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LWP in Kombination mit wasserführendem Kamin
Verfasser:
almo
Zeit: 18.06.2018 15:52:47
0
2655598
Hallo zusammen,

wir sind mitten im Bau und ich muss mich in kürze für eine Heizsystem entscheiden.
Meine Frage ist: Lohnt sich für mich ein wasserführender Kamin in Kombination mit der LWP und der KWL.

Mein Heizungsbauer und gleichzeitig Onkel, der auch seit 20 Jahren Heizungsbauer ist, ist von der Kombi LWP und wasserführendem Kamin überzeugt. Da man eh einen Kamin für das wohlbefinden möchte, dann gleich mit Wassertasche.

Eckdaten zum EFH:

- EFH mit 175m² Wohnfläche
- Jahres-Primärenergiebedarf 24,50 kWh/m²a
- Energiebedarf des Gebäudes 13,6 kWh/m²a
- Transmissionswärmeverlust 0,29 W/m²K
- beheiztes Gebäudevolumen: 705 m³
- Wärmeenergiebedarf des Gebäudes 9.277 kWh (bei 100%)
- Gebäudeheizlast nach vereinfachten verfahren liegt bei 6,5 KW (wurde mir berechnet)

-Roth Wärmepumpe Thermoaura mit 7KW Leistung
-Helios KWL
-Vorbereitung für Wasserführenden Kamin und dementsprechend einen Speicher mit 850 Liter.

Mein Gedanke ist, dass die LWP in den Wintertagen ineffizient wird und mit dem Heizstab ordentlich Leistung zieht. Der Kamin könnte dann in diesem Fall die Spitzenlast abfangen und die Heizung unterstützen.

Welche Meinungen und Erfahrungen habt ihr dazu? Wie wirtschaftlich ist das ganze? Ich gehe davon aus, dass ich relativ günstig durch einen Freund an Brennholz komme.

schöne Grüße
Almo

Verfasser:
winni 2
Zeit: 18.06.2018 16:22:34
0
2655608
Hast Du die Angabe der Hüllfläche und die Normaussentemperatur oder
ungefähren Standort?
Dann könnte man die Heizlast mit der
https://grabenkollektor.waermepumpen-verbrauchsdatenbank.de/enev-heizlast.html
überprüfen.
Ich fürchte nach dem Volumen, das die größer ist. Zumindest rechnerisch.

Ansonsten wird hier von den meisten, mir auch, wenig von wasserführenden
Kaminofen, zusammen mit Wärmepumpe, gehalten.
Da könnte man sicher einiges mit einem normalen Kaminofen sparen und
das Eingesparte besser in eine Erdwärmelösung stecken. Die bekommt
dann auch noch mehr Förderung.
Allerdings braucht auch eine gute, richtig ausgelegte Luftwärmepumpe keinen
Heizstabeinsatz.

Grüsse

winni

Verfasser:
winni 2
Zeit: 18.06.2018 16:38:02
3
2655618
Sehe gerade, die Heizlast wurde, gegen meine Befürchtung, schon
von low unter 6 kW festgestellt und nach der Leistungskurve ist
die Roth eine Wärmepumpe von gestern. Viel Leistung, wenn man
sie nicht braucht und wenig, wenn,s kalt wird...

Grüsse

winni

Verfasser:
almo
Zeit: 18.06.2018 16:38:42
0
2655619
Zitat von winni 2 Beitrag anzeigen
Hast Du die Angabe der Hüllfläche und die Normaussentemperatur oder
ungefähren Standort?
Dann könnte man die Heizlast mit[...]


Wärmeübertragende Umfassungsfläche A = 506 m²
beheiztes Gebäudevolumen V = 705 m³
Gebäudenutzfläche 225,8
Standort: 61197 Florstadt

In ca. 4-6 Wochen wird die Heizungsfirma bei mir auftauchen. Evtl. kann ich in Sachen Technik und Auslegung etwas entgegen rudern.

Also bin ich mit einem normalen Kamin ohne Wasserführung besser bedient?

Grabenkollektoren...das liest man hier sehr sehr häufig...aber ob ich dafür Platz habe...puhh. Hinter meinem Haus habe ich eine Fläche von 11x18m frei.

Eigentlich war ich bei der Heizung tiefenentspannt, da mein Onkel als Heizungsbauer sehr gefragt ist und das auch super macht. Aber ob die Auslegung mit LWP in Kombination mit einem Kamin das richtige ist, da komme ich immer mehr ins zweifeln.

schöne Grüße
Almo

Verfasser:
winni 2
Zeit: 18.06.2018 16:43:02
3
2655620
Ich würde immer einen normalen Ofen nehmen.
Wassergeführt lohnt einfach nicht und mach die ganze Anlage komplexer.

Du könntest Dein Grundstück mal in den Planer mit Haus, Terrassen,
Einfahrt, Garage... einzeichnen und dann könnte man sehen, was geht.
https://grabenkollektor.waermepumpen-verbrauchsdatenbank.de/trenchplanner.html

Grüsse

winni

Verfasser:
Carle79
Zeit: 18.06.2018 16:48:04
2
2655623
Hi Almo,

um eine Effiziente und gute Heizung zu bekommen
must du sehr viel vorher wissen und erfragen.
Die Leute hier sind sehr kompetent und hilfsbereit.
Mache dir auch Bitte viele Gedanken um die Fußbodenheizung, hier gibt's es tolle Häuser mit Auslegungen. Mach nicht den Fehler und vertraue deinen Onkel zu sehr.
Nicht böse gemeint, die können es nur so gut machen wie sie es wissen.
Die meisten Heizis beschäftigen sich nicht mit solchen Sachen (Hauptsache warm).

Es ist super das du den Weg hierher gefunden hast, die meistens kommen erst wenn es zu spät ist.

Verfasser:
lowenergy
Zeit: 18.06.2018 16:55:17
0
2655624
So @almo ... nun kann's hier endlich mal in die richtige Richtung geh'n ... die Möglichkeiten zur Realisierung eines Grabenkollektors solltest m. M. unbedingt zuerst mal zu checken.

Bzgl. der ganzen anderen Dinge solltest immer mal wieder hier schauen: #Generelle_Tipps

Für die die es interessiert ... die bisherige Diskussion lief übrigens hier:
Zitat von almo Beitrag anzeigen
... jetzt denke ich schon erledigt. Ich werde einen Heizungsbauer nehmen, der mir eine Alpha Innotec von Roth installieren wird.

Für mich war das interessant, weil ich alle Leitungen und Installationen bis zum Heizraum selbst gemacht hätte ...

Verfasser:
mdonau
Zeit: 18.06.2018 19:17:10
1
2655648
Moin,

die Frage ist, wie aufwändig man das System rund um den Kaminofen
für "ein paar tage im Jahr" gestalten will.

Ein einfacher Kamin, üblicherweise im größtem Raum (Wohnzimmer/Wohnküche) aufgestellt, erwärmt die Gebäudemasse und die Raumluft über Strahlung und
Konvektion kaum schlechter als ein wasserführender.
Ideal wäre m.M.n. ein Kamineinsatz mit gemauerten Luftkanälen und integriertem Heizungsrohr.
So wird eine zusätzliche Heizfläche erschlossen, die Wärme verzögert abgegeben
und verteilt ohne weitere Technik, ähnlich einem Grundofen.

Erstmal würde ich aber die Option auf Erdwärme Prüfen, das ist kaum aufwändiger
und dank BAFA-Förderung langfristig kaum teuerer und kommt ohne Aussengerät aus.

Zudem auch jetzt Gedanken zur Warmwasserbereitung (plazierung) und Heizflächenauslegung machen, damit die Wärmepumpe der Wahl dann auch
in einem für die Effizienz zuträglichen Umfeld arbeitet.

Verfasser:
gnika7
Zeit: 18.06.2018 19:48:02
2
2655659
Zitat von almo Beitrag anzeigen

Meine Frage ist: Lohnt sich für mich ein wasserführender Kamin in Kombination mit der LWP und der KWL.
[...]

Kurzfassung, nein lohnt sich nicht. Hier gibt es viele Fäden dazu. Ursprünglich hatte ich den gleichen Plan.
Grund: WP und wasserführender Kamin haben einfach zu unterschiedliche Bedürfnisse, was das Gesamtsystem angeht. Das heißt, um beide einigermaßen zufriedenzustellen greift man zu einem Kompromiss. Das führt dazu, dass beide Systeme nicht optimal laufen und man zahlt mehr als nötig beim Invest und Betrieb.

Wenn du unbedingt Holzfeuer willst (wegen Stimmung oder so) solltest du dir Grundofen anschauen. Damit vermeidest du den Saunaeffekt, eines normalen Ofen/Kaminofen in einem Haus mit geringer Heizlast, wie bei dir.

Mit einem normalen Kaminofen wirst du jedenfalls nicht glücklich, da dieser dein Wohnzimmer kurz nach dem anheizen überhitzen wird.

Grüße Nika

Verfasser:
Peter_Kle
Zeit: 18.06.2018 19:54:41
0
2655664
Bitte genauer schreiben... Zwischen normalem Ofen (baumarkt 500 Eur) und grundofen (gemauert und gesetzt) gibt es auch Speicherofen von 300 bis 800 kg.

Auch da gibt es keine Hitzeprobleme

Verfasser:
gnika7
Zeit: 18.06.2018 20:29:54
0
2655677
Zitat von Peter_Kle Beitrag anzeigen
Bitte genauer schreiben... Zwischen normalem Ofen (baumarkt 500 Eur) und grundofen (gemauert und gesetzt) gibt es auch Speicherofen von 300 bis 800 kg.

Auch da gibt es keine Hitzeprobleme

Asche auf mein Haupt. Habe beides in einen Topf geworfen. Ich finde (Klein)SpeicherOfen ist ein gutes Kompromiss. Nicht zu groß und preislich OK.
Zur Wärmeabgabe findet man einen guten Vergleich zwischen normal und Speicher z.B. unter https://www.brunner.de/de/produkte/kso/
Da liegt die Wärmeabgabe bei ca. 1,7kW über 12h. Das entlastet die WP und passt ganz gut zu niedriger Heizlast im Neubau.

Achja, es gibt auch wasserführende Grundöfen für die, die einen technischen Overkill bevorzugen😉

Grüße Nika

Verfasser:
almo
Zeit: 18.06.2018 22:04:20
0
2655722
vielen Dank an die ganzen Beiträge.

Ich möchte einen Kamin, der die Wärme relativ lange hält. Es muss kein riesen Brummer sein, der aus meinem Wohnzimmer eine Sauna macht, aber eine schöne Atmosphäre ist mir wichtig. So kenne ich es von den Eltern und so möchte ich es auch haben. Mir ist auch bewusst, dass die älteren Häuser meiner Eltern (15 und 20 Jahre) höhere Wärmeverluste haben, jedoch wird es einen Kamin geben, ob mit oder ohne Wassertasche. Ich habe die Möglichkeit, relativ günstig an Brennholz zu kommen und möchte das auch ausnutzen, zumindest die ersten Jahre.

Momentan sind die meisten gegen die Wassertasche, was mich wahrscheinlich auch dahin lenkt.

Inwieweit spielt die KWL hier auch eine Rolle? Verteilt sich dadurch die Wärme schneller im Haus?

Verfasser:
almo
Zeit: 18.06.2018 22:05:41
0
2655723
Zitat von winni 2 Beitrag anzeigen
Ich würde immer einen normalen Ofen nehmen.
Wassergeführt lohnt einfach nicht und mach die ganze Anlage komplexer.

Du könntest Dein Grundstück mal in den Planer mit Haus, Terrassen,
Einfahrt, Garage... einzeichnen und dann könnte man sehen, was[...]



habe es mal eingezeichnet :)

https://grabenkollektor.waermepumpen-verbrauchsdatenbank.de/trenchplanner.html?id=Ue6Br5DU4tEfWzGU74BN

Verfasser:
gnika7
Zeit: 18.06.2018 22:46:29
1
2655739
Zitat von almo Beitrag anzeigen
vielen Dank an die ganzen Beiträge.

Ich möchte einen Kamin, der die Wärme relativ lange hält. Es muss kein riesen Brummer sein, der aus meinem Wohnzimmer eine Sauna macht, aber eine schöne Atmosphäre ist mir wichtig. So kenne ich es von den Eltern und so möchte ich es auch haben. Mir[...]

Ein Kleinspeicherofen würde gut zu deinen Anforderungen passen. Schaue dir z.B. Öfen von Brunner an. Oder Rondolino, wird bei mir um die Ecke gemacht.

Wassertasche wäre kontraproduktiv bei WP.

Grüße Nika

Verfasser:
gnika7
Zeit: 18.06.2018 22:55:21
0
2655743
Hi,

Zitat von almo Beitrag anzeigen

Inwieweit spielt die KWL hier auch eine Rolle? Verteilt sich dadurch die Wärme schneller im Haus?
[...]

KWL kannst du bei Wärmeverteilung ruhig vernachlässigen. Der Effekt ist marginal, da die Wärmekapazität der Luft gering ist und die Luftwechselrate zu niedrig um dies auszugleichen. Aber ein wenig hilft es natürlich.

Wenn du deine Heizung gut planst und auslegst, sollte diese so eine Art Wärmeverteilung machen. Guck hier nach Selbstregeleffekt.
Ein offenes Wohnzimmer ist auch vorteilhaft.

Grüße Nika

Verfasser:
Fritzli
Zeit: 19.06.2018 08:17:52
2
2655772
Zitat von almo Beitrag anzeigen
vielen Dank an die ganzen Beiträge.

Ich möchte einen Kamin, der die Wärme relativ lange hält. Es muss kein riesen Brummer sein, der aus meinem Wohnzimmer eine Sauna macht, aber eine schöne Atmosphäre ist mir wichtig. So kenne ich es von den Eltern und so möchte ich es auch haben. Mir[...]


=> Grundofen/Kachelofen

Löst einige der Probleme:
- Wird auf den Raum ausgelegt um Überhitzung zu vermeiden
- gibt es - im Gegensatz zum Blechkübel - in kleinen Leistungen
- speichert die Wärme über Stunden
- speichert die Wärme in seiner Masse, nicht im Wasser

Ich würde im Neubau auf SWWP mit RGK und dazu nicht-wasserführenden Grundofen setzen. Wenn SWWP mit RGK nicht möglich, LWWP. Auf keinen Fall ein bivalentes System mit Speicher.

Verfasser:
almo
Zeit: 19.06.2018 09:04:55
0
2655782
Gut, dann schaue ich mir die von Euch vorgeschlagenen Ofen mal an und lasse mit ziemlicher Sicherheit die Wassertasche beim Kamin weg.

Vielen Dank.

Kann mir einer was zu der Zeichnung sagen, die ich im Plannertool hinterlegt habe?

Verfasser:
winni 2
Zeit: 19.06.2018 12:48:28
0
2655840
Hi, herausfordernd, aber theoretisch machbar:
https://grabenkollektor.waermepumpen-verbrauchsdatenbank.de/trenchplanner.html?id=C5agdrKjT701oCpzKYtg

Aber ich fürchte die Garage steht schon und gibt es freie, umliegende
Grundstücke für den Aushub??
Stimmt die von mir eingezeichnete Einfahrt so?

Grüsse

winni

Verfasser:
winni 2
Zeit: 19.06.2018 13:09:54
0
2655846
Oder mit wesentlich weniger Aushub, aber schwieriger zu verlegen,
mit senkrechten Slinkys:
https://grabenkollektor.waermepumpen-verbrauchsdatenbank.de/trenchplanner.html?id=wzFKpqXjICoAilCECeVo

Wahrscheinlich die realistischere Variante?

Grüsse

winni

Verfasser:
winni 2
Zeit: 19.06.2018 13:20:05
0
2655855
Noch eine Spielart davon mt graden Verlauf neben dem Haus und dort
nicht so tief:
https://grabenkollektor.waermepumpen-verbrauchsdatenbank.de/trenchplanner.html?id=gUizoIFR7FpwOFlSsM08

Grüsse

winni

Verfasser:
almo
Zeit: 19.06.2018 22:12:17
0
2656016
Zitat von winni 2 Beitrag anzeigen
Oder mit wesentlich weniger Aushub, aber schwieriger zu verlegen,
mit senkrechten[...]


DIese Variante wäre die einzig noch denkbare Möglichkeit. Der Rohbau mit Garage steht schon.

Die angrenzenden Grundstücke sind bebaut und nicht verfügbar zum zwischenlagern der Erde. Somit wird für mich relativ schwer und eine ordentliche rumgraberei :)

Verfasser:
D. Klinke
Zeit: 03.10.2018 16:01:26
0
2688371
ich möchte jetzt einfach mal eine Lanze brechen für den wasserf. Kaminofen in Kombination mit LWP. Wir haben einen gedämmten 170qm Altbau mit 3m hohen Decken auf 3 Ebenen verteilt. Ein normaler Kaminofen würde nur das Erdgeschoss beheizen können und eine effiziente kleine Wärmepumpe wäre alleinig nicht in der Lage, das Haus auch bei sehr niedrigen Außentemperaturen warm zu halten. Unser wasserf. Ofen macht da zusammen mit unserer Ölheizung einen prima Job, es ist allerdings (fast) immer jemand zu Hause, der Holz nachlegen kann.
Meine 23kW Ölheizung werde ich nun mit einer 5kW Panasonic Aquarea WP ersetzen. Der vorhandene simple Pufferspeicher in Kombination mit einer Frischwasserstation ist dann sowohl für den Kaminofen als auch für die Wärmepumpe bestens geeignet. Ich kann jederzeit den Ofen für die Heizung oder Warmwasser zu Hilfe nehmen, um die Wärmepumpe effizienter arbeiten zu lassen, im Kernwinter soll der Ofen ausschließlich für die höheren Temperaturen zuständig sein, ansonsten in den Übergangszeiten kann die Wärmepumpe alleinig und ohne Puffer über ein Umschaltventil den Heizkreis bedienen. Zudem läßt sich die kleine Panasonic WP gerade in Frühling und Herbst in Verbindung mit der PV-Anlage prima schon ab 200W Eingangsleistung im Eigenverbrauch nutzen.
Ich finde, die Kosten für einen wasserf. Kaminofen halten sich mittlerweile in Grenzen und wenn man sowieso einen Warmwasserspeicher benötigt, kann man sich gleich einen Puffer mit Friwa installieren und die beiden Systeme können sich prima bivalent ergänzen... klar ist das teurer, aber so viel mehr ist das auch wieder nicht. Ok, ich habe das Glück, das vom Ofen zum Puffer weniger als 3m zu überbrücken sind...

will sagen, dass die pauschale Aussage wasserf. Kaminoden mit WP sei nutzlos oder gar kontraproduktiv, ich nicht generell teilen kann. Würde ich den Ofen nicht wasserführend haben, müsste ich die Wärmepumpe um einiges größer und teurer dimensionieren und sie würde an sehr kalten Tagen ziemlich uneffizient womöglich mit Heizstab laufen. Mit Ofen läßt sich ein guter Teil WP-Taktung verhindern, weil sie somit viel kleiner zu dimensionieren ist. Warum soll das nicht passen, wenn der Kaminofen für die hohen Temperaturen im tiefen Winter sorgen kann und die Wärmepumpe das ganze Jahr über im effizienten unteren Bereich arbeitet. Ich meine, es hängt immer davon ab, wie die Verhältnisse vor Ort sind und nicht zuletzt, ob man das Kaminfeuer bevorzugt, stetig Holz nachlegen kann/will und wie günstig man an das Holz kommt.

Verfasser:
gnika7
Zeit: 04.10.2018 06:39:25
1
2688570
Hi,

Klar kannst du einen wasserführenden Ofen sinnvoll einbinden. Nur wird das System dadurch nicht einfacher. Und was kostet das dann das? Außerdem die meisten wollen einen Holzofen zum gucken und haben weder die Lust noch die Zeit diesen durchgehend am Laufen zu halten. Was kostet denn eine kWh Wärme aus Holz?

All das in Summe führt dazu, dass ein wasserführender Ofen in allermeisten Fällen Mehrkosten verursacht ohne Mehrnutzen zu generieren.

Grüße Nika

Verfasser:
lowenergy
Zeit: 04.10.2018 07:28:53
0
2688579
@D. Klinke.
Die wenigsten Kaminöfen mit Wassertasche werden wirklich optimal betrieben. Da kokeln die Holzscheite mit viel zu geringer Temperatur vor sich hin und aus dem Schornstein kommt beißender Qualm.

Stimme auch meinem Vorschreiber @gnika7 bzgl. der Antwort auf Deinen Beitrag 100% zu! 👍

Verfasser:
D. Klinke
Zeit: 04.10.2018 11:34:25
0
2688667
Zitat von gnika7 Beitrag anzeigen
Hi,
Klar kannst du einen wasserführenden Ofen sinnvoll einbinden. Nur wird das System dadurch nicht einfacher. Und was kostet das dann das? Außerdem die meisten wollen einen Holzofen zum gucken und haben weder die Lust noch die Zeit diesen durchgehend am Laufen zu halten. Was kostet denn eine kWh Wärme aus Holz?

All das in Summe führt dazu, dass ein wasserführender Ofen in allermeisten Fällen Mehrkosten verursacht ohne Mehrnutzen zu generieren.


Die Öfen selber sind mittlerweile schon ab 1000 Euro zu haben und wenn man sowieso die Kombination WP, Friwa und Speicher für Warmwasser bevorzugt, sind noch Rücklaufanhebung, Mischer, Installation sowie ggf. Schornikosten hinzuzurechnen.... ich finde, so viel ist das auch wieder nicht.
Gegenrechnen muss man ja auch die höheren Kosten für die größere Wärmepumpe, die größere Ineffizienz, den vermehrten Einsatz des Heizstabes sowie die schlechtere PV Eigenverbrauch-Abdeckung. Wasserführende Kaminöfen haben einen besseren Wirkungsgrad als ihre Luftkollegen, wo durch die Wasserkühlung statt 500°C eher 200°C in den Schornstein geschickt werden und sie neigen viel weniger zur Überhitzung der Räume. Man hat damit gegenüber der Wärmepumpe immernoch ein deutlich flinkeres Heizsystem, das auch mal spontan die Räume aufheizen kann.

Klar... hätte ich einen bestens gedämmten Neubau, hätte ich mich vielleicht anders entschieden. In einem Altbau hingegen kann der bivalente Betrieb mit wasserf. Kaminofen (oder Holzvergaser, Pelletofen) sogar bedeuten, dass die kleinere wenig taktende (im Optimum laufende) Wärmepumpe erst möglich erscheint.
"Mehrkosten verursacht ohne Mehrnutzen zu generieren" ist mir ehrlich gesagt zu platt. Du hast sicherlich recht, dass sich da viele Leute in Sachen Holz verschätzen bei Aufwand und Kosten und dass es möglicherweise für die Mehrheit nicht sinnvoll erscheint. Nur die kategorische Aussage "wasserf. Öfen lohnen nicht" stört mich ein bißchen. Es gibt auch einige, die im (weniger gedämmten) Altbau wohnen, Holz relativ günstig bekommen und für das schöne Feuer und gemütliche Wärme sogar gerne Holz nachlegen. Und viele wünschen sich (wie ich) dazu eine kleine ökologische Wärmepumpe, die immernoch im Haus richtig zu tun hat und mittels PV den Eigenverbrauch anschieben kann.

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LWP in Kombination mit wasserführendem Kamin
Verfasser:
D. Klinke
Zeit: 04.10.2018 11:34:25
0
2688667
Zitat:
...
Hi,
Klar kannst du einen wasserführenden Ofen sinnvoll einbinden. Nur wird das System dadurch nicht einfacher. Und was kostet das dann das? Außerdem die meisten wollen einen Holzofen zum gucken und haben weder die Lust noch die Zeit diesen durchgehend am Laufen zu halten. Was kostet denn eine kWh Wärme aus Holz?

All das in Summe führt dazu, dass ein wasserführender Ofen in allermeisten Fällen Mehrkosten verursacht ohne Mehrnutzen zu generieren.

Die Öfen selber sind mittlerweile schon ab 1000 Euro zu haben und wenn man sowieso die Kombination WP, Friwa und Speicher für Warmwasser bevorzugt, sind noch Rücklaufanhebung, Mischer, Installation sowie ggf. Schornikosten hinzuzurechnen.... ich finde, so viel ist das auch wieder nicht.
Gegenrechnen muss man ja auch die höheren Kosten für die größere Wärmepumpe, die größere Ineffizienz, den vermehrten Einsatz des Heizstabes sowie die schlechtere PV Eigenverbrauch-Abdeckung. Wasserführende Kaminöfen haben einen besseren Wirkungsgrad als ihre Luftkollegen, wo durch die Wasserkühlung statt 500°C eher 200°C in den Schornstein geschickt werden und sie neigen viel weniger zur Überhitzung der Räume. Man hat damit gegenüber der Wärmepumpe immernoch ein deutlich flinkeres Heizsystem, das auch mal spontan die Räume aufheizen kann.

Klar... hätte ich einen bestens gedämmten Neubau, hätte ich mich vielleicht anders entschieden. In einem Altbau hingegen kann der bivalente Betrieb mit wasserf. Kaminofen (oder Holzvergaser, Pelletofen) sogar bedeuten, dass die kleinere wenig taktende (im Optimum laufende) Wärmepumpe erst möglich erscheint.
"Mehrkosten verursacht ohne Mehrnutzen zu generieren" ist mir ehrlich gesagt zu platt. Du hast sicherlich recht, dass sich da viele Leute in Sachen Holz verschätzen bei Aufwand und Kosten und dass es möglicherweise für die Mehrheit nicht sinnvoll erscheint. Nur die kategorische Aussage "wasserf. Öfen lohnen nicht" stört mich ein bißchen. Es gibt auch einige, die im (weniger gedämmten) Altbau wohnen, Holz relativ günstig bekommen und für das schöne Feuer und gemütliche Wärme sogar gerne Holz nachlegen. Und viele wünschen sich (wie ich) dazu eine kleine ökologische Wärmepumpe, die immernoch im Haus richtig zu tun hat und mittels PV den Eigenverbrauch anschieben kann.
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