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Bussystem notwendig ? andere Ideen?
Verfasser:
andy887
Zeit: 24.10.2017 23:00:54
0
2560583
Guten Abend zusammen,

ich komme aktuell nicht wirklich voran mit meiner Entscheidung ob ich ein Bussystem einsetzen soll in meinem Neubau EFH oder nicht.

Rohbau ist soweit installiert, Kabel für LCN sind verlegt, aber noch keine Taster oder Steuerungselemente eingebaut. Für Rolos und Raffstores im EG habe ich einen Zentralschalter verbaut und fürs Licht sind an diversen Stellen BWMs vorgesehen. Heizung wird eine Nibe Erdwärmepumpe mit Forums-Grabenkollektor.

Was ich gerne hätte:

1. Morgens EG erhellen bzw abends verdunkeln --> geht über Zentralschalter , später über App steuerbar?

2. Heizung eventuell aus der Ferne einstellen
--> geht das über die Nibe Uplink App ? ERRs zu regelnd ist laut WP Forum unnötig.

3. Großteils Lichter abends nach Möglichkeit alle ausschalten ( Hue Light, Xiaomi Yeelights oder Osram Nightify ?), Außenbeleuchtung? andere Möglichkeiten?

4. ein paar IP Cameras ( Xiaomi Mi Home oder alternativ?)

5. Haustür und den einzigen weiteren Zugang werde ich wahrscheinlich "offline" lassen
und somit konventionell schließen / öffnen

6. Kann ich anhand einer App BWMs mit einem Alarm verknüpfen? Wäre quasi eine
Alarmanlage wenn man im Urlaub ist

7. nach Möglichkeit Dinge über Alexa oder vglbar steuern


Warum nehme ich aktuell keine Steuerung ? KNX / LCN oder vglbar

- mich stören an sich die Schalter nicht, hätte gerne nur zusätzlichen Komfort z.B. am Smartphone, nicht über Taster
- aktuell zu viele verschiedene Lösungen ohne genaue Zukunft
- relativ hohe Kosten im Vergleich zum gebotenen
- hohe Programmieraufwände

Würde gerne eure Meinungen zu meinen Ideen hören und vielleicht eure Ideen wie ich
am einfachsten alle meine Ziele umsetzen könnte.

Danke vorab

Verfasser:
LutzFechner
Zeit: 25.10.2017 00:45:53
1
2560605
Wenn es kein Bus sein soll, zumindest alle Kabel zentral an eine Stelle führen.

Alles was Du unten beschrieben hat geht mit Homematic (oder Homematic IP) via Funk-Bus (teilweise auch Kabel):
1) Geht
2) Geht
3) Geht - Auch Lightify lässt sich einbinden
4) Würde ich gesondert installieren. An alle potentiellen Punkte an denen Kameras hinkommen könnten braucht man das Ethernet.
5) Ist jedem selbst überlassen. Geht aber mit Homematic.
6) Geht
7) Geht (bei Homematic IP direkt, bei Homematic nur über zusätzlichen Dienst oder Erstellung eines Skills für Alexa)

Zu Deiner Frage warum Du keine Bus nimmst.... Keine Ahnung. Das Kabel dafür ist ja schon verlegt. Fehlen also nur Aktoren und Steuerungen.
Bei mir war es lediglich bereits vorhandene Erfahrung mit Homematic, die zu Homematic geführt hat. Schalter sollten eigentlich mit jedem vernünftigen System alle gehen. Muss kein am Bus hängender Schalter sein. Gibt Schalter und/oder Tasterschnittstellen, die an "normale" Schalter gehen. Die Angst der Zukunftsfähigkeit teile ich nicht. Die Systeme von EQ3 werden Jahrzente unterstützt. FS20 Komponenten bekommt man heute noch.
KNX ist etabliert bei Elektrikern - Man muss nur einen finden, der das installieren will (sollte nicht so schwer sein). Programmieren geht schneller als verdrahten und teuer ist es trotzdem. Dafür aber flexibler und komfortabler.

Verfasser:
mstorm
Zeit: 25.10.2017 10:25:53
0
2560672
Also zunächst einmal verlege die Kabel nach zentral, wie ja auch Lutz schon schrieb.
Ob du die dann logisch zu einem Bus verschaltest oder gar Funkaktoren nebeneinander packst, entscheide in einem zweiten Schritt. Wenn du eine geeignete Zentrale auswählst, hast Du auch die Option, verschiedene Systeme parallel zu benutzen.
So kann man die für einen Zweck besten (oder günstigsten) Aktoren/Sensoren auswählen. Damit hast du auch jederzeit die Möglichkeit, einzelne Aktoren oder Teilsysteme zu ersetzen, wenn dies wann-und-warum-auch-immer nötig werden sollte.
Zweitens solltest du nur Standards einsetzen. Damit machst du dich nicht von einem Hersteller abhängig.
KNX, ZWave, ZigBee, EnOcean wären Standards. LCN, Loxone, HomeMatic nicht, das sind proprietäre Systeme mit allen damit einhergehenden Nachteilen und Risiken (Monopolpreise, Herstellerpleite, ...)

Ganz besonders wichtig: Du solltest Transport (Bus- oder auch Funk-System(e)) und Steuerung voneinander trennen. Du kannst und solltest innerhalb einiger Systeme wie KNX und ZWave "Not"-Funktionalität aufsetzen (Schalter macht Licht), die auch bei Ausfall der Zentrale erhalten bleibt.
Aber die eigentliche Funktion sollte ausschliesslich in der Zentrale programmiert werden.
Und dazu wiederum solltest du keine KNX- oder gar LCN-Zentrale benutzen, sondern eine systemunabhängige.
Eine HomeMatic CCU, Somfy Tahoma oder ein Loxone Miniserver kann zwar auch, zusätzlich zu den zum eigenen System gehörigen proprietären Geräten, die o.g. Standard Bus/Funk-Systeme über teils eingebaute, teils danebenstehende Gateways ansteuern. Aber man muß bei diesen Lösungen immer darauf gefaßt sein, daß die 'eigenen' Geräte 'besser' behandelt werden als fremde. Da sind dann z.B. nicht alle Funktionen verfügbar oder Fehler werden nur spät oder gar nicht behoben. Es sind und bleiben halt immer noch Hersteller, die ihr Geld mit dem Verkauf nicht der Zentrale, sondern der Aktoren und Sensoren machen. Ein (un)schönes Beispiel ist, wie Loxone bestimmte Modbus-Einstellmöglichkeiten verschlimmbessert hat, als sie gemerkt haben, daß Nutzer für bestimmte Aufgaben häufiger Modbus-fähige Aktoren eines Fremdherstellers als die Loxone-eigenen (und klar, viel teureren) eingesetzt haben.

Meine Empfehlung wäre (wie eigentlich immer, aber hier im Speziellen aus den o.g. Gründen) openHABopenHAB. Das ist eine kostenfreie, quelloffene (damit herstellerunabhängige) Software, die enorm viele Geräte und Subsysteme ansteuern kann.
Unter dem Stichwort kannst du hier im Forum zwar auch ein paar Hinweise finden, aber wesentlich mehr findet sich im openHAB forum.
Damit habe ich dir die ursprüngliche Frage nach dem Bussystem natürlich noch nicht
beantwortet. Ich selbst benutze ZWave und MAX! (das ist die lowcost-Version von HomeMatic).
Aber ich hoffe, es wurde klar, warum die Auswahl des/der Bus/Funk-System(e) der Auswahl der Zentrale nur nachgeordnet sein sollte.


Mit openHAB kannst du alles ansteuern (selbst eine HomeMatic Installation :-)).

Verfasser:
Automadrant
Zeit: 25.10.2017 16:37:53
0
2560850
Ein paar Gedanken zum Thema
Ich würde nur im Notfall oder zum nachrüsten Aktoren vor Ort einbauen. Lieber zentrale.

Ich würde alles verkabelt planen. Funk kann zusätzlichen Ärger machen.

App ist vielleicht lustig, wäre für mich aber nur Zubehör. Willst du beim verlassen eines Zimmers einen Schalter drücken oder dein Smartphone griffbereit haben müssen und in ihm eine App starten, dich dann zu irgendwelchen Menüs durchklicken damit der Rolladen zugeht? So viel zum Komfort ;-)

Willst du deine Haussteuerung wirklich im Heimnetz haben? Von wegen App und Alexa. Für alle die jetzt erzählen wie sicher alles ist, WPA wurde kürzlich geknackt. Wenns interessant wird weil viele es haben wird irgendwann evtl. auch eure supersichere Hausautomatisierung geknackt.

Es muss jeder selbst wissen von wem er sich belauschen lässt ;-)

Die Hälfte der Leute sagen ERR ist unnötig. Die andere Hälfte findet sie gut, weil man damit einen Raum auch mal kühler halten kann als alle anderen. Ich hab bei mir zur Zeit auch viele ERR dauerhaft offen, möchte aber die Möglichkeit der Regelung nicht missen.

KNX dürfte als Standard weit zukunftssicherer sein als die vielen sonstigen Namen die es gibt.
Was spricht beim KNX gegen Smartphone? Programmieraufwand ist es auch nicht sehr. Irgendwo musst du ja festlegen was wann passieren soll.

Verfasser:
andy887
Zeit: 25.10.2017 20:43:37
0
2560953
erstmal vielen Dank für eure Antworten und Tipps.

Zentral denke ich sind aktuell alle Kabel verlegt, zumindest gehen extrem viele runter in den Technikraum, kläre ich aber noch morgen. Die Unterputzaktoren braucht man also nur wenn man nicht zentral verlegt hat?
Mein Elektriker hat mir LCN empfohlen, mir persönlich wäre aber auch was universelleres möglich. Wichtig ist mir dass es einfach "funktioniert" aber man später ohne größere Probleme nachrüsten kann - vielleicht etabliert sich bis dahin ein System als Standard.

Allgemein möchte ich Sicherheitsfeatures offline haben, Lichter aus und an könnte ich mir über Alexa vorstellten.

Openhab hab ich vorhin gerade recherchiert, klingt sehr gut, zudem ich sowieso einen zentralen mini server als Backup plane welcher immer läuft und derartige Software betreiben kann.

zum Thema Smartphone: damit möchte ich nicht durchs haus laufen um einzelne lichter oder rolos zu steuern aber eben vielleicht bevor ich ins Bett gehe alle lichter aus und bspweise schauen ob alle Rolos im EG zu sind.

Verfasser:
LutzFechner
Zeit: 25.10.2017 23:26:32
0
2561004
Besser als das Smartphone zu zücken wäre ein Status-Display und ein Schalter um alles aus zu machen. Die sind immer vor Ort und nicht unbedingt auf einen Akku angewiesen.

Verfasser:
mstorm
Zeit: 26.10.2017 12:06:37
0
2561153
Zitat von andy887 Beitrag anzeigen
Openhab hab ich vorhin gerade recherchiert, klingt sehr gut, zudem ich sowieso einen zentralen mini server als Backup plane welcher immer läuft und derartige Software betreiben kann.

Aus Erfahrung: benutze lieber einen dedizierten Rechner (ein Pi reicht), am besten mit openHABian. In openHABian ist übrigens auch eine Backup-SW ("Amanda") enthalten, mit der man auch nicht nur den Server selbst, sondern auch beliebig viele Windows- und UNIX-Clients backup'en kann.

Verfasser:
andy887
Zeit: 26.10.2017 23:03:35
0
2561394
Aktuell denke ich dass mir anfangs die Zeit fehlen wird für das Smarthome-Thema.
Vielleicht in ein paar Jahren wenn sich sonst alles eingelaufen hat. Was müsste ich denn aktuell noch vorsehen, dass ich mir viele Optionen offen halte?

Heute kurz mit dem Elektriker gesprochen: bei mir sind momentan die Räume zentral mit dem Technikraum verbunden, nicht aber jeder Schalter / Steckdose etc. Ist das schlecht?

Verfasser:
LutzFechner
Zeit: 26.10.2017 23:29:52
0
2561397
Was bedeutet das bei den Lichtschaltern? Gehen die in eine Verteilung und von da zu den Lampenauslässen? Direkt da hin? Das würde ich nicht machen. Das erschwert nachträgliche Systemwechsel und wäre dann dezentral.

Verfasser:
Automadrant
Zeit: 27.10.2017 06:27:24
0
2561419
- vielleicht etabliert sich bis dahin ein System als Standard.
Genau das ist unser Problem. Vielleicht. Vielleicht auch nicht. Momentan gibt es viele Systeme. Entweder die bleiben nebeneinander auf dem Markt, dann wird sich aber kaum ein Standard bilden. Oder manche verschwinden wieder. Aber welche? Bedenke du gibst eine Menge Geld aus - und hast dann vielleicht ein System das es nicht mehr gibt. Ich habe mir damals überlegt noch ein bisschen mehr auszugeben und dafür eins zu haben das wirklich Standard ist. Nämlich KNX. Dafür gibt es von vielen Herstellern Produkte.

- Allgemein möchte ich Sicherheitsfeatures offline haben, Lichter aus und an könnte ich mir über Alexa vorstellten.
Soll dein System also offline sein oder nicht? Teilweise offline ist schon auch irgendwie möglich, aber mit viel Aufwand.

- alle lichter aus und bspweise schauen ob alle Rolos im EG zu sind.
Dafür ist ein Schalter praktisch der alles ausmacht was nicht Bad, Flur oder Schlafzimmer ist. Um alle Rollos zu schließen gibts einen weiteren Schalter. Klingt zwar altmodisch, funktioniert aber super.
Ich habe auch schon gehört wie genial das auf dem Smartphone sein soll. Hast du deins immer bei dir oder liegt das auch mal in einem anderen Raum als du gerade bist? Ist es auch nachts an? Meine Frau macht ihres regelmäßig aus. Ich auch oft. Und eben die Fummelei bis du überhaupt erst mal in der App bist. Nen Schalter drückst du im vorbeigehen.
Natürlich kann das machen wer will, ist mir wurst. Aber den Tip will ich schon loswerden, denkt mal den Ablauf durch wie das wirklich aussehen wird. Dann kommt evtl doch jemand auf die Idee noch ein paar Schalter mehr vorzusehen oder wenigstens Leerrohre zu ziehen, für den Fall der Fälle.

Verfasser:
gnika7
Zeit: 27.10.2017 09:35:52
0
2561461
Hi andy,

du schreibst
Zitat von andy887 Beitrag anzeigen
Kabel für LCN sind verlegt, aber noch keine Taster oder Steuerungselemente eingebaut.[...]


und andererseits
Zitat von andy887 Beitrag anzeigen
Heute kurz mit dem Elektriker gesprochen: bei mir sind momentan die Räume zentral mit dem Technikraum verbunden, nicht aber jeder Schalter / Steckdose etc. Ist das schlecht? :[...]


Wenn es stimmt, dann verstehe ich die Verkabelung folgendermaßen:
Zu jedem Raum gehen aus dem Verteiler:
1xLicht (wahrscheinlich 5xNYM)
1xSteckdosen (wahrscheinlich 5xNYM)

Von den 5 Adern im NYM wird 1 Ader für das geplante LCN.Bussystem benötigt. Damit hast du pro Kabel zwei Adern, die du unabhängig zentral schalten könntest.Oder du arbeitest mit dezentralen Aktoren (siehe http://www.lcn.de/fachinfos3.htm und http://www.lcn.de/fachinfos4.htm). Einen eigenen Buskabel hast du anscheinend nicht.

Nach meinem Verständnis könntest du auch erstmal konventionell verkabeln. Auf ein Bussystem, das ein eigenes Kabel braucht, kannst du nicht gehen. Das heißt, KNX und Co. über TP sind nicht drin. Natürlich könntest du KNX über Powerline (ist tot) oder RF (=Funk) machen. Es sei denn du kannst noch Kabel nachziehen. Aber so wie es aussieht, musst bei LCN oder konventionell bleiben. Oder du gehst auf Funk. Vielleicht ist ja auch digitalstrom eine Option.

Da du offensichtlich recht wenig von deiner Installation weisst/verstehst, solltest du dich erstmal mit deinem Elektriker für mind. 1h zusammensetzen, damit er dir deine Topologie erläutert. Am Besten macht er dir eine Skizze für einen Raum. Dann kannst du diese hier einstellen und wir können uns dann anhand von Fakten und nicht Vermutungen unterhalten.

Grüße
Niko

Verfasser:
hanssanitaer
Zeit: 27.10.2017 12:14:59
0
2561499
Kauf oder leihe dir das Buch Heimautomation von Stefan Heinle.

Da geht es nicht nur um spezifische Systeme, sondern auch um die Logik- und Automatisierungsansätze.

Wenn du wirklich so systemoffen arbeiten möchtest, wie das im Eröffnungspost beschrieben wurde, wird es wohl in Richtung Homematic oder Edomi auf KNX Basis gehen.

Verfasser:
andy887
Zeit: 27.10.2017 14:02:09
0
2561539
Hallo Niko,

genauso wurde mir das erklärt also mit dezentralen Aktoren. Bin mir grad nicht mehr sicher ob der Elektriker erwähnt hat, dass es diese auch zentral gibt. Es ist noch nicht verputzt aber zusätzliche Kabel sind aktuell wohl nur mit großem Aufwand möglich.

Für einen Laien ist dieses Thema echt megakompliziert -_- hab das dann doch wohl unterschätzt.

Danke für den Buchlink.

Verfasser:
gnika7
Zeit: 27.10.2017 17:40:06
0
2561590
Hi Andy,

Zitat von andy887 Beitrag anzeigen
Es ist noch nicht verputzt aber zusätzliche Kabel sind aktuell wohl nur mit großem Aufwand möglich.

So wie es aussieht, kannst du nicht mehr viel ändern. Höchstens vielleicht ein paar zusätzliche Unterputzdosen. Wenn du jetzt nich mehr viel Zeit für Recherche hast. Wären aus meiner Sicht zwei Optionen denkbar:
1. Du lässt alles konventionell. Nachdem du dich dann weitergebildet hast und überlegt hast, was du genau willst/brauchst, kannst du LCN/digitalstrom/KNX RF/AndereFunklösung nach und nach einbauen.
2. Da dein Elektriker LCN kennt, lässt von dem Elektriker eine Basisinstallation machen. Das heißt Licht und Rollos.
3. Du ziehst zu den Lichtschaltern noch Buskabel und setzt bei ca. 1,05m und 1,5m eine UP-Dose, wo dieser Kabel durchläuft. Im Grunde kannst du das Kabel entweder sternförmig aus dem Verteiler oder vom Zimmer zu Zimmer ziehen. Damit könntest du einige Kabelgebundene Bussysteme anbinden

Option 2 hat halt den Nachteil, dass du später feststellst, dass für ein anderes System als LCN besser wäre und du viel Geld suboptimal eingesetzt hast. Bei Option 1 bist du erstmal auf der sicheren Seite und es kostet nicht viel. Option 3 ist wohl die aufwändigste, steigert aber deine Flexibilität. Bei mir ist z.B. so, dass in den meisten Zimmern ein KNX-Kabel an der Lichtschalterposition und bei 1,50 die meisten Funktionen (Temp, Lichtschalten, Bwegungsmelder, Luftqualitätssensor, etc) ausreichend abdeckt. Das ist bei anderen Bussystemen sicher auch nicht anders. Just my 5ct

Grüße
Niko

Verfasser:
Hies1957
Zeit: 28.10.2017 12:43:23
0
2561775
Sehr nötig
Hätte auf die Schnelle keine andere Option.

Verfasser:
MeinOfenBrennt
Zeit: 23.11.2017 22:45:24
0
2573903
Kann dir nur Homematic ans Herz legen mit einer Fhem Steuerung
Homematic - günstig und funktioniert super.
fhem - kostenlos
Internetquellen sind super ... es braucht natürlich einige Abende bis man weiß wie es geht aber dann kann man alles selber machen. Alexa Einbindung, Zeitsteuerungen,Visualisierungen usw.

https://forum.fhem.de/index.php?board=50.0

Bei den ganzen KNX,LCN usw. sind alleine die Aktoren und Sensoren teurer. Für KNX brauchst ne eigene Programmiersoftware die nicht kosten los ist.. Bei LCN wahrscheinlich das selbe. Habe mich bewusst gegen das entschieden.
Für mein System habe ich 1/3 gegenüber KNX ausgegeben.
Die Systeme sind so schon teuer genug.

Appsteuerung is sowieso kein Problem - Programmierung kannst du selbst machen.

---Hardware---
Schaltstellen alle zentral in den Verteiler ziehen. Verwende standart Taster, sind günstig und völlig ausreichend!!! (also kein System wo du Bustaster hast, das wird gleich teuer)
Die Geräte/Aktoren oder Lichter die gesteuert werden sollen zentral in den Verteiler ziehen.
Rest ist standard Installation.
Standard Drähte verwenden Ye 1,5/2,5
Dort wird dann alles an die Homematickomponenten angeschlossen - für den Erstbetrieb ist wahrscheinlich nicht einmal eine Programmierung nötig (je nach Ausführung natürlich)!
Sollte jeder normale Elektriker schaffen, da keine Programmiersoftware benötigt wird. Das macht es auch gleich wieder billiger.
Die eigentliche Automatisierung kann dann Abends von dir selbst realisiert werden.

Das Problem bei der ganzen automatisiererei ist, dass man Erfahrung braucht. Was ist sinnvoll und was nicht und wie baut man es!

Verfasser:
andy887
Zeit: 26.11.2017 22:46:04
0
2575160
Danke für die weiteren Ideen.

Beschäftige mich aktuell wenn ich dazu komme hauptsächlich mit OPENHAB 2.
Läuft zum test schon auf meinem Win10 PC und ich kann darüber z.b. schon meinen Av Receiver und meinen TV steuern.

So wie ich das verstehe brauche ich aber dann trotzdem noch die Hubs der Hersteller sprich die Homematic CCU wenn ich deren Heizthermostate verwenden will, richtig?
oder kann ich mir da einen USB Dongle besorgen und so alles über den Rechner mit Openhab erledigen?

Verfasser:
thghh
Zeit: 27.11.2017 08:47:40
0
2575230
Ich bereite gerade einen Umstieg von der Eltako GFVS Software auf IP-Symcon vor.

Für mich war wichtig eine völlig offene Software zu haben, die nicht primär nur von einer Community oder einzelnene Personenen entwickelt wird und mir eine Lösung bieten kann. Hier spricht mich der Hutschienen Server von Symcon besonders an und das es diesen mit direktem RS485 Ausgang für meine Eltako Serie 14 gibt und mit PoE. Zusätzlich gefallen mir die LAN Gateways die von ProJET kommen und alles Made in Germany ist.

Verfasser:
mstorm
Zeit: 27.11.2017 10:26:22
0
2575278
Zitat von andy887 Beitrag anzeigen
Danke für die weiteren Ideen.
So wie ich das verstehe brauche ich aber dann trotzdem noch die Hubs der Hersteller sprich die Homematic CCU wenn ich deren Heizthermostate verwenden will, richtig?
oder kann ich mir da einen USB Dongle besorgen und so alles über den Rechner mit Openhab erledigen?.
[...]

Wenn du proprietäre Systeme ansteuern willst, die eigentlich ihrerseits als vollwertige Systeme samt Steuerzentrale konzipiert sind, dann spricht OpenHAB die Geräte nicht direkt, sondern über den jeweiligen Hub an (HomeMatic, MAX!, Tahoma/Somfy RTS, Innogy, ....).
Ja, es gibt auch Bastellösungen, die Geräte direkt mit einem Funkstick vom Server aus zu steuern, aber damit würde ich gar nicht anfangen. Das hat m.E. mehr Nach- als Vorteile
(nein, 50,-€ mehr oder weniger für einen Hub sind im Zusammenhang gesehen kein Argument, da läßt man sich schnell blenden).
Wenn du Homematic-Thermostate verwenden willst, benötigst du also die CCU. In dem Fall würde ich aber empfehlen, dir das MAX! System zu holen (samt dem maxcube Hub). Gleicher Hersteller, günstiger.
Alternativ kann du ZWave-Thermostate benutzen. Sind zwar teurer, aber dann hast du die Auswahl unter verschiedenen Herstellern, auch Heiztechnik-"erfahrenen" wie Danfoss. Benötigt auch einen Stick im Server, aber mit dem wiederum kannst du dann nicht nur Thermostate, sondern auch alle anderen ZWave-Geräte ansteuern (da gibt es über Tausend für alle möglichen Anwendungen).

Verfasser:
mstorm
Zeit: 27.11.2017 11:02:25
2
2575299
Zitat von thghh Beitrag anzeigen
Ich bereite gerade einen Umstieg von der Eltako GFVS Software auf IP-Symcon vor.

Für mich war wichtig eine völlig offene Software zu haben, die nicht primär nur von einer Community oder einzelnene Personenen entwickelt wird und mir eine Lösung bieten kann.


Interessante Sichtweise. Kommerzielle SW ist nicht offen. Und wird kommerzielle SW nicht auch letztlich nur von einzelnen Personen entwickelt? SW-Entwicklungsbudgets sind knapp, gerade wenn das Produkt nicht zigtausendfach verkauft wird [und selbst dann :)], da stecken immer nur bestenfalls eine Handvoll Leute dahinter.
Zum Hintergrund: Die openHAB-Kernentwickler sind alle bei der Telekom und entwickeln auch deren Smarthome-System, mit den entsprechenden Synergien.
Die Community trägt i.d.R. nur Module bei. Gerade dadurch gibt es so viele, gut supportete. Allein stemmen könnte das vermutlich nicht einmal ein Unternehmen wie die Telekom.

Verfasser:
MeinOfenBrennt
Zeit: 27.11.2017 22:26:26
0
2575684
Zitat von andy887 Beitrag anzeigen
Danke für die weiteren Ideen.

So wie ich das verstehe brauche ich aber dann trotzdem noch die Hubs der Hersteller sprich die Homematic CCU wenn ich deren Heizthermostate verwenden will, richtig?
oder kann ich mir da einen USB Dongle besorgen und so alles über den Rechner mit Openhab erledigen?



Nein bei Fhem brauchst keine CCU. Du brauchst nur einen sogenannten CUL also die Schnittstelle die dir den 868MHz funk bereitstellt.
Fehm verarbeitet dann die verschiedenene Protokolle im Hintergrund.
https://wiki.fhem.de/wiki/CUL
Du bist also von den Geräten die du einsetzen möchtes größtmöglich flexibel.
Sollte mal ein Hersteller seine Produktlinie einstellen, dann nimmst du eben ein alternatives Produkt und verknüpfst es über die Zentrale.
Persönlich verwende ich die LAN-Schnittstelle von Homematic.
Kein Ahnung wie das bei openhab implementiert ist ...aber die Systeme werden wahrscheinlich recht ähnlich sein. Also mit einem USB-Dongle sollte das schon gehn...

Verfasser:
andy887
Zeit: 08.02.2019 23:46:13
0
2748056
Guten Abend allerseits,

meine Situation ist unverändert nur dass ich mittlerweile drin wohne und ein paar Dinge verbaut habe:
- Homematic IP Raumthermostate mit Netzteil (manueller Betrieb ohne CCU)
- Xiaomi Zhirui Spots und ein paar smarte Lampen

was ich noch vorhabe für die Zukunft:
- Wlan bzw LAN Außenkameras + Anzeige auf Display im Esszimmer
- Rolos/Raffstore im EG im Heimnetz steuern, Display im Esszimmer oder per App
- den BWM im EG Gang als Alarmanlage verwenden, schärfen über Display oder App
-Türklingel mit Video --> Livebild am Display/ App zeigt Außenkameras
- evtl. Garagen / Haustüre über Smartphone öffnen (ferne Zukunft)
- einen Backupserver --> NAS? windows? raspberry?


Nun zu meinen Fragen:
kann mir wer empfehlen welche Produkte ich verwenden kann um möglichst wenig
Aufwand / Durcheinander zu haben? Soll ich einfach auf Homematic setzen oder doch einen windows server mit Zigbee aufsetzen und darauf OPENHAB oder ähnliche Software nutzen?

Wenn ein Mod das liest, bitte das Thema ändern auf "Ideensammlung Produkte und Software für Hausautomation"

Verfasser:
loli
Zeit: 10.02.2019 14:47:26
0
2748592
Hallo,

Presenzmelder bitte nicht für Alarmfunktionen verwenden, sind nicht Täuschungsalarmsicher! Damit machen Sie sich nur unglücklich.
Lieber Dualbewegungsmelder für Alarmanlagen nehmen.

Gruß

Verfasser:
OpiVanKnobi
Zeit: 23.02.2019 16:43:50
0
2755521
Nicht Windows+OpenHab sonder lieber einen RaspberryPI nehmen. Den kann man auch mit einem Steckmodul haben, welcher die Funkerei mit den Homematic und HomematicIP-Komponenten übernimmt. ZigBee geht natürlich auch, aber evtl. braucht es dann einen 2. RPI (oder man muss die GPIO-Pins umbiegen, keine Ahnung).

Sowas habe ich im Einsatz, ist aber nur für ITler zu empfehlen. Dem Laien kann man das nicht antun.

Verfasser:
andy887
Zeit: 27.02.2019 18:52:20
0
2757138
was genau ist der Vorteil des Raspi gegenüber einem Windows PC / evtl. Server Version/ Linux ? Dafür gibt's doch sicher auch die Zigbee / Funk Sticks. Mit Windows kenne ich mich halt einigermaßen aus.

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