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WP soll Öl ersetzen bei wasserf. Kaminofen mit Puffer
Verfasser:
D. Klinke
Zeit: 03.12.2017 14:18:39
0
2577941
Guten Tag zusammen,
mein Bestreben ist, unseren 20 Jahre alten Ölheizkessel mit einer Luft Wärmepumpe zu ersetzen. Ich habe ein 100 Jahre altes Haus mit ca. 160 m² bei 3m hohen Decken, welches seit 4 Jahren gedämmt ist. Damit liegt der Heizwärmebedarf bei ca. 110 kwh/m² und die maximale Heizlast bei 12kw.
Selbstverständlich werde ich mir noch einen Experten zu Rate ziehen, würde mich aber gerne vorab selber informieren und ein paar Fragen in die Runde schmeißen. Ich bin durchschnittlich begabter Handwerker und wäre bereit, das was möglich ist, selber zu machen. Mit Installation wäre es mein Ziel, deutlich unter 10000, realistisch so auf 5- bis 7000 Euro zu kommen.

Mein System zur Zeit
- alter Öl Brenner 23kw, direkt angebunden an Heizkörper und an Warmwasserspeicher
- Wasserführender Kaminofen
3kw Luft und angeblich 10kw wasserseitig, real aber 5-6kw… angebunden an
- Pufferspeicher 825 Liter
- Kleine Brauchwasser Wärmepumpe, ca. 1,5kw angebunden an
- Warmwasserspeicher 300 Liter
- PV-Anlage

Kaminofen (über Puffer) und Öl-Brenner (ohne Puffer) versorgen die 13 Heizkörper sowie eine 13qm FBH Schleife, welche auch für hohe Temperaturen geeignet ist. Das heißt, Puffer und Brenner sind am selben Heizkreis, aber mit 2 getrennten Pumpen angeschlossen, werden mit max. 60°C betrieben, können aber (leider) wegen einem einzigen Schornsteinzug nur wechselseitig laufen. Die Wärmepumpe macht den Brauchwasserspeicher im Sommer mit PV-Strom heiß, der Ölbrenner bedient neben der Heizung den Brauchwasserspeicher im Winter.


Bin ich damit zufrieden ?
… nicht wirklich. Zu allererst (und das ist mir erst mal am wichtigsten!) möchte ich vom stinkigen Öl wegkommen und zum anderen wünsche ich mir größeren Komfort bei Heizung und Warmwasser. Der Kaminofen alleine hat zu wenig Leistung für die Heizung, am Warmwasserspeicher ist er gar nicht erst angeschlossen. Ich schmeiße also im Winter morgens 2-3 Stunden den Ölbrenner an, um die Heizung und das Brauchwasser warm zu bekommen. Danach läuft der wasserf. Kaminofen den ganzen Tag und versorgt den Puffer bzw. Heizung. Das funktioniert meist, aber da Ölbrenner und Kaminofen nicht gleichzeitig laufen können, ist bei niedrigen Außentemperaturen der Puffer trotz Kaminfeuer nur noch bei 35°C oder das Brauchwasser wird bei häufigem Duschen zu kalt und ich muss warten, bis der Kaminofen den Schornsteinzug nicht mehr blockiert und über den Öli wieder Heizung und Brauchwasser heiß macht. Außerdem ist mir die kleine Wärmepumpe selbst im Sommer einfach zu träge und es dauert zu lange, bis der Speicher auf Temp. ist.... Alles also nicht wirklich komfortabel!


Meine Idee
Ölbrenner und die kleine Brauchwasserpumpe raus und dafür eine bivalente Luftwärmepumpe rein. Die (bivalente!) Luftwärmepumpe stützt den Ofen bei der Beheizung des Puffers und macht im Sommer wie Winter das Brauchwasser heiß. Mir ist dabei wichtig, dass hin und wieder auch relativ kurzfristig (max. 30-45 Minuten) das Brauchwasser erwärmt werden kann…. lieber ohne Heizstab. Die Wärmepumpe soll modulierend sein, wobei ich die Leistung für den PV-Eigenverbrauch (schön wäre z.B. eine Steuerspannung 0-10V) anpassen kann.

Könnte dafür schon eine 5kw Geisha von Panasonic reichen ?… die ist hocheffektiv und sehr günstig. Hier wäre die Frage, ob sie überhaupt an den Puffer angeschlossen werden sollte und stattdessen einfach wie der Ölbrenner direkt in den Heizkreislauf und für Warmwasser einzubinden. Später könnte ggf. immernoch eine zweite Geisha hinzugefügt werden.

Oder wäre es besser eine bivalente 8 oder 11kw Rotex HPSU Compact zu nehmen, die schon alles an Bord hat und wo der Puffer als externe (bivalente) Heizquelle ständig unterstützen könnte. Dabei müsste allerdings auch der alte Brauchwasserspeicher zusätzlich raus, gefällt mir trotzdem sehr gut wegen der funktionellen Kompakt- und Einfachheit, d.h. günstigere Installation und höherer Komfort durch die integrierte Friwa.

Oh mann… das war jetzt eigentlich viel zu viel Text, sorry. Wer bis hierhin gefolgt sein sollte…. was würdet Ihr machen ? ... Ich bin für jeden Tipp dankbar !

Verfasser:
lowenergy
Zeit: 03.12.2017 14:48:29
0
2577955
Link → In der Wärmepumpe brennt kein Feuer!

In wieweit wären denn wohl die hausintern aktuell sicherlich vorhandenen wasserführenden Wärmeaustauschflächen für's effiziente Wärmepumpen tauglich zu optimieren?

Verfasser:
Buddy5
Zeit: 03.12.2017 14:49:23
0
2577956
Welche Vorlauftemperatur benötigt Ihr denn jetzt bei Minusgraden? Gerade bei Luft- Wasserwärmepumpen ist zu beachten das bei Minusgraden die Leistung schon in den Keller geht. Ohne Puffer kann es funktionieren wenn min. 3/4 der Heizleistung ständig gebraucht werden. Dies benötigt eine saubere Hydraulik incl. Abgleich.

Verfasser:
D. Klinke
Zeit: 03.12.2017 16:01:26
0
2577976
Zitat von Buddy5 Beitrag anzeigen
Welche Vorlauftemperatur benötigt Ihr denn jetzt bei Minusgraden? Gerade bei Luft- Wasserwärmepumpen ist zu beachten das bei Minusgraden die Leistung schon in den Keller geht. Ohne Puffer kann es funktionieren wenn min. 3/4 der Heizleistung ständig gebraucht werden. Dies benötigt eine saubere[...]


Gute Frage... so genau kann ich das gar nicht mal sagen. Wir haben zur Zeit 55°C von der Ölheizung im Vorlauf. Den Puffer leere ich bei ca. 60°C. Die Puffertemperatur (ohne laufendem Kaminofen) geht dann stetig herunter und ist nach knapp 2h auf 35-40 °C heruntergegangen. Darüber hinaus geht das aber dann auch noch weitere Stunden (dann aber eher mit mittlerre Leistung vom Kaminofen) und es bleibt bei überall behaglichen 21-22°C, wenn es nicht gerade saukalt draußen ist. Habe ich wohl der FBH im Flur zu verdanken, die mit den kleinen Temperaturen dann gut klar kommt. Die meiste Energie wird also zu Beginn benötigt.

Rein aus dem Bauch würde ich sagen, dass der Vorlauf bei über den ganzen Tag konstanten 45°C auch bei niedrigeren Außentemperaturen funktionieren müsste.
Ich stelle mir das so vor, dass die Wärmepumpe sozusagen den Sockelbedarf (z.B. 30 bis 35°C) liefert und der Kaminofen dann 10-15°C drauf packt.... dass zum Beispiel die Wärmepumpe direkt an die Heizkörper angeschlossen wird und der Puffer dann entweder bivalent in die Wärmepumpe oder an den Vorlauf über ein 3-Wege Mischer eingespeist wird... die Wärmepumpe müsste also entsprechend ausgelegt sein (tja... schätze, irgendwo zwischen 5 und 8kw) und über den Kaminofen steuer ich dann nach Belieben bei... ist das so richtig gedacht ?

Verfasser:
Heidizwerg
Zeit: 03.12.2017 16:29:04
1
2577984
"Rein aus dem Bauch raus und 45 °C müste reichen."
Prima. Dann teste mal 2 oder 3 Tage lang !
Ölkessel den Temperaturbegrenzer auf 45 °C einstellen.
Mal schauen ob das stimmt.

Verfasser:
D. Klinke
Zeit: 03.12.2017 16:55:02
0
2577993
jo ... das ist wohl wahr... dann probiere ich das mal, am besten wenn es auch wirklich knackig kalt ist... Danke

Verfasser:
Buddy5
Zeit: 03.12.2017 17:51:38
1
2578010
Der Winter steht ja vor der Tür, beste Zeit auch bei Minusgraden zu probieren. Wenn aber bei - 5°C mehr als 35°C Vorlauf benötigt werden würde ich das Projekt überdenken. Dann wird die Investition eure Planung überschreiten.

Verfasser:
D. Klinke
Zeit: 03.12.2017 19:46:59
0
2578068
Zitat von Buddy5 Beitrag anzeigen
Der Winter steht ja vor der Tür, beste Zeit auch bei Minusgraden zu probieren. Wenn aber bei - 5°C mehr als 35°C Vorlauf benötigt werden würde ich das Projekt überdenken. Dann wird die Investition eure Planung überschreiten.


... darf man fragen, wieso ?

... der Kaminofen steht immer als zweite Quelle zur Verfügung, da immer jemand da ist, der ihn befeuert. Der wird außerdem auch bald fällig und da wäre auch noch zu überlegen, einen passenderen (besser in Leistung und Wirkungsgrad) zu wählen.

Verfasser:
lowenergy
Zeit: 03.12.2017 19:51:42
0
2578071
@D. Klinke.
Schon mal hier quergelesen: http://aquarea.smallsolutions.de
???

.>)

Verfasser:
D. Klinke
Zeit: 03.12.2017 20:00:26
0
2578076
ja... die Panasonic find ich auch sehr interessant. Die könnte ich theoretisch einfach an die Stelle des Ölbrenners setzen... billiger ginge es nicht. Ich fürchte aber, die kleine hocheffiziente 5kw Pumpe ist zu klein bemessen... naja, erst mal schauen, welche Vorlauftemperatur minimal geht.

Verfasser:
D. Klinke
Zeit: 11.12.2017 22:28:59
0
2581816

ich habe das verschneite Wochenende (>20cm bei uns) genutzt, um mal ein paar Daten zu loggen. Das obere Bild zeigt ganz oben die Außentemperaturen, darunter (in grau) die Temperaturen im Haus und darunter (in gelb) die Keller-Heizungstemperaturen, jede Spalte ist ein Tag, vom 8. bis zum 10. Dezember.
Der Ofen und die Puffer Umwälzpumpe waren die ganze Zeit aus, nur ganz am Ende habe ich den Ofen angestocht. Die Taktung der Ölheizung (hat doch 25kw) kann man an Vor- und Rücklauf fortlaufend bis auf kurze Pausen erkennen, wobei die Vorlauftemperatur im Durchschnitt etwas über 40 °C betrug. Niedriger konnte ich den Öli nicht einstellen, ein paar Hochtemperaturspitzen sind der Warmwasserpoduktion zu verdanken. Im Flur befindet sich die FBH, ausgelegt als Wärmespeicher, da nur von der unteren Kellerdecke gedämmt wurde. Stellantrieb ist fast überall mit einsehbar, nur im Flur ist er inaktiv, die FBH lief dort durch.

Knackig kalt war es leider nicht, die Temperaturen lagen knapp unter dem Gefrierpunkt. Hierfür läßt sich aber die Aussage treffen, dass bei ca. 41°C Vorlauftemperatur und 0°C Außentemperatur völlig problemlos im ganzen Haus 21-22°C zu halten sind. Ein bißchen niedrigere Außen- bzw. Vorlauftemperaturen wären wohl noch möglich, da nicht alle Heizkörper im Betrieb bzw. auf Maximum waren. Die Vorgabe Vorlauftemperatur 35°C bei Außentemperatur -10°C halte ich aber für nicht realistisch, die Illusion habe ich mir nicht gemacht. Das ist auch gar nicht mein Bestreben. Mir ist bewusst, dass ich ab einer bestimmten Außentemperatur auf den Kaminofen angewiesen bin, wenn ich es behaglich warm haben will. Das ist aber völlig in Ordnung. Bleibt nur die Frage, ob 5kw für die Wärmepumpe ausreicht und ob der Kaminofen die untere Lücke vollständig abdecken kann... mein Gefühl (:-)) sagt mir nach wie vor, dass das möglich ist. Der Ofen ist eigentlich immer ganztägig im Einsatz und der Puffer könnte jederzeit die Wärmepumpe unterstützen bzw. in einen besseren Betriebspunkt bringen (Puffer übernimmt Abtaufunktion, WP kann wegen Puffer z.B. bis 0°C Außentemp. auf VL=35°C laufen).

Vielleicht könnt ihr aber mit euren Erfahrungen mehr Aussagen aus den geloggten Daten herausholen... ob zum Beispiel vom Ofen zusätzlich gelieferte 5-6 kw wasserseitig plus 3kw luftseitig das Haus auch bei -12°C (Auslegetemp bei uns) mit effizienten Vorlauftemperaturen warm halten könnten....
wäre schön... ansonsten werde ich wohl um den Einbau eines WMZ nicht herumkommen.

Verfasser:
D. Klinke
Zeit: 11.12.2017 22:59:31
0
2581823
ups... die Taktung der Ölheizung habe ich falsch angegeben... sie lief ungefähr jede halbe Stunde 5-10 Minuten lang und sie hat einen eigenen Wasserspeicher von 47 Liter...

Verfasser:
pinot
Zeit: 11.12.2017 23:57:18
2
2581834
Ich habe ein bischen in deine Aufzeichnungen reingeschaut.
Bin gleich beim Brauchwasser hängengeblieben.
Das ist erstaunlich.
Nachts fällt der BWSP in 4 Stunden 10°, Tags zeitweise in 1 Stunde.
Was ist da los?
Hast Du ne Zirkulationsleitung?

Wenn der Meßpunkt stimmt, verballert dein Brauchwasser 10 - 40% der Leistung der Geisha.

Kannst Du eine Hydraulikskizze machen?

Verfasser:
D. Klinke
Zeit: 12.12.2017 20:44:35
0
2582292
ja... da ist wohl wirklich ein Problem mit dem Warmwasserspeicher. Die Ölheizung scheint da Energie abzusaugen, denn wenn sie nicht im Betrieb ist, sind die Verluste erträglich. Ich habe eine Zirkulationsleitung, die wird aber nicht genutzt und die Pumpe ist aus.
Hier mein Hydraulikschema nach bestem Wissen und Gewissen... bin da absolut nicht der Experte und ich habe im Keller so dermaßen Rohr-Kuddelmuddel, dass es (für mich) schwierig ist, da noch durchzublicken. Die Anschlüsse an den Speichern stimmen höhentechnisch in der Anordnung. Falls etwas unklar ist, kann ich gerne noch Fotos nachreichen.

Verfasser:
DieWelle
Zeit: 13.12.2017 08:27:26
0
2582432
Hallo D. Klinke,
ich kann Dir zwar leider keine Antwort auf Deine Fragen geben, aber mich interessiert, mit welchem System Du die vielen Messdaten erfasst. Das sieht super aus!
Hersteller? Modell? Sieht aus, als hättest Du da eine ganze Menge Messtechnik nachgerüstet.
Vielen Dank vorab, und viel Erfolg mit der WP!

Verfasser:
pinot
Zeit: 13.12.2017 08:33:34
0
2582435
- Eine Zirkulationsleitung darf nicht einfach ausser Betrieb genommen werden. Das Wasser darin gammelt und infiziert den Kreislauf.
- In der Boilerladepumpe muss ein Rückschlagventil rein, damit die Heizung den Boiler nicht als Puffer mißbraucht. Dann kann auch das bereits vorhandene Brauchwasser WPchen zeigen, was es kann.
- Was soll die Verbindung Heizkreis Boiler mit 60° Ventil bewirken?
- Was ich in der Zeichnung (toll gemacht) sehe und hier lese, ist für mich absolut WP untauglich

Um eine WP vernünftig zu betreiben, müssen die Heizflächen vergrößert werden. Anzustreben ist eine Max Vorlauftemp von <40°
An den Heizflächen muß dauerhafte Durchströmung (kein Thermostatventil) über die WP stattfinden.
Der Puffer muß gezielt zubuttern.

Die Alternative WP füttert Puffer, Rest bleibt gleich, ist einfach zu installieren, ergibt aber eine Anlage mit sehr schlechter Effizienz.

Verfasser:
D. Klinke
Zeit: 13.12.2017 12:11:01
0
2582517
Hallo zusammen,
die Meßtechnik ist ein Raspberry, auf dem fhem läuft. Die Temperaturen werden über ein FS20 System für die Räume sowie im Keller über (die günstige) One Wire Technik (OWX Modul) erfasst...
Das mit der Zirkulationsleitung und dem erforderlichen Rückschlagventil wußte ich und offenbar der Erbauer auch nicht, muss also nachgerüstet werden... danke...
Der Öl-Kessel hat übrigens 2 getrennte Anschlüsse für Warmwasser und für den Heizkreis, könnte da nicht solch ein Rückschlagventil bereits integriert sein ?

Das temperaturgesteuerte Ventil stammt aus der Zeit, als der Kaminofen noch ohne Puffer betrieben wurde. Dieses sollte bewirken, dass der Kaminofen bei höheren Tempertauren den Boiler mit versorgt. Die Öffnungs-Temperatur ist einstellbar und war mal höher eingestellt... diente wohl auch zur Sicherheit, dass der Kaminofen (ohne Puffer) nicht überhitzen sollte. Finde die Idee eigentlich gut, leider funktioniert das alles nicht wie gewünscht, die Temperatur läßt sich auf diesem Weg nur marginal erhöhen.

Bitte erläutere mir die absolute Untauglichkeit für eine WP. Die 40°C Vorlauf kann ich doch bis 0°C Außentemperatur ohne Einsatz des Kaminofens erzielen, das zeigen die geloggten Daten. Ich habe überwiegend FS20 Stellantriebe angeschlossen, die ich bei WP-Betrieb auf maximale Durchströmung stellen könnte und meine FBH (ca. 13m²) läuft sowieso immer durch.
Heute ist es bereits so, dass der Kaminofen zu über 70% das Haus befeuiert und das kann auch so bleiben. Nach meiner Vorstellung soll der Kaminofen nach wie vor luftseitig das Haus von unten warm halten und wasserseitig (für die oberen Etagen) ausschließlich den Puffer versorgen. Der Puffer sollte dann aber bei einer WP nicht mehr mit der Umwälzpumpe direkt in den Heizkreis gehen, sondern als bivalente Energiequelle über einen (elektr. regelbaren) 3-Wege-Mischer dienen, welcher von der Wärmepumpe auf ihre Wärmeanforderung angesteuert wird. Die WP ist also Chef und regelt bivalent so effizient wie möglich den Heizkreis und macht das Brauchwasser (ggf. über eine neue Friwa) warm... und für die wenigen Tage bei einer Außentemperatur von kleiner 0°C (wenn der Puffer nicht mehr ausreicht) darf dann auch die Wärmepumpe mehr verbrauchen (mit VL z.B. 45°C) .

Tja... alles nicht so einfach und ich komme mächtig an meine Grenzen... gibt es irgendjemand aus dem Bergischen Land (Gummersbacher Raum), der sich mit den gegebenen Daten berufen fühlt, mein neuer Heizungsfachmann vor Ort zu sein und der mir (Einbau nach dem Winter irgendwann 2018) ein Angebot über eine fossilfreie Heizung machen kann? ... hier vor Ort ist das ansonsten wohl eher ein Glücksspiel, einen Fähigen zu finden.... gerne per PN ... gracias

Verfasser:
D. Klinke
Zeit: 13.12.2017 13:43:14
0
2582575
Vielleicht wäre es auch sinnvoll/denkbar, die Ölheizung als Backup eine gewisse Zeit im System zu belassen und erst einmal die Tauglichkeit der Kombi WP + Puffer vom wasserführenden Kaminofen im praktischen Einsatz zu prüfen. Es wäre für mich ebenso denkbar, auf Wandheizung umzustellen oder vielleicht sogar einen Grabenkollektor zu verwenden... alles (gerne mit maximal möglicher Eigenarbeit) eine Frage der Kosten und der Unterstützung des Fachmannes.

Verfasser:
pinot
Zeit: 13.12.2017 14:17:18
0
2582587
Geisha in den Rücklauf (blau) der Heizkörper.
Heizkreispumpe entfernen.
Pufferpumpe entfernen.
An der Stelle, wo die Pufferleitung in den Heizvorlauf geht, einen Dreiwegemischer einbauen.
Geisha kann keinen Mischer verwalten, also entweder Handsteuerung oder sep Mischersteuerung.

Dein Plan, den Öler vorerst zu behalten, ist gut.
Alles andere ergibt sich dann.

Verfasser:
pinot
Zeit: 13.12.2017 14:21:13
0
2582590
Noch keine Mischersteuerung kaufen. Es könnte sein, dass Du mit der Handsteuerung zufrieden bist.

Verfasser:
HFrik
Zeit: 13.12.2017 14:22:11
0
2582591
-Also eine Geisha mit 5kW und ein Kaminofen mit 6kW, bei 12kW Heizlast, das wird etwas knapp, aber spätestens mit Geisha Heizsstab noch laiffähig. Wenn man eine Gelegenheit findet noch gegenanzudämmen wäre das gut. (z.B. Wand oder Deckenheizungen die in den Rücklauf der Heizkörper eingehängt werden.) Oder einige Heizkörper vergrössern.

- den Kaminofen zur Vorlaufanhebung der Geisha nehmen müsste funktionieren.

- Der Worst Case wäre eine zweite Geisha, dann reicht die Leistung in jedem Fall.

- schrittweise umsteigen funktioniert in jedem Fall.

Verfasser:
D. Klinke
Zeit: 13.12.2017 15:28:38
0
2582614
vielen dank für die Tipps...
ein paar Fenster sind bei mir noch zu erneuern... die sind zwar schon mit doppeltem Wärmeverbundglas, aber durch den Alukörper strahlt da Kälte nach innen.
Insofern wäre eine 5kw Geisha für den Anfang gar nicht übel... dann mal sehn, was der Backup-Öler noch machen muss und ggf. erst mal die Fenster erneuern.

Ansonsten wäre da noch die Möglichkeit z.B. einer Rotex HPSU... die gibt es ja auch in einer Bivalenz Version... ist da bereits ein Mischer und die entsprechende Regelung am Bord ? Außerdem weiß ich nicht, ob ich den Brauchwasserspeicher behalten soll/kann, die Rotex mit integriertem Durchlauf-Speicher ist da wahrscheinlich effektiver...

ich bin für alles offen, bräuchte nur jemanden, der dazu Angebote macht und sie auch umsetzen kann. Gibt es hier auf der Site eigentlich die Möglichkeit, lokale Angebote für Handwerker einzustellen ?

Verfasser:
HFrik
Zeit: 14.12.2017 09:13:30
0
2582958
Anonymisierte Angebote wurden hier schon des öfteren eingestellt.
ansonsten mach mal Rotex versus Geisha eine Liste:

- wie liegt der PReis der Rotex versus dem Preis von Geisha + Speicher +Friwa mit grossem WT (das ist die effizienteste Version nen Warmwasserspeicher zu betreiben) , wie sieht das gegenüber 2 Geishas aus?
- Wie liegt die Effizienz der Rotex relativ zur Geisha bei verschiedenen Temperaturen?
Ansonsten ist das Angehen ohne Hektik sicherlich das beste.
Ansosten kann man nach Abschalten des Ölers auch ein paar Beutel Teelichter und Kerzen in Reserve halten. 10 Teelichter sind auch 1kW Heizleistung und machen eine viel bessere Stimmung als so ein Öler :-)

Verfasser:
lowenergy
Zeit: 14.12.2017 09:48:46
0
2582975
Zitat von D. Klinke Beitrag anzeigen
... eine 5kw Geisha für den Anfang gar nicht übel ... dann mal sehn, was der Backup-Öler noch machen muss ... bin für alles offen, bräuchte nur jemanden, der dazu Angebote macht und sie auch umsetzen kann.
Die m. M. nicht wirklich "modernen" Rotex Anlagen mit den Split-Maschinen, die eigentlich gelabelte Daikins sind, die wären für mich u.a. wegen derer Steuerung definitiv ein No-Go!

Ich persönlich denke, wenn das Ganze mit der Geisha nicht in Eigenregie funzt, sodas es mit möglichst wenig finanziellem Aufwand für die Installation geht, solltest dir z.b. Angebote zur Buderus WPL AR einholen!

Die WPL AR sind ebenso Monoblocktechnik ... immer dran denken, dass noch nicht viele Heizungsbauer das Thema Kältemaschine verinnerlicht haben!!!

Zur WPL AR kannst auch mal hier querlesen: http://www.haustechnikdialog.de/Forum/t/195214/Buderus-WPL-6-AR-E-ersetzt-Nibe-F600P

Verfasser:
jogi54
Zeit: 14.12.2017 19:24:05
0
2583184
Zitat von HFrik Beitrag anzeigen
-Also eine Geisha mit 5kW und ein Kaminofen mit 6kW, bei 12kW Heizlast, das wird etwas knapp, aber spätestens mit Geisha Heizsstab noch laiffähig. Wenn man eine Gelegenheit findet noch gegenanzudämmen wäre das gut. (z.B. Wand oder Deckenheizungen die in den Rücklauf der Heizkörper eingehängt[...]


@HFrik

das letzte kW braucht man, realistisch gesehen, doch nur alle paar Jahre, wenn überhaupt.

Seitdem ich meine Iso habe (>5J) bin ich bei einer Auslegung für AT -10°C gerade mal für wenige Stunden bis -8,1°C gekommen. Wegen dem 1kW würde ich mir ganz sicher keine grauen Haare wachsen lassen (sind eh schon alle grau LOL) und wenn mann nen Kaminofen mal was feste stocht, sind da auch mal 1kW mehr drin - oder es ist mal in ein paar Räumen 1K weniger warm, wenn man den Heizstab sperrt ...

realistisch bleiben und keine Panik verbreiten ;-)

LG jogi

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WP soll Öl ersetzen bei wasserf. Kaminofen mit Puffer
Verfasser:
jogi54
Zeit: 14.12.2017 19:24:05
0
2583184
Zitat:
...
-Also eine Geisha mit 5kW und ein Kaminofen mit 6kW, bei 12kW Heizlast, das wird etwas knapp, aber spätestens mit Geisha Heizsstab noch laiffähig. Wenn man eine Gelegenheit findet noch gegenanzudämmen wäre das gut. (z.B. Wand oder Deckenheizungen die in den Rücklauf der Heizkörper eingehängt[...]

@HFrik

das letzte kW braucht man, realistisch gesehen, doch nur alle paar Jahre, wenn überhaupt.

Seitdem ich meine Iso habe (>5J) bin ich bei einer Auslegung für AT -10°C gerade mal für wenige Stunden bis -8,1°C gekommen. Wegen dem 1kW würde ich mir ganz sicher keine grauen Haare wachsen lassen (sind eh schon alle grau LOL) und wenn mann nen Kaminofen mal was feste stocht, sind da auch mal 1kW mehr drin - oder es ist mal in ein paar Räumen 1K weniger warm, wenn man den Heizstab sperrt ...

realistisch bleiben und keine Panik verbreiten ;-)

LG jogi
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