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Wärmepumpe ausschalten bei Wärmegewinnen durch Sonne
Verfasser:
Mike_Do
Zeit: 27.02.2018 13:13:40
1
2620534
Zitat von Rastelli Beitrag anzeigen
Zitat von Mike_Do Beitrag anzeigen
[...]
die VL-Sollwerte einer vorlaufgeführten Steuerung kannst du so nicht übertragen auf die sich ergebenden VL-Werte (d)einer rücklaufgeführten Steuerung, der VL-Mittelwert (vom ganzen Tag incl. Pausen und ohne BW) trifft es schon eher.


ok, dann muss ich wohl korrigieren: vorlaufmittel gestern bei -15,2 durchschnittsaussentemperatur waren nur 26,3 Grad ;) rücklauf ca. 23,5, also heizwasser im mittel 25 grad. da gibts keine unnötige wärmeabgabe mehr

heizgrenze ist bei mir bei 10 grad. wenn ich da die FBH-Pumpe trotzdem laufen lasse läuft sie hald und verbraucht strom,... es startet kein kompressortakt da die RLT nicht weiter abfällt...

das ganze mit 20cm holzriegelwand + 6cm dämmende putzträgerplatten und innen 5cm gedämmte installationsebene...

Verfasser:
Heidizwerg
Zeit: 27.02.2018 13:36:45
0
2620542
Zitat von Mike_Do Beitrag anzeigen
Zitat von JoRy Beitrag anzeigen
[...]


genau so sehe ich es auch, und ich gehe noch weiter: Vorausheizen mit PV-Überschuss ändert das Raumtemperaturverhalten in den Südräumen nicht merklich und so hab ich auch in den Nordräumen mehr Gratiswärme. WP kann dann nach Sonnenuntergang länger pausieren.


Genauso tickt meine WP mit PV auch so.
Kaum ist es draußen hell, läuft die WP den ganzen Tag durch. Bei Sonnenschein heizt auch bei mir 2 bis 3 °C höher in den Zimmern. Wirds dunkel, ruht die WP . Ab 21 Uhr ist die Nachtabsenkung und holt sich die Heiztkreise langsam das gespeicherte Restwärme aus dem 2000 l Puffer. Ab 2 bzw 3 Uhr springt die WP an und heizt ohne Puffer nur das Nötigste.
Ab 9 Uhr Heizbetrieb oder ab 3 kW PV Überschuß geht wieder von vorne los.
Bei PV Überschuß arbeitet die WP als Zubringer, und die Heizkreise arbeiten als klassische Regelheizkreise. Ohne PV Überschuß heizt die WP ohne Puffer nur direkt in die offen stehende Heizkreise.

r

Verfasser:
Hopfengold
Zeit: 27.02.2018 15:54:26
0
2620617
Zitat von dudngretl Beitrag anzeigen

Aber was willst du mit ERR bei 1-2 Räumen dann hier sparten? Die Heizung läuft doch trotzdem und somit ist der Energieverbrauch doch auch der selbe...
Das einzige was du evtl. haben wirst ist doch, dass es in den Räumen dann nicht "zu" warm wird, ggfs. muss die Heizung dann in diesen


vorab: es geht mir nicht ums sparen...mir geht es um Komfort.
Ich kann auch nicht nachvollziehen, warum manche hier aktiv Temperaturwelligkeit anstreben nur um die WP bei einem besseren Betriebspunkt zu betreiben.

Sparrelevant neben dem Komfort ist eher das Szenario mit den Gästen am Abend oder dem Kamin.
Wenn ich bei den aktuellen Bedingungen z.B., am Abend Gäste habe und koche und die ERR komplett offen habe, dann geht's da schnell auch mal 2-3 Grad rauf.
Mit der KWL kann man die Wärme auch mit "Partylüftung" nicht verteilen, führt dazu dass durchaus mal die Fenster aufgemacht werden zum "kühlen"...
25-26° finde ich einfach unangenehm warm...andererseits will ich auch nicht dauerhaft bei 20° wohnen nur um bei Fremdwärme die dann herrschenden 22-23° als angenehm zu empfinden.

Ich will so oft und so konstant wie möglich 22-22,5° da fühlen wir uns wohl...

Nicht alles ist auf sparen ausgelegt...ich will schon auch komfortabel wohnen...dafür lebe ich mit 4P in einem Neubau mit weniger als 10.000kWh Wärmebedarf inkl. WW....

edit: Interessant ist übrigens, dass sich die Temperatursteigerung der Luft quasi immer auf max 2,5-3° einpendelt. Mehr ist auch durch den Kamin kaum zu schaffen...ich führe das auf die hohe Masse zurück die da dämpfend eingreift. Betondecken, Betontreppe im Wohnraum, schwere Innenwände (Schallschutz).

Wirklich mehr geht nur, wenn über Tage im Hochsommer Hitze herrscht und wir nicht vernünftig verschatten (weil Türen offen weil Kinder dauernd rein raus o.ä.)

Verfasser:
Tommeswp
Zeit: 27.02.2018 16:10:02
1
2620627
Zitat von Hopfengold Beitrag anzeigen
Wenn ich bei den aktuellen Bedingungen z.B., am Abend Gäste habe und koche und die ERR komplett offen habe, dann geht's da schnell auch mal 2-3 Grad rauf.



Das man bei Nutzung des Kamins mitunter die Heizkreise der betroffenen Räume schließt, kann man ja nachvollziehen.
Aber wegen Besuch von Gästen und kochen?

Irgendwo hört der ganze "Runterdrehgedanke" dann aber auch auf, bzw. dann muss man einfach auch mal die Fenster bemühen. Und selbst mit KWL will man sicherlich nicht die verbrauchte Luft noch großartig in andere Räume verteilen.

Verfasser:
gnika7
Zeit: 27.02.2018 16:29:12
0
2620645
Hi,

Zitat von Tommeswp Beitrag anzeigen
Und selbst mit KWL will man sicherlich nicht die verbrauchte Luft noch großartig in andere Räume verteilen. [...]

Der Vorposter hat Wärme und nicht die verbrauchte Luft verteilt ;-) Sonst wäre die KWL wohl etwas kontraproduktiv beim Lüften.

Grüße
Niko

Verfasser:
Tommeswp
Zeit: 27.02.2018 16:38:02
0
2620651
@ gnika


Ich weiß nicht wie bei euch so die Luft beim Kochen, Essen und mit Gästen ist, das sie es wert ist, noch im ganzen Haus verteilt zu werden.
Er schreibt was von Wärme, ist richtig. Nur leider wird die Luft nicht nur die Wärme beinhalten.
Aber kann ja jeder halten, wie er lustig ist.


Nur mal so.

Verfasser:
gnika7
Zeit: 27.02.2018 16:51:49
0
2620663
Hi,

@Tommeswp
Zitat von Tommeswp Beitrag anzeigen
Nur leider wird die Luft nicht nur die Wärme beinhalten.
Aber kann ja jeder[...]

Kennst du eigentlich das Prinzip der KWL?
Die Zuluft wird in der Tat nur die der Abluft enzogene Wärme enthalten (und die Abgase von der Straße:-). Die schlechten Gerüche vom Kochen gehen nach draußen.
Der verbrauchten schlechten Abluft wird dabei die Wärme über einen Wärmetauscher entzogen und der Frischluft zugeführt. So wird die "Gastwärme" aus der Abluft für die anderen Räume genutzt.

Der Effekt ist zugegebenerweise gering, da die Wärmekapazität der Luft nicht so dolle ist.

Grüße
Niko

Verfasser:
Mike_Do
Zeit: 27.02.2018 16:52:07
0
2620664
gemeint ist dass die küchenabluft raus geht ins freie, aber über den wärmetauscher der KWL wird die wärme daraus wieder in die zuluft übertragen und im haus verteilt...

Verfasser:
Tommeswp
Zeit: 27.02.2018 17:15:49
1
2620677
@ gnika und Mike

Ich kenn das Prinzip der Wärmerückgewinnung.
Ich weiß aber von Kollegen, das sich Gerüche über die KWL dennoch gern mal im ganzen Haus verteilen.

Gleiches gilt für den "Kaminduft" von draußen, den man sich unbeabsichtigt trotz Filterversuche gern mal mit KWL von draußen herein holt, so das Leidgeklage einiger betroffenen Kollegen.
Auch ne KWL hat ihre Nachteile.

Verfasser:
gnika7
Zeit: 27.02.2018 17:33:12
0
2620690
Hi,
Zitat von Tommeswp Beitrag anzeigen

Ich weiß aber von Kollegen, das sich Gerüche über die KWL dennoch gern mal im ganzen Haus verteilen.[...]

Das konnte ich bis jetzt nicht feststellen. Wüsste auch nicht wie sowas prinzipbedingt gehen sollte, da die Abluft und Zuluft nicht vermischt werden. Vorausgesetzt, das ganze ist nicht undicht. Die Gerüche von Außen hat man auch bei Fensterlüftung. Da hilft nur Aktivkohlefiler... Wer es braucht...

Grüße
Niko

Verfasser:
Micha1303
Zeit: 27.02.2018 18:11:06
0
2620714
Ein Vorredner hat es gut formuliert. Es geht nicht zwangsläufig ums sparen sondern auch um Komfort. Und das heißt ideal für uns zwischen 22 - 23 Grad RT.
Aber wie ich sehe hat hier noch niemand ein Patentrezept.
Drum bleibe ich zunächst mal bei der manuellen Variante, die Solltemp. am Morgen je nach Wettervorhersage einzustellen.
Vielleicht nimmt mir das Alexa irgendwann mal ab :)
Und wenn ich's vergessen hab kann ich es immernoch rauslüften.

Verfasser:
Rastelli
Zeit: 27.02.2018 20:47:51
0
2620800
Zitat von gnika7 Beitrag anzeigen
Wüsste auch nicht wie sowas prinzipbedingt gehen sollte, da die Abluft und Zuluft nicht vermischt werden.[...]
rotierende Enthalpie-WTs haben mitunter das Problem der Geruchsübertragung

Verfasser:
driver55
Zeit: 27.02.2018 21:15:52
0
2620819
Zitat von Tommeswp Beitrag anzeigen
Zitat von gnika7 Beitrag anzeigen
[...]

Wirklich schon 32 Grad Vorlauf-SOLL, bzw. bei welcher AT ist das?

Bei -10 Grad AT, 22 Grad RaumSOLL und 0,10er HK komme ich noch mit 27 Grad Vorlauf-SOLL aus.
Und das auch nur mit 0815 Verlegung der FBH und ohne Wandheizung.


Ja ne, is klar. Du hast aber auch nur 20,5°C in der Bude. Andere haben 22,5....23°C per default.

Verfasser:
driver55
Zeit: 27.02.2018 21:21:21
0
2620821
Zitat von Tommeswp Beitrag anzeigen
Nein, KFW 70 Doppelhaushälfte aus Bj. 2010 mit ca. 5 - 5,5 kW Heizlast, beheizt mit 6 kW WP, kombinierte Wohnküche mit ca. 30 m² Fläche, südseitiges Wohnzimmerfenster mit 5 m² Fensterfläche und 2 nordseitige Fenster mit ca. 1 m² Glas.

Jedenfalls ist der Solargewinn nicht so doll, das ich da Handlungsbedarf sehe.
Im Gegenteil, eher freut man sich noch über die minimale Temperaturerhöhung


Handungsbedarf sehe ich (im Winter) auch nicht. Aber die erwähnten Temperaturen sind locker enige Stunden vorhanden.

KfW60/2009/DHH/5,9kW/VWS63 ca. 6-7 m² Südfensterfläche und 1,5 m² zum Osten.

Verfasser:
Hopfengold
Zeit: 27.02.2018 21:31:07
0
2620829
Zitat von Tommeswp Beitrag anzeigen


Das man bei Nutzung des Kamins mitunter die Heizkreise der betroffenen Räume schließt, kann man ja nachvollziehen.
Aber wegen Besuch von Gästen und kochen?

Irgendwo hört der ganze "Runterdrehgedanke" dann aber auch auf, bzw. dann muss man einfach auch mal[...]



ich dreh nicht runter wenn der Nachbar auf 3 Bier kommt, aber wir machen z.B. oft Raclette mit mehreren Leuten.
Insg 10 Personen und es laufen 2 Raclettegeräte mit je 1500W...

Mal ganz grob heizen da 4kW den Raum für ein paar Stunden...da darfst aber glauben dass es warm wird...
Wenn sowas ansteht, dreh ich die FBH ein paar h vorher ab, genauso wenn ich den Kamin anwerfe...

Und wie eine KWL funzt wurde ja schon erklärt ;-))

Verfasser:
Goose81
Zeit: 05.03.2018 21:39:20
0
2624256
Hab auch das Problem im Winter das an Sonnentagen sich die Südräume auf ca 25Grad aufheizen. Das ist mir wie dem ein oder anderen Vorredner auch bisschen zu warm. ERR ist komplett deaktiviert!

Mein Gedanke dazu ist, wäre es möglich die ERR in den Südräumen wieder zu aktivieren, allerdings sollte sie nicht die Heizkreise komplett abstellen sondern nur den Durchfluss in den betroffenen Räumen mindern. Der Estrich würde dadurch nicht komplett abkühlen und man könnte die Raumtemp evtl um 1 oder 2 Grad senken?

Wäre sowas denkbar? Und gibt es die Möglichkeit überhaupt das die Stellantriebe im Heizkreisverteiler nur 3/4 oder so schliessen?

Verfasser:
Rastelli
Zeit: 05.03.2018 22:25:09
3
2624281

Verfasser:
SMiak
Zeit: 06.03.2018 00:41:47
2
2624323
Ich schließe mich rastelli mal an. Bei einer Oberflächentemperatur des Bodens von 24 Grad und einer Raumtemperatur von 24 Grad wird keine Wärme zusätzlich von der Heizung abgegeben. Es bedarf also auch keiner Regelung.

Natürlich kann man pro aktiv die ERR zudrehen und dadurch in gewissem Maße die solaren Gewinne manuel im selbigen Raum versuchen ohne große Temp.erhöhung zu speichern, aber dies kauft man sich ggf. durch das Zudrehen der größten Kreise teuer ein. Aber bevor eine passive "Kühlung" durch den Estrich greift, muss natürlich auch dieser erstmal entsprechend kalt sein und Bedarf ordentlich zeitlichen Vorlauf.

Hierzu würde ich gerne mal ein paar Diagramme sehen, ob die Temp. sich dadurch wirklich absenken lässt und wieviel zeitlichen Vorlauf man dafür benötigt.

Viele Grüße
Maik

Verfasser:
Goose81
Zeit: 06.03.2018 17:16:57
0
2624662
Bei mir ist es so das ich derzeit noch einen Puffer für das Heizwasser hab (fällt aber im Sommer weg) und deswegen etwas erhöhte VL. Bei 0 Grad AT ist mein VL 29 Grad. Im Raum hat es wenn die Sonne scheint sehr schnell 24 oder 25 Grad. Gewünscht sind 22 Grad.
Meiner Meinung nach heizt der Fussboden also den Raum trotzdem noch etwas mit.

Hab mir die Stellmotoren mal angesehen. Wenn die Druckplatte etwas weniger auftragen würde dann wäre im Falle das der Stellmotor schliesst auch der Durchfluss im Heizkreis nicht komplett aus sondern nur etwas geringer. Man müsste es halt so hinbekommen das vllt noch 0,5L fliessen, statt der 2,5L. Glaub da würde sogar ne Bastellösung gehen.
Oder halt den Stift vom Taco etwas kürzen, wäre aber Plan B meiner Meinung nach

Vllt gibt es ja da was fertiges, weiss da jemand was? Wäre nen Versuch wert, ist auch für diejenigen die das gleiche Problem mit Ofen haben.

Verfasser:
SMiak
Zeit: 06.03.2018 21:21:16
1
2624804
Zitat von Goose81 Beitrag anzeigen
Bei mir ist es so das ich derzeit noch einen Puffer für das Heizwasser hab (fällt aber im Sommer weg) und deswegen etwas erhöhte VL. Bei 0 Grad AT ist mein VL 29 Grad. Im Raum hat es wenn die Sonne scheint sehr schnell 24 oder 25 Grad. Gewünscht sind 22 Grad.
Meiner Meinung nach heizt der[...]


Bedenke, wenn du keine Fliesen als Fußbodenbelag hast, dann wirkt der Fußboden schon relativ stark isolierend. Dann kann auch bei abgeschalteter ERR die Wärme durch die Sonne mehr schlecht als recht abgeführt werden.

Miss erstmal mit einem Infrarot-Thermometer die Oberflächentemperatur deines Fußbodens im Heiztakt. Dann bekommst du vielleicht ein Gefühl dafür, ob deine FBH wirklich auch bei 24 Grad RT noch Wärme abgibt.

Ich denke, dass die angestrebte Kompensation der Temperaturerhöhung nur dann effektiv greift, wenn zuvor die Raumtemperatur abgesenkt wurde. Dies gilt natürlich nur bei FBH mit WP und passenden Verlegeabständen und damit geringer Vorlauftemperatur.

Vielleicht hat ja auch jemand hier einen Temperatursensor im Estrich verbaut, der dies liest und belastbare Daten liefern kann.

Die Raumtemperatur bei Einsatz eines Kamins kompensieren zu wollen, ist absurd. Dies verschiebt doch nur die Temperaturerhöhung um ein paar Minuten...

Viele Grüße
Maik

Verfasser:
jogi54
Zeit: 06.03.2018 23:51:02
3
2624865
Bei der ganzen Diskussion hat noch niemand darauf hingewiesen, dass nicht der Mittelwert von VL und RL, sondern einzig und allein die Oberflächentemperatur der FBH oder Wand- bzw. Deckenheizung für die Wärmeabgabe zuständig ist.

Ich denke, man sollte sich das Ganze mal genauer ansehen.

Nehmen wir mal an, bei -10°C AT ohne solare Gewinne stellt sich eine Oberflächentemperatur von 25°C ein, bei einer mittleren VL/RL Temperatur von 30°C (z.B. 27,5/32,5°C). Das dT von 5K ensteht durch den U-Wert zwischen FBH Kreis - Estrich + Bodenbelag - und Oberfläche.

Bei dem üblichen Aufbau - Betonplatte - Trittschalldämmung - Heizkreisebene - 6cm Estrich - Bodenbelag, steht die Betonplatte für eine Speicherung nicht zur Verfügung.

6cm Estrich (Estrich: Rohdichte 2100kg/m³, Wärmekapazität 1000J/kg => 583Wh/m³K) hat dann eine Speicherkapazität von 35Wh/m² K.
Wenn jetzt 1000W solare Gewinne auf 20m² FBH wirken, sind das 50W, was bedeutet, dass sich der Boden um 1,43K/h erwärmt. (bei 6kW auf 20m² wären es 8,58K/h ...)

Die Wärmeabstrahlung ist je nach Bodenbelag unterschiedlich, nehmen wir mal 8W/m²K an. Das bedeutet, dass die 20m² bei einer Erhöhung der Oberflächentemperatur um 1,43K 228W mehr Heizleistung hat - der Rest der Wärmeenergie von 1000Wh innerhalb einer Stunde = 772 Wh werden in den dann um 1,48K wärmeren Estrich eingespeichert.

Allein durch die Erwärmung des Fußbodens muss also auf Grund der Strahlungswärme die RT steigen. Zwar steigen mit steigender RT auch die Verluste, es wird sich da jedoch ein Gleichgewicht einstellen.

Was passiert mit dem FBH Heizkreis? Im gegebenen Beispiel, 30°C mittlere Heizkreistemperatur wird es theoretisch ab einer FBH Oberflächentemperatur von ebenfalls 30°C kein Wärmetransport mehr geben.
Theoretisch, denn jetzt hängt es wesentlich davon ab, ob es sich um eine VL geregelte Anlage handelt, oder um einer RL geregelte Anlage.

A) Bei der VL geregelten Anlage wird die FBH weiterhin mit 32,5°C VL versorgt, und der Wärmefluss zur Oberfläche der FBH wird erst bei einer Oberflächentemperatur von 32,5°C zum Stillstand kommen. Das wird dann auch zu einer RL = 32,5°C führen. Bei 32,5°C Oberflächentemperatur bei 25°C Ausgangstemperatur für die Oberfläche, sind das dann 7,5K mehr und damit 7,5K x 8W/m²K = 60W/m² => x 20m² = 1200W mehr Heizleistung!

Wenn man dann betrachtet, dass die Auslegung z.B. 6000W für 200m² bei -10°C AT ist, bedeutet diese Auslegung, dass die max. Heizleistung der FBH gerade mal 30W/m² ist (. Bei einer VL geregelten Anlage wird die Selbstregelung erst wirklich bei in diesem Beispiel 3facher Heizleistung der FBH und somit Überhitzung des Raums mit solaren Gewinnen erfolgen.

Die RL wird zwar mit der Erwärmung des Estrichs immer weiter ansteigen und die WP wird somit die Leistung auf Grund der dann auch höheren Mischtemperatur der RL zurückregeln - das hilft bei der Überhitzung des Raums mit deutlichen solaren Gewinnen jedoch wenig.

Eine VL Regelung ist also irgendwie keine tolle Lösung.

B) Wie sieht es aus, wenn die WP die RL Temperatur nach der AT regelt?

Zum Einen wird die RL Temperatur der gesamten Anlage ja deutlich geringfügiger steigen, als die RL des Kreises mit solaren Gewinnen. Trotzdem wird die WP versuchen, die RL durch Reduktion der Wärmemenge zu halten.

Und da gibt es auch wieder 2 Möglichkeiten:
1) Entweder wird die Durchflussmenge bei konstanter Spreizung von 5K reduziert. Das wird für den Raum mit solaren Gewinnen nichts ändern, die anderen Räume werden jedoch zunehmend unterversorgt (die RL sinkt und damit die mittlere Temperatur - gleichzeitig wird daduch dann auch wieder die RL abgesenkt und die WP muss wieder ein wenig Gas geben).
2) Oder die Spreizung wird bei konstantem Durchfluss reduziert, damit wird die VL reduziert, was das Problem im Raum mit solaren Gewinnen geringfügig lindert, aber direkt alle anderen Räume minderversorgt.

Eine RL Regelung ist also auch keine wirklich zielführende Lösung.

C: Abklemmen des Raums mit solaren Gewinnen durch einen ERR.
Dadurch ist eine Abführung des Energieüberschusses und ggf. Nutzung in anderen Räumen gar nicht möglich. bei dieser Lösung dürfte der Raum im worst case am wärmsten werden. Die eigentlich je nach Größenordnung der solaren Gewinne schlechteste Lösung.

Um eine Lösung zu finden, will ich mal die Aufgabe genauer beschreiben
a) keine solaren Gewinne, normaler Heizkreis
b) bei solaren Gewinnen wird der Heizkreis zum Wärmeerzeuger

a) ist trivial

b) das bedeutet - wie kann ich einen Heizkreis vom Verbraucher zum Wärmeerzeuger machen?

Dazu müßte man den Heizkreis mit solaren Gewinnen entweder komplett oder im Teilstrom in den Rücklauf einschleifen und dadurch eine Vorwärmung des RL erreichen. In beiden Fällen bräuchte man für den Wärmeerzeuger - Heizkreis eine Zusatzpumpe, die im Heizbetrieb laufen muss, (da denke ich z.B. an eine neuerdings angebotene, regelbare Heizkörperpumpe...)

Solange man zudem auch noch direkten Einfluss auf die HeizungsUmwälzPumpe hat, könnte man über diese Schaltung dann auch das ganze Haus mit solarer Wärme (oder natürlich anderen inneren Gewinnen durch Kochen, zusätzlichen Personen oder Kaminofen) beheizen - bei abgeschalteter WP.

Leider werde ich das praktisch nie umsetzen können/müssen.

Mit meiner 160m² Außenwandheizung und einer Speicherkapazität von 30kWh/K sind das 187Wh/K m² (m² Wandfläche). Meine 6,75m² Terassenschiebetür mit 62° West und einiger Verschattung bringt im Winter sowieso wenig solare Gewinne - da ist eher sommerliche automatische Verschattung angesagt, die vorhanden und automatisiert ist.

Nebenbei zur Orientierung und Einschätzung:
AT -8,5°C, Heizleistung 3,4kW, VL 33,6°C, RL 30,2°C, RT 22,5°C, Wandtemperatur 25,2°C
AT 0,0°C, Heizleistung 2,2kW, VL 29,2°C, RL 27,0°C, RT 22,5°C, Wandtemperatur 24,2°C

Bei der sehr großen Speicherfähigkeit wirken sich innere und solare Gewinne auf die Wandtemperatur so gut wie nicht aus. Solare Gewinne heizen zwar den Fußboden (Fliesen, Estrich, Trittschalldämmung) auf, da der Fußboden jedoch nicht gleichzeitig als FBH beheizt wird, kommt die Temperatur durch solare Gewinne weit weniger hoch.

Real gemessene Werte, allerdings derzeit noch mit kontinuierlicher Beheizung aus einem Pufferspeicher mit AT geführter VL Temperatur über ein 3-Wegeventil und konstanter Heizungsumwälzmenge.

Bei bivalenten Systemen mit 2 parallelgeschalteten, alternativen Wärmeerzeugern geht das dann wie folgt

- jede Wärmequelle hat eine eigene HUP (Heizungsumwälzpumpe)
- zwischen den Heizquellen wird hart umgeschaltet, nur eine Heizquelle läuft

a) WP mit interner HUP bedient den Heizkreis direkt

b) z.B. Kamin mit Wassertasche füllt einen Pufferspeicher, der vorrangig für WW und nur sekundär für die Heizung zuständig (als back up bei Ausfall der WP) ist. Der Pufferspeicher hat dann eine eigene HUP und ein 3-Wegeventil zur Regelung der VL-Temperatur (ist noch zu diskutieren). Diese zusätzliche HUP läuft jedoch nur seltenst und alternativ zur HUP der WP und würde nur Anschaffungskosten verursachen.

c) wenn ich die geplante SWP installiert haben, wird die zusätzliche HUP auch für die passive Kühlung zuständig sein.

(noch mehr dürfte vollends zur gänzlichen Verwirrung führn - erspare ich mir jtzt erstmal)

LG jogi

Verfasser:
Goose81
Zeit: 08.03.2018 20:08:03
0
2625849
Jogi du hast definitiv zuviel Wissen, kann dir kaum folgen ...

Heute gegen 19Uhr hatte mein Esszimmer 23,8 Grad, mindestens 1,5 Grad zuviel was eine Folge der Sonne heut Nachmittag ist
Hab mir mal einen Heiztakt ca 10 Min vor Ende angesehen. Wenn der Raum keine Wärme mehr aufnehmen könnte sollte doch VL und RL annähernd gleich sein oder? Dem war aber nicht so, im Vergleich zu nem Nordraum der nicht von der Sonne aufgeheizt wurde und normal Temperatur hatte war der RL schon etwas wärmer aber trotzdem hat er gut abgenommen.
Angekommen sind 26,8 und RL war bei ca 24 Grad, heisst er wird beheizt.

Müsst mir das morgen nochmal genau ansehen aber lieg ich generell falsch?

Verfasser:
jogi54
Zeit: 08.03.2018 22:28:57
0
2625921
Zitat von Goose81 Beitrag anzeigen
Heute gegen 19Uhr hatte mein Esszimmer 23,8 Grad, mindestens 1,5 Grad zuviel was eine Folge der Sonne heut Nachmittag ist
Hab mir mal einen Heiztakt ca 10 Min vor Ende angesehen. Wenn der Raum keine Wärme mehr aufnehmen könnte sollte doch VL und RL annähernd gleich sein oder? Dem war aber nicht so, im Vergleich zu nem Nordraum der nicht von der Sonne aufgeheizt wurde und normal Temperatur hatte war der RL schon etwas wärmer aber trotzdem hat er gut abgenommen.
Angekommen sind 26,8 und RL war bei ca 24 Grad, heisst er wird beheizt.

Müsst mir das morgen nochmal genau ansehen aber lieg ich generell falsch?[...]


Das wirklich genau zu analysieren Bedarf eines IR Thermometers (oder Wärmebildkamera - wäre dann aber Luxus), um die Oberflächentemperatur der FBH und auch der anderen Flächen des Raumes zu messen.

Wenn der VL 26,8°C ist und deine FBH Oberfläche 26,8°C und deine Raumtemperatur 26,8°C - X (Verluste) hat, dann wird auch dein RL 26,8°C haben. Das musst du allerdings raumweise betrachten. Die Nordräume brauchen ja wohl die Wärme und ggf. die VL von 28,6°C.

Oder, die solaren Gewinne haben deine FBH Oberfläche auf > 26,8°C aufgeheizt, dann dreht sich die Wärmeflussrichtung um, und die FBH heizt deinen Wasserkreislauf auf - dnn dürfte die RL > VL sein..

Ein wenig ein Dilemma der FBH ist, dass das direkte Speichervermögen des Estrichs durch die Abkopplung durch die übliche Trittschalldämmung von dem Rohfußboden relativ gering ist. Somit gelingt die "Speicherung" nur über das Stefan-Boltzmann-Gesetz des Strahlungswärmeaustausches mit allen anderen Flächen (Wände, Decke). Das hat jedoch zur Folge, dass die Selbstregelungsfähigkeit kaum in Anspruch genommen wird.

In sofern ist eine Betonkernaktivierung der Decke auf jeden Fall die bessere Idee - da steht die gesamte Betondecke dann direkt als Speicher zur Verfügung.

Bei gut isolierten Häusern ist die Nachtabsenkung sowieso kontraproduktiv - also ist eine möglichst konstante Wohnraumtemperatur gefragt. Dass unter diesen Bedingungen eine schnelle Regelbarkeit überhaupt nicht mehr interessiert, wird oft übersehen.

Bei meiner Außenwandheizung brauche ich relativ hohe VL, wenn die AT sinkt. Tja - da müssen auch 15cm Beton aufgeheizt werden, bevor die Wärme innen ankommt. Andererseits ist dadurch die ganze Heizerei so träge, dass die RT rel wenig schwankt.

Wie man das Dilemma sinnvoll lösen könnte - da muss ich wohl noch ein paar Nächte drüber schlafen.
Ideen habe ich, aber noch unausgegoren. Ziel sollte sein, durch solare Gewinne "überhitzte" Räume quasi zu kühlen und deren überschüssige Wärme in zu beheizenden Räumen zu nutzen.

wie das hydraulisch gehen kann, wie gesagt - da muss ich wohl noch ein paar Nächte drüber schlafen.


LG jogi

Verfasser:
SMiak
Zeit: 09.03.2018 08:35:18
0
2625991
Jogi, dein "Kühlhaus" ist natürlich eine Besonderheit ;-)

Die Gedankenspiele bzgl. der optimalen Nutzung der solaren Gewinne finde ich klasse.

Das der RL der Heizkreise auf der Südseite nicht der VL-Temperatur entspricht, wundert mich nicht. Zum einen erwärmt sich der Estrich mehr, wenn die Sonne den Fußboden erwärmt, also der Wärmestrom von der FBH in den Raum geringer wird. Auch dafür wird natürlich Wärme aus der FBH abgeführt und der RL sinkt. Durch den dennoch höheren RL wird aber auch mehr Wärme in den Anbinderäumen abgegeben...

Damit RL > VL bzw. RL == VL eintritt, wird eine Menge Sonneneinstrahlung im Winter von Nöten sein.

Ein thermisches Gleichgewicht, sodass die FBH effektiv keine Heizleistung in dem Raum abgibt, muss sich in der Praxis schon eher einstellen. Und ab wann man den Einfluss der FBH vernachlässigen kann, wäre interessant.

VG
Maik

Verfasser:
caveboy
Zeit: 09.03.2018 09:24:42
0
2626015
Hallo zusammen,

ist in diesem Falle eine Regelung über den Rücklauf gegenüber der Vorlauf Temperatur Regelung zu bevorzugen? [ bei Wärmepumpen ]

Gibt es generell vor oder Nachteile dieser Regelung?

Aktuelle Forenbeiträge
gnika7 schrieb: Hi, 1. Die 6kW sollten reichen, denke ich. Habe auch KfW40 und eine Heizlast von ca.5,6 für 320qm. Ich denke mit 6er Nibe...
hanssanitaer schrieb: Warum setzt man sich eigentlich über geltenden Normen hinweg und meint vermeintlich irgendwas besser machen zu können? Wenn...
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Wärmepumpe ausschalten bei Wärmegewinnen durch Sonne
Verfasser:
caveboy
Zeit: 09.03.2018 09:24:42
0
2626015
Hallo zusammen,

ist in diesem Falle eine Regelung über den Rücklauf gegenüber der Vorlauf Temperatur Regelung zu bevorzugen? [ bei Wärmepumpen ]

Gibt es generell vor oder Nachteile dieser Regelung?
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