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Planung Erdwärme Grabenkollektor in OWL
Verfasser:
markusm89
Zeit: 28.01.2018 15:14:09
0
2602981
Hallo zusammen,

wir planen in 2018 unser EFH zu errichten und ich möchte gern Erdwärme nutzen. Zunächst unsere Rahmenbedingungen:


Grundstück:

Ort: Bad Driburg ( Kreis Höxter)
Normaußentemperatur: -14 Grad
Grundstücksgröße: 1650 qm

Bodenverhältnisse:

Gemäß Bodengutachten: Ton / Siltstein verwittert (Ton, Schluffig, feinsandig) bis 1,5m Tiefe, danach kommt Gesteinsbruch hinzu. Das Profil findet sich hier.
Für diese Bereiche sind folgende Angaben gemacht worden:
Bodengruppe gem. DIN 18 196: TL, TM, TA, UM
Bodenklasse gem. DIN 18 300: 4 / 5 (bei Verschlammung Klasse 2)
Frostempfindlichkeitsklasse gem. ZTVE – StB 09: F 3 (sehr frostempfindlich)
Feuchtraumgewicht γk : 20 - 22 kN/m3 Rechenwert 22 kN/m3
Kohäsion c’k : 10 - 15 kN/m2
Reibungswinkel ϕk : 25 /27,5 °
Steifemodul Es,k : 5 - 60 MN/m2

Weitere Details finden sich hier

Ich bin mir nicht sicher welche Bodenklasse ich im Trenchplaner ansetzen sollte...

Wie im Bodenprofil bereits ersichtlich haben wir einen Höhenunterschied auf der Grundstücksbreite von 25m über 2m (von West nach Ost abfallend). Im Osten würden wir ggf. noch 50cm bis 1m auffüllen.

Nun zum Gebäude:
Wir planen mit einer Doppelgarage (unbeheizt), Keller und 1,5 Geschosse.
Hier die Daten aus unserer ENEV Berechnung (derzeit noch mit 425 Mauerwerk geplant,...wir gehen vorauss. auf 365)

Gesamtbruttovolumen: 1052m³
Nutzfläche: 336,79m²
Wohnfläche: 185m²
Primärenergie: 28,34 kWh/m²a /9543,67 kWh/a
Endenergie: 17,70 kWh/m²a / 5960,49 kWh/a
Heizwärmebedarf: 32,46 kWh/m²a / 10933,37 kWh/a
H'T: 0,259 W/(m²K)
CO2: 12,99 kg/(m²a)
Anlagenaufwandszahl: 0,630 -
Luftwechselrate: 0,60 h-1

Nun stellen sich mir folgende Fragen:
1. Ist mein Boden für die Nutzung eines Grabenkollektors geeignet oder ist eine Tiefenbohrung grundsätzlich besser geeignet

2. Was haltet ihr von dem ersten Entwurf? Hier

3. Was passiert wenn ich auf der rechten Seite (östliche Seite) eine Aufschüttung von max 1m (mit Testen der erdarbeiten) durchführe?

4. Welche Tiefe / Breite würdet ihr empfehlen?

5. Zur Gartengestaltung: Am Grundstücksrand würde ich natürlich ein paar Bäume Sträucher und Beete platzieren. Ist das eher ungeeignet?
Im hinteren Bereich würde ich gerne noch eine Gartenhütte platzieren. Wie problematisch ist eine spätere Überbauung von ca. 4m der Kollektoren?


Über eure Vorschläge und Anmerkungen bin ich schon jetzt sehr dankbar. Viele Grüße aus Paderborn!

Verfasser:
nicijan
Zeit: 29.01.2018 10:23:49
0
2603147
Zitat von markusm89 Beitrag anzeigen
wir planen in 2018 unser EFH zu errichten und ich möchte gern Erdwärme nutzen. Zunächst unsere Rahmenbedingungen:
....
Grundstück:
Ort: Bad Driburg ( Kreis Höxter)
Normaußentemperatur: -14 Grad
Grundstücksgröße: 1650
...Bodengutachten ...


Dein Tread hat folgende Herausforderung.
Einschätzen des Bodens anhand eines Bodengutachtens, welches in Richtung Verwitterungsgestein tendiert.

1.
Anhand der Schlagzahlen wäre eine Erschließung bis -1,8 Meter mit einem normalen Aufwand möglich.
Beim Graben sollte drauf geachtet werden, möglichst wenig verbleibendes Erdreich zu reißen, sättiges Aneinanderliegen sollte seitlich und in der Tiefe erhalten bleiben.
2. Ist der Aushub für eine Wiederverfüllung geeignet?
Du solltest Bilder einer benachbarten Baugrube machen, aus denen der Schichtenverlauf optisch hervorgeht. Daraus kann man dann verbindliche Aussagen treffen.

Die Überbauung des Kollektors mit 4 Meter ist technisch möglich und kein Nachteil. Ein solcher Bereich ist außerhalb von Witterungseinflüssen und würde eine Gebäudekühlung sogar positiv beeinflussen.

Verfasser:
winni 2
Zeit: 29.01.2018 11:04:51
0
2603172
Hi,

zu:

1. Ja, ist sicher geeignet. Mit lehmiger Sand müßtest Du auf der sicheren
Seite sein.

2. Ist so machbar, aber ich würde eine gleichmässige Breite, nach verfügbarer
Baggerschaufel, wählen und der Kollektor ist überdimensioniert, was nicht viel
Effizienzgewinn bringt.
Die im Planer eingetragenen Daten entsprechen nicht denen in Deinem Ein-
gangsbeitrag. Das Volumen kommt mir zu groß für 180 m2 Wohnfläche vor.
Wie ist die Hüllfläche genau? Sind bei Volumen und Hülle unbeheizte Be-
reiche enthalten?

3. Mehr entgültige Tiefe bringt mehr Leistung und mehr Kühlmöglichkeit im
Sommer, so eine Kühlung vorgesehen ist.

4. Breite = Baggerschaufel, Tiefe = ca. 1,6 Meter für die Arbeitssicherheit +
Aufschüttung.

5. Du kannst alles über den Kollektor pflanzen, ausser vielleicht, zur Sicher-
heit, keine tiefwurzelnden Bäume.
Überbauung ist bei Deinem großen Grundstück völlig unnötig und ich würde
das dann lassen. Hier z.B. ein Entwurf mit H,t 0.259: Plan 2.
(Der Kollektor würde auch mit lehmigen Sand noch gut funktionieren)

Die Rohre könnte man in der ersten Lage mit abgeschobenem Humusboden
verfüllen, wenn der Boden steinig sein sollte.

Grüsse

winni

Verfasser:
mdonau
Zeit: 29.01.2018 11:08:03
0
2603175
Zitat von markusm89 Beitrag anzeigen
2. Was haltet ihr von dem ersten Entwurf? Hier

etwas "überdimensioniert", für die Heizlastabschätzung
fehlt leider die Angabe zur Hüllfläche.
bei dem Ht sollte das aber bei ~6kW liegen...

Verfasser:
markusm89
Zeit: 01.02.2018 18:00:28
0
2605988
Hey Leute,

vielen Dank schon mal für diese Antworten!
@nicijan: Du meinst, dass wir nach 1,8 höchst wahrscheinlich auf Gestein stoßen werden? Leider gibt es keine naheliegenden Grundstücke, mit Baugruben.
Würdest du ggf. einfach loslegen und sobald wir auf Gestein stoßen, die Grabenlänge mit der neuen Tiefe neu berechnen? Gibt es ggf. Bild von problematischen Böden, an den wir uns orientieren könnten?

@winni 2: Ja wir haben sowohl einen nicht ausgebauten Dachboden, als auch einen Keller, der noch ca 60m² nicht ausgebaut ist..ob die Garage ggf mitgezählt wurde finde ich noch raus ;)
Und Danke für deinen Plan

Wenn wir von 6kw Heizlast ausgehen, welche Leistung des Kollektors würdet ihr vorhalten?

Ist es sinnvoll die Minimale Soletemperatur in den positiven Bereich zu bringen?

Was bedeutet eigentlich die Aznahl der Solekreise? (3 x 32 mm) Irgendwie macht es in der Planung keinen Unterschied, ob wir zwei Rohre oder drei Rohre hier auswählen. Bedeutet 3 Rohre, dass wir 3 Schlaufen übereinander legen? Und welche Länge müssten wir bestellen, wenn wir doch Schlaufen in einen 100m langen Graben legen?

Sorry für die Anfänger Fragen...

Danke :)

Verfasser:
winni 2
Zeit: 01.02.2018 18:36:21
0
2606003
Hallo Markus,

wird die Heizlast 6 kW betragen (mehr sollte es m.M. im Neubau auch
nicht sein) so würde ich den Kollektor auf ca. 6 kW auslegen.
Überdimensionierung bringt kaum etwas.

Das würde völlig reichen: Plan 3.
und hätte nur einen Effizienzverlust der Wärmepumpe, gegenüber
dem vorherigen Plan, von ca. 2 % zur Folge.
Die Soletemperaturen werden eh für einen Jahrhundertwinter gerechnet
und in normalen Jahren liegen sie höher.

Die Soletemperaturen in den positiven Bereich zu bringen, ist viel zu
aufwändig. Da müßtest Du ohne Ende Erde bewegen, was ja auch
mindestens Sprit bräuchte.

Die Anzahl der Rohre verändert nicht die Leistung, muss aber zur Maximal-
leistung der Wärmepumpe passen. Bei 6 kW 2 mal 32er Rohre, a, 300 Meter
oder 1 mal 40er Rohr, 400 Meter lang, was aber schwer zu verlegen ist.
(Siehe "Rohrverteilung" im Menue des Planers)

Grüsse

winni

Verfasser:
nicijan
Zeit: 01.02.2018 19:45:38
0
2606039
Zitat von markusm89 Beitrag anzeigen
@nicijan: Du meinst, dass wir nach 1,8 höchst wahrscheinlich auf Gestein stoßen werden? Leider gibt es keine naheliegenden Grundstücke, mit Baugruben.
Würdest du ggf. einfach loslegen und sobald wir auf Gestein stoßen, die Grabenlänge mit der neuen Tiefe neu berechnen? Gibt es ggf. Bild von problematischen Böden, an den wir uns orientieren könnten?


Laut Bodengutachten stößt du bereits nach einer Spatentiefe auf Gestein. Wie weit der Verwitterungsprozess fortgeschritten ist, lässt sich nur schwierig sagen. Anhand der Schlagzahlen vermute ich bis 1,6 Meter einen weit fortgeschrittenen Prozess.
>1,8 Meter wird das wohl besser. Den Verlauf darunter schätze ich sehr ergiebig in Sachen Wärmekapazität und Wärmeleitfähigkeit ein.
In den Bereich würde ich den Kollektor legen. Zudem, je mehr du an Gestein aus dem Boden holst, umso schwieriger und aufwendiger wird die Verfüllung. Ich vermute ohnehin, dass du jede Menge Boden besorgen musst um den Kollektor bindig und sicher einzubauen. Auch die teilweise Entsorgung dürfte ein Thema sein.
Die Firma die dein Bodengutachten gemacht hat, verfügt normalerweise über Fotos des Rammkerns, aus denen der Verlauf optisch hervorgeht. Vielleicht kannst du diese besorgen und in guter Qualität hochladen oder mir per Email schicken.

Den Plan von Winni finde ich übrigens sehr gut. Für die Kalte Anbindung (ich nehme an das sind 2 Einzelrohre) würde ich keinen extra Graben machen. Wenn dein Kolli bei -1,6 liegt, leg diesen mit 50 cm Abstand oben drüber jeweils 40 cm aus der Grabenmitte.

Verfasser:
winni 2
Zeit: 01.02.2018 20:05:18
0
2606061
Wenn das Zeug schwer zu baggern ist, oder sowieso, könnte man
auf die andere Seite gehen, die wohl einen Meter aufgeschüttet
wird. Dann müßte man z.B. nur 70 cm tief baggern: Plan 4.

Man könnte, wie von Nici vorgeschlagen, im selben Graben zurück-
gehen. Allerdings kostet das im Planer erheblich Leistung, die man
durch, unter dem Strich, mehr aushub des Hauptgrabens ausgleichen
müßte.

Grüsse

winni

Verfasser:
markusm89
Zeit: 02.02.2018 20:20:42
0
2606585
Hey, vielen Dank Leute.

Finde den Plan 4 auch ne super Idee. Die Zuleitung könnte ich ja durchaus in einem weiteren schmalen Graben legen.

Muss dieser in der gleichen Tiefe liegen oder reichen die angegebenen 1,3 Tiefe?
Bei der Kollektorplanung habt ihr drei Zonen in den Slinkydichten eingeteilt. Macht es Sinn die Dichte der Slinkies kontinuierlich zu erhöhen statts der drei Zonen?

Gibt es einen Beitrag, wo die Übersetzung der Angaben "Vorschub Rohr 1 zu Rohr 2", "Abstand Slinky Mitten", "Rohrdichte" erklärt sind? Hab zwar ne Idee, aber sicher ist sicher...

Hattet Ihr schonmal negative Erfahrungen mit den Rohren? Lohnt es sich ggf. ein drittes Backup rohr reinzupacken oder ggf. als Backup für eine größere Wärmepumpe?

Die Bilder habe ich schon von meinem Gutachter angefragt und hoffe auf Antwort... :)

Danke euch!

Verfasser:
winni 2
Zeit: 02.02.2018 20:50:39
0
2606593
Hi,

vergiss die 1,3 Meter. Da habe ich was mit dem Rohr im Graben probiert
und dann vergessen zu ändern. Und bei E. habe ich auch noch eine
falche Breite drin. Sorry.
Plan 4. korrigiert

Du könntest kontinuierlich die Dichte erhöhen, aber baupraktisch wird
das schwierig da in der Grabenlänge den Überblick zu behalten.
Du könntest den Graben noch weiter unterteilen. Dann hast Du die
Verlegedaten in der Rohrverteilung.

"Vorschub Rohr 1. zu 2." = Abstand in dem die Schleifen des zweiten
auf dem ersten Rohr liegen.

"Abstand Slinky-Mitten" = Abstand der Mitten des ersten Rohrs.

"Rohrdichte" beschreibt wieviel Rohrbelegung im Abschnitt stattfindet.
Das lässt sich noch bei "Gewicht" des Grabenstücks feintunen, aber
das wäre dann die hohe Kunst...

Grüsse

winni

Verfasser:
markusm89
Zeit: 18.02.2018 19:48:01
0
2615247
Hallo nochmal,..

habt ihr einen Tipp, welcher Heizungsbauer bzw. Bauunternehmen in meiner Nähe sprich Paderborn, Höxter, Kassel, Bielefeld unterstützen könnte?! Wäre klasse auf die ein oder anderen Erfahrungen zurückzugreifen...

Grüße,
Markus

Verfasser:
markusm89
Zeit: 24.02.2018 14:29:08
0
2619006
Hi Winni 2, hi nicijan,

bei der letzten Planung (Plan) haben wir festgestellt, dass wir im Verlauf zunächst einen Geländeanstieg (nach hinten) und anschließend beginnend mit dem Slinkies wieder ein Geländeabfall. Höhenunterschied beträgt etwas weniger als 1 m auf der Länge. Geht man an dieser Stelle mit der Grabentiefe mit dem Gelände oder ist auf einen waagerechten Graben zu achten?

Zusätzlich wollte ich euch fragen, ob ihr für die Heizlast von 6kw folgende Wärmepumpe empfehlen könnt:
BOSCH / Junkers: Compress 7000i LW (Buderus: Logatherm WSW196i). Von unserem ortüblischen Hersteller Stiebel Eltron habe ich leider keine modellierende WP gefunden.

Danke und Grüße,
Markus

Verfasser:
winni 2
Zeit: 24.02.2018 16:41:59
0
2619057
Hi Markus,

der Höhenunterschied ist kein Problem.
Der Kollektor muss nicht waagerecht liegen.

Es würde übrigens Sinn machen die Laufrichtung umzudrehen.
Dann liegt das kalte Ende weit weg vom Haus und Terrasse.

Grüsse

winni

Verfasser:
winni 2
Zeit: 24.02.2018 18:32:15
1
2619103
Normal wäre die Junkers/Buderus zu leistungsstark, aber es gibt
hier im Forum Messungen, die zeigen das sie einiges weiter runter-
moduliert, als die Herstellerangabe aussagt (Hersteller 3 kW)

Ich habe aber immer noch Schwierigkeiten das so zu akzeptieren,
weil warum sollte der Hersteller dies dann nicht richtig ausweisen??

Grüsse

winni

Verfasser:
markusm89
Zeit: 25.02.2018 20:43:23
0
2619693
ja das kann gut sein...ein Freund hat die Anlage in einer 160qm Stadtvilla (fast Kfw55) ohne Keller und hat einen gemessenen SCOP von 5,5...was ich für nicht so verkehrt halte.

Verfasser:
markusm89
Zeit: 01.04.2018 09:28:07
0
2635322
Liebe Experten,

in einem Gespräch zur Planung sind mit noch folgende 2 Fragen gekommen:
1. Wenn wir unseren Bodenaushub nutzen um das Gelände über dem Grabenkollektor aufzufüllen erhöht sich ggf. die Tiefe des Kollektors von 1,7m auf 2,2 m. Ist eine höhere Tiefe immer positiv zu sehen und geht uns hier der Effekt der höheren Lichteinstralung / des wärmeren Regenwassers im Frühjahr zur Enteisung verloren?

2. Macht es wirklich sinn, alle 3 Solekreise in das Haus zu führen oder würdet ihr auf dem Grundstück zwei Schächte für die Verteilung von Ein- und Ausgängen planen, um Wanddurchbrüche und Kondeswasser im Haus möglichst gering zu halten?

Danke euch und schöne Ostern!

Verfasser:
markusm89
Zeit: 19.06.2018 09:04:21
0
2655781
Hallo zusammen,

nun soll es auch lansam in die Umsetzung gehen. Für die Planung des Aushubs, habe ich nochmal die ENEV Berechnung mit der Heizlastberechnug abgeglichen....

Derzeit komme ich im Tool der Heizlastberechnung auf 8,7 kw Heizbedarf.
Das basiert auf folgenden Annahmen:
Einfamilienhaus: 425 Mauerwerk mit Außenmaßen 12,40 x 8,50 m, 1,5 Geschossig (1,25 drempel) mit Satteldach und Keller (Isoliert - 50 m² beheizt).

Das ergibt eine Hüllfläche von 663 m² (inkl. Keller) und 1083 m³ Bruttovolumen insgesamt. Ziehe ich vom Volumen den Dachstuhl und die unbeheizten Kellerräume ab, habe ich pauschal 750 m² Bruttovolumen angenommen.

Das mit einem HT Wert von 0,309 errechnet mir das Tool eine Heizlast von 8,7 kW.

Auf der Basis muss ich natürlich meinen Grabenkollektor viel größer dimensionieren bzw. tiefer legen.

Habe das mal in folgendem Plangemacht...
Was haltet ihr von der Heizlastberechnung bzw. dem dazu passenden Plan?

Verfasser:
winni 2
Zeit: 19.06.2018 11:25:29
1
2655813
Hi Markus,

Zu:

1. Ja, größere Tiefe ist positiv zu sehen. Bessere Temperaturen und bessere
passive Kühlmöglichkeit.
2. Ich finde es besser alle Rohre ins Haus zu führen, wo man sie im Auge
hat. Spart allgemein auch Kosten.

H,t 0.309 ist ziemlich bescheiden.
Wurde das mit dem pauschalen Wärmebrückenzuschlag 0,1 gerechnet?
https://www.baunetzwissen.de/flachdach/fachwissen/normen/din-4108-beiblatt-2-waermeschutz-und-energie-einsparung-in-gebaeuden---waermebruecken-904481
Vielleicht geht auch noch was bei der Dämmung?

Du kannst vom Bruttovolumen eigentlich nichts abziehen, weil das die Heiz-
lastabschätzung schon mit einer Pauschale macht. Ich glaube das sind 30 %?
Dann bist Du schon bei unerfreulichen ca. 9500 Watt Heizlast.

Die Tiefe in Deinem Plan ergibt sich vermutlich aus Aufschüttungen?
Ich würde nur so tief graben, das der Kollektor nachher auf 1,7 Meter liegt.
Angenehmeres Verlegen und Platz hast Du ja genug.
Der Graben könnte so aussehen:
https:
//grabenkollektor.waermepumpen-verbrauchsdatenbank.de/trenchplanner.html?id=WfpHleA9liA4cT2hjmuC


Grüsse

winni

Verfasser:
markusm89
Zeit: 19.06.2018 11:54:50
0
2655822
Hallo winni,

Danke für die schnelle Antwort! Ja Wahnisinn 9,5 kW ist ne Menge. Leider können wir an der Dämmung nicht viel machen, da wir ohne Dämmung mit einer HLZ 425 Wand planen.

Aber wie in deinem Plan eingezeichnet, würden wir ja sogar damit ebenfalls hinkommen.

Ich frage unseren HB nochmal, ob er zu einer anderen Heizlast kommt, aber ansonsten machen wir das so.

Grüße

Verfasser:
winni 2
Zeit: 19.06.2018 12:14:36
2
2655829
Nun, die Mauer ist nur ein Teil der Dämmung der Gebäudehülle
und Ziegel gibt es auch gefüllt.

Den Heizi nach der Heizlast fragen, halte ich für eine weniger
gute Idee... Im Allgemeinen kommen da Überdimensionierungen
bei raus.

Die Heizlastabschätzung im Tool übertreibt auch die Heizlast,
weil keine internen und solaren Wärmegewinne angesetzt
werden. Dazu interessant:
https://www.haustechnikdialog.de/Forum/t/199288/Auslegung-wieviele-kW-braucht-die-WP

Grüsse

winni

Verfasser:
markusm89
Zeit: 29.06.2018 14:45:11
0
2658268
Danke für die Einschätzung. Also, da wir nun mit dem Gewerk Rohbau soweit in trockenen Tüchern sind, bleibe ich wohl bei dem ungefüllten Stein. Wenn alles gut geht können wir noch den W09er Stein durch einen W08er Stein austauschen. Damit würde der HT Wert auf 0,299 sinken. Das endet dann in einer Heizlast von 9251 W.
Sollten wir damit dann die Planung auch festhalten?

Eine Frage, die sich mir noch stellt, ist...Welchen Abstand zu den beiden Gräben sollten wir mindestens einhalten, sodass dies sich nicht gegenseitig beeinflussen? Reichen die hier gesetzten 5 m aus?

Dann noch ein Thema: Gibt es Gründe (neben der Kosten für einen Schacht) die Leitungen erst im Haus an den Soleverteiler anzuschießen? Meine Gedanken dazu waren, dass ich möglichst wenig / kleine Wanddurchbrüche in der Betonwand des Kellers haben möchte und ich möglichst vie Kondesnwasser / Eis aus den Kellerräumen halten möchte. Daher hätte ich eien externen Schacht geplant, den ich dann mit Rasen bedecken würde...
- Müssten wir die Kalt & Warmleitung auch beim Schacht mit 2 separaten Durchbrüchen ins Haus führen oder mit einer gemeinsamen 100er Bohrung?
Demnach hätten wir folgende Optionen: Ohne Schacht und Mit Schacht

Gibts vlt schon einen Beitrag der das Thema diskutiert?

Grüße

PS: Rohre sind übrigens schon bestellt und geliefert und warten auf den Einbau in den nächsten Tagen / Wochen

Verfasser:
hbrockmann
Zeit: 29.06.2018 15:53:27
2
2658285
Zitat von markusm89 Beitrag anzeigen
...
Dann noch ein Thema: Gibt es Gründe (neben der Kosten für einen Schacht) die Leitungen erst im Haus an den Soleverteiler anzuschießen
...

-wenn der soleverteiler durchflussmesser haben sollte, kann der einsatz draußen ihm bei strengem frost unter umständen schaden.. (leckage)
-bei leckage am soleverteiler keine solefüssigkeit im erdreich

-wenn im winter arbeiten am verteiler notwendig sein sollten, ist es drinnen deutlich angenehmer als draussen..

Verfasser:
winni 2
Zeit: 29.06.2018 16:44:47
2
2658297
Ja, wie gesagt, ich würde den Verteiler innen anordnen.

Warm und kalt brauchen nicht unbedingt getrennte Bohrungen, gibt
ja auch größere Kernbohrungen, als 100 mm. Ich würde aber zwei
Durchführungen machen. Im Neubau sollte man das anders lösen
können, als mit Kernbohrungen?

Der Grabenabstand ist okay, aber wenn keine Aushub auf dem
Nachbargrundstück rechts gelagert werden kann, vielleicht für
den Aushub weiter auseinander, wenn man den Graben in
einem ausheben will.

Die Planung würde ich auch bei leicht geänderter Heizlast so
lassen.
Hast Du Dich mal mit den Dämmwerten der Nichtmauerflächen
auseinandergesetzt? H,t ca. 0,3 ist nicht der Hit...

Grüsse

winni

Verfasser:
Lupo1
Zeit: 29.06.2018 16:52:30
2
2658300
Hallo markusm89,
ein zusätzlicher Schacht verursacht erhöte Kosten.
Ein Schacht ist sinnvoll bei der üblichen DIN Standard Flächenverlegung jene viel mehr Solekreise aufweisen als der Ringgrabenkollektor. Der RGK wird mit 300m oder 400m Rohre je Kreis verlegt, DIN Flächenkollektor mit 100m Länge. Ein RGK kann mit einem 40er 400m Rohr bis 7KW Heizlast geplant werden. Die meisten legen 2 x 32er 300m für diese Heizlast in ihren Graben, damit hat man dann 4 Rohre jene man durch 2 Ringraumdichtungen geführt werden. Man kann aber auch Rohren zusammen fassen und es gibt einen Verteiler der nicht isoliert werden muss.
Die Rohre werden mit Armaflex isoliert und hier gibt es fertige Rohrisolierung zu kaufen, geht sehr schnell.
Warum hat sich euer Ht`so verschlechtert, die Ziegel alleine können es nicht sein?
Mit dem Ursprungswert wäre ein 40er Rohr mit 400m Länge ausreichend gewesen.

Wolfgang

Verfasser:
markusm89
Zeit: 30.06.2018 10:50:57
0
2658396
Hallo,

Danke für die Rückmeldung. Also im Gegensatz zur ersten Planung haben wir noch einiges an den Fenstern verändert und das Mauerwerkgeändert (sowie ein bisschen größer im Umfang geworden). Mit den Dämmwerten der Nichtmauerflächen habe ich mich noch nicht beschäftigt. Meinst du damit die Dämmung im Dach und der Betonwand im Keller?

Dann zum Schacht. Also, da wir sowieso 2 Durchführungen benötigen, habt ihr mich überzeugt und wir regeln die Verteilung im Kellerraum. Habt ihr ein Musterbeispiel (Durchführung, Dichtung, Ausführung,...) für die Wanddruchführung? Habe im Forum auf die schnelle nichts gefunden...
Im Muggenhumershop habe ich eine CompactDichtung nur für 2 Rohre entdeckt.

Welche Höhe und Durchmesser würdet ihr für die Durchführung in der Kellerwandvorsehen? Höhe analog zum Kollektor? Wir bekommen für den Betonkeller - Fertigbauteile als Schalung, sodass bereits werksseitig die Durchführung eingeplant werden kann.

Grüße,
Markus

Aktuelle Forenbeiträge
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lukashen schrieb: Bei der Stratos Pico 3 Sekunden das rote Drehrad drücken, dann drehen, bis das Mondsymbol blinkt. Einmal das rote Rad drücken, dann per drehen auf off stellen und mit einem druck am roten Rad bestätigen....
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Planung Erdwärme Grabenkollektor in OWL
Verfasser:
markusm89
Zeit: 30.06.2018 10:50:57
0
2658396
Hallo,

Danke für die Rückmeldung. Also im Gegensatz zur ersten Planung haben wir noch einiges an den Fenstern verändert und das Mauerwerkgeändert (sowie ein bisschen größer im Umfang geworden). Mit den Dämmwerten der Nichtmauerflächen habe ich mich noch nicht beschäftigt. Meinst du damit die Dämmung im Dach und der Betonwand im Keller?

Dann zum Schacht. Also, da wir sowieso 2 Durchführungen benötigen, habt ihr mich überzeugt und wir regeln die Verteilung im Kellerraum. Habt ihr ein Musterbeispiel (Durchführung, Dichtung, Ausführung,...) für die Wanddruchführung? Habe im Forum auf die schnelle nichts gefunden...
Im Muggenhumershop habe ich eine CompactDichtung nur für 2 Rohre entdeckt.

Welche Höhe und Durchmesser würdet ihr für die Durchführung in der Kellerwandvorsehen? Höhe analog zum Kollektor? Wir bekommen für den Betonkeller - Fertigbauteile als Schalung, sodass bereits werksseitig die Durchführung eingeplant werden kann.

Grüße,
Markus
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