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Elektroautos
Verfasser:
RoBIM
Zeit: 02.06.2019 10:57:25
2
2791111
Daimler liefert 2020 den Elektrobus eCitaro mit Feststoffbatterie nach Wiesbaden

Zitat:

"... enthalten die Feststoffbatterien weder Kobalt noch Seltene Erden – und brauchen keine Luftkühlung, um vor hohen Temperaturen geschützt zu werden. Die Batterien bestehen aus Kupfer, Aluminium, Lithium, Polymeren, einem Lithiumsalz, Eisenphosphat und Kohlenstoff – Rohstoffe mit einer stabilen, durch natürliche Ressourcen gesicherten Versorgung."

Gruss
Frank F.

Verfasser:
fdl1409
Zeit: 02.06.2019 11:00:51
2
2791115
War gerade eine Woche auf Mallorca - Betriebsausflug mit meinem Praxisteam anlässlich des 25 jährigen Praxisjubiläums.

Ich hätte doch schauen sollen, ob es nicht auch Elektroautos zu mieten gibt. Einen BMW i3 habe ich bei den Vermietern gesehen. 702km überwiegend engste Serpentinen und steiles Gefälle durch die Tramuntana Berge. Die Kupplung hat echt was geleistet, dauernd schalten rauf und runter.
Die Fahrt in dem Fiat Tipo Kombi Diesel hat genervt. Ein paarmal habe ich den Motor abgewürgt, weil die Kurven so steil und eng waren dass selbst der zweite Gang zu viel war. Das wäre ideales Gelände für ein Elektroauto gewesen. Extrem viel Reku, die leise Fahrweise wäre der Konversation im Innenraum entgegen gekommen, und die Fahrerei wäre viel entspannter gewesen.
Habe nur gestern kurz vor dem Flughafen einmal getankt. Durchschnittsverbrauch 5,55 Liter Diesel. Das Auto war immer mit 5 Personen besetzt. Wegen der niedrigen Durchschnittgeschwindigkeit wäre ein Elektroauto hier äußerst effizient unterwegs gewesen.

Gestern die erste Fahrt mit dem i3 war eine Wohltat. Die leise Fahrweise. Und ich habe an der ersten Kreuzung unwillkürlich zum Schaltknüppel gegriffen - ah ja, ich habe ja keinen !!!

Bei meiner nächsten Fahrt im Ausland schaue ich dass ich einen Elektro-Mietwagen finde.

Grüße
Frank

Verfasser:
fdl1409
Zeit: 02.06.2019 11:02:30
4
2791116
.. enthalten die Feststoffbatterien weder Kobalt noch Seltene Erden – und brauchen keine Luftkühlung, um vor hohen Temperaturen geschützt zu werden

Nun mach doch nicht einfach Feindbilder kaputt, die so mühsam aufgebaut wurden!

Klingt interessant. Bei Betriebstemperaturen von 60-80° leider nichts für PKW wegen der zu hohen Verluste. Aber sehr gut für Omnibus und LKW im Langstreckenbetrieb. Flugzeuge?

Grüße
Frank

Verfasser:
pflanze 132
Zeit: 02.06.2019 11:02:58
0
2791117
Zitat von jogi54 Beitrag anzeigen
Zitat von pflanze 132 Beitrag anzeigen
[...]


Welches gängige Elektroauto fährt mit Radnabenmotoren ??

Gilt natürlich nur für die Elektroautos, die je Achse einen Motor haben.

LG jogi

Auf das Kriterium "gängiges Elektroauto" hatte ich nicht geachtet und mehr an Nutzfahrzeuge gedacht. Das Thema ungefederte Masse - der größte Nachteil von Radnabenmotoren - spielt da eine geringere Rolle als bei sportlich ausgelegten E-Autos.
https://www.ziehl-abegg.com/de/de/produktwelten/automotive/radnabenmotoren/

Eine schöne Übersicht über die unterschiedlichen Varianten von E-Motoren findet man hier:
http://www.energie.ch/antriebsvergleich
Ist natürlich auch nicht vollständig und neue Entwicklungen verschieben die Einsatzmöglichkeiten der verschiedenen Konzepte immer wieder neu - was die Kommentare zeigen.

Grüße
Stefan

Verfasser:
RoBIM
Zeit: 02.06.2019 11:06:21
1
2791120
Hallo Frank,

Glückwunsch zum 25jährigen nachträglich.


Gruss
Frank F.

P.S.: Ich hab noch ein Jahr bis da hin.

Verfasser:
Martin24
Zeit: 02.06.2019 11:35:53
0
2791127
Zitat von RoBIM Beitrag anzeigen
Der Unterschied und die Auswirkung auf bestimmte Produkte zu verzichten oder auf weniger Umweltschädliches auszuweichen und dem Verzicht zu atmen sollte eigentlich klar sein. Sichtlich doch nicht jedem.


Wow. Du verstehst sowas wirklich nicht. Nicht einmal wenn man es Dir erklärt.

Verfasser:
Tom Berger
Zeit: 02.06.2019 11:58:10
3
2791132
Zitat von Martin24 Beitrag anzeigen
Zitat von RoBIM Beitrag anzeigen
[...]


Wow. Du verstehst sowas wirklich nicht. Nicht einmal wenn man es Dir erklärt.


Naja, bestenfalls hast Du versucht, es zu erklären. Ich hab's auch nicht verstanden. Es ist also die Frage, ob unser Unverständnis an unserer fehlenden intellektuellen Einsichtsfähigkeit liegt, oder an Deiner unzulänglichen Erklärungsfähigkeit, oder schlicht daran, dass Du falsch liegst.

Darf man wirklich keine Produkte nutzen, bei deren Produktion Menschen ausgebeutet oder die Umwelt versaut werden? Wo ziehst Du die Grenze? Bei ausnahmslos jeder Produktion von Waren werden Menschen ausgebeutet und die Umwelt versaut. Da gibt es nur eine mehr oder weniger große Bandbreite an unterschiedlichem Ausmaß an Ausbeutung und Umweltverschmutzung.

Logischerweise muss man das eine vom anderen trennen. Ohne Ausbeutung gibt es keinen Mehrwert. Solange wir also in mehr oder weniger kapitalistischen Verhältnissen leben, kann man als aufrechter Mensch nach Deiner Meinung also nur auf Bäumen leben, ohne auch nur ein kleines Fitzelchen Agrar- oder Technikprodukte nutzen zu dürfen. Aber als aufrechter Mensch kann man auf einem Baum wirklich nur schlecht leben ...

Ich bin der Ansicht, dass man als aufrechter Mensch geradezu verpflichtet ist, weniger umweltschädliche und weniger ausbeuterische Produkte zu nutzen, falls die Möglichkeit dazu besteht. Und darüber hinaus muss man sich für bessere Umweltstandards einsetzen und für bessere Arbeitsbedingungen. Und zwar überall. Auch die Tesla-Arbeiter werden, so weit man hört, ziemlich geknechtet und unterdurchschnittlich bezahlt.

Verfasser:
Martin24
Zeit: 02.06.2019 19:28:32
0
2791250
Zitat von Tom Berger Beitrag anzeigen
Zitat von Martin24 Beitrag anzeigen
[...]

Naja, bestenfalls hast Du versucht, es zu erklären. Ich hab's auch nicht verstanden. Es ist also die Frage, ob unser Unverständnis an unserer fehlenden intellektuellen Einsichtsfähigkeit liegt, oder an Deiner unzulänglichen Erklärungsfähigkeit, oder schlicht daran, dass Du falsch[...]


Du meinst, man muss wirklich noch ausführlicher erklären, dass die Argumentation "Im E-Auto wird eine gewisse Menge Neodym gebraucht, das macht aber überhaupt nichts, weil in Smartphones auch geringe Mengen davon sind. Wer nicht auf die Benutzung von Smartphones verzichtet, hat kein Recht, auf die desolaten Bedingungen bei der Gewinnung der fürs E-Auto verwendeten Mengen hinzuweisen." unsinnig ist?

Grüße
Martin

Verfasser:
Martin24
Zeit: 02.06.2019 19:30:14
1
2791251
Zitat von Tom Berger Beitrag anzeigen
Solange wir also in mehr oder weniger kapitalistischen Verhältnissen leben, kann man als aufrechter Mensch nach Deiner Meinung also nur auf Bäumen leben, ohne auch nur ein kleines Fitzelchen Agrar- oder Technikprodukte nutzen zu dürfen.


Nein.
Aber die Probleme beim E-Auto zu ignorieren, weil es in anderen Branchen ja auch schon genutzt wird, ist Whataboutism in Reinkultur.
Erschreckend, dass ihr das nicht merkt. Dürfte daran liegen, dass hier so einige jeden Nachteil eines E-Autos komplett ausblenden.
Man kann übrigens auch für E-Mobilität sein, ohne alle Probleme unter den Teppich zu kehren.

Grüße
Martin

Verfasser:
Georg Fiebig
Zeit: 02.06.2019 19:49:00
2
2791256
Also ich habe überlegt und mich f0r das kleinere übel entschieden , aber auch nur weil ich die meiste Zeit Pv Strom laden werde.

Verfasser:
winni 2
Zeit: 02.06.2019 19:52:37
5
2791257
ach Quatsch Martin...

ich wüsste hier keinen der meint, ein Elektroauto wäre in allen Belangen
anderen Lösungen überlegen.
Es kommt halt darauf an, was rauskommt wenn man einen Strich unter
die Vor- und Nachteile macht.

Für mich ist die Bilanz z.B. zwischen Rohölgewinnung und Gewinnung
seltener Erden, etc., positiv für das E-Auto.
Und die wird immer positiver, je mehr dieser Rohstoffe in Zukunft aus
Recycling kommen.

Grüsse

winni

Verfasser:
Tom Berger
Zeit: 02.06.2019 20:06:39
1
2791264
Zitat von Martin24 Beitrag anzeigen

Aber die Probleme beim E-Auto zu ignorieren, weil es in anderen Branchen ja auch schon genutzt wird, ist Whataboutism in Reinkultur


Quatsch. Apodiktische Lösungen gibt es nicht, und wenn Du alles ablehnst, was nicht sofort und ohne Übergangszeit 100% perfekt ist, dann betreibe ich keinen Whataboutism, sondern zeige Dir, wie man zivilisatorischen Fortschritt durchführt.

Du hast meine Frage nicht beantwortet: Lebst Du ohne alle agrarischen und industriellen Produkte auf dem Baum? Wie rechtfertigst Du das Essen von Brot aus Weizen, der mit Glyphosat angebaut wird? Durch Whataboutism?

Verfasser:
Martin24
Zeit: 02.06.2019 20:43:08
0
2791274
Zitat von Tom Berger Beitrag anzeigen
Du hast meine Frage nicht beantwortet: Lebst Du ohne alle agrarischen und industriellen Produkte auf dem Baum? Wie rechtfertigst Du das Essen von Brot aus Weizen, der mit Glyphosat angebaut wird? Durch Whataboutism?


Tom, es hat keinen SInn. Wann immer man versucht, Dir vernünftige Antworten zu geben oder Dir etwas zu erklären, was Du nicht verstanden hast, kommt bald solcher totaler Blödsinn, der nur noch einmal ganz deutlich zeigt, dass Du nicht verstehst, worum es geht.

Noch ein allerletztes Mal: Es geht darum, dass auch E-Autos Probleme mitbringen und es absolut nichts bringt, diese zu leugnen, kleinzureden oder zu ignorieren, weil man sie eben nicht wahrhaben möchte.
Das E-Auto kann trotzdem das "kleinere Übel" sein, aber Probleme, die man nicht wahrhaben will, kann man auch nicht angehen.

Grüße
Martin

Verfasser:
Martin24
Zeit: 02.06.2019 20:45:01
0
2791275
Zitat von winni 2 Beitrag anzeigen
Es kommt halt darauf an, was rauskommt wenn man einen Strich unter die Vor- und Nachteile macht.


Richtig. Und genau deshalb ist es eben völliger Quatsch, das Problem der Gewinnung seltener Erden wegzuwischen mit dem Pseudoargument "Im Smartphone sind die doch auch und keiner regt sich auf".

Grüße
Martin

Verfasser:
Phil a.H.
Zeit: 02.06.2019 20:54:35
2
2791280
Da ich selten Fahrzeuge direkt bewege, außer mal ein Wohnmobil (der restliche Diesel im Tank dürfte schon über ein halbes Jahr alt sein), aber meine Frau grob alle zwei Monate ihren 20 Jahre alten Benziner auftanken muss...
...naja, leider war ich heute dabei, und als Gentleman macht man das dann halt...

Während ich mir meine Hände an dem versifften Hahn mit Benzingestank terminiert habe, und mir das Trommelfell wegen der daneben startenden Motorradbande fast zerplatzt ist, dachte ich kurz... mit dem Gedanken:

Ey Frau, nächstes mal E-Auto, oder geh' wieder alleine tanken!

Wieso tut Ihr E-Auto-Gegner Euch das an, wäre die nächste Frage ;-)

Verfasser:
winni 2
Zeit: 04.06.2019 00:16:43
6
2791726
Booh, neeee, mal wieder "die Story" im Ersten....
https://www.daserste.de/information/reportage-dokumentation/dokus/sendung/kann-das-elektro-auto-die-umwelt-retten-100.html

Schon wieder die schwedische Studie und die armen Lamas und die Eingeborenen...

Kein Wort über die Verwüstungen der Ölförderungen oder das man Lithium auch
anders gewinnen könnte, u.s.w.

Ich würde mir wünschen, daß man mal von meinen Gebühren ein paar Journalisten
der BBC einkauft, die erklären, wie "Story" geht.

Grüsse

winni


P.S. Ich hole heute mein E-Auto ab. :-))

Verfasser:
Karl Napf
Zeit: 04.06.2019 06:16:38
2
2791736
Was soll die Scheinheiligkeit ?
Passt die Umweltzerstörung die dieser Rohstoff verursacht nicht ins ach so saubere Weltbild ?

Die noch größere Scheinheiligkeit ist die Reaktion eines (Beschiss-) Auto-Hersteller :
"Da wir keine direkte Geschäftsbeziehungen mit den Rohstoff-Produzenten unterhalten, haben wir entsprechende Nachhaltigkeitsanforderungen in unsere Verträge mit direkten Lieferanten integriert. Alle Hinweise (...) auf Verstöße (...)nehmen wir sehr ernst und gehen diesen unmittelbar und konsequent nach."

"Um die Lieferketten zu kontrollieren führt MBC risikobassiert Supply Chain Walks durch" - ist auch so ein nichtsnutziges Worthülsenkonstrukt frei nach dem Motto wenn man nix zu sagen hat oder will schmeisst man mit denglischen Worthülsen um sich.

Die Reaktion der scheinheiligen Pharisäer sagt doch mal wieder : "Wir" sind doch an gar nix schuld. Wir haben auf dem Papier gefordert - der Rest grad scheissegal.

Das ist genauso scheinheilig wie der Bio-Sprit für den am anderen Ende der Welt Brandrodungen durchgeführt werden - aber unser Sprit ist *sauber(er)*.

Früher betete Opa : Heiliger St. Florian verschon mein Haus, zünd andere an .....

Meistens ist der grüne Fußabdruck doch nicht ganz so sauber wie man gerne hätte - face it.

Von daher passt die "och neee" Reaktion schon auch ins Bild.

Erinnert mich immer an den Satz den einer im Profil hatte : DIe Welt will einfach verarscht werden.

Verfasser:
Georg Fiebig
Zeit: 04.06.2019 06:25:50
1
2791739
: DIe Welt will einfach verarscht werden.

Stimmt, das bemerke ich gerade bei den Rabattaktionen der Autohändler.

Nach dem Motto kauft noch schnell einen Diesel und einen Benziner.

Fahrt doch einfach mal ein e Auto probe , dann packt euch dieser Virus auch .

Es gibt auch einige Gegenden, da ist es nicht so gut bestellt mit dem öffentlichen Nahverkehr.

WINNI , ich beneide dich .

Verfasser:
Martin24
Zeit: 04.06.2019 06:42:35
0
2791740
Zitat von Georg Fiebig Beitrag anzeigen
: Fahrt doch einfach mal ein e Auto probe , dann packt euch dieser Virus auch .


Habe ich. So einige.
Da waren welche dabei die ich eigentlich total klasse fand. Wie ich auch ein 200PS Motorrad total klasse finde. Das geht aber völlig am derzeitigen Thema vorbei, denn nur dadurch wird es nicht umweltfreundlich.

Aber es war bisher keins dabei, das für mich wirklich alltagstauglich wäre. Zu meinem Alltag gehört es leider ab und an lange Strecken schnell zurücklegen zu wollen und manchmal einen 2t-Anhänger zu ziehen. Und den Laderaum eines Kombis zu brauchen.
Passt leider nicht.
Leider passt es nicht einmal so richtig zum Anforderungsprofil meiner Frau. Da müssen mal eben 2 Kinderfahrräder in den Kofferraum passen. Und Schiebetüren sind mit Kindern so unglaublich praktisch. Reichweite wäre bei dem Auto kein Thema. Aber insgesamt passt es hier mangels Angebot auch einfach nicht.

Grüße
Martin

Verfasser:
fdl1409
Zeit: 04.06.2019 07:57:50
4
2791749
Meistens ist der grüne Fußabdruck doch nicht ganz so sauber wie man gerne hätte - face it.

Man kann überhaupt gar nichts produzieren oder konsumieren bei dem es überhaupt keine Umweltbeeinträchtigung gibt. Es gibt aber quantitative und qualitative Unterschiede.

Hier regen sich Leute wieder mal auf weil ein Stück Halbwüste beeinträchtigt werden kann. Das wird massiv aufgebauscht. Mich würde zum Beispiel interessieren wie weit diese Bauern von den eigentlichen Produktionsstätten entfernt leben. Ich vermute zig Kilometer, weil man in der Nähe der Salzseen keine Landwirtschaft betreiben kann. Kann man natürlich nicht sehen auf den Bildern. Hier wird die gesamte Einwohnerzahl einer Provinz ( 100.000 Menschen ) zu Opfern deklariert. Wie viele sind denn wirklich potenziell betroffen? Die 33 Dörfer haben mit Sicherheit keine 100.000 Einwohner. Sah eher nach sehr kleinen Streusiedlungen aus. Und wie viele von denen finden eine bezahlte Anstellung dort in den Produktionssstätten, die ihnen ein besseres Einkommen bietet als die kärgliche Landwirtschaft?
Weitere Frage: ist es gut für die Natur wenn in einer Halbwüste Viehzucht betrieben wird? Die paar grünen Halme die da sowieso nur wachsen werden regelmäßig von den Lamas abrasiert.

Ein paar hunderttausend Tonnen Lithium und seltene Erden muss man vergleichen mit dem, was jetzt für die Produktion von Erdöl verbraucht wird. Was ist denn mit der Förderung von Öl in Sibirien, in der Arktis, im Meer? Was ist mit Ölsanden und Fracking? Wie viel Wasser wird da abgepumpt, wie viele Flüsse verseucht? Mal Bilder aus dem Nigerdelta gesehen? Die Schäden liegen um Größenordnungen höher als das, was potenziell beim Abbau von Lithium / seltenen Erden passieren kann.

Das bedeutet natürlich nicht dass man diese Probleme ausblenden soll. Wo es Probleme gibt muss man sie lösen, betroffene Menschen entschädigen.
Und das Elektroauto steht ja noch ganz am Anfang der Entwicklung. Es wird fieberhaft geforscht nach Akkus, die ohne Kobalt und ohne Lithium auskommen. Nach Magneten die keine seltenen Erden brauchen. Dafür sind Lösungen wenn auch noch nicht in der Serie verfügbar, dann aber doch prinzipiell möglich und wahrscheinlich sogar kostengünstiger, weil Akkus die ohne teure Rohstoffe hergestellt werden können ein Potenzial für bedeutende Kostensenkungen haben.
Der Verbrennungsmotor hat dagegen kein vergleichbares Potenzial für einen Verzicht auf Erdöl. Die Förderung von Öl wird mit jedem Jahr umweltschädlicher, weil immer mehr unkonventionelles Öl mit immer größerem Aufwand gefördert werden muss.

Und was ist mit den Abgasen, die Milliarden Menschen heute einatmen müssen?
Was ist mit dem Lärm in unseren Wohngebieten? Diese Punkte wurden ausgeblendet in der Reportage.

Am Schluss der Sendung wurde auf Konzepte verwiesen, wie man mit weniger privaten Fahrzeugen den Verkehr regeln kann.

Das ist ja völlig unbestritten und hat überhaupt nichts zu tun mit der Frage Elektroauto oder Verbrenner. Ganz im Gegenteil: Tesla hat ja auch zum Ziel, seine Fahrzeuge im Flottenbetrieb zu vermieten. Car sharing für jeden. Autonome Autos die auf Abruf vor die Haustür kommen. Das ist für Tesla eines der zentralen Ziele der Entwicklung. Die Model 3 die heute verleast werden sollen am Ende der Leasingdauer nicht vom Kunden gekauft werden, sondern sollen von Tesla als autonome Taxis eingesetzt werden. In 3 oder 4 Jahren. Elon time. Lass es am Ende 5 oder 10 Jahre werden, aber das wird kommen, und es wird unsere Innenstädte von dem Joch der unzähligen Fahrzeuge befreien, die fast jeden freien Raum zwischen den Gebäuden beanspruchen. Die Fahrzeuge von Tesla sollen in wenigen Jahren eine Lebensdauer von 1 Million Meilen haben, für Akku und Antriebsstrang. Für einen individuellen PKW braucht man das nicht, wohl aber für ein Flottenfahrzeug.

Die Autoren des Films geben ja selbst an dass ein Elektroauto im Dauerbetrieb, zum Beispiel als Taxi oder Omnibus, heute schon umweltfreundlicher ist. Genau das ist aber das Ziel. Keine individuellen PKW mehr, sondern Carsharing Modelle.
Davon habe ich übrigens in diesem Forum mehrfach geschrieben. Dass ich mir vorstellen kann, mein Auto anderen zur Verfügung zu stellen, wenn ich es nicht brauche. Oder mir mit 100 Personen 10 Autos zu teilen - zum Beispiel 5 Kurzstreckenflitzer, 1 Kleinbus, 2 langstreckentaugliche Autos, 1 Transporter, 1 Pickup.

Das ( autonome ) Elektroauto steht solchen Lösungen nicht etwa entgegen, sondern ist ein notwendiger Bestandteil solcher Konzepte.

Man findet immer einen Grund / ein Gegenargument, wenn man etwas nicht will.
Können wir wirklich weiter unsere Mobilitätsbedürfnisse auf der Basis von fossilen Kohlenwasserstoffen erfüllen? Für mich ist die Antwort ein klares und deutliches Nein. Wir brauchen das Elektroauto, wenn wir nachhaltig wirtschaften und leben wollen.

Grüße
Frank

Verfasser:
Karl Napf
Zeit: 04.06.2019 09:10:05
0
2791772
Zitat von fdl1409 Beitrag anzeigen
Wir brauchen das Elektroauto, wenn wir nachhaltig wirtschaften und leben wollen.


Der Punkt ist allerdings ein anderer. Aus "unserer" Sicht mag das alles mehr oder weniger zutreffend sein. Darüber kann man lange und sehr kontrovers diskutieren.

Der Punkt ist die Haltung die unsere "Großen" der Automobilindustrie (mal wieder) an den Tag legen. Da wird scheinheilig auf Papiertigerfloskeln verwiesen, wohl wissend dass der Schmerch, der da als Feigenblatt geschrieben steht, das Papier nicht Wert ist, geschweige denn die Druckertinte, mit dems gedruckt wurde. Hauptsache die Verantwortung deligiert.
Es interessiert die Herren einen feuchten Scheissdreck was da veranstaltet wird denn "in unserem Papierflotz steht, die volle Verantwortung liegt beim Lieferanten, vor allem das öko, umweltbewusst und blablablabla". Wir sind die Unschuldslämmer mit der weissesten aller weissen Westen, die man sich auf diesem Planeten überhaupt vorstellen kann ! Wir wollen nur das beste und waschen die Hände in Unschuld und im Übrigen haben wir ja .... mit Zertifikat, Suplier-Chain-Check, Iso Zertifizierung und dem ganzen anderen Müll der da noch veranstaltet wird ... und im besonderen und überhaupt ... genau SO wie nie einer beim Diesel beschissen hat - bis es nicht mehr zu leugnen war.. Alles FakeNews sagt selbst DickeHoseBlondie aus Amiland.

Am sympatischsten ist da der Chef von eGO. Klares Statement mit Problembewusstsein, offener Haltung und guter Argumentation zum Produkt.
Es geht doch. Blos nicht bei unseren scheinheiligen Pharisäern. Merkst was ?

Ganzheitlich betrachtet ists fürs Klima grad mal egal wo "Dreck" produziert wird.
Das interessiert aber weder die EU noch DE wirklich. Einziges und wichtigstes Ziel ist die eigene Klimabilanz so zu verbiegen, dass man einigermaßen gut dasteht.
Glaubst du wirklich dass es "global" was gebracht hat, dass die ganzen Stinkediesel nun ins Ausland verschachtert wurden und dort nun für die nächsten 10-15 Jahre den Dreck in die Umwelt hauen und bei uns NUR neue(re)s rumfährt nach min. 6DTemp und den E-Autos in zunehmendem Maße ?

Ganz klar ist auch eins : 80 Mio Leute hier haben ganz andere Interessen als ein paar arme Bauern am anderen Ende der Welt, die von der eigenen Regierung auch noch hemmungslos übern Tisch gezogen werden weil da dicke Kohle winkt und sich einige die Taschen füllen wollen - deren Problem. Es juckt uns auch nicht wirklich dass für den Abbau irgendwelche Biotope zerstört werden - ist ja weit weit weg.
Solange da kein Shitstorm aufkommt der unsere Kreise stört lass sie jammern und direkt betroffen sind ja *nur* ein paar wenige andere. Die können ruhig den Preis zahlen, dass es uns weiterhin gut geht. Wir spenden dann wieder mal 5 Euro für den Regenwald (huch war da nich auch was ?) ... und alles wied wieder gut.

Man kann das alles gut oder weniger gut heissen was da abgeht.

Blos die ganz weisse Weste unserer Unschuldslämmer mit ihrem Öko- und Umweltschutzgelaber einschl. Verträgen, Verantwortungsverlagerung per Vertragsdekret und scheinheiligem Pharisäertum .... ich glaube es wäre einfach besser die Jungs würden die Weste in dunkel kariert wechseln, denn *sauber* wird die weisse Weste garantiert nicht. Selbst wenn sie 5 Gutachten von zertifizierten Prüflaboren zum Unschuldsbeweis vorlegen.

Das ist einer der Gründe warum ich den ganzen Aussagen aus der Ecke nicht weiter traue als ich sie schmeissen kann und leider trifft das auf viele andere Bereiche genauso zu und das mit "nachhaltig" .... dauert wie lange ?

Verfasser:
Tom Berger
Zeit: 04.06.2019 09:50:57
1
2791783
Zitat von Karl Napf Beitrag anzeigen
Was soll die Scheinheiligkeit ?
Passt die Umweltzerstörung die dieser Rohstoff verursacht nicht ins ach so saubere Weltbild ?


Na, warum setzen Sie sich dann nicht dafür ein, dass dieser Rohstoff auf sauberere Weise gewonnen wird?

Dass dies unterbleibt, macht deutlich, worum es den Kritikern geht: die Elektromobilität zu bekämpfen. Man fährt lieber mit Sprit aus Teersanden, als mit dem Umstieg auf die Elektromobilität die prinzipiell sauberere Mobilität zu begrüßen. Umweltzerstörung ist für Sie nämlich völlig OK, solange Sie Ihr eigenes Verhalten nicht ändern müssen. Sie machen sich zur willfährigen Marionette von Diktaturen, die ihre Hersrchaft auf fossile Energieträger bauen.

Und Sie Heuchler werfen den anderen Scheinheiligkeit vor ....

Verfasser:
Karl Napf
Zeit: 04.06.2019 10:11:07
4
2791787
Wer heuchelt ?

Ich bin ne bekennende Umweltdrecksau und stehe dazu !

Mir geht nur das scheinheilige Getue so richtig auf den Sack.
Ob du so viel *besser* bist oder blos so tust - die Bewertung lass ich anderen.

Verfasser:
Martin24
Zeit: 04.06.2019 10:52:33
2
2791795
Zitat von Tom Berger Beitrag anzeigen
Na, warum setzen Sie sich dann nicht dafür ein, dass dieser Rohstoff auf sauberere Weise gewonnen wird?
Dass dies unterbleibt, macht deutlich, worum es den Kritikern geht: die Elektromobilität zu bekämpfen.
[...]
Sie machen sich zur willfährigen Marionette von Diktaturen


Tom, Deine Argumentationsweise ähnelt der von Despoten überall auf der Welt.
Wer Kritik übt, ist der Feind, ist Terrorist, ist willfährige Marionette oder was auch immer.

Grüße
Martin

Verfasser:
Arne_
Zeit: 04.06.2019 10:56:53
2
2791797
Bezeichnend ist, dass diese polemische Rohstoffdiskussion fast immer nur im Zusammenhang mit den E-Autos geführt wird.
Bis Ende 2018 gab es weltweit ca. 5,6 Millionen E-Autos.
Dagegen gibt es zeitgleich weltweit über 3 Milliarden Mobiltelefone.
Alle mit den gleichen problematischen Rohstoffen (Lithium, Palladium, …), die überwiegend in Schwellen- und Entwicklungsländern wie China, Kongo und Südafrika abgebaut werden.
Da fragt sich, wer aktuell der Hauptverursacher der unbestrittenen Probleme ist.

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Elektroautos
Verfasser:
Arne_
Zeit: 04.06.2019 10:56:53
2
2791797
Bezeichnend ist, dass diese polemische Rohstoffdiskussion fast immer nur im Zusammenhang mit den E-Autos geführt wird.
Bis Ende 2018 gab es weltweit ca. 5,6 Millionen E-Autos.
Dagegen gibt es zeitgleich weltweit über 3 Milliarden Mobiltelefone.
Alle mit den gleichen problematischen Rohstoffen (Lithium, Palladium, …), die überwiegend in Schwellen- und Entwicklungsländern wie China, Kongo und Südafrika abgebaut werden.
Da fragt sich, wer aktuell der Hauptverursacher der unbestrittenen Probleme ist.
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