon, PV auf das Dach mit diesen Daten zu machen? Geheizt werden soll mit einer LWWP (Geisha) Vielen Dank
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23.02.2017 09:55:01 |
Hi, solche Fragen werden Dir sehr fachkundig im PV-Forum beantwortet. Und schau Dir mal PVGIS an, dort kannst Du den zu erwartenden Ertrag einer PV-Anlage sehr gut abschätzen. Standort? Viele Grüße crink
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23.02.2017 10:00:35 |
Hallo, kannst dir HIER selbst deinen voraussichtlichen Ertrag prognostizieren lassen. Ich habe nach deinen Daten in Mitteldeutschland einen Minderertrag von 5% ggü. optimaler Ausrichtung mit optimalem Stellwinkel. PV ist bei Abweichungen zum Optimum recht unempfindlich :-). Meine 10 kWp Anlage auf einem 10° Nordwest Dach holt jählich ca 15 - 20% weniger rein als optimale Südausrichtung mit optimalem Stellwinkel.
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23.02.2017 10:02:56 |
PVGiS kannte ich bisher nicht. Danke
Standort ist 884xx, also 40km südlich von Ulm
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23.02.2017 10:06:26 |
Ja, mach das! Auf jeden Fall!
Anlage nicht zu knapp dimensionieren, so groß wie nur irgendwie möglich, damit auch im Winter noch brauchbare Erträge kommen.
Im Sommer musst du dann mit gefördertem Batteriespeicher bei 60% Einspeisung der Gesamtleistung abregeln, aber damit lassen sich dann die Akkus füttern.
Alle weiteren Details im photovoltaikforum.
Gruß Hans
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23.02.2017 10:07:25 |
Zitat von crink  Hi, solche Fragen werden Dir sehr fachkundig im PV-Forum beantwortet. Und schau Dir mal PVGIS an, dort kannst Du den zu erwartenden Ertrag einer PV-Anlage sehr gut abschätzen.[...] Und warum nicht hier? >((
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23.02.2017 10:10:37 |
10kwp würde ich wohl aufs Dach bekommen. Das wäre ja dann die 10kwp Bagatellgrenze. Also wäre es sinnvoll knapp unter 10kwp zu bleiben oder?
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23.02.2017 10:14:53 |
@oldbo: Weil es keinen Sinn macht, das Rad etliche Male zu erfinden. Das htd ist schlichtweg die falsche Plattform für detaillierte PV Beratung mit allen rechtlichen, finanziellen, organisatorischen und technischen Fragestellungen. Nicht umsonst gibt es dort ein ganzes Forum samt etliche Unterforen NUR für PV. Hier gibt es nichtmal ein Unterforum.
@worlde: knapp unter 10kWp wäre gut, aber ich bin mir nicht sicher, ob das mit den Förderbedingungen und dem Speicher so einfach in Einklang zu bringen ist. Kann sein, dass die Anlage kleiner ausfallen muss.
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23.02.2017 10:16:04 |
Hi,
@OIdBo: die Leute im PV-Forum sind einfach noch besser informiert und tiefer im Thema drin, da kommen wir nicht gegen an ;-) Gibt ja auch eine Menge Personen, die sich in beiden Foren informieren, und eine Menge Querverweise in beide Richtungen. Eigentlich wäre das PV-Forum ein idealer Kooperationspartner.
Viele Grüße crink
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23.02.2017 10:28:00 |
Auszug aus den KfW Bedinungen: "Der jährliche zu erzeugende Stromertrag ist in Abhängigkeit von der Anzahl der Wohneinheiten und der Gebäudenutzfläche zu bestimmen und beträgt mindestens die Summe aus 500 kWh/a je Wohneinheit und 10 kWh/(m²·a) bezogen auf die Gebäudenutzfläche. "
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23.02.2017 10:42:20 |
Naja , mit 10.000kWh Ertrag reicht die PV-Anlage (9,9kWp) dann für 20 Wohneinheiten oder 1000m² Wohnfläche. Ich denke da bleibst Du beides mal drunter. PV-Anlage mit bauen lassen wenn das Gerüst für das Dach eh steht, und gut verhandeln. Die PReise unterscheiden sich am MArkt gerade stark günstig wäre um 1200€/kWp.
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Verfasser: jw | Zeit:
23.02.2017 11:14:12 |
Südost ist gut, da Peak vormittags, wenn die Module noch kalt sind. Allerdings nachteilig, wenn ihr oft Frühnebel habt (zB Waldrand?).
Erwarteten Ertrag über pvgis abschätzen.
Dach vollmachen, ggf bestimmte Grenzen berüchsichtigen (7.69kWp, 10kWp, 30kWp, 30kVA). Entweder drunter bleiben, oder deutlich überschreiten.
Überschusseinspeisung.
Über steuerliche Möglichkeiten informieren: Ust, nach 6 Jahren Wechsel in KuR, Investitionsabzug, Sonderabschreibungen.
Speicher weglassen.
Förderung anderen überlassen.
Der Speicher verbrennt wesentlich mehr Geld als die Förderung bringt.
Details drüben im PV-Forum.
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23.02.2017 11:23:09 |
Zitat von hanssanitaer  @oldbo: Weil es keinen Sinn macht, das Rad etliche Male zu erfinden. Das htd ist schlichtweg die falsche Plattform für detaillierte PV Beratung mit allen rechtlichen, finanziellen, organisatorischen und technischen Fragestellungen. Nicht umsonst gibt es dort ein ganzes Forum samt etliche Unterforen[...] Okay, das ist logisch. Ich war der Meinung, dass @crink nicht hier, sondern dort antworten wollte ;>))
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23.02.2017 11:37:39 |
Lohnen oder nicht kann es sich in vielerlei Hinsicht: Finanzen zusätzliche Arbeit (Finanzamt, notwendige Wartung) Ökogewissen Gefühl von Unabhängigkeit zusätzliches Hobby (optimieren, optionale Wartung, alle Parameter beobachten) etc. welches "lohnt es sich" meinst du?
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23.02.2017 11:58:20 |
also in erster Linie soll sich es für mich finanziell lohnen. Die anderen Aspekte kommen erst anschließend
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23.02.2017 13:06:14 |
Nun, das Finanzamt ist da der einzige Punkt der Arbeit macht. Die Wartung bei einem Gerät ohne bewegliche teile hält sich sehr in Grenzen. Profit machen wird die Anlage sicher, besonders in Relation zu den heutigen Zinsen.
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24.02.2017 20:23:29 |
hallo zusammen, welche Gründe kann es überhaupt genen, k e i n e PV Anlage zu installieren ? - und dies noch bei dieser Konstellation. Neubau, wenn auch "noch nicht sonderlich" gut; Wärmepumpe (braucht Strom). Ich nehme einmal an dass das Haus im Raum Biberach entstehen wird. Nun, bei der vorliegenden Planung und der Dachneigung (25°) kann im Kernwinter die PV von Schnee bedeckt sein somit nichts leisten kann. Dies kommt schon mal vor in der Gegend. Deshalb spricht dieser Faktor dagegen. Die Dachausrichtung spielt bei der gegebenen Neigung kein sonderlich große Rolle, da selbst bei ca. 45 Grad Südabweichung immer noch 85-95 % (Winter/Sommer) Ertrag einer exakten Südausrichtung erreicht werden. Bei einer Annahme von ca. 10000 kWh/anno Heizenergieverbrauch (inkl. Warmwasser) kann mit einer WP (cop 4) und einer PV-Anlage (ca. 5 kWp) durchaus 50-60% (5500-6000 kwh) solare Winterdeckung (Okt.-Mrz.) an Wärme erreicht werden. Zu berücksichgen ist dann noch der Hausstrombedarf. Im Sommer ist der Überschuß bestimmt einzuspeisen, ob mit oder ohne EEG Vergütung. Rechtlich und organisatorisch fällt dabei nicht viel an und schon gar kein Aufwand mit dem Finanzamt; (oder sind die schon soweit bei Eigenversorgung ? dies weiss ich jetzt nicht genau). Man weiss eben zu wenig über die Details. mfG. sonne |
Verfasser: jw | Zeit:
24.02.2017 21:04:59 |
Zitat von sonne  welche Gründe kann es überhaupt genen, k e i n e PV Anlage zu installieren ? -
zB dass man keinen Bock auf die ganze Bürokratie hat. Kann ich durchaus verstehen. Bei den Kleinanlagen, wie sie heute gern verkauft werden(*), muss man Glück haben, wenn (nach Abzug aller Kosten) ein dreistelliger Betrag hängen bleibt. Nicht jeder will sich wegen der paar Kröten den Bürokratie-Stress antun.... (*) Mein Ziel war "Dach voll!!!". Sechs von acht Solarteuren wollten mir das ausreden. Ich soll doch nur so viel installieren, wie ich selbst verbrauchen kann... D schiesst sich die Branche selbst ins Knie!
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24.02.2017 21:48:21 |
Zitat von worlde  also in erster Linie soll sich es für mich finanziell lohnen. Die anderen Aspekte kommen erst anschließend Bitte die Kausalitäten beachten und Einstellung ändern: _Weil_ Du brennstofffreien und somit umweltfreundlichen Strom selbst produzierst, wird es sich _auch_ finanziell im Energiewende- Europa lohnen. Wenn Du in erster Linie das Invest siehst, schau Dich besser am internationalen Anleihemarkt um. Da hast Du einen Zinscoupon und bekommst nach 20 Jahren 100% des eingesetzten Geldes zurück, letzters wird bei der PV-Anlage wohl kaum der Fall sein... Also: Umkehr der Betrachtungsweise! Grüße Motzi1968
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24.02.2017 21:51:21 |
Unter SMA freigegebene Anlagen kannst du dir reale Anlagen teilweise mit Erträgen etc ansehen. Ich habe eine 7,44kWp Anlage auf einem Ost - West Dach, mit teilweiser Verschattung durch Kamin, umliegenden Häusern und Bäumen. Ertrag liegt bei ~ 5050kWh/a, findest du, wenn du auf den Ost - West Dach link klickst. Dabei sind die Erträge bis 10.07.2016 durch eine defekte Batterieanlage z.T / immer wieder behindert/verhindert worden - seither ist die Batterieanlage abgeschaltet - und Thema bei Gericht. (aber das ist ein anderes Thema...). Eine Abregelung hat es bei der Verteilung auf beide Dachhälften so gut wie nie gegeben, vielleicht 3 - 4 mal/a ca. 50W für ne Stunde. Wahrscheinlich wird der Ertrag etwas höher liegen, da die Störungen von der Batterieanlage her den Ertrag ja immer wieder gemindert hatte. Bin gespannt, wieviel es ohne die Batterieanlage werden wird. LG jogi
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24.02.2017 22:28:48 |
Hi Worlde, bzgl. deiner Frage ob es sich "lohnt"... Ich habe ein EFH im Jahr 2015 bezogen und damals (u.a. aufgrund der Kosten) gegen eine PV Entschieden. Im Haus habe ich eine Wärmepumpe. Gesamtstromverbrauch im Jahr ca. 4700 kWh. Aktuell habe ich mich wieder mit dem Thema beschäftigt, ich kann dir sagen das ist ein "Rechenexempel" je nachdem mit welcher Jährlichen Steigerung des Strompreises du rechnest, wie hoch du Rücklagen bilden willst, ob und wie hoch du das versichern musst, ob du einen Kredit dazu aufnehmen musst (Zinskosten), wie hoch der zu erwartende Eigenverbrauch ist, ... Bei mir wäre wenn dann eine Anlage mit 9,9 kWp zu empfehlen. Hierzu habe ich eine Berechnung gemacht, zur Grundlage habe ich den aktuellen Stromverbrauch, 30% Eigenverbrauch (beim Warmwasser 75% da im Sommer und Tagsüber), Strompreissteigerung von 1,5% / Jahr sowie Rücklagen 300€ / Jahr angenommen: Es rentiert sich scheinbar nach 16 Jahren. Des weiteren bleibt nach 20 Jahren zum Garantieende (Solwarworld) wohl ein Gewinn von ca. 5300€. Ich denke wenn du das rein monetär siehst, muss du "etwas" Zeit in die Rechnungen stecken. Viel Spaß Frank
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24.02.2017 22:40:03 |
oben im Text war noch ein Fehler. Es rentiert sich nach 15 Jahren. Des weiteren bleibt nach 20 Jahren zum Garantieende (Solawarworld) wohl ein Gewinn von ca. 6.600€ übrig. Gruß Frank
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24.02.2017 22:41:05 |
Was willst du denn mit 300 Eur Rucklage? Die Hälfte reicht auch, um nach 10 Jahren einen neuen WR zu kaufen.
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24.02.2017 22:46:09 |
100€ davon sind für die "kosten" eines SmartMeter (ja ich weiß ist noch nicht da), eine PV Versicherung oder sonstiges, die restlichen 200€ für den WR. Ist ja auch bewusst "defensiv" gerechnet. PS: Mein Wechselrichter (Fronius Symo 8.2-3-M) würde mich lt. Angebot 2200€ brutto kosten, Stand heute, ohne Inflation auf 10 Jahre...Somit bin ich mit den 10*200€ gar nicht so verkehrt oder? @threadersteller: Für genaue infos einfach ins PV Forum gehen :-)
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24.02.2017 22:59:23 |
Zitat von dudngretl  Strompreissteigerung von 1,5% / Jahr sowie Rücklagen 300€ / Jahr angenommen:[...] apropo Strompreissteigerung 2016 -> 2017 3,5% LG jogi
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