Alle
Foren
Planung/Entscheidungshilfe Grabenkollektor Nordbayern
Verfasser:
anderess
Zeit: 04.04.2017 23:11:00
0
2495706
Hallo liebe Grabkollektor-Gemeinde ;-)

Derzeit befinden wir in den Startlöchern zu unseren Neubau im Norden Bayerns (Unterfranken).

Nach anfänglicher Unsicherheit haben wir uns mittlerweile für die Beheizung durch eine Wärmepumpe entschieden.
Da der Grabenkollektor bei uns doch noch relativ unbekannt zu sein scheint, wurde uns meist eine Luftwärmepumpe angeboten.
Dennoch habe ich noch immer eine Sole/Wasser-WP mit Grabenkolektor im Hinterkopf und möchte den auch gerne Umsetzen.
Allerdings habe ich so meine Zweifel, ob wir das in Eigenregie umgesetzt und gebaut bekommen ;-)
Außerdem ist unser Grundtsück hierfür evtl auch nicht ganz so einfach (Hanggrundstück, Abwasserkanal verläuft quer über Grundstück, …).

Gibt es hier evtl auch einen Erfahrenen (oder zumindest Interessierten) Grabenbauhelfer aus der „Mitte Deutschlands“… Nähe 3-Länder-Eck (Bayern-Hessen-Thüringen).

Hier schonmal die Daten zu unserem Bauvorhaben:
- Einfamilienhaus, Erdgechoss + Wohn-/Kellergeschoss (Hanglage)
- Angrenzende Garage
- 2 Personen, geplant 4-5 Personen
- 1016 m² Grundstück, Südhang, etwa 32m x 30m plus Zufahrt
- Nutzfläche ca. 105m²
- Wohnfläche ca. 219 m²
- Volumen = ca. 1051,7 m³
- Hüllfläche = ca. 817,4 m²
- -14°C als Norm AT
- Baugrundgutachten vorhanden
- ENEV-Berechnung muss noch überarbeitet werden
- Heizlast laut Grabenkolli-Berechnungstool = ca. 8500 W

- U-werte
• Außenwände (42,5cm Porit), ca. 0,181 W/m²K
• Wände gegen Erdreich, ca. 0,23 W/m²K
• Bodenplatte, ca. 0,165 W/m²K
• Dach, ca. 0,17 W/m²K
• Fenster, ca. 0,82 W/m²K

- Anlagentechnik
• FBH
• LWWP oder SWWP
• Zentrale KWL
• Heizkamin (romantisches Feuer + Zuheizen)

ich habe mich auch schon einmal an eine Grabenplanung in dem Grabentool gemacht:
Graben-Planung 1


bisher wurden uns folgende Wärmepumpen angeboten, zu denen mir eure Meinung interessieren würde:
welche LWWP bzw. SWWP und Lüftungsanlage würdet ihr bevorzugen?

LWWP:
- tecalor THZ504 zentrale Wärmeversorgung
incl.Be-und Entlüftung mit Wärmerückgewinnung
- Viessmann Vitocal 200 Splitgerät
- Stiebel Inverterwärmepumpe WPL 20
- Novelan Luft/Wasser-Wärmepumpe LAD-9
- KERMI X-change dynamic

SWWP:
- Waterkotte EcoTouch DS 5018 Ai
- tecalor Sole Wärmepumpe TTF10
- Novelan Sole/Wasser-Wärmepumpe Compact 8,89kW

Lüftungsanlage (zentral):
- Lüftungsgerät Vallox ValloPlus 350 MV m.Enthalpie-WT
- Paul Lüftungsgerät mit Enthalpiewärmetauscher, Vorheizregister und Sommer-Bypass
- Zehnder ComfoAir 350 Lüftungsanlage mit WRG

nachdem was ich bisher gelesen habe würde ich folgende Kombination favorisieren:
- Zehnder ComfoAir Q450
- Waterkotte EcoTouch DS 5018 Ai + Grabenkollektor
oder - NIBE F2120-12

Außerdem wurden uns Erdwärme-Erschließung von Steinhäuser GmbH und auch Freisolar angeboten.
was ist von den Konzepten zu halten und sind diese generell tauglich?

Das waren jetzt sehr viele Informationen und man merkt, dass ich auch noch sehr unsicher bin bzgl LWWP oder SWWP... kann nicht abschätzen, ob sich auf dem Grundstück ein Grabenkollektor realisieren lässt.


ich hoffe auf eure Erfahrung und Unsterstützung.

schöne Grüße aus dem nördlichsten Teil Bayerns ;-)
Verfasser:
crink
Zeit: 05.04.2017 14:07:17
0
2495871
Moin,

erstmal zur Heizlast, 8,5 kW kommen mir bei den von Dir genannten Dämmungswerten inkl. KWL ziemlich schlecht vor - liegt der H'T wirklich bei mehr als 0,26 W/m²K? Große Fenster? Evtl. ist eine Verstärkung der Dämmung unter der Bodenplatte, im Erdreich und im Dach relativ preiswert machbar, da der Arbeitsaufwand der gleiche bleibt.

Boden dürfte durch das Gutachten gesichert als lehmiger Sand angesehen werden, oder?

Hanggrundstück: Beschreib bitte genauer, welche Wände im Erdreich liegen (-> Baugrubenkollektor?) und ob evtl. noch ein Teil des Grundstücks aufgeschüttet werden soll.

Grabenplan: Wie wäre es mit Vorschlag 2? Dürfte um einiges einfacher zu verlegen sein, da keine Mischung aus waagerecht und senkrecht - so lange die Baggerschaufel 2 m breit und der Bagger groß ist. Alternativ kannst Du auch südlich der Wasserleitung lang gehen, das kommt dann ungefähr auf dasselbe hinaus. Hängt auch davon ab, ob noch ein Gartenhaus/Geräteschuppen oder ein Teich geplant ist.

Kollektorhelfer: Frag mal bei talli nach, der plant ähnliches in Deiner Gegend. Vielleicht könnt Ihr ja zusammenarbeiten? In der Karte der Ringgrabenkollektor-Helfer ist Nord-Bayern ein blinder Fleck...

Die üblichen Links, falls Du sie noch nicht kennst: Ringgrabenkollektor-Homepage, Ablaufplanung und Support-Thread.

Viele Grüße
crink
Verfasser:
winni 2
Zeit: 05.04.2017 14:41:35
0
2495883
Hi,

8,5 kW erscheint mir auch gefühlsmässig zu viel.

Das Steinhäuserkonzept mit Grabenfräse ist interessant, aber die
Kollektoren sind mir zu kleinteilig mit zu viel Verbindungsstellen
und entsprechend viel Installationsaufwand.
Eine schöne Sache, mit wenig Aushub, wäre ein vertikaler Grabenkollektor
mit dieser Grabenfräse erstellt.

Freisolar erschließt, wie alle Korbkollektoren, relativ wenig Erdvolumen
pro Meter Solerohr, denke ich.

Crink,s Kollektor etwas vereinfacht:
http://grabenkollektor.waermepumpen-verbrauchsdatenbank.de/trenchplanner.html?id=TgwESL86AiJGK4dVmuWj

Grüsse

winni
Verfasser:
mausc
Zeit: 05.04.2017 18:12:42
0
2495956
Hallo,

winnis bzw. crinks Vorschlägen würde ich mich anschließen. Wenn möglich, auf einer Seite der Abwasserleitung bleiben. Macht das Verlegen deutlich einfacher. Möglich ist ein Grabenkollektor auf jeden Fall, nur: Je steiler der Hang, desto kniffeliger das Ausbaggern. ;)

Eventuell könnte man noch die Laufrichtung umkehren und einen Baugrubenkollektor an ein oder zwei Kellerwänden einsetzen. Dazu müssten wir allerdings, wie schon gefordert, Details zur Lage des Hauses im Hang haben.

Die Heizlast sollte nochmal genauer ermittelt werden. Da kann man vielleicht noch etwas rausholen, so dass eine kleinere WP gewählt werden kann.

Gruß
Martin
Verfasser:
anderess
Zeit: 07.04.2017 23:23:06
0
2496650
Vielen Dank für die Vorschläge und Meinungen.
Sieht echt gut aus. Mir wäre es auch lieber den Kanal nicht kreuzen zu müssen.
Wie gesagt liegt das Haus an einem Südhang. Von Nord nach Süd verläuft das Gelände zunächst steil fallend ca. 5m Gefälle auf 8m Länge...Danach nur noch schwach fallend bis fast eben.
(Ich Versuche das in den nächsten Tagen besser zu veranschaulichen u Zeichnungen, Höhenwerte oder Bilder einzustellen)
Wir bauen quasi in den Hang, so dass von Norden (Straßenseite, Zufahrt) nur ein Geschoss (EG) zu sehen ist und das Haus wie ein Bungalow wirkt. Von Süden schaut man den Hang hinauf u sieht beide Geschosse (KG+EG) . Das untere Geschoss ist also ein Wohnkeller-geschoss.
Somit sind ist prinzipiell das KG auf 3 Seiten (Westen, Norden, Osten) im Erdreich.
Was ich noch anmerken muss ist, dass ich entlang der westlichen Grundstücksgrenze ein Niederspannungskabel verläuft (1,1m Abstand zur Grenze). Da dieses Stromkabel nicht üerbaut werden soll, mussten wir bei unserer geplanten Grenzbebauung 1,5m von der Grenze abweichen. Kann man da dennoch den Kollektor oder zumindest das Rohr vorbei führen?
Das werde ich auch entsprechend die Tage in die Kollektorplanung aufnehmen/einzeichnen.

Der steile Hang, Niederspannungskabel u Kanal über das Grundstück verlaufend, bereiten mir echt Kopfzerbrechen bzgl der Kollektorumsetzung.

Wie kann ich einfach u schnell selbst den HT-wert berechnen, bis der Energieberater tätig wird.

Was sagt ihr eigentlich zu den angebotenen Anlagen (Wärmepumpe, Lüftungsanlage)?

Schöne Grüße
Verfasser:
winni 2
Zeit: 08.04.2017 02:02:22
0
2496661
H,t ist der nach Fläche gewichtete, durchschnittliche Wärmeverlust
für ein Grad Temperaturunterschied für einen m2.

Du nimmst also alle Flächen (Aussenmaße) mal ihrem U-Wert,
z.B. Dach 0,17 mal Dachfläche, ohne Dach-Überstand
und teilst sie dann durch die Gesamtaussenfläche (auch gegen Erde) = H,t
(Für Flächen gegen Erdreich musst Du noch einen Abmilderungs-
faktor rechnen. Den zu ermitteln ist komplizierter. Nimm mal 0,6.
Gegen eventuelle unbeheizte Räume 0,8)

Grüsse

winni
Verfasser:
anderess
Zeit: 09.04.2017 18:23:06
0
2497018
habe mit folgenden Werten nachgerechnet und komme auf H,t von 0,25 W/(m²K) (bei optimierten Wärmebrückenkorrektur wert 0,05 W/(m²K):

ca. 234 m² - Außenwand: 0,181 W/(m²K)
ca. 66 m² - Fenster: W/(m²K)
ca. 1 m² - Dachflächenfenster: ca. 1 W/(m²K)
ca. 2 m² - Kellerfenster: 0,82 W/(m²K)
ca. 6,8 m² - Haustüren: ca. 1 W/(m²K)
ca. 229 m² - Dach: 0,17 W/(m²K)
ca. 107 m² - Außenwand gegen Erdreich: 0,23 W/(m²K)
ca. 212 m² - Bodenplatte: 0,16 W/(m²K)
ca. 23 m² - Decke gegen Außenluft (Erker): 0,26 W/(m²K)
ca. 47 m² - Decke gegen Garage: 0,26 W/(m²K)
Bodengrundfläche: 212 m²
Hüllfläche: 817,4 m²
Volumen: 1051 m³
-> H,t = 0,25 W/(m²K)

für das bessere Verständnis für die Hanglage hier Bilder vom Grundstück und der Planung Hausansicht-Osten:



außerdem die Bodenzusammensetzung laut Bodengutachten:

RKS1 = Straßenseite-/höhe, "oben" am Hang
RKS2, RKS3 = in Ebene, "unten" am Hang
Verfasser:
anderess
Zeit: 09.04.2017 18:38:23
0
2497024
Bilder-Upload hat scheinbar nicht funktioniert... hier noch einmal

- Bilder vom Hang auf dem Grundstück und der Planung "Hausansicht-Ost":



- außerdem die Bodenzusammensetzung laut Bodengutachten:

RKS1 = Straßenseite-/höhe, "oben" am Hang
RKS2, RKS3 = in Ebene, "unten" am Hang

leider ist wohl auch die bisherige Grabenplanung und auch eure Vorschläge nicht mehr aufrufbar. Woran kann das liegen?


Die ENEV-Heizlastabschätzung ergab nit den zuvor errechneten Werten für Norm-Außentemperatur -14 grad bei zentraler KWL und WRG bei max. 5 Personen insgesamt eine Heizlast von 8124 KW.
Transmissionslast: 7149 W
+ Lüftungslast: 475 W
+ Warmwasserlast: 500 W
= Gesamte Heizlast: 8124 W

schöne Grüße
Verfasser:
winni 2
Zeit: 09.04.2017 19:05:16
0
2497032
Hi,

Bei mir gehts mit firefox.
In einem anderen Thema hatte auch jemand das Problem.
Crink schrieb:
"welchen Browser nutzt Du? Gestern gabs ein Update, das evtl. ein Leeren des Cache erfordert, um die Grabenpläne zu sehen -> drück einfach mal F5, wenn der Grabenplan nicht erscheint."

Wand gegen Erdreich könnte man noch verbessern und der Wärme-
brückenzuschlag ist übertrieben, wenn man ein Auge auf die Wärme-
brücken hat. Tatsächlich berechnet liegt der wohl meist eher bei der
Hälfte oder niedriger.
Das ist insoweit interessant, das tatsächlich wohl die kleine 6 kW Nibe
F 1155 bei Dir passen könnte, die man auf 7,5 kW freischalten kann
und die mit 2 Solerohren auskommt.

Grüsse

winni
Verfasser:
anderess
Zeit: 09.04.2017 19:05:44
0
2497033
Hallo zusammen,

hier ein neuer Versuch der Grabenplanung mit eingezeichnetem Hangfuß (grober Verlauf), Niederspannungskabel (1,1m entlang westlicher Grundstücksgrenze) und Kanal (entlang südlicher Grenze):
Grabenkollektor 3

das ist gar nicht so einfach wegen den genannten Einschränkungen :-/

Ein Baugrubenkollektor wäre generell denkbar (vor allem nordlich und östlich).

Ist eine Verlegung am Hang prinzipiell machbar und was muss hierbei berücksichtigt werden? (Höhenunterschied Nord bis Süd zum Hangfuß sind ca. 4m).

was sagt ihr außerdem zu der angebotenen Anlagentechnik.
welche Wärmepumpe oder Lüftungsanlage ist generell gut und welche nicht empfehlenswert?

schönen Sonntag-Abend noch ;-)
Verfasser:
winni 2
Zeit: 09.04.2017 19:21:01
0
2497037
Sieht gut aus.
Ich würde nur oben etwas mehr von der Einfahrt wegbleiben.

Es gibt nun eine Wasserleitung links. Frisch-oder Abwasser?

Größerer Höhenunterschied im Gelände ist kein Problem, wenn
die Wärmepumpe, wie wohl bei Dir (?) am höchsten Punkt steht.

Die Waterkotte ist heftig überdimensioniert.
Bei einem Compaktmodel mit integriertem Warmwasserspeicher
könnte die Speichermenge für 5 Personen eng werden.
Grundsätzlich erscheint mir eine modulierende Wärmepumpe,
wie die angesprochene Nibe besser.

Grüsse

winni
Verfasser:
anderess
Zeit: 09.04.2017 19:22:35
0
2497039
Hallo Winni,

danke für den Tipp... Die kleine Nibe werde ich mir genauer anschauen.

Dämmung gegen Erdreich ist mit 160mm XPS (WLG 040) geplant. Mehr als 160mm bekommen wir nicht hin.
Am Dach Wäre evtl eine optimierung auf 0,16 W/(m²K) möglich.

mfg
anderess
Verfasser:
winni 2
Zeit: 09.04.2017 19:30:19
0
2497043
Bei 160 mm, 040er stimmt der U-Wert nicht.
Da hat alleine der Dämmstoff schon den U-Wert 0,214.
Warum geht nicht mehr Dicke?

Das Dach scheint nicht ausgebaut zu werden?
Normalerweise kann man dann einfach sehr gute Dämmwerte
auf der obersten Geschossdecke realisieren

Grüsse

winni
Verfasser:
anderess
Zeit: 10.04.2017 23:32:56
0
2497466
Hallo Winni,

über u-wert.net habe ich den U-wert für die Außenwand gegen Erdreich berechnet und bekomme 0,232 W/(m²K) angezeigt:
10mm - Gipsputz
250mm - Beton
160mm - Hartschaum XPS 040
20mm - Drainagematte

mehr ist nicht möglich, um auf die gleiche Wandstärke wie das Mauerwerk (425mm) zu kommen.

Wie du vermutest, wird das Dach nicht ausgebaut. Hier wird voraussichtlich auch zusätzlich eine Dämmung in der Geschossdecke realisiert. Allerdings muss auf jeden Fall die Dachhaut teilweise gedämmt (zwischensparrendämmung 200mm + Unterdeckung mit Holzfaserplatte 60mm), weil es Bereiche gibt, die bis zum Dach offen sind.

Dementsprechend ist die Heizlast sicherlich ein wenig besser, allerdings haben wir keine Gewissheit und ein wenig Sicherheit schadet bestimmt nicht ;-)

habe eben noch etwas an der PLanung geändert:
Grabenplanung 4
Ist es möglich das Kollektor-Rohr unter der Bodenplatte zurückzuführen? Dann müsste ich nicht entlang dem Stromkabel.
Oder gibt es hier entscheidende Nachteile?

mfg
anderess
Verfasser:
crink
Zeit: 11.04.2017 09:18:59
0
2497504
Hi,

unter der Bodenplatte durch bitte wenn möglich vermeiden - direkt entlang dem Stromkabel ist mit dem warmen Ende überhaupt kein Problem. Lass nur mindestens 10 cm Erde dazwischen.

Also lieber Vorschlag 3. Wie tief liegt das Kabel im Boden? Die Leistung sollte dann genau passen. Wobei ich Dir XPS 035 für die Dämmung im Erdreich empfehle, der Arbeitsaufwand und die Dicke sind gleich, aber der Dämmwert verbessert sich um ca. 0,03 W/m²K.

Oder Du nutzt dank des Hanggrundstück die Nordseite des Hauses wie von Dir vorgeschlagen für einen Baugrubenkollektor: Vorschlag 5.

Viele Grüße
crink
Verfasser:
winni 2
Zeit: 11.04.2017 11:22:11
0
2497554
Hi,

Dein U-Wert stimmt. Keine Ahnung was ich da gemacht hatte...
Man könnte unter Erdreichniveau eine dickere Platte einbauen.

Im Dach könnte man z.B. höhere Sparren verwenden oder und
Mineralwolle 032er, falls nicht schon vorgesehen.

Grüsse

winni
Verfasser:
anderess
Zeit: 12.04.2017 23:09:51
0
2498072
Danke für die großartige Unterstützung!

- Baugrubenkollektor:
Baugrubenkollektor sieht gut aus und würde ich bevorzugen. Da die Wärmepumpe in dem Keller-/Wohngeschoss (unter EG) steht, müsste sowieso der Kollektor in die Baugrube um auf gleicher Höhe zu sein, wie bereits angesprochen wurde.
Da außerdem auch an der Ostseite und Westseite der Wohnkeler größtenteils im Hang liegt, würde ich auch dort einen Baugrubenkollektor in Erwägung ziehen, wie in der neuen Planung:
Graben 6
So würde dann das angesprochene Stromkabel und auch das warme Ende des Kollektors in der Baugrube liegen.

Hat der Baugrubenkollektor auch Nachteile? Ist es möglich, dass der Baugrubenkollektor dem Haus wegen der unmittelbaren Nähe Wärme entzieht?
Welche Abstände sollten generell eingehalten werden?

- Dämmung:
Für die Dämmung der Bodenplatte und an der Außenwand gegen Erdreich werde ich XPS 035 berücksichtigen und anfragen.
Beim Dachstuhl habe ich auch alternativ 220mm Sparrenhöhe angefragt. Der Aufpreis sollte sich ja in Grenzen halten. Auch dort werde ich Mineralwolle mit WLG 035 ins Auge nehmen.

- Kollektor-Anbieter:
Noch immer bin ich mir nicht sicher, ob ich dieses Projekt "als totaler Laie" umgesetzt bekomme :-/
gibt es weiztere bekannte Anbieter für einen Grabenkollektor oder andere gute/sinnvolle Systeme (Energiekörbe?)

- Auslegung der Anlage:
Aktuell ist ein Kellerraum (ca. 30m²) auch bei der Heizlastauslegung voll berücksichtigt. Dieser Raum ist als gelegentlicher Hobby-/Partyraum geplant und soll dementsprechend auch an die KWL angeschlossen sein und eine FBH bekommen.
Kann hier eine KWL-Regelung geplant werden (größere Auslegung der KWL und zuschaltung des Raumes bei Bedarf)? Hier möchte ich auch eine geringe Raumtemperatur haben und nur bei Bedarf die Temperatur hochregeln (natürlich rechtzeitig vorher wegen FBH ;-).


- ENEV-Berechnung:
Ist eigentlich eine ENEV-Berechnung notwendig? Aufgrund divereser Gründe haben wir auf eine KFW-Förderung verzichtet, so dass hier eigentlich keine Beweisführung nötig ist, oder?
Dann eher eine Heizlastberechnung, die allerdings nach meinem Verständis vom Heizi zur Heizungsauslegung gemacht wird, oder?

schönen Abend noch.
Verfasser:
crink
Zeit: 13.04.2017 09:07:30
1
2498122
Moin,

ein Baugrubenkollektor wird unten etwa 1 m von der Keller-/Hauswand entfernt in die Baugrube gelegt, so dass das obere Ende der Slinkies dann je nach Abböschungswinkel der Baugrube und Höhe der Slinkies in mindestens 1,5 m Entfernung von der Wand liegen. Dabei entzieht der Kollektor natürlich auch direkt dem Keller Wärme, das ist allerdings ein geringer Anteil: Bei einer Wand mit einem Dämmwert von 0,25 W/m²K und ca. 4 Grad Temperaturabsenkung im Erdreich durch den Kollektor hast Du entlang der Wand mit 10 m x 2,5 m insgesamt 25 W zusätzliche Heizlast. Ist nicht wirklich schlimm, oder?

Die Leistungsfähigkeit eines Baugrubenkollektors hängt stark von dessen Überbauung ab: Wenn rund ums Haus ein gepflasterter Weg, Dachüberstand, Terrassen, versiegelte Einfahrt usw. geplant sind, dann bringt das nur wenig. Der Kollektor muss genug Regenwasser abbekommen. Wenn nichts über dem Kollektor die Regenwasserversickerung behindert, dann kannst Du für die Baugrubenkollektor-Teilstücke mit ca. 10% Leistungseinbuße gegenüber einem frei verlegten senkrechten Kollektor rechnen.

Durch den Baugrubenkollektor ist der Bauablauf allerdings schwieriger: Direkt vor dem Beginn des Hausbaus sollten erstmal die waagerechten Teilstücke realisiert werden. Wenn diese dann wieder zugeschüttet sind kann der (große!) Bagger gleich weitermachen und die Baugrube ausheben. Die für den Baugrubenkollektor reservierten Rohranteile müssen dafür irgendwie gesichert werden (am besten im Erdreich, damit kein ungeschickter Baggerfahrer drin hängenbleibt...), denn sie werden erst direkt vor dem Verfüllen der Baugrube gebraucht und in Slinkies/Schlaufen an die Baugrubenwand gelehnt.

Auf welcher Höhe wird denn die Garage realisiert? Auch im Erdreich drin wie das Haus oder ein Stockwerk höher? Eventuell ließe sich auch das kalte gerade Ende des Kollektors in die Baugrube packen.

Totaler Laie: Das sind die meisten Grabenbauer, die Du hier im Forum antriffst. Am besten liest Du Dir alle Grabenbauberichte des letzten Jahres durch (siehe Thread mit der Wette) und beurteilst dann, ob Du Dir das zutraust. Oder Du fragst bei KNV/Österreich nach, die sind auch in Bayern aktiv und kümmern sich gerade um die Ringgrabenkollektor-Fortbildung der dortigen Partner.

Eine andere Möglichkeit ist der Tiefenkollektor von nicijan hier aus dem Forum, der ähnlich einem senkrechten Ringgrabenkollektor realisiert wird. Seine Auslegungsempfehlungen sind ein wenig knapp, trotzdem wäre das eine Möglichkeit ohne schmutzige Hände einen Kollektor in Deinen Garten zu bekommen.

Auslegung: Ein nur teilweise genutzter Kellerraum wird trotzdem voll in der Heizlastberechnung berücksichtigt, wenn er innerhalb der thermischen Hülle liegt. Die Innenwände Deines Hauses dämmen im Vergleich zur Außenwand fast gar nicht. Es ist also fast egal, ob Du den Kellerraum heizt oder nicht, wenn er innerhalb der thermischen Hülle liegt. Das einzige, was dagegen hilft, ist Dämmung an den Innenwänden des ungenutzten Kellerraums, dann kann er merklich gegenüber den anderen Räumen in der Temperatur abgesenkt werden. Oder er fliegt komplett raus aus der thermischen Hülle, wenn er wirklich nur einmal im Monat genutzt wird. Dann kannst Du zur Not auch mit Heizlüftern für die kurzzeitige Aufheizung sorgen.

EnEV-Berechung ist zwingend erforderlich für den Bauantrag. Eine Heizlastberechnung nach DIN 12831 wird fast nie direkt vom Heizi durchgeführt, das gibt er weiter. Du musst danach nur genau drauf schauen, ob wirklich genau Deine Anforderungen bzgl. Raumtemperaturen und Lüftungsanlage berücksichtigt wurden. Wenn dann auch die FBH berechnet wird gib gleich vor, dass maximal 30 Grad Heizwassertemperatur berücksichtigt werden soll und die einzelnen Heizkreise zwischen 60 und 100 m lang sein sollen.

Viele Grüße
crink
Verfasser:
anderess
Zeit: 14.04.2017 12:50:54
0
2499453
@Crink:
danke für die Erklärung... Der Baugrubenkollektor wird immer interessanter ;-)
Die Garage liegt nicht im Erdreich, sondern auf Höhe EG (Haus hat nur EG und KG als Wohnkeller im Hangbereich). Müsste ich nochmal genauer schauen, wo der Baugrubenkollektor überbaut wäre und wie es dann am meisten Sinn macht.

Als "Laie" geht es miir ka nicht um die schmutzigen Hände ;-) im Gegenteil ...ich packe schon gerne mit an. Meine Unsicherheit kommt eher daher, dass ich nicht weiß ob ich dann alles richtig verlege und dass danach auch alles funktioniert.
-> wegen begrenztem Platz auf Grundtsück (Stromkabel + Kanal über Grundstück, Hanglage, etc.)
Da wäre es mir schon recht, wenn ein erfahrener Grabenkolli-Bauer dabei ist oder zumindest mal drüber schaut ;-)
Danke für den Tipp. Ich werde mir auf jeden Fall noch die Erfahrungsberichte der Grabenkollektoren durchlesen.

Auch der Tiefenkollektor von nicijan werde ich mir noch genauer anschauen.

Eine ENEV-Berechnung lassen wir zwar machen, aber war übrigens bisher noch nicht gefordert... und der Bauantrag ist schon genehmigt!


Kann bitte noch jemand etwas zu den angebotenen Wärmepumpen und Lüftungsgeräten sagen? Welche würdet ihr erfahrungsgemäß bevorzugen (unabhängig von der angebotenen Leistung)... evtl könnte ich ja einige Ausschließen, weil die nur Probleme machen oder inefach zu schlechte Wirkungsgrade haben.

LWWP:
- tecalor THZ504 zentrale Wärmeversorgung incl.Be-und Entlüftung mit Wärmerückgewinnung
- Viessmann Vitocal 200 Splitgerät
- Stiebel Inverterwärmepumpe WPL 20
- Novelan Luft/Wasser-Wärmepumpe LAD-9
- KERMI X-change dynamic

SWWP:
- Waterkotte EcoTouch DS 5018 Ai
- tecalor Sole Wärmepumpe TTF10
- Novelan Sole/Wasser-Wärmepumpe Compact 8,89kW

Lüftungsanlage (zentral):
- Lüftungsgerät Vallox ValloPlus 350 MV m.Enthalpie-WT
- Paul Lüftungsgerät mit Enthalpiewärmetauscher, Vorheizregister und Sommer-Bypass
- Zehnder ComfoAir 350 Lüftungsanlage mit WRG

liebe Grüße und FROHE OSTERN
Verfasser:
anderess
Zeit: 17.04.2017 17:15:49
0
2500407
ich habe jetzt noch einmal an meinem Plan getüfftelt:
Graben 7
- ich würde gerne die Baugrube an allen 3 Seiten (Hang) nutzen
- Ostseite: muss ich vor Ort prüfen inwieweit das Stronkabel und Baugrubenkollektor realisierbar ist. Solle bei dem Kabel das warme oder kalte Ende des Kollektor liegen?
- Nordseite: hier wird zwar die Einfahrt befestigt, aber die Baugrube ist vorhanden und sollte wenn möglich auch genutzt werden. Macht das Sinn oder ist es totaler Blödsinn ;-)
- Westseite: Treppe/Aufgang direkt am Haus entlang ist geplant, darunter in der Baugrube win Baugrubenkollektor
- Ach ja: Es ist ca 70cm Dachüberstand rundum geplant
- Es ist eine Zisterne geplant, die ich wahrscheinlich unter die Terasse setzen würde

Da der Kollektor in der Baugrube, auf Höhe KG (Wohnkeller) geplant ist, sollte die Wärmepumpe ungefähr auf gleicher Höhe liegen. Evtl liegt die Wärmepumpe aber doch unter dem Kollektor-niveau... ist das schlimm oder was kann ich tun?
Verfasser:
anderess
Zeit: 17.04.2017 22:19:05
0
2500535
Nachdem ich nun neue Informationen zu dem Verlauf des "Abwasser"-Kanals bekommen habe, habe ich die Planung des Grabenkollis angepasst und zwei neue Varianten geplant.
Der Kanal liegt doch weiter innerhalb des Grundstücks, so dass ich dazu tendiere den Kanal zu queren und den Kollektor südlich auszuführen.

1. Planung als Waagerechter Kollektor:
hier hätte ich einen Wechsel zwischen senkrecht (Baugrube) und waagerecht.
Grabenkollektor waagerecht - 8

2. Planung als senkrechter Kollektor:
würde entsprechend dem Tiefenkollektor von nicijan ausgeführt werden... sowohl in der Baugrube, als auch auf dem restlichen Grundstück.
Baugrubenkollektor senkrecht - 9

der genaue Ort der Zisterne steht noch nicht fest...
hätte hier jemand noch einen Vorschlag?

Unsicher bin ich mir außerdem noch wegen:
- Baugrubenkollektor unter Einfahrt
- Baugrubenkollektor Westseite (Niederspannungs-Stromkabel)
- möglicher Höhenunterschied zwischen Baugrubenkollektor und Wärmepumpe
- wo warmes/kaltes Ende
ich denke, dass der kalte Teil des Kollektors dem Boden mehr Wärme entzieht, weshalb ich diesen eher im Bereich Garage/Keller planen würde (anstelle Wohnkeller).
Verfasser:
crink
Zeit: 18.04.2017 08:50:43
0
2500636
Moin moin,

nur das warme Ende des Kollektors sollte mit Slinkies in der Baugrube liegen - sicher ist sicher. Das kalte Ende kannst Du dann gerade in die Baugrube legen. Bitte immer mit mindestens 1 m Abstand vom Haus.

Das Stromkabel hat erstmal überhaupt keine Probleme mit dem Kollektor - wenn es allerdings dauernd gefroren und wieder aufgetaut wird, dann könnte je nach Material die Isolation darunter leiden und spröde werden. Auch durch die Volumenänderung gefrorenen Bodens könnte das Kabel Schaden nehmen -> Deshalb die gerade verlegten Solerohre des kalten Endes bitte mindestens 0,5 m entfernt vom Stromkabel planen.

Dachüberstand: Wenn der Baugrubenkollektor mindestens 1 m vom Haus entfernt liegt kein Problem.

WP unterhalb des Kollektors: Bei Schlaufen/Slinkies kein Problem, das sind sozusagen Treppenstufen für die Luftblasen beim Entlüften. Gerade verlegte Teilstücke können eher zum Problem werden, wenn sie lang und öberhalb der Entlüftungsmöglichkeit liegen. Aber wenn das gerade kalte Ende komplett am Boden der Baugrube liegt sehe ich da kein Problem.

Mit dem nun geänderten Verlauf des Kanals finde ich Deinen Vorschlag 8 ganz gut - waagerecht direkt vor dem Hausbau, dann hast Du genug Platz auf dem Grundstück und kommst schnell durch. Grabenbreite nur 2 m in der Hoffnung, dass der (große!) Bagger eine entsprechend breite Schaufel hat. Daraus wird dann Vorschlag 10.

Unter der Einfahrt: Gerade Rohrverlegung in ausreichender Tiefe reicht.

Viele Grüße
crink
Verfasser:
nicijan
Zeit: 21.04.2017 09:05:09
0
2501609
Zitat von crink Beitrag anzeigen
Eine andere Möglichkeit ist der Tiefenkollektor von nicijan hier aus dem Forum, der ähnlich einem senkrechten Ringgrabenkollektor realisiert wird. Seine Auslegungsempfehlungen sind ein wenig knapp, trotzdem wäre das eine Möglichkeit ohne schmutzige Hände einen Kollektor in Deinen Garten zu bekommen.


wegen angeblich zu knapper Auslegungesempfehlungen:
Ich hatte das in einem anderen Beitrag schon einmal erläutert und rechnerisch nachgewiesen.
Für dieselbe Menge an Kollektor umgebendem Erdreich, benötigt der Slinky die 2,1 fachen Laufmeter.
Im Fall von andress würde ich 2 x 18 Laufmter Tiefenkollektor empfehlen. Der gleichwertige Slinky läge bei >70 Laufmeter.

Verfasser:
crink
Zeit: 21.04.2017 12:11:10
1
2501673
Hi nicijan,

wir hatten das ja schon an verschiedenen Stellen: Slinky waagerecht bekommt durchaus auch von oben Wärme (sogar sehr viel im Frühjahr...) und Slinky senkrecht ist exakt vergleichbar mit Deinem Tiefenkollektor.

Schau Dir die Empfehlungen für Slinky-Senkrecht an und vergleiche sie je nach Bodenart und Norm-AT mit Deinen Auslegungsempfehlungen. Du wirst feststellen, dass da, obwohl genau das gleiche Erdreich erschlossen wird, durchaus unterschiede erkennbar sind. Diese für den Ringgrabenkollektor entwickelten Auslegungsempfehlungen basieren auf über 1000 Simulationsjahren an unterschiedlichen Standorten mit unterschiedlichen Bodenarten für den Winter 1995/1996 und liefern Dir eine auch unter ungünstigen Umständen sichere Auslegung, die mit relativ geringer Solekonzentration und ohne Bodenhebungen arbeitet.

Bei Interesse kann ich Dir gerne weitere Simulationsdetails liefern.

Viele Grüße
crink
Verfasser:
nicijan
Zeit: 21.04.2017 14:02:48
0
2501703
Zitat von crink Beitrag anzeigen
Hi nicijan,

wir hatten das ja schon an verschiedenen Stellen: Slinky waagerecht bekommt durchaus auch von oben Wärme (sogar sehr viel im Frühjahr...) und Slinky senkrecht ist exakt vergleichbar mit Deinem Tiefenkollektor.

Schau Dir die Empfehlungen für Slinky-Senkrecht an[...]


Hallo Crinc,
danke für das Angebot mit den Simulationsdetails.
Das Kollektor umgebende Erdreich ist maßgebend.
In meiner Darstellung wird der Flache Slinky verglichen.

Der senkrechte Slinky hat bei gleicher Kollektorhöhe und Einbautiefe selbstverständlich dasselbe an Kollektor umgebendem Erdreich.
Problem beim Senkrecht Slinky ist jedoch das Verfüllen. Ohne eine Erdaufbereitung und büngigem Anliegen der Erde am Rohr, sind die simulierten Daten nichts wert.Ein Problem bei senkrechten Slinky sehe ich auch in einer fehlenden Anleitung von dir oder Anderen, die insbesondere eine angemessene Arbeitssicherheit gewährleistet.

Im Moment lese ich nur im Forum und schreibe wenig. Deshalb möchte ich die Gelegenheit nutzen, eine etwas abwertend klingende Bemerkungen von dir, gerade zu rücken.
Mein Verteiler ist in keiner Pizza Box. Es handelt sich um eine Styrodur Box, die eigentlich für den Transport von temperierten Lebensmitteln hergestellt wird.
Unsere Abwandlung hat uns bisher nur Zustimmung beschert.
Der Kunde spart dadurch mehrer 100 Euro Kosten für Isolierung, hat sehr einfach Zugang zu seinen Kollektorkreisen, deren Durchfluss er regelmäßig prüfen kann.

Weiter sehe ich die gelegentliche Empfehlung im Forum, - Verteiler brauchen keine Durchflussmesser -, als sehr leichtsinnige Empfehlung. Immer wieder stellen wir unterschiedliche Durchlüsse bei gleicher Rohrlänge fest und können diese über Durchflussmesser ausgleichen. In 3 Fällen hatten wir nach 4 Wochen betrieb, keinen Durchfluss mehr. Durchflussmesser sind für den Kunden Sicherheit und gehören zu einer fachlichen verantwortlichen Ausführung dazu.

Gruß



Aktuelle Forenbeiträge
HFrik schrieb: Also so eine Eistellung bewirkt eine höhere Kondensationstemperatur und damit einen höheren Stromverbrauch, den die Wasserpumpe...
Dorfleben schrieb: Laut Datenblatt hat die Anlage einen Sommerbypass, wenn der natürlich in den Einstellungen noch aktiviert ist, und dadurch...
ANZEIGE
Hersteller-Anzeigen
Environmental & Energy Solutions
Website-Statistik

Planung/Entscheidungshilfe Grabenkollektor Nordbayern
Verfasser:
nicijan
Zeit: 21.04.2017 14:02:48
0
2501703
Zitat:
...
Hi nicijan,

wir hatten das ja schon an verschiedenen Stellen: Slinky waagerecht bekommt durchaus auch von oben Wärme (sogar sehr viel im Frühjahr...) und Slinky senkrecht ist exakt vergleichbar mit Deinem Tiefenkollektor.

Schau Dir die Empfehlungen für Slinky-Senkrecht an[...]

Hallo Crinc,
danke für das Angebot mit den Simulationsdetails.
Das Kollektor umgebende Erdreich ist maßgebend.
In meiner Darstellung wird der Flache Slinky verglichen.

Der senkrechte Slinky hat bei gleicher Kollektorhöhe und Einbautiefe selbstverständlich dasselbe an Kollektor umgebendem Erdreich.
Problem beim Senkrecht Slinky ist jedoch das Verfüllen. Ohne eine Erdaufbereitung und büngigem Anliegen der Erde am Rohr, sind die simulierten Daten nichts wert.Ein Problem bei senkrechten Slinky sehe ich auch in einer fehlenden Anleitung von dir oder Anderen, die insbesondere eine angemessene Arbeitssicherheit gewährleistet.

Im Moment lese ich nur im Forum und schreibe wenig. Deshalb möchte ich die Gelegenheit nutzen, eine etwas abwertend klingende Bemerkungen von dir, gerade zu rücken.
Mein Verteiler ist in keiner Pizza Box. Es handelt sich um eine Styrodur Box, die eigentlich für den Transport von temperierten Lebensmitteln hergestellt wird.
Unsere Abwandlung hat uns bisher nur Zustimmung beschert.
Der Kunde spart dadurch mehrer 100 Euro Kosten für Isolierung, hat sehr einfach Zugang zu seinen Kollektorkreisen, deren Durchfluss er regelmäßig prüfen kann.

Weiter sehe ich die gelegentliche Empfehlung im Forum, - Verteiler brauchen keine Durchflussmesser -, als sehr leichtsinnige Empfehlung. Immer wieder stellen wir unterschiedliche Durchlüsse bei gleicher Rohrlänge fest und können diese über Durchflussmesser ausgleichen. In 3 Fällen hatten wir nach 4 Wochen betrieb, keinen Durchfluss mehr. Durchflussmesser sind für den Kunden Sicherheit und gehören zu einer fachlichen verantwortlichen Ausführung dazu.

Gruß
Weiter zur
Seite 2