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Dämmung Neubau
Verfasser:
Drexta
Zeit: 11.06.2018 08:35:46
0
2653764
Neue Woche, neue Frage.

Welche Fassaden Dämmung würdet Ihr aktuell in einem Neubau in massiver Bauweise mit Verblender empfehlen.

Ich habe gestern den ganzen Tag nach einer Antwort gesucht, aber jetzt bin ich nur noch verwirrter.

Ein bekannter sagt mir, ich solle unbedingt EPS nehmen. Ist zum einen günstiger und zu anderen hat man kein Problem wenn doch mal Feuchtigkeit in die Hohlschicht kommt.

Verfasser:
lowenergy
Zeit: 11.06.2018 09:13:09
0
2653771
Bin selbst auch hin und wieder am sinnieren - bei einer Fassade mit Verputz würde ich wohl Neopor bevorzugen.

Wenn nun aber in der äußeren Schicht Verblender verarbeitet werden sollen - dann würde ich zu Materialien tendieren, die ebenso als Perimeterdämmung benutzt werden.

Oder lass doch lückenlos Ausschäumen: Ortschaum-Technologie

Verfasser:
HFrik
Zeit: 11.06.2018 09:40:47
0
2653775
Das ist eine Platz <> Preis frage. Neopor ist i.d.R. günstiger je Dämmwirkung, braucht aber mehr Platz als PUR/PIR/RESOL.
Wichtig ist dass man nicht spart, denn später würde es irrsinig teuer bei der Dämmung noch zu verstärken. Alle Erfahrung der letzten 20 Jahre zeigt, dass man mit erreichen des Passivhausstandards beid er Dämmung dauerhaft Ruhe hat. Bei dünneren Dämmungen hat sich bisher immer nach einigen Jahren die Frage des Nachrüstens gestellt. Von dem her wäre bei Wänden ein Uwert um 0,1 aber nicht über 0,15 anzsustreben. Verblender gäbe es platzsprend auch als Riemchen, wenn die Dicke der Mauer eine Rolle spielt.
Das sind so meine Gedanken zum Thema.

Verfasser:
Solarzelle
Zeit: 11.06.2018 10:12:02
0
2653781
Guten Morgen,

ich würde einen 30er Ytongstein mit WLG 0,35 nehmen und dazu 140mm Purenotherm.

Das ergibt einen U-Wert von 0,10 rein schon von den Stoffen.

Ich würde hier mal mit den Materialien spielen und schaune, was am wirtschaftlichsten ist:

U-Wert net


Ich persönlich würde die maximale Dömmung über den Ytong Stein machen und so wenig wie möglich mit der Dämmung.

Ich würde den Ytong Energy+ in 50cm dicke nehmen und keine Dämmung machen.

Damit ist man bereits unter Passivhas Niveau.

In meiner Familie wurde gerade frisch ein Haus mit 60cm dickem Bimms gebaut, Dämmung nicht mehr erforderlich.

Verfasser:
HFrik
Zeit: 11.06.2018 10:34:02
2
2653789
Kann man so machen wenn man ein "massiv" fan ist. Allerdings konnte ich rechnerisch nachweisen, dass ein innen schwerer zweischaliger aufbau bei gleicher Dämmung zu einem spürbar geringeren Energiebedarf führt als ein monolithischer Aufbau, dirhc die bessere Ankoppelung der Masse und dadurch bessere Nutzung innerer Gewinne (und bei WP von PV-Strom).
Schaut man die Kubikmeterpreise an, dann liegt Neopor immer deutlich billiger als Stein. D.h. 30-er Ytong durch 17cm KS und 13 cm Neopor substituieren macht die Wand bei steigender Masse (sinkender Jahresverbrauch) billiger. Auch mit 13cm PUR wirds billiger. 17cm KS +270mm PUR haben auch eine bessere Gesamtdämmwirkung, 17cm KS +27 cm Neopor liegen bei 0,114 U-Wert, mit 27cm PUR kämen ein U-WErt von 0,09 heraus (Alukaschiert).
Beim vorgeschlagenen Aufbau mit Ytong gibts einen kleinen Tauwasserausfall, der aber beherrschbar sein sollte.
Gewicht je m² bei KS dann 380kg/m², mit Ytong um 80kg/m², entsprechend sieht der Schallschutz (Flankenleitung aus dem OG nicht vergessen) und die Wärmespeicherfähigkeit aus.

Verfasser:
Solarzelle
Zeit: 11.06.2018 13:30:58
0
2653865
Zitat von HFrik Beitrag anzeigen
Kann man so machen wenn man ein "massiv" fan ist. Allerdings konnte ich rechnerisch nachweisen, dass ein innen schwerer zweischaliger aufbau bei gleicher Dämmung zu einem spürbar geringeren Energiebedarf führt als ein monolithischer Aufbau, dirhc die bessere Ankoppelung der Masse und dadurch[...]



Reicht denn bei KS ein 17cm Stein für die Statik?

Zudem sollte man auch die erhöhten Lohnkosten beim KS berücksichtigen. Den Ytong Stein klatscht man in wenigen Stunden aufeinander.

Montagekosten der Dämmung fallen auf 0€

Und was ich persönlich am allerbesten finde:

DIE MASSIVE WAND OHNE SCHNICK SCHNCK HÄLT UNBEGRENZT.

Man braucht sich also den Rest seines Lebens keine Gedanken mehr machen.

Auch muss Masse gewollt sein, gerade im seht starken Wechselwetter in Deutschland mag ich persönlicht gar keine Speicherfähigkeit.

Sehr oft hat man in wenigen Stunden ein Temperaturgefälle von 20 Grad.

Ein Gebäude, was sehr schnell reagieren kann, verbraucht dann auch nur die tatsächlich punktuell benötigte Energie.

Verfasser:
HFrik
Zeit: 11.06.2018 13:55:14
3
2653873
Der 17cm KS trägt wahrscheinlich deutlich mehr als der 30cm Ytong mit sehr hoher Dämmwirkung. Und beim Dübeln etc. ist es kein Krümelkeks. Auch KS wird Blockweise gesetzt, eventuell mit Montagekranunterstützung wenns schneller gehen soll.

WDVS würde bei Deiner Variante auch verbaut, man geht inzwischen davon aus dass bei korrektem Aufbau eine massive Wand + WDVS länger hält als die massive Wand allein, weil der thermische Stress auf die Steine wegfällt und auch der Putz sich frei ausdehnen und schrumpfen kann. (das WDVS kann die Scherbewegungen im mm Bereich ab, die Verbindung Putz <>Wand und Wand<>Wand nicht)

Bezüglich Temperaturwechseel draussen: gerade da ist die Masse extrem sinnvoll, denn da "segelt" der schwere Bau mit konstanter Temperatur einfach durch. Temperatur kann eingestellt werden indem man zu kalten Zeiten das Fenster aufmacht und die Wärme rauslässt, oder zu heissen Stunden die Fenster aufmacht und die Wärme bunkert.
Der leichte Bau ist an den kalten tagen dann kalt und muss geheizt werden, und an den heissen Tagen zu heiss und muss gekühlt werden.

Verfasser:
winni 2
Zeit: 11.06.2018 14:30:46
0
2653884
Üblicherweise wird in der Hohlschicht Mineralwolle genommen.
So richtig sympathisch ist mir das auch nicht, weil ich nicht weiss,
wie sich die Dämmwolle langfristig an der Wand hält und es könnte
vielleicht zu Hinterströmungen mit Kaltluft und ein Versacken
kommen?

Da wäre mir eine feste, geklebte Dämmplatte sympathischer, aber
da stellt sich dann die Frage des baupraktischen Vorgehens, weil
da gibt es ja auch noch die Maueranker für die Verblender..

Da wäre dann ein Ausschäumen von Vorteil, aber ich habe nie
gesehen, das das im Neubau so gemacht wurde.

Grüsse

winni

Verfasser:
Jojo_
Zeit: 11.06.2018 17:53:21
0
2653963
Hallo,

ich würde auf keinen Fall Hartschaumdämmplatten nehmen. Aus rein praktischen Gründen sind die Dinger ungeeignet und deshalb wird überwiegend mit Dämmwolle gearbeitet.

Die Platten müssen vielfach durchlöchert werden, wegen der Luftschichtanker. Bei Dämmwolle knusselt sich ein etwas zu großes Loch einfach wieder zu, bei Platten nicht. Da werden auch zwangsläufig größere Löcher auftreten, da die Luftschichtanker auf das Reihenmaß des Verblenders zurechtgebogen werden, um in der Fuge zu liegen. das erfordert dann eben das größere Loch. Ferner kann ich mir nur schwer vorstellen, wie man bei höheren Dämmstärken die Platten überhaupt noch verarbeiten kann.

Wir haben 28 cm Dämmung WLG 032 plus 2 cm Fingerspalt. Die Dämmung wurde doppellagig verlegt mit versetzen Fugen.

Grüße,

Jojo_

Verfasser:
winni 2
Zeit: 11.06.2018 18:06:57
1
2653965
Ja, die Probleme sehe ich auch, aber die Mineralwolle in der Wand
mag ich gefühlsmässig nicht so...

So was, plus Verblender wäre auch eine gute Lösung, aber über
Preise weiss ich nichts:
https://www.bisotherm.de/Steinprogramm/bisomark-mit-integrierter-waermedaemmung.html
Der Stein ist sicher nicht billig, auf der anderen Seite weniger Arbeitskosten
als Mauer + Dämmung, denke ich.

Grüsse

winni

Verfasser:
HFrik
Zeit: 11.06.2018 18:47:04
0
2653976
Man kann statt einem dicken Verblender auch einfach Riemchen aufsetzen, dann spart man sich das Thema mit den Verankerungen und bekommt eine schlankere Wand.

Verfasser:
lowenergy
Zeit: 11.06.2018 18:51:38
0
2653977
Miwo würde ich auch definitiv nicht außen in der Fassade haben wollen.

Finde persönlich ein Verblenden mit 11,5 oder mehr Zentimeter dicken Steinen auch suboptimal - interessant hingegen beispielsweise das EPS-Duo-Klinker-System:

(Bildquelle)

Zeit: 11.06.2018 19:37:48
0
2653995
Zitat von HFrik Beitrag anzeigen
Kann man so machen wenn man ein "massiv" fan ist. Allerdings konnte ich rechnerisch nachweisen, dass ein innen schwerer zweischaliger aufbau


Das ist bei dem ytong-energy doch der Fall. Das ist ein "fertiger" zweischaliger Aufbau mit Multipor als Dämmung dawischen. Innen und außen Poroton. Keiner von den gefüllten Steinen die mehr aus Hohlraum als aus Stein bestehen.

Fände ich auch interessant. Mit dem Mauern ist man quasi fertig, keine Fehlstellen in der Dämmung, keine Spechtlöcher wie bei WDVS, ...

Verfasser:
lowenergy
Zeit: 11.06.2018 20:10:43
0
2654010
@Allesgenauwissenwollender.
So wie vom Hersteller die Ausführung der Außenecken beschrieben ist würde ich bzgl. der Spechtlöcher vorsichtig argumentieren ...

(Bildquelle)

... zudem ist die Oberfläche außen ja nicht wirklich verblendet! .>)

Verfasser:
HFrik
Zeit: 12.06.2018 00:29:04
0
2654068
Zitat von Allesgenauwissenwollender Beitrag anzeigen
Zitat von HFrik Beitrag anzeigen
[...]


Das ist bei dem ytong-energy doch der Fall. Das ist ein "fertiger" zweischaliger Aufbau mit Multipor als Dämmung dawischen. Innen und außen Poroton. Keiner von den gefüllten Steinen die mehr aus Hohlraum als aus Stein bestehen.

Fände ich auch interessant. Mit dem Mauern[...]

Hmm wenn der Ytong stein stellenweise aus Pooton besteht ist in der Fertigungsstrasse was schief gelaufen :-)
Ich würde mal sagen da sind Porenbetonsteine unterschiedlicher Dichte zusammengeführt. Im multiporteil verankert man dann ähnlich viel wie in Neopor, aber auch der andere Teil ist noch ganz unten in der Dichte sonst wäre der qm Wand schwerer.
Ansonsten steht der Ytong Energy mit 360€/m³ in der Preisliste, KS finde ich für 150-300€/m³ (ich hatte den schweren mit dem höheren PReis genommen, Neopor schlägt mit grob 60€/m³ zu Buche.

Verfasser:
Solarzelle
Zeit: 12.06.2018 07:06:59
0
2654085
Zitat von HFrik Beitrag anzeigen
Der 17cm KS trägt wahrscheinlich deutlich mehr als der 30cm Ytong mit sehr hoher Dämmwirkung. Und beim Dübeln etc. ist es kein Krümelkeks. Auch KS wird Blockweise gesetzt, eventuell mit Montagekranunterstützung wenns schneller gehen soll.

WDVS würde bei Deiner Variante auch verbaut,[...]



Also ich habe ein Ytong und ein Bims Haus, bei der heutigen Dübeltechnik stellt das kein Problem mehr dar.
Keine Probleme.

Was heißt "man geht davon aus"?

Was ich so lese, hält kein WDVS 200 Jahre und/oder mehr.

Mir wäre auch nicht bekannt, dass ein Stein darunter leidet, dass er exisitiert.

Bei meiner Variante mit dem 50er Ytong Stein muss keine Dämmung drauf.

Meine Nachbarn zur rechten und zur linken haben im vergangenen Jahr mit 24er Ytong ohne Dämmung gebaut.

Das ist so alles nicht so recht schlüssig, was du schreibst.

Was' los?

Verfasser:
Solarzelle
Zeit: 12.06.2018 07:11:39
0
2654088
Zitat von HFrik Beitrag anzeigen
Zitat von Allesgenauwissenwollender Beitrag anzeigen
[...]

Hmm wenn der Ytong stein stellenweise aus Pooton besteht ist in der Fertigungsstrasse was schief gelaufen :-)
Ich würde mal sagen da sind Porenbetonsteine unterschiedlicher Dichte zusammengeführt. Im multiporteil verankert man dann ähnlich viel wie in Neopor, aber auch der andere Teil[...]



Bei den Preisen könnte der Ytong Energy+ tatsächlich eine sehr gute Variante sein.

Verfasser:
lowenergy
Zeit: 12.06.2018 07:39:20
1
2654094
Nur nochmal kurz aus dem Eröffnungspost vom TS ...

Zitat von Drexta Beitrag anzeigen
... Neubau in massiver Bauweise mit Verblender ... Ein bekannter sagt mir, ich solle unbedingt EPS nehmen. Ist zum einen günstiger und zu anderen hat man kein Problem wenn doch mal Feuchtigkeit in die Hohlschicht kommt.


... nicht das ihr euch in eine zu sehr abgleitende Diskussion vertieft! .>)

Verfasser:
Solarzelle
Zeit: 12.06.2018 08:54:38
0
2654114

Verfasser:
wildbarren
Zeit: 12.06.2018 09:20:30
1
2654122
Dämmung durch den Mauerstein...
Eine Außendämmung wird vollflächig über die Wand gezogen, bei Dämmung im Stein da beiben kritische Bereiche, wie Decken, Stürze, Überlager, Fensteranschlüße...
Für die Verkleidung von hinterlüfteten Fasaden gibt es eine Reihe von Materalien die sehr langlebig und schnell zu verarbeiten sind.

WB

Verfasser:
HFrik
Zeit: 12.06.2018 09:25:38
0
2654126
Zitat von Solarzelle Beitrag anzeigen
Zitat von HFrik Beitrag anzeigen
[...]



Also ich habe ein Ytong und ein Bims Haus, bei der heutigen Dübeltechnik stellt das kein Problem mehr dar.
Keine Probleme.

Was heißt "man geht davon aus"?

Was ich so lese, hält kein WDVS 200 Jahre und/oder mehr.

Mir wäre auch nicht[...]

Also man weis nict ob WDVS 200 Jahre hält oder nicht.
Man rechnet baie MAuerwerk mit einer durchschnittlichen Lebenserwartung von 100 Jahren. Nachdem die bekannten WDVS die seit Anfang der 60'er Jahre installiert wurden keine Probleme machen (falsch installeirte ebenso ausgenommen wie falsch gemauerte Mauern), geht man heute von 100 Jahren Lbenserwartung aus. Das kann noch wachsen wenn man längere Erfahrung hat.
Was sich bisher zeigt ist dass blankes Mauerwerk (+Verputz) schneller zu Rissen und Verwitterung neigt als das äquivalent mit WDVS. (schnell vor dem 100 Jahres-Hintergrund...)
Warum ein teurerer Aufbau mit schlechteren bauphysikalischen Eigenschaften besser sein soll bleibt allerdings bisher unklar.

Verfasser:
Solarzelle
Zeit: 12.06.2018 10:41:06
0
2654159
Zitat von HFrik Beitrag anzeigen
Zitat von Solarzelle Beitrag anzeigen
[...]

Also man weis nict ob WDVS 200 Jahre hält oder nicht.
Man rechnet baie MAuerwerk mit einer durchschnittlichen Lebenserwartung von 100 Jahren. Nachdem die bekannten WDVS die seit Anfang der 60'er Jahre installiert wurden keine Probleme machen (falsch installeirte ebenso ausgenommen wie[...]



Hier steht bei der Haltbarkeit eines WDVS eher was von 25 bis 40 Jahren:

Caparol

Das Fraunhofer hat bisher nur 20-35 Jahre überprüft.

Hmm, man weiß es nicht....

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