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Woher kommt im Winter der EE Strom
Verfasser:
crink
Zeit: 28.08.2018 09:34:24
3
2675390
Zitat von mxxxxxxxxx5 Beitrag anzeigen
Falls Fehler in den Daten oder der Rechnung vorhanden sind, bitte melden und keine Gerüchte in die Welt setzen (falls das nicht zuviel verlangt ist).

Hallo Maja,

hier die korrigierten Zahlen für 2017 (Quelle Energy-Charts):
- Jan: EE=27,9%, Kohle=46,2%
- Feb: EE=36,8%, Kohle=41,9%
- Mär: EE=39,7%, Kohle=40,3%
- Apr: EE=41,2%, Kohle=39,1%
- Okt: EE=43,4%, Kohle=33,2%
- Nov: EE=35,2%, Kohle=39,1%
- Dez: EE=43,3%, Kohle=32,4%

Das sind fundamental andere Zahlen als von Dir realitätsfern frisiert. Es ist gut zu erkennen, dass bereits 2017 während der Heizmonate EE und Kohle ungefähr den gleichen Beitrag geliefert haben. Das ganze ist ja nun schon ein paar Monate her und seitdem hat sich die Situation ein wenig geändert:

Seit Januar 2017 wurden weitere EE-Anlagen zugebaut:
- Wind: 7 GWp
- PV: 3 GWp

Bzgl. Wind wird der Zubau gerade ohne Rücksicht auf wegfallende Arbeitsplätze stark gebremst, dafür sinken Preise für PV-Module massiv und die PV-Zölle werden Anfang September wahrscheinlich fallen.

Gleichzeitig steigen die CO2-Zertifikatspreise momentan massiv an. Im Januar 2017 lagen sie bei ca. 5,2 EUR/t - bis heute haben sie sich fast exakt vervierfacht. Das bedeutet, dass für Braunkohlestrom statt 0,5 Cent/kWh nun 2 Cent/kWh für CO2-Zertifikate ausgegeben werden muss.

Das äußert sich in sinkenden Stromexporten und steigenden Börsenpreisen. 2017 lag der durchschnittliche Börsenstrompreis noch bei 33 EUR/MWh, im August 2018 ist er bei 55 EUR/MWh angekommen.

Viele Grüße
crink

Verfasser:
mxxxxxxxxx5
Zeit: 28.08.2018 18:50:58
0
2675632
Zitat von crink Beitrag anzeigen
Zitat von mxxxxxxxxx5 Beitrag anzeigen
[...]

Hallo Maja,

hier die korrigierten Zahlen für 2017 (Quelle Energy-Charts):
- Jan: EE=27,9%, Kohle=46,2%
- Feb: EE=36,8%, Kohle=41,9%
- Mär: EE=39,7%, Kohle=40,3%
- Apr: EE=41,2%,[...]
Du redest vermutlich von der
Erzeugung, ich rede von Anteil am Inlandsverbrauch, bei Agora
"(Braunkohle+Steinkohle)/Consumption" und "(EE-Exportsaldo)/Consumption".

Wenn die Zahlen von Agora und Energy-Charts auseinander laufen, sollten wir die beiden darauf hinweisen.

Deine Zubauzahlen sind interessant, aber nur zu 25% relevant, da EE im Mittel bei kW/kWp nicht mal 25% erreicht.
Im Minimum sogar nur knapp 7% (8GW/110GW), für den Rest braucht man weiterhin (Fossile-)Reservekraftwerke, die vorgehalten und finanziert werden müssen.

Verfasser:
mxxxxxxxxx5
Zeit: 28.08.2018 19:57:15
0
2675672
Zitat von crink Beitrag anzeigen
Zitat von mxxxxxxxxx5 Beitrag anzeigen
[...]

Hallo Maja,hier die korrigierten Zahlen für 2017
@crink:
Um auszuschliessen, dass Agora und Energy-Charts unterschiedliche Werte haben, könntest du bitte die folgenden zufällig gewählten Werte bei Energy prüfen:
1.1.17 14:00 Verbrauch/Consumption: 55744,xxx
15.2.17 01:00 Lignite/Braunkohle : 19146,xxx
12.8.17 15:00 offshore Wind: 2506,xxx
10.11.17 0:00 Biomasse: 5318,xxx
26.11.17 12:00 PV: 5258,xxx

Die Zeiten sind UTC.

Verfasser:
crink
Zeit: 28.08.2018 21:08:42
1
2675710
Hallo Maja,

prüf selber, Link ist oben.

Bzgl.Zubauzahlen: In der jetzigen Phase zählen nur TWh, also vermiedener Brennstoff, und keine GW, davon stehen eh mehr als genug rum und könnten ohne Probleme vom Netz genommen werden. Wenn die Politik nur wollte...

Viele Grüße
crink

Verfasser:
mxxxxxxxxx5
Zeit: 29.08.2018 12:11:04
0
2675871
Zitat von crink Beitrag anzeigen
Hallo Maja,
prüf selber, Link ist oben.
Bzgl.Zubauzahlen: In der jetzigen Phase zählen nur TWh, also vermiedener Brennstoff, und keine GW, davon stehen eh mehr als genug rum und könnten ohne Probleme vom Netz genommen werden. Wenn die Politik nur[...]
Schade,
ich hatte die Hoffnung, dass du so wie ich, die Detaildaten hast um endlich jemanden zu haben mit dem man nicht nur die üblichen Darstellungen auf Basis von bilanziellen Strombetrachtungen diskutieren kann.

Die Daten im energy-chart scheinen bilanziell mit denen von Agora Energiewende übereinzustimmen. (Zumindest an einigen Prüfpukten. Alles kann ich nicht prüfen, weil ich nur alle Daten von Agora im Detail habe)

Wir sind hier in einem SHK Forum, da sind die Zahlen interessant die "Heizung" betreffen und das ist überwiegend der Verbrauch in der Heizperiode (ca. 90%) und dort zu 60% nachts.
Aus einer bilanziellen Ganzjahresbetrachtung kann man etwas für die Energiewende ableiten, aber nicht für die Heizung.

Warum nimmt die Politik die unnötigen GW denn nicht vom Netz? Weil 8GW EE nicht mal ausreichen um die Wärmeversorgung im Winter sicherzustellen, geschweige denn den anderen Stromverbrauch.

These: der Minimale Stromverbrauch in einer Stunde im März 2017 liegt 12GWh unterhalb von dem von einer Februarstunde. Ich denke, das ist heizungsbedingt, weil mir kein anderer nachvollziehbarer Grund zwischen Februar und März einfällt. Also reichen die 8GW nicht mal um den Heizunggbedarf abzudecken. Jedes kW mehr braucht mehr Reserveleistung.

Verfasser:
Georg Fiebig
Zeit: 29.08.2018 13:54:09
1
2675922
Wenn ich mich nicht irre haben wir 29 GW gaskraftwerke von denen nur 9 GW Arbeiten ab und zu .

Oder stimmt dies nicht ?

Das Gas für den Betrieb spare ich und andere übrigens ein .

Verfasser:
crink
Zeit: 29.08.2018 14:28:23
2
2675937
Zitat von mxxxxxxxxx5 Beitrag anzeigen
Wir sind hier in einem SHK Forum, da sind die Zahlen interessant die "Heizung" betreffen und das ist überwiegend der Verbrauch in der Heizperiode (ca. 90%) und dort zu 60% nachts.

Hallo Maja,

diese von Dir in den Raum gestellten Zahlen sind wahrscheinlich Ergebnis Deiner persönlichen Erfahrungen - andere Personen machen durchaus andere Erfahrungen. In meinem Falle würden 75% des Wärmestrombedarfs zwischen Okt und Apr anfallen, davon ca. 40% nachts im Zeitraum zwischen 19:00 und 7:00 Uhr. Und schon landen wir bei anderen Ergebnissen...
Zitat von mxxxxxxxxx5 Beitrag anzeigen
Warum nimmt die Politik die unnötigen GW denn nicht vom Netz? Weil 8GW EE nicht mal ausreichen um die Wärmeversorgung im Winter sicherzustellen, geschweige denn den anderen Stromverbrauch.

Die Bundesnetzagentur sagt was anderes: "Aber selbst wenn man nur die deutsche Stromproduktion betrachte, gebe es 2023 - nach Vollzug des Atomausstiegs - noch einen Leistungsüberschuss von etwa elf Gigawatt, wenn 2020 sieben Gigawatt stillgelegt würden."

Auch Fraunhofer IEE ist anderer Meinung: "Die Stilllegung und Drosselung von Braunkohlekraftwerken bietet eine kurzfristige Option zur Senkung der Treibhausgasemissionen in Deutschland. Eine solche Maßnahme kann damit maßgeblich zur Erreichung des Klimaziels 2020 der Bundesregierung beitragen. Abhängig von der Realisierung der im Koalitionsvertrag vereinbarten Sonderausschreibungen für Wind- und PV-Anlagen werden dazu 6,1 GW (mit Sonderausschreibungen) bzw. 7,4 GW (ohne Sonderausschreibungen) Braunkohlekraftwerke stillgelegt. Ergänzt wird dies durch eine Drosselung der verbleibenden Anlagen mit einem Alter von mindestens 20 Jahren auf 6000 Volllaststunden. Die Stromerzeugung aus Kohle wird dadurch signifikant reduziert. Im Ergebnis zeigt sich durch diese Maßnahmen eine deutliche Senkung der CO2-Emissionen um 40% gegenüber 1990."

Warum die Politik keine Kohlekraftwerke abschaltet? Frag alle Politiker, die Du zu fassen bekommst. Spätestens die von der EU erzwungene Änderung des Bundesimmissionsschutzgesetz wird dazu führen, dass weitere Kohlekraftwerke abgeschaltet werden müssen, da eine Nachrüstung vielfach zu teuer wird.

Zitat von mxxxxxxxxx5 Beitrag anzeigen
These: der Minimale Stromverbrauch in einer Stunde im März 2017 liegt 12GWh unterhalb von dem von einer Februarstunde. Ich denke, das ist heizungsbedingt, weil mir kein anderer nachvollziehbarer Grund zwischen Februar und März einfällt. Also reichen die 8GW nicht mal um den Heizunggbedarf abzudecken. Jedes kW mehr braucht mehr Reserveleistung.

Du meinst den 26.3.2017 mit 1,05 TWh Tagesbedarf im Vergleich zum 5.2.2017 mit 1,16 TWh Tagesbedarf? In Fulda, also zentral in D gelegen, sahen die Durschnittstemperaturen im fraglichen Zeitraum und immer Sonntags so aus:
- 5.2.: 3,2 Grad
- 12.2.: -0,9 Grad
- 19.2.: 1,4 Grad
- 26.2.: 8,1 Grad
- 5.3.: 6,9 Grad
- 12.3.: 3,2 Grad
- 19.3.: 10,5 Grad
- 26.3.: 6,4 Grad
Die Temperatur bzw. der Heizungsbedarf kann nicht die Ursache sein, Deine Vermutung ist falsch.

Viele Grüße
crink

Verfasser:
delta97
Zeit: 29.08.2018 18:22:02
0
2676032
Der Win-Win-Win Ansatz für D+A+CH:

> D bedient A+CH mit zuviel Wind-, resp PV Strom
> A+CH bedienen bei Bedarf D mit Pumpspeicherstrom.

Dh Wasser im Pumpspeichersee be-lassen und später turbinieren.
Grössenordnung während 10h eine Leistung von 5 GW.

Ein EE Mosaikstein & Gruss delta97

Verfasser:
Georg Fiebig
Zeit: 29.08.2018 18:24:39
0
2676034
"> D bedient A+CH mit zuviel Wind-, resp PV Strom"

Wann haben wir den in zu viel?

Verfasser:
delta97
Zeit: 29.08.2018 19:51:53
0
2676073
Wenn nicht heute so dann morgen: Z. Bsp. bei schönem Wetter im Sommer @ 1400. Dann gibt es viel PV Strom und davon gehen X GW ab in die Pumpspeicher.

Oder im Winter in der Nacht bei (zu)viel Wind. Dann gehen X GW in die Pumpspeicher. In 5 Jahren ist das ein denkbares Szenario.

Und wenn es keinen EE Strom zuviel hat ? Dann muss man EE zubauen, bis es zeitweise logischerweise Überschüsse gibt. Gruss delta97

Verfasser:
mxxxxxxxxx5
Zeit: 29.08.2018 20:02:25
0
2676079
Zitat von crink Beitrag anzeigen
Zitat von mxxxxxxxxx5 Beitrag anzeigen
[...]

diese von Dir in den Raum gestellten Zahlen sind wahrscheinlich Ergebnis Deiner persönlichen Erfahrungen - andere Personen machen durchaus andere Erfahrungen. In meinem Falle würden 75% des Wärmestrombedarfs zwischen Okt und Apr anfallen, davon ca. 40% nach..
Ja,
die 60/40 ist auf Basis meiner Messungen. Da ich nicht absenke und ERRs bei "zuviel Heizung" den Zufluss abwürgen, habe ich eine ziemlich lineare Innentemperatur.
Der Wärmeverlust durch die Hülle muss von der Heizung ersetzt werden.
In der kältesten Tageshälfte ist es bei mir in der Heizperiode im Mittel ca. 2,5° kälter als in der wärmeren Hälfte.
2,5° mal 8% zusätzlichem Verlust pro Grad passt ziemlich gut zum gemessenen 20% Mehrbedarf in der kälteren Tageshälfte.
Hier eine Auswertung dazu von 2016, die ich hier schonmal gepostet habe.

Dass man in der Tageshälfte in der es kälter ist mehr Energie braucht, dürfte physikalisch bedingt sein, ausser man arbeitet mir Absenkung und entsprechender Aufholheizung dagegen oder hat eine Dämmmung mit grosser Phasenverschiebung.

Bezüglich dem Heizstrom hast du recht, kann man so einfach aus den Daten nicht ableiten. Die Stunde mit minimalem Verbrauch im März war der 26.3. 4Uhr, die Stunde im Februar war der 5.2. 8Uhr. (Bei mir hatte es da 5° bzw 1° AT)

Aber die 13GW sind auch ungefähr der Unterschied zwischen Juni/Juli Durchschnitts-"consumption" und Dezember-Durchsschnittsconsumption.
Daher erschien es mir plausible, dass das was mit Heizen zu tun hat.

Verfasser:
gnika7
Zeit: 29.08.2018 20:13:19
0
2676082
Zitat von mxxxxxxxxx5 Beitrag anzeigen
Zitat von crink Beitrag anzeigen
[...]
habe ich eine ziemlich lineare Innentemperatur.[...]

Was ist eine lineare Temperatur?

Grüße Nika

Verfasser:
delta97
Zeit: 29.08.2018 21:31:49
3
2676108
Nun, ich habe bei mir Nachtabschaltung:
23:00 - 05:30 ist die Sole WP aus
05:30 - 07:00 ist dann Vollgas aufheizen mit VL Temp Überhöhung

Und die Moral von der Geschichte: Das ist meine ganz persönliche Spielerei wie ich Kosten und Strom Verbrauch minimiere. Mit Heizkörper geht das.

Aber wer von seiner eigenen Anlage auf den Rest der Welt schlussfolgert, kann geradeso gut auf die Einhornjagd gehen. Gruss delta97

Verfasser:
mxxxxxxxxx5
Zeit: 30.08.2018 10:36:19
0
2676242
Zitat von delta97 Beitrag anzeigen
Und die Moral von der Geschichte: Das ist meine ganz persönliche Spielerei wie ich Kosten und Strom Verbrauch minimiere.

Das hat man an deine Daten eindeutig gesehen.
Ich bemühe mich auch immer zu ergänzen, dass die 60/40 bei Heizungen ohne Pufferung gelten (und tags Überwärme ist thermische Pufferung).

Aber gehen wir zurück zu allgemeineren Betrachtungen:

Der Produktion von Strom aus Gas und aus Steinkohle zeigen einen (sehr) ähnlichen jahreszeitlichen Verlauf wie der Stromverbrauch.
(PV ist sogar gegenläufig, die anderen Arten haben einen deutlich anderen Verlauf).

Was schliessen wir daraus:
Der Mehrbedarf an Strom duch Heizung (und Licht) im Jahresverlauf wird überwiegend durch die fossilen Energieträger Gas und Steinkohle gedeckt.

Ergo-> Stromheizungen sind fossile Heizungen.

Verfasser:
fdl1409
Zeit: 30.08.2018 11:04:30
1
2676250
Ich bemühe mich auch immer zu ergänzen, dass die 60/40 bei Heizungen ohne Pufferung gelten (und tags Überwärme ist thermische Pufferung).

Nachts Unterwärme ist auch thermische Pufferung. Im Gegensatz zur Überwärme am Tag reduziert sie zusätzlich den Heizenergiebedarf. Das gilt zumindest für Altbauten, die nicht totalsaniert sind, v.a. solche mit geringer Speichermasse.

Der Produktion von Strom aus Gas und aus Steinkohle zeigen einen (sehr) ähnlichen jahreszeitlichen Verlauf wie der Stromverbrauch.

Das ist schon ein wenig komplizierter.

Im Januar hat die Steinkohle 5,43 TWh produziert bei einem Gesamtverbrauch von 45,78 TWh + Exportsaldo 4,97 = 50,75 TWh.

Im Juli hat sie 7,15 TWh produziert bei einem Gesamtverbrauch von nur 41,47 TWh + 3,50 TWH Exportsaldo = 44,97 TWh.

Das lag vor allem daran dass der Wind im Januar 14,65 TWh geliefert hat, im Juli dagegen nur 4,49 TWh.

Jeder zusätzliche Stromverbrauch wird natürlich durch fossile Stromerzeuger gedeckt, weil EE und Atom sowieso alles einspeisen was sie können.

Zu einem zusätzlichen Verbrauch an Fossilenergie kommt es aber nur, wenn der zusätzliche Stromverbrauch durch beispielsweise eine WP nicht kompensiert wird durch zusätzliche EE-Erzeugung. Verbaucht man z.B. 3.000 kWh mit der WP und produziert 5.000 kWh PV-Strom dann kommt es sogar zu einer Abnahme des Verbrauchs fossiler Brennstoffe.

Die Kohle wird in den nächsten 10-20 Jahren an Bedeutung verlieren zugunsten EE und Gas. Der Gasverbrauch für die Stromerzeugung wird steigen wie in vielen anderen Ländern. Das muss nicht durch einen gesteigerten Import erfolgen. Der Mehrverbrauch bei der Stromerzeugung kann voll kompensiert werden durch Einsparungen von Gas im Gebäudebereich. Anteilig durch Wärmedämmung, Effizienzverbesserungen an den Heizkesseln und ST, vollständig durch Ersatz von Gasheizungen durch Wärmepumpen.

Noch etwas zu deinem "Kunstgriff", alle Exporte den EE zuzuschreiben.
Diese Sichtweise ist definitiv falsch. EE haben gesetzlich garantierten Einspeisevorrang. Das bedeutet dass der Bedarf an Strom immer zuerst durch EE abgedeckt wird. Alle anderen müssen sich hinten anstellen. Exportiert werden kann nur was übrig bleibt. Da EE zuerst verbraucht werden müssen kann der Export nur aus nicht erneuerbaren Quellen stammen.

Grüße
Frank

Verfasser:
MaJen
Zeit: 30.08.2018 11:21:06
3
2676256
Zitat von mxxxxxxxxx5 Beitrag anzeigen
Zitat von delta97 Beitrag anzeigen
[...]


Ergo-> Stromheizungen sind fossile Heizungen.

Der Produktion von[...]


Ja, das stimmt zum Teil. Oft vorgerechnet hier, auch von mir.

Nimm doch bitte endlich zur Kenntnis, dass eine Wärmepumpe, selbst wenn nur mit Fossilstrom versorgt (was in der Praxis gerade im Winter bei 40% Windstrom nicht vorkommt) mit AZ ab ca 2,5 aufwärts weniger umweltschädlich, weil weniger CO2 ausstößt als eine direkte Gasverfeuerung im zu beheizenden Haus.

Da hilft alles Gejammere und alle Kapitalismuskritik nichts.

Verfasser:
gnika7
Zeit: 30.08.2018 11:37:13
0
2676264
Zitat von mxxxxxxxxx5 Beitrag anzeigen
Was schliessen wir daraus:
Der Mehrbedarf an Strom duch Heizung (und Licht) im Jahresverlauf wird überwiegend durch die fossilen Energieträger Gas und Steinkohle gedeckt.[...]

Möge jeder selbst sein Urteil bilden, inwieweit die Schlussfolgerung stimmt


(alles in TWh)

Verfasser:
Fritzli
Zeit: 30.08.2018 12:51:02
0
2676288
Zitat von mxxxxxxxxx5 Beitrag anzeigen
[...] Was schliessen wir daraus:
Der Mehrbedarf an Strom duch Heizung (und Licht) im Jahresverlauf wird überwiegend durch die fossilen Energieträger Gas und Steinkohle gedeckt.

Ergo-> Stromheizungen sind fossile Heizungen. [...]


Nicht "wir", sondern "du" schliesst daraus. Du schliesst nicht daraus, sondern behauptest es einfach.

Verfasser:
Georg Fiebig
Zeit: 30.08.2018 13:41:03
0
2676318
Egal was manch einer schreibt, meine LWP hat an dem kältesten Tag diesen Jahres immer noch mehr als 50% EE genutzt .

Das wird immer besser und immer mehr EE .

Verfasser:
mxxxxxxxxx5
Zeit: 30.08.2018 19:19:27
0
2676448
Ich habe euch mal die entsprechende Grafik aus den Agora Energiewende 2018-Daten dargestellt.

Oben der Mittelwert des Energieverbrauchs (Consumption).
Unten die Summe aus den Maxima der Stromproduktion aus Gas und Steinkohle.

Die Kurvenverlauf zeigt eine so hohe Köhärenz im Verlauf, dass das kein Zufall sein kann.

Noch dazu, da keine andere Kurve von Stromerzeugern einen ähnlichen Verlauf zeigt.
Die zwei zusammen scheinen auch noch die Gegenläufigkeit der PV zum grossen Teil zu kompensieren.

Das sind Darstellungen aus offiziell gemessenen und veröffentlichen Daten.

Ihr könnt mir sicher einen nachvollziehbaren Grunnd für eure Meinung nennen, der im Einklang mit den gemessenen Daten ist, oder?

Also nochmal: Der jahreszeitlich bedingte Mehrbedarf an Strom (durch Heizung und Licht) wird überwiegend von Gas und Steinkohle kompensiert.

Verfasser:
gnika7
Zeit: 30.08.2018 19:25:40
1
2676451
Dann zeig doch mal den gleichen Grafen mit EE-Erzeugung ohne Abzug der Exporte! Warum fehlt diese in der Darstellung!?

Achja, eine Skala wäre nett. So hat der Graf Null Aussage

Verfasser:
kathrin
Zeit: 30.08.2018 19:59:29
1
2676464
@gnika7

Diese Behauptung steht im Raum:
Zitat von mxxxxxxxxx5 Beitrag anzeigen
Der Mehrbedarf an Strom duch Heizung (und Licht) im Jahresverlauf wird überwiegend durch die fossilen Energieträger Gas und Steinkohle gedeckt.

Mal im Ernst: Wodurch wird der Mehrbedarf (!) an Strom durch WPs im Winter deiner Meinung nach denn sonst gedeckt? EE (Wind, PV, Wasser, Bio...) speisen soviel ein, wie sie können, haben Vorrang, also: mehr geht einfach nicht. Wenn nun der Strom-Bedarf steigt, KANN er nur aus konventionellen Quellen (inklusive AKWs) gedeckt werden (sofern diese Kraftwerke vorher nicht schon am Anschlag liefen), oder sonst aus Importen (sofern verfügbar).

Wodurch wird der Mehrbedarf deiner Meinung nach denn sonst gedeckt? (Ist-Zustand betrachten, nicht irgendwelche Wunschzustände in 20 oder 30 Jahren!)

Schönen Abend + Gruss

Kathrin

Verfasser:
mxxxxxxxxx5
Zeit: 30.08.2018 20:13:05
0
2676466
Zitat von gnika7 Beitrag anzeigen
Dann zeig doch mal den gleichen Grafen mit EE-Erzeugung ohne Abzug der Exporte! Warum fehlt diese in der Darstellung!?
Achja, eine Skala wäre nett. So hat der Graf Null Aussage
Er hat genau die Aussage die ich im Text beschrieben habe, dass beide Kurven kohärent sind.

Verfasser:
gnika7
Zeit: 30.08.2018 20:18:34
0
2676469
Zitat von kathrin Beitrag anzeigen
@gnika7

Diese Behauptung steht im Raum:
Zitat von mxxxxxxxxx5 Beitrag anzeigen
[...]
[...]

Die Behauptung kann mit den dargestellten Daten weder belegt noch widerlegt werden. Das ist einfach eine unvollständige und verzerrende Darstellung der Daten. Diese manipulative Darstellung der Daten ist das was mich am meisten aufregt und nicht die Behauptung von maja. Diese ist für den EE-Anteil bei WP nur bedingt relevant.

Wenn die Daten vollständig und unverzerrt dargestellt werden, kann ich auch sagen was ich aus den Fakten ableiten. Bis dahin bleibe ich bei meiner Meinung, die ich aus den mir bekannten Daten abgeleitet habe und die ich hier gezeigt/verlinkt habe. Dabei steht die Behauptung von maja im Widerspruch zu den Aussagen von Fraunhofer. Und trotzdem können beide richtig sein.

Grüße Nika

Verfasser:
gnika7
Zeit: 30.08.2018 20:26:06
0
2676476
Zitat von mxxxxxxxxx5 Beitrag anzeigen
Zitat von gnika7 Beitrag anzeigen
[...]
Er hat genau die Aussage die ich im Text beschrieben habe, dass beide Kurven kohärent sind.

Dann kannst du ihn doch
1. ohne Abzug von Export zeigen und
2. eine Skala eintragen.

Wenn nicht, dann ist die Behauptung genauso viel Wert wie die Darstellung.

Ich habe oben eine entsprechende Darstellung. Diese basiert aber leider nicht auf Detaildaten.

Grüße Nika

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Woher kommt im Winter der EE Strom
Verfasser:
gnika7
Zeit: 30.08.2018 20:26:06
0
2676476
Zitat:
...
Zitat:
...
[...]Er hat genau die Aussage die ich im Text beschrieben habe, dass beide Kurven kohärent sind.
Dann kannst du ihn doch
1. ohne Abzug von Export zeigen und
2. eine Skala eintragen.

Wenn nicht, dann ist die Behauptung genauso viel Wert wie die Darstellung.

Ich habe oben eine entsprechende Darstellung. Diese basiert aber leider nicht auf Detaildaten.

Grüße Nika
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