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Warmwasserdruck bei neuer Gastherme
Verfasser:
Ghostwriter
Zeit: 12.08.2017 10:37:23
0
2536746
Hallo zusammen, ich plane den Kauf und die Renovierung eines kleinen, alten Hauses welches ich die nächsten Jahre selber nutzen und dann später vermieten möchte.

Die vorhandenen Nachtspeicheröfen sollen entfernt und durch eine Gas- Brennwerttherme ersetzt werden, welche Ihren Standort auf dem Dachboden erhält. Mit dieser Therme soll auch das Warmwasser für das Haus erhitzt werden, also eine Kombitherme, wenn ich das richtig recherchiert habe.

Eine solche Therme befindet sich zur Zeit auch in meiner jetzigen gemieteten Wohnung und versorgt ebenfalls die Wohnung darunter. Leider ist der Warmwasserdruck an den Zapfstellen mehr wie bescheiden und ich kann nicht ganz nachvollziehen, ob es mit der Therme zusammen hängt oder mit den alten Rohrleitungen im Haus. Der Druck auf der Kaltwasserleitung ist soweit in Ordnung und ausreichen. Ein Speicher für das warme Wasser exestiert hier zur Zeit nicht.

In meinem Haus welches ich komplett renovieren werde, wird die alte Bleileitung von der Straße kommend entfernt und erneuert. Im Zuge dessen möchte ich jetzt verhindern das ich wieder einen zu schwachen Wasserdruck beim Warmwasser habe, das stört einfach zu sehr beim Duschen, befüllen des Spülbeckens oder der Badewanne.
Was meint also ihr, liegt es an den alten Leitungen oder im Funktionsprinzip einer solchen Therme selber das der Druck so schwach ist?
Die zweite Frage wäre, ob ein Speicher sinnvoll ist um eine Badewanne (z.B Duravit Paiova f. 2 Personen) in angemessener Zeit zu befüllen und ordentlich Duschen (vielleicht sogar mit Regenbrause) zu können. Verständlicherweise möchte ich keinen 300 Liter Speicher auf den Dachboden stellen, gibt es soetwas auch in 80 Litern zum Beispiel oder reicht gar die Variante des Vaillant Plus Eco Tec VCI mit seinem 20 Liter Schichtlademodul aus?

Welche Standarttherme könnt ihr mir für mein Vorhaben empfehlen? Ich brauche kein Gerät welches via Smartphone gesteuert werden kann, es muss nur die rund 120 qm Wohnfläche eines Fachwerkhauses mit ungedämmten Aussenwänden vernünftig warm bekommen und meine Anforderungen an das warme Wasser mit ausreichend Druck erfüllen. Ob jetzt Junkers, Vaillant oder sonst wer ist mir letztendlich egal, preislich muss es aber keine Oberklasse sein (Ja, ich weiß, Billig und vernünftiger Alleskönner passt nicht zusammen).

Vielen Dank für eure Hilfe bei meinen Planungen. Eine erste Besichtigung mit dem Installateuer kann leider erst Ende September erfolgen.
Verfasser:
hanssanitaer
Zeit: 12.08.2017 11:16:21
1
2536755
Moin moin,

bei einer vernünftig geplanten und durchgerechneten Anlage, gibt es keine Probleme mit Wasserdruck oder sonstwas.
Die Probleme in der jetzigen Wohnung können durch zugesetzte Leitungen, aber viel wahrscheinlicher durch eine zu geringe Leistung des Durchlauferhitzers resultieren. Da setzt man Drosseln ein, damit überhaupt eine gewisse Wassertemperatur erreicht wird.

Bequemes Duschen mit Durchlauferhitzern (egal ob Gas oder Elektro) fängt so ab 20-25kW an. Eine einfache (Stahl-)Badewanne kann man gerade noch mit einem 27kW DLE befüllen. Aber da reichen die gängigen Brennwertthermen mit ~20kW Durchlauferhitzer nicht mehr aus!

On Detail soll dir ein Installateur anhand der Planungsunterlagen der Hersteller die richtige Warmwasserbereitung raussuchen. Bei einem Haus würde ich von einer Kombitherme absehen. Den Platz für die Aufstellung eines Speichers solltest du haben.


Womit du aber jetzt schon anfangen kannst: Raumweise Heizlastberechnung durchführen oder beauftragen, damit die neue Brennwerttherme richtig ausgewählt wird. Die meisten Heizungsbauer werden sie deutlich zu groß auswählen und das ist falsch! Es kostet dich Geld und die Anlage Effizienz. Die Heizlastberechnung braucht natürlich Zeit und Fachkenntnis oder eben Geld. Mit dem Programm DanBasic von Danfoss ist es aber auch für ungeübte leicht. Du suchst dir die U-Werte der Gebäudebauteile zusammen (u-wert.net Rechner nutzen) und trägst dann alles bei DanBasic ein.

Erst danach kann man überhaupt eine Empfehlung für ein Heizgerät abgeben.

Zur Warmwasserbereitung noch eine Frage: Wie hart ist das Wasser am Aufstellort? (Wegen möglichem Schichtspeicher aufgrund der potentiell schwankenden Bewohnerzahl).


Gruß Hans
Verfasser:
Ghostwriter
Zeit: 12.08.2017 11:36:54
0
2536764
Vielen Dank für die schnelle Antwort. Die Wasserhärte liegt laut unserem Versorger hier zwischen 10 und 13° dH.

In welcher Größe wäre denn ein Speicher notwendig um mein Vorhaben umzusetzen, reicht da ein kleiner Speicher? Wenn ich das Haus bewohne bin ich eigentlich an 6 Tagen in der Woche nur Abends da, kann man in etwa beziffern wieviel es kostet (auch in % als Mehrkosten möglicht) wenn der Speicher ständig auf Temperatur gehalten wird? Darin habe ich den Vorteil bei einer Therme gesehen, Warmwasser wird nur dann gemacht wenn es wirklich nötig ist.

Was den Wasserdruck angeht heißt es also einfach nur die Zuleitung zur Therme oder geg. zum Speicher groß genug zu dimensionieren um später genügend Wasserdruck zur verfügung zu haben? Es gab hier ja schon mehrfach beiträge in denen doe sogenannten Regenbrausen nur ein gefühlt leichtes Tröpfel abgegeben haben.

Eine Heizlastberechnung wie Du sie vorgeschlagen hast werde ich wenn es zeitlich passt Morgen mal machen um zu sehen wo ich grob lande, mit dem U- Wert Rechner habe ich bereits schon mal etwas wegen dem Dach "gespielt". Natürlich möchte ich dann eine gut dimensionierte Heizungsanlage, möglichst bezuschusst durch die KFW, aber allerdings auch keine die ständig aufgrund von falsch Dimensionierung am Takten ist.
Verfasser:
hanssanitaer
Zeit: 12.08.2017 12:14:20
1
2536779
Um dem Takten entgegenzuwirken:
-Heizlast berechnen
-Therme nicht überdimensionieren und auf großen Modulationsbereich achten (z.B. Vitodens 300 mit nur 2kW Mindestleistung oder gar Geminox THRi 0.9-9 C)
-Heizkörper auf geringe Spreizung (~10K) auslegen, damit genug Durchfluss zustande kommt. Maximaldurchfluss der Therme aber nicht vergessen.

Bei ausreichendem Druck aus dem Trinkwassernetz (min 4-5bar, hat man in normalen Wohnlagen fast immer) reicht die übliche Rohrleitungsdimensionierung vollkommen. Die Berechnung oder Erfahrungsauslegung macht der Installateur.

Für eine richtig geile Regendusche 30l/min einplanen und in DN20 (26mm MSVR!!!) anschließen. Das stellt natürlich auch Anforderungen an die Warmwasserbereitung. Die Schüttleistung liegt da schnell bei 60kW. Da wirst du weder mit Kleinstspeicher (<150l) noch mit einer Kombitherme glücklich werden. Der kleine Speicher ist nach 10-15min leergenuckelt und die Kombitherme wird nie genug Leistung haben.
Jetzt gibt es so Kompromissbrausen, die sich auch mit 15l/min für den Urwald begnügen, aber selbst dann reicht die Kombitherme nicht und mit zwei Langduschern, die direkt hintereinander duschen, wird es auch schwierig.
Verfasser:
Martin24
Zeit: 12.08.2017 12:58:04
2
2536785
Zitat von hanssanitaer Beitrag anzeigen
Für eine richtig geile Regendusche 30l/min einplanen und in DN20 (26mm MSVR!!!) anschließen. Das stellt natürlich auch Anforderungen an die Warmwasserbereitung.


Ich weiß ja nicht, ob man in einem kleinen alten Haus die Warmwasserversorgung wirklich auf eine 30l/min Regendusche auslegen muss. Klar ist sowas klasse, aber oft auch nur, bis man die erste Gasrechnung bekommt.
Erscheint mir etwas so als würde man beim Neubau eines kleinen Hauses die Garage so bauen wollen, dass ein Maybach reinpasst.

Eine normale Dusche braucht max. 10l/min und die Warmwasserbereitugn darauf auszulegen ist erheblich einfacher und kostengünstiger.

Grüße
Martin
Verfasser:
Ghostwriter
Zeit: 12.08.2017 13:19:22
0
2536788
Verstehe, das sind ja schon ordentliche Dimensionen mit 30 Litern/min aber dafür hat man dann halt das richtige Feeling. Da wird es wenn dann überhaupt eher die Sparvariante werden oder ich muss mich mal auf die Suche nach ner alternativen Brause machen, weg vom dem "Regen" Gedanken.

Wie lange braucht denn so ein Warmwasserspeicher bis er wieder aufgeladen ist? Ich stell mir das so vor das Oben das warme Wasser entnommen wird und unten fließt Kaltes nach, ein Fühler registriert den Temperaturunterschied und das Wasser wird erhitzt. Klar geht das nicht so schnell wie ich das Wasser entnehme wenn ich mit einer groß dimensionierten Brause Dusche, aber für normales Duschen oder Duschen mit einer 15 liter Brause sollte es doch reichen bzw zum Befüllen einer Badewanne. Ich entnehme zum Befüllen der Wanne oder zum Duschen ja auch nicht 1 zu 1 das Wasser sondern mische im Normalfall ja noch kaltes dazu, je nach Speichertemperatur. Das müsste die Zeit doch um einiges verlängern und damit möglich sein länger Zeit warm zu Duschenoder nicht?
Verfasser:
hanssanitaer
Zeit: 12.08.2017 17:08:09
1
2536843
Das kommt jetzt auf die Therme an: Wenn du eine (wahrscheinlich) überdimensionierte 5-25kW Therme verbaust, dann heizt die auch mit 25kW den Speicher nach. Ist die Hysterese ausreichend klein eingestellt, dann merkst du bei normalem Bedarf (<20kW, also normales Duschen mit Handbrause, Zapfen am Spülbecken, etc) überhaupt keinen Unterscheid. Die Temperatur fällt so grob von 60°C auf vielleicht 50-55°C ab.

Wenn die Therme aber sinnvoll ausgelegt ist und hypothetisch maximal 10-15kW hat, dann heizt das System insbesondere für die Regenbrause nicht schnell genug nach. Es wird kalt.

Zu deiner Frage mit den Mischen von kalt und warm: Es ist für die Ausgabeleistung unerheblich, wo und wann gemischt wird. Wenn nur 20kW Aufheizleistung der Kombitherme zur Verfügung stehen, die Regendusche aber 60kW braucht um 30L/min von 10°C Eingangstemperatur auf 38°C Duschtemperatur zu heben, dann bringt dir alles Mischen nichts.
Im Umkehrschluss: Ist der Speicher leer und dir stehen 10kW Nachheizleistung zur Verfügung, dann musst du für 10min Duschen mit Handbrause (20kW Schüttleistung) vorher 20min Nachladen lassen.
Verfasser:
schorni1
Zeit: 12.08.2017 22:59:14
0
2536916
Du versuchst die Quadratur des Kreises?

Lasses, nimm DAS !
Verfasser:
Ghostwriter
Zeit: 13.08.2017 07:55:53
0
2536945
Lassen wir mal die Regenbrause komplett aus dem Rennen und gehen von einer Standart Wasserversorgung für mein kleines Haus aus. Die benötigte Leistung für die Heizkörper ist geringer wie die zur Erwärmung des warmen Wassers, richtig?
Eine richtig dimensionierte Therme richtet sich also nach der zu erwärmenden Menge des Wassers von Ihrer Leistung her, was wiederum durch einen ausreichend großen Speicher, der das warme Wasser bevorratet und damit ein notwendiges, schnelles und starkes nachheizen reduziert, ist das auch richtig oder hab ich das falsch verstanden?

Wenn ich jetzt von folgenden möglichen Warmwasserzapfstellen ausgehe
- Küche Spüle
- Gäste Waschtisch und Waschtisch Hauptbad
- Dusche
- Badewanne

an denen Warmwasser benötigt wird, muss das doch durch eine normale Therme, die trotzdem richtig dimensioniert ist was die Gesamtheit angeht, möglich sein.
Die Bereitstellung des Warmwassers schafft ja im Moment sogar nur die Therme mit Durchlauferhitzer drin. Mit dieser kann ich ja unbegrenzt warm Duschen, nur ist der Warmwasserdruck halt zu gering.

Da ich Sommer wie Winter dem Outdoorsport verfallen bin möchte ich gerade im Winter die Möglichkeit haben lange und heiß Duschen oder auch mal Baden zu können.
Entschuldigt bitte meine Begriffstutzigkeit aber ich möchte verstehen was in welcher Dimension notwendig ist und ob ein zusätzlicher Kleinstspeicher (besonders auch das 20 Liter Teil von Vaillant) dann überhaupt Sinn macht wenn er eh für soetwas nicht ausgelegt ist und durch die lange Nachheizphase Event. sogar unpraktischer ist wie eine Kombitherme.

Der Nachteil, das wenn zur Dusche z.B. an einer weiteren Zapfstelle Warmwasser entnommen wird, der Druck abfällt und man einen kleinen "Temperaturschock" bekommen kann bei einer Therme mit nur Durchlauferhitzer ist mir Bekannt, damit könnt ich Momentan aber Leben und wäre höchstens zu überdenken wenn ich ins Gästebad eine weitere Dusche haben möchte, was dann aber wieder eine komplett andere Situation darstellen würde aber auch das ist erstmal nicht geplant. Da das Haus in ein paar Jahren vermietet wird soll es funktional aber einfach gestaltet werden, von dem Einbau einer Infrarotkabine und/ oder Dampfdusche habe ich aus diesen Gründen bereits auch schon abgesehen.
Verfasser:
hanssanitaer
Zeit: 13.08.2017 09:50:17
0
2536963
Bei einem 2 Personen Haushalt kannst du den Speicher nicht einfach beliebig groß machen. Dann steht das Wasser lange und die Anlage wird hygienisch bedenklich. Außerdem wird der Speicher zum Energiefresser, da durch die größere Oberfläche auch mehr Verlustleistung anfällt.

Ob der Ungewissheit mit einer oder zwei Duschen, der geplanten Regendusche uvm solltest du vielleicht eine Frischwasserstation mit 500l Pufferspeicher in Erwägung ziehen. Das ist aber deutlich teurer als ein einfacher Brauchwasserspeicher und auch nicht maximal wartungsarm. Konterkariert eher mit dem Wunsch nach Vermietung.

Eine andere hygienisch optimierte Lösung könnte ein Schichtladespeicher darstellen. Da gibt es die Viessmann Vitodens 333-F. 1.9-26kW (extremer Modulationsbereich) mit 100l Edelstahl Schichtladespeicher (nix Wartung Opferanode, da keine Korrosion -> vermieterfreundlich) und Lambda Regelung (kein Stress bei Gasartumstellung und nur alle 3 Jahre Messung durch den Schornsteinfeger). Bleibt also nur die jährlich notwendige Reinigung des Brennraums.
Die 15l Regenbrause wird mit der 333-F auch einige Zeit laufen. Eine normale Badewanne füllt sich auch noch praktikabel.

In wie weit Gebäudeheizlast und Warmwasserbedarf zueinander stehen, kann dir niemand sagen. Wir wissen bisher nichtmal, wie groß das "kleine Häuschen" ist. -> Heizlastberechnung kommt ja heute ;)

@Schorni: Hansa? Ernsthaft jetzt? Da muss man erstmal einen passenden Hanfi für finden.
Verfasser:
Onkel2012
Zeit: 13.08.2017 10:25:39
0
2536971
Korrektur: die 26 kW Variante des 333 geht bei 4kW los und erst die 19kW Variante hat als untersten Modulationspunkt 1,9 kW.
Von Hansa kann ich persönlich nur abraten. Da hatten wir nur einen von in der Kundschaft: Betonung auf hatten - Gott sei Dank wurde das Gerät auf Grund erheblicher und dauernder Mängel zurückgenommen.
Verfasser:
schorni1
Zeit: 13.08.2017 12:41:16
0
2537002
ICH würde auch ein Kompaktgerät nehmen, kleinstmöglicher unterer Modulationsbereich unter 2 kW.

Wenn Du ein Luxus-Vollbad machen möchtest, lädst Du vorher eben kurzfristig den WW-Speicher höher auf, von miraus auf 7o Grad und Du bist voll versorgt, ebenso wenn mal zwei gleichzeitig duschen (gibt es in Praxis NIE!)
Verfasser:
Onkel2012
Zeit: 13.08.2017 12:46:05
3
2537004
Zitat:
"ebenso wenn mal zwei gleichzeitig duschen (gibt es in Praxis NIE...

Doch, doch! Aber zumeist unterm selben Brausekopf. ;-)
Verfasser:
schorni1
Zeit: 13.08.2017 14:48:58
1
2537038

Da ich Sommer wie Winter dem Outdoorsport verfallen bin möchte ich gerade im Winter die Möglichkeit haben lange und heiß Duschen oder auch mal Baden zu können.


Dann versuche doch mal Deinen jetzigen WW-Verbrauch zu erfassen , zu messen, dann hat man mal ZAHLEN, anstatt so Schätzungen wie "viel und lange".
Verfasser:
schorni1
Zeit: 13.08.2017 16:36:17
1
2537068
eine Gas- Brennwerttherme ersetzt werden, welche Ihren Standort auf dem Dachboden erhält.

Ist der gedämmt oder besteht da Frostgefahr? Achtung : KALTwasserzulauf gefährdet!


Leider ist der Warmwasserdruck an den Zapfstellen mehr wie bescheiden und ich kann nicht ganz nachvollziehen, ob es mit der Therme zusammen hängt oder mit den alten Rohrleitungen im Haus. Der Druck auf der Kaltwasserleitung ist soweit in Ordnung und ausreichen.

Es ist NUR der WARMWASSER-DURCHFLUSS geringer, weil im Durchlaufverfahren bei der Therme nur eine gewisse Menge/Minute durchgehend erwärmt werden kann.

eine Badewanne (z.B Duravit Paiova f. 2 Personen)

wieviel LITER INhalt?

rund 120 qm Wohnfläche eines Fachwerkhauses mit ungedämmten Aussenwänden vernünftig warm

grob ca 10-15 kW erforderlich


In welcher Größe wäre denn ein Speicher notwendig um mein Vorhaben umzusetzen, reicht da ein kleiner Speicher? Wenn ich das Haus bewohne bin ich eigentlich an 6 Tagen in der Woche nur Abends da, kann man in etwa beziffern wieviel es kostet (auch in % als Mehrkosten möglicht) wenn der Speicher ständig auf Temperatur gehalten wird? Darin habe ich den Vorteil bei einer Therme gesehen, Warmwasser wird nur dann gemacht wenn es wirklich nötig ist.

für normales Duschen (15 Minuten Wasserlauf) und normale 120 Liter Wanne reicht ein 80-120 Liter Speicher aus, der entsprechend betrieben wird. Niedrige Temperatur 40-50 zum Duschen, hohe 60-75 zum Vollbaden. Über Zeitschaltuhr in der Regelung bleibt er entsprechend NUR zu den Bedarfszeiten aufgeheizt.


Was den Wasserdruck angeht heißt es also einfach nur die Zuleitung zur Therme oder geg. zum Speicher groß genug zu dimensionieren um später genügend Wasserdruck zur verfügung zu haben? Es gab hier ja schon mehrfach beiträge in denen doe sogenannten Regenbrausen nur ein gefühlt leichtes Tröpfel abgegeben haben.

DARAUF muss die Leitung entsprechend dimensioniert werden!!


Die Wasserhärte liegt laut unserem Versorger hier zwischen 10 und 13° dH.


Also Plattenwärmetauscher-Schicht-Lade-Speicher GEEIGNET!


Um dem Takten entgegenzuwirken:
-Heizlast berechnen LASSEN !
-Therme nicht überdimensionieren und auf großen Modulationsbereich achten (z.B. Vitodens 300 mit nur 2kW Mindestleistung oder gar Geminox THRi 0.9-9 C)
-Heizkörper auf geringe Spreizung (~10K) auslegen, damit genug Durchfluss zustande kommt. Maximaldurchfluss der Therme aber nicht vergessen.


genau! Wie ALT ist denn das Haus? freistehend? PLZ?

Bei ausreichendem Druck aus dem Trinkwassernetz (min 4-5bar, hat man in normalen Wohnlagen fast immer) reicht die übliche Rohrleitungsdimensionierung vollkommen. Die Berechnung oder Erfahrungsauslegung macht der Installateur.

am jetzigen Druckregler und Manometer ablesen. Falls keine vorhanden: NACHRÜSTEN !


für normales Duschen oder Duschen mit einer 15 liter Brause sollte es doch reichen bzw zum Befüllen einer Badewanne. Ich entnehme zum Befüllen der Wanne oder zum Duschen ja auch nicht 1 zu 1 das Wasser sondern mische im Normalfall ja noch kaltes dazu, je nach Speichertemperatur.

...der 80-120 Liter Speicher - entsprechend betrieben. Bei Viessmann kann man z.B. ZWEI unterschiedliche Wassertemperaturen unterschiedlichen Zeiten zuordnen (Legionellenschaltung): 40-45 "normal", 70+ für Sonderverwendung

Ein Speicher lebt von seinem VOLUMEN, DAMIT deckt er den Bedarf. Die Nachheizung erfolgt dann i.d.R. ungestört danach.
NUR der Schicht-Lade-Speicher ist da schneller, da er das neue heiße Wasser gleich an die Entnahmestelle im Speicher OBEN einspeist. Dadurch hat man eine Art Durchlauferhitzereffekt, der zumindest zum Direkt-duschen genügen kann.


habs leider nicht mehr in deutsch gefunden

Warmwasserbereitung über Plattenwärmetauscher = MIT Kondensationswärmenutzung - bei normalem Speicher NICHT möglich!

https://www.youtube.com/watch?v=cuxnlHWsIHs

kleinerer Speicher aber MEHR Leistung

= immer frischeres Wasser

+ Legionellenabtötung sofort
Verfasser:
Ghostwriter
Zeit: 13.08.2017 17:51:38
0
2537094
So, die Heizlast habe ich bestmöglich berechnet und komme da auf einen Wert von 13787 W.

Zum Haus: Grundfläche 7x 6m,
Erdgeschoss mit Wohnzimmer (Raumhöhe 2,10) Küche, Gäste WC und Diele (Raumhöhe 2,40)

1. OG Badezimmer, Schlafzimmer, Ankleide und großer Flur (Raumhöhe 2,10)

Dachgeschoss ein großer Raum, Höhe in der Spitze 3,00m, Dachneigung zur Zeit nicht bekannt bzw von mir ermittelt, ist aber Nutzbar. Dach wird nach Vorgabe mit ZiwschensparrenDämmung gedämmt.

Mauerwerk der Aussenwände 24 cm Stark, Aufbau Fachwerk, Fassade verputzt.

Haus zu 2/3 Unterkellert als alter Gewölbekeller, Zugang bisher nur von der Diele im Eingangsbereich möglich durch ein Stück Kriechkeller, ca. 1,00m Hoch
Versorgungsleitungen kommen im Keller an, genauso wie Abwasserleitung mit eingebauter Rückstauklappe.

Meinen derzeitigen Warmwasserbedarf und meinen Gasverbrauch kann ich euch später mitteilen wenn ich aus dem Büro zu Hause bin, habe die Nebenkostenabrechnungen daheim.
Verfasser:
Ghostwriter
Zeit: 13.08.2017 18:06:16
1
2537100
Die Badewanne liegt glaube ich bei ca. 220 litern Inhalt.
Deine Schätzung und meine heizlastberechnung decken sich da ja gut, sollte sich also in dem Bereich bewegen. Eine richtige Dimensionierung der Leitung sollte ja kein Problem darstellen da eh alle Leitungen neu kommen und die alte Bleileitung von der Straße aus kommend ersetzt wird. darind wird dann auch ein filter und manometer eingesetzt, wasserdruck kann ich dann erst nachreichen.

Das haus ist um 1900 gebaut, drei Seiten Freistehend, eine Seite grenzt direkt Mauerwerk an Mauerwerk ans Nachbarhaus. PLZ gebiet 34123. Das video werde ich mir nachher anschauen, einen 300 Liter Speicher werde ich bestimmt nicht oben auf den dachboden stellen, mit 80 bis 120 kann ich mich anfreunden, ich muss ihn ja auch irgendwie da hoch bekommen.

Habe deinen Beitrag erst nach dem Absenden von meinem gesehen sonst hätte ich es direkt zusammengefasst.

Den Vitodens werde ich mir mal anschauen.

Schon jetzt vielen Dank für eure Unterstützung
Verfasser:
schorni1
Zeit: 13.08.2017 18:26:16
0
2537110
Die Badewanne liegt glaube ich bei ca. 220 litern Inhalt.

abzüglich eintauchender EINEN Person mit ca 70 Liter Verdrängung sinds 150 Liter zu füllen mit 45 Grad , somit reichen ca 100 Liter auf 60 Grad um mit 10 Grad Kaltwasser zu mischen.

PASST !

Die Vito 333 hat ja 100 Liter. Gezapft wird mit ca 15 Liter/min. Nach ca 30 Liter beginnt das Gerät nachzuheizen mit 19kW = 8 l/min Schüttleistung mit 45 Grad beim Direktzapfen. Andersrum: ist der Speicher nach 100 Litern / 7Minuten "leer", hat er bereits wieder (in den 5 Minuten nach Einschalten) ca 40 Liter brauchbare 45 Grad intus.

THEORIE! Lass es ein bißchen hin und her schwanken...

Tatsache IST: Falls Du ein VOLLvollbad nehmen willst, wirst Du den Speicher vorher auf 60 fahren, dann zapfen mit Kaltwasserzumischen, am Ende NUR noch WARM zapfen, weil nur noch 45 Grad direkt kommen.

PASST!
Verfasser:
Ghostwriter
Zeit: 13.08.2017 18:55:21
0
2537122
Danke, das bringt mich doch schon mal wieder ein ganzes Stück weiter 🙂

Warmes Wasser habe ich laut Uhr und Abrechnung im letzten Jahr 6 Cbm verbraucht, Kaltwasser 15.

Gas laut Uhr 3309 was für die Heizung verwendet wurde. Der Brennstoffverbrauch zur Warmwassererwärmung lag laut Nebenkostenabrechnung und einer endlos langen Formel bei 1674,225 kWh
Verfasser:
schorni1
Zeit: 13.08.2017 19:17:19
0
2537133
Ich dachte DU hast eine EIGENE Therme für DICH allein???

Wie kommt es zu einer Nebenkostenabrechnung??
Verfasser:
Ghostwriter
Zeit: 13.08.2017 20:00:56
0
2537153
Nein, wie im 1. Beitrag geschrieben habe ich in meiner jetzigen gemieteten Wohnung, in der auch das Problem mit dem Wasserdruck besteht, eine Therme die auch die darunterlegende Wohnung versorgt.
Verfasser:
schorni1
Zeit: 13.08.2017 21:26:34
0
2537190
Sorry, das ist unklar.

EINE Therme die ZWEI Wohnungen versorgt mit Heizung.

BEIDE Wohnungen beziehen von dieser KOMBItherme Warmwasser im Durchlaufverfahren.

So??

Weil........falls es eine zentrale Warmwasserbereitung wäre.....komm ich bei üblichen ca 30% Nutzungsgrad bei den angegebenen und verrechneten kWh auf eine theoretische Warmwassermenge von ca 12 m3 mit 45 grad - und NICHT 6,wie angegeben.
Verfasser:
hanssanitaer
Zeit: 13.08.2017 22:26:14
1
2537207
Wenn du einen Keller hast, warum willst du mit der Therme unters Dach?

Gibts keinen Kamin?
Verfasser:
Ghostwriter
Zeit: 13.08.2017 22:55:46
0
2537218
@ Schorni:

Situation jetzt, ich wohne zur Miete, die Therme versorgt zwei Wohnungen. Jede Wohnung hat extra Zähler für Warmwasser, Kaltwasser und Gas/ Heizung

Situation in Zukunft auf die meine Frage abziehlt um die derzeit bestehenden Probleme zu vermeiden ist das ich nen Haus kaufe und dort eine Therme einbauen werde. Alle Berechnungen und Ideen beziehen sich also auf mein zukünftiges Eigentum.

@ hanssanitaer:

Der Keller ist dafür nicht nutzbar, ihn so herzurichten das er es wäre, wäre deutlich zu teuer ( kein fester Boden, schlechter Zugang, lange Abgasführung, gewisse Feuchtigkeit)
Der vorhandene alte Schornstein wird und muss abgerissen werden um die Ankleide/ Kinderzimmer und die Küche vernünftig nutzbar zu machen. Er müsste sowieso mit einem Rohr ertüchtigt werden, liegt aber einfach an einer schlechten Stelle im Haus, darum Therme mit LAS unters Dach und fertig. Dort gibt es eh zwei Technikräume für Heizung und Elektro.
Verfasser:
schorni1
Zeit: 13.08.2017 23:03:10
0
2537222
Schon klar, bisher Wohnung, Zukünftig Haus.

Es ging um die Verifizierung des Warmwasserverbrauchs. Damit wollten wir den Komfort Faktor für die neue Therme ermitteln. . Die 6m3 passen nicht zu den 16xx kWh.

Und Eine KOMBItherme für ZWEI Wohnungen hab ICH noch nie gesehen. Das "geht" nicht und das "gibt's nicht".

Da muss ein Missverständnis sein!



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Warmwasserdruck bei neuer Gastherme
Verfasser:
schorni1
Zeit: 13.08.2017 23:03:10
0
2537222
Schon klar, bisher Wohnung, Zukünftig Haus.

Es ging um die Verifizierung des Warmwasserverbrauchs. Damit wollten wir den Komfort Faktor für die neue Therme ermitteln. . Die 6m3 passen nicht zu den 16xx kWh.

Und Eine KOMBItherme für ZWEI Wohnungen hab ICH noch nie gesehen. Das "geht" nicht und das "gibt's nicht".

Da muss ein Missverständnis sein!
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