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Altbau- energetische Sanierung / WP + PV
Verfasser:
D.Thomas
Zeit: 09.10.2017 22:48:11
0
2555510
Hallo,
ich benötige Expertenrat für folgende Konstellation:
Wir renovieren gerade mein Elternhaus ( BJ 1955, mehrfach in den 60er und 70ern erweitert und umgebaut.
2-Familienhaus mit jeweils 125qm Wohnfläche /Etage, + Keller u Dachboden.
2-Schaliges Mauerwerk mit 7-8cm Hohlraum, außen Riemchen, freistehend.
Bisher alte Ölheizung ( 1990) Verbrauch bisher: 6000 Heizöl/a ( Gas nicht vorhanden)
+ca 4000 kwh/a.
Meine Pfelgebedürftige Mutter lebt + Pflegerin im EG, Meine Frau und ich wollen das OG
bewohnen, 1 Sohn soll im DG 2 Zimmer bekommen.

Plan( z.T. schon umgesetzt):
KfW 115er Haus durch folgende Maßnahmen:
1. Hohlraumdämmung
2. Dämmung Dachgeschoss- Decke u Dach ( Keller geht nicht, da zu niedrig)
3. Neue Fenster -3-fach-Verglasung
4. FB- Heizung neu im OG + DG, später dann auch im EG(da dort zZt. die alte Mutter noch ungestört leben soll mit Heizkörpern)
4. 9.9 KwPeak PV + 7-5kw Speicher + Cloudnutzung
5. Luft-Wasser WP ( Angeboten wurden bisher Heliotherm HP 12 L-BC 80W,
oder Elco Aerotop Split 11M-R

Nun zur aktuellen Frage: Wie soll ich am besten das Brauchwasser erwärmen?
..habe ja eigentlich genügend Strom zur Verfügung-
über die WP- oder dezentral über z.B. Durchlauferhitzer?
oder gibt es grundsätzliche Bedenken gegen diesen Plan?
Die PV ist schon installiert- die Dämmung und die Fenster kommen diese Woche.

Der Rest ( WP+ FBH) müsste noch geplant und bestellt werden.

Ach ja der Energieberater hat eine beheizte Grundfläche von 261m2 und eine Heizlast von 12kw ( 46W/m2) berechnet

Bitte um Rat + Vorschläge
Vielen Dank! D. Thomas
Zeit: 10.10.2017 00:04:54
0
2555523
Bei einer WP steht und fällt es mit der Quelle und der Senke.
Bei der Quelle hast du Luft. Da wird dann alles mit der Gerätewahl vorgeben
Die Geräte können Modulieren. Das ist schonmal gut. Man kann noch ein zwei Modelle mehr vergleichen wegen dem Preis. Hilfreich ist da die Liste der förderfähigen Geräde der BAFA.

Bei der Förderung ist zu beachten, daß ab dem Jahreswechsel ander rgln gelten bei der Antragsstellung.

Bei der senke geht es um Heizkörper und FBH. Da solltest du in aller Sorgfalt planen. Wenn du da Fehler machst, hast du das Jahrzehnte an den Hacken.

Ein Haken gibt es bei dir bei den Heizkörpern. Die Heizkörper, bzw. ihre Auslegung bestimmen dann die notwendige Vorlauftemperatur, solange bis du unten auch umrüstest! Da ist dann zu prüfen wie die Heizlast nach den vorgesehenen Dämmmaßnahmen und dem Fenstertausch etc. zu den Heizkörpern paßt. Vorläufig wird das deine Effizienz bestimmen und begrenzen, bis zur Umrüstung. Als Übergangslösung kann man da auch mal mittelmäßige Ergebnisse in Kauf nehmen. Oder du behältst den Öler solange noch für den Kernwinter in Reserve und baust ihn erst zum Schluß ab.

ber du solltest da vorher prüfen wo du da mit den Heizkörpern stehst. Kommst du mit unter 50 Grad im Auslegungsfall aus und wo in welcher Region/Klimazone steht das Haus, um die Normaußentempratur zu bestimmen.

Wenn dein Berater eine Heizlast von 12 KW berechnet hat, dann hast du normalerweise auch die Heizlasten pro Raum. Erstelle doch bitte eine Liste der Räume mit ihren Heizlasten und den verbauten Heizkörpern um die Verhältnismäßigkeiten zu prüfen.

Beschreibung der Hizkörper:
Kompakt oder Gliederheizkörper?
Höhe Breite ud Typ (bei Kompaktheizkörper) bzw Tiere und Gliederzahl bei Gliederheizkörpern. Dan kann man in den Tabellen nachschlagen welche Normleitung sie haben und berechnen welche Vorlauftemperatur du brauchst.

Warmwasserbereitung:
Trinwasserspeicher ist schon vorteilhaft, insbesondere weil ein Durchlauferhitzer kaum solare Deckung hat. Wenn das meiste mehr oder weniger zentral liegt, dann sollte man mit Speicher arbeiten. Da gibt es klassische Speicher oder einen Heizwasserpuffer mit Frischwasserstation. Bei entlegenen Zapstellen kommen dann kleine untetischgeräte oder Mini-DLH in Betracht.
Verfasser:
D.Thomas
Zeit: 10.10.2017 01:08:43
0
2555529
Danke für die schnelle Antwort.
zur WP: hatte überlegt evtl doch eine Erd/ Graben - WP zu nehmen, ( Grundstück ist groß genug- 2000m2) aber alle WP- Verkäufer meinten, dass eine aktuelle Luft-Wasser- WP ausreicht.. hab da noch keine endgültige Meinung- die Erdarbeiten sind schon etwas aufwendig..

ja der Öler bleit noch vorläufig als Backup, bis das restliche Öl leer ist...

ja, die Heizkörper im EG: Bunte Mischung! meistens HK 1 Platte zB 22/600/1800 usw.
Normleistung meistens 2800 -3000. 2x Stahl - HK im Wohnzimmer- EG;
könnte aber vorübergehend die Übrigen HK aus dem OG ins EG transplantieren(im OG sind Plattenheizkörper).

Der Energieberater meint, dass man mit 40-45 Grad VL auskommen müsste.

Warmwasser: Die Bäder liegen übereinander, die Küchen auch.
DIe WP + Heizung steht im Keller.


Das Haus steht im LK Schaumburg ca. 30km von Hannover entfernt am Bückeberg.

Habe hier etwas gelesen von Witterungsgeführter Rücklauftemperatur - Steuerung? macht das Sinn?
Verfasser:
lowenergy
Zeit: 10.10.2017 07:29:29
2
2555540
Zitat von D.Thomas Beitrag anzeigen
... alle WP- Verkäufer meinten, dass eine aktuelle Luft-Wasser- WP ausreicht ... ...Energieberater meint, dass man mit 40-45 Grad VL auskommen müsste ...
Dann würde ich persönlich keinesfalls eine Wärmepumpe von diesen Verkäufer nehmen!

Auch wenn eine vollmoulierende Luft-Wasser-Wärmepumpe "ausreichend" wäre .... was sagen die Verkäufer denn bzgl. Antriebsstrombedarf bei solchen Vorlauftemperaturen ... sprich, wie effizient soll das Gesamtsystem denn laufen?

Den Vögeln müsste man mal eine Schulung verpassen ... die sollten endlich mal begreifen: In diesem Fall würde ich mir übrigens unbedingt mal folgendes genauer ansehen:
Verfasser:
Lupo1
Zeit: 10.10.2017 07:50:18
2
2555542
Hallo Thomas,

die Auslegungstemperatur für Hanover ist -14°C und Lk Schaumburg -12°C.
Man kann eine LWP einbauen und aus Sicht der Verkäufer hier die erste Wahl. Warum wohl, die möchten verkaufen und meist haben Sie nur Kenntnisse über einen DIN Flächenkollektor oder Bohrung und welchen Einfluss die Heizkörper und WW hier auf eine JAZ wären auch nur Beiwerk. Hier solltest du mehr als Wachsam sein, möchte nichts verkaufen und hier bekommst du auch unentgeltlich Infos wenn auch manchmal etwas direkt vermittelt. Bei der vorhandenen Fläche wäre Bohrung die schlechtere Wahl, ein DIN Flächenkollektor hat gegenüber einen Ringgrabenkollektor einige Nachteile und dies wäre hier meine erste Wahl.
Anbei eine Ausführung bei einem fast neuen Haus mit angelegten Garten und beengten Platzverhältnissen:
http://www.haustechnikdialog.de/Forum/t/198303/Bestandsgebaeude-LWWP-raus-Grabenkollektor-mit-einer-Nibe-rein-
Die Ausführung ist hier speziell auf die örtlichen Gegebenheiten ausgerichtet, sollte bei euch eine klassische Variante werden. Anbei die wesentlichen Links für eine Erstplanung
http://ringgrabenkollektor.de
http://www.haustechnikdialog.de/Forum/t/190422/Planungshilfe-Ringgrabenkollektor
http://www.haustechnikdialog.de/Forum/t/190953/Supportthread-Ringgrabenkollektor-fuer-Sole-WP

Bei einer Sanierung mit Heizkörpern würde eine modulierende 12KW SWP wesentlich bessere JAZ erbringen, in Verbindung mit PV auch den Eigenstromanteil erhöhen.
Auch die WW Bereitung kann mit selbiger SWP erstellt werden, ob Puffer mit FRIWA oder WW Speicher muss gesondert betrachtet werden. Die Heizkörper sollten geeignet sein, hier ist aber wesentlich die geforderte Temperatur und das Empfinden ist hier sehr unterschiedlich. Nachteil des Grabenkollektors bei Bestand, man gräbt seinen Garten um aber eines ist hier sicher, das Gras wächst hier auch sehr schnell wieder an und die Quelle wäre hier für einige Generationen im Erdreich.

Wolfgang
Zeit: 10.10.2017 10:15:56
0
2555589
Zitat von lowenergy Beitrag anzeigen
Zitat von D.Thomas Beitrag anzeigen
[...]
Dann würde ich persönlich keinesfalls eine Wärmepumpe von diesen Verkäufer nehmen!

Auch wenn eine vollmoulierende Luft-Wasser-Wärmepumpe "ausreichend" wäre .... was sagen die Verkäufer denn bzgl. Antriebsstrombedarf bei solchen Vorlauftemperaturen ... sprich, wie effizient soll das[...]


Du verwendest doch selber eine LWP.
Der Kessel bleibt ja erst einmal da, (bivalent wie bei dir)
Je nach Situation kann nochmal nachgetankt werden bis unten auch umgerüstet wurde auf Flächenheizung.
Also erst einmal durchatmen.
12 KW im Heizbetrieb nach dem guten alten Schweizer ergibt dann 24000 kWh

Strombedarf
JAZ 4,5 = 5333 kWh Strom = 1333€ bei 25 Cent/kWh
JAZ 4,0 = 6000 kWh Strom = 1500€ bei 25 Cent/kWh
JAZ 3,5 = 6857 kWh Strom = 1714€ bei 25 Cent/kWh

Da sind bei dem Verbrauch 200 € Unterschied bei einem Sprung von 0,5. Das ist schon eine Hausnummer. Auf welchem Niveau wir uns letztlich bewegen, kann man erst mit der Liste der Heizlasten und Heizkörper sagen. Die solare Deckung spielt da auch noch mit rein.

Da würde ich dem Berater/Verkäufer bei dem Wort "ausreichend" noch keinen Strick draus drehen wollen. Es ist unbekannt wie das Gespräch genau geführt wurde und in welchem Kontext das Wort "ausreichend" genannt wurde.

Zitat von Lupo1 Beitrag anzeigen
Hallo Thomas,

die Auslegungstemperatur für Hanover ist -14°C und Lk Schaumburg -12°C.
Man kann eine LWP einbauen und aus Sicht der Verkäufer hier die erste Wahl. Warum wohl, die möchten verkaufen und meist haben Sie nur Kenntnisse über einen DIN Flächenkollektor oder Bohrung und[...]


Bei dem was hier und anderenorts regelmäßig so aufschlägt, muß man dem leider oft zustimmen. Bei der Planung muß man sich auf sich selbst verlassen. Aber ich würde aus dem Verkauf dem Verkäufer keine Präferenz zur LWP unterstellen. Beide genannten Hersteller bieten sowohl Luftwärmepumpen als auch Erdwärmepumpen an!

Warmwasserverbrauch habe ich nun nicht berücksichtigt, da das ein eigenes Thema ist, mit hoher solarer Deckung, ohnehin hohem Tempraturhub bei beiden Sytemem und daher nicht sooooo Unterschiedlich und noch keine finale Entscheidung vorliegt ob das überhaupt über die(se) WP läuft. Sie sind somit zunächt einmal hypothetisch und zudem gemäßigt bis gering.

In Anbetracht der doch noch relativ hohen Heizlast und dem damit verbundenen höheren Verbrauch würde ich auch nochmal über Erdwärme nachdenken. Den Mehrkosten stehen eine höhere Förderung gegenüber. Das sind 2500 € bis 3000 € (bei Sondenbohrung) mehr.

Theoretisch käme noch hinzu, daß der Innovationsbonus mit Erdwärme leichter zu erhalten ist, da man dafür eine JAZ von 4,5 erreichen muß. Das geht mit Erdwärme leichter. Aber ob du das überhaupt hinbekommst, hängt von den Details ab, inbesondere den Heizkörpern. Das würde ich daher nicht pauschal mit einrechnen, allenfalls optional. Der Kollektor ist eine Anchaffung, die auch mehr als einen Gerätegeneration lang genutzt werden kann.
Zeit: 10.10.2017 10:23:46
0
2555591
Zitat von D.Thomas Beitrag anzeigen
Der Energieberater meint, dass man mit 40-45 Grad VL auskommen müsste.

Das würde ich zur Sicherheit selber nochmal prüfen. Nichts gegen den Berter, ich kenne ihn nicht, sondern weil man das generell tun sollte. Solche Sachen sollten so begründet sein, daß man das auch selber nachvollziehen kann und sollte.

Zitat von D.Thomas Beitrag anzeigen
Habe hier etwas gelesen von Witterungsgeführter Rücklauftemperatur - Steuerung? macht das Sinn?

Ja, das ist schon ein recht gutes System.

Allgemein zu den Heizkörpern:
Auch wenn du unten vorläufig bei den Heizkörpern bleibst, sind dort Arbeiten fällig. Voraussetzung ist immer der hyhdraulische Abgleich. Da werden wahrscheinlich die Ventile getauscht werden müssen.

Wenn die FBH geplant ist, sollte man nochmal darüber schreiben, wie die FBH mit den Heizkörpern und der WP zusammen verbunden werden soll.
Verfasser:
Lupo1
Zeit: 10.10.2017 12:05:09
2
2555632
Hallo,

Zitat von Ich_habe_Feuer_gemacht Beitrag anzeigen
Zitat von lowenergy Beitrag anzeigen
[...]


Bei dem was hier und anderenorts regelmäßig so aufschlägt, muß man dem leider oft zustimmen. Bei der Planung muß man sich auf sich selbst verlassen. Aber ich würde aus dem Verkauf dem Verkäufer keine Präferenz zur LWP unterstellen. Beide genannten Hersteller bieten sowohl[...]


Wir beide sind doch nicht so blauäugig dies hier an zu nehmen, wie hoch wäre deine Schätzung das ein Verkäufer hier zu gegen war der beide möglichen Varianten also LWP und SWP ein fundierstes Wissen verfügt?
Dazu müsste er viel technisches Hintergrundwissen haben, es gibt Branchen wo dies unabdingbar ist aber nicht hier !! Vor-Nachteile jeweiliger WP, Gesamtkosten, Föderung unsw.? Je mehr Faktoren ich hier aufführe desto kleiner wird der %Satz ausfallen.

Da hier eine geraume Zeit noch Heizkörper betrieben werden sollen, WW macht man am besten mit selbigen System wenn möglich (Kostenfaktor), Bivalenter Betrieb bis Heizöl aus ist, Föderfaktoren, vorhandene Grundstücksfläche, PV vorhanden, wüsste schon was ich machen würde. Mit einer LWP kann man auch sehr gute JAZ erreichen, es ist aber um einiges schwieriger als mit einer SWP. Auch die ausführende Fa. bzw. Personen können hier schnell etwas einbauen jenes dann dauerhaft eine schlechtere JAZ ergibt.
Ein Beispiel von meinen Hausbau: Erster HB hat trotz Angabe und Planung die Versorgungsleitung für die EG/OG Verteiler nicht wie geplant verlegt. Eine vorhandene 40/3,7 Fernwärmeleitung vom Technikraum sollte weiter geführt werden. Vorgabe war 35/1,5er Kupferrohr hier an zu schließen und beide Verteiler gleichwertig zu versorgen.
Das Ergebnis, es wurde mit einer 28/1,5 auf die Fernwärmeleitung angeschlossen, dann T Stück eingebracht und beide Leitungen zu den Verteiler weiter geführt.
Dies sieht fachlich sehr gut aus und er versicherte mir auch "dies funktioniert so, mache es imer schon so und bisher ist es auch bei jedem warm gewordent"
Seine Aussage stimmt, es wird später auch warm, höhere Spreizung und Vorlauftemperatur erhöhen und schon funktioniert es, Ergebnis wäre hier eine schlechtere JAZ. Dies sollte nirgends so ablaufen, es wird aber häufiger vorkommen und die wenigsten werden so etwas erkennen.
Wegen der Heizkörper ist eine modulierende SWP hier auch klar im Vorteil, in der 12KW Leistungsklasse gibt es einige Anbieter

Wolfgang
Verfasser:
rman
Zeit: 10.10.2017 13:01:18
0
2555656
Wenn du eine Wärmepumpe einsetzten möchtest, dann überlege, ob du im OG/DG Wand(WH)- und Deckenheizung (DH) einbauen kannst/willst.

Wenn du von allen Seiten angestrahlt wirst, dann genügen niedrigere Temperaturen um sich wohl zu fühlen. Dann überlege ob du für den Sommer die DH zur Kühlung verwerden möchtest.
Zur Kühlung wird auch ein Kühlregister empfohlen, um die Luftfeuchte zu reduzieren.
Vorallem im DG wird sich dein Sohn mehr als freuen wenn er im wohltemperierten Raum schlafen kann.


WW kannst du über eine BWWP machen. Es gibt Modelle, die können das Signal vom WR auswerten um dann wenn die Sonne scheint warmes Wasser zu produzieren.
Die BWWP wird dir auch den vermutlich nicht ganz trockenen Keller trocknen und du kannst auch die Abluft aus Bad und Küche zur BWWP leiten um eine Lüftung zu realisieren.

Zur Heizung: du könntest erstmal nur das OG und DG betrachten. Ein pflegebedürftige Person wird sicherlich einen anderen Temperaturbedarf haben als ihr. Auch sind die Heizkörper nicht unbedingt WP tauglich.

OG + DG dann mit WP beheizen
EG den Öler lassen, solange dort nicht saniert wurde. Dann die Ölheizung raus und eine weitere WP rein.

Dieses Konzept geht wunderbar mit LWWP.
Mit, im Endausbau, 2x5kW Geishapower sollte dein Haus warm zu bekommen sein. Dafür spricht noch die Normaussentemperatur von nur -12°C.
Zeit: 10.10.2017 14:14:54
0
2555693
@Wolfgang (Lupo)

Da sind wir doch völlig einer Meinung. Ich wollte nur darauf hinweisen, daß es kaum einen Grund gibt pauschal anzunehmen, daß die Luftwärmepumpe mit den Verkaufsabsichten gekoppelt bevorzugt werden. Beide Firmen haben beides im Portfolio.

Da muß jeder für sich entscheiden wo seine Prioritäten liegen. Erdwärme ist sicherlich etwas effizienter. Luftwärme erfordert weniger Außenarbeiten. Natürlich gibt esnoch weitere Kriterien, wie "Lärm", Preis, etc.
Zeit: 10.10.2017 14:20:16
0
2555698
Zitat von rman Beitrag anzeigen
Wenn du eine Wärmepumpe einsetzten möchtest, dann überlege, ob du im OG/DG Wand(WH)- und Deckenheizung (DH) einbauen kannst/willst.

Wenn du von allen Seiten angestrahlt wirst, dann genügen niedrigere Temperaturen um sich wohl zu fühlen. Dann überlege ob du für den Sommer die DH zur[...]


Oder Geisha mit 6 KW und später 6 KW Nibe Erdwärme um den Öler zu ersetzen.oder oder oder.
Es gibt so viele Möglichkeiten.

Wo sollen die angebotenen Geräte von Heliotherm und Elco denn preislich ungefähr liegen?
Verfasser:
D.Thomas
Zeit: 11.10.2017 15:22:28
0
2556155
Hier zunächst einmal die Heizlastberechnung und die einzelnen Räume

https://www.icloud.com/iclouddrive/0JPeNTzzztkrUEQkX5pKUwIuA#Heizlastberechnung.pdf
Verfasser:
D.Thomas
Zeit: 11.10.2017 15:39:54
0
2556167
Zitat von Lupo1 Beitrag anzeigen
Hallo Thomas,

die Auslegungstemperatur für Hanover ist -14°C und Lk Schaumburg -12°C.
Man kann eine LWP einbauen und aus Sicht der Verkäufer hier die erste Wahl. Warum wohl, die möchten verkaufen und meist haben Sie nur Kenntnisse über einen DIN Flächenkollektor oder Bohrung und[...]


..ja den Eindruck habe ich auch mittlerweile,das tiefergehende Wissen ist doch sehr begrenzt..

Ein Ringgrabenkollktor wäre von der Grundstücksgröße möglich. Aber lohnt sich der Aufwand wirklich? gewinnt man deutlich mehr ?

.. geeignete Heizkörper..?
reichen die vorhanden Heizkörper übergangsmäßig für eine einigermaßen niedrige VL-Temp?

Kosten für die Heliotherm: HP12L_M-BC18300,- !! + Forstnerspeicher 3490,-+
ZUbehör alles in allem 23500,- ohne MWSt.!
Elco Aerotop Split 11M-R ca.10000,- incl: anschlußmaterial, Pumpenbaugruppe + 200l Pufferspeicher, Montagekosten: 2900,- ohne MWst = 13000,- ohne MwSt

.. Gestern ist die Hohlraumdämmung eingeblasen worden, ab morgen kommen neue Fenster (3-fach- Ug- wert 0,5)
Verfasser:
Lupo1
Zeit: 11.10.2017 17:32:50
0
2556208
Thomas,

ob die Heizkörper ausreichen hängt auch sehr von weichen Faktoren ab jene man nicht aus der Ferne beurteilen kann.
Die Dämmung ist ein wesentlicher Pluspunkt, desgleichen die Fenster und beide Maßnahmen senken die VLT um einiges, wieviel kann ich leider auch nicht beurteilen.
Die nicht unerhebliche Förderung durch die BAFA bezahlt dir indirekt die Kosten für den RGK. Du darfst hier nur deine Arbeitszeit von einigen Tagen nicht mit einrechnen.
Die Preise für eine LWP sind aber auch auf hohem Niveau und lese hier Forstnerspeicher bzw. Pufferspeicher. Dies heißt wohl, man lädt zuerst den Puffer auf und versogrt daraus die Heizkreise. Würde hier eine direkten Anschluss anstreben, dazu müsste man aber die Volumenströme kennen, Regelung der WP unsw.
Erstelle mal einen RGK Plan auf das vorhande Grundstück und alles weitere ergibt sich.
Du hast zwei Möglichkeiten zur Auswahl !

Wolfgang
Verfasser:
winni 2
Zeit: 11.10.2017 19:49:52
1
2556255
Ist die Heizlastberechnung für den Zustand nach Dämmung und Einbau
der neuen Fenster?
Kneifen wird es, wie üblich, an den Heizlasten der Bäder, aber vielleicht
sind die auf die üblichen, m.M. unsinnigen, 24 Grad Raumtemperatur,
berechnet worden?

Auf jeden Fall sollte da für eine Wärmepumpe viel mehr Wasserumlauf ins
System, als die hier berechneten 438 Liter/Stunde und entsprechend die
Spreizung Vorlauf/Rücklauftemperatur runter.

Grüsse

winni
Verfasser:
D.Thomas
Zeit: 11.10.2017 23:28:27
0
2556314
Zitat von winni 2 Beitrag anzeigen
Ist die Heizlastberechnung für den Zustand nach Dämmung und Einbau
der neuen Fenster?
Kneifen wird es, wie üblich, an den Heizlasten der Bäder, aber vielleicht
sind die auf die üblichen, m.M. unsinnigen, 24 Grad Raumtemperatur,
berechnet worden?

Auf jeden Fall[...]


ich meine ja, die Berechnung ist nach Dämmung und Fenstern gerechnet.
Das Haus hatte vorher einen Heizölverbrauch von ca 6000 l/a.
Verfasser:
D.Thomas
Zeit: 11.10.2017 23:31:15
0
2556316
Zitat von winni 2 Beitrag anzeigen
Ist die Heizlastberechnung für den Zustand nach Dämmung und Einbau
der neuen Fenster?
Kneifen wird es, wie üblich, an den Heizlasten der Bäder, aber vielleicht
sind die auf die üblichen, m.M. unsinnigen, 24 Grad Raumtemperatur,
berechnet worden?

Auf jeden Fall[...]


Zum Zeitpunkt der Berechnung war die Heizung per Wärmepumpe gerade ins Spiel gekommen; damals hatten alle Firmen, die ich angesprochen hatten eine Brennwert- Öl-Heizung angeboten...
Von WP im Altbau hatten alle abgeraten.
Zeit: 12.10.2017 01:12:11
0
2556333
Zitat von D.Thomas Beitrag anzeigen
.. geeignete Heizkörper..?
reichen die vorhanden Heizkörper übergangsmäßig für eine einigermaßen niedrige VL-Temp?


Danke für das Hochladen des Dokuments. Das ist äußert hilfreich! Das ist sehr schön aufgelistet

Natürlich passen die Voreinstellungen nicht zur WP. Aber das kann man auch nicht erwarten, schließlich kam de WP erst später ins Gespräch. Da sind nur die Voreinstllungen anzupassen.

Das Obergeschoss soll auf FBH umgerüstet werden. Also interessiert uns da nur die Heizköperauslegung im Erdgechoß. Und da sieht es gut aus. Entscheidend ist ist Spalte "Verhältnis Qhk/Qr" Und da steht fast überall ein Wert über 3. Das heißt: Grünes Licht.

Das Schwächste Glied ist da das Schlafzimmer, wobei ich da nicht ersehen kann für welche Raumtemperatur die Heizlast im Schlafzimmer berechnet wurde. Es kommen noch Toleranzen zwischen Theorie und Praxis hinzu. Es kann sein, daß hier über einen Austausch des Heizkörpers nachgedacht werden sollte, je nachdem wie das dann in der Praxis aussieht. Es sieht aber nicht dramatisch aus. Man sollte es beobachten, aber da muß man nichts übereilen. Man kann das auch erstmal ausprobieren. Das "Lehrgeld" eines Jahres ist noch zu verschmerzen, da die Abweichung zum Rest moderat ist..

Der Raum ist zu beobachten. Er ist ohnehin aufgrund der Situation der wichtigste Raum.

Ich würde mir bei den Gerätepreisen aber auch noch weitere Angebote anchauen. Da ist für die Suche die BAFA-Liste der förderfähigen Geräte zu empfehlen. Wenn man da die passende Leistungsklasse auswählt, hat man schon in gute Vorauswahl für die Recherche.
Verfasser:
lowenergy
Zeit: 12.10.2017 06:28:27
2
2556341
Zitat von Ich_habe_Feuer_gemacht Beitrag anzeigen
... Du verwendest doch selber eine LWP.
Der Kessel bleibt ja erst einmal da, (bivalent wie bei dir) ... nach Situation kann nochmal nachgetankt werden bis unten auch umgerüstet wurde auf Flächenheizung.
Bei uns sind doch komplett andere Voraussetzungen! Wir werden den ans Grundstück gekoppelten Anschluss- und Benutzungszwang nie los! Aber hier beim TS ist m. M. der korrekte Weg mit monovalenter Wärmepumpentechnik zu realisieren, da der Öler langfristig nur unnötige Kosten verursacht!

@D.Thomas
Wird das 2-Familienhaus langfristig gesehen weiterhin 2 getrennte Wohneinheiten haben?
Dann würde ich persönlich bzgl. getrennter Abrechnungen und eventuell unterschiedlicher Wärmebedarfsanforderungen über 2 Wärmepumpen nachdenken!
Mit solcher Lösung wäre dann auch unproblematisch der Umstieg im EG zu verschieben.

Beispielsweise an einer gemeinsamen Erdwärmequelle wäre das unter Umständen sogar mit zwei Wärmepumpen (jeweils mit Förderung vom BAFA!) zu realisieren.
Dann könnte die eine vorerst nur die Trinkwassererwärmung machen und die zweite den Raumtemperierungswärmebedarf hydraulisch separater Wärmeverteilung und die Trinkwassererwärmung der oberen Wohneinheit decken.
Verfasser:
lowenergy
Zeit: 12.10.2017 06:47:57
0
2556343
Edit: Das wäre dann bei der angegebenen Gesamtheizlast im Idealfall mit zwei vollmoulierenden Maschinen optimal abzudecken ... nicht billig aber äußerst effizient ... in einigen Anlagen auch schon mit Heizkörpern und relativ hohen Heizwassertemperaturen nachgewiesen ... je Wohnung ~6.000€ Förderung möglich ... mit beispielsweise je einer F1255-6 (1,5 bis ~7,5 kW thermische Heizleistung) pro Wohneinheit. .>)
Verfasser:
D.Thomas
Zeit: 15.10.2017 00:16:39
0
2557296
So, habe mit dem Trenchplaner mal eine Grabenkollektor gezeichnet.

Rechnerisch mit euren Tools komme ich auf eine Heizlast von 10Kw, dazu sagt der Grabenrechner, dass ich 4 x 300m Rohr benötige, Grabenlänge ca. 120m!
Das ist ganz schön gewaltig! Hier der Link zu meinem 1.Versuch:
http://grabenkollektor.waermepumpen-verbrauchsdatenbank.de/trenchplanner.html?id=khrbxKVgUwhLTrzw11ht
Verfasser:
winni 2
Zeit: 15.10.2017 15:35:15
0
2557408
Hi,

für 10 kW brauchst Du drei Solerohre, aber, je nach Wärmepumpenmodel
vielleicht dann doch vier für ausreichenden Soledurchfluß.

2 Meter Tiefe sollte man aus Gründen der Arbeitssicherheit und der dann
notwendigen größeren Abböschung, die den Aushubaufwand erhöht, ver-
meiden.
Hier mal eine Variante Deines Entwurfs mit weniger Tiefe:
Variante 1.

Grüsse

winni
Verfasser:
D.Thomas
Zeit: 15.10.2017 20:27:56
0
2557493
@winni 2

das sieht ja schon mal etwas besser aus.
..habe mich noch nicht ganz intensiv mit den Feinheiten vom Grabenkollektor beschäftigt, deswegen habe ich dazu noch einige Fragen:
wie werden die einzelnen 300m rollen genau verlegt? Die Rohrenden müssen ja alle zum Verteiler ins Haus zurück, also zuletzt gerader verlauf der am weitesten entfernten Rolle zurück zum Haus? oder sehe ich das falsch?
Wieviel Überlappung der einzelnen Kreise ist ratsam?

Welche SWP eignen sich denn für mein Projekt am besten ?( nur 3x300m, wenn möglich) .
Fragen über Fragen...
Verfasser:
lowenergy
Zeit: 16.10.2017 07:01:39
2
2557551
Auch wenn's immerwährend behauptet wird, dass eine Fixed-Speed-WP ebenso effizient wie eine vollmoulierende Sole-Wasser-Wärmepumpe laufen kann, würde ich persönlich aus mehrerlei Gründen immer zur leistungsgeregelten Maschine tendieren, die im Idealfall neben dem Verdichter auch die Wärmequellen- sowie die Heizkreisumwälzpumpe in Punkto automatischer Drehzahlanpassung im Griff hat!

Solch ein vollmoulierendes Gerät belastet die Wärmeentzugsquelle weniger stark, da immer nur mit gerade der erforderlichen Leistung entsprechend dem realen Bedarf gepumpt wird und kann auch zusätzlich bei nicht ganz optimalen hydraulischen Bedingungen in der Hausheizkreishydraulik helfen!

Eventuell wäre z.b. eine Junkers Supraeco T STM-2 eine Nibe F1x55-12 oder eben zwei Nibe F1x55-6 möglich ... ist ja auch davon abhängig was Du für'n Installateur hast.

Zu den Nibes findest hier im Forum reichlich Informationen ... die Junkers hat z.b. @sido am Laufen ... eine Diskussion dazu mal hier verlinkt! .>)
Verfasser:
Bernd_K
Zeit: 16.10.2017 08:32:23
1
2557567
Hallo zusammen.

Der Energieberater meint, dass man mit 40-45 Grad VL auskommen müsste.

Soso...das klingt ja schon mal beruhigend kompetent und verbindlich, ne? ;-)


Ein paar Fragen:

1. Ich habe das mit dem bisherigen Verbrauch nicht verstanden:

Bisher alte Ölheizung ( 1990) Verbrauch bisher: 6000 Heizöl/a ( Gas nicht vorhanden)
+ca 4000 kwh/a.


Was sind die +ca 4000 kWh/a?


2. Was ist der derzeitige U-Wert von Fenstern, Dach und Fassade, wie werden diese Werte nach der Sanierung sein und wie groß sind die jeweiligen Flächen?

Gruß
Bernd



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Altbau- energetische Sanierung / WP + PV
Verfasser:
Bernd_K
Zeit: 16.10.2017 08:32:23
1
2557567
Hallo zusammen.

Der Energieberater meint, dass man mit 40-45 Grad VL auskommen müsste.

Soso...das klingt ja schon mal beruhigend kompetent und verbindlich, ne? ;-)


Ein paar Fragen:

1. Ich habe das mit dem bisherigen Verbrauch nicht verstanden:

Bisher alte Ölheizung ( 1990) Verbrauch bisher: 6000 Heizöl/a ( Gas nicht vorhanden)
+ca 4000 kwh/a.


Was sind die +ca 4000 kWh/a?


2. Was ist der derzeitige U-Wert von Fenstern, Dach und Fassade, wie werden diese Werte nach der Sanierung sein und wie groß sind die jeweiligen Flächen?

Gruß
Bernd
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