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Grabenkollektor für EFH-Neubau in BW
Verfasser:
skram
Zeit: 03.06.2017 15:45:12
0
2514163
Hallo zusammen,

wir haben kürzlich unseren Bauantrag für ein EFH-Neubau in Mühlacker (BW) eingereicht. Gerne würden wir bei der Heizung auf eine WP mit Grabenkollektor nach Forumsart in Eigenleistung setzen.

Das Haus gemäß Baugesuch könnt Ihr auf der folgenden Trenchplanner-Skizze sehen, ich habe auch schonmal eingezeichnet, wie ich mir einen Verlauf vorstellen könnte:
http://grabenkollektor.waermepumpen-verbrauchsdatenbank.de/trenchplanner.html?id=nmai8jPM733DdqLPn9wZ

Zum Haus kann ich beim derzeitigen Planungsstand noch die folgenden Fakten liefern:

Geplant ist ein Holzständer-Haus mit Holzfassade, welches wir mit einem freien Architekten und Einzelgewerksvergabe bauen. Es soll zwei vollständige Stockwerke, sowie Keller und Satteldach (33°) geben. Soll-Vorgabe war von unserer Seite nur EnEV, da wir keine KFW-Kredite im Finanzierungskonzept haben. Laut Architekt erreichen wir aber mit der geplanten Holzständerbauweise einen bessern Dämmwert. Es liegt aber leider noch keine Wärmebedarfsrechnung vor. Der Hauswirtschafts- und Technik-Raum ist im Nordosten im UG geplant.

Was ich schon sagen kann ist, dass das Haus einen Brutto-Rauminhalt nach DIN von 1327m3 haben wird. Wohnfläche sind 183 m2, die zusätzliche Nutzfläche sind 177 m2.

Wir werden mit Fussboden-Heizung aber ohne zentrale Lüftungsanlage bauen. Ferner möchten wir gerne zusätzlich das Süd-Dach mit Photovoltaik belegen, die im Sommer auch einen Heizstab zur Brauchwasserbereitung versorgen soll. Ziel wäre, dass die WP im Sommer nicht verwendet werden muss. Als Wärmepumpe könnte ich mir eine Nibe 1155 mit separatem Puffer vorstellen. Darüber hinaus ist im EG noch ein Kaminofen geplant, jedoch nicht als Teil des Heizkonzepts, sondern als Wohlfühlfaktor. Generell sind wir aber beide in Haushalten mit Holzöfen aufgewachsen, so dass wir wissen, dass dieser Ofen im Winter öfter in Betrieb sein wird.

Das gesamte Grundstück hat 737 m2, das Haus selbst wird eher im Nordosten stehen (siehe Skizze). Das Gelände fällt ganz grob gesprochen von Nordwesten nach Südosten gut einen Meter ab. Es ist jedoch geplant, dies mehr oder weniger auszugleichen. Jedoch wird es ganz im Südosten sicherlich eine Stufe geben.

Auf der östlichen Grundstückseite verläuft ein breiterer Fussweg, der für dieses und das Nachbargrundstück auch als Zufahrt dient. Im Süden befindet sich die eigentliche Straße mit einem Parkstreifen und Gehweg. Zwischen Gehweg und unserer Grundstücksgrenze liegt ein weiterer Grasstreifen mit ca. 1,25m. Wir verhandeln gerade mit der Stadt ob und zu welchen Konditionen wir diesen mitnutzen dürfen. Ich habe im Trenchplanner im Süden daher zwei Grenzen eingezeichnet. Im Westen schließt sich ein weiteres Grundstück an, welches direkt auf der Grenze eine Garage und einen Schuppen hat. Im UG ist ein Büro geplant, weshalb auf der Südseite des Hauses ein Lichthof (durch Mauern abgegrenzt) eingezeichnet ist. Im Norden ist eine Außentreppe ins UG geplant. Wir müssen eine Zisterne bauen, diese sowie der Revisionsschacht sind im Osten geplant. Von dort werden vermutlich auch die Zuleitungen und das Abwasser ins Haus gelegt werden. Da wir für diesen Neubau Altbestand abreißen, liegen die Leitungen zum Teil schon auf dem Grundstück.

Die skizzierten Terrassen werden umlaufende "Holzstege", die Südseite ist in Fortsetzung der Auskragung überdacht. Eine "richtige" Terrasse planen wir später im westlichen Garten, dort würden wir gerne auch einige größere Bäume pflanzen. Ebenso wird auch im Süden sicherlich noch irgendwo der ein oder andere Baum landen.

Sicherlich habe ich zahlreiche Angaben vergessen, gerne liefere ich noch nach, wenn Fragen bestehen.

Folgende konkrete Fragen habe ich schon:

1. Wir reißen Altbestand inkl. eines alten Kellers ab. Es ist daher nicht viel Platz auf dem Grundstück frei. Wir würden nach dem Abriss daher zunächst den Keller-Rohbau durchführen und in der Zeit zwischen Fertigstellung Keller und dem Stellen des Hauses den Grabenkollektor in Eigenleistung bauen. Zu diesem Zeitpunkt sollte auf dem Grundstück auch Platz für den Aushub sein.

2. Auf der Nordseite grenzen Grundstücke mit zwei Doppelhäusern an. Die Nachbarn haben die Grundstücke aufgeschüttet und mit L-Steinen gestützt. Diese Mauern sind 1m und 1,4m hoch. Gibt es aus Eurer Sicht hier etwas zu beachten? Wie weit würdet Ihr von den L-Steinen Abstand halten?

3. Es liegt zwar noch keine Wärmebedarfsrechnung vor, bei der geplanten Größe des Hauses schätze ich aber, dass mein Kollektor aus der Skizze nicht ausreichen wird. Mir ist auch nicht ganz klar, wie sich mehrere Solekreise auf die Leistung des Kollektors auswirken. Könnt Ihr mir sagen, ob ein Kollektor auf diesem Grundstück überhaupt umsetzbar ist?

Herzlichen Dank schonmal vorab für alle Tipps und Antworten!
Steffen

Verfasser:
skram
Zeit: 03.06.2017 15:47:58
0
2514164
Hier noch die Skizze im Trenchplanner als korrekter Link zum Klicken!

Verfasser:
winni 2
Zeit: 03.06.2017 16:16:30
0
2514173
Hallo Steffen,

ich würde mal sagen, Dein Haus sollte nicht über 6 kW Heizlast haben,
wenn Du einigermassen zukunftsfähig baust.
Besonders im Holzständerbau ist es mit vergleichsweise wenig Aufwand
möglich sehr gute Dämmwerte zu erreichen.
Sehr gute Dämmwerte sind nicht nur etwas für die Erfüllung von KfW-
Kriterien, sondern verbessern Wärme- und Hitzeschutz...:-)

Die 6 kW Heizlast sind auf dem Grundstück möglich.
Z.B. so:
http://grabenkollektor.waermepumpen-verbrauchsdatenbank.de/trenchplanner.html?id=jSMpY5AOFtfc5XnrWY4M

Ich würde zu den L-Steinen grosszügig abstand halten.
Wieviel wäre eine Frage der Standfestigkeit des Bodens.
Ich habe mal 2 Meter Abstand gewählt.

Grüsse

winni

Verfasser:
Motzi1968
Zeit: 03.06.2017 16:54:22
0
2514179
Prüf mal, ob bei Dir ein Baugrubenkollektor realisierbar ist.
Spart Baggerstunden, Aushub, Zeit, Geld...
Zweites Beispiel:
http://www.haustechnikdialog.de/Forum/t/185813/der-naechste-Grabenkollektor-in-A

Und solltet das Haus nicht ganz aus Eigenmitteln zahlen, schau Dir die Konditionen und Herauslagekriterien für das KfW-153er Darlehen mit 20 Jahren Zinsbindung an, den Du jederzeit ohne Virfälligkeitsentgelt ganz oder teilweise zurückzahlen kannst.
Wird noch nicht so lange von der KfW angeboten
Kenne keine Bank, die das auch nur ansatzweise so anbietet bzw. abbilden kann.
Gute 20-Jahreskonditionen in Form von "echten" Annuitätendarlehen werden mittlerweile Mangelware...

Grüße
Motzi1968

Verfasser:
winni 2
Zeit: 03.06.2017 17:21:43
0
2514184
Sehr gute Anregung, Motzi!

Z..B. so könnte die Baugrube mit genutzt werden:
http://grabenkollektor.waermepumpen-verbrauchsdatenbank.de/trenchplanner.html?id=lvvkKcquJ9oS4qTwx0yH

Grüsse

winni

Verfasser:
skram
Zeit: 03.06.2017 19:48:46
0
2514215
Die Idee mit der Baugrube gefällt mir! Wie tief sollte man den Kollektor denn legen bzw. wie weit von der Hauswand weg?

Ihr habt in Euren Vorschlägen die Anschlüsse in den HWR immer von der Ostseite unter der Einfahrt geplant. Ich hatte dort die Befürchtung, dass es mit den Zuleitungen zum Haus und dem Abwasser eher etwas schwierig wird. Seht Ihr da keine Probleme?

Wir beabsichtigen unabhängig von den KFW-Bestandteilen in der Finanzierung einen entsprechenden Standard zu erreichen. Die aktuellen Angebote sind uns bekannt, danke trotzdem für den Hinweis! Wir haben aber letztlich als normales Annuitätendarlehen über 25 Jahre bessere Konditionen angeboten bekommen, da tut man sich die KFW-Auflagen dann nicht an ;-) (näheres gerne per Mail).

Wie würdet Ihr beim Zeitplan bei einem teilweisen Grubenkollektor verfahren? Wir werden etwas das Problem haben, dass wir zuwenig Platz haben um den Aushub zu lagern.

Ursprünglich war der Plan, dass wir den jetzigen Mutterboden vor dem Abriss auf dem Südwesteck aufhäufen. Da liegt er für den Kollektor vermutlich sowieso im Weg. Der Aushub für den Keller muss auch noch irgendwo hin. Der wird zwar aufgrund des alten Kellers der rauskommt geringer ausfallen, wir gehen jedoch tiefer und weiter in den Westen, so dass schon noch etwas anfällt.

Würde es dann Sinn machen, dass der Kollektor in zwei Schritten gebaut wird: Erst der Baugruben-Teil, dann der Rest und dazwischen die Baugrube anfüllen?

Verfasser:
winni 2
Zeit: 03.06.2017 20:10:48
0
2514225
Baugrubenkollektor unten so einen Meter vom Baukörper weg
und an die abgeböschte Grubenwand gelehnt, wie in diesem
Thema:
http://www.haustechnikdialog.de/Forum/p/2381331
(Kollektor arnem80)

Das mit der Ostseite war nur so gewählt, weil Du da einen Verteiler
eingezeichnet hattest.
So wäre es wohl besser:
http://grabenkollektor.waermepumpen-verbrauchsdatenbank.de/trenchplanner.html?id=opWYbfRcKXNWcdtMfkxJ

Ich denke, ich würde alles zusammen verlegen:
Erst das Rohr in die Baugrube einbringen.
Dann mit dem Aushub des waagerechten Kollektors vielleicht gleich
die Baugrube verfüllen.
Zur Not könnte man vielleicht Aushubmaterial auf der Kellerdecke
zwischenlagern?

Grüsse

winni

Verfasser:
skram
Zeit: 04.06.2017 09:42:09
0
2514305
Hallo zusammen,

in meinem ersten Entwurf hatte ich die Anschlüsse gen Norden, daher war ich etwas verunsichert als Ihr diese immer in den Osten gelegt habt.

Ich finde der letzte Entwurf sieht schon sehr gut aus!

Was mir immer noch nicht ganz klar ist, ist die Anzahl der Sole-Leitungen. Wenn ich diese im Trenchplanner verändere, dann passiert für mich nichts Sichtbares. Ich hatte eigentlich gedacht, dass die Anzahl auch Auswirkungen auf die Kapazität des Kollektors hat.

Zur weiteren Planung habe ich noch eine Frage: Ich habe verstanden, dass der Kollektor nicht überbaut werden sollte. Bäume und Büsche sind aber kein Problem, ich nehme an, dies gilt solange die Bepflanzung nicht zu dicht ist und weiterhin genügend Wasser in den Bereich des Kollektors gelangt, so dass die beeinflusste Umgebung sich regenerieren kann. Liege ich da richtig? Hintergrund ist, so wirklich fertig ist unsere Gartenplanung nicht und uns fällt es im derzeitigen Planungsstand schwer dies schon vollständig einzubeziehen.

Gruß Steffen

Verfasser:
Motzi1968
Zeit: 04.06.2017 10:53:29
1
2514336
Ob 2x300 oder 3x300 hat hydraulische Gründe und hängt von der größe der WP und die wiederum von der Heizlast des Hauses ab. Das macht das Tool automatisch.
Legst Du einen Kreis mehr als erforderlich, wird ja nicht mehr Erdreich erschlossen...

6 kW HL, 6kW WP = 2x300m, wobei da schon Rendundanz enthalten ist, die Anlage läuft auch mit nur einem Kreis, falls einer ausfallen sollte.

Leg den Garten an wie Du möchtest.
Ob da Büsche, Bäume, Hecken oder Rharbarber überm Kolli wachsen ist dem ziemlich egal. ;-)

25 Jahre Zinsbindung?
So lange wollt ihr die Bank füttern!?!?!?
*War Spaß* -> Alles gut.


Grüße
Motzi1968

Verfasser:
skram
Zeit: 04.06.2017 12:21:14
0
2514374
Irgendwie ist mir das immer noch nicht ganz klar. Es macht für mich Sinn, dass ein dritter, paralleler Ring nicht mehr Erdreich erschließt. Das muss er aber, wenn letztlich mehr Kapazität zur Verfügung stehen soll.

Wenn der Kollektor mehr Kapazität erreichen soll, dann brauche ich einen längeren Graben. Da die Länge der Röhre mit 300m fix ist, werden bei längeren Gräben die Schleifen weiter auseinander gezogen, oder? Dann bleibt Platz für einen Ring mehr mit weniger Überlappungen, so dass mit dem zusätzlichen Ring tatsächlich mehr Erdreich erschlossen wird. Was mir nicht ganz klar ist, wie dies mit der Hydraulik zusammenhängt.

Sorry, wenn ich jetzt mit meinem Unwissen nerve, versuche die Zusammenhänge zu verstehen. Kann doch nur helfen, wenn man selber buddeln will.

Verfasser:
winni 2
Zeit: 04.06.2017 12:32:22
1
2514376
Für eine bestimmte Leistung braucht es ein gewisses transportiertes
Wasservolumen ohne allzu hohen Widerstand und zu große Spreizung
Eingangs- Ausgangstemperatur.
Mehr Anzahl Rohre = mehr mögliche Leistung.

Bei der Grabenauslegung kommt es aber im wesentlichen nicht auf
die momentane Entzugsleistung an, sondern darauf übermässige
Vereisung und damit evtl. Bodenhebungen, zu vermeiden.
Mehr Grabenmeter bei gleicher Leistung = weniger Entzugsleistung
pro Meter Graben = weniger Vereisung.

Grüsse

winni

Verfasser:
skram
Zeit: 04.06.2017 21:37:58
0
2514485
Ok, soweit verstanden.

Eine Frage zum westlichen Baugrubenkollektor: Der Terassenbelag wird wie geschrieben ca. 1,50 m Holzdielen mit etwas Abstand dazwischen. Auf der Westseite ist keine Überdachung geplant und es ist bei uns wie fast überall die Wetterseite.

Sollen wir darauf achten, dass wir mit dem Kollektor außerhalb dieser Terasse liegen? Würde bedeuten, dass die Baugrube deutlich weiter ausgehoben werden muss.

Verfasser:
skram
Zeit: 11.06.2017 16:53:50
0
2516004
Hallo zusammen,

darf ich die Frage zur Holzterasse bzw. Holzsteg nochmals aufgreifen..

Nach der aktuellen Planung beabsichtigte ich, wie vorgeschlagen, dass das warme Ende des Kollektors als Baugrubenkollektor ausgeführt wird.

Auf der Südseite wird dieser Holzsteg ca. 1,50 m breit sein, die zudem überdacht werden. Auf dem Plan im Trenchplanner (siehe oben) ist die Auskrakung der geplanten Küche zu sehen, dieses Dach wird auf der vollen Länge durchgezogen. Wenn der Kollektor wie von wInni beschrieben unten ca. 1 m weg ist, dann würde er teilweise unter dem Holzsteg liegen.

Auf der Westseite planen wir fast identisch mit einem ca. 1,50 m Holzsteg, allerdings ohne Überdachung.

Die Stege werden logischerweise nicht komplett regendicht sein und sollen auf einer Unterkonstruktion aufegebaut. An einigen Punkten werden wir dafür wohl auch Fundamentpunkte setzen um die Rahmenkonstruktion aufzulegen.

Wie sollten wir bezüglich des Kollektors damit umgehen?
Würdet Ihr die Baugrube etwas "großzügiger" ausheben lassen, so dass wir unten weiter weg vom Haus kommen?
Wie schätzt ihr die Regeneration des Kollektors ein, wenn dieser teilweise durch die Holzstege überdeckt ist?

Viele Grüße
Steffen

Verfasser:
DV-Gergen
Zeit: 11.06.2017 17:05:10
0
2516006
Hi Steffen.
In Augsburg wurde am vergangenen Freitag eine Direktverdampfer-WP in einem Holzständerhaus in Betrieb genommen.
Für Dein Haus - ich nehme jetzt mal den von winni genannten Wärmebedarf vo 6 kW + WW an - würdest Du mit der DV-Technik mal gerade 150 qm Gartenfläche (ausgehoben auf 80 cm Tiefe) benötigen - s. Foto.
[img]
[/img]
Kurt

Verfasser:
winni 2
Zeit: 11.06.2017 18:11:44
2
2516031
Hallo Steffen,

die Baugrubenkollektoren tragen erheblich zur Leistung des
Grabens bei und gefühlsmässig würde ich hier dazu neigen,
die Baugrube zu vergrößern.
Beim Aushubvolumen sind ja eh schon 50 cm enthalten.
Wenn der dann unten auf 1,5 Meter Abstand liegt und oben
durch die Abschrägung der Baugrube noch weiter weg, sollte
das auf jeden Fall okay sein.
Vielleicht nicht notwendig, weil sich die Feuchte im Boden auch
seitlich verteilt, aber der Aushub macht den Braten auch nicht
fett, denke ich.

Wäre aber auch alles ein Frage der Heizlast, die Du tatsächlich
haben wirst.
Ich würde heute ein Passivhaus bauen, was bei einem Holzständer-
bau, ausser der notwendigen Lüftungsanlage, mit relativ wenig
Mehraufwand verbunden wäre.
Das hätte dann mit Warmwasserbereitung eine Heizlast von
sicher unter 3 kW.

Grüsse

winni

Verfasser:
skram
Zeit: 11.06.2017 21:22:01
0
2516097
Hallo winni,

danke für die Antwort! So gefühlt wäre das auch meine erste Intention gewesen. Ist später sonst ja auch nur schwer änderbar. Dann werden wir das mal für die Planung beim Erdbau berücksichtigen.

Viele Grüße
Steffen

Verfasser:
skram
Zeit: 21.11.2017 20:49:26
0
2573077
Hallo zusammen,

ich möchte meinen Thread mal wieder nach oben holen. Es hat sich in den letzten Monaten etwas getan, leider muss ich deshalb die Grabenkollektorplanung nochmals anpassen.

Was ist geschehen:
Wir haben den bestehenden Altbau abgerissen und es blieb eine etwas kleiner Grube durch den alten Keller übrig als eigentlich geplant. Ferner hat uns die Stadt gezwungen tiefer zu gehen als ursprünglich geplant. Dies führte dazu, dass wir deutlich mehr Aushub hatten und aktuell auch auf dem Grundstück lagern als ursprünglich geplant. Somit ist leider kein Platz mehr um den Grabenkollektor zu verlegen, bis die Arbeitsräume wieder angeschüttet sind.

Die gelagerte Erdmenge kann man auf diesem Bild ganz gut erkennen. Es ist gerade schlicht und ergreifend kein Platz mehr:


Man kann die vorliegende Erdsituation aber inzwischen ganz gut beurteilen. Es handelt sich überwiegend um sehr lehmigen Boden. Allerdings lässt der Aushub erkennen, dass es zwischendrin eine Schicht mit etwas größeren Steinen gibt. Ich würde gerne vermeiden später in dieser Schicht mit dem Kollektor zu landen bzw. man müsste beim Wiederanfüllen darauf achten, dass wir diese Steine nicht direkt auf den Kollektor werfen.

Inzwischen stehen die Kelleraußenwände und die Decke kommt noch diese Woche drauf. In den Haustechnikraum im Nordosten habe ich zwei 100er Zementfaserrohre für die Kollektorzuleitungen einlegen lassen, damit wir später keine Kernbohrung vornehmen müssen.

Ich habe die Planung im Trenchplanner mal an die aktuellen Gegebenheiten angepasst:
http://grabenkollektor.waermepumpen-verbrauchsdatenbank.de/trenchplanner.html?id=ekcbbDUDaYmBUspwVdqZ

Jetzt zu den Fragen die mich aktuell bewegen:

1. Das Haus wird voraussichtlich Mitte/Ende Februar gestellt, d.h. bis dahin müssen wir die Außenwände abdichten und dämmen und die Arbeitsräume verfüllen. Damit bleibt keine Zeit bzw. es ist die falsche Jahreszeit um zwischendurch noch den Grabenkollektor zu bauen. Habt Ihr Ideen oder Zwischenlösungen die ich vorsehen kann, damit ich eventuell nicht alles wieder aufbuddeln muss?

2. Macht meine angepasste Kollektorplanung so Sinn? Ich komme so leider mit einer geringeren Kapazität des Kollektors raus.

Schonmal vielen Dank für Eure Anregungen!

Verfasser:
skram
Zeit: 26.11.2017 13:32:27
0
2574804
Hat jemand eine Idee zu meinen Fragen oben oder eine Anregung, wie ich die Kollektorplanung noch verbessern könnte?

Verfasser:
winni 2
Zeit: 26.11.2017 14:08:51
0
2574820
Hi,

die Heizlast ist so richtig, wie im Planer eingetragen?
Wenn ja, ist der Kollektor unnötig überdimensioniert.
Das bringt kaum was für die Effizienz der Wärmepumpe.

Die Variante würde sehr gut reichen und Du würdest Dich vom Baukörper
weitgehend freihalten:
http://grabenkollektor.waermepumpen-verbrauchsdatenbank.de/trenchplanner.html?id=LManIuxUEFfU8GS99XAv
Ansich könnte man das Teilstück I. als Slinky auch noch weglassen
und dort gerade verlegen:
http://grabenkollektor.waermepumpen-verbrauchsdatenbank.de/trenchplanner.html?id=CLDuT4kA8RBaUSTlnimd

Grüsse

winni

Verfasser:
skram
Zeit: 26.11.2017 14:40:46
0
2574835
Wir warten immer noch auf die korrekte Heizlastberechnung. Wir bauen in Holzständerbauweise und sollten KfW55 Standard erreichen.

Der Keller wird als Nutzkeller verwendet und wird an den Außenwänden mit 12cm WLG 035 gedämmt. Wir haben allerdings auf die Perimeterdämmung unterhalb der Kellerbodenplatte aus Kostengründen verzichtet. Wir werden falls notwendig innenliegend eine Bodendämmung selbst aufbringen.

Insofern rechne ich eigentlich damit, dass wir mit den angegebenen 6kW Heizlast auskommen sollten. Wenn wir im Zweifel noch etwas "Luft" nach oben haben wäre es aber nicht so schlimm.

Verfasser:
skram
Zeit: 26.11.2017 15:10:32
0
2574844
Eine Frage taucht bei mir jetzt noch auf: Im Bereich der Anschlussrohre im nördlichen Grundstücksbereich, haben wir schon jetzt eine große und tiefe Grube. Die folgenden Bilder zeigen die Situation recht anschaulich, vor allem die Enge zur nördlichen Grundstücksgrenze:







Seht Ihr eine Möglichkeit dort schon die Anschlussrohre oder Leerrohe dafür vorzusehen, so dass wir an dieser Engstelle nicht erneute aufgraben müssen?

Wie gut würden sich die Kollektorrohre durch ein solch langes Leerrohr schieben lassen. Macht das aus Eurer Sicht Sinn oder würdet Ihr dann eher vorsehen hier nicht alles komplett anfüllen zu lassen?

Verfasser:
dyarne
Zeit: 26.11.2017 15:35:54
1
2574857
autsch!

da gehört ein baugrubenkollektor rein, bei DEM tollen boden und DER schönen baugrube.
aber das ist ja phase 2.

phase 1 ist der eigentliche kollektor der VOR dem aushub gelegt gehört hätte...

wo ist der?

schade dass hier anscheinend immer mehr die langjährig erarbeiteten empfehlungen überlesen und/oder ignoriert werden...

ich schreibs trotzdem nochmals hier rein ... ;-)

1) kollektor VOR baugrube
2) grooooßer bagger
3) nur bei trockenem wetter legen

Verfasser:
skram
Zeit: 26.11.2017 16:29:15
0
2574883
Ja, ich habe Eure Hinweise durchaus gelesen und hätte den Kollektor gerne vorher gelegt. Leider war dies ein Abbruch. Auf dem Grundstück standen ein Altbau aus den 60er mit einem Anbau aus den 80er. Nur der Altbau war unterkellert, beides zusammen hat die 740 m2 Grund aber fast belegt.

Wir hatten also nach dem Abbruch schon die halbe Baugrube und hätte uns die Stadt nicht gezwungen deutlich tiefer in den Boden zu gehen, als dies bei den Altbauten der Fall war, hätten wir auch nicht soviel Aushub gehabt. Wir sitzen nun deutlich tiefer als die umliegenden Gebäude und aus unserer Sicht idiotische städtische Bauvorgaben kosten uns jetzt richtig Geld.

Kurzum, es war anders geplant. Das soll uns jetzt aber nicht vom Grabenkollektor abhalten, erst recht wenn Du auch der Meinung bist, dass sich der Boden gut dafür eignet!

Verfasser:
winni 2
Zeit: 26.11.2017 16:51:01
0
2574897
Ich kann die Bilder mit firefox nicht sehen, aber ich denke ich
kann es mir vorstellen.

Bis in den Keller, um die Ecke durch ein Rohr schieben, dürfte
problematisch sein.
Du könntest aber eine Grube/Schacht vor der Hauseinführung
lassen und bis dahin gerade Rohr zum Durchschieben verlegen,
denke ich.

Du hast Dich nicht zu meinen Varianten geäußert. Solltest Du
bei Deiner Planung bleiben, wäre das Teilstück H. nicht so be-
sonders effektiv, weil es sich z.T. die Wärme mit F. gegenseitig
abgräbt. Würde ich weglassen.

Grüsse

winni

Verfasser:
skram
Zeit: 26.11.2017 17:29:17
0
2574916
Denke noch über Deine Vorschläge nach, vor allem weil ich mir wegen der aktuell noch fehlenden Heizlastberechnung unsicher bin ob die geschätzten 6 kW reichen.

Ich gebe Dir Recht, dass das Teilstück H vermutlich nicht so effektiv ist. Eventuell macht es Sinn, wenn ich mit Teilstück F weiter in Richtung Süden komme. Die eingezeichneten 1-1,5m an der südlichen Grundstücksgrenze gehören zwar der Stadt, können aber von uns mitgenutzt werden.

Ich würde gerne mit der Nibe 1255-6 auskommen, jedoch könnte es bei unseren 180m2 Wohnfläche schon passieren, dass wir diese mit 7,5kw betreiben müssen. Dein erster Vorschlag ist mir daher aktuell etwas sympatischer.

Viele Grüße
Steffen

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Grabenkollektor für EFH-Neubau in BW
Verfasser:
skram
Zeit: 26.11.2017 17:29:17
0
2574916
Denke noch über Deine Vorschläge nach, vor allem weil ich mir wegen der aktuell noch fehlenden Heizlastberechnung unsicher bin ob die geschätzten 6 kW reichen.

Ich gebe Dir Recht, dass das Teilstück H vermutlich nicht so effektiv ist. Eventuell macht es Sinn, wenn ich mit Teilstück F weiter in Richtung Süden komme. Die eingezeichneten 1-1,5m an der südlichen Grundstücksgrenze gehören zwar der Stadt, können aber von uns mitgenutzt werden.

Ich würde gerne mit der Nibe 1255-6 auskommen, jedoch könnte es bei unseren 180m2 Wohnfläche schon passieren, dass wir diese mit 7,5kw betreiben müssen. Dein erster Vorschlag ist mir daher aktuell etwas sympatischer.

Viele Grüße
Steffen
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