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Gartenfläche für Erdkollektor nutzen
Verfasser:
Buschi
Zeit: 02.06.2018 10:30:24
0
2651727
Hallo Zusammen,

wir nutzen zur Zeit eine LWWP von Siemens Novelan, und sind auch soweit gut zufrieden.
Ursprünglich wollte ich eine SWWP installieren, vor allem wegen der Möglichkeit auch kühlen zu können. Jedoch haben mich die Kosten für die Tiefenbohrung davon abgehalten. Für einen herkömmlichen Flächenkollektor war die, für eine 17kW Heizung nötige, Gartenfläche zu klein.

Unsere LWWP hat eine Luxtronik 2 Steuerung. Wenn ich es damals richtig verstanden habe, kann die Steuerung eine 2. Wärmequelle/Speicher mit einbinden.

Da wir zur Zeit unseren Garten umkrempeln, überlege ich, ob ich meine letzte Chance nutzte, und nicht doch noch, das Möglichste, aus der Gartenfläche heraus hole, und Erdkollektor(en) für eine SWWP installiere.
Diese könnte die LWWP unterstützten, außerdem könnte ich einige Räume des Hauses im Sommer dann auch damit kühlen.

Unter anderem bauen wir einen Schwimmteich. Der Grund des Teiches hat eine Fläche von 77m² bei einer Tiefe von ca. 1,3m. Ich könnte in dieser Tiefe Slinkies direkt unterhalb der Folie verlegen, oder auch noch etwas tiefer baggern, um zwischen Slinkies und Teich noch eine Erdschicht aufzufüllen. Ich überlege ebenfalls, ob ich das Teichwasser nicht auch für einen Eisspeicher nutzen könnte.
Ein Gefrieren des Teiches wäre für mich kein Problem. Die Folie wird mit einer Art Estrichschicht "gepanzert" und wir setzen keine Fische ein. Für die Regeneration bauen wir einen separaten Filterteich, in dem sich viele Pflanzen und auch Amphibien aufhalten werden. Dieser kann abgeschottet werden, und wäre von der Abkühlung des Schwimmteiches nicht betroffen.
Außerdem kann ich zur Not jeder Zeit mit der LWWP "einschreiten", so dass ich den Wärmeentzug aus dem ST "regeln" kann.

Neben dem ST haben wir noch ca. 140m² Gartenfläche, die ich mit Kollektoren bestücken könnte. Diese hat die Form einer halbierten Raute. Also ein Quadrat ca. 10x10m und ein angrenzendes Dreieck mit Hypthenusen 10m & 6m Kathete ca. 12m. Über einem Großteil des Dreiecks soll die Erde zu einem kleinen Hügel mit ca. 1,6m Höhe aufgeschüttet werden.

Unser Boden ist sehr Lemig. Eigentlich würde ich sagen, dass das schon mal eine gute Voraussetzung ist. Jedoch wird die Geothermische Ergiebigkeit auf "www.geothermie.nrw.de" als gering eingestuft. Etwa 30m neben unserem Grundstück beginnt die Stufe Mittel, die in unserer Gegend eigentlich vorherrscht. Vielleicht ist die Karte ja nach nicht wirklich genau...

Es wäre schön, wenn Ihr mir ein paar Tips geben würdet, wie ich das Beste aus der Fläche herausholen kann.

Leider habe ich keine Ahnung von welcher erzielbaren Leistung ich bei Nutzung der Fläche unterhalb des ST ausgehen kann. Vielleicht habt Ihr dazu ja auch eine Idee?

Vielen Dank und viel Grüße


Buschi

P.S. Ich habe auch noch eine ca. 150m² große Auffahrt, welche ich damals nicht in meine Überlegungen einbezogen habe, da die Fläche ja versiegelt ist. Ich habe gestern gelesen, dass die Verlegung von Erdkollektoren unter Versiegelten Flächen unproblematisch ist, wenn diese im Sommer auch zur Kühlung eingesetzt werden. Stimmt das so?!?

Verfasser:
DV-Gergen
Zeit: 02.06.2018 11:00:59
0
2651732
Hallo Buschi.
In Deinem P.S. hast Du sicher was falsch interpretiert. Kein Fachmann wird Dir bestätigen, dass man Erdkollektoren unter VERSIEGELTEN Flächen verlegen darf. Wo hast Du das gelesen?
Kurt

Verfasser:
feanorx
Zeit: 02.06.2018 11:13:26
0
2651736
Praktischer wäre es wenn du dein Grundstück im Trenchplanner aufzeichnest.

Kannst du evtl noch die Fragen beantworten:
1. Wie hoch ist der jährliche Wärmebedarf in kwh?
2. PLZ bzw NormAT?
3. Wie hoch ist die Vorlauftemperatur an den kältesten Tagen im Winter?
4. Kannst du ein Probeloch buddeln und ein Bild vom Boden bei 1,70m Tiefe machen?

Knapp wäre die Fläche bei tatsächlichen 17kw Heizleistung. Oftmals wird aber zu groß dimensioniert. Es gibt, mit einem zusätzlichem Graswurzelkollektor, die Möglichkeit den tiefen Graben kleiner zu gestalten.

Versiegelte Flächen regenerieren schlechter. Wenn kein Wasser dort versickert ist der Boden eher trocken und liefert wenig für den Kollektor. Je nach Fläche kommt was von den Seiten. Mit einer regenwasserdurchlässigen Pflasterung oder einer Regenwasserversickerung unter dem Plaster kann man dem entgegenwirken.
Es gibt allerdings bei knappen Kollktoren und feuchtem Erdreich die Gefahr von Hebungen wenn der Boden unterhalb des Plasters gefriert.

Verfasser:
Kyle
Zeit: 02.06.2018 11:36:51
0
2651744
Zitat von Buschi Beitrag anzeigen
wir nutzen zur Zeit eine LWWP von Siemens Novelan, und sind auch soweit gut zufrieden.
Ursprünglich wollte ich eine SWWP installieren, vor allem wegen der Möglichkeit auch kühlen zu können. Jedoch haben mich die Kosten für die Tiefenbohrung davon abgehalten. Für einen herkömmlichen Flächenkollektor war die, für eine 17kW Heizung nötige, Gartenfläche zu klein.[...]



17KW sind mächtig viel Holz.
Wieviele qm werden denn damit beheizt? Neubau oder Altbau? Fussbodenheizung scheint vorhanden zu sein --- welche Vorlauftemperatur ist in der Steuerung programmiert ?


Cu KyleFL

Verfasser:
winni 2
Zeit: 02.06.2018 12:04:18
0
2651747
Ja, die 17 kW sind eher unplausibel für ein EFH und die Heizlast
wäre zunächst klarer zu bestimmen, falls sie nicht auf einer
korrekten Heizlastberechnung basiert.

Gibt es Aufzeichnungen zu Laufzeiten der Wärmepumpe an richtig
kalten Tagen oder gemessene Wärmemengen, die an das Haus ab-
gegeben wurden? Moduliert die Wärmepumpe? Wie hoch ist der
jährliche Stromverbrauch der Wärmepumpe?

Grüsse

winni

Verfasser:
Buschi
Zeit: 02.06.2018 14:39:54
0
2651763
Hallo Zusammen,

Danke für die rege Teilname.

Vielleicht mal ein paar Antworten:

Zitat von DV-Gergen Beitrag anzeigen

In Deinem P.S. hast Du sicher was falsch interpretiert. Kein Fachmann wird Dir bestätigen, dass man Erdkollektoren unter VERSIEGELTEN Flächen verlegen darf. Wo hast Du das gelesen?
Kurt

Das hatte mich auch irritiert. Allerdings mit dem Zusatz des kühlens im Sommer, und damit der Aufheizung der Fläche vielleicht schon wieder plausiebel. Gelesen habe ich das unter "https://www.energie-experten.org/erneuerbare-energien/erdwaerme/erdwaermekollektoren/flaechenkollektor.html"
Zitat:
Da die Regeneration von Erdwärmekollektoren hauptsächlich durch Sonneneinstrahlung und Niederschlag erfolgt, sollten die Kollektoren auch grundsätzlich nicht überbaut werden oder unter versiegelten Flächen liegen. Eine Ausnahme ist z.B., wenn ein Erdkollektor sowohl zum Heizen als auch zum Kühlen verwendet wird und somit jede Betriebsart zur Regeneration des Bodens beiträgt.

Verfasser:
Buschi
Zeit: 02.06.2018 15:41:39
0
2651769
Nochmals Danke für die vielen Kommentare, ich fasse mal alles andere Zusammen:

Zitat von feanorx Beitrag anzeigen
Kannst du evtl noch die Fragen beantworten:
1. Wie hoch ist der jährliche Wärmebedarf in kwh?
2. PLZ bzw NormAT?
3. Wie hoch ist die Vorlauftemperatur an den kältesten Tagen im Winter?
4. Kannst du ein Probeloch buddeln und ein Bild vom Boden bei 1,70m Tiefe machen?[...]


zu 1. Also meine WP hat 17kW. Meine Wärmebedarfberechnung habe ich leider noch nicht wiedergefunden. Ich sehe aber nochmal nach.
Daten zum Haus:
Es ist ein Holzständer Haus vgl. mit HUF Haus - also viiiiel Glas.
Grundfläche 129m²
UG + EG + Obergeschoss als Kniestock mit 1,1m Drempelhöhe
Aufenthaltsräume befinden sich nur im EG und OG.
Außerdem ein Garagenanbau mit 72m² von dem das OG noch ausgebaut werden soll.
Außenwand 0,23W/m²K
Fachwerk: 0,19 W/m²K
Verglasung: 0,7 W/m²K
Dach: 0,14 W/m²K

zu 2. PLZ ist 48231

zu 3. Programmiert ist die Heizung aktuell auf 29,4° Vorlauf. Sie wird aber, wenn ich es richtig weiß, anhand der Heizkurve von der Luxtronik geregelt. Ich habe grad noch etwas von Hyterese und 2K gesehen.
Keine Ahnung wie hoch sie an kalten Tagen ist.
Die WP hat bisher 19000 Stunden gelaufen. Davon 17000 für Heizung und 2000 für Brauchwasser.

Zitat:
Versiegelte Flächen regenerieren schlechter.

Ich möchte auch nicht meinen Hof wieder aufreißen. Es wäre nur rein interessenhalber. Unterhalb des Schwimmteichs wäre die Fläche ja auch versiegelt, jedoch denke ich, dass die Außentemperatur durch das Wasser die ja auch dem Kollektor zur Verfügung stehen würde.

Zitat:
17KW sind mächtig viel Holz.
Wieviele qm werden denn damit beheizt? Neubau oder Altbau? Fussbodenheizung scheint vorhanden zu sein --- welche Vorlauftemperatur ist in der Steuerung programmiert ?

Siehe Antwort zu 2 und zu 3.

Zitat:
Moduliert die Wärmepumpe?

Ist mir bisher nicht aufgefallen.

Zitat:
Gibt es Aufzeichnungen zu Laufzeiten der Wärmepumpe an richtig
kalten Tagen oder gemessene Wärmemengen, die an das Haus ab-
gegeben wurden?

Falls die Steuerung so was speichert, kann ich das gerne nachsehen wenn Ihr `ne Idee habt wo ich es finde.
Hab grad gesehen, dass man anscheinend einen USB Stick zum Loggen der Daten anstecken kann. Den habe ich aber nicht dran.

Zitat:
Wie hoch ist der jährliche Stromverbrauch der Wärmepumpe?

Falls die Steuerung so was speichert, kann ich das gerne nachsehen wenn Ihr `ne Idee habt wo ich es finde.
Verbrauch 01.Sept.-31.August
2014/2015 9125kWh
2015/2016 8158kWh
2016/2017 7892kWh
genauer habe ich es grad leider nicht.

Vielen Dank

Buschi

Verfasser:
winni 2
Zeit: 02.06.2018 16:08:49
1
2651771
Aus den Daten werde ich nicht schlau.
Genaue Bezeichnung der Wärmepumpe?
Baujahr? Wohnfläche? KfW-Klasse bekannt?
Lüftung mit Wärmerückgewinnung vorhanden?
Energieausweis? Wenn ja, könntest Du mit Daten daraus diese relativ
genaue Heizlastabschätzung damit füttern:
https://grabenkollektor.waermepumpen-verbrauchsdatenbank.de/enev-heizlast.html

Der Stromverbrauch war wohl einschl. Haushaltstrom?
Eine Wärmepumpe sollte zur Kontrolle umbedingt einen eigenen
Unterstromzähler haben.

Das Problem bei Luftwärmepumpen ist, das die meisten keine Nennleistung
bringen, sondern wesentlich weniger, wenn es richtig kalt ist. Dazu werden
Wärmeerzeuger oft unnötig überdimensioniert verbaut. Daher sagen die
verbauten 17 kW Leistung sehr wenig über den realen Bedarf.

Grüsse

winni

Verfasser:
Buschi
Zeit: 03.06.2018 09:12:38
0
2651845
Ich habe nochmals gesucht. Die Wärmebedarfsberechnung habe ich wahrscheinlich gefunden. Kam damals wohl per Fax auf Thermopapier. Davon ist leider nix mehr zu lesen...

Ich fasse nochmals die bekannten Daten zusammen:

Genaue Bezeichnung der Wärmepumpe:
Siemens LI 15M Typ: 2WP3 164-2S

Programmiert ist die Heizung aktuell auf 29,4° Vorlauf. Sie wird aber, wenn ich es richtig weiß, anhand der Heizkurve von der Luxtronik geregelt. Ich habe grad noch etwas von Hyterese und 2K gesehen. Daher habe ich leider keine Ahnung wie hoch sie an kalten Tagen ist.

Die WP wurde damals für die Beheizung der Wohnfläche, des Garagen OG (70m²) und des KG (129m²) ausgelegt. Effektiv beheizen wir nur die Wohnfläche. Das Garagen OG soll kurzfristig mit eingebunden werden. Das KG wird voraussichtlich niemals beheizt.

___________________________________________________

Wohnhaus:
Baujahr: 2004
Wohnfläche: 259m² zzgl. 70m² Garagen OG (in Zukunft)
KfW-Klasse bekannt? Auf jeden Fall KfW55. Wenn ich mir die Daten für 40 ansehe, bin ich der Meinung, dass diese auch erfüllt werden. Sofern ich mir eine "Batterie" in den Keller stelle, sogar die für 40 Plus.
Lüftung mit Wärmerückgewinnung vorhanden? Ja
Energieausweis? Nein (da nicht (ver/ge)mietet)

Der Stromverbrauch war wohl einschl. Haushaltstrom?
Nein, wir haben einen separaten Zählen. Lt. Rechnung des EVU:
Verbrauch jeweils vom 01.Sept.-31.August
2014/2015 9125kWh
2015/2016 8158kWh
2016/2017 7892kWh

PLZ ist 48231
Norm Außentemperatur: -12°

Boden: Lemig stellenweise Mergelplatten

Verfasser:
Peter_Kle
Zeit: 03.06.2018 09:50:43
1
2651854
15 kw alte Lwp ungleich 15 kw Solewarmepumpe

Such das Datenblatt. Deine Wp wird bei - 7 oder - 10 Grad nur noch 6-8 Kw haben und darunter den Heizstab zuschalten

Du brauchst also nur ein 8KW Graben + Wärmepumpe..... Keine 15 KW

Typischer Fehler bei Wp Planung.

Sole Wp habe Ihre Leistungsanhabe bei 0/35 also bei Nennbetrieb im Winter... 0 Grad Sole 35 Grad Vorlauf

Luftwärmepumpen habe ihre Leistungsangabe bei 7/35 also gerade warme Übergangszeit

Daher nicht verwechseln

Verfasser:
Buschi
Zeit: 03.06.2018 10:42:49
0
2651861
Ich habe grad mal nachgesehen. Da ich kein Heizungsexperte bin, würde ich gerne das Diagramm aus meiner Betriebsanleitung hochladen.

Online habe ich kein Bild gefunden, und leider gibt es hier anscheinend keine Möglichkeit Bilder hochzuladen. Was wirklich schade ist. Ich habe hier schön öfter mitgelesen, und die Beiträge sind meiner Meinung nach häufig erstklassig. Da wäre es schon schön, wenn die Mitglieder durch eine Forumsoftware, die wenigstens annähernd dem aktuellen Stand der Technik entspricht, unterstützt würden...

Wenn ich es richtig sehe, dann hat meine Pumpe 2 Verdichter. Die Kurve des ersten fängt bei -7° Wärmequelle an, und hat dort 7° Heizleistung. Der 2. Verdichter fängt bei -20° Wärmequelle an, und hat dort 9° Heizleistung. Die Heizleistung bei -7° beträgt beim 2. Verdichter 13°. Jeweils bei der 35°C Kurve. Die Werte der 50°C Kurve sind etwas schlechter...

COP des 2. Verdichters bei 35°:
-20° = 2
-10° = 2,4
-5° = 2,5
0° = 2,8

Ich hoffe das bring Euch weiter?!?

Verfasser:
winni 2
Zeit: 03.06.2018 13:18:54
0
2651905
Okay, ich denke hier könnte man auf der unsicheren Datenlage eine
modulierende 12 kW Wärmepumpe wagen, die sicher einiges effizienter
laufen würde.
Die könnte, abgesehen vom integrierten Wassertank vielleicht,
gut passen, ist preiswert und moduliert die Leistung zwischen 3 - 12 kW:
http://de.documents2.junkers.com/download/pdf/file/6720817107.pdf

Wenn man so ca. 80 - 90 Meter Slinkygraben auf Deinem Grundstück
unterbringen könnte, 2 Meter breit, 1,7 oder 1,6 Meter tief, würde das für
12 kW Heizlast in Lehmboden reichen. Dazu bräuchtest Du 4 Solerohre,
a, 300 Meter, 32er Rohr.

KfW 55 wird Dein Haus, bei dem Baujahr und hohem Glasanteil, wohl
nicht haben, denke ich.

Grüsse

winni

Verfasser:
Buschi
Zeit: 03.06.2018 13:49:08
0
2651914
Hallo Wini,

Danke für die Antwort.

Hast Du eine Schätzung, wieviel ich aus den Slinkies unter meinen Teich herausholen könnte?
Der Teich hat eine Fläche von 77m². Ist zwischen 2,5 und 6m breit, bei einer Länge von 15,6m.

Vielen Dank

Buschi

Verfasser:
winni 2
Zeit: 03.06.2018 14:08:17
0
2651926
Wenn man im Trenchplaner einen 18 Meter langen Graben
(etwas weiter an den Enden gebaggert), 4 Meter breit und 1,8 Meter
tief einträgt, kommt man auf ca. 5,8 kW bedienbare Heizlast.

Ich denke, wenn man die Sache Erdwärme angeht, sollte man auf die
komplette Heizlast auslegen, weil irgendwann macht die Luftwärme-
pumpe schlapp und der Investitionsbedarf steigt auch nicht stetig
zur Heizlast an, ob ich nun z.B. 6 oder 12 kW Heizlast bediene.

Zusammen mit den weiteren 140 m2 Garten sollte das machbar sein.
Wäre gut wenn Du mal Dein Grundstück mit den zur Verfügung stehen-
den Flächen und Haus/Terrassen, etc. im Planer eingeben würdest.
Dann könnte wir das mal genauer planen.

Grüsse

winni

Verfasser:
Peter_Kle
Zeit: 03.06.2018 14:54:18
0
2651945
Zitat von Buschi Beitrag anzeigen
Wenn ich es richtig sehe, dann hat meine Pumpe 2 Verdichter. Die Kurve des ersten fängt bei -7° Wärmequelle an, und hat dort 7° Heizleistung. Der 2. Verdichter fängt bei -20° Wärmequelle an, und hat dort 9° Heizleistung. Die Heizleistung bei -7° beträgt beim 2. Verdichter 13°. Jeweils bei der 35°C Kurve. Die Werte der 50°C Kurve sind etwas schlechter...


Nein.... Grad und COP bringen uns nicht weiter sondern nur die kWs

.......

Hast du die WP:

http://www.ackermann-ag.ch/download/Waermepumpen-Juni2005.pdf

Laut Datenblatt 10 kW bei -15 Grad

Ist bei dir die WP an einem eigenen Anschluss mit Sperrzeiten ?? Wie war die Laufzeit im Tiefstwinter ???

Verfasser:
winni 2
Zeit: 03.06.2018 14:57:57
0
2651946
http://www.haustechnikdialog.de/Faq/26/Eigene-Bilder-in-Beitraegen-einbinden

Ich glaube diese Gradangaben waren kW verfügbare Leistung?

Grüsse

winni

Verfasser:
crink
Zeit: 04.06.2018 12:39:38
2
2652120
Moin,

in diesem Fall würde ich so vorgehen:

1. Jetzt schon mal einen passenden Erdkollektor planen: Bitte verwende den TrenchPlanner um den Garten zu zeichnen, speichere das Resultat auf dem Server und verlinke den resultierenden URL hier. Der Kollektor sollte auf 10-12 kW Heizlast ausgelegt werden

2. Die Rohre für den Kollektor in einem Rutsch zusammen mit der Garten-Neugestaltung verlegen.

3. Wärmemengenzähler einbauen lassen (Stromzähler nur für die WP ist ja vorhanden, oder?).

4. Weitere eventuell sinnvolle Dämm-/Renovierungsmaßnahmen in Betracht ziehen.

5. Heizflächen optimieren - ist eine Flächenheizung im Einsatz? Gibt es Räume, deren Heizflächen im Vergleich zu den anderen knapp sind, so dass eine Heizflächenvergrößerung dieser Räume die Heizwassertemperaturen senken könnte?

6. Heizungshydraulik überprüfen: Ist ein Pufferspeicher im Einsatz (also nicht für Warmwasser, sondern für Heizwasser)? Ist eine Einzelraumregelung im Einsatz? Ist ein Überströmventil im Einsatz? Wird eine Warmwasser-Zirkulation verwendet? Alle diese Bauteile verschlechtern die Effizienz einer Wärmepumpe und sorgen für Mehrverbrauch - in anderen Threads hier im Forum gibts eine Menge dazu zu lesen.

7. Thermischer Abgleich im Nov/Dez/Jan mit dem Ziel die Heizkurve der WP und die Heizwassertemperaturen so weit wie möglich zu senken.

8. Genaue Überwachung der Wärmemengen je nach Wetter während des Winters, so dass die zukünftige Heizung sinnvoll dimensioniert werden kann.

9. Im nächsten Jahr dann, nach Ende der Heizsaison, baust Du eine Sole-WP ein (vor Beauftragung des Heizis BAFA-Förderung von mindestens 6000 EUR beantragen) und nimmst den Erdkollektor in Betrieb. Die LWP solltest Du dann rausschmeißen, da sie zu ineffizient ist.

Viele Grüße
crink

Verfasser:
Buschi
Zeit: 07.06.2018 15:08:35
0
2652999
Hallo Zusammen,

sorry für die lange Unterbrechung. Es wurde plötzlich etwas Stressig im Job.

Anbei schon mal der Link für die Daten der Wärmepumpe.

Mit dem Trench Planner starte ich ebenfalls gleich.

Wie ist das eigentlich mit dem Hin- / Rücklauf zum Erdkollektor. Wie weit müssen die Leitungen auseinander liegen?
Gibt es eine Isolierung für den Rücklauf, wenn beide direkt nebeneinander liegen?

Vielen Dank nochmals

Buschi

Verfasser:
Buschi
Zeit: 07.06.2018 15:26:12
0
2653003
Hallo crink,

Zitat von crink Beitrag anzeigen

1. Jetzt schon mal einen passenden Erdkollektor planen:


Mach ich gleich.


Zitat von crink Beitrag anzeigen

3. Wärmemengenzähler einbauen lassen (Stromzähler nur für die WP ist ja vorhanden, oder?).

Richtig

Zitat von crink Beitrag anzeigen

5. Heizflächen optimieren - ist eine Flächenheizung im Einsatz? Gibt es Räume, deren Heizflächen im Vergleich zu den anderen knapp sind, so dass eine Heizflächenvergrößerung dieser Räume die Heizwassertemperaturen senken könnte?

Flächenheizung: ja - überall. Mit extra geringem Abstand (ca. 10cm), um die Vorlauftemperatur zu senken.

Zitat von crink Beitrag anzeigen

6. Heizungshydraulik überprüfen: Ist ein Pufferspeicher im Einsatz (also nicht für Warmwasser, sondern für Heizwasser)? Ist eine Einzelraumregelung im Einsatz? Ist ein Überströmventil im Einsatz? Wird eine Warmwasser-Zirkulation verwendet? Alle diese Bauteile verschlechtern die Effizienz einer Wärmepumpe und sorgen für Mehrverbrauch - in anderen Threads hier im Forum gibts eine Menge dazu zu lesen.

Pufferspeicher steht unter der LWWP. Ich meine 300l.
Einzelraumregelung: Nein
Überströmventil: Bin mir nicht 100% sicher. Würde aber sagen, es sieht so aus als ob eins drin ist.
Warmwasser-Zirkulation: Nein. Möchte ich aber noch nachrüsten, da wir gefühlt zeitweise 1 Minute warten müssen bis es warm wird.

Zitat von crink Beitrag anzeigen

Im nächsten Jahr dann, nach Ende der Heizsaison, baust Du eine Sole-WP ein (vor Beauftragung des Heizis BAFA-Förderung von mindestens 6000 EUR beantragen) und nimmst den Erdkollektor in Betrieb. Die LWP solltest Du dann rausschmeißen, da sie zu ineffizient ist.

Geht das offiziell, oder darf der Erdkollektor eigentlich auch erst nächstes Jahr gebaut werden?

Vielen Dank

Buschi

Zitat von crink Beitrag anzeigen


Verfasser:
winni 2
Zeit: 07.06.2018 16:18:36
0
2653017
Hört sich nach sehr guten Voraussetzungen an..

Die Wärmequelle wird nicht gefördert, sondern ist Voraussetzung
für die Solewärmepumpe, die gefördert wird.
Daher kannst Du die Erdwärme-Quelle vorher machen.
Das steht ausdrücklich bei der BAFA:
"Planungsleistungen sowie die Erschließung der Wärmequelle dürfen
vor Antragstellung durchgeführt werden" bei Innovationsförderung
und sollte dann auch im Bestand gelten, denke ich.
Aber vielleicht zur Sicherheit bei der BAFA noch mal fragen?

Grüsse

winni

Verfasser:
Buschi
Zeit: 07.06.2018 19:46:49
0
2653048
So, ich habe mich mal kreativ betätigt. Hier ist das Ergenis:

Trenchplanner

Das ist leider nur annährerd zeichenbar, da ja lediglich Eckige Formen darstellbar sind. Die Freisitze (als Terrassenfläche reichte Seite oben und unten eingezeichnet) sind z.b. ca. 45° zu drehen. Der Teich hat natürlich eine organische Form und ist nicht Eckig.

Vielleicht kurz zur Erklärung:

1. Die kleine Teichfläche unten links ist bereits fertig. Hier könnte ich maximal noch einen Graben für die Zuleitung des inaktiven Kollektors erstellen. (Der Baum dort existiert noch nicht, soll aber dort gepflanzt werden). Diese Fläche bekommt eigentlich den ganzen Tag Sonne. Allerdings nur bis ca. 1m Tiefe. Da der Boden des Teiches auf -60cm liegt, und 40cm in unsererm festen Lehm schon Sklavenarbeit wären.
Schön wäre es, wenn ich Hin- und Rückleitung durch einen Graben legen kann. RL ggf. isolieren?!?
2. In den Teich habe ich 2 Kollektoren eingezeichnet. Diese liegen dann an den tiefsten Stellen. Am Randbereich des Teiches würde ich nur sehr ungern baggern, da ich Bedenken habe, dass ich nachher den Boden entsprechend verdichtet bekomme.
3. Die "Kabelwege" sind eigentlich PE Rohre für die Bewässerung. Diese sind schon verlegt, könnten aber, mit etwas Aufwand, untergraben werden. Die Rohre werden im Winter mittels Druckluft geleert. So dass eine Vereisung des Bodens durch den Kollektor kein Problem darstellt.

Ich würde mich freuen, wenn ihr euch mal so richtig austobt!

Vielen Dank

Buschi

Verfasser:
crink
Zeit: 08.06.2018 11:25:26
1
2653184
Hi,

sobald Du ein Objekt in der Mitte anklickst kannst Du dessen Parameter unten im Zeichenelemente-Fenster ändern. Für eine Terrasse kannst Du so Winkel und Wasserdurchlässigkeit angeben, so dass zB bei Holzbohlen eine Wasserdurchlässigkeit von 1 angenommen werden kann. Bei gepflasterter Terrasse natürlich weniger.

Eine mögliche Realisierung könnte so aussehen: Vorschlag 2. In diesem Falle nur mit drei Rohren, damit Du nicht zu viel Aufwand hast. Das wäre aber nur beim Einsatz einer modulierenden Sole-WP (der 12er Klasse) möglich, sonst brauchst Du vier Rohre. Die Heizlast hab ich leicht gesenkt in der Hoffnung, dass Du noch ein paar Möglichkeiten zur Optimierung Deines Wärmebedarfs findest. Aufwand ist bei diesem Projekt "dank" Altbau sehr groß - aber Aushubmaterial muss sowieso weggefahren werden, oder?

Ein mögliches Problem sehe ich noch bzgl. der Versiegelung unterhalb des Schwimmteichs: Mit Folie unterhalb des Teichs sollte das gehen (bei Senkungen, die aufgrund der Buddeleien unterhalb des Teichs auftreten werden), aber wenn unter dem Teich noch eine Beton-Schicht dazu kommen soll, dann klappt das nicht. Wäre natürlich perfekt, wenn Du noch Regenwasser unter den Teich leiten kannst, damit der Lehm dort feucht genug ist.

Viele Grüße
crink

Verfasser:
winni 2
Zeit: 08.06.2018 13:07:47
0
2653219
Eine Alternative, die im Bereich der Wasserleitungen vielleicht einfacher
zu bauen wäre:
https://grabenkollektor.waermepumpen-verbrauchsdatenbank.de/trenchplanner.html?id=3CaeRLarzTkwqnc2VhKO

Grüsse

winni

Verfasser:
Buschi
Zeit: 08.06.2018 16:33:12
0
2653286
Hallo crink, Hallo winni,

Danke für die Vorschläge.

Das Vorgehen das crink vorgeschlagen hat finde ich super. Da ich die Kollektoren ja sowieso vorab erstellen wollte, ist das genaue ermitteln der Heizleistung im Winter eine klasse Idee um die richtige WP zu finden. Das werde ich dann mal als gesetzt ansehen.

In diesem Zusammenhang ist es doch, wenn ich es richtig verstehe, besser 4 Kollektorkreise zu verlegen, damit ich später bei der Auswahl der Pumpe nicht eingeschränkt bin - oder?

Ich habe noch ein paar Fragen, und würde dann anhand der beiden Vorschlage und meinen genauen Abmessungen nochmals überlegen, wie ich es umsetze. Die genaue Posistion der Bewässerungsrohre muß ich z.B. nochmal ermitteln, die eingezeichnete ist nur ein ca. Maß.

1. Ihr habt die Kollektoren in Reihe eingezeichet. Ich muß doch, wenn ich das richtig weiß, mit jedem Kollektor einzeln an den Verteiler?!?
Kann ich die Hin- und Rückläufe der anderen Kollektoren durch einen Slinkie-Graben ziehen, das würde ja eurer Zeichnung "entspreichen", oder muß ich jeweils in einem eigenen Graben direkt vom Slinkie-Graben zum Verteiler zurück?

2. Ich kann doch bestimmt alle Hin- und alle Rückläufe gebündelt in jeweils einen Graben packen - oder?

3. Wie weit müssen die Gräben der Zuleitungen für Hin- / und Rücklauf auseinander liegen?

4. Kann ich den Rücklauf irgendwie isolieren, um ihn mit dem Hinlauf gemeinsam in einen Graben zu legen?

5. winni, Du hast den Bereich unten in der Ecke nicht genutzt. Gab es dafür einen Grund? Außer, dass ich dann nicht mit dem Spaten durch den Lehm muß?

Vielen Dank nochmals

Buschi

Verfasser:
winni 2
Zeit: 08.06.2018 17:08:09
1
2653297
Zu:

1. Ich glaube, das vestehst Du falsch? Alle Bereiche des Graben-
Verlaufs werden durch die 300 Meter Rohre durchlaufen.

2. Ja, aber am besten für Vor- und Rücklauf je einen Graben.

3. Ich würde so auf 1 Meter oder mehr gehen, wenn machbar.

4. Ja, könnte man in Kabuflex- oder KG-Rohr legen. oder eine
Perimeterdämmplatte dazwischen einbauen. Sehe ich aber hier
keine Notwendigkeit dafür.

5. Ja, Gründe genug Leistung und würde die Sache komplizieren,
denke ich.
Bei Leistungsmangel würde ich eher den Bereich neben der Garage
erschliessen, wenn mit der Böschung machbar.

Auf die Wasserleitungen würde ich übrigens pfeifen und die nach
Grabenverlegung reparieren. Sind ja vermutlich PE-Leitungen die
man mit Schraubverbindern einfach instandsetzen kann?

Grüsse

winni

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Gartenfläche für Erdkollektor nutzen
Verfasser:
winni 2
Zeit: 08.06.2018 17:08:09
1
2653297
Zu:

1. Ich glaube, das vestehst Du falsch? Alle Bereiche des Graben-
Verlaufs werden durch die 300 Meter Rohre durchlaufen.

2. Ja, aber am besten für Vor- und Rücklauf je einen Graben.

3. Ich würde so auf 1 Meter oder mehr gehen, wenn machbar.

4. Ja, könnte man in Kabuflex- oder KG-Rohr legen. oder eine
Perimeterdämmplatte dazwischen einbauen. Sehe ich aber hier
keine Notwendigkeit dafür.

5. Ja, Gründe genug Leistung und würde die Sache komplizieren,
denke ich.
Bei Leistungsmangel würde ich eher den Bereich neben der Garage
erschliessen, wenn mit der Böschung machbar.

Auf die Wasserleitungen würde ich übrigens pfeifen und die nach
Grabenverlegung reparieren. Sind ja vermutlich PE-Leitungen die
man mit Schraubverbindern einfach instandsetzen kann?

Grüsse

winni
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