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Neubau: Gasheizung mit PV statt Solarkollektor
Verfasser:
Gerd_G
Zeit: 28.02.2017 00:23:00
0
2483320
Hallo zusammen,
wir wollen ein kleines Haus bauen lassen und uns wurde folgende Technik angeboten:

- Mauerwerk aus Poroton, gedämmt mit Mineralwolle
- Gasheizung
- Solarkollektor

Laut EnEV soll dieser Solarkollektor bei Gasheizung erforderlich sein. Ein Bekannter kann mit dem gleichen Solarkollektor 1500 kWh pro Jahr sparen. Das entspricht etwa 105 Euro Ersparnis beim Gas. Bei einem (geschätztem) Anlagenwert von 4000 Euro würde sich demnach die Anlage (bei heutigem Gaspreis) in 38 Jahren amortisieren.

Ich denke, dass die Lebenserwartung der Solarkollektoren deutlich geringer ist! Ein Einbau lohnt sich aus meiner Sicht nicht.

Ich stelle mir die Frage, ob ich statt den Solarkollektoren auch eine Photovoltaik-Anlage installieren kann.

Mit dem erzeugten Strom könnte ich dann viel mehr Energie bzw. Geld sparen. Zudem würde ich damit eine Klimaanlage steuern, die in der Übergangszeit von April-Juni und September-November heizt (und im Juli und August kühlt).

Wäre das nach EnEV erlaubt? Oder brauch ich bei Gasheizung unbedingt diese Solarkollektoren?

Viele Grüße, Gerd.

Verfasser:
lowenergy
Zeit: 28.02.2017 06:32:36
1
2483334
Liegt denn schon eine Berechnung der Heizlast nach DIN 12831 vor?

Gasbeheizung eines zukunftsorientierten Neubaus ist meist nicht passend, da die minimale thermische Leistung der Brennwerter (besonders problematisch die Startleistung) für die sehr geringen Heizlasten der extrem gut gedämmten neuen Häuser häufig viel zu mächtig ist! Zudem sind die Nebenkosten der fossilen Feuerheizer im Verhältnis zum geringen Wärmebedarf recht hoch!

Einfacher wäre es z.b. mit einer vollmodulierenden Wärmepumpe ... im Idealfall mit Erdreich als Wärmequelle .. die an einer entsprechenden Niedertemperaturflächenheizung zum Einsatz käme! Dann macht zudem eine PV-Eigenverbrauchsanlage richtig Sinn! .>)

Verfasser:
Nicole4711
Zeit: 28.02.2017 15:10:32
0
2483481
Schließe mich lowenenergy an...


Wenn Solarthermie dann mit Heizunterstützung, sonst rechnet sich das nie. Oder alternativ WP+PV.

Verfasser:
Dietmar Lange
Zeit: 28.02.2017 18:51:50
0
2483541
Zitat von Gerd_G Beitrag anzeigen
Hallo zusammen,
wir wollen ein kleines Haus bauen lassen und uns wurde folgende Technik angeboten:

- Mauerwerk aus Poroton, gedämmt mit Mineralwolle
- Gasheizung
- Solarkollektor

Laut EnEV soll dieser Solarkollektor bei Gasheizung erforderlich sein. Ein[...]


Die zuletzt gestellte Frage ist falsch gestellt.

Nach geltenden Recht , hier EEWärmeG, gilt eine sogenannte regenerative Baupflicht.
Wenn eine Gasheizung vorgesehen ist, kann die Baupflicht nur mit weiteren im Gesetz verankerten Maßnahmen erfüllt werden.

Die Variante „solare Strahlungsenergie“ ist eine dieser Optionen.
Die Pflicht wird dann erfüllt, wenn die Gebäudenutzfläche x Faktor 0,04 für EFH als Kollektorfläche auf dem Dach (Aperturfläche) montiert wird.

Alternativen wären weiter bei Gasheizung zusätzliche Dämmung der Gebäudehülle oder kontrollierte Wohnraumlüftung mit Wärmerückgewinnung.

Mit PV Anlagen wird nach geltendem Recht (EEWärmeG) keine regenerative Baupflicht erfüllt.

Der Gesetzgeber lässt aber noch weitere Erfüllungsoptionen zu, z.B. Biomasseanlagen, Wärmepumpen und im Gesetz definierte Ersatzmaßnahmen zu.

PV zählt ausdrücklich nicht dazu.

Dietmar Lange

Zeit: 28.02.2017 19:43:01
0
2483557
@Gerd

Deine Überlegungen sind völlig richtig, ebenso deine Bedenken bezüglich baurechtlicher Vorgaben. Die STA ist die narrensichere Methode der Pflichterfüllung, und wird unter anderem auch daher gern genommen, nicht weil sie das tollste seit geschnitten Brot wäre, auch wenn gerne Verkaufszahlen als Beweis für die Überlegenheit genannt werden. Der Deckungsgrad wird einfach behauptet, angenommen, unterstellt, geglaubt. Wie du gesehen hast, wird das Versprechen nicht immer eingelöst, um es mal vorsichtig zu formulieren. Aber von Rechts wegen wäre es damit getan.

Du bist aber nicht zwingend auf die STA angewiesen. Leider wird die PV derzeit noch nicht anerkannt, was ebenso lächerlich wie traurig ist. Wenn du in Baden Würtemberg bauen willst, so gibt es da noch andere Dinge zu beachten. In Zukunft mag es Änderungen geben, diese sind aber noch nicht greifbar.

Für dich wären die nächstliegenden Alternativen zur Pflichterfüllung:

Überdurchschnittlicher Dämmstandard und oder Wärmepumpe.

Die PV wäre dann deine Eigeninitiative.

Natürlich ist eine gute JAZ nicht selbstverständlich. Die Grundlagen werden schon in der Planungsphase geschaffen. Dann ist der Aufpreis für die Wärmepumpentauglichkeit gering und kommt jedem Heizsystem zugute, auch der STA. Daher sollte jeder Neubau wärmepumpentauglich ausgeführt sein, wobei es auch mal Ausnahmen geben mag. Ob dann sofort eine WP eingebaut wird, steht auf einem anderen Blatt. Hinter wärmenpumpentauglich steckt auch nichts Spezielles und auch kein Hexenwerk. Es sind übliche Maßnahmen, nur mit der Besonderheit, daß Wärmepumpen empfindlicher auf Schwächen in der Heizungsanlage reagieren.

Es ist völlig normal, wenn hier gleich Kandidaten mit harscher Kritik aufschlagen, sobald man bei der STA mal die Zahlen hinterfragt und sie nicht als das Tollste befürwortet. Sicherlich ist die Kritik an Wärmepumpen im Bestand berechtigt, wenn die eine schlechte JAZ aufweisen. Das ist beim Neubau aber vermeidbar und faule Eier gibt es bei jeder Technik, wie du bei der STA in deinem Dunstkreis selbst gesehen hast.

Letzlich bleibt es deine Entscheidung ab wann dir zusätzliche Dämmung zu teuer wird. Ab dem Punkt stellt sich erst die Frage ob die Pflicht damit schon erfüllt bzw. wie du das dann noch erfüllst und mit welcher Technik du dann den Bedarf deckst.

Bei geringem Energiebedarf ist der Vergleich der laufenden Energiekosten ohnehin Klagen auf hohem Niveau.

Da ist deine Eingangsfrage STA vs PV interessanter. Wenn die Pflicht anderwertig erfüllt ist, hat die PV trotz gesunkener Vergütung eindeutig die Nase vorn. Eine durchschnittliche PV mit 3,5 bis 4 kWp bringt im Jahr 3500 bis 4000 kWh Strom. Der nutzbare Ertrag einer ähnlich teuren STA hat eine vergleichbare Größenordnung, aber thermisch. Was ist wohl mehr Wert? Auch hier gilt wieder: Faule Eier gibt es überall.

Verfasser:
Dietmar Lange
Zeit: 01.03.2017 17:51:24
0
2483920
Ich zitiere mal aus gegebenem Anlass einen deutschen Klassiker

In bunten Bildern wenig Klarheit,
Viel Irrtum und ein Fünkchen Wahrheit,
So wird der beste Trank gebraut,
Der alle Welt erquickt und auf erbaut.


(Goethe, Faust)

Mein Rat, Bauherren sollten Gesetze besser selbst lesen

Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz - EEWärmeG

Erklärungen der Rechtslage von anonymen Autoren mit nicht ausgefülltem Profil, aber mit dort angegebenen direktem E -Mail Kontakt und erkennbarer spezieller eigener Interessenlage sollten mit größter Vorsicht zur Kenntnis genommen werden

Dietmar Lange

Verfasser:
Nicole4711
Zeit: 01.03.2017 18:28:12
1
2483931
Und was in dem Gesetz widerspricht jetzt genau den Aussagen von lowenergy, feuergemacht oder mir?

Verfasser:
HFrik
Zeit: 01.03.2017 19:30:52
0
2483963
hmm, also ich habe das mal durchgelesen. ich finde dabei keine Vorgabe, die besagt, dass die Solare Strahlungng nur über den umweg sole und nicht über den Umweg Strom in Wärme zur Gebäudeheizung umgewandelt werden darf.

Verfasser:
Dietmar Lange
Zeit: 01.03.2017 19:51:35
0
2483976
Zitat von HFrik Beitrag anzeigen
hmm, also ich habe das mal durchgelesen. ich finde dabei keine Vorgabe, die besagt, dass die Solare Strahlungng nur über den umweg sole und nicht über den Umweg Strom in Wärme zur Gebäudeheizung umgewandelt werden darf.


Einfach mal lesen !


I. S o l a r e S t r a h l u n g s e n e r g i e

1. Sofern solare Strahlungsenergie durch solarthermische Anlagen genutzt wird, gilt
a) der Mindestanteil nach § 5 Abs. 1 als erfüllt, wenn
aa) bei Wohngebäuden mit höchstens zwei Wohnungen solarthermische Anlagen mit einer
Fläche von mindestens 0,04 Quadratmetern Aperturfläche je Quadratmeter Nutzfläche und
bb) bei Wohngebäuden mit mehr als zwei Wohnungen solarthermische Anlagen mit einer
Fläche von mindestens 0,03 Quadratmetern Aperturfläche je Quadratmeter Nutzfläche
installiert werden; die Länder können insoweit höhere Mindestflächen festlegen,
b) die Nutzung nur dann als Ersatzmaßnahme nach § 7 Absatz 2, wenn solarthermische Anlagen
mit einer Fläche von mindestens 0,06 Quadratmetern Aperturfläche je Quadratmeter Nutzfläche
installiert werden,
c) eine Nutzung von solarthermischen Anlagen mit Flüssigkeiten als Wärmeträger nur dann als
Erfüllung der Pflicht nach § 3 Absatz 1 oder 2 oder als Ersatzmaßnahme nach § 7 Absatz 2, wenn
die Anlagen mit dem europäischen Prüfzeichen „Solar Keymark“ zertifiziert sind; § 14 Absatz 2
Nummer 1 Satz 2 gilt entsprechend.
2. Nachweis im Sinne des § 10 Abs. 3 ist für Nummer 1 Buchstabe c das Zertifikat „Solar Keymark“.


sorry
langsam wird die Diskussion hier albern

Dietmar Lange

Verfasser:
Nicole4711
Zeit: 01.03.2017 20:51:42
0
2483995
"Schließe mich lowenenergy an...


Wenn Solarthermie dann mit Heizunterstützung, sonst rechnet sich das nie. Oder alternativ WP+PV. "


Wo bitte Dietmar widerspricht denn diese Aussage denn Gesetzen, Verordnungen oder irgendwelchen Satzungen?

Die Aussage ist allenfalls unvollständig, weil noch der Hinweis hätte kommen müssen, dass auch Gas + mehr Dämmung auch eine Möglichkeit wäre. Dies ergab sich jedoch nicht aus dem Kontext der ersten Antwort.

Verfasser:
HFrik
Zeit: 01.03.2017 21:25:09
0
2484011
Zitat von Dietmar Lange Beitrag anzeigen
Zitat von HFrik Beitrag anzeigen
[...]


Einfach mal lesen !


I.[i] S o l a r e S t r a h l u n g s e n e r g i e

1. Sofern solare Strahlungsenergie durch solarthermische Anlagen genutzt wird, gilt
a) der Mindestanteil nach § 5 Abs. 1 als erfüllt, wenn
aa) bei Wohngebäuden mit[...]

Und? Die Aperturfläche ist auch mit PV problemlos erfüllbar. Soalr Keymark gilt nur bei Füllung mit Flüssigkeit, was bei PV-Modulen sicher nicht gegeben ist. Worauf beziehst Du dich da also?

Verfasser:
solarneuling
Zeit: 01.03.2017 21:56:39
1
2484019
Die ganze Schönrechnerei von PV funktioniert in Deutschland, so lange die
Allgemeinheit also jeder von uns noch immer den überschüssigen PV Strom mit dem 3 -4 fachen des Strom-Wertes an der Strombörse subventioniert.

Gäbe es das nicht, dann würde mehr als Chancengleichheit für ST bestehen.

Bei der in diesem Beitrag angeführten 4 kWp Anlage mit 4000kWh Ertrag würde ohne das EEG nur ca. 30 % nutzbar sein. Rest würde als Überschuss verpuffen, oder es müsste ein Stromspeicher angeschafft werden, um dann vielleicht am Ende 80 % zu nutzen. Das Kosten Nutzen Verhältnis dieser Konstruktion ist bekannt.

ST hat immer einen Speicher und belegt im übrigen für 4000 kWh ca. 10 m² Dachfläche.
4 kWp PV braucht eher 20 m² um dann ohne EEG und ohne Speicher 1.200kWh nutzbaren Ertrag zu bringen.

Verfasser:
Nicole4711
Zeit: 01.03.2017 22:03:03
0
2484023
Mag sein, dass die Fläche auch mit einer PV-Anlage erfüllt werden kann. Aber sie ist keine solarTHERMISCHE Anlage auf die sich dieser Abschnitt bezieht. Dietmar hat da einfach nicht die relevante Stelle zitiert, denn entscheidend ist eigentlich was das Gesetz als Erneuerbare Energie bezeichnet und das ergibt sich aus §2.

Verfasser:
Nicole4711
Zeit: 01.03.2017 22:11:46
0
2484025
Zitat:
Die ganze Schönrechnerei von PV funktioniert in Deutschland, so lange die
Allgemeinheit also jeder von uns noch immer den überschüssigen PV Strom mit dem 3 -4 fachen des Strom-Wertes an der Strombörse subventioniert.


Okay. Also es funktioniert zumindest - da sind wir uns ja schonmal einig.

Und wenn du jetzt noch die externen Kosten der nuklear-fossilen Energieerzeugung internalisierst, wirst du sehen, wie spottbillig PV-Strom ist.

Nur mal so als Beispiel...

Verfasser:
Dietmar Lange
Zeit: 01.03.2017 22:25:14
0
2484031
Zitat von HFrik Beitrag anzeigen
Zitat von Dietmar Lange Beitrag anzeigen
[...]

Und? Die Aperturfläche ist auch mit PV problemlos erfüllbar. Soalr Keymark gilt nur bei Füllung mit Flüssigkeit, was bei PV-Modulen sicher nicht gegeben ist. Worauf beziehst Du dich da also?


ist das jetzt ein Witz ?

Dietmar Lange

Verfasser:
Nicole4711
Zeit: 01.03.2017 23:19:49
0
2484046
Okay, Dietmar - ich nehme das mal als beredetes Schweigen...

Verfasser:
Dietmar Lange
Zeit: 02.03.2017 00:21:15
0
2484056
Zitat von Nicole4711 Beitrag anzeigen
Okay, Dietmar - ich nehme das mal als beredetes Schweigen...


Irrtum, manche Diskussionen mit manchen Autoren sind lediglich sinnlos und verschwendete Zeit.


Dietmar Lange

Verfasser:
Biketom
Zeit: 02.03.2017 00:28:37
0
2484058
Hallo Zusammen,

aus meiner Sicht kosten 1500 kwh Gas ca 60 EUR (wir zahlen aktuell sogar nur 3,6 ct)

VG
Biketom

Verfasser:
HFrik
Zeit: 02.03.2017 00:56:28
0
2484062
Zitat von Dietmar Lange Beitrag anzeigen
Zitat von HFrik Beitrag anzeigen
[...]


ist das jetzt ein Witz ?

Dietmar Lange

Nö. Das steht so im gesetz. Ich hatte diesbezüglich mal in BW beim Umweltministerium angefragt, die hielten PV+ HEizwiderstand und PV+Wärmepume als absolut zulässige Anlagen gemäss Gesetz als Wärmeerzeugung mittels solarer strahlungsenergie an. Wie die AMschine genau aussieht ist dem Gesetz egal. Es muss auf der einen Seite solare Strahlungsenergei reingehen, und auf der anderen Seite Wärme für Warmwasser oder Heizung rauskommen. Ob das zwischendrinn über SOle (Solarthermie, klassisch) Warmluft (Solarer Warmuftkollektor) oder Strom die thermische Hülle nach innen durquert ist dem Gesetz egal. So ist es jedenfalls formuliert.

Verfasser:
HFrik
Zeit: 02.03.2017 00:59:43
0
2484063
Zitat von Nicole4711 Beitrag anzeigen
Mag sein, dass die Fläche auch mit einer PV-Anlage erfüllt werden kann. Aber sie ist keine solarTHERMISCHE Anlage auf die sich dieser Abschnitt bezieht. Dietmar hat da einfach nicht die relevante Stelle zitiert, denn entscheidend ist eigentlich was das Gesetz als Erneuerbare Energie bezeichnet und[...]

Zur Solarthermischen Anlage wird das ganze entweder durch einen Heizwiderstand, der den strom in Wärme umsetzt oder eine Wärmepumpe, die den Strom auch in Wärme umsetzt, undnebenher noch Umgebungswärme ins Haus schaufelt, also das Gesetz gleich doppelt erfüllt.
Sprich PV allein ist keine Solarthermieanlage, da Strom und keine Wärme herauskommt. PV-Anlage +Heizsstab ist eine Solarthermieanlage da am Ende Wärme herauskommt.

Verfasser:
Dietmar Lange
Zeit: 02.03.2017 01:52:43
0
2484067
Nö. Das steht so im gesetz. Ich hatte diesbezüglich mal in BW beim Umweltministerium angefragt, die hielten PV+ HEizwiderstand und PV+Wärmepume als absolut zulässige Anlagen gemäss Gesetz als Wärmeerzeugung mittels solarer strahlungsenergie an. Wie die AMschine genau aussieht ist dem Gesetz egal. Es muss auf der einen Seite solare Strahlungsenergei reingehen, und auf der anderen Seite Wärme für Warmwasser oder Heizung rauskommen. Ob das zwischendrinn über SOle (Solarthermie, klassisch) Warmluft (Solarer Warmuftkollektor) oder Strom die thermische Hülle nach innen durquert ist dem Gesetz egal. So ist es jedenfalls formuliert.


Da jetzt alles durcheinander geht und in einen Topf geworfen wird, nur noch für wirklich interessierte Leser ein Hinweis.

Das EEWärmeG mit seiner regenerativen Baupflicht gilt bundesweit für Neubauten, auch im Ländle.Im EEWärmeG erfüllt eine PV Anlage die regenerative Baupflicht in privaten Neubauten bundesweit nicht.


Baden - Württemberg hat aber als einziges Bundesland ein eigenes Landeswärmegesetz mit einer regenerativen Baupflicht die auch bei Sanierungen an Bestandsgebäuden gilt.
Dabei sind Optionen möglich, die im EEWärmeG nicht enthalten sind.

Den Sonderfall BW hier zu diskutieren, wäre ein völlig anderes Thema.

Der TE hat eine grundsätzliche baurechtliche Frage angesprochen. Wer hier ohne ausreichendes baurechtliches Hintergrundwissen munter seine private Meinung zu einem rechtlichen Problem verewigt, trägt nicht zur Aufklärung bei. sondern stiftet zum Thema Solarwärme nur Verunsicherung

Bei einigen Autoren verdichtet sich bei mir der Verdacht, dass dies bewusst und mit Methode erfolgt.

Dietmar Lange

Verfasser:
wildbarren
Zeit: 02.03.2017 03:19:49
0
2484070
Dietmar Lange,
.
Bei einigen Autoren verdichtet sich bei mir der Verdacht, dass dies bewusst und mit Methode erfolgt.
..
Diesen Verdacht hab ich auch.
Die alleinige PV auf dem Dach genügt genausowenig wie nur Solar.
Zur Umsetzung auf "Warmes Wasser" brauchen beide noch ein bisschen Technik damit sie die Voraussetzung nach dem EEWärmeG erfüllen.

WB

Verfasser:
HFrik
Zeit: 02.03.2017 07:40:14
0
2484085
Dietmar LAnge, dann fange mal an den Gesetzestext zu lesen. Da steht nix von "nur flüssigkeitsbasierte Anlagen sind zulässig". Sondern alles was basierend auf solarer Strahlungsenergie Wärmen ins HAus befördert ist zulässig. Der Gesetzestext ist da, basolut korrekt, technologieneutral. Auch wenn das nicht zu deiner persönlichen Meinung passt. Wilbarren hat das schon richtig erkannt. Die PV-Anlage alleine die Strom erzeugt erfüllt die Anforderung nicht. So wie ich oben geschrieben habe Die PV-Anlage + Heizstab erfüllt sie. So ist nun mal das Gesetz. Vorgeschrieben ist: Solare Strahlung vorne rein, Wärme hinten raus. Dazwischen kann sich an Technik befinden was will.

Verfasser:
pflanze 132
Zeit: 02.03.2017 08:20:16
0
2484093
Zitat von HFrik Beitrag anzeigen
Dietmar LAnge, dann fange mal an den Gesetzestext zu lesen. Da steht nix von "nur flüssigkeitsbasierte Anlagen sind zulässig". Sondern alles was basierend auf solarer Strahlungsenergie Wärmen ins HAus befördert ist zulässig. Der Gesetzestext ist da, basolut korrekt, technologieneutral. Auch wenn[...]

Gesetz
zur Förderung Erneuerbarer Energien im Wärmebereich
(Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz – EEWärmeG)*)


I. Sol a re St r a h l u n g s e n e r g i e
...
b) diese Nutzung nur dann als Erfüllung der Pflicht nach § 3 Abs. 1, wenn die Solarkollektoren nach dem
Verfahren der DIN EN 12975-1 (2006-06), 12975-2 (2006-06), 12976-1 (2006-04) und 12976-2 (2006-04)
mit dem europäischen Prüfzeichen „Solar Keymark“ zertifiziert sind.*)
2. Nachweis im Sinne des § 10 Abs. 3 ist für Nummer 1 Buchstabe b das Zertifikat „Solar Keymark“.


Ist ja toll, dass hier so viel Aufklärungsarbeit geleistet wird...:-(

Habe das Zitat von HFrik stellvertretend für die "Aufklärungsfraktion" genommen.
"Ihr" könnt ja mal die PV+Heizstab oder PV+WP Anlagen verlinken, die "Solar Keymark" haben. Viel Spass beim Suchen...:-)

Grüße
Stefan

Verfasser:
HFrik
Zeit: 02.03.2017 09:26:10
0
2484119
Also in der Aktuellen fassung steht das: Solare Strahlungsenergie

1.
Sofern solare Strahlungsenergie durch solarthermische Anlagen genutzt wird, gilt

a)
der Mindestanteil nach § 5 Abs. 1 als erfüllt, wenn

aa)
bei Wohngebäuden mit höchstens zwei Wohnungen solarthermische Anlagen mit einer Fläche von mindestens 0,04 Quadratmetern Aperturfläche je Quadratmeter Nutzfläche und
bb)
bei Wohngebäuden mit mehr als zwei Wohnungen solarthermische Anlagen mit einer Fläche von mindestens 0,03 Quadratmetern Aperturfläche je Quadratmeter Nutzfläche

installiert werden; die Länder können insoweit höhere Mindestflächen festlegen,
b)
die Nutzung nur dann als Ersatzmaßnahme nach § 7 Absatz 2, wenn solarthermische Anlagen mit einer Fläche von mindestens 0,06 Quadratmetern Aperturfläche je Quadratmeter Nutzfläche installiert werden,
c)
eine Nutzung von solarthermischen Anlagen mit Flüssigkeiten als Wärmeträger nur dann als Erfüllung der Pflicht nach § 3 Absatz 1 oder 2 oder als Ersatzmaßnahme nach § 7 Absatz 2, wenn die Anlagen mit dem europäischen Prüfzeichen „Solar Keymark“ zertifiziert sind; § 14 Absatz 2 Nummer 1 Satz 2 gilt entsprechend.

2.
Nachweis im Sinne des § 10 Abs. 3 ist für Nummer 1 Buchstabe c das Zertifikat „Solar Keymark“.

Danach wird Solar Keymark benötigt für " eine Nutzung von solarthermischen Anlagen mit Flüssigkeiten als Wärmeträger". Für PV basierte Wärmeerzeugung also nicht zutreffend. Google kann deine Textpassage nicht finden wenn ich das mit Anführugszeichen versuche, ohne Anführungszeichen kommt der oben stehende Text, der anders aussagt. Woher kommt Dein Zitat?

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Website-Statistik

Neubau: Gasheizung mit PV statt Solarkollektor
Verfasser:
HFrik
Zeit: 02.03.2017 09:26:10
0
2484119
Also in der Aktuellen fassung steht das: Solare Strahlungsenergie

1.
Sofern solare Strahlungsenergie durch solarthermische Anlagen genutzt wird, gilt

a)
der Mindestanteil nach § 5 Abs. 1 als erfüllt, wenn

aa)
bei Wohngebäuden mit höchstens zwei Wohnungen solarthermische Anlagen mit einer Fläche von mindestens 0,04 Quadratmetern Aperturfläche je Quadratmeter Nutzfläche und
bb)
bei Wohngebäuden mit mehr als zwei Wohnungen solarthermische Anlagen mit einer Fläche von mindestens 0,03 Quadratmetern Aperturfläche je Quadratmeter Nutzfläche

installiert werden; die Länder können insoweit höhere Mindestflächen festlegen,
b)
die Nutzung nur dann als Ersatzmaßnahme nach § 7 Absatz 2, wenn solarthermische Anlagen mit einer Fläche von mindestens 0,06 Quadratmetern Aperturfläche je Quadratmeter Nutzfläche installiert werden,
c)
eine Nutzung von solarthermischen Anlagen mit Flüssigkeiten als Wärmeträger nur dann als Erfüllung der Pflicht nach § 3 Absatz 1 oder 2 oder als Ersatzmaßnahme nach § 7 Absatz 2, wenn die Anlagen mit dem europäischen Prüfzeichen „Solar Keymark“ zertifiziert sind; § 14 Absatz 2 Nummer 1 Satz 2 gilt entsprechend.

2.
Nachweis im Sinne des § 10 Abs. 3 ist für Nummer 1 Buchstabe c das Zertifikat „Solar Keymark“.

Danach wird Solar Keymark benötigt für " eine Nutzung von solarthermischen Anlagen mit Flüssigkeiten als Wärmeträger". Für PV basierte Wärmeerzeugung also nicht zutreffend. Google kann deine Textpassage nicht finden wenn ich das mit Anführugszeichen versuche, ohne Anführungszeichen kommt der oben stehende Text, der anders aussagt. Woher kommt Dein Zitat?
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