Cookies erleichtern die Bereitstellung der Dienste auf dieser Website. Mit der Nutzung dieser Website erklären Sie sich mit dem Einsatz von Cookies einverstanden.

Alle
Foren
Kondenswasser in Leerrohren und Leerdosen
Verfasser:
Oli_ee8
Zeit: 14.06.2018 23:22:55
0
2654920
Hallo zusammen,

ich habe den Keller mit einer Ytong Vorwand, 5cm dick, versehen. Die Ytong Steine wurden direkt mit Fliessenkleber auf den Beton geklebt. Der Vorwand befindet sich unmittelbar vor einem Treppenabgang in welchen ich eine Stufenbeleuchtung unterputz einbauen möchte.
Nun schlägt sich Kondenswasser in den Leerrohren und Leerdosen nieder.

Wie kann dieses Problem behoben werden?

Besten Dank.
Viele Grüsse, Oliver




Verfasser:
Peter 888
Zeit: 15.06.2018 06:35:46
1
2654934
Hallo

Du hast quasi eine innenliegende Dämmung angebracht und mit den Leerrohren und Dosen Kältebrücken. Dort kondensiert Dir jetzt Wasser aus der Luft, da durch die Dämmung die Temperatur der Betonwand weiter absinkt und sich solche Fehler dadurch "doppelt" bemerkbar machen.

Möglichkeiten um Kondenswasseranfall zu verhindern/vermeiden:

1. Luftfeuchtigkeit absenken - sprich Luftentfeuchter, (kostet richtig Geld Anschaffung und Strom)
2. Alle Kältebrücken eliminieren - sprich UP Dosen und Leerrohre mit Brunnenschaum zu schäumen und auf die Beleuchtung verzichten.
3. Neue Vorsatzschale (nach Berechnung vorsetzen und so Taupunktunterschreitung vermeiden.

ciao Peter

Verfasser:
cacer
Zeit: 15.06.2018 06:59:58
0
2654936
die rohre und dosen luftdicht machen.
dosen durch luftdichte ersetzen oder mit luftdichten einsätzen ausstatten und die rohre mit stopfen versehen.
gibts alles von z.b. kaiser.
wo keine warme luft durchströmen kann und dabei abkühlt, kann auch kein wasser ausfallen.
guck mal hier, kapitel2 in der broschüre

Verfasser:
Peter 888
Zeit: 15.06.2018 07:21:24
1
2654938
Hallo cacer

wenn in der Dose selbst Wasser steht bzw. sich an der Rückwand gebildet hat und in diese Dose soll ein Beleuchtungseinsatz montiert werden. Glaubst Du diesen Einsatz gibt es als Luftdichten Einsatz?
Wenn nein hat der TE wieder Wasser in der Dose und dann auch ggf. auch Probleme mit dem RCD....

ciao Peter

Verfasser:
Oli_ee8
Zeit: 15.06.2018 07:40:46
0
2654942
Hallo zusammen.

anbei noch 2 Bilder:


Linkbezeichnung

Linkbezeichnung


Besten Dank.
Viele Grüsse, Oliver

Verfasser:
Martin24
Zeit: 15.06.2018 10:18:04
0
2654970
Irgendwie habe ich noch nicht verstanden, was jetzt innen und was außen ist.

Verfasser:
Oli_ee8
Zeit: 15.06.2018 10:52:02
0
2654979
Hallo zusammen,

anbei ein Bild von der Aufmauerung des Ytongs.
5cm Dicke Ytong Steine mit Fliessenkleber an Betonwand geklebt:
(ich wollte eine massive Wand kein Styropor o.ä.)

Linkbezeichnung

Hier das Bild von der Schlitzung des Ytongs für die Leerdosen in welcher eine Stufenbeleuchtung eingebaut werden soll. Darin schlägt sich nun die Feuchtigkeit nieder. 5cm Ytong ist nicht viel Material, daher liegen die Leerrohre und Dosen direkt an der Betonwand.

Linkbezeichnung

Viele Grüsse, Oliver

Verfasser:
winni 2
Zeit: 15.06.2018 12:00:26
1
2655002
Sieht nach Neubau aus?
Da gibt es doch sicher eine Dämmung im Erdreich?

Wenn das so ist, würde ich das als Folge von Baufeuchtigkeit
sehen oder der Keller wurde nass gelüftet.
Mal Luftfeuchtigkeit messen.
Wahrscheinlich wird sich das mit Wohnnutzung geben, denke ich.

Grüsse

winni

Verfasser:
Martin24
Zeit: 15.06.2018 13:56:18
1
2655039
5cm Ytong ergeben an den Stellen der Dosen ja praktisch gar keine Dämmung. Damit sind die Dosen die kältesten Stellen der Wand und es kondensiert da.
Hat es vorher nicht auch schon an der Betonwand kondensiert?

Wie ist die Luftfeuchtigkeit?
Wie die Oberflächentemperaturen von Ytong und Dosenboden?

Grüße
Martin

Verfasser:
cacer
Zeit: 16.06.2018 10:34:58
0
2655143
Zitat von Peter 888 Beitrag anzeigen
Hallo cacer

wenn in der Dose selbst Wasser steht bzw. sich an der Rückwand gebildet hat und in diese Dose soll ein Beleuchtungseinsatz montiert werden. Glaubst Du diesen Einsatz gibt es als Luftdichten Einsatz?
Wenn nein hat der TE wieder Wasser in der Dose und dann auch ggf.[...]


in diesem fall würde ich die innendämmdosen von kaiser verwenden (leider sauteuer)
oder irgendwie etwas dämmung dahinter montieren.

alternativ halt aufputz.

wenn aber wirklich wasser in den rohren läuft: luftdichte stopfen drauf.
da darf keine luft durchströmen können.
wenn die rohre zu sind , wird auch weniger kondensat in den dosen entstehen, da dann auch dort kein luftzug mehr richtung rohr durch die dose geht.
gruß

edit: hab mir nochmal die bilder angeschaut.
winni vermutet wohl richtig.
da scheint noch ne menge wasser im bau zu sein.

bitte mal feuchte und temperaturen messen.

Verfasser:
cacer
Zeit: 16.06.2018 10:46:46
0
2655144
billigster versuch wäre wohl mal diese luftdichten silikoneinsätze in die dosen zu setzen.
das dämmt ja auch minimalst die dose nach und hält noch ein geringes luftpolster zwischen einsatz und dose.
das könnte vielleicht schon reichen in verbindung mit den rohrstopfen.
wenn die baufeuchte raus ist, entschärft sich die situation eh nochmals.

sag doch mal bitte, ob es neubau ist, oder nur die gasbetonsteine neu verklebt wurden.
beides muss erst trocknen.(das dauert)

Verfasser:
Hannes/esbg
Zeit: 16.06.2018 12:08:17
0
2655154
Vergiss in Deinem Fall all die guten (nachträglich) angebrachten "Silikontüllen", das Problem ist dass irgendwo oben warme Feuchte Luft in die Rohre eindringen kann und auf dem Weg nach unten langsam abkühlt und den Taupunkt unterschreitet = Wasser in der Ausgangsdose!

Nimm nach abschluss der Installationsarbeiten eine Dose bauschaum und mach in jedes der betroffenen Rohre einen kleinen "Pff" hinein, nur soviel dass der Rohranfang auf etwa 2 cm abgedichtet ist und erledigt!

Verfasser:
cacer
Zeit: 16.06.2018 13:36:46
0
2655170
bauschaum zur luftdichtung? soso

also die einfachen, gut zu händelnden, sauberen, preiswerten, mehrfach nutzbaren und zuverlässig luftdichtenden stopfen von proclima oder kaiser halte ich da doch für die bessere und professionellere lösung.

Diese meine ich.

werden viel zu selten eingesetzt.
anhand der verkaufszahlen kann man wohl vermuten, daß selten nach vorgabe gearbeitet wird und luftdichtung noch immer nicht in den köpfen der verarbeiter angekommen ist.

versuch macht kluch...
kannst testweise die rohre auch mal zukleben und wirst sehen, sie bleiben dann trocken.

ob die dose dann auch trockenbleibt?
beobachten und messen.

Verfasser:
Oli_ee8
Zeit: 16.06.2018 15:02:43
0
2655176
Hallo zusammen,

besten Dank für eure Antworten!

Das Haus ist Baujahr 1976. Die Wand war zuvor mit Nut und Federbrettern verkleidet. Vermutlich ist an der Wand schon öfters Feuchtigkeit kondensiert, nur bewusst aufgefallen ist mir dies noch nie. Die Luftfeuchte ist derzeit, da ich mich noch am vormauern befinde, relativ hoch so 80-86%.
Zwischenzeitlich habe ich einen Entfeuchter aufgestellt.
Das mit dem Stopfen / Doseneinsätzen werde ich ausprobieren.

Besteht die Möglichkeit das sich auch hinter den 5cm Ytong feuchtigkeit ansetzen kann ?

Verputzen wollte ich den Ytong mit Rotband Haftputzgips, Easy Rollputz drüber, streichen, fertig.

Viele Grüsse, Oliver

Verfasser:
cacer
Zeit: 16.06.2018 23:05:53
0
2655222
Wenn der gasbeton fest verklebt mit der Wand ist(also ohne jegliche luftschicht dahinter), dann ist die Gefahr gering. Innendämmung bedeutet aber immer auch taupunktverschiebung in der Wand Richtung innenraum.
Meist liegt der Taupunkt dann im Bereich des klebers.
Um das zu bestätigen, muss man den wandaufbau berechnen.
Bei uwert.Net (jetzt ubakus) kann man den Aufbau nachbauen und bewerten. (zumindest nach glaser). Idealerweise nutzt man dazu besser Programme wie wufi.

Abgesehen davon ist 80% Luftfeuchtigkeit aber hier wohl als Ursache für die Feuchtigkeit zu sehen.
Vermutlich erledigt sich dein Problem mit fortschreitender Trocknung.
Beobachte das bei Kälte im Winter genau. Und denke daran, dass der putz nochmal viel Feuchtigkeit rein bringt.

Verfasser:
Machtnix
Zeit: 17.06.2018 09:21:45
0
2655246
Zitat von Oli_ee8 Beitrag anzeigen
Verputzen wollte ich den Ytong mit Rotband Haftputzgips, Easy Rollputz drüber, streichen, fertig.


einfach mal Hirn einschalten, Gipsputz im Keller ...? merkst du was?

Verfasser:
Oli_ee8
Zeit: 17.06.2018 15:41:50
0
2655347
Zitat von Machtnix Beitrag anzeigen
Zitat von Oli_ee8 Beitrag anzeigen
[...]


einfach mal Hirn einschalten, Gipsputz im Keller ...? merkst du was?



Also ein "Kalkzementputz".?

Sorry, bin nicht vom Fach .... :-)

Verfasser:
cacer
Zeit: 17.06.2018 21:13:30
0
2655402
gipsputz ist halt nix für räume mit hoher feuchtigkeit.
der nimmt gut feuchte auf, gibt sie aber ungern zurück.

gleiches gilt eigentlich auch für den gasbetonstein.
wenn es nur um kondensat geht, kannst du das mit lüften im griff halten, wenn aber die wand nass ist, saugen die sich auch voll wie ein schwamm.

kalkzement ist da sicher angebrachter, reiner kalkputz macht die sache aber noch viel besser.
nur wirst du keinen(zumindest nicht leicht) finden, der ihn noch verarbeiten kann.
tatsächlich gibt es aber noch ein paar hersteller für reinen kalkputz oder du machst ihn selbst.
3-4:1 sand zu Kalkhydrat cl80 oder 90.
mit ner hand zement dabei (oder ziegelmehl o.ä.) wird er schon hydraulisch und leichter zu verarbeiten, reguliert die feuchte aber auch nicht mehr so perfekt.

manchmal pansche ich ein wenig : 1 sack fertigpampe (kalkzement) mit der gleichen menge sand und entsprechend kalkhydrat dazu.
dann hat man preiswert ein wenig-hydraulischen putz , der aber noch die ganzen "geheimen" zutaten drin hat um ihn lange und leicht zu verarbeiten.
kommt halt auf den einsatzzweck an.

gestern habe ich noch in der waschküche die bruchsteine wandfolgend verfugt/putzt (steine kopfsichtig gelassen) mit 8:2:0,5 sand/kalk/zement.
den zement nur dazu um die haltbarkeit etwas zu erhöhen und spritzwasser mehr entgegenzusetzen.(kapilare leitfähigkeit ist bei zementzugabe herabgesetzt)

handelsüblicher putz und mauermörtel sollte aber für die wand genügen.
beachte die saugfähigkeit von gasbeton, der saugt dem putz schnell zuviel wasser ab.

wenn hinter deinen holzpanelen keine feuchtigkeit war, wird das vermutlich so nun besser funktionieren als mit dem holz.
die frage ist ob die 80% luftfeuchtigkeit nur wegen dem kleber vom gasbeton kamen, oder ob da noch was anderes im argen ist.

Verfasser:
Petermännchen
Zeit: 18.06.2018 13:43:16
0
2655559
Wie wäre es mit einer Innendämmung mit Kalziumsilikatplatten und einer Aufputzverlegung der Elektroinstallation?

Verfasser:
ofenbauer
Zeit: 19.06.2018 09:39:53
0
2655792
Auch eine Möglichkeit: Wie oft schon habe ich Gasbeton gekauft, der schlecht abgedeckt im Freien gelagert wurde, und alles andere als trocken war!

Verfasser:
Oli_ee8
Zeit: 19.06.2018 17:12:45
0
2655926
Zitat von ofenbauer Beitrag anzeigen
Auch eine Möglichkeit: Wie oft schon habe ich Gasbeton gekauft, der schlecht abgedeckt im Freien gelagert wurde, und alles andere als trocken war!


Verstehe nicht ganz wo bei dem Satz die Möglichkeit sein soll.....

Verfasser:
Oli_ee8
Zeit: 19.06.2018 17:22:14
0
2655929
Zitat von Petermännchen Beitrag anzeigen
Wie wäre es mit einer Innendämmung mit Kalziumsilikatplatten und einer Aufputzverlegung der Elektroinstallation?


Ja...hinterher ist man immer schlauer. Hatte das Zeug in der Hand. Konnte ich jedoch mit den Fingern zerdrücken, und dachte im Kleller wenn jemand dort "aneckt" zerbricht mir das Material. In der Dicke 50mm um den Mauervorsprung vom OG auszugleichen gab es nichts anderes ausser Ytong.

Verfasser:
Oli_ee8
Zeit: 19.06.2018 17:30:52
0
2655934
Zitat von cacer Beitrag anzeigen
gipsputz ist halt nix für räume mit hoher feuchtigkeit.
der nimmt gut feuchte auf, gibt sie aber ungern zurück.

gleiches gilt eigentlich auch für den gasbetonstein.
wenn es nur um kondensat geht, kannst du das mit lüften im griff halten, wenn aber die wand nass ist, saugen[...]


WOW ! eine sehr ausführliche Antwort. Vielen Dank dafür.
Die Wand ist definitiv trocken. Das haben wir im Vorfeld beobachten können. Es handelt sich wirklich nur um Kondensat welches sich in den Leerrohren und Leerdosen für die gedachte Stufenbeleuchtung niederschlägt.
Zur Zeit steht ein Entfeuchter in dem Raum. Zu beobachten ist wie die Feuchtigkeitsperlen an einer nicht isolierten Betonwand und in den Leerdosen verschwindet.
1ne Tonne Ytong kann ich nicht mal schnell wieder so entfernen, zumal ich diesen vollflächig mit Fliessenkleber an die Betonwand und mit Ytong Dünnbettmörtel untereinender sowie alle paar Steine noch an der Wand verschraubt habe.
Ich hoffe durch die Wahl des richtigen Putzes auf welchen ich zum Glück noch hingewiesen wurde habe einiges zu kompensieren.
Viele Grüsse, Oliver

Verfasser:
Oli_ee8
Zeit: 19.06.2018 17:37:16
0
2655937
Zitat von cacer Beitrag anzeigen
Wenn der gasbeton fest verklebt mit der Wand ist(also ohne jegliche luftschicht dahinter), dann ist die Gefahr gering. Innendämmung bedeutet aber immer auch taupunktverschiebung in der Wand Richtung innenraum.
Meist liegt der Taupunkt dann im Bereich des klebers.
Um das zu bestätigen,[...]


Danke. Ich vermute im Winter erledigt sich das Problem durch die in dem Raum befindliche Heizung. Im Zuge der Renovierung werde ich einen auf den Raum angepassten Heizkörper einbauen.
Besten Dank. Viele Grüsse, Oliver

Aktuelle Forenbeiträge
wist schrieb: Danke für das Feedback. Jetzt ist es kälter und das Einstellen ist besser machbar. Als es tagsüber noch so 10-17 Gard...
OldBo schrieb: Die Ursache für Knackgeräusche sind sehr schwer zu lokalisieren. Mögliche Ursachen - Mangelhafte Ausführung von Wand-...
ANZEIGE
Ähnliche Forumsthemen für Sie
Hersteller-Anzeigen
Hersteller von Armaturen
und Ventilen
Lüftungs- und Klimatechnik vom Produkt zum System
GET Nord 2018
Halle: · Stand:
UP-fix
Messstationen
Verteilerstationen
Regelstationen
Website-Statistik