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Starkes Klopfen der Heizung bei Ende der Nachtabsenkung
Verfasser:
meggie_92
Zeit: 09.02.2018 09:54:50
0
2609898
Guten Morgen zusammen,

wir haben sei längerem in unserer Mietwohnung Probleme mit der Heizung. Die Vermieterin ist eine sehr alte Dame und hierbei nicht so wirklich eine große Hilfe.

Das Problem:

Im Winter wachen wir gelegentlich auf, da die Heizung ein rythmisches klopfendes Geräusch von sich gibt (Wir haben beide einen sehr festen Schlaf, daher kam dies eher selten vor und war für uns kein größeres Problem). Jetzt sind in der Nachbarwohnung neue Mieter eingezogen und haben uns darauf angesprochen, da sie einen relativ leichten Schlaf haben und nahezu jede Nacht davon aufwachen.Sie haben teilweise schon im Flur der Wohnung geschlafen (dort gibt es keinen Heizkörper) und alle Türen geschlossen, um die Geräusche nicht so sehr zu hören. Sie denken über Mietminderung und Auszug nach, was sehr schade wäre, da wir uns sehr gut mit ihnen verstehen.

Die Vermieterin empfiehlt Ohropax .... Meiner Meinung nach eine unglaubliche Aussage.

Das Klopfen tritt regelmäßig gegen ca. 5:00 Uhr auf. Wir vermuten, dass dies der Zeitpunkt ist, an dem die Heizung aus der Nachtabsenkung in den Tagbetrieb geht.
Es beginnt erst langsam mit einem rythmischen Knacken / Klopfen, dessen Abstand sich immer weiter verkürzt, bis es sich anhört wie ein Maschinengewehr. Dann meist etwas Pause und dann geht es wieder von vorne los.

Das ganze ist unabhängig davon, ob das Heizkörperventil ganz geöffnet (Stellung 5) oder ganz geschlossen ist. Auch unsere elektrischen, Programmierbaren Thermostatventile haben die Situation nicht verändert.

Das Klopfen ist in allen Wohnungen gleichermaßen zu hören, daher gehen wir davon aus, dass es an der Heizungsanlage direkt liegt oder der allgemeinen Verteilung.

Vorlauf und Rücklauf sind nicht vertauscht, das haben wir bereits überprüft.
Bei niedrigen Außentemperaturen ist es deutlich lauter (Also momentan ist es sehr laut), in Phasen, in denen es Nachts nicht so weit abkühlt, ist es fast nicht zu hören (sodass ich durchschlafe, unsere Nachbarn aber immer noch aufwachen...)


Das Problem war wohl auch schon vorherigen Mietern bekannt, anscheinend hat sich nur nie jemand mit Nachdruck darum gekümmert.

Hat jemand Tipps woran das liegen könnte? Klappernde Ventile, Taktende Pumpen, kaputtes Druckausdehnungsgefäß oder ähnliches ? Was kann man tun? Im Internet habe ich häufig gelesen, es seien Dehnungsgeräusche und um die zu beseitigen, müsse man die Wände aufreißen und die Leitungen neu verlegen .....


Ich danke euch schon mal für eure Meinungen und Tipps!

Verfasser:
egal1
Zeit: 09.02.2018 10:03:09
1
2609902
du hast doch schon alles richtig erkannt. Wenn es nicht an der Ausdehnung der Heizkörper liegt, sind es eben die Rohre, die in Altbauten oft direkt ohne Dämmung eingemauert wurden. Es braucht nur eine Schelle oder eine Winkel anliegen, schon entstehen solche Geräusche.
Und der Tipp den du gelesen hast trifft das ganze. Ohne Aufstemmen der Wände läßt sich die Geräuschquelle meist nicht finden.
Man kann natürlich die Sympome mildern, wenn das Ende der Nachtabsenkung auf einen späteren Zeitpunkt gestellt wird und zum Ausgleich eben die Absenkung weniger starkt gemacht wird.
Man kann noch versuchen, durch systematische Abdrehen einzelner Stränge oder Heizkörper die Geräuschquelle näher einzukreisen.

Verfasser:
meggie_92
Zeit: 09.02.2018 10:07:31
0
2609903
Das Problem ist aber nun ja , dass das Abdrehen einzelner Heizkörper / Stränge hier rein gar nichts bringt, sodass wir eben vermutet haben, dass das Problem an der Heizungsanlage direkt liegen könnte.
Dem Aufstemmen der Wände aus dem reinen Verdacht heraus wird die Vermieterin leider nicht zustimmen.

Ich dachte immer, Dehnungsgeräusche würden sich eher in einem unregelmäßigen Knacken über einen längeren Zeitraum verteilt bemerkbar machen. Liege ich das falsch?

Das Geräusch bei uns hört sich schon eher wie ein Klopfen oder Schlagen an, tritt immer nur über einen kürzeren Zeitraum auf (Dafür hier sehr laut) und ist sehr rythmisch, bis es schlagartig ganz verstummt....

Verfasser:
micha_el
Zeit: 09.02.2018 10:29:52
1
2609921
als das Ausdehnungsgefäß defekt war hatte ich mal bei mir ein extremes Klopfen.
Das war nach dem Tauschen weg.

Sonst wie egal1 schreibt kann man an der Regler Parameter spielen.

Manche Regler erlauben eine Begrenzung der Aufheizgeschwindigtkeit und fahren die Temperatur dann in einer flacheren Rampe hoch. Dann muss der Aufheiz-Vorgang aber schon eher begonnen werden.

diese rythmische Klopfen kann mit Schwingungen des Mischer Regel-Kreise zu tun haben...

Bei vielen modernden Heizungsreglern kann man einen Datenlogger anschließen um zu sehen was da um 5:00 so passiert und ob man das regelungstechnisch milder könnte.

Verfasser:
OldBo
Zeit: 09.02.2018 10:35:06
2
2609924
Die Ursache dieser Knackgeräusche sind sehr schwer zu orten und zu beseitigen. Oft reicht ein gleichmäßiges Heizen. Also keine Nachtabsenkung bzw. Nachtabschaltung und eine möglichst niedrige Vorlauftemperatur. Aber auch das Ab- und Aufdrehen der Thermostatventile können die Geräusche hervorrufen.

Verfasser:
meggie_92
Zeit: 09.02.2018 10:40:20
0
2609928
Bei vielen modernden Heizungsreglern kann man einen Datenlogger anschließen um zu sehen was da um 5:00 so passiert und ob man das regelungstechnisch milder könnte.

Das wird leider nicht möglich sein, da die Heizungsanlage vermutlich mindestens genauso alt ist wie ich selbst :-D

Vielen Dank für eure Ratschläge. Ich werde mich wohl erneut mit unseren Nachbarn abstimmen und dann einen Heizungsmonteur zu raten ziehen. Die Kosten werden wir an die Vermieterin weitergeben....

Verfasser:
JoRy
Zeit: 09.02.2018 10:50:05
1
2609934
Moin Bruno,

das sehe ich genauso !
Die beschriebenen Geräusche kommen höchstwahrscheinlich NICHT aus
Rohrdehnungen in den Wänden.
Also nichts aufhauen ohne dass ein Profi die Anlage vorher gecheckt hat.

Gleichmässigeres Heizen mit möglichst niedrigen, eben gerade den nötigen
Systemtemperaturen und minimalen Pausen kann das völlig beheben.

Das ist wie beim Autofahren.
Bremsen - Beschleunigen , Bremsen - Beschleunigen ......ist nicht nur
sehr unwirtschaftlich sondern verursacht Verschleiß.

Wenn ein Kessel solche Geräusche verursacht , wird er meist durch schlecht
eingestellte Heizkurve und zu lange Pausen ins "Aufholheizen" gezwungen.
Eben wie Gasgeben und hoch Beschleunigen.

Wenn man aber Mieter hat, die ahnungslos an den Thermostatköpfen rumschrauben
und die Anlage fährt dadurch große Sprünge in der Durchfluss-Geschwindigkeit,
dann werden ebenTteile der Anlage (Ventile, Rohre ....) hörbar.

Gruß JoRy

Verfasser:
meggie_92
Zeit: 09.02.2018 11:29:50
0
2609953
Wenn man aber Mieter hat, die ahnungslos an den Thermostatköpfen rumschrauben
und die Anlage fährt dadurch große Sprünge in der Durchfluss-Geschwindigkeit,
dann werden ebenTteile der Anlage (Ventile, Rohre ....) hörbar.


Ich glaube, dies kann ausgeschlossen werden. Ich kenne die übrigen Mieter gut genug, um wissen zu können, dass keiner von denen Nachts um 5 aufsteht und an den Ventilen dreht (und schon gar nicht am Wochenende ;-) )


Die Sprünge in der Durchfluss-Geschwindigkeit könnte ich mir evtl. mit einer zu groß dimensionierten Pumpe oder einem kaputten Druckausdehnungsgefäß erklären, oder liege ich da falsch?

Verfasser:
ThomasShmitt
Zeit: 09.02.2018 11:46:29
1
2609966
Zitat von meggie_92 Beitrag anzeigen
Vielen Dank für eure Ratschläge. Ich werde mich wohl erneut mit unseren Nachbarn abstimmen und dann einen Heizungsmonteur zu raten ziehen. Die Kosten werden wir an die Vermieterin weitergeben....[...]


Also, wenn du nicht explizit die Zusage von der Vermieterin hast, dass sie es übernimmt, halte ich das für ein Gerücht, dass du diese weitergeben kannst.

Der normale Weg geht so:
Mangel dem Vermieter anzeigen (erledigt) mit Frist zur Behebung (davon habe ich nichts gelesen). Im gleichen Schreiben eine angemessene Mietminderung bei Nichtbehebung ankündigen (davon habe ich auch nichts gelesen)

Was angemessen ist, ist eine gute / andere Frage.

Und ob du überhaupt einen Monteur beauftragen darfst, welcher and er Heizung rumfummelt wäre die nächste Frage, sie ist ja schließlich Eigentum der Vermieterin.

Verfasser:
meggie_92
Zeit: 09.02.2018 12:55:14
0
2609994
Bezüglich der Beauftragung des Handwerkers hat die Vermieterin mit unseren Nachbarn kommuniziert (soweit ich weiß telefonisch), dass wir das direkt mit einem Heizungsinstallateur ausmachen sollen (Zuerst natürlich Begutachtung, Fehlersuche, Kostenvoranschlag usw.). Sie ist bereits über 80 Jahre alt und will eigentlich am liebsten gar keinen Aufwand mehr mit dem Haus haben, der Sohn hat offensichltich keinen Bock nen Finger krumm zu machen. Beauftragung natürlich erst, wenn die Vermieterin das OK gibt.

Wir überlegen, ein Schallmessgerät auszuleihen, um die Lautstärke der nächtlichen Störung zu dokumentieren. Haltet ihr so etwas für sinnvoll?

Verfasser:
OldBo
Zeit: 09.02.2018 13:18:49
2
2610007
Zitat von ThomasShmitt Beitrag anzeigen
Und ob du überhaupt einen Monteur beauftragen darfst, welcher and er Heizung rumfummelt wäre die nächste Frage, sie ist ja schließlich Eigentum der Vermieterin.[...]

Ich bezweifle, dass man für diese Arbeiten eine Firma findet, die sich das antut. Und es doch eine gibt, dann möchte ich die Rechnung nicht sehen.

Verfasser:
jimmyp
Zeit: 10.02.2018 09:08:20
1
2610342
In unserem Altbau (30 Wohnungen) hat ein Heizungsbauer es mal geschafft eine neue Umwälzpumpe falsch zu montieren, die Flussrichtung war falsch. Wenn du morgens kurz vor dem Ende der Nachtabsenkung aufstehst und Vor- und Rücklauf der Heizung prüfst, der Vorlauf (Thermostatventil) muss zuerst warm werden. Wenn der Rücklauf zuerst warm wird ist die Flussrichtung falsch und einige Heizkörperventile neigen zum Klopfen!

Verfasser:
Wolfi.75
Zeit: 11.02.2018 22:47:39
0
2611173
Ich hatte auch so einen Fall wo ein Schlagen in den Rohren hörbar war wenn die Heizung auf Tag umstellte. Der Verursacher war ein alter Centra-Mischer, der recht schwergängig war und sich in Aufwärmphasen nur sprunghaft bewegte durch klemmen.
Das Monster wurde zerlegt, gereinigt und mit einem neuen Dichtsatz versehen und siehe da, alles schön leichtgängig und kein Klopfen mehr.

Verfasser:
jogi54
Zeit: 12.02.2018 00:06:08
0
2611191
Zitat von OldBo Beitrag anzeigen
Zitat von ThomasShmitt Beitrag anzeigen
[...]

Ich bezweifle, dass man für diese Arbeiten eine Firma findet, die sich das antut. Und es doch eine gibt, dann möchte ich die Rechnung nicht sehen.


Ich schliese erstmal aus der Formulierung:
Zitat von meggie_92 Beitrag anzeigen
Bezüglich der Beauftragung des Handwerkers hat die Vermieterin mit unseren Nachbarn kommuniziert (soweit ich weiß telefonisch), dass wir das direkt mit einem Heizungsinstallateur ausmachen sollen (Zuerst natürlich Begutachtung, Fehlersuche, Kostenvoranschlag usw.). Sie ist bereits über 80 Jahre alt[...]


ich gehe mal davon aus, dass es sich wahrscheinlich um den langjährig beauftragten Heizungsbauer handeln sollte ... (ok - wenn der jahrelang versagt hat - braucht es ggf. einen Anderen)

OK - die 80jährige Dame sollte dafür einen "Auftrag" an den/die sich ggf. aggierenden Mieter unterschreiben - mit etwas good will geht sowas dann auch gut.
Da sollten sich die Mieter mal zusammen tun und im eigenen Interesse der 80jährigen Dame ein wenig helfen und mit ihr zusammen arbeiten, um gemeinsam ein für alle tolles Ergebnis zu erzielen.

LG jogi

Verfasser:
OldBo
Zeit: 12.02.2018 10:58:08
0
2611296
Moin jogi,

ich meinte nur, dass eine Heizungsbaufirma für diese Arbeit zwar einen Kostenvoranschlag machen kann, aber weil hier keine Zeit kalkulierbar ist, ist es nur eine grobe Schätzung. Auch wird er einen Auftrag "Beseitigen der Geräusche" nicht annehmen, da dann ein Erfolg vorausgesetzt wird.

Gruß

Bruno

Verfasser:
shrimps
Zeit: 13.02.2018 01:34:44
0
2611712
Hallo zusammen,
kleiner Beitrag von mir:
Ich hatte früher (ab und an heute noch) auch klopfen in der Leitung welches definitiv durch zu schnelles aufheizen einiger Stränge erfolgte.
Da ich eine eigene Mischersteuerung habe, habe ich das ganze auf eine extrem langsame Auf- und Absenkung programmiert, mit Erkennung auf steigende / fallende Temperatur.
Seit dem hört man "fast" nichts mehr.
Nur in den Übergangszeiten, wo sehr viele Heizkörper zumachen und dann wieder etwas öffnen, kommt ein Knacken durch. Aber sehr leise...
Da es mein Einfamilienhaus ist, konnte ich im Keller noch so einige "feste" Metallhaken an den alten Leitungen mit Kunststoffblättchen unterfüttern um damit eine Dehnungsknacken zu verhindern.
In die Wände komme / will ich aber auch nicht...

HtH
Shrimps

Verfasser:
Solarzelle
Zeit: 13.02.2018 07:25:03
0
2611736
Zitat von meggie_92 Beitrag anzeigen
Bezüglich der Beauftragung des Handwerkers hat die Vermieterin mit unseren Nachbarn kommuniziert (soweit ich weiß telefonisch), dass wir das direkt mit einem Heizungsinstallateur ausmachen sollen (Zuerst natürlich Begutachtung, Fehlersuche, Kostenvoranschlag usw.). Sie ist bereits über 80 Jahre alt[...]


Ich kenne diese Geräusche nur zu gut.
Das sind geschweißte Stahlrohre riesiger Dimensionen, das Knacken ist immer bei starkem Temperaturwechsel in meinem Haus zu hören gewesen.

Abhilfe schaffte damals das Nachrüsten einer Witterungssteuerung, das Abesenken der Kessel Mindesttemperatur auf 0 bzw. 30Grad und das Aufgeben der Nachtabsenkung.

Also ggf. muss da gar nichts neu bzw. wenn, dann eher die Rohre in der Wand :)

Verfasser:
Tanjeck
Zeit: 14.02.2018 14:41:41
0
2613457
Ich hatte so ein Phänomen auch schon in meiner Heizungsanlage.
Die Ursache war ein defektes Rückschlagventil (Schwerkraftbremse), dass vor bzw. hinter der Umwälzpumpe eingebaut war.

Verfasser:
Tanjeck
Zeit: 14.02.2018 14:41:56
0
2613458
Ich hatte so ein Phänomen auch schon in meiner Heizungsanlage.Die Ursache war ein defektes Rückschlagventil (Schwerkraftbremse), dass vor bzw. hinter der Umwälzpumpe eingebaut war.

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