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Gasbrennwert + Solarthermie im Altbau
Verfasser:
BufordTJustice
Zeit: 17.07.2017 14:24:30
0
2526569
Hallo Forum!

Vorgestern war die Energieberaterin zur Erstberatung im Haus und hat ihr Beratungsprotokoll erläutert.

Bei unserem Haus handelt es sich um einen Altbau aus 1917 mit Anbau aus den 60ern.
Insgesamt 280 qm Wohnfläche und 4 Parteien. Wir werden im EG wohnen.

Wir sind in der Sanierung des kompletten Gebäudes und nun soll auch energetisch geplant werden.

Von folgenden energetischen Maßnahmen wurde ausgegangen:

- Erneuerung Heizanlage (WW und Heizung), da momentan WW elektrisch und Holzeinzelöfen
- Innendämmung + Wandheizung
- neue Fenster (U-Wert 1.0)
- Neue Dacheindeckung (notwendig) samt Auf- und Zwischensparrendämmung
- Dämmung des Bodens zum Erdreich (derzeit nur Sand- Schlackeschüttung ohne Feuchtesperre)

Die Heizlast wurde mit 21 kw beziffert.

Die Beraterin schlug den Einbau einer Zentralheizung mit Solarthermie vor. Die Wärme soll über Wohnungsstationen (mit WW Zähler für Mietswohnungen) vom Heizkreislauf entommen werden.
Eine Gasbrennwertanlage mit 22 kw wurde vorgeschlagen. Die Solaranlage soll eine Kollektorfläche von 28qm haben.

Alternativ zur Gasbrennwertanlage wurde auch ein Pelletskessel vorgeschlagen. Hier fehlt es jedoch am Lagerplatz und dieser müsste am Grundstück neu errichtet werden.

Aufgrund der erheblichen Investition von 23.000 Euro allein für die Solaranalge überlegen wir uns nun, ob wir dafür nicht lieber die nächsten Jahre Pellets kaufen und quasi nur den Pelletskessel ohne Solarthermie anschaffen.

Wie sind eure Meinungen / Erfahrungen dahingehend? Rechnet sich die große Solarthermieanlage für Heizung und WW auf Dauer?
Verfasser:
OfenMichl
Zeit: 17.07.2017 15:59:22
0
2526614
Die Investitionskosten der Solarthermie würde ich noch einmal von anderer Stelle prüfen lassen, die Summe erscheint mir außerordentlich hoch.
Aktuell kannst Du Dir die Solarthermie auch von der BAFA bezuschussen lassen, in Deinem Fall mit 3 und mehr Wohneinheiten sogar mit Innovations-Zuschuss. Hierbei kannst Du einiges der Investition zurück bekommen.
Meine Anlage (Altbau 1840 mit Erweiterungen, 220 m², 3 Wohneinheiten) hat 20,5 m² Flachkollektoren die 3.000 Liter Puffer für WW (über FriWa) und Heizung beheizen. Somit komme ich ~ 6-7 Monate des Jahres locker über die Runden, obwohl bei mir Zuhause nur "Frostküttel" wohnen und selbst im Juni ab und wann die Heizung lief.
Ergänzt wird bei mir die Solarthermie durch einen Scheitholzkessel und einen separaten Pelletkessel falls im Winter mal keiner Zuhause ist.
Ich würde es jederzeit wieder genauso installieren.
Verfasser:
muscheid
Zeit: 17.07.2017 16:37:20
2
2526625
Bei der Solaranlage ist die Fläche viel zu groß. Im Sommer steht die zu oft still wegen der geringen Entnahme. Das sollte vermieden werden. Natürlich könnte man 1000de Liter Speichervolumen einbauen, aber auch das bringt nicht viel.
Anpassen heisst die Devise. Ein Speicher 1000-1500l reicht. Und Kollis etwa 15qm.
Verfasser:
schorni1
Zeit: 17.07.2017 17:20:08
1
2526641
@
Verfasser:
BufordTJustice


BEST Nickname ever !


"Halt meinen HUT!"

;-))
Verfasser:
Heidemann
Zeit: 17.07.2017 17:45:46
0
2526653
Bei Wohnungsstationen ist ein Brennwerter nicht erste Wahl. Für die Wohnungsstationen werden mindestens 55° C im Vorlauf benötigt. Und diese Temperatur ist ständig vorzuhalten.
Also bringt der Brennwerter rein gar nichts.

Wie wäre es mit Pellets in einem Erdbunker?

Sowas zum Beispiel: http://www.mall.info/produkte/neue-energien/pelletspeicher/pelletspeicher-thermopel-3000.html
Verfasser:
schorni1
Zeit: 17.07.2017 19:11:22
3
2526686
280 m2......bißchen kompakt?.....energetisch Sanierung?......

Und immernoch 21 kW?

Summe der Raumheizlasten oder wirklich vom HAUS?

Da muss noch was gehen....


Dass INNENdämmung bei SO einem extremen Altbau und so extremen (aber RICHTIGEN) Fenstern auch EXTREM anspruchsvoll in der Ausführungsqualität ist und dass man hier vor allem die Schnitt stellen der Gewerke GANZ GENAU von einem dritten ÜBERPRÜFEN UND ÜBERWACHEN sollte sei mahnend erwähnt!
Verfasser:
Motzi1968
Zeit: 17.07.2017 19:37:37
3
2526701
Zitat von BufordTJustice Beitrag anzeigen
...23.000 Euro allein für die Solaranalge...


Nimm ca. 13.000 € davon und bau stattdessen eine (ca. 10 KWp) PV-Anlage aufs Dach.
Gerüst steht noch?
Die restlichen 10.000 € ins Sparschweinchen.

Dann ganz normal 365 Tage mit Gas heizen (Insider: und Schornie? Wie war ich?).
Gas ist mit 0,05€/kWh oder noch günstiger vom vom onlinediscounter so billig, dass sich dessen Vermeidung über ST nicht lohnt.
(Insider: Und Schornie? Wie war ich?)

Bei Teilvermietung kannst/darfts Du die solar geernteten kWh nicht auf die Mieter umlegen. Die Sonne schickt halt keine Rechnung...
Bei meiner ST hat mit das Finanzamt 10 Jahre AfA aufgedrückt, 2005 gebaut und erst 2015 abgeschrieben.

Mit einer PV-Anlage hast Du langfristig Erträge für Dich. Du sparst nicht nur Haushaltsstromkosten, sondern bekommst noch Einspeisevergütung.
Dürfte bei 10 KWp Gesamt ca. 100 €/Monat ausmachen... 20 Jahre lang.

Das schaffst Du mit einer ST, selbst wenn die 28m² hat, nie und nimmer!
Du kannst nämlich schlecht sagen:" Ich setzte eine wesentlich höhere Miete an, da ja weniger Heizkosten durch die ST für alle Parteien anfallen." Das bekommst Du nicht durch, denn die Einsparung durch die ST liegt bei 20 bis max. 25% des Gesamtverbrauches.
Wenn das Haus geschätzte 28.000 kWh/a braucht (100kWh/m²) sind das aktuell 1.400 € Heizkosten incl. WW.
Die ST spart zwar 350 €/a, aber kein Vergleich zu 1.200 €/a Stromeigenverbrauch und Verkauf bei 10.000 € weniger(!) Invest.
Mach die Rechnung mal Deiner Energieberaterin auf, oder schick Ihr den Link mit meinem Beitrag hier.
PV-Angebote hier checken lassen:
https://www.photovoltaikforum.com/

Merke:
Du kannst Deine Dachfläche nur einmal vergeben...


Grüße
Motzi1968
Verfasser:
lowenergy
Zeit: 17.07.2017 19:48:06
0
2526703
Gasbüchsen, Pelletskessel, Solarthermie ... neeeee ...

sehr gut finde ich persönlich die angedachten energetischen Optimierungsmaßnahmen mit Dämmung sowie neuen Fenstern und die Installation von Wandheizung zudem!

Da wäre sehr interessant zu wissen, auf welche Systemtemperatur diese wasserführenden Wärmeaustauschflächen gerechnet werden ... tauglich für's effiziente Wärmepumpen!?!?

Würde der Energieberaterin mal folgenden Link zeigen:
Zitat:
In Gebäuden mit mehreren Wohneinheiten eignet sich die Wärmepumpe mit einer Flächenheizung ideal zur energetischen Sanierung. Mit ihren geringen Abmessungen ersetzt die neue geoTHERM schnell und unkompliziert veraltete Gas-Heizwertgeräte. Die auf den einzelnen Etagen installierten Wärmepumpen werden dann an eine zentrale Erdbohrung angeschlossen. „Mit der geoTHERM Wärmepumpe können große Gebäude wirtschaftlich und gleichzeitig umweltfreundlich saniert werden“, so Christian Sieg, Leiter Produkt- und Dienstleistungs-Management Vaillant Deutschland.

Dann könnte jede Wohneinheit eine dieser Sole-Wasser-Wärmepumpen für die Versorgung der Wandflächenheizung und der dezentralen Trinkwassererwärmung in der WE bekommen!

Die Wärmepumpen können eine Wärmequelle nutzen ... es braucht keine Solarthermie und kein schwieriges auseinanderklamüsern der Wärmekosten ... denn je Wohnung brauchts nur einen Strom- und einen Wärmemengenzähler je Wärmepumpe!

Dann noch das Dach voll mit Sonnenstromgeneratoren gepackt ... PV-MIETERSTROM!
Verfasser:
BufordTJustice
Zeit: 18.07.2017 11:27:22
0
2526854
Vielen Dank für die Antworten!

Der Anschaffungspreis der Solaranlage ist durchaus sportlich, ist aber auch eine grobe Schätzung der Beraterin. Alles andere werden die Angebote der Ausführenden Firmen zeigen. Derzeit sind wir noch bei der Entkernung, also noch Luft für Planung.

Dachneigung ist übrigens 34,5 Grad.

Der Bau wird während der Sanierung von einem Architekten und von einem Bausachverständigen überwacht.

Die Problematik mit der Vorlauftemperatur bei Wohnungsstationen und Brennwert habe ich bei der Beratung angesprochen. Wird durch die Beraterin noch abgeklärt. Ihrer Meinung nach sollte das aber mit einem ausreichend dimensionierten Speicher kein Problem sein (!?). Da bin ich auf eure Erfahrungen angewiesen.

Die 21 kw Heizlast beziehen sich auf das ganze Haus. Hier wurden die Energieverluste durch Außenwände, Dach, Fenster usw. im Haus berechnet.

Das mit der Heizkostenabrechnung beim Mieter ist ein Problem. Das scheint tatsächlich ein Ausschlusskriterium für die Solarthermieanlage zu sein. Da werde ich mich mal schlau machen, ob da nicht die Investitionskosten über die Nutzungsdauer umgelegt werden können. Tatsache ist aber, dass noch keine Mieter da sind. Schwierig....

Die Alternative PV-Anlage muss ich prüfen.

Ich hoffe auf weitere Denkanstöße!
Verfasser:
Solarzelle
Zeit: 18.07.2017 11:33:27
2
2526855
Ich würde ebenfalls eher zur Photovoltaik + Wärmepumpe raten.
damit werden 100% der Sonnenergie tatsächlich genutzt und es gibt keine Probleme mit der Abrechnung.
Verfasser:
schorni1
Zeit: 18.07.2017 11:55:08
0
2526862
Meiner Erinnerung nach sollten Wohnungsstationen bevorzugt aus einen Pufferspeicher versorgt werden, da bei der Abnahme oft große Spitzenlasten auftreten (Warmwasserbereitung über Plattenwärmetauscher). Werden die beiden Plattenwärmetauscher entsprechend großzügig ausgelegt, so ergibt sich auch eine große Spreizung die wiederum die Pufferspeicher Schichtung verbessert und somit den Brennwerteffekt des CA 15 KW STARKEN BRENNWERTGERÄTES.

:-))

PS: ich weiß nicht wie das dann in einer WEG geregelt wird wenn Dach Gemeinschaftseigentum ist und dort einer PV nur für sich draufmachen will. Oder hab ich was falsch verstanden?
Verfasser:
schorni1
Zeit: 18.07.2017 12:17:19
2
2526870
MICH würde zur weiteren Beurteilung des Wärmebedarfs die Stärke und Qualität der innen dämmung mal interessieren.

Denn die "Dämmwirkung" der bisherigen ausenwand mit geschatztem U wert 2,0 ist ja praktisch null und erfüllt nicht mehr als eine statische Funktion damit die Fenster einen halt haben.

Wie viel ist wohl an INNENdämmung praktisch machbar?

5cm? halbiert zwar erfahrungsgemäß den Wärmeverlust, ist aber viel zu wenig.!

10cm? Da wirds dann in der Praxis schon schwierig mit Fenster Anschlüsse usw

15cm? Werden sicherlich benötigt um die EneV zu erfüllen. Damit wirds aber im Raum im wahrsten Sinne des Wortes schon ENG. Und die Wärmebrücken an den Innenwänden echt ein Pro.... EINE HERAUSFORDERUNG.

Ist die Fassade so schützenswert dass man DA nichts draufmachen kann?

Baujahr 1917.....

Hats da noch historische altgermanische Wandmalereien drauf wie "Jeder Stoß ein Franzos.....Jeder Tritt ein Britt.....Jeder Schuß ein Russ....Für Kaiser und Reich sterben wir gleich..." ?
Verfasser:
BufordTJustice
Zeit: 18.07.2017 14:53:50
0
2526919
Die Frage ist ja nicht, wie der Altbau besser gedämmt werden kann, sondern wie die Heizlast von ca. 21 kw am kostengünstigsten erbracht werden kann und dabei die Mieter mit der Abrechnung zufrieden sind.

Aus dem Altbau wird kein Passivhaus und eine Außendämmung kommt nicht in Frage.
Verfasser:
winni 2
Zeit: 18.07.2017 15:00:35
5
2526923
Nee, die Frage ist zuerst, ob diese 21kW richtig ermittelt wurden?

Ich habe da auch meine Zweifel, wie Schorni, weil z.B. mein im Kern
ca. 1850er Haus mit 220 m2 liegt, ohne besonders gute Dämmmass-
nahmen und mit schlechteren Fenstern, da schon sehr weit darunter.
Etwa Faktor 3!

Grüsse

winni
Verfasser:
Motzi1968
Zeit: 18.07.2017 15:25:04
2
2526939
Zitat von BufordTJustice Beitrag anzeigen
Dachneigung ist übrigens 34,5 Grad

Das spricht noch mehrfür PV und gegen heizungsunterstützende ST, denn Du möchtest ja sicher nicht durch Aufständerung auf über 45° die Kosten der ST noch weiter nach oben treiben.
Mit 34,5° DN stelle ich außerdem die 25% Deckungsgrad der ST mal in Frage... eher weniger.

Zitat von BufordTJustice Beitrag anzeigen
Das mit der Heizkostenabrechnung beim Mieter ist ein Problem. Das scheint tatsächlich ein Ausschlusskriterium für die Solarthermieanlage zu sein. Da werde ich mich mal schlau machen, ob da nicht die Investitionskosten über die Nutzungsdauer umgelegt werden können. Tatsache ist aber, dass noch keine Mieter da sind. Schwierig....


Nein, ist nicht schwierig... es geht schlichtweg nicht!
Legen wir mal für die Neuvermietung "um":
23.000 € Invest 11% = 2.530 €.
Geteilt durch 280m² = 9€/m²/a
Durch 12 = 0,75€/m²/Monat.

Das Haus "spart" durch die ST 350 €/a : 280 : 12 = 0,10€/m²/Monat

Genau DAS wird dann im Fernsehen gezeigt, wenn Mieter nach energetischen Sanierungsmaßnahmen den Faktor 7,5 mehr an Kaltmiete zahlen, als sie effektiv einsparen.

Nun ist Dein Haus ja noch nicht vermietet.
sagen wir mal für ne 60m² WE kannst Du 8€/m² erzielen.
Zahlt Dir denn ein Mietinteressent 8,75€/m² (also 45€/Monat mehr ) wenn er die ST sieht?
Oder wenn Du ihm sagst, dass er 0,10€/m² (also 6€/Monat) dadurch weniger Heitzkosten hat?
Würde ein Mietinteressent nicht das gleiche denken, wenn er eine PV sieht? -> Oh, fortschrittlich, umweltfreundlich....
Zahlt er "trotzdem" 8,75€/m², weil das Bad oder der Balkon so schön ist?

Und mach Dich nicht von Nebenkostenfirmen wie z.B. Techem, oder Kalorimeta, die Ableseröhrchens und WMZ über Miete überall hinbauen, abhängig.
Das kostet langfristig ein Vermögen und treibt die NK des Hauses nach oben, sodass Du weniger an KM generieren kannst.
Die kosten mehr im Jahr als eine 100m² ST je einsparen könnte... ;-)
Wenn möglich verbinde im Heizungsraum zentral Strangweise jede Wohnung separat und bring selbst geeichte WMZ an.
Die liest Du dann zu jedem Silvester ab und feddich.
KW-und WW Uhren in jede Wohnung.
Aber das weiss Deine Energieberaterin sicherlich.

Und les Dich in die Trinkwasser- und Rauchwarnmelderverordnung ein...


Grüße
Motzi1968
Verfasser:
schorni1
Zeit: 18.07.2017 15:26:03
0
2526940
Klar wird da kein passiv Haus mehr draus :-))

Aber wenn das keine kulturelle erhaltenswerte Fassade ist.... ?!?

Denn im Normalfall ist halt Außendämmung wesentlich EINFACHER BILLIGER und UNKOMPLIZIERTER anzubringen. Gut dass man alles gerechnet und die Ausführung überwacht wird. Sonst hätt ich echt sorge....

Grad mit MIETERN und INNENdämmung seh ich da halt eher ne Problematik.
Teilbeheizung, Lüftungsdefizite wegen Berufstätigkeit oder Straßenlärm, Wärmebrücken, Duschorgien

Wobei schlecht gedämmte Gebäude zukünftig auch schlechte Marktchancen haben werden.

Aber WIE dick wird nun die Dämmung denn?
Verfasser:
HFrik
Zeit: 18.07.2017 16:06:58
2
2526956
Also wenn man entsprechende Informationen hätte könnte man VOrschläge machen.

Nehmen wir mal an die 21kW würden stimmen, das wären 75W/m², entsprechend einem unsanierten Altbau von 1917, mit ca. 230kWh/Jahr*m² Verbrauch. Daher die Zweifel dass das mit neuen Fenstern, verbessertem Übergang zum Boden (Da sollte nicht nur Feuchtigkeitssperre, sondern auch Dämmung rein) sowie Dachdämmung und Innendämmung stimmen kann.
Innendämmung kosstet vermietbaren Wohnraum, und ist Schimmelgefährlich bei fehlerhafter Ausführung, und hat massenweise Wärmebrücken, und ist teuer. Wenns gewünscht ist, OK..

Aber der TE sollte aufmerken wenn jeder erst mal fragt "Are you sure?" Vielleicht ist es doch nicht so gut die Festplatte zu formatieren :-)

Mögliche andere Konzepte: (Annahme die 21kW stimmen, ich habe auch Zweifel)
zB. 12kW Pelleter für Spitzenlasten und 10kW (2x5kW) Wärmepumpe, ohne Übergabestationen in den Wohnungen um mit geringen Temperaturen fahren zu können.
Das minimiert das Pelletlager, da die WP 80-90% der Wärmemenge liefert, und der Pelleter nur die Spitzen abdeckt. Liget das Haus besser als 21kW, machen die WP das auch ohne pelleter, dann hält das Pelletlager ewig.

Oder aber dezentrale Solepumpen mit dezentralen Warmwasserspeichern, wenn die Wohnungsgrundrisse das hergeben, und zentraler Solebohrung + Soleleitung ausserhalb der thermischen Hülle zur WP. Würde besser bei 3x3kW Heizlast (Da gäbe es gerade eine passende kleine WP) passen, und die Abrechnung massiv vereinfachen (läuft über Haushaltsstrom, keine Gemienschaftseinrichtungen ausser Solebohrung). Ergibt 3x Erdwärmeförderung, was die Kosten zu einem spürbaren Teil deckt PV aufs Dach soviel die Dachfläche hergibt, versorgt dann die eigene Wohnung, sowie verdient Geld.

Ob das Passt muss sich der TE ansehen. Soweit mal die Denkanstösse zum Brainstorming.
Verfasser:
Dietmar Lange
Zeit: 19.07.2017 10:05:59
2
2527146
Zitat von BufordTJustice Beitrag anzeigen
Das mit der Heizkostenabrechnung beim Mieter ist ein Problem. Das scheint tatsächlich ein Ausschlusskriterium für die Solarthermieanlage zu sein. Da werde ich mich mal schlau machen, ob da nicht die Investitionskosten über die Nutzungsdauer umgelegt werden können
[...]


Die energetische Modernisierung von Mietwohnungen ist seit 2013 im Mietrechtsänderungsgesetz neu geregelt
Heizungsmodernisierungen mit oder ohne Solarthermie fallen unter diese Regelungen.Die Kosten sind umlegbar
Hier eine Übersicht aus der Sicht der Wohnungswirtschaft

Mietrechtsänderungsgesetz

Dietmar Lange
Verfasser:
Dietmar Lange
Zeit: 19.07.2017 10:25:59
0
2527151
Zitat von BufordTJustice Beitrag anzeigen
Hallo Forum!

Vorgestern war die Energieberaterin zur Erstberatung im Haus und hat ihr Beratungsprotokoll erläutert.

Bei unserem Haus handelt es sich um einen Altbau aus 1917 mit Anbau aus den 60ern.
Insgesamt 280 qm Wohnfläche und 4 Parteien. Wir werden im EG wohnen.


Eine Gasbrennwertanlage mit 22 kw wurde vorgeschlagen. Die Solaranlage soll eine Kollektorfläche von 28qm haben.

[...]


Nur zur Solaranlage als grobe Ferndiagnose

Die Auslegung entspricht formal einer alten Faustregel für EFH, die ich selbst in der Energieberaterausbildung noch erwähne, aber nicht mehr empfehle, da sie den Warmwasserbedarf nicht berücksichtigt

Heizfläche * 10 = Kollektorfläche.

Anlagen in Mietshäusern sollten grundsätzlich knapper ausgelegt werden als Anlagen in EFH.


Dietmar Lange
Verfasser:
schorni1
Zeit: 19.07.2017 11:14:54
0
2527168
Nochmal zu den Fakten damit man neue BELASTBARE Ideen entwickeln kann und nicht nur blinde Mutmaßungen :

Wie stark ist die INNENdämmung?

Außenmaße vom Haus?

Warum kommt NUR INNENdämmung in Frage?

MÜSSEN es Wohnungsstationen sein?
Verfasser:
BufordTJustice
Zeit: 19.07.2017 13:04:28
0
2527206
Den Vorschlag mit der Solepumpen und der PV finde ich interessant. Wie läuft das dann mit der Strombabrechung?

Die Innendämmung soll 40mm bei Holzfaserplatten und 50mm bei Schilfrohrmatten betragen.

Hier de Gebäudegrunddaten aus dem Bericht:

Gebäudekategorie: Mehrfamilienhaus
Baujahr: 1917
Denkmal: ja
Gebäudetyp: freistehend
Gebäudelage: innerorts
Exposition/Bauweise: kompakt
Bauart: mittel
Ausstattung: mittel
Luftdichtheit: nicht geprüft
Durchschnittliche Geschosshöhe: 2,83 m
beheizte Wohnfläche: 280,0 m²
Gebäudenutzfläche1): 341,1 m²
Gebäudevolumen Ve: 1.066 m³ (Brutto)
Wärmeübertragende Umfassungsfläche A: 680 m² (Brutto)
A/V-Verhältnis: 0,64 m-1
Fensterflächen: 42 m²
Außentürflächen: 4 m²
Vollgeschosse: 3
charakteristische Breite: 11,55 m
charakteristische Länge: 11,38 m
Anzahl Wohneinheiten: 4
Anzahl Bewohner/Nutzer: 9
Raumtemperatur durchschnittlich ca. 19,0 °C

Leider kann man hier keine Bilder einfügen... :-/
Verfasser:
schorni1
Zeit: 19.07.2017 13:16:05
0
2527209
Danke Buford,

Bilder sehr sehr gerne über https://www.pic-upload.de

Grüße Bandit
Verfasser:
schorni1
Zeit: 19.07.2017 14:09:40
0
2527219
Soooo, ich hab das Haus mal im Programm "nachgebaut".

Kurzundgut: es sind tatsächlich ca 20kW (bei 20 Grad innen)

Aber DAS liegt an der (viel zu dünnen) INNENdämmung mit 4-5cm, logisch.


Jetzt frag ich zum Dritten Mal, diesmal etwas ausgemalter und nachdrücklicher:

Welcher Hutsimpel kommt auf diese (schwachsinnige) Idee, eine viel zu dünne und im Verhältnis zu teure, DUSSLIGE und sowieso viel zu problematische INNENdämmung zu verwirklichen??


Welcher massive triftige und unweigerliche Grund spricht DA dafür??

Es ist SO TEURER, AUFWÄNDIGER ja fast schon GEFÄHRLICHER....

Das Haus scheint NICHT denkmalgeschützt zu sein (wiederholte Anfrage ohne klare Antwort), durch die Dacherneuerung ändert sich ohnehin das "historische" Antlitz, durch eine Solaranlage dann nochmal.

Anstatt dass man RICHTIG dämmt und den WärmeBEDARF minimiert, sucht man wieder mit "kein Geld" und "geht nicht, bekomm ich nicht wieder rein" verzweifelt nach Lösungen den VERBRAUCH zu senken.....


Geht man auch bei -20 im T Shirt raus nach dem Motto "ich brauch kein Pullover, ich kann mich ja warmstrampeln...." ???


VORHER N A C H D E N K E N !!
Verfasser:
BufordTJustice
Zeit: 19.07.2017 15:10:35
0
2527233
Vielen Dank für den Hinweis auf die Außendämmung. Ich habe weiter oben aber doch schon geschrieben, dass die nicht in Betracht kommt. Überzeugungssache - Dummheit - oder weil es mir und meiner Frau einfach nicht gefällt.

Die Innendämmung wird unter Anleitung und Prüfung durch Bausachverständigen großteils in Eigenleistung erbracht. Da im EG Innenbereich der Kalkputz eh erneuert werden muss wird die Maßnahme mit der Innendämmung und Wandheizung erweitert.

Wir wollen eben wie oben geschrieben die berechnete Heizlast auf die andgedachten Maßnahmen abgestimmt günstig beziehen.

Ein Konzept hierzu ist eben Kombi Gasbrennwert + Solarthermie oder wie von Motzi1968 vorgeschlagen die PV Anlage in Verbindung mit Pellets.

Wie sieht es denn mit einem micro Blockheizkraftwerk aus? Könnte das mit der Heizlast im Sommer auch durchlaufen?

Hier ein Auszug aus dem Bericht des Energieberaters:
Verfasser:
schorni1
Zeit: 19.07.2017 15:32:06
0
2527245
Na ja, "Dummheit" schließe ich mal lieber aus. Ich kanns nur nicht nachvollziehen, warum Frau/man etwas offensichtlich EMOtional entscheidet was RATIONAL erheblich NEGATIVE Auswirkungen hat. Auf ALLE und ALLES !

Meist lässt die Emotion (Gefühl, Freude) schnell nach wenn knallhart die Ratio (Kosten, Schaden) eintritt. Kurz danach kommt aber wieder EMOTION (Frust, Verzweiflung, Sorgen, Angst, Wut, Hass)...

GIBT einem diese alte Fassade SO viel an Emotionen wie Freude, Spaß und Glück? Hats da ein eingearbeitetes Marienerscheinungs-denkmal, was als Pilger- und Wallfahrtstätte anerkannt ist? Ist das SO ein schönes Gefühl wenn man über diese Fassade mit den Fingern streichelt, die Wange anschmiegt, mit den Lippen den alten Putz küsst? Ist die SO SCHÖN mit Verzierungen, Stuck, besonders wertvollen Fensterbänken oder Fensterumrandungen versehen, dass der Stadt und dem Erdkreis sonst dieses unendlich wertvolle und UNESCO-schützenswerte Kulturgut abhanden geht?

DAS ist ein BHKW mit ca 20kW

DAS ist in Verbindung mit einem Brennwertgerät VitoTwin mit 24kW



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Gasbrennwert + Solarthermie im Altbau
Verfasser:
schorni1
Zeit: 19.07.2017 15:32:06
0
2527245
Na ja, "Dummheit" schließe ich mal lieber aus. Ich kanns nur nicht nachvollziehen, warum Frau/man etwas offensichtlich EMOtional entscheidet was RATIONAL erheblich NEGATIVE Auswirkungen hat. Auf ALLE und ALLES !

Meist lässt die Emotion (Gefühl, Freude) schnell nach wenn knallhart die Ratio (Kosten, Schaden) eintritt. Kurz danach kommt aber wieder EMOTION (Frust, Verzweiflung, Sorgen, Angst, Wut, Hass)...

GIBT einem diese alte Fassade SO viel an Emotionen wie Freude, Spaß und Glück? Hats da ein eingearbeitetes Marienerscheinungs-denkmal, was als Pilger- und Wallfahrtstätte anerkannt ist? Ist das SO ein schönes Gefühl wenn man über diese Fassade mit den Fingern streichelt, die Wange anschmiegt, mit den Lippen den alten Putz küsst? Ist die SO SCHÖN mit Verzierungen, Stuck, besonders wertvollen Fensterbänken oder Fensterumrandungen versehen, dass der Stadt und dem Erdkreis sonst dieses unendlich wertvolle und UNESCO-schützenswerte Kulturgut abhanden geht?

DAS ist ein BHKW mit ca 20kW

DAS ist in Verbindung mit einem Brennwertgerät VitoTwin mit 24kW
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