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Realer Heizverlust für ungedämmte Bodenplatte
Verfasser:
sepp55
Zeit: 22.01.2018 22:38:05
0
2600567
Im Rahmen einer Umnutzung soll eine vormals unbeheizte Lagerhalle nun zu einem Büro werden. Verlegt werden sollte PE Folie, Trittschalldämmung und Laminat direkt auf die Bodenplatte.

Der Bodenaufbau besteht aus 25cm Stahlbetonplatten, welche direkt auf Recyclingmaterial/Erdreich liegen.
Der Wandaufbau ist recht gut gedämmt mit 36,5 Poroton + 10cm Styropor.

Nun soll der Raum zukünftig auf ca. 18-19 Grad geheizt werden.

Mit welchen Verlusten ist p.a. und pro m2 zu rechnen im Vergleich zu einer relativ einfach auszuführenden Dämmung als Aufbau auf die jetzige Bodenplatte.

Mir geht es es nicht um absolut exakte Werte, sondern eher um die Frage 1000 oder eher 10.000 Mehrkosten pro Jahr und ob es sich lohnen würde, kurz vor dem Boden noch etwas am Aufbau zu verändern.

Verfasser:
TackaTucka
Zeit: 22.01.2018 23:50:51
0
2600598
Hi,

wir standen kürzlich vor derselben Frage.

Gegeben war Erdreich/Beton/Folie/Estrich. Darauf sollte Bürofläche. Wir haben den Estrich nicht entfernt und keine Dämmung eingebracht sondern nur gespachtelt und darauf Teppich geklebt.

Das ganze ist seit einem Monat in Betrieb und wird während der Geschäftszeiten auf 23°C gehalten.

Die erste Auswertung habe ich heute angefertigt: in der vergangenen Woche wurden bei 2° mittlerer Außentemperatur 75 l Gas pro Tag und m² bzw. 0,04 Euro pro Tag und m² verbraucht.

Auf's Jahr hochgerechnet werden es wohl weniger als 10 Euro/m² sein. So groß kann der Bodenanteil an den 10 Euro gar nicht sein, daß sich der Aufwand für eine Dämmung für uns gerechnet hätte.

Nett war zudem in den letzten Tagen, daß das Betonpflaster am Haus später glatt wurde und früher wieder abtaute als andere Flächen :-)

Verfasser:
Solarzelle
Zeit: 23.01.2018 07:29:37
1
2600636
Das müsste einer mal genau ausrechnen, aber mir wäre das egal, denn aktuell ist die Gelegenheit günstiger denn je, den Aufbau zu verbessern.

Ich würde 10-15cm Dämmung machen und dann einen Bodenaufbau ohne Estrich, direklt auf die Dämmung.

Einfacher und besser kann man das nie wieder machen.

Verfasser:
winni 2
Zeit: 23.01.2018 12:15:15
0
2600773
Der Bodenaufbau hätte einen U-Wert von ca. 2,6
Verluste gegen Erdboden sind schwer zu rechnen.
Ich nehme mal ins Blaue an, das ungestörte Erdreich hätte im
Schnitt 8 Grad in der Heizperiode, im Durchschnitt der Bodenfläche.

19 Grad - 5 Grad Boden = 11 Grad Differenz,
mal 2,6
= 28,6 Watt/Wärmeverluste/m2

Also bei z.B. 100 m2 Büro immerhin 2,86 kWh Wärmeverluste.
Am Tag immerhin ca. 70 kWh alleine durch den Boden.
Dazu kommt ein schlechterer Komfort durch den relativ kalten
Boden.

Wenn das Büro nicht nur ein paar Jahre genutzt werde soll, würde
ich so min. 120 mm Neopordämmung und 25 mm Estrichelemente
verbauen. Darauf dann den Laminat.
Wäre dann U-Wert ca. 0,24. Also weniger als 1/10 der Wärme-
verluste von der Ausgangslage.

Grüsse

winni

Verfasser:
Solarzelle
Zeit: 23.01.2018 12:24:34
0
2600780
Auch dich ist immer verlass :)

Nimmst du da U-Wert Net?

Hast du da mal ne Formel für mich?

Was für Excel? ;)

Verfasser:
winni 2
Zeit: 23.01.2018 12:32:37
0
2600787
Ja, ich nehme U-Wert.net.

Leider kann der Rechner keine Jahresverluste gegen Erdreich.
Ist aber auch schwierig, weil von der Bodengeometrie und vom
vorhandenen Erdreichaufbau und Grundwasser abhängig.

Grüsse

winni

Verfasser:
Solarzelle
Zeit: 23.01.2018 12:35:32
0
2600789
Ich hatte mal überlegt, im Garten auf 2 Meter ein Rohr zu schlagen, um die Temperatur dort zu messen.

Verfasser:
RoBIM
Zeit: 23.01.2018 13:00:34
1
2600809
Hier betreibt jemand eine HP, auf der über Jahre hinweg in Bodentiefen 20, 40 und 60 cm Temperaturen im 10-Minuten-Takt geloggt werden.

Bodenplattenverluste sind nicht einfach über U-Wert mal Fläche zu errechnen, da die Randbereiche andere Verluste generieren als z. B. der BP-Mittenbereich.
Die Wärmebrücke von dem doch recht gut gedämmten Mauerwerk, im Verhältnis zur "miserablen" Bodenplatte, spielt auch eine Rolle.

Gruss
Frank F.

P.S.: Die BP zu dämmen ist nicht nur eine Frage der Betriebskosten (die i. Ü. sehr volatil sind und es eher mit steigenden Preisen zu rechnen gilt), sondern insbesondere eine Frage der thermischen Behaglichkeit. Auf einer BP mit U-Wert 2,6 W/(m²K) möchte man niemanden arbeiten lassen (zumindestens keine Bürotätigkeiten). 18 - 19 °C sind allerdings keine geeigneten Temperaturen für Bürotätigkeiten - der Mindestwert ist 20 °C.

Verfasser:
kreitmayr
Zeit: 23.01.2018 13:29:24
0
2600827
Hallo,

was kommt den bei so einer Berechung raus, wenn man den ersten Meter Erdreich als Dämmung mit einberechnet.

Welche Form hat die Hellengrundfläche, Kreis, Quadrat, Rechteck oder extremes Rechteck so 5 x 30m.

Ich würde mal sagen der Bodenaufbau ist von Bedeutung. Ist Grundwasser in 1m Tiefe oder in 20m.

MfG
uwe

Verfasser:
axel.rathey
Zeit: 24.01.2018 10:17:16
0
2601287
Hallo zusammen,

in der Regel braucht man bei großen Hallen nur rings herum die ersten 10m gegen Erdreich dämmen, wenn das Grundwasser weiter weg ist. Bei Grundwasser dichter als 5 m würde ich die gesamte Fläche dämmen.

Da Du eine vorhandene Halle hast, bringt Dir das natürlich nicht viel, weil der vorhandene Boden ja eben ist.

Gruß

Axel

Verfasser:
AndreasTeich
Zeit: 24.01.2018 22:53:27
0
2601654
Ich komme bei der U-Wert Berechnung der vorhandenen Bodenplatte auf einen Wert von 4,17 W/m2K.
Bei Dämmung mit 10 cm PUR-Platten ergibt sich ein U-Wert von 0,27 W/m2K.

Eine lange, schmale Halle hat im Randbereich der Bodenplatte natürlich höhere Wärmeverluste,
wobei Dämmung unabhängig von höheren Heizkosten sinnvoll ist,
schon um angenehm fußwarm zu sein, besonders bei länger andauernder, sitzender Tätigkeit.

Verfasser:
winni 2
Zeit: 24.01.2018 23:28:10
0
2601669
4,17 Watt stimmt nicht.
Schon eine 250 mm Betonplatte, 2 % armiert, käme auf bessere 3,7 Watt?
0,27 stimmt, je nach Armierung.

Grüsse

winni

Verfasser:
berthu
Zeit: 25.01.2018 07:06:29
0
2601727
Würde Bodenplatte unbedingt isolieren!
Die Oberflächentemperatur läßt sich ja jetzt schon messen, ideale Zeit dafür.
Diese Temperatur wird sich auch über dem geplanten Aufbau und übers ganze Jahr kaum nach oben bessern. Kalte Füße bei Büroarbeit ist für krankheitsbedingte Ausfälle ein großer Verursacher unabhängig von der Raumtemperatur.
Foamglas ware da mein Favorit. Außerdem unempfindlich gegen Feuchte, die sich da mit dem voraussichtlichen Temperaturunterschied bilden wird.
Dazu eine Deckenheizung. Wäre zweimal vorteilhaft, wenn darüber auch noch Räume sind.

Verfasser:
kreitmayr
Zeit: 25.01.2018 18:43:40
0
2602031
Hallo,

vielleicht findet sich hier eine Antwort auf die Frage.

https://www.baunetzwissen.de/bauphysik/fachwissen/waermeschutz/daemmung-erdberuehrter-bauteile-4694693

MfG
uwe

Verfasser:
kreitmayr
Zeit: 25.01.2018 18:58:46
0
2602039
auch ganz nett anzuschauen.

https://passipedia.de/grundlagen/bauphysikalische_grundlagen/waermebruecken/wbberechnung/erdreich/eigenschaften

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