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Bürohengst, Steilhang und der Ringgrabenkollektor - Support gesucht
Verfasser:
Pommes01
Zeit: 25.02.2018 23:38:02
0
2619765
Hallo zusammen,

erst einmal ein riesen großes Lob für die Entwicklung des Grabenkollektors und des bereitgesellten Supports hier. Heutzutage wirklich nicht selbstverständlich und große Klasse.


In ca 2 Monaten werden wir mit unserem Neubau los legen und es kommt wahrscheinlich ein Ringgrabenkollektor zum Einsatz. Ich erhoffe mir hier den letzten Schub zu bekommen um das Projekt auch wirklich umzusetzen, es hängt jetzt am Schwierigkeitsgrad der optimalen Verlegung.

Ich selber bin ein Bürohengst mit zwei linken Händen aber vielen Freunden im handwerklichen Bereich. Entschuldigt also, wenn hier noch ein paar Anfängerfragen kommen werden. Wenn ich den Grabenkollektor tatsächlich hinbekomme, dann kann das wirklich jeder :) Ein Grabenhelfer hier aus dem Forum hat sich auch schon bereits angeboten.

Wohnhaus:

EFH mit Keller, Holzständer, KFW55 wird wahrscheinlich erreicht werden, KWL m. WRG, 4 Personen davon 2 Kinder, Norm-AT: -14° PLZ 639XX, Grundstück 1069 m² mit starker Hanglage nach Süden, Wohnfläche 234qm² Keller eingerechnet, Kamin ohne Wassertasche,

Die nächste Stadt mit Norm-AT ist 97877 Wertheim. Allerdings sind Aschaffenburg und Würzburg, die ca. 50-60km entfernt sind jeweils mit -12 Grad angegeben. Aus Sicherheitsgründen hab ich den ersten Plan aber auf -14 ausgelegt oder sollte ich das ändern? Außerdem viele Fensterflächen nach Süden (siehe Plan)

Heizlast:
Enev Berechnung wird gerade erstellt und nachgeliefert, kann aber noch nicht sagen wann diese fertig ist. Kann man anhand der Wohnfläche und der KfW Werte eine Abschätzung machen? Ich hoffe das ich mit zwei Kreisen auskomme.



Bodenbeschaffenheit:

Hier gibt es leider noch garkeine Infos. Gutachten ist nicht vorhanden und andere Baugruben gibt es nicht. Winni hat mir vorab den Tipp mit der Fingerprobe in Verbindung mit einem Bodenbohrer gegeben. Hier andere Vorschläge?

Im Trenchplanner wurde vorsichtshalber trockener Sand angegeben.

Planung:

Vorschlag 1

Ansichten Haus

Grundriss

Aufgrund der Hanglage soll eine 2M hohe Stützmauer direkt unterhalb des Abwasserkanals angelegt werden. Der Kanal wird quasi überböscht und aufgeschüttet. Hier wäre die Frage ob das irgendwie in die RGK Planung einbezogen werden soll?

Vielen Dank schon mal für eure Vorschläge und Hilfestellungen.

Verfasser:
winni 2
Zeit: 26.02.2018 18:21:09
1
2620132
Hi,

die Aussentemperatur - 14 Grad schadet nicht.
Damit bekommst Du etwas Reserven, falls die tatsächlich höher liegt.

Mit diesem Kollektor solltest Du auf der sicheren Seite sein, wenn
nicht tatsächlich trockener Sand vorliegen sollte:
https://grabenkollektor.waermepumpen-verbrauchsdatenbank.de/trenchplanner.html?id=cJ7Mzp45cOEUO66ZJHld

Man könnte evtl. auch Slinkys in den Auffschüttungsbereich legen:
https://grabenkollektor.waermepumpen-verbrauchsdatenbank.de/trenchplanner.html?id=LRJXbLtBsK8xumKLKfbm
Wäre die Frage, ob sich das irgendwie mit dem Kanal beisst?

Grüsse

winni

Verfasser:
Pommes01
Zeit: 27.02.2018 20:38:43
0
2620793
hier noch ein paar aktuelle Bilder um den Hang auch mal zu visualisieren.











Die Frage ist wie sinnvoll wäre eine Verlegung im Aufschüttungsbereich hinsichtlich Mehr/Weniger- Aufwand? Es wird ja wahrscheinlich erst aufgeschüttet wenn die Stützmauer steht. Ist allgemeines Auffüllmaterial überhaupt geeignet?

Wie steht es hier mit der Möglichkeit eines Kellergrubenkollektors bzw. senkrechten Slinkys?

Bei solch einer Hanglage muss auf jeden Fall ein 21Tonner her oder?

Verfasser:
winni 2
Zeit: 28.02.2018 11:28:45
0
2621114
Schöner Ausblick.

Warum die 2 Meter Mauer? Damit schneidet man sich doch quasi
vom Rest des Grundstücks ab?
Wäre eine Abböschung nicht schöner und praktischer?

Wenn Mauer, würde ich vermutlich nichts in den Aufschüttungsbereich
legen. Dann könnte man unten alles weitgehend fertig verlegen und auf
die m3 mehr Aushub kommt es auch nicht an, denke ich.
Im Keller- und Aufüllbereich zu verlegen ist hier wahrscheinlich von der
Bauabfolge einiges schwieriger.

Großer Bagger ist nie verkehrt, wenn Platz, wie bei Dir, vorhanden.
Der hebt den Graben ruckzuck aus.

Grüsse

winni

Verfasser:
Pommes01
Zeit: 28.02.2018 20:16:29
0
2621430
Es lässt sich anhand des Nachbarhauses ganz gut erklären. Wie man im Grundriss sehen kann, bekommen wir einen kompletten Stock weniger als der Nachbar. Somit kommt unsere Terrasse auch viel höher. Eine Böschung würde lt. Baggerfirma dann über das komplette Grundstück bis nach unten gehen.

Wie man auf den Bildern erkennen kann, ist ja der spätere Technikraum noch zum Teil im nicht ausgehobenen Berg verborgen. Würde man dann den geraden Teil erst so weit wie möglich machen und später erst fertig stellen (evtl. ist die Baggerfirma der Mauer/Baugrube nicht dieselbe wie für den RGK)? Welche Vorteile/Nachteile hätte eine Bodeneinführung in meinem Fall?

Verfasser:
winni 2
Zeit: 01.03.2018 11:01:35
0
2621680
Wenn Du die Mauer einige Meter tiefer anordnen würdest, würde
die gefälliger in der Landschaft stehen und wäre vermutlich, wegen
weniger Höhe, einiges billiger?
Und der Terrasse wäre mehr Garten zugeordnet.
Aber Du kennst Dein Grundstück besser als ich.

Ich würde den Kollektor vor der Baugrube ausführen und den geraden
Teil dann fertiggstellen, wenn der Keller steht, denke ich. Oder man
führt die Rohre vor der Bodenplatte bis in den Technikraum und lässt
die Solerohre aus dem Boden kommen.

Grüsse

winni

Verfasser:
Pommes01
Zeit: 08.03.2018 22:05:51
0
2625907
Hatte heute ein Gespräch mit dem Erdbauer. Er hatte erst einen Pauschalpreis von 2.500,- EUR vorgeschlagen oder aber einen Stundenpreis von 96 EUR netto für nen großen Kettenbagger. Ich denke doch 12 Stunden sollten für Aushub und verdichten reichen oder? Die Hanglage wird halt wahrscheinlich doch länger dauern als in der Ebene.

Ich konnte ihm aber eine Frage nicht 100% beantworten: Wie wirkt sich die Hanglage auf die Pumpleistung der Wärmepumpe aus im Gegenzug zu einer Verlegung in der Geraden? Bei mir sind es immerhin ca. 15m Höhenunterschied von oben bis unten

Verfasser:
FranksBude
Zeit: 08.03.2018 22:28:27
1
2625920
Moin.
Bei einmal gefülltem Kollektor ist der Höhenunterschied unerheblich, da es sich um einen geschlossenen Kreislauf handelt.
Zum Befüllen brauchst du eine Pumpe mit ordentlich Schmackes - und befüll und spüle die Kreise einzeln.
Gruß
Frank

Verfasser:
crink
Zeit: 09.03.2018 09:28:52
1
2626016
Hi,

wie schwer ist denn der große Kettenbagger? Und wie breit ist die Baggerschaufel? Bei einem 20 Tonner und einer zur Grabenbreite passenden Baggerschaufel würde ich die Bezahlung nach Stunden wählen. Ob dann die 12 Stunden reichen hängt wahrscheinlich stark vom Geschick Deines Baggerfahrers ab. Aber selbst wenn es 20 Stunden dauern sollte bist Du immer noch ein ganzes Stück günstiger als der Pauschalpreis.

Pumpleistung: Eine Bohrung reicht gerne 100 m tief und tiefer, trotzdem klappt das, wie von Frank geschrieben, wunderbar in einem geschlossenen Kreislauf. Achte unbedingt auf einzeln absperrbare Kreise an beiden Soleverteilern.

Viele Grüße
crink

Verfasser:
Pommes01
Zeit: 09.03.2018 12:06:28
0
2626138
Der Bagger wäre 21T schwer und wird vom Erbauer bedient der auch die Baugrube und die Mauer macht. Hat normal schwer was drauf und nach eigener Aussage einer der besten Ausstattungen im Landkreis (inkl. Hydraulischer Rüttelplatte für den Baggerarm). Ich hatte ihm ein Budget von 1.500 Euro vorgegeben aber dafür wollte er es nicht machen. Deshalb wundert es mich ja das er trotzdem Stundenbasis angeboten hat.

Der Vergleich mit der Tiefenbohrung hätte auch mir einfallen können. 🙄

Soleverteiler kommt von Nicijan, Santherr oder Muggenhumer, sind ja alle absperrbar.

Morgen nehme ich mal per Spaten und Erdbohrer ein paar Bodenproben.

Verfasser:
Pommes01
Zeit: 19.04.2018 23:07:56
0
2640682
Ich hoffe das bis nächste Woche endlich die Enev Berechnung fertig ist. Bodenprobe habe ich auch genommen, dazu mehr in einem späteren Beitrag, wird aber höchstens lehmiger Sand.

Nächste Woche steht ein Termin mit dem Heizi an, der mir vorab ein Angebot zukommen lies:

Viessmann Vitocal 300-G Paket besthend aus
-Vitocal 300-G mit Vitotronic 200
-Vitocell 100-V Typ CVWA
-Vitocell 100-E, Typ SVP
-Überströmventil
-Speichertemperatursensor
-Ausehnungsgefäß
-Kappenventil

8.400,- EUR

-Sole Zubehörpaket Anschluss-Set an Primärkreis 514,- EUR
-Ausdehnungsgefäß (für Wärmeträgermedium) 109,- EUR
-Druckwächter Solekreis 127,- EUR
-2x Wärmeträgermedium "Tyfocor" a 200 Liter 912,- EUR
-Heizwasser Durchlauferhitzer 495,- EUR
-Inbetriebnahme Wärmepumpe 480,- EUR
-FüllCombi zur automatischen Befüllung der Anlage 198,- EUR
-Kleinverteiler, Kugelhähne, Enleerungshahn 158,45 EUR
-Verschraubungen, Formteile, Kleinteile für Verrohrung im Technikraum 900,- EUR pauschal
-Montagelohn für Wärmepumpe für die zuvor aufgeführten Positionen: 2.200,- EUR pauschal

Alles Preise netto.

Das Angebot besteht noch aus einer Fußbodeheizung und Rohrleitung/Zubehör, welches ich aber erst einmal zurück stellen möchte. Es geht mir darum, welche Punkte überhaupt notwendig sind für die Wärmepumpe? Besonders der pauschale Montagelohn verwirrt mich etwas. Weiter hinten im Angebot ist bei "Stemmarbeiten" der Stundenlohn eines Facharbeits mit 48 EUR, der eines Helfers mit 35 EUR angegeben. Ich würde also für die Pauschale, 45 Stunden eines Facharbeiters für die komplette Montage bekommen?

Welche Punkte kann ich evlt. weg lassen? Ich möchte probieren ob ich das Wärmeträgermedium selber besorgen kann. Außerdem als Alternative eine Nibe Wärmepumpe. Der Vitocell 100-E kann (sollte) auch weg?

Bin für jeden Ratschlag dankbar

Verfasser:
winni 2
Zeit: 20.04.2018 13:21:13
2
2640797
Das Gruselkabinett der Wärmepumpentechnik....
Überströmventil und noch einen großen Pufferspeicher Heizwasser,
wenn ich das richtig verstehe? Beides weglassen und mit dem Thema
Einzelraumregelungen (ERR) befassen.

Die Vito-WP gibt es in diversen Leistungsgrößen. Welche ist angeboten?
Sole-Zubehöranschlußset, was ist darin?
Frostschutzmittel ist sehr teuer.
Heizwasserdurchlauferhitzer wozu? Haben andere WP oft serienmässig
integriert, wäre aber nur ein Bakeup, wenn WP streikt und eigentlich
unnötig?
Befüllstation würde ich wohl weglassen, weiss aber nicht, ob sowas nun
vorgeschrieben ist?

Du brauchst nur einen Warmwasserspeicher. Entweder mit gespeichertem
Warmwasser oder mit Warmwasserbereitung im Durchlauf. Letzteres ist
wasserhygienisch besser, aber teurer.

Grüsse

winni

Verfasser:
Pommes01
Zeit: 20.04.2018 23:21:53
0
2640932
Bei der Vitocal handelt es sich um die Version BWC301B08 mit 7,6kw.

Solezubehörset enthält
-Luftabscheider mit Entlüfter
-Sicherheitsventil 3 bar
-Monometer
-Füll- und Entleerungshahn
-2x Absperrung
-Wandhalterungen
-Wärmedämmung

ERR will ich eigentlich weg lassen und Puffer ist ja sowieso Käse. Ich lasse mir alternativ noch die Nibe 1155 und 1255 anbieten. Was haltet Ihr von der angesprochenen Positione "Lohn Montagearbeiten pauschal"?

Verfasser:
winni 2
Zeit: 21.04.2018 10:45:42
0
2640992
Die Wärmepumpe könnte passen.

Das Zubehörset würde ich dann auch nicht haben wollen.
Das kann man sicher günstiger aus Standartteilen zusammen
schrauben. Das teurste Teil im Set ist der Luftabcheider und
der kostet keine 100,-- Euro.

Die Pauschale für Montage finde ich noch okay für den ganzen
Verhau mit Pufferspeicher, etc.
Mehr Probleme habe ich gefühlsmässig mit der Pauschale für
Rohr, etc.

Grüsse

winni

Verfasser:
Pommes01
Zeit: 24.04.2018 13:16:23
0
2641895
Es gibt Neuigkeiten:

Anfang Mai rücken angeblich die Bagger an, ich persönlich rechne in 2-3 Wochen damit.


Heizlast/Gespräch HB

Die Enev Berechnung wird mir nach mehrmaliger Vertröstung erst am 03.05. zur Verfügung gestellt. Vorher ist also eine Abschätzung durch das Tool leider nicht möglich. Gestern hatte ich ein erstes Gespräch mit dem Heizungsbauer, der mir vorher schon ein Angebot zukommen lies (hier angehängt).

Die Schätzung des HB anhand meines Grundriss beläuft sich auf 8,4kw. Eine raumweise Berechnung hält er nicht für nötig. Er möchte auf keinen Fall die Wärmepumpe überdimensionieren und hat mir die genannte Viesmann mit 7,6kw angeboten. Ich habe ihm die Berechnungen aus dem Trenchplanner mitgebracht. Er war dem RGB sehr aufgeschlossen, sah die Enzugsleistung mit knapp 8kw als perfekt an. Die minimale Soletemperatur hätte er gerne im Plus Bereich gesehen, allerdings kann er mit der Spreizung von 3k gut leben.

Die Firma ist offizieller Nibe Partner, möchte aber das eigentlich wohl gar nicht mehr sein. Früher haben sie wohl fast ausschließlich Nibe verbaut, wurden aber mit der Zeit wegen fehlender Unterstützung, Service, allgemeiner Umgang so enttäuscht, dass alles zurück gefahren wurde. Er bietet mir trotzdem noch eine F1255 an, eine F1155 läuft im Firmengebäude.

Die Fußbodenheizung möchte er mit niedrigen Vorlauftemperaturen fahren (unter 30 Grad), Verlegeabstand 15cm mit gleich langen Kreisen von 50-80m. Angesprochen auf die ERR, riet er mir diese zu verbauen aber komplett auf zu drehen. Thermostate trotzdem verbauen, allerdings nicht in jeden Raum.

Angesprochen auf den Pufferspeicher, möchte er diesen eigentlich behalten, da es sich ja nur um 46L handelt und dies fast keine Effizienz kosten würde? Ein Überströmventil hat er noch nie verbaut weil er es als nicht sinnvoll erachtet. Da es aber im Angebot zur Wärmepumpe auf der ersten Seite steht, meinte er das es sich um ein Bestandteil der WP handele und nicht um eines für den Heizkreislauf. Diesen Punkt habe ich tatsächlich nicht verstanden (oder auch falsch verstanden). Wie sind die Meinungen hierzu?



Weitere Infos zum Angebot:


-Durchlauferhitzer Heizwasser nötig? HB sieht es als Backup falls tatsächlich die WP mal auf Störung geht. Könnte es aber auch zurück stellen und nicht verbauen

-Wärmeträgermedium kann ich selber besorgen (muss aber noch mit dem Hersteller WP zwecks Garantie abgeklärt werden), HB würde trotzdem befüllen

-Füllcombi ist offensichtlich mittlerweile gesetzlich vorgeschrieben


Vom Gefühl her geht mir das schon alles sehr in die richtige Richtung. Einzig die Punkte Puffer und Überströmventil geben mir noch Räsel auf.












Boden

Den Boden habe ich versucht unter die Lupe zu nehmen, bin bis 1,20m tief runter gekommen. Viele Steine im Weg. Der Hauptbestandteil ist definitiv Sand, weiter unten wurde er merklich feuchter und klebriger. Habe jetzt etwas Bammel ob es sich nicht wirklich um trockenen Sand handelt? Laut Aussage des Baggerfahrers haben wir hier „Sandsteinboden“. Die Daten aus der Standortabfrage Umweltalas:







Fragen:

-Kann ich anhand der Abschätzung des HB und der kommenden Enev Berechnung für das Heizlasttool die Rohre bestellen und auf eine raumweise Berechnung verzichten? (Die Zeit drängt ja ein wenig)

-Könnt ihr bitte nochmal auf den optimalen Grabenverlauf schauen?

-Wie verhält es sich mit dem Angebot des HB?

-Nibe bietet in Bayern eine Herstellergestützte Vorgehensweise RGK an mit eigenem Ansprechpartner. Allerdings war da schon die Rede von Heizlastberechnung EN 12831 und Bodengutachten. Beides nicht vorhanden. Macht es Sinn hier weiter Nibe zu informieren? (auch im Hinblick das der HB nicht gut auf „die“ zu sprechen ist)

Verfasser:
winni 2
Zeit: 24.04.2018 16:41:33
1
2641948
Zum Teil gefällt mir Dein Heizungsbauer, der scheint aufgeschlossen
zu sein und nicht alles nach "haben wir immer so gemacht, gibt nichts
besseres" zu erledigen...

Erklär im noch,
- das der Estrich der Fußbodenheizung ein viel größerer
Puffer ist, wenn die ERRs nicht reinpfuschen oder wenig.

- das eine Auslegung des Kollektors auf Plustemperaturen zu
unwirtschaftlicher Überdimensionierung führt und die Nutzung
der Latentwärme des Vereisungsvorgangs in Maßen gewünscht
ist. 1 Grad bessere Soletemperatur bringt nur ca. 2,5 % bessere
Wärmepumpeneffizienz.

- das es nicht so recht Sinn macht ERRs einzubauen und sie dann
nicht zu nutzen. Man kann sich von ERR-Pflicht befreien lassen.
Musterbrief gibt es bei Bosy.

- das, wenn er nicht raumweise berechnen will, er besser auf 10 cm
Verlegeabstand geht und im Bad eine Wand zusätzlich mit Wand-
heizung belegt.

Ob die Vito serienmässig ein Überströmventil hat, weiss ich nicht?
Wenn möglich, weglassen, weil potenzielle Fehlerquelle und mit
richtiger Wärmepumpenbetriebsweise total überflüssig.

Die Bilder sind alle winzig, wenn ich die anklicke, aber wenn Du jetzt
loslegen willst, würde ich mit trockem Sand planen, dann bist Du auf der
sicheren Seite und es kann nur bessere Soletemperaturen geben, wenn
der Boden anders ist, dazu drei Solerohre verbauen.

Eine Planung von Nibe brauchst Du m.M. nicht. Das können wir hier im
Forum auch nicht schlecht. :-)

Grüsse

winni

Verfasser:
winni 2
Zeit: 24.04.2018 17:00:27
0
2641955
Hier mal noch eine veränderte Planung für trockenen Sand, obwohl
ich nach Deiner Beschreibung, "klebrig", eher an "lehmigen Sand
glaube:
https://grabenkollektor.waermepumpen-verbrauchsdatenbank.de/trenchplanner.html?id=uXoeKMPpL8LKI9iCVUme

Du könntest Dich mal an der ""Fingerprobe" für die Bodenbestimmung
versuchen: https://de.wikipedia.org/wiki/Fingerprobe_(Boden)

Grüsse

winni

Verfasser:
Motzi1968
Zeit: 24.04.2018 18:40:24
0
2641978
Schöner Faden, da gibt es ja kaum noch was zu optimieren.

Zitat von Pommes01 Beitrag anzeigen
Die Fußbodenheizung möchte er mit niedrigen Vorlauftemperaturen fahren (unter 30 Grad), Verlegeabstand 15cm mit gleich langen Kreisen von 50-80m. Angesprochen auf die ERR, riet er mir diese zu verbauen aber komplett auf zu drehen. Thermostate trotzdem verbauen, allerdings nicht in jeden Raum.


Gib ihm besser ein Längenfenster von 75-85m, denn 50-80m ist ja noch nicht mal "fast" gleichlang. +/-10%, sonst gibbet eventuell Probleme mit dem hy. Abgleich, denn:
Wenn VA15 (ohne raumw. HLB!), dann VA 10 auf jeden Fall im DG und im Bad/den Bödern.
Im Hauptbad VA10 auch unter Wanne und Dusche und im EG dort VA10, wo der Bodenbelag in den _nicht_ untergeordneten Räumen einen schlechten Wärmeübergang hat (Parkett/Laminat, Teppich).
Eine zusätzliche Wandheizung im Hauptbad "vollflächig" an einer geeigneten Wand (VA15-20) wurde ja bereits angesprochen.

Wenn Du die Nibe 1x55-6 (kann bis 7,5kW +6kW integr. Heizstab) bekommen kannst, nimm diese.
Wie winni schon schrieb wird es an Support übers Forum nicht mangeln (SWWP-Forumsflagschiff).

Grüße
Motzi1968

Verfasser:
jzwi
Zeit: 24.04.2018 20:16:44
0
2642007
Servus,

ich bin einer der (sicherlich zahlreichen) stillen Mitleser und verfolge das Thema schon seit geraumer Zeit.
Mich würde das Angebot deines Heizungsbauer und der Auszug vom Umweltatlas. Leider sind die Bilder ungefähr so groß wie ne Briefmarke: 120 x 120 Pixel. Das ist wirklich furchtbar klein.
Kannst du die Bilder noch einmal größer einstellen?

MfG,
Jörg

Verfasser:
Pommes01
Zeit: 24.04.2018 20:29:47
0
2642014
Hier nochmal die Bilder in einer anständigen Größe

































Habe heute Nachmittag noch Rückmeldung eines Besitzers derselben Viessmann Anlage bekommen. Es muss die hauseigene Soleflüssigkeit genommen werden (teuer, siehe Angebot), der 46L Puffer ist fester Bestandteil der Anlage (kann nicht abgewählt werden). Falls es preislich hinhaut werde ich tatsächlich die Nibe nehmen.

Mit den negativen Soletemperaturen hat der Heizi auch garkein Problem solange die Spreizung passt. Hatte allgemein eh das Gefühl das Ihm die Soleerschließung relativ egal ist und er mir da komplett freie Hand lässt.

Wandheizung im Bad hat er mir auch vorgeschlagen, wollte aber die FBH unter der Dusche weg lassen. ERR Befreiung werde ich beantragen, mache mir da aber keine Hoffnung das die durch geht. Für die FBH Auslegung werde ich wahrscheinlich einen extra Thread zur gegebenen Zeit aufmachen. Im Allgemeinen ist es mit dem Heizi halt auch ein Geben und ein Nehmen. Bin ja schon froh auf Anhieb jemanden gefunden zu haben der das alles mit mir umsetzen will.

Bei trockenem Sand würde sich ja schon ein Mehraufwand an Baggerarbeiten ergeben. Ich werde wahrscheinlich mal ein Video der Fingerprobe zur Diskussion stellen.

Wichtigste Frage im Moment: Kann ich die 2x 300m Rohre bestellen da ich sowieso keine 3x 300 benötige? Oder tatsächlich auf die Enev Berechnung warten?

Verfasser:
winni 2
Zeit: 25.04.2018 13:07:02
2
2642185
Wenn Du die angebotene Viessmann nimmst, sollte die 3 Solerohre
bekommen, weil über 7 kW Nennleistung.
Mit der modulierenden Nibe F 1155/1255 wären 2 Rohre okay.

Grüsse

winni

Verfasser:
crink
Zeit: 25.04.2018 13:58:00
1
2642206
Moin,

als Bodenart passt lehmiger Sand zu Wärmeleitfähigkeit, Dichte und Korngrößenverteilung.

Viele Grüße
crink

Verfasser:
Pommes01
Zeit: 03.05.2018 23:03:56
0
2644119
Ich habe heute endlich meine Enev Berechnung bekommen. Hierbei ergibt sich eine Heizlastabschätzung von 7.036 Watt bei folgenden Daten:

HT: 0,26
22 Grad
Hüllfläche: 665,2
Bruttovolumen. 885m³
Personen: 4

Ich habe allerdings drei Fehler in der Berechnung gefunden:

-Bei der Uwert Berechnung fürs Dach wurde eine Dampfsperrfolie eingerechnet mit dem Wärmedurchlasswiderstand 0,0. In Wirklichkeit kommen hier aber auch OSB Platten ran
-Es wurde eine Fensterlüftung angegeben, es kommt aber eine zentrale KWL
-Es wurde eine Luftwärmepumpe angegeben, es wird aber logischerweiße eine Sole-Wasser Pumpe

Haben diese Punkte einen entscheidenden Einfluss auf den HT?

Die Auslegung mit fast 8.000 Watt ist ja um gute 1.000W zu überdimensioniert. Soll ich den so belassen oder vielleicht Teilstück D als geraden Kollektor verlegen um so die Arbeiten zu vereinfachen?

Verfasser:
Brombaer
Zeit: 04.05.2018 06:51:56
1
2644140
Die fehlende KWL hat einen ordentlichen Einfluss. Kannst Du in Crinks Heizlastabschätzungsrechner selbst ausprobieren. Ist der Klassiker, der gerne vergessen wird.

Verfasser:
Pommes01
Zeit: 04.05.2018 09:10:19
0
2644172
Zitat von Brombaer Beitrag anzeigen
Die fehlende KWL hat einen ordentlichen Einfluss. Kannst Du in Crinks Heizlastabschätzungsrechner selbst ausprobieren. Ist der Klassiker, der gerne vergessen wird.


Im Tool wird der Punkt Lüftung ja nochmal extra ausgewiesen. Das eine KWL einen Einfluss auf die Heizlast hat ist mir klar, hat sie aber auch einen Einfluss auf den HT Wert?

Für eine neue Enev Berechnung habe ich nämlich keine Zeit

Aktuelle Forenbeiträge
manniw schrieb: Danke für den Hinweis. Ich kenne so ziemlich alle Arten von Motorschlössern. In der Regel werden die ins Türblatt eingebaut und erfordern eine Kabelzuführung für Stromversorgung und Öffnungsimpuls....
fdl1409 schrieb: Was die Bohrfirma schreibt ist überwiegend richtig, aber nicht alles. Die Bohrung muss bei einer modulierenden WP nicht auf die Nennleistung ausgelegt werden, wenn die Heizlast niedriger ist. Auch...
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Bürohengst, Steilhang und der Ringgrabenkollektor - Support gesucht
Verfasser:
Pommes01
Zeit: 04.05.2018 09:10:19
0
2644172
Zitat:
...
Die fehlende KWL hat einen ordentlichen Einfluss. Kannst Du in Crinks Heizlastabschätzungsrechner selbst ausprobieren. Ist der Klassiker, der gerne vergessen wird.

Im Tool wird der Punkt Lüftung ja nochmal extra ausgewiesen. Das eine KWL einen Einfluss auf die Heizlast hat ist mir klar, hat sie aber auch einen Einfluss auf den HT Wert?

Für eine neue Enev Berechnung habe ich nämlich keine Zeit
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