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Oberste Geschossdecke dämmen - selbst, alleine, nach und nach
Verfasser:
Schreibsklave
Zeit: 09.08.2018 11:09:45
0
2668316
Unser Haus ist Baujahr 1957 und bisher nicht gedämmt. Ausgetauscht wurde nur ein paar Fenster. Ich würde gerne zumindest die oberste Geschossdecke angehen. Das ist rauer Beton aus dem stellenweise noch Amiereisen rausschauen. Die wurden im Laufe der Jahre meist parallel zum Boden geklopft... Auf der Decke ist der Dachstuhl stellenweise mit t-Förmigen Balkenkonstruktionen abgestützt. Es gibt einige Kamine und das Treppenhaus ist hochgemauert. Diese Wände würde ich auch gerne etwas dämmen. Genutzt wird der "Dachboden" als Speicher und als Wäscheboden, im Laufe der Jahre hat sich da einiges angesammelt.

Ich hätte gerne eine Dämmung, die ich selbst nach und nach verlegen kann und die begeh-/belastbar ist. Auch um den "Speicher" nicht ausräumen zu müssen sondern es beim hin- und herräumen bewenden lassen zu können. Unter anderem stehen dort oben wohl auch alte Kohle/Holzöfen herum. Im Bereich des Wäschebodens würde ich darauf gerne noch einen billigen Bodenbelag verlegen. Vor allem aber sollte ich das in Eigenleistung machen können und nach und nach, "am Stück" werde ich nämlich nicht dazu kommen. Helfer habe ich als einziger Mann der Familie leider nicht.

Schön wäre ein Handwerker oder sonstiger Fachmann, der mir Details erklärt, wie die Randbereiche (Giebelwände bzw. Kniestock, Kamine, Zugangstüre), aber da glaube ich nicht dran.

Welches Dämmmaterial kommt bei diesen Rahmenbedingungen in Frage?

Verfasser:
sukram
Zeit: 09.08.2018 12:17:57
1
2668343
Dampfsperre - 4*5 cm Styro versetzt angeordnet - min. 18mm OSB-Platten: So hab's ich gemacht.

Verfasser:
Heidemann
Zeit: 09.08.2018 12:31:40
0
2668347
Zitat von sukram Beitrag anzeigen
Dampfsperre - 4*5 cm Styro versetzt angeordnet - min. 18mm OSB-Platten: So hab's ich gemacht.


Und auf der OSB im Bereich des Wäschebodens PVC-Rollenware verlegen und nicht flächig verkleben.

Verfasser:
winni 2
Zeit: 09.08.2018 17:44:34
1
2668464
Hi,

eine Dampfbremse/sperre braucht es nicht. Der Betonboden
ist schon eine starke Dampfbremse.

Styropor ist okay, aber das wird bei dem unebenem Beton
nicht dicht genug anliegen und dann kann es zu Unter-
strömung mit Dachbodenluft kommen.

Daher würde ich da als erste Lage ein paar cm Perlite-
Schüttung aufbringen und die gerade abziehen. Z.B. 2 cm
Dann mindestens 120 mm Neopor-Dämmplatte. Am besten
mit Stufenfalz.
Darauf wasserfeste 18 mm OSB, in Nut und Feder verleimt
und ich würde da nichts weiter drauf legen.
Anschlüsse mit Dämmwolle ausstopfen oder mit Bauschaum-
pistole schliessen.

Dieser Aufbau würde die EnEV-Vorgabe, maximaler U-Wert
oberste Geschossdecke 0,24, mit U-Wert ca. 0,22 erfüllen.
Ich würde aber eher 180 mm Neopor einbauen, womit U-Wert
0,15 erreicht würde.

An Kamin, Kniestock oder Giebelwand würde ich, so ca. 80 cm
nach oben vom Boden aus, Dämmplatten, vielleicht 6 cm stark,
mit WDVS-Kleber anbringen.
Am Treppenhaus dito, aber mit viel mehr Dämmstärke.
Die Zugangstüre würde ich vermutlich tauschen, weil undicht
und lausiger Dämmwert und die müsste evtl. eh höher gesetzt
werden, wenn sie nicht zum Treppenhaus hin öffnet.

Auf "Ubakus" kannst Du geplante Dämmungen simulieren.

Grüsse

winni

Verfasser:
winni 2
Zeit: 09.08.2018 17:59:23
1
2668465
Wenn die Aufbauhöhe nicht so die Rolle spielt, finde ich
dieses System besser:
https://daemmraum.de/produkte/bauteile/expander-mit-der-bodentasche.html

Mit 160 mm Zelluloseflockenschüttung wäre der U-Wert ca. 0,23
und mit 250 mm dann U-Wert 0,15.

Anschlüsse an andere Bauteile und evtl. Verarbeitungsfehler
wären mit diesem Aufbau gar kein Thema.

Statt OSB würde ich darauf Rauspunddielen verlegen. Die sind
auch billig, sehen m.M. besser aus und sind diffusionsoffener.

Grüsse

winni

Verfasser:
Schreibsklave
Zeit: 11.08.2018 00:33:02
0
2668847
winni2: Danke für die Anregungen. Zum zweiten Vorschlag: Müssen die Zelluloseflocken denn nicht eingeblasen werden? Das wäre dann das Gegenteil von "kann ich selbst machen sowie nach und nach".

Für die Türe muss ich mir auch jeden Fall eine Lösung einfallen lassen. Es gibt da schon jetzt eine Stufe von etwa 20 cm zum Dachboden und nach oben ist kein Platz, Türrahmen stößt direkt an die Decke der Dachgaube. Habe mir schon überlegt, im Dachboden für dieser Wand noch eine Reihe Steine hochzumauern (statt Dämmung) und dort dann eine neue Türe einzusetzen. Derzeit ist das wohl eine einfache Zimmertüre.

Bei den Anschlüssen/Wänden: Sollen die senkrechten Dämmplatten dann am Betonboden aufstehen oder auf der Dämmung?

Lässt sich Rauspund auch auf Neopor verlegen, direkt ohne Unterkonstruktion?


sukram: Hat 4x5 cm Styropor einen wesentlichen Vorteil gegenüber 2x10 cm? Sind handelsübliche Platten einen einem Format dass sich versetzt schon aus Verlegungen quer und längs ergibt?

Egal wie und obwohl es nur erste Gedanken sind: Mir graut schon davor das ganze Material auf den Dachboden zu kriegen.

Verfasser:
Machtnix
Zeit: 11.08.2018 02:16:41
0
2668849
ich würde das Dach zwischen den Sparren dämmen, dann bleibt auch der Dachboden im Sommer wie Winter mit angenehmen Temperaturen.

Verfasser:
OldBo
Zeit: 11.08.2018 08:14:22
0
2668861
Die Fläche wäre aber erheblich größer und warum soll es dort "angenehme" Temperaturen geben?

Verfasser:
Schreibsklave
Zeit: 11.08.2018 11:51:51
0
2668906
Ist zwischen den Sparren dämmen nicht erheblich aufwändiger?
Zudem ist das Dach so alt wie das Haus, da habe ich Angst dass die Dämmung durch einen unbemerkten kleinen Schaden feucht wird.

Verfasser:
Jens42
Zeit: 11.08.2018 14:49:57
0
2668950
Ich möchte noch Holzweichfasermatten ins Gespräch bringen. Die sind ausreichend fest und elastisch, daß man sie auch ohne Auflage begehen kann. Für nicht zu schwere Kartons etc. kann man ein paar OSB-Platten zur Lastverteilung drauf legen oder nimmt an den Stellen Holzfaserdämmplatten auf einer dünnen Faserschicht, wenn der Boden nicht flach genug sein sollte. Zum Stopfen von Lücken etc. ist Hanf oder Schafwolle sehr schön zu verarbeiten. Oder wie schon erwähnt Zelluloseflocken, wenn Du viel freie Fläche hast oder bereit bist, mit z.B. 6x10cm Vollholz entsprechend gekreuzte Rahmen zu bauen, um Stellfläche zu schaffen. Die Zellulose kann man dann wohl mit einem Quirl selber auflockern und einfach verteilen. Hab da keine eigene Erfahrung mit.

Verfasser:
winni 2
Zeit: 11.08.2018 15:17:59
1
2668955
Die Zelluloseflocken gibt es in handlichen Ballen, um die 12 kg schwer.
Auflockern mach ich grob von Hand und dann mit dem Speissquirl, wie
von Jens angesprochen, im Speissfass.
Dabei Staubmaske tragen und das ist schon Arbeit. Dafür spart man
sich jegliche Zuschnittarbeiten des Dämmstoffes und die Flocken sind
relativ preiswert.
Auflockern soll auch mit Gartenhäckselern gut gehen, aber da habe ich
keine Erfahrungen mit.

Die Hufer Expander finde ich besser als eine normale Holzunterkonstruktion,
weil weniger Wärmebrücke Holz und die lassen sich leicht ausrichten und
sind formstabil.

Rauspund kann man nicht ohne Unterkonstruktion verlegen.

Grüsse

winni

Verfasser:
Jens42
Zeit: 11.08.2018 15:28:24
0
2668960
Die von winni verlinkten Bodentaschenelemente sehen auch schick aus! Eben erst den Link realisiert.

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