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Preise - PV
Verfasser:
Ewald01
Zeit: 31.10.2018 09:28:05
0
2699259
Die Sache ist also die, dass sich PV mit den derzeitigen Preisen schon lohnt, wenn man die Lebenszykluskosten betrachtet.

Doch man muss eben auf 20 Jahre rechnen.

Die Sache ist dann die, dass z.B. auch die Annahmen die man trifft auf so einen Zeitraum betrachtet immer unsicherer werden.

Wenn man dann die reine pay-off Periode betrachtet dann liegt die bei PV in der Regel über 7 Jahre. Auf so einen langen Zeitraum kann sich halt vieles ändern z.B. Steuern auf PV Erträge, steigende Kosten für Recycling am Ende der Nutzungsdauer etc. ....

Das sind halt viele Sachen die bestimmte Leute abwägen würden.

Es kommt also drauf an wie man es betrachtet.

Verfasser:
gnika7
Zeit: 31.10.2018 10:19:59
0
2699284
Hi,

Dazu sage ich nur,

Wer will sucht Wege, wer nicht will sucht Gründe.

Grüße Nika

Verfasser:
gnika7
Zeit: 31.10.2018 10:53:41
0
2699301
Hi,

als Ergänzung. Mein aktuelles Angebot 950€/kWp für eine 10kWp Anlage. Durch Einspeisevergütung bezahlt sich die Anlage selber bereits in 8 Jahren. Mit Eigenverbrauch deutlich schneller. Lebenserwartung > 20 Jahre.

Die Entsorgungskosten werden definitiv nicht höher sein als Herstellungskosten. Damit werden diese auch bereits in den ersten 20 Jahren erwirtschaftet.

Die Abgabenlast für PV-Strom wird aktuell sogar zurückgefahren aufgrund der EU-Vorgaben. Welches Ziel eine Sonderbesteuerung des PV-Stroms haben soll erschliesst sich mir nicht. Die allgemeine Besteuerung von Strom wird eh durch Verbraucher getragen. Sollte diese steigen, steigt auch der Nutzen der eigenen PVA. Die bereits vorhandene Besteuerung des EV hängt davon ab, ob man die Vorteile des Vorsteuerabzugs nutzt oder nicht.

Das heißt, Entsorgungskosten und Steuern sind IMHO nur vorgeschobene Argumente und nicht wirklich stichhaltig. Ansonsten gilt wie immer, jede Investition ist mit Risiken verbunden, wie man z.B. auch schön an den Dieselautos sieht. Ich denke eine Investition in PV hat bessere Perspektiven als Invest in eine Gasheizung.

Grüße Nika

Verfasser:
Tom Berger
Zeit: 31.10.2018 11:09:17
0
2699310
Zitat von Ewald01 Beitrag anzeigen
Die Sache ist also die, dass sich PV mit den derzeitigen Preisen schon lohnt, wenn man die Lebenszykluskosten betrachtet.

Doch man muss eben auf 20 Jahre rechnen.


Das rechnen wir doch lieber erst mal nach.

Eine kleine Anlage mit 600 Wp kostet bei Selbstmontage heute unter 800 Euro für die PV-Module, Wechselrichter und Befestigung. Diese Anlage bringt ca 600 kWh Ertrag pro Jahr, von denen mindestens 50%, eher sogar über 60% ohne Speicherung nutzbar sind.

Selbst wenn wir gar keine Einspeisevergütung ansetzen, liegt damit die jährliche Ersparnis bei mindestens 75 € (300 kWh á 25 ct). Bei 2% Zinsen (die man für eine sichere Geldanlage aber kaum kriegt), amortisiert sich die Anlage also schon nach 12 Jahren.

Wenn wir für die nicht direkt selbst genutzten 300 kWh Ertrag die aktuelle EEG Einspeisevergütung von 12,2 ct/kWh ansetzen, dann bringt die Anlage 36 Euro pro Jahr. Dann ist die Anlage schon nach 8 Jahren refinanziert, bringt aber noch weitere 12 Jahre jeweils 36 Euro Gewinn.

Wenn wir die 800 € als Geldanlage verstehen, die sich über 20 Jahre refinanzieren und dabei Rendite abwerfen soll, dann liegt die Rendite bei knapp 13% p.a..

Du siehst: es ist immer gut, beleglose Behauptungen in Internet durch eigene Berechnungen zu überprüfen.

Verfasser:
PapaPaul
Zeit: 31.10.2018 12:02:04
0
2699339
Zitat von Tom Berger Beitrag anzeigen
Wenn wir für die nicht direkt selbst genutzten 300 kWh Ertrag die aktuelle EEG Einspeisevergütung von 12,2 ct/kWh ansetzen, dann bringt die Anlage 36 Euro pro Jahr. Dann ist die Anlage schon nach 8 Jahren refinanziert, bringt aber noch weitere 12 Jahre jeweils 36 Euro Gewinn.


Habe ich leider nie ganz verstanden, dieses Renditerechnen bei der PV Anlage.

Vergleichen wir zwei Brüder, Peter kauft die o.g. PV für 800€ und bezahlt bar aus der Tasche.
Nach 20 Jahren hat er, nach obiger Rechnung 12 x 36 €= 432€ in der Tasche (richtig?) + eine alte PV auf dem Dach die noch x% Leistung bringt oder sogar kostenpfllichtig entsorgt werden muss.

Der andere Bruder Paul, kauft für die 800€ Aktien, irgendwelche Dividendentitel, sagen wir z.B. BASF etc.

Nach Abzug der KAP bleiben sehr vorsichtig gerechnet noch 3% Dividendenrendite auf den ursprünglichen Kaufkurs. Nach diesen 20 Jahren hat Paul 644 € in der Tasche + dem Aktienpaket mit dem Wert Y.

Da Paul aber ein Freund der PV ist und einfach gerne sein eAuto vom eigenen Dach versorgt, kauft er sich von einem Teil seines Kapitals doch eine PV ;)

Verfasser:
Rupert01
Zeit: 31.10.2018 12:35:31
1
2699362
Hallo Ewald,

ich rechne meine PV von diesem Jahr kurz und dann können alle mitoptimieren.

20kWp für 20.000€.
Ertrag erwartet 21.000 kWh/anno
(bisher nur 3% Eigenverbrauch, da die WP noch nicht installiert ist. Vernachlässige ich jetzt)
Einnahmen sind bei 0,12€/kWh 2500€/anno
Man könnte also 8 Jahre ansetzen.

Aber die Ausgaben sind versteuertes Vermögen, die Einnahmen noch mit 43%zu versteuern.
Bleiben also 1450€/anno.
Damit werden es dann schon 14 Jahre bis zur Amortisation.

Hilft Dir das?
Lieben Gruß
Rupert

Verfasser:
Rupert01
Zeit: 31.10.2018 12:39:37
0
2699367
PapaPaul,
Du hast die 75€ Einsparung pro Jahr vergessen.
Laut Tom also 75€+36€
Ich würde eher 75€+20€ rechnen.
LG Rupert

Verfasser:
mdonau
Zeit: 31.10.2018 12:41:04
1
2699368
AfA und Betriebskosten vergessen?
und einsparungen durch Direktverbrauch..?

Verfasser:
fdl1409
Zeit: 31.10.2018 12:57:51
0
2699376
Also wenn ich jetzt 20.000 € für eine weitere Anlage ausgeben könnte würde ich erst mal 40% von dem Invest als Ansparabschreibung für das Jahr 2017 geltend machen und weitere 20% dann für 2018. Dann habe ich nach kurzer Zeit bei 43% Steuer schon wieder über 5.000 Euro an Steuereinsparungen auf dem Konto. Den Rest schreibe ich über die nächsten 20 Jahre ab.

Die 2.500 Euro sind auf die Nettoinvestition nach Ansparabschreibungen eine extrem gute Rendite. Auch nach Unkosten und Steuern bleibt da genug übrig.

Und wir machen es doch hoffentlich nicht nur wegen des Geldes.

Grüße
Frank

Verfasser:
Rupert01
Zeit: 31.10.2018 13:13:31
0
2699385
Hallo Frank,
wenn Du meinen Faden kennst, weißt Du, warum ich es mache. ;-)
Aber bitte erklär mir, wie Du beim Finanzamt die 60% im ersten Jahr bekommst. Mit welcher Begründung klappt das?
Im PV Forum bin ich da noch nicht schlau geworden. Mit so einer hohen AnfangsAfA lässt sich rechnen. (Mit 20 Jahren ist die Unsicherheit mMn größer, als der rechnerische Nutzen.
Frag zB mal Riestersparer.)
Wenns das mit den 40+20% klappt, kann ich die letzten 10kWp vielleicht früher aufbauen. ;-)
Liebe Grüße
Rupert

Verfasser:
gnika7
Zeit: 31.10.2018 13:22:26
0
2699390
Zitat von PapaPaul Beitrag anzeigen
Zitat von Tom Berger Beitrag anzeigen
[...]

Vergleichen wir zwei Brüder, Peter kauft die o.g. PV
[...]

Wenn vergleichen, dann richtig. PV und Aktien haben extrem unterschiedliche Risiken und Volatilitäten. Wenn du schon PV mit Wertpapieren vergleichen willst, dann eher mit Staatsbonds. In der der PV entsprechenden Volatilitäts- und Risikokategorie bekommst du aktuell keine 1,5%. Davon musst du dann noch Steuern abziehen. Außerdem, da dir die PV fehlt musst du den Strom zukaufen. Das heißt, auch deine Liquidität ist gemindert. Wenn du PV nimmst, kannst du die freiwerdende Liquidität wiederum in Wertpapiere investieren.

Wie unterschiedlich die Risiken sind, kann man an den Kosten für entsprechende Kredite abschätzen. Wertpapierkredite sind i.A. teuerer.

Grüße Nika

Verfasser:
fdl1409
Zeit: 31.10.2018 13:34:31
2
2699396
So.

Ihre Photovoltaikanlage bezahlt sich nicht nur selbst und erwirtschaftet (immer noch!) eine attraktive Rendite - sie hilft auch Steuern sparen.
Denn das Finanzamt interessiert sich nicht nur für Ihren Gewinn, es beteiligt sich auch an Ihrer Investition: Wenn Sie Lohn- oder Einkommenssteuer zahlen, können Sie sowohl die Anschaffungs- als auch die Betriebskosten der Photovoltaikanlage steuer­mindernd geltend machen.
Im folgenden Artikel Abschreibung Photovoltaik haben wir Ihnen alles Wissenswerte hierzu zusammengestellt.

Photovoltaikanlagen - gleich, ob sie auf dem Dach aufliegen oder als Indach-Anlage fest montiert sind, - gelten steuerlich als selbständige bewegliche Wirtschaftsgüter.
Für diese können drei verschiedene Formen der Abschreibung genutzt werden:
Investititionsabzug: Schreiben Sie 40% des Netto-Verkaufspreises sofort ab.
Sonderabschreibung: Schreiben Sie 20% des Netto-Verkaufspreises innerhalb der ersten 5 Jahre ab.
Lineare Abschreibung: Schreiben Sie 20 Jahre lang je 5% des nach Investitionsabzug und Sonderabschreibung übrigen Nettowerts ab.

Die Umsatzsteuer von 19% erstattet das Finanzamt sofort zurück.
Außerdem können Sie alle weiteren, im Zusammenhang mit der Photovoltaikanlage entstandenen Kosten wie z.B. Dachrenovierungen, Fahrtkosten, Leitern, Reinigungs- und/oder Sicherungsmaterial geltend machen.
Die verschiedenen Absetzungsformen sind kombinierbar: Sie schließen einander nicht aus.


Die 40% Investitionsabzug kann ich rückwirkend geltend machen. Mein Steuerberater ist gerade an der Steuererklärung 2017. Wenn ich jetzt in diesem Jahr eine PV-Anlage gebaut hätte würde ich die 40% noch für 2017 geltend machen. Dann hätte ich Anfang nächsten Jahres den Steuersatz auf die 40% schon wieder auf meinem Konto. Und hätte für das nächste Jahr eine geringere Vorauszahlung.

Von den 20% Sonderabschreibung kann man z.B. 19,5% für das laufende Jahr ansetzen. Das wird dann mit der Steuererklärung für 2018 umgesetzt.

Sprich aber mit deinem Steuerberater. Der kann dir genaue Auskunft geben.
In dem Link findest du mehr.

Sobald die Anlage in Betrieb ist kommt ja jeden Monat Geld rein. Bis du darauf erst mal Steuern zahlen musst geht wieder Zeit ins Land.

Für die Liquidität ist so eine Anlage also nicht nur von Nachteil. Und rentabel ist heute so gut wie jede Anlage.

Grüße
Frank

Verfasser:
gnika7
Zeit: 31.10.2018 13:35:04
0
2699397
Zitat von Rupert01 Beitrag anzeigen


Aber bitte erklär mir, wie Du beim Finanzamt die 60% im ersten Jahr bekommst. Mit welcher Begründung klappt das?

...]

Ob die 60% stimmen, kann ich nicht beurteilen. Aber so wie ich verstehe, will er
1. aufgrund der verbindlichen Bestellung 40% der voraussichtlichen Kosten gewinnmindernd abziehen
2. zusätzlich 20% als Sonderabschreibung vollständig im ersten Jahr geltend machen, statt es auf 5 Jahre aufzuteilen.

Aus meiner Sicht wäre es jedoch steuerlich vorteilhafter, im 1. Jahr den Investitionsabzug von 40% zu machen. Und die Sonderabschreibung von 20% auf die Jahre 2-5 aufzuteilen.

Grüße Nika

Verfasser:
PapaPaul
Zeit: 31.10.2018 13:48:42
0
2699400
Zitat von Rupert01 Beitrag anzeigen
PapaPaul,
Du hast die 75€ Einsparung pro Jahr vergessen.


Hast recht, die 36€ sind ja nur für die 50% Einspeisung bei Toms Beispiel.

Peter hat also nach 20 Jahren bei 100% Einspeisung 1440€ in der Tasche. Er hat also aus 800€ Kapital 1440€ gemacht.

Damit komme ich auf knapp 3% Verzinsung vor Steuern und Nebenkosten.

Wenn er eine Inflation von 3% annimmt hat Peter hinterher weniger als vorher...

Jaja, ich weiss Aktien sind böse, aber in dem Beispiel hier spielt die Volatilität doch überhaupt keine Rolle, 20 Jahre, lasst das Aktienpaket doch ein paar mal Abstürzen, ich hab ja nur die Dividenden betrachtet - Kursgewinne außen vor.

Mir geht es darum, mal für mich plausibel die effektive Verzinsung bei der PV als 20 jährige Anlage zu betrachten.

Die Einnahmen aus der Einspeisung müssen doch wie normale Einnahmen Versteuert werden, oder? Von den Dividenden gehen "nur" 25% + Soli ab...

Verfasser:
gnika7
Zeit: 31.10.2018 13:56:29
0
2699405

Die Einnahmen aus der Einspeisung müssen doch wie normale Einnahmen Versteuert werden, oder? Von den Dividenden gehen "nur" 25% + Soli ab...

Wenn du es richtig machst, dann nicht. Deine Steuerlast wird sogar gemindert. Einer der Wirtschaftsweisen hat mal in einer Vorlesung, die ich zufällig besuchte, gesagt: "Selbstständige leben von Verlusten". Ich finde, das trifft es ganz gut ;-)

Grüße Nika

Verfasser:
mdonau
Zeit: 31.10.2018 14:17:56
0
2699414
Zitat von gnika7 Beitrag anzeigen



der investitionsabzug ist nur für vorausgehende
jahre.
die sonderabschreibung für 5jahre nach Anschaffung.
bei einem invest z.b. 6/2018
40% in 2017
und sonderafa 19,96% 2018
danach dann 4*0,01%
die letzten 15 jahre die restsumme linear.

das ist besonders sinnvoll bei hoher Steuerlast,
kurz darauf deutlich geringerer Steuerlast (Rente)
oder hohen (steuerpflichtigen) Einmalzahlungen.

Verfasser:
Tom Berger
Zeit: 31.10.2018 14:25:34
0
2699418
Zitat von PapaPaul Beitrag anzeigen
Hast recht, die 36€ sind ja nur für die 50% Einspeisung bei Toms Beispiel.

Peter hat also nach 20 Jahren bei 100% Einspeisung 1440€ in der Tasche. Er hat also aus 800€ Kapital 1440€ gemacht.

Damit komme ich auf knapp 3% Verzinsung vor Steuern und Nebenkosten.

Wenn er eine Inflation von 3% annimmt hat Peter hinterher weniger als vorher...


Nöö, denn er hat außer der gegenüber einer Staatsanleihe doppelt so hohen Rendite dann ja eine vollständig bezahlte, aber über viele weitere Jahre immer noch Strom liefernde PV Anlage auf dem Dach. Und die Inflation liegt auf absehbare Zeit eher unter 3%. Und warum nutzt er keinen PV-Strom direkt selbst?

Verfasser:
Tom Berger
Zeit: 31.10.2018 14:28:25
0
2699419
Zitat von PapaPaul Beitrag anzeigen
Die Einnahmen aus der Einspeisung müssen doch wie normale Einnahmen Versteuert werden, oder? Von den Dividenden gehen "nur" 25% + Soli ab...


Das stimmt. Falls Du Einkommensmillionär bist, dann ist das tatsächlich relevant. Aber 95% der Deutschen bezahlen weit weniger als 25% Einkommensteuer. Das ist ungefähr der Einkommenssatz eines kinderlosen Ehepaars mit ca 100.000 Euro Jahreseinkommen.

Verfasser:
gnika7
Zeit: 31.10.2018 14:31:31
1
2699421
Zitat von PapaPaul Beitrag anzeigen

Mir geht es darum, mal für mich plausibel die effektive Verzinsung bei der PV als 20 jährige Anlage zu betrachten.
[...]

Dann sollten man aber die Nutzen und Kosten beim Vergleich vollständig berücksichtigen, z.B. so (skaliert auf 1kWp, 1000kWh Erzeugung und 1000kWh Verbrauch)




Grüße
Nika

Verfasser:
fdl1409
Zeit: 31.10.2018 15:02:35
0
2699435
Das wird individuell bei jedem verschieden sein.

Du musst nicht mal verbindlich bestellt haben. Kannst auch in diesem Jahr eine Ansparabschreibung machen für eine PV, die du übernächstes Jahr bauen willst. Wenn du es dir bis dahin anders überlegst wird das wieder ausgelöst und du musst es versteuern.

Grüße
Frank

Verfasser:
Tom Berger
Zeit: 31.10.2018 15:06:50
0
2699440
Zitat von gnika7 Beitrag anzeigen
Zitat von PapaPaul Beitrag anzeigen
[...]

Dann sollten man aber die Nutzen und Kosten beim Vergleich vollständig berücksichtigen, z.B. so (skaliert auf 1kWp, 1000kWh Erzeugung und 1000kWh Verbrauch)


Danke, ziemlich umfassend gerechnet. Aber es fehlt noch die PV-Anlage als nach 20 Jahren zwar buchhalterisch, aber keineswegs real wertloses Asset. Die liefert danach sicher noch viele weitere Jahre um die 700 kWh p.a..

Verfasser:
Rupert01
Zeit: 31.10.2018 16:41:26
0
2699484
Danke Frank für Deine Ausführungen!
Auch wenn es für 2017 nicht mehr klappt, so werde ich das für 2018 einstellen. 40% voraus sind nicht zu verachten. ;-)
LG Rupert

Verfasser:
gnika7
Zeit: 31.10.2018 17:09:07
0
2699495
Zitat von Tom Berger Beitrag anzeigen
Zitat von gnika7 Beitrag anzeigen
[...]


Danke, ziemlich umfassend gerechnet. Aber es fehlt noch die PV-Anlage als nach 20 Jahren zwar buchhalterisch, aber keineswegs real wertloses Asset. Die liefert danach sicher noch viele weitere Jahre um die 700 kWh p.a..

Dagegen würde die Wertpapierposition und die zukünftigen Rückbaukosten stehen. Alle drei Werte sind mit hoher Unsicherheit behaftet, deshalb habe ich diesw bewusst unterschlagen. Jeder kann da Werte einsetzen, die er besonders mag. Um die 2280€ auf 0 zu bringen muss man schon arg pessimistisch bzgl. PV sein
Außerdem habe ich gar nicht berücksichtigt, dass die Energiepreise mit hoher Sicherheit steigen werden. Bereits bei 1% Steigung macht das schon paar € aus. Die PVA kann man außerdem als teilweisen Inflationshedge betrachten, da der Großteil der Inflationsrate durch Energiepreise getrieben wird. Eine entsprechende Absicherung am Markt ist auch nicht gerade günstig und man hat außerdem das Kontrahentenrisiko.

Grüße Nika

Verfasser:
PapaPaul
Zeit: 31.10.2018 20:56:16
0
2699589
Danke Nika und den Anderen!

Zitat von Tom Berger Beitrag anzeigen
Nöö, denn er hat außer der gegenüber einer Staatsanleihe doppelt so hohen Rendite


Nun ja, ich ging bewust nicht von popeligen Staatsanleihen (mit z.T. brutalem Riskio >Griechenland und Co.) aus, sondern von realen Dividendenpapieren, da gibt es etliche die rel. konstant und sicher auszahlen. Klar Ausfallrisiko besteht (siehe RWE), kann man aber streuen.

Ausfallrisiko PV: In den 20 Jahren müssen angeblich die Wechselrichter mindestens ein mal getauscht werden. Zelldefekte, Lieferant nicht mehr existent weil lange pleite.

Zitat von Tom Berger Beitrag anzeigen
dann ja eine vollständig bezahlte, aber über viele weitere Jahre immer noch Strom liefernde PV Anlage auf dem Dach.


Richtig, aber mit unbekannter , evtl. dennoch für den Eigenbedarf viel zu hoher Restleistung. Bleibt irgendwann der Rückbau.

Gegenargument: Paul kann dann ja immer noch von seinen höheren Erlösen eine dann deutlich günstigere PV+Speicher für den Eigenbedarf installieren.

Zitat von Tom Berger Beitrag anzeigen

Und die Inflation liegt auf absehbare Zeit eher unter 3%.
Oh, du hast Kontakt zu Gott? Danke für die Info! ;)

Zitat von Tom Berger Beitrag anzeigen

Und warum nutzt er keinen PV-Strom direkt selbst?


Klar, die o.g. Rechnung basiert ja auf 35% Eigennutzung.

Ist bei kleinen Anlagen sicher nicht so schwer zu erreichen, aber was ist mit Anlagen >9,9kWp? Wie soll da im Privathaushalt, bei immer geringerem Strombedarf, so viel Eigennutzung ohne Speicher generiert werden. Die WP arbeitet haupsächlich im dunklen Winter, das eAuto steht am Arbeitsplatz und ist meist nachts zuhause.

Deshalb habe ich das eher für 100% Einspeisung betrachten wollen.

Man klebt sich z.B. mit einer 39 kWp Anlage doch ein erhebliches Kapital auf`s Dach. Unwiederbringlich, nicht widerverkäuflich, nicht liquide. Die PV ist dann auch an das Objekt gebunden. Ein Käufer wird sie nicht mitbezahlen.

Und ab 10kWp hat man noch die EEG Umlage an der Backe, oder?

Nicht falsch verstehen, ich möchte nicht kontra PV stänkern, aber so ganz überzeugt bin ich auch noch nicht.

Verfasser:
gnika7
Zeit: 31.10.2018 21:52:45
0
2699611
Zitat von PapaPaul Beitrag anzeigen


Ist bei kleinen Anlagen sicher nicht so schwer zu erreichen, aber was ist mit Anlagen >9,9kWp? Wie soll da im Privathaushalt, bei immer geringerem Strombedarf, so viel Eigennutzung ohne Speicher generiert werden. Die WP arbeitet haupsächlich im dunklen Winter, das eAuto steht am Arbeitsplatz und ist meist nachts zuhause.

Ich habe 7,2kWp und EV > 30%. Klar sinkt mit größeren Anlage der EV. Aber die Kosten sinken auch. Mit einem E-Auto würde mein EV sogar noch auf über 45% steigen. Und man kann sich ja zwei E-Autos anschaffen und abwechselnd fahren 😉


Zitat von PapaPaul Beitrag anzeigen


Man klebt sich z.B. mit einer 39 kWp Anlage doch ein erhebliches Kapital auf`s Dach. Unwiederbringlich, nicht widerverkäuflich, nicht liquide. Die PV ist dann auch an das Objekt gebunden. Ein Käufer wird sie nicht mitbezahlen.

Eine PV mit gesicherter Einspeisevergütung steigert den Wert sogar. Außerdem soll man sein Geld nicht ausschließlich in PV anlegen, sondern verteilen. Bzw. für PV braucht man kein eigenes Geld. Viele sind ziemlich reich damit geworden, Flächen zu pachten und PVs draufzusetzen mit recht wenig Eigenkapital.
Was Liquidität angeht. Ich habe dir oben vorgerechnet, dass im Gegensatz zu Wertpapieren man sogar zusätzliche Liquidität gewinnt.

Zitat von PapaPaul Beitrag anzeigen

Und ab 10kWp hat man noch die EEG Umlage an der Backe, oder?

Da bist du falsch informiert
1. Man kann diese Grenze (mit gewissen Einschränkungen) umgehen, wenn man es unbedingt will.
2. Dies wurde von der EU gekippt

Zitat von PapaPaul Beitrag anzeigen

Nicht falsch verstehen, ich möchte nicht kontra PV stänkern, aber so ganz überzeugt bin ich auch noch nicht.
[...]

Keiner hat hier irgendwas davon dich zu überzeugen. Nur leider zeugen deine Aussagen von viel Hörensagen und wenig harten Fakten.
Im Grunde kannst du PV zu 100% fremdfinanzieren und trotzdem Rendite haben. Das eigene Geld kannst du dann immer noch in Wertpapiere anlegen. Außerdem wurde das hier und im PV-Forum oft genug durchgekaut. Kannst ja nachlesen. Warum soll bei dir das Ergebnis plötzlich anders sein!?

Wie gesagt, mach einfach eine vollständige Rechnung, dann kannst du es besser beurteilen. Qualitative Aussagen bringen dich da nicht weiter.

Grüße Nika

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Preise - PV
Verfasser:
gnika7
Zeit: 31.10.2018 21:52:45
0
2699611
Zitat:
...


Ist bei kleinen Anlagen sicher nicht so schwer zu erreichen, aber was ist mit Anlagen >9,9kWp? Wie soll da im Privathaushalt, bei immer geringerem Strombedarf, so viel Eigennutzung ohne Speicher generiert werden. Die WP arbeitet haupsächlich im dunklen Winter, das eAuto steht am Arbeitsplatz und ist meist nachts zuhause.
Ich habe 7,2kWp und EV > 30%. Klar sinkt mit größeren Anlage der EV. Aber die Kosten sinken auch. Mit einem E-Auto würde mein EV sogar noch auf über 45% steigen. Und man kann sich ja zwei E-Autos anschaffen und abwechselnd fahren 😉


Zitat:
...


Man klebt sich z.B. mit einer 39 kWp Anlage doch ein erhebliches Kapital auf`s Dach. Unwiederbringlich, nicht widerverkäuflich, nicht liquide. Die PV ist dann auch an das Objekt gebunden. Ein Käufer wird sie nicht mitbezahlen.

Eine PV mit gesicherter Einspeisevergütung steigert den Wert sogar. Außerdem soll man sein Geld nicht ausschließlich in PV anlegen, sondern verteilen. Bzw. für PV braucht man kein eigenes Geld. Viele sind ziemlich reich damit geworden, Flächen zu pachten und PVs draufzusetzen mit recht wenig Eigenkapital.
Was Liquidität angeht. Ich habe dir oben vorgerechnet, dass im Gegensatz zu Wertpapieren man sogar zusätzliche Liquidität gewinnt.

Zitat:
...

Und ab 10kWp hat man noch die EEG Umlage an der Backe, oder?
Da bist du falsch informiert
1. Man kann diese Grenze (mit gewissen Einschränkungen) umgehen, wenn man es unbedingt will.
2. Dies wurde von der EU gekippt

Zitat:
...

Nicht falsch verstehen, ich möchte nicht kontra PV stänkern, aber so ganz überzeugt bin ich auch noch nicht.
[...]
Keiner hat hier irgendwas davon dich zu überzeugen. Nur leider zeugen deine Aussagen von viel Hörensagen und wenig harten Fakten.
Im Grunde kannst du PV zu 100% fremdfinanzieren und trotzdem Rendite haben. Das eigene Geld kannst du dann immer noch in Wertpapiere anlegen. Außerdem wurde das hier und im PV-Forum oft genug durchgekaut. Kannst ja nachlesen. Warum soll bei dir das Ergebnis plötzlich anders sein!?

Wie gesagt, mach einfach eine vollständige Rechnung, dann kannst du es besser beurteilen. Qualitative Aussagen bringen dich da nicht weiter.

Grüße Nika
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