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Woher kommt im Winter der EE Strom
Verfasser:
delta97
Zeit: 25.08.2018 23:02:02
3
2674575
@Kathrin: In der CH hat (m)ein Versorger (BKW) die Standard Strom Lieferung umgestellt: Standard = 100 % EE. Wer Dreckstrom will - der muss den explizit bestellen.

Das könnte man in Deutschland auch einführen: Standard Strom ist 100 % EE. In der CH hat das dazu geführt, dass (m)ein PV Strom 2018 plötzlich willkommen ist.

Und die Moral von der Geschichte:
Entscheidend sind die politischen Rahmenbedingungen & Gruss delta97

Verfasser:
Nicole4711
Zeit: 25.08.2018 23:03:03
0
2674576
Zitat von kathrin Beitrag anzeigen
Inwiefern? Die EE in DE werden dominiert vom Wind, und dieser weht mal weniger, mal stärker, mal gibts Sturm, deshalb die grossen Differenzen zwischen Min und Max.


Deswegen wäre es auch sinnvoller gewesen den Median zu benutzen, anstatt das arithmetischen Mittel.

Verfasser:
mxxxxxxxxx5
Zeit: 25.08.2018 23:12:16
0
2674578
Zitat von delta97 Beitrag anzeigen
Diese Massnahmen bringen ganz von selbst um die 25 GW. In 5 Jahren bist du durch. Aber du willst einfach nicht
Hast du von mir jemals gelesen, dass ich das nicht will?

Ich zeige nur auf, wo die Schönmalerei aufhören muss.

Du solltest dir die Zahlen mal auf der Zunge vergehen lassen:
Um in Spitze 58GW EE zu erhalten muss man 50GW Reserveleistung aufbauen.

Das sind 86% die man nochmal konventionell als Reserve beibehalten muss.
Rechne das mal hoch auf All-Electric 100% EE.

Ich kann mir einfach die Stromkosten, die dadurch entstehen werden, irgendwann nicht mehr leisten

Und an den Traum, dass uns andere Länder für fast kostenlos mit hoher Versorgungssicherheit versorgen, glaube ich irgendwie nicht so recht.
(Das klappt schon mit unseren Nachbarn Österreich und Schweiz nicht so richtig.)

Verfasser:
mxxxxxxxxx5
Zeit: 25.08.2018 23:13:48
0
2674580
Zitat von Nicole4711 Beitrag anzeigen
Zitat von kathrin Beitrag anzeigen
[...]
Deswegen wäre es auch sinnvoller gewesen den Median zu benutzen, anstatt das arithmetischen Mittel.
Den Median hatte ich in obiger Grafik schon drin. Lag nur unwesentlich unter dem Mittelwert.

Verfasser:
Nicole4711
Zeit: 25.08.2018 23:38:09
1
2674585
Zitat von mxxxxxxxxx5 Beitrag anzeigen
Ich kann mir einfach die Stromkosten, die dadurch entstehen werden, irgendwann nicht mehr leisten


Während der Klimawandel spottbillig ist. Abgesehen davon relativiert sich die Volatilität der Stromerzeugung, wenn breit auf Off-Shore gesetzt wird, Netzausbau, Speicher.

Verfasser:
mxxxxxxxxx5
Zeit: 25.08.2018 23:42:52
0
2674586
@Nicole,
Vielleicht hast du überlesen, dass auch Offshore Phasen mit "0" hat.
Richtig ist, dass ansonsten bei Offshore der Median näher beim Mittelwert liegt als bei Onshore. Aber dir ist auch bekannt, dass Offshore gegenüber Onshore noch einiges nacholen muss.
Netze retten da nicht viel, Speichern schon eher.

Verfasser:
Nicole4711
Zeit: 26.08.2018 08:06:54
0
2674603
Momentan gehen die Experten davon aus, dass Speicher bei unserem geringem EE-Anteil noch nicht nötig sind. International verknüpfte Stromtrassen können einiges glätten.

P.S. Vielleicht hast du überlesen, dass die Bauern schlappe 360 Mille bekommen. Jeder Klimaforscher sagt dir, dass solche Extremwetter mit dem Klimawandel zunehmen werden. Dagegen ist Strom noch nicht zu teuer, während die fossilen immer noch viel zu billig sind.

Verfasser:
mxxxxxxxxx5
Zeit: 26.08.2018 08:22:45
0
2674605
Zitat von Nicole4711 Beitrag anzeigen
Momentan gehen die Experten davon aus, dass Speicher bei unserem geringem EE-Anteil noch nicht nötig sind. International verknüpfte Stromtrassen können einiges glätten.

P.S. Vielleicht hast du überlesen, dass die Bauern schlappe 360 Mille bekommen. Jeder Klimaforscher sagt dir, dass[...]
Hallo Nicole,
Niemand sagt, dass die Energiewende nicht gema6xht werden soll.
Nur die einfachen Lösungsideen einiger Foristen hier schaffen das nicht.

Die Trotzreaktion "wenn es nicht so geht wie ich will, dann eben überhaupt nicht" ist auch nicht zielführend.

Verfasser:
Georg Fiebig
Zeit: 26.08.2018 09:14:43
1
2674610
Zitat von mxxxxxxxxx5 Beitrag anzeigen
Zitat von delta97 Beitrag anzeigen
[...]
Ich kann mir einfach die Stromkosten, die dadurch entstehen werden, irgendwann nicht mehr leisten

Und an den Traum, dass uns andere Länder für fast kostenlos mit hoher Versorgungssicherheit versorgen, glaube ich irgendwie nicht so recht.
(Das klappt schon mit unseren Nachbarn Österreich und Schweiz nicht so richtig.) [...]


Komisch , beim billigen EE Gas hoffst du doch auch darauf , das andere Länder uns damit billigst versorgen ! Träum weiter , Energie wird teurer .

Nur jede nicht gekaufte kWh ist eine gute , noch besser ist jede kWh , die gar nicht mehr benötigt wird .


Deswegen investiere ich lieber in mein Haus , meine Technik um möglichst wenig Fremdenergie kaufen zu müssen .

Verfasser:
fdl1409
Zeit: 26.08.2018 09:26:33
4
2674612
Von Minumum 8GW bis Maximum 58GW unterscheidet sich die EE-Produktion innerhalb derselben Tageszeit/Stunde. (oben)
Sogar Onshore- und Offshore-Wind hatten Stunden mit "0" Produktion. (Mitte und Unten; so zwischen 3 Uhr und 8Uhr.)

D.h. um das zu kompensieren bräuchten wir aktuell eine Flexibilität von 50GW, aktivierbar innerhalb weniger Stunden, das müsste doch technisch machbar sein.
Wenn ich richtig rechne so 38Milliarden in GuDs investiert (bei 750€ Invest pro kW) und über das Netzgeld umgelegt und alles wäre gut.


Na endlich denkst du mal in die richtige Richtung.
Jetzt multipliziere das mal 4 für den zukünftigen Ausbau der EE - wobei Biomasse und Wasser nicht so viel ausbaubar sind.
Gehe weiterhin davon aus dass wir dann einen höheren Verbrauch von 800 Milliarden kWh und eine Last von bis zu 120 GW haben werden - wegen Elektroauto, Wärmepumpen.

Dann haben wir bis zu 100 GW zu viel und bis zu 100 GW zu wenig.
Das bedeutet aber nicht, dass wir 100 GW GuD installieren und bis zu 100 GW vernichten müssen.

Wir können einen Teil davon kompensieren durch bessere Vernetzung mit dem Ausland. Wenn wir zu viel haben schicken wir den nach Norwegen und in die Schweiz. Die lassen dann das Wasser oben im Speichersee. Dafür können die zusätzlichen Strom produzieren, wenn er bei uns fehlt.
Sagen wir 20 GW Austausch mit dem Ausland.

Steuerung der Verbraucher ist ein ganz wichtiger Faktor. Wenn Strom nicht mehr einen gleichbleibenden, sondern einen variablen Tarif hat, lohnt es sich für große industrielle Verbraucher, in zusätzliche Erzeugungskapazitäten zu investieren. Beispiel Aluminiumhütten, Zementwerke uvm. Die produzieren dann nicht mehr gleichbleibend mit 100% ihrer Kapazität, sondern je nach EE mit 20-200%.

Elektroautos können dann geladen werden, wenn es genug Strom gibt. Mein nächstes Elektroauto hat 75 kWh Akku und über 500 km Reichweite. In einer normalen Woche fahre ich nicht mal so viel, ich könnte also notfalls eine ganze Woche überspringen.

Ich werde in ein paar Wochen auf SWWP umstellen. Die Heizlast meines teilsanierten Wohn- und Praxisgebäudes liegt bei etwa 10 kW. Die WP wird maximal 2,5 kW ziehen. Die kann ich zum weit überwiegenden Teil mit eigenem PV-Strom oder mit dem Windstrom zu windstarken Zeiten im Winter bedienen. Ich kann diese Last bei Dunkelflaute aber auch abwerfen, und zwar heute schon. Schalte die WP dann einfach mal ab und starte den Pelletofen. Nur WW würde dann über die WP laufen.

In den letzten 2 Jahren habe ich mit Pellets geheizt ( WW über DLE ). Brauche dann 4,5 Tonnen pro Jahr. Wenn ich mit WP heize dann kann ich unter o.g. Szenario einer Vollversorgung mit EE zu >90% mit der WP heizen und brauche nur ein paar Säcke Pellets pro Jahr. Dann kann ich das Netz um diese bis zu 2,5 kW entlasten. So werden speicherbare EE übrigens sehr viel besser genutzt. Jemand der komplett mit Pellets heizt verbraucht dieses begrenzt verfügbare Gut auch dann wenn wir gerade so viel EE im Netz haben dass wir nicht wissen wohin damit. Mit der gleichen Menge Pellets können mindestens 10 WP-Heizer ihre Anlage bivalent absichern als Reserve bei Dunkelflaute.

Schwankungen von Tag zu Nacht, v.a. PV-Strom im Sommer, können wir leicht mit Akkus ausgleichen. 4x so viel PV wie heute gibt 120 GW maximale Einspeisung, eine Milliarde kWh pro Tag. Eine Akkukapazizät von 500 Millionen kWh reicht aus, um das komplett auszugleichen. 100% EE im Sommer sind damit abgehakt.

Wir brauchen dann tatsächlich noch GuD als Reserve. Aber keine 100, sondern vielleicht 60-80 GW. Davon sind 30 GW schon vorhanden. Wir können 20 GW Notstromaggregate preiswert aktivieren als Reserve. Und den Rest müssen wir zubauen. Schön gleichmäßig übers Land verteilt, an Standorten ehemaliger Atomkraftwerke und Kohlekraftwerke.

Die GuD kosten übrigens meines Wissens nicht mal 750 Euro pro kW, sondern nur 500-600. Gasmotorkraftwerke noch weniger. Die können zudem ihre Abwärme in Fernwärmenetze und Speicher einspeisen, wenn sie gebraucht werden.

Diese GuD und Gasmotoren brauchen Brennstoff - Gas. Woher kommt das? Aus dem eingesparten Gas, das heute noch in Gasthermen verbrannt wird. Allerdings brauchen wir nur einen kleinen Teil davon, das meiste bleibt in der Erde.
Und, bei einem EE Ausbau wie skizziert wird es an vielen Stunden des Jahres nicht nutzbare Überschüsse geben. Die können wir das für P2G nutzen. Das macht allerdings erst dann Sinn, wenn es wirklich an sagen wir >1.000 Stunden pro Jahr mehr Strom gibt als wie nutzen, verschieben, speichern können.

Die Kosten für den Ausbau der Reservekapazitäten sind wirklich Peanuts. Nur 1-2 Milliarden pro Jahr für 2-4 GW reichen aus, um in <20 Jahren diese Kapazitäten aufzubauen.

Was fehlt ist der politische Wille. Denke die Verbraucher würden das mit tragen wenn die langfristigen Vorteile deutlich gemacht werden. EE-Strom ist heute teurer Strom. Es ist absehbar dass die Erzeugung sowohl von Wind als auch PV-Strom unter 5 Cent pro kWh kosten wird. Wind kratzt schon an dieser Marke, bei PV geht es rapide da hin. Allein in den letzten 6 Monaten sind die Preise für PV-Module schon wieder um 13% gefallen. Man kriegt jetzt bei Abnahme von 1 MW schon welche ab 24 Cent...

Grüße
Frank

Verfasser:
delta97
Zeit: 26.08.2018 09:45:40
1
2674615
Nein maja, ich lasse mir deine Zahlen nicht auf der Zunge zergehen. Nachrechnen werde ich die auch nicht. Deine Angaben wurden schon glasklar widerlegt. Das reicht mir.

Ich schaue auf die Zahlen von meinem Wechselrichter, die muss ich auch nicht schönmalen. Die sind aktuell + 18% über PVGIS. HTD ../2674314
Die neue PV Anlage (März 2018) ist kostenneutral, auf 20j gerechnet.

Eine einfache Lösung liegt auf der Hand: Die Schweiz und Österreich bauen PV aus, Deutschland baut Windstrom aus und liefert damit in der Nacht den positiven Energiebeitrag. Früher wurden die Pumpspeicher mit AKW Strom bedient, neu machen das PV und Wind. Nur: Deutschland verweigert einen Stromvertrag mit der Schweiz und baut halt lieber unrentable Gaskraftwerke.

Mit den aktuellen politischen Rahmenbedingungen kommt die Energiewende nur langsam voran & Gruss delta97

Verfasser:
mxxxxxxxxx5
Zeit: 26.08.2018 10:33:05
0
2674628
Zitat von delta97 Beitrag anzeigen
Nein maja, ich lasse mir deine Zahlen nicht auf der Zunge zergehen. Nachrechnen werde ich die auch nicht. Deine Angaben wurden schon glasklar widerlegt. Das reicht mir.
Das sind die gemessenen Zahlen von Agora Energiewende für 2017, macht wenig Sinn mit dem Ist von "gestern" zu vergleichen.
Die Zahlen kannst du gerne widerlegen. Tut mir nicht weh. (Was nicht sein darf das nicht sein kann ist auch eine mögliche Diskussionsgrundlage).

Bis auf die Diskussion "wie ist der Export" zu werten, kommt da nichts von mir und selbst da halte ich mich an die Bundesregierung, die die Schadstoffe Deutschland zuschlägt und nicht dem Land in das exportiert wird. Und bei einer Klimadiskussion die Schadstoffdiskussion von der Energiebilanz zu treffen ist ein netter Versuch, aber sinnlos.

Das einzige was Power-BI gegenüber den Agora Darstellungen macht: Filtern auf heizungsrelevante Aussagen (wird sind ja schliesslich in einem SHK Forum) konkret auf die Heizungsperiode und Darstellung auf kälteren / wärmeren Tagesteil.
(Stundengenau kannst du selber bei Agora anschauen)

Wenn man die Ist-Situation nicht kennt (oder ignoriert), ist es schwierig einen Weg fürs Ziel zu finden.

Verfasser:
mxxxxxxxxx5
Zeit: 26.08.2018 10:41:23
0
2674631
Zitat von mxxxxxxxxx5 Beitrag anzeigen
Die Daten von Agora Energiewende für 2017 enthalten einige Überraschungen.
Die Schwankungsbreite der EE-Produktion während der Heizperiode (Oktober bis April)
Von Minumum 8GW bis Maximum 58GW unterscheidet [...]
Ich habe mich gefragt, wieviel GW man sicher mit dem ganzährigen EE-Strom von 2017 versorgen könnte, ohne andere Energieträger als Reserve zu nutzen, nur indem man puffert.

Ich komme bei einem Pufferwirkungsgrad von 60% auf eine gesicherte Leistung von ca. 24GW. Der Püffer müsste dann für ca. 3,3GWh ausgelegt sein.

Verfasser:
MaJen
Zeit: 26.08.2018 10:49:25
3
2674633
Zitat von fdl1409 Beitrag anzeigen
[i]
Was fehlt ist der politische Wille.
[...]


Das is glaub ich geschmeichelt, wenn man sich das rote Rumgestammel der Bundesumweltministerin bei Maybrit Illner am vergangenen Donnerstag mal anschaut.

Einfach erbärmlich.

Zeit: 26.08.2018 11:01:02
0
2674636
Zitat von mxxxxxxxxx5 Beitrag anzeigen
Zitat von delta97 Beitrag anzeigen
[...]
Hast du von mir jemals gelesen, dass ich das nicht will?

Diesen Eindruck kann man durchaus bekommen, wenn man sich deine Beiträge durchliest, weil immer und immer wieder Lösungen Einwände und Argumente ignoriert werden, ohne selber Lösungen anzubieten und Zahlen, Daten Fakten unsachlich völlig verdreht manipuliert und verfälscht werden. Musterbeispel ist dafür das Wegzaubern von großen Mengen EE-Strom, daß du hier in regelmäßiger Routine betreibst. Kaum ist es über eine (menschliche) Grenze, ist der Strom weg, einfach so, irgendwie. Als ob sich der Strom daran orientieren würde wo in den Büchern die Grenze eingezeichnet ist, sei es Zähler, Grundbuch oder Landesfahne. Aber irgendwo irgendetwas zu "kompensieren ist oft deine Musterlösung, ohne das Problem selbst wirklich zu lösen/abzuschaffen.

Auch hier ist mal wieder so ziemlich jeder Satz von dir falsch.:

Zitat:
Ich zeige nur auf, wo die Schönmalerei aufhören muss.

Nein, du verdrehst Fakten und manipiulierst Rechnungen. (siehe oben) Dabei geht es oftmals um Dinge, die nichts mit Schönmalerei zu tun haben. Und das was man als Schönmalerei in den Diskussionen beizeichnen könnte, betreibst du allzuoft selber: irgendetdas irgendwo kompensieren, mit grün angemalten Verträgen wedeln, die "Effizienz" einer fossilen Gasheizung schönen, indem man in der Rechnung so tut, als hätte sie neben "ihrer Wärme" auch noch die Wärme der Sonne gliefert.

Zitat:
Du solltest dir die Zahlen mal auf der Zunge vergehen lassen:
Um in Spitze 58GW EE zu erhalten muss man 50GW Reserveleistung aufbauen

Das ist mal wieder vielfach falsch.
Um in Spitze 58 GW EE-Stom zu erhalten, benötgt man nur die entsprechende Kapazität bei den EE-Anlagen. Um abzusichern, daß man zu einem beliebigen Zeitpunkt 58 GW abrufen kann, dafür muß man 50 GW "Reservleistung" haben. Das ist etwas ganz anderes. Ich verweise hier auf den Punkt Kohlestrom weiter unten. Vielleicht geht da ein Licht auf. ;)

Zudem ist es auch nicht nötig die vollen 58 GW auf Kommando abrufbar zu halten. Der akute Bedarf muß abgesichert werden. Bei dir läuft es aber meist darauf hinaus irgendetwas gegen die WP zu basteln. Regelbare Lasten brauchen keine derartige Absicherung, im Gegegenteil. Sie werden gebraucht. Sie können bei dem "Problem" helfen.

Wobei ich die Zahlen jetzt von dir übernommen habe. Da fast alles falsch ist und zu korrigieren ist, habe ich mir den Aufwand auch das noch zu kontrollieren gespart. Das ist schon Gish-Galopp.

Die Zahlen gelten nämlich allenfalls für eine bestimmte Auswahl an EE-Strom! Bei Wasserkraft sehen die Zahlen "geringfügig" anders aus. Und Biogasanlagen benötigen auch keine so hohe Absicherung, im Gegenteil. Sie könnten sogar zur Absicherung beitragen. Es wurde jedoch beschlossen die als Grundlast zu betreiben. Das kann man aber auch ändern.

Zitat:
Das sind 86% die man nochmal konventionell als Reserve beibehalten muss.

Sowohl die Zahl ist falsch, als auch das "konventionell". siehe oben
Es muß nur ein Teil abgesichert werden(siehe oben, und das auch nur irgendwie, nicht notwendigerweise konventionell. Und praktischerweise wird der Vergleichsfall weggelassen. So einseitig wie hier alles von dir zusammengemixt wurde, erweckt es den Eindruck, daß das alles Zusatzosten für EE seien. Und das ist falsch. Der aktuelle Park ist auch nicht ohne Reserve auf Kante genäht. "Konventionell" ist auch nicht zu 100% verfügbar und benötigt daher auch Absicherung. Entscheidend ist der Zusatzaufwand im Vergleich.

Zitat:
Rechne das mal hoch auf All-Electric 100% EE.

Das kann man zwar hochrechnen, ist aber ein Extremszenario.

Das ergibt zwar bestimmte Kosten, aber es fehlt der Vergleich. Dazu mehr im nächsten Punkt.

Ja, ein 100% Szenario ist aufwändig und teuer. Nur wer fordert 100% und dann auch noch in Kombination mit all electric? Und wer bietet eine bessere Alternative (günstiger, weniger Aufwändig) an?

Zitat:
Ich kann mir einfach die Stromkosten, die dadurch entstehen werden, irgendwann nicht mehr leisten

Das ist ja Bemerkenswert. Du bist einer derjenigen die am lautstärksten gegen den bösen Kohlstrom wettern. Das ist ja auch ok. Aber welche Lösungen bietest du? Und damit sind wir wieder ganz oben, bei: "Doch das willst du nicht".

Und nein, ich wechsle nicht das Thema von EE-Strom zu Kohlestrom. man kommt auf dem Weg zum hier besprochenen 100% EE Szenario zwangsläufig am Kohlestromthema vorbei. Wer jetzt kurz nachdenkt, kommt mit kurzem Nachenken villeicht selber drauf, warum das "Argument" "ich ann es mir nicht leisten" zimlicher unfug ist. Das ist eine völlig unsinnige "Schuldzuweisung". Bei Bedarf und ernsthafter Diskussion binich auch bereit da genauer zu erklären.

Zitat:
Und an den Traum, dass uns andere Länder für fast kostenlos mit hoher Versorgungssicherheit versorgen, glaube ich irgendwie nicht so recht.

Das ist ja nett, aber wer hat denn davon gesprochen?
Das ist mal wieder ein Strohmanargument (Scheinargument).

zudem ist es auch inhaltlich falsch.
Landesgrenzen sind aus Sicht der Natur willkürlich. Die Vernetzung wirkt über diese Grenzen in beide Richtungen. Hier wird aber mal wieder der alte Trick angewandt, einseitige Betrachtung in Kombination mit wegzaubern. Eine Wirkrichtung wird betrachtet, die andere richtung verschwindet. Das eineitige ergebnis ist böse und kann/darf nicht sein.^^

Zitat:
(Das klappt schon mit unseren Nachbarn Österreich und Schweiz nicht so richtig.)
Diffus und unbrauchbar ohne konkrete Aussagen.

Zitat:
@Nicole,
Vielleicht hast du überlesen, dass auch Offshore Phasen mit "0" hat.

Vielleicht hast du nicht verstanden waas relativiert bedeutet, insbesondere lokale "0" vs globale "0"

Zitat:
Aber dir ist auch bekannt, dass Offshore gegenüber Onshore noch einiges nacholen muss.
Erneut diffus, unbrauchbar und ohne konkrete Aussage.

Zitat:
Netze retten da nicht viel, Speichern schon eher.

Das bestätigt die obigen Fehler, daß die Vernetzung und ihre Wirkung nicht verstanden wurde, obwohl es schon vielfach erklärt wurde. Auf eine erneute Erklärung verzichte ich.

Zitat:
Hallo Nicole,
Niemand sagt, dass die Energiewende nicht gema6xht werden soll.

Niemand hat gesagt, daß jemand gesagt hätte, daß die Energiewende nicht gemacht werden sollte. ;)
Das ist mal wieder ein Strohmanargument (Scheinargument).

Zitat:
Nur die einfachen Lösungsideen einiger Foristen hier schaffen das nicht.
Dem kkann ich nur zustimmen.^^ Und inige Foristen bieten gar keine Lösungen an. Einige davon kompensieren in der Gegend herum, ohne die Probleme zu lösen.

Zitat:
Die Trotzreaktion "wenn es nicht so geht wie ich will, dann eben überhaupt nicht" ist auch nicht zielführend.

Richtig, das wäre nicht zielführend. Aber wer macht das denn?

Verfasser:
delta97
Zeit: 26.08.2018 11:02:01
0
2674637
@maja: du bist und bleibst problemorientiert.
Agora kenne ich und der Stand von 2017 ist ein Problem.

Man muss eben lösungsorientiert denken:
CH Pumpspeicher 8825 GWh www.bfe.admin.ch/themen/ ..

Jetzt überleg mal, ob dir eine Lösung in den Sinn kommt !
Gruss delta97

Verfasser:
wpibex
Zeit: 26.08.2018 11:17:20
0
2674642
Zeit: 26.08.2018 11:30:45
0
2674650
Und jetzt mal die Auflösung zum Thema Gish-Galopp.

Man kann auch die letzten Beiträge von mxxxxxxxxx5 und die aufwändige Korrektur streichen, denn inhaltlich war das ein Totachaden der aufwändig Repariert wurde, und sagen wie es wirklich ist. Und das geht sehr kompakt.

Will man aus dem Kohlestrom raus, muß Ersatz daher. Und das bedeutet zur Zeit Gaskraftwerk.

Es ist dann völliger Unsinn der EE neben ihren eigenen Kosten dann auch noch die Kosten der Konventionellen anzulasten. Die konventionellen Kraftwerke gibt es ohne EE auch nicht plötzlich gratis. Und irgendtwas wird nunmal gebraucht

EE hat dann nur ihre Kosten. Und denen stehen die Einsparungen bei den Brennstoffkosten gegenüber. Zusätzlich wird ein Teil der Konventionellen Kraftwerke eingespart. Und das ist mehr, als man auf den Ersten Blick erkennt. Zwecks einfacher Erklärung greife ich das Zahlenbeispiel mit den 58 GW auf.

"Um in Spitze 58GW EE zu erhalten muss man 50GW Reserveleistung aufbauen."
Damit hätte man man eine abgesicherte Versorgung.

Und um Spitze 58 GW konventionell zu erhalten, werden 58 GW Kraftwerksleistung benötigt. Ach ne, doch nicht. ;) Ach die benötigt eine Reserve zur Absicherung.

Gespart werden also 8 GW und die weitere Reserve, denn der konventionelle Kraftwerkspark wird ohne EE auch nicht ohne Reserve sein.

Beim 100% EE-Szenario gibt es überschüsse- Was ist denn mit dem tollen P2G und den anderen Pufferlösungen? Mit dem Gas aus P2G kann man die Absicherung versorgen. Die Gaskraftwerke werden dadurch auch "grün". Dadurch muß nicht alles unmittelbar aus EE kommen. Indirekt geht auch. Dadurch muß der Park auch wider nicht ganz so groß wrden wie in einigen Extremszenarien.

Das geht natürlich nicht so einfach, wenn man durch Hausfeuerung einen Mehrverbrauch an Gas/Energie verursacht. Dann wird es teurer. Aber manchen Leuten ist das Ganze zu teuer und nehmen lieber das noch teurere. Das ist eine seltsame Logik.^^

Verfasser:
mxxxxxxxxx5
Zeit: 26.08.2018 14:19:17
0
2674704
Zitat von delta97 Beitrag anzeigen
@maja: du bist und bleibst problemorientiert.
Agora kenne ich und der Stand von 2017 ist ein Problem.
Man muss eben lösungsorientiert denken:
CH Pumpspeicher 8825 GWh[...]
Erstmal starte ich mit gemessenen Daten und beginne nicht mit Wunschträumen.
Dann kann man überlegen, was man machen muss um etwas zu verbessern.
Z.B. Puffern oder Reservekraftwerke oder Regelungen zum Verschieben des Verbrauches.
Dann gibt es auch Themen die alles eher verschlechtern. Welche das sind, brauche ich wohl nicht nochmal erzähen.

Verfasser:
mxxxxxxxxx5
Zeit: 26.08.2018 14:45:33
0
2674708
Man kann jetzt einfach mal extrapolieren:

110GW installierte EE-Leistung bringen in der Spitze 58GW, im Minimum 8GW.
Um die 85GW Spitzenverbrauch ohne Pufferung mit Sicherheit abzdecken, bräuchte man knapp das 10-fache. (Oder alternativ 160GW installierte Biomasse bei aktuell knapp 8GW)

Mit Pufferung bräuchte man fast das vierfache von der jetzigen EE-Installation (bei einem aktuellen Mittelwert von ca. 24GW EE)

Dazu kommt noch der Wandel zu All-Electrik.
Pro kW Mehrverbrauch
- knapp 12kW zusätzlich installierte Leistung EE
- oder 2 kW zusätzlich installierte Leistung EE und 0,8kW Standby
- oder 5 kW zusätzlich installierte leistung EE plus Puffer.
- oder ...

So grob im Kopf gerechnet. (Natürlich plus gepimpte Übertragungsnetze)

Verfasser:
delta97
Zeit: 27.08.2018 21:39:34
0
2675270
Zum Thema lösungsorientiert:

Man sollte mit dem EE Sommer anfangen. Im April sukzessive Kohlekraftwerke abstellen und im September wieder anfahren. Dafür muss man in PV investieren - flächendeckend. Für die Spitzen gibt es die altbewährten 8825 GWh Pumpspeicher. Man muss EE Zubaukorridore definieren und fossile Abbaukorridore.

Permanent 15 GW Kohle wie heute ist dumm. 10 GW Export, teilweise nach A + CH, fragwürdig. Wenn ich (m)eine PV Anlage anschaue: 30ooo KWh Ertrag pro Jahr mit 160 m2 auf MFH. https://www.haustechnikdialog.de/Forum/p/2674314Da muss man sich im Sommer nicht mehr fragen woher der EE Strom kommt.

Gruss delta97

Verfasser:
mxxxxxxxxx5
Zeit: 28.08.2018 08:18:41
0
2675344
Zitat von delta97 Beitrag anzeigen
Zum Thema lösungsorientiert:
Man sollte mit dem EE Sommer anfangen. Im April sukzessive Kohlekraftwerke abstellen und im September wieder anfahren. Dafür muss man in PV investieren - flächendeckend.
Sommer mit Pufferung ist primitiv, das können wir dem PV-Forum überlassen.

Ein SHK Forum sollte sich mit Heizungsthemen befassen.
Hier im Forum werden andere Probleme gelöst. Z.b. wie rettet man seine Kraftwerkinstallationen über die Energiewende.
Deshalb kommt hier so viel Gegenwind wenn man sagt, dass PV-WP+Pufferung zwingend zusammengehört.
(Und ich spreche hier nicht von ein bischen Temperaturhöhung tagsüber)

Die Lösung für das Kraftwerksproblem ist: PVs installieren, im Winter und nachts Bedarf erhöhen, damit muss man die 20% nicht abbauen, sondern kann sie behalten.
Aber da der EE-Strom in der Herstellung immer billiger wird, muss man die Netzgebühren erhöhen um die Gewinnspanne zu behalten oder zu erhöhen. Und da sind Reservekraftwerke, die man der Netzzstabilität zuordnet genau das Richtige.
Schweizer und Österreicher Pumpspeicher helfen bei den Netzgebühren genauso, aber retten keine Kraftwerke im Inland, wird also erst dann passieren wenn die Grossen Vier die Energieversorger dieser Länder leergekauft haben.

Lösungsorientierung ist sooo einfach, wenn man das richtige Problem angeht.

Verfasser:
HFrik
Zeit: 28.08.2018 08:26:19
0
2675351
Tja und wie wenig Ahnung hinter dem gebrabbel steckt sieht man daran, dass zwei der G4 keinerlei Netze mehr besittzen, und sich Vattenfall aus dem deutschen Markt im wesentlichen zurückgezogen kat, und daher eher unter K wie Klein läuft.

Verfasser:
fdl1409
Zeit: 28.08.2018 08:30:19
7
2675354
Maja, was soll das? Willst du uns hier nur provozieren? Die Kohlekraftwerke werden so oder so stillgelegt. Das letzte vielleicht erst 2050, aber die kommen alle weg.

Und niemand hier, ganz sicher niemand von der WP-Fraktion, möchte die behalten.
Wir brauchen zusätzliche Kapazitäten an GuD oder Gasmotorkraftwerken, Wie wir schon festgestellt haben ist das finanziell keine besonders hohe Hürde.

Richtig ist dass wir reichlich zusätzliche Kapazitäten an PV und Wind brauchen. Damit drängen wird die Kohlekraftwerke schneller aus dem Netz, weil sie weniger Betriebsstunden haben und damit unwirtschaftlicher werden. Zusätzliche WP + PV ändern daran nichts. Im Gegenteil erhöhen sie das Angebot von Strom im Sommer und die Nachfrage im Winter. Für Kohlekraftwerke ist das schlecht weil sie im Sommer abgeschaltet oder herunter gefahren werden und im Winter spätestens nach der Abschaltung der Atomkraftwerke gar keinen zusätzlichen Strom liefern können. Im Vorteil sind dann flexible Kraftwerke, sprich Gas. Wir brauchen nämlich mittelfristig keine Grundlastkraftwerke mehr, sondern nur noch schnelle Reservekapazität. Deshalb spielen die Investitionskosten eine viel größere Rolle, die Brennstoffkosten sind weniger entscheidend. Das ist ein klarer Vorteil für Gas.

Woher kommt das Gas? Wir sollten es in den Haushalten einsparen können, indem wir auf WP umstellen.

Grüße
Frank

Verfasser:
MaJen
Zeit: 28.08.2018 08:41:43
6
2675365
@Frank, das war jetzt mal wieder viel zu plausibel, damit es Maja versteht.

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Woher kommt im Winter der EE Strom
Verfasser:
MaJen
Zeit: 28.08.2018 08:41:43
6
2675365
@Frank, das war jetzt mal wieder viel zu plausibel, damit es Maja versteht.
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