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Haltbarkeit Abdichtung gegen aufsteigende Feuchtigkeit?
Verfasser:
thunderhead
Zeit: 30.04.2017 23:52:11
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2504742
In einem nicht unterkellerten Raum (hangseitig frei liegender Hobbykeller) unseres erworbenen Hauses von 1980 entferne ich gerade den Zementestrich mit Höhe von 4,5-6cm. Darunter finden sich 2cm Trittschalldämmung aus Styropor.

Ich möchte den Boden im Rahmen der Möglichkeiten (d.h. Tür max. 2cm kürzen) besser dämmen, u.a. um später auch einfacher auf Flächenheizung (Wand) umstellen zu können, hauptsächlich aber weil der Boden trotz des vom Voreigentünmer verlegten Teppichbodens zu kalt ist. Der Plan ist, auf das Styropor zusätzlich 4-5cm PUR oder ggf. Resol zu legen, darauf 25mm OSB-Platten geschliffen und geölt als Trockenestrich und gleichzeitiger Oberboden. (Dass ich das Styropor ebenfalls mit PUR ersetzen könnte ist mir klar, aber ob ich den U-Wert nun um 70% oder 80% reduziere, ist mir relativ egal).

Zwischen Trittschalldämmung und Rohbetonboden ist eine doppellagig verlegte schwarze Kunsstofffolie unbekannten Materials als Abdichtung gegen Feuchtigkeit, die ich aus Kostengründen und um mir das Einputzen einer neuen Folie zu ersparen ebenfalls am liebsten drin lassen würde. Am Rand ist sie etwas mitgenommen, aber in der Fläche - zumindest dort, wo ich am Rand mal die Trittschalldämmung 50cm angehoben habe - sieht diese noch top aus.

Ist es o.k. die alte Folie drin zu lassen, oder könnte das beim Alter von 37 Jahren in abesehbarer Zeit bereits gefährlich für die darauf liegenden Schichten werden?
Verfasser:
mrtux
Zeit: 01.05.2017 00:27:38
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2504748
Kannst du unter die Folie gucken? bzw. wenn schon Löcher vorhanden sind mal nachfühlen ob es ggf. feucht ist?
Verfasser:
Dieter C.
Zeit: 01.05.2017 18:16:19
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2505054
Na, ist den eine zusätzliche neue Folie drüber gelegt wirklich so teuer? Du reisst nur einmal den Boden raus, also überlege es Dir, ob man wegen ein paar Hunderter ein Risiko eingeht
Verfasser:
thunderhead
Zeit: 01.05.2017 19:34:49
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2505086
So, ich war gerade nochmal im Haus unter der Folie gucken. Bis zu einem halben Meter von der Wand konnte ich drunter fassen. Es ist kein Kondensat darunter, sieht und sieht trocken aus. Vom Tastgefühl wirkte der Rohbeton-Boden nach "minimaler Restfeuchte", kann aber auch einfach eine Wahrnehmungstäuschung durch die Kälte sein (Haus ist seit ein paar Wochen nicht mehr beheizt), die man vom Tastgefühl eher mit Feuchtigkeit assoziiert.

Die Folie scheint sogar dreifach gelegt, ob das allerdings durchgehend so ist, kann ich nicht sagen. Insgesamt ist sie noch sehr elastisch und überhaupt nicht spröde. Der ursprüngliche "mitgenommene" Eindruck im Randbereich war eher auf den vielen Staub und das Hervorzerren der Folie unter dem Putz zurückzuführen.

Der Einwand mit den paar Hundert Euro ist verständlich, aber es sind genau diese, die ich an jeder möglichen Stelle einsparen muss, damit das ganze Sanierungsprojekt überhaupt funtioniert. Würde ich dem Argument an jeder Stelle folgen, käme alles doppelt so teuer und wäre nicht mehr finanzierbar.

Ein weiterer Punkt ist, wir müssen den Raum in 3 Wochen nutzen (und wie ich das einschätze, was bis dahin nicht gemacht ist, wird nie mehr gemacht...), und es gibt noch ein paar andere Baustellen vor dem Einzug, da bin ich über jeden Arbeitsschritt weniger mehr als erfreut.
Verfasser:
thunderhead
Zeit: 01.05.2017 19:39:00
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2505089
P.S.: die Styropor-Trittschalldämmung scheint durch das Gewicht des Estrichs schön platt gedrückt worden zu sein, so dass die Unebenheiten des Bodens damit recht gut ausgeglichen sind. An den Stößen sind es nicht mehr als 2mm Höhenunterschiede zwischen den Platten. Ich gehe davon aus, dass ich da dann direkt das PUR drauflegen kann. Würde ich alles rausreißen, müsste ich wahrscheinlich sogar erst noch den Boden spachteln, damit der gerade genug für einen gedämmten Trockenestrich ist. Schüttung kommt wegen Aufbauhöhe nicht in Frage.
Verfasser:
Entropie
Zeit: 15.06.2017 22:18:46
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2518229
Werde etwas ähnliches demnächst in einer Einliegerwohnung umsetzen. Allerdings mache ich die Feuchtigkeitssperre (bei mir aus Schweißbahnen) wahrscheinlich neu.
Anstatt des Estrich werde ich dann beidseitig alukaschiertes PU nehmen.

http://www.bauder.de/de/flachdach/flachdach-produkte/waermedaemmung/fussboden.html

Auch wen du sparen musst lohnt es sich ordentlich zu machen.
Verfasser:
thunderhead
Zeit: 20.06.2017 23:50:04
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2519452
@Entropie: PUR-Platten wirst Du wohl kaum anstelle von Estrich nehmen wollen, dessen Aufgabe ja ist, eine lastverteilende Schicht ÜBER der Dämmung zu sein.

@alle:
Wegen anderer Arbeiten musste jetzt doch eine Zwischenlösung her, die uns vorerst auf den Raum verzichten ließ. Beim entfernen der Dämmung haben wir dann Rohrleitungen entdeckt, die sich als Heizungsrohe des darüberliegenden Schlafzimmers entpuppt haben und die wir wegen der unnötigen Wärmeverluste und völlig irrsinnigen Wegverlängerung nie dort vermutet hätten. Fazit ist, dass es ohne Heizungsbauer nicht weiterging...

Was den eigentlichen Plan betrifft, haben wir uns für die ordentliche Variante entschieden,d.h. Folie raus und neu mit Katja Sprint abdichten. Allerdings ist der Boden ziemlich krumm und buckelig, z.T. Unebenheiten von 4cm auszugleichen. Für einen doch recht belasteten Tcokenestrich müsste der Untergrund ebener sein.

Jetzt stellt sich für mich die Frage, ob bei dem geplanten Aufbau (von oben: 25mm OSB - 2mm Kork TS - 80mm PUR - bituminierte Abdichtungsbahn - Rohboden) wirklich eine schweineteure selbstnivellierende Ausgleichsmasse sein muss. Die kostet mich bei der durchschnittlich auszugleichenen Höhe unter Einhaltung ca 450-600€. Die ist ja normalerweise für dort, wo direkt unter dem Bodenbelag absolute Ebenheit gefordert wird, weil zB darauf gefliest wird, also deutlich höhere Nutzungserfordernisse.
In meinem Fall muss, was auch immer in die Löcher und Täler komm,t m.E. nichtmals 100% am Rohboden haften, solange es unter der Auflast oder zumindest "seitlicher Verschiebungshemmung" durch Dämmung und Trockenestrich an Ort und Stelle liegen bleibt, so dass die Dämmung eben aufliegt. Kann man zu dem Zweck nicht einfach Zementmörtel nehmen, um grob zu spachteln und dann oben drauf nur noch für die letzten mm selbstnivellierende Ausgleichsmasse draufkippen?
Verfasser:
Solarzelle
Zeit: 21.06.2017 06:50:47
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2519469
Ich habe das mit dem Gefrickel an Nicht-Ausgleichsmassen durch.

Fazit: Alles Blödsinn.

Ich schau immer bei Ardex in die Datenblätter und suche das für meinen Bedarf passende aus:

Ardex Bodenausgleich



Unabhängig davon, dass dein geplanter Boden so nicht funktionieren wird, müss der Boden auf bei deinem Plan möglichst gerade sein, sonst ärgerst du dich schwarz, hab ich auch alles durch.

Mach jetzt alles vernünftig.

Das vernünftigste wäre genau jetzt eine Fußbodenheizung zu installieren, wenn die Leitungen da liegen und nun eh ein HB beauftragt wird.
Verfasser:
mrtux
Zeit: 21.06.2017 13:10:58
0
2519572
Also das einfachste ist Ausgleichsmasse. Da gibts keine Probleme mit und spart viel Zeit und Ärger!

Ich würde hier, wenn möglich, gleich zur FBH greifen. Die OSB durch einen Estrich ersetzen. Das ist Zukunftsweisend und unterm Strich kaum teurer.
Verfasser:
thunderhead
Zeit: 17.07.2017 15:59:05
0
2526613
War ne Weile Funkstille bei mir, weil wir bis über die Ohren wegen eines Wasserschadens im kompletten besagten UG beschäftigt waren (Vorbesitzer haben bei "Dachsanierung" in Eigenleistung Massen an Kies in die Flachdachentwässerungen fallen lassen...). Aktuell laufen immer noch die Bautrockner, und falls die Versicherung überhaupt zahlt, überlege ich gleich im ganzen UG statt einer Estrichtrocknung alles neu zu machen.

Es juckt mich ja wirklich, die "gleich richtig"-Lösung zu fahren (Estrich mit FBH), aber das geht zu vertretbarem Preis einfach mit der Aufbauhöhe nicht. Der Estrich sollte ja raus, um darunter anständig zu dämmen. Ich habe 7cm aktuell Aufbauhöhe (2cm Styropor TS und im mind. 5cm Zementestrich). Im Keller käme nur Zementestrich in Frage, da brauch ich schon ohne Dämmung knapp 7cm. Ich habe 11 (Holz-)Türen (aber alle mit Stahlzarge), die ich alle höher legen müsste, und eine nicht verlängerbare Betontreppe mit bereits jetzt für meine Schuhgröße und Schrittweite zu geringem Schrittmaß, die dann nicht mehr passen würde.

Die OSB-Platten haben für mich den Vorteil, dass 25mm 3x geölt und geschliffen mich in Eigenleistung 15€/m² kosten und in den Wohnräumen bereits den Oberboden darstellen können. Selbst wenn da was schiefgehen sollte (aufquillen/schüsseln) bei erneuten Wasserschaden oder späterem Mieter der seine Luftfeuchtigkeit nie weglüftet, wäre der Verlust sehr verschmerzbar (billiger als der Kostenvoranschlag für die Estrichtrocknung!) und könnte z.B. mit Estrichziegeln von Creaton "dauerhafter" nachgebessert werden.

Problem bleibt: Ebener Untergrund ist nötig. Natürlich höre ich am liebsten ein "Mach das so, wird klappen!", will aber nicht auf Teufel kommt raus an einer Schnapsidee festhalten. Kann mir mal jemand sagen, WARUM das ein Problem sein sollte, wenn eine Billigalternative zu teurer Ausgleichsmasse Risse bekommt? (mittlerweile weiß ich, dass man manche Produkte bei höheren Schichtdicken auch mit Quarzsand strecken kann, wäre auch eine Einsparmaßnahme...)
Das Ganze liegt doch unter Bitumenbahn, 60 oder 80mm PUR-Dämmschicht und 25 mm OSB, selbst wenn da mal ein ganzer Brocken ausbrechen sollte, kann der doch nicht wegrücken. Solange er nicht zu Staub verfällt und seine Funktion erfüllt, eine einigermaßen ebene Unterlage für die Dämmplatten zu bieten, ist das doch kein Problem? Im Grunde ist die auszugleichende Masse ja wie ein (dünnerer) Verbundestrich, der nicht direkt mit Bodenbelag versehen wird. Es gibt keine Biegebeanspruchung, keinen Abrieb, durch die lastverteilenden Schichten darüber keine punktuellen Belastungen, ... Ich verstehe das Problem bei Ausgleich direkt unter Fliesen, auf bestehenden Böden, schwimmenden Estrichen etc., aber was genau kann den in MEINEM Schlimmeres passieren, wenn die zum Ausgleich verwendete Masse Risse aufweist? Das würde ich wirklich gerne verstehen, um nicht elendig viel Kohle rauszuwerfen, weil etwas nicht den aRdT entspricht, die aber einen komplett anderen Anwendungsfall betreffen.
Verfasser:
Dinye
Zeit: 17.07.2017 16:38:12
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2526626
das würde mich auch interessieren
habe selber probleme mit der feuchtigkeit hm
und suche ne gute abdichtung
Verfasser:
h2oo
Zeit: 20.07.2017 09:51:36
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2527502
Hallo,
ich würde einfach auf die Folie Split schütten und plan abziehen. Darauf die Wärmedämmung und OSB. Oder Schüttung aus Perlite und OSB, Hat sich bei mir bewährt.
Servus
Verfasser:
thunderhead
Zeit: 21.07.2017 11:29:02
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2527864
Danke für den Hinweis auf etwas Günstigeres, das auch funktionieren könnte (meine den Split, Perlitedämmung wäre mit vom U-Wert nicht genug bei meiner Aufbauhöhe). Aber warum über der Folie? Da stelle ich mir vor, dass es eher wandern kann und an einer ungünstigen Stelle Löcher in die Folie drückt, als wenn es darunter liegt. Dort läge es doch sicherer in den Vertiefungen, die ausgeglichen werden sollen. Die Folie hindert ja daran, weil diese die Vertiefungen "überspannt", oder?



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