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30mm Platz, welche Dämmung?
Verfasser:
6abs5
Zeit: 08.11.2018 10:27:16
0
2702745
Servus,

auf der Terasse steht eine ca. 4m lange und 1,8m hohe aus Klinkersteinen erstellte Mauer als Trennung zum Nachbarn. Auf unserer Seite wollen wir vor diese Mauer eine KS-Wand errichten, welche dann zu unserem Wintergarten abdichtet.

Zwischen der bestehenden Mauer und der neuen KS Mauer wäre ein 30mm Spalt.

Welche Dämmung setzt man hier am besten ein? Ich hatte an alukaschiertes PUR gedacht, von dem mir aber wegen eventuellen Tauwasser abgeraten wurde.

Wäre über einen Tipp oder Link zu einer geeigneten Dämmung sehr dankbar.

Gruß

Verfasser:
Tom Berger
Zeit: 08.11.2018 11:04:03
0
2702769
Zitat von 6abs5 Beitrag anzeigen
Welche Dämmung setzt man hier am besten ein? Ich hatte an alukaschiertes PUR gedacht, von dem mir aber wegen eventuellen Tauwasser abgeraten wurde.


Tauwasser hängt nicht von der Art der Dämmung ab.

Wenn's um möglichst effektive Dämmung geht und die Kosten zweitrangig sind, würde ich Vakuumdämmplatten in Erwägung ziehen. Ansonsten sind Resolplatten in einer ähnlichen Preislage wie PUR, dämmen aber noch ein klein wenig besser, und sind weniger leicht brennbar, und sind umweltverträglicher.

Verfasser:
winni 2
Zeit: 08.11.2018 11:31:02
0
2702789
Bei KS-Mauerwerk, Dämmung, Klinkerwand wird es zwangsläufig
Tauwasser an der Klinkerwand innen geben, wenn kein belüfteter
Spalt zwischen Dämmung und Klinkerwand bestehen wird.
(Wenn der Wintergarten temperiert wird)

Ich würde das mit dem KS lassen und ein Holzständerelement
fertigen (lassen).
Aufbau Gipsplatte, OSB-Platte, mit 032er Dämmung gefülltes
Ständerwerk, Holzfaserdämmplatte.
Das ganze vor die Klinkerwand mit 1- 2 cm Abstand gestellt,
Spalt belüftet aber mäuse-, fluginsekten- , schlagregendicht
ausgeführt.

Grüsse

winni

Verfasser:
6abs5
Zeit: 08.11.2018 12:04:29
0
2702812
Danke für Eure Antworten.

Leider muss ich KS-Steine nehmen wegen Brandschutzklasse F90. Vorgabe vom Amt hier 17,5er Steine zu nehmen.

Also muss ein belüfteter Spalt sein? Ich hab an meinem Haus im Zuge des Wintergartens jetzt schon eine Menge gearbeitet. Auch Klinker am Haus entfernt und dort Schalterdosen eingesetzt. Hinter dem Klinker war Dämmung in Form von Glaswolle. Einen belüfteten Spalt hab ich nicht gesehen. Auch nciht an entfernter Stelle...


Hilft es wenn ich die alte Klinkerwand mit einer Lage Schweißbahn verkleide? Und dann nochmal die Frage: Welches Dämmmaterial soll ich nehmen?

Danke und Gruß

Verfasser:
Tom Berger
Zeit: 08.11.2018 12:22:49
0
2702828
Zitat von 6abs5 Beitrag anzeigen
Hinter dem Klinker war Dämmung in Form von Glaswolle. Einen belüfteten Spalt hab ich nicht gesehen. Auch nciht an entfernter Stelle...


In der Regel kommt die Feuchtigkeit von Innen. Wenn Du eine dampfdiffusionsoffene Konstruktion hast, dann schlägt sich im Winter zwar Feuchtigkeit nieder, aber die kann im Sommer dann wieder verdunsten. Glaswolle ist offen ...

Zitat von 6abs5 Beitrag anzeigen

Hilft es wenn ich die alte Klinkerwand mit einer Lage Schweißbahn verkleide? Und dann nochmal die Frage: Welches Dämmmaterial soll ich nehmen?


Du bräuchtest eine Dampfsperre/-bremse an der Innenseite der Konstruktion. Diese muss dann aber auch wirklich überall geschlossen sein. Selbst kleinste Löcher von Tackernägeln o.ä. lassen schon ausreichend Feuchtigkeit durch, und diese kriegst Du dann nie wieder raus.

Bei so einer Sanierung wäre mir das zu heikel. Da würde ich eher auf diffusionsoffene Materialien setzen. Allerdings bringen 30 mm Mineralwolle auch nicht besonders viel ....

Mein Tipp, und so habe ich das vor zwei Jahren bei mir auch gemacht: reisse die äußere Klinkermauer ein, und mach' ein ordentliches WDVS auf die Kalksteine.

Verfasser:
winni 2
Zeit: 08.11.2018 12:25:05
0
2702830
Eine Schweissbahn auf die Klinker würde die Tauwasserproblematik
verstärken.
Nimm das alukaschierte PUR, verkleb es vollflächig auf den Klinker
und klebe die Plattenstösse dampfdicht ab.
Beim Vormauern der KS-Wand sollten dann auch möglichst keine
Hohlräume zwischen KS und Dämmung entstehen.

Grundsätzlich geht aber eine F90-Lösung auch mit Trockenbau?
https://www.danogips.de/service/dokumenten-center/index.php?t=0&p=3-4-4&s=1&q=
Damit wären halt wesentlich bessere Dämmwerte machbar, als mit
175 mm KS + 30 mm Dämmung.

Grüsse

winni

Verfasser:
HFrik
Zeit: 08.11.2018 12:26:55
0
2702832
Also wenn das eine nicht nass werdende Wand ist kann man F90 auch mit MEtalständern, Dämmung und Gipskartonplatten (Fireboard etc) erreichen. Mit 200mm ist da durchaus einiges machbar. Brandbeanspruchung nur von deiner Seite oder auch aus Richtung der Klinkerwand? (Und wenn aus Richtung der Klinkerwand - mit welcher Begründung? )

Verfasser:
6abs5
Zeit: 08.11.2018 13:13:41
0
2702860
Vielen Dank für die Hilfe.

Brandgefahr aus beiden Seiten, so wie ich das gelesen habe. Es ist eben eine Gebäudeabschlusswand bei einem Grenzabstand von praktisch 0m zum Nachbarn, daher F90.

Was mir nicht klar ist. Am Haus ist hinterm Klinker überall Glaswolle, direkt dahinter kommt dann der innenliegende KS-Stein. Wieso geht diese Konstruktion am Haus und am Wintergarten nicht?

Die Wand einreißen ist leider keine Option. Im Umkehrschluss würde ich diese einreißen und dann praktisch wieder aufbauen wenn ich meine Dämmung mit neuen Klinkern verkleiden will.

Die Klinker werden von Seiten des Nachbarn natürlich schon nass wenn der Regen drauf peitscht. Von meiner Seite aus natürlich nicht, da der Wintergarten Teil des Wohnzimmer wird. Da wird bis auf die Luftfeuchte nichts nass. Trockenbau wurde mir auch vorgeschlagen, aber schlussendlich hatte ich mich dann doch für die Lösung mit den 17,5er Steinen entschieden. Gerade auch weil die neue Wand über die bestehende Klinkertrennwand hinaus geht.

Also Lösung nehme ich jetzt folgendes mit:

Auf die Klinkerwand alukaschiertes PUR kleben. Dann (vollflächig?) eine Dampfsperre auf die PUR Platten aufbringen. Direkt davor dann die KS-Steine setzen.

Mit dieser Lösung sind keine Feuchtigkeitsprobleme zu erwarten?

Danke und Gruß

Verfasser:
winni 2
Zeit: 08.11.2018 13:38:48
0
2702870
Ich denke, das wird funktionieren, aber ich empfehle lieber Dämm-
Lösungen, die sicher keine Probleme machen

Das ist eine Kerndämmung am Haus und am Wintergarten und die
sieht ,zumindest nach Glaser, im Feuchteanfall i.d.R. bescheiden
aus, aber es gibt kapillare Prozesse, die übermässige Feuchte
abführen können und die die Glaser-Berechnung nicht berück-
sichtigen kann.

Die Alukaschierung ist eine Dampfsperre. Es reicht, wenn die
Plattenstösse mit Aluklebeband geschlossen werden. Eine
übliche Dampfbremsfolie würde einiges mehr an Feuchtigkeit
passieren lassen, als die Alukaschierung.

Je höher die Raumtemperatur des Wintergartens bei niedrigen
Aussentemperaturen wäre, desto grösser die Feuchteproblematik.
Aber einen Wintergarten heizt man ja i.d.R. nicht auf 21 Grad,
wenn draussen - 10 sind?

Kannst Du nicht wenigstens auf 60 mm PUR gehen? Damit
hättest Du einen U-Wert von immerhin ca. 0,33.

Grüsse

winni

Verfasser:
6abs5
Zeit: 08.11.2018 14:13:09
0
2702884
Ich hab leider nicht viel Platz. Was geht sind 30mm, es sei denn ich versuche das Bauamt zu beschei*** indem ich statt 17,5er normale 11,5er KS-Steine nehme. Aber wenn das auffällt reiß ich alles wieder ein, von daher muss das so irgendwie gehen.


Der Wintergarten wird allerdings schon geheizt, genauso wie das Wohnzimmer. Ich hab da keine räumliche Trennung, sondern alles ist offen. Warmwintergarten ist hier die Bezeichnung. Zusätzlich steht 5m entfernt noch ein Ofen, ein großes Delta T im Winter ist also nicht vollends ausgeschlossen..

Gruß

Verfasser:
winni 2
Zeit: 08.11.2018 14:51:00
1
2702896
Ei,ei,ei... Da baust Du Dir ein "schönes" Wärmeloch an Dein Haus...

Interessiert sich das Bauamt nur für den Brandschutz, nicht für den
Wärmeschutz?

Bei der Nutzung vielleicht tief in die Tasche greifen und so was
nehmen:
https://www.vaku-isotherm.de/de/branchen/baugewerbe/anwendungsgebiete#aussenwaende
Das Glas dürfte schon Verluste genug haben.
Dach ist auch verglast?

Grüsse

winni

Verfasser:
HFrik
Zeit: 08.11.2018 14:54:57
1
2702898
Also das Bauamt kann die kein KS vorschreiben, sondern nur F90. Daher auch meine Frage von welcher seite, denn das ist für den Wandaufbau relevant.
Wenn deine Seite der Klinker trocken ist, inkl. Spalt, dann geht ein Trockenwandaufbau.
Lies Dir mal das hier durch: https://www.danogips.de/mdbapi/pdf_download.php?action=download&a=653258&c=684fde216428311b39bf1edf03136f3d&p=g
Das ist auch F90, und nur 25mm davon sind keine Dämmung. D.h. da kann man mit 150mm Dämmung und Holzsständern arbeiten.
Bezüglich Kerndämmung mit Ziegeln - die ist oft mit Hinterlüftung hiter den Klinkern. Oder eben mit kapillarar Abführung durch die Mauerschale davor. Oder mit abgesoffener Dämmung.

Verfasser:
winni 2
Zeit: 08.11.2018 14:59:13
0
2702900
Über den 1,8 Metern Klinkerwandhöhe könnte die Trockenbauwand
auch wasserfest und brandsicher ausführen.
Z.B. mit dünnem Steinwolle-WDVS, verputzt.

Grüsse

winni

Verfasser:
6abs5
Zeit: 08.11.2018 15:00:45
0
2702902
@winni

Hmm.. ich weiß nicht ob das ein Wärmeloch wird. Das Glas oben ist im Verbund 30mm dick. Die Wintergarten Glastüren und Fenster sind so wie im restlichen Haus. Natürlich ist die Fläche und somit der Wärmeverlust größer.

Die noch zu mauernde Mauer wird aus meiner laiensicht wohl nicht vom Wärmeverlust schlechter werden als die ganzen Glaselemente. Oder etwa doch? Wir sprechen hier immerhin über 17,5cm KS + 30mm Dämmung + 15cm Klinker. Das muss doch in Summe besser sein als eine doppelt verglaste Scheibe?

Das Bauamt hat sich prinzipiell ziemlich pingelig angestellt wegen dem Brandschutz. Den Rest hat es nicht groß interessiert. Abnahme würde natürlich noch irgendwann folgen, da muss ich dann irgendwie durchkommen.

Ich weiß nicht, ich sehe das nicht ganz so kritisch...

Gruß

Verfasser:
Peter 888
Zeit: 08.11.2018 15:12:02
0
2702909
Hallo

Schau einfach mal unter KS-Steine
Da findest Du den Hinweis, dass REI 90 i.d.R. schon mit 11,5 cm KS erreichbar sind.

ggf sind die 17,5 cm aus statischen Gründen gefordert.

ciao Peter

Verfasser:
winni 2
Zeit: 08.11.2018 15:12:17
1
2702910
Dein ganzer Wintergarten wird leider ein Wärmeloch, auch wenn der
Wintergarten evtl., je nach Ausrichtung und Verschattung und Lage,
auch ordentliche Wärmegewinne bei Sonne bringen kann.

Selbst die beste Verglasung dämmt weit schlechter, als eine ordentliche
gedämmte Wand.
Da kann es dann aus meiner Sicht nur darum gehen, das wenigstens
Flächen, die nicht verglast sind, ordentlich gedämmt sind. Auch wenn
Deine 30 mm gedämmte KS-Wand etwas besser ist, als eine sehr,
sehr gute 3-fach-Verglasung. Aber das sagt im Grunde nur etwas darüber
aus, wie schlecht Verglasungen leider immer noch dämmen.

Grüsse

winni

Verfasser:
winni 2
Zeit: 08.11.2018 15:38:39
1
2702920
Um "Wärmeloch" mal in Zahlen zu fassen:
Angenommen Dein Wintergarten hat 70 m2 Aussenflächen,
Deine Normtemperatur beträgt - 14 Grad und Raumtemperatur
21 Grad und der Wintergarten hat einen durchschnittlichen
U-Wert von 0,8, was ordentlich wäre.
Dann hättest Du eine Heizlast von ca. 2000 Watt, alleine für
den Wintergarten.

Das würde für die Heizlast eines nicht kleinen Passivhauses,
inkl. Warmwasserbereitung, reichen.

Grüsse

winni

Verfasser:
6abs5
Zeit: 08.11.2018 16:21:47
0
2702933
Es ist natürlich richtig das mir das Bauamt keine KS-Steine vorschreiben kann. Der Architekt hat das in Absprache mit mir so in die Zeichnungen eingebracht und dem Bauamt vorgelegt. Ziel war es die F90 zu erfüllen. Zur Wahl stand eben eine gemauerte Mauer als Fortführung der vorhandenen Hausmauer in 17,5, oder eben eine Trockenbauwand. Ich hab mich dann für die Mauer entschieden. Ob das richtig oder falsch war weiß ich nicht. Der Architekt meinte das geht beides, der Aufwand bei einer Mauer ist nur deutlich höher. Meine Seite der Klinkerwand ist trocken, aber die Entscheidung pro Mauer ist schon gefallen, Steine liegen vor Ort etc. Es geht mir nur noch um die bestmögliche Dämmung bei gegebenen Umständen.

Mit der Statik hat der 17,5er Stein nichts zu tun. Der WG wäre ganz ohne Mauern standfest in allen Lastfällen.

Mir war von Anfang an klar das der WG kein Energiespeicher wird. Über die großen Flächen geht eben viel verloren, allerdings würde ich es nicht machen wenn es nicht auch Vorteile hätte. Das mehr an Heizkosten wird man sehen, aber so dramatisch um vom Wärmeloch zu sprechen sehe ich es aktuell nicht. Kann mich aber auch täuschen. Das was wir gesehen haben erschien uns sehr hochwertig und technisch up to date. Komplett Alu, thermisch getrennt, geschäumt, sehr gute u-Werte etc. Ich kann gerne in 1-2 Jahren berichten wie sich unsere Heizkosten verändert haben.

Gruß

Verfasser:
HFrik
Zeit: 08.11.2018 16:43:38
2
2702940
Also fassen wir zusammen: mit KS ist a) die Anforderung des Bauamts nicht erfüllt (Schwarzbau), die Dämung wird bestenfalls lausig, es besteht ein Kondenswasserproblem. Zudem wird die Wärmeschutzverordnung verletzt.
Einziger Vorteil: grob 1m³ KS-Steine in 17,5cm für grob 150€ liegen schon auf dem Hof.

Mein vorschlag:
a) Die KS-Steine für 80€ über Ebay Kleinanzeigen verticken, und 80€ als Lehrgeld verbuchen
b) mit Trockenbau und Fireboard (Die Danogipsvariante ist die billigste am Markt) eine Genehmigungskonforme, die Wärmeschutzverordnung erfüllende Lösung ohne Kondenswasserproblem hinbauen.

Für den geplanten Murks wirst Du hier von keinem eine Absolution bekommen.

Verfasser:
winni 2
Zeit: 08.11.2018 16:58:51
0
2702946
Wurde über die Bodenplattendämmung nachgedacht und was
sagt der Architekt zur "Dämmung" der Wand?

Grüsse

winni

Verfasser:
6abs5
Zeit: 08.11.2018 20:16:11
0
2703040
@hfrick:
Zieh es bitte nicht so ins lächerliche. KS verstößt nicht gegen die Bauvorgabe. Warum? Es ist/wäre somit auch kein Schwarzbau. Die Dämmung der Wand mag „lausig“ sein, aber was sollen erst die WG Besitzer mit Rundumverglasung sagen? Kondenswasser und Wärmeschutzverordnung versuchen wir hier zu erörtern. Das hier irgendetwas Murks ist soweit sind wir also noch lange nicht. Ich hab mit dem Ausbau keine Eile und bin bereit auf Vorschläge einzugehen. Nur bitte sachlich sollte man dabei bleiben.
Deinen Vorschlag mit der Trockenbauwand inkl Fireboard werde ich mir ansehen. Evtl macht es tatsächlich mehr Sinn..

@winni:
Die Bodenplatte soll hier nicht das Thema sein. Zur Dämmung der Wand meinte er 30mm würden ausreichen. Die ganze Wand ist bald 1/2m dick, inkl Dämmung, KS Hohlblocksteine etc. Das letzte woran ich hier gedacht hätte wäre eine „lausige Dämmung“.

Verfasser:
HFrik
Zeit: 09.11.2018 00:35:25
1
2703124
Also lächerlich ist da nix. Wenn die 17,5 gewählt wurden um F90 zu erreichen, und F90 die Vorgabe ist aus der Baugenehmigung, dann ist eine 11,5-er Wand erst mal fraglich. Ich habe mal noch nachgelesen, KS in 115 mit Dünnbetmörtel kann F90 gerade so erreichen, mit Normalmörtel müssstest Du beide Seiten verputzen, was pfaktisch nicht geht. Mit Ziegel aller Art wären die F90 in 115mm Wand nicht zu schaffen.
Allerding finde ich als Gebäudeabschlusswand zum NAchbargrundstüchk (weniger als 2,5 m Abstand in der LBO eine Brandwand, d.h F90 mit besondere Stossbeanspruchung, dafür braucht bei KS wiederum die 17,5cm Dicke sonst wird die Stossbeansruchung bei Brandbeanspruchung nicht erfüllt. Dies dürfte bei Dir verlangt sein, womit deine 11,5'er Wand die Anfordeung dann nicht erfüllen dürfte.
(Du schreibst selbst oben dass die 11,5cm Wand die Vorgabe nicht erfüllt)

Die Glasteil des Wintergartens hat andere U-WErte in der ENEV zu erfüllen als die Wand als opakes Bauteil. Der Rest vom WG kann eine n U-Wert von 1,3 bzw 1,4 (Dach ) haben, die Wand muss einen U-Wert von 0,24 schaffen, sishe hier Tabelle 1 im Abschnitt 7: http://www.enev-online.com/enev_2014_volltext/anlage_03_anforderungen_aenderung_aussenbauteile_bestand.htm

Bauwerke die Vorgaben aus der Baugenehmigung oder den Vorschriften nicht erfüllen sind nicht genehmigt und damit ein Schwarzbau.
Wenn Du die Vorschriften lächerlich findest ist das Deine Sache. ich hoffe Du lachst dann auch übner eine Abrissverfügung.

Ich würde eine konforme Lösung wählen, wenn die mit etwa gleichen Kosten durchführbar ist und zudem geringere Betriebskosten und höheren Wohnkomfort bietet.

P.S. Klinker sind keine Hohlblocksteine. Und sind dämmungstechisch ebenso wie KS nicht existent. Klinker und KS zusammen dämmen so "gut" wie 10mm PUR. In deinem Fall müssen minimal 90mm alukaschiertes PUR rein um die ENEV zu erfüllen. Oder eben die Trockenbauwand.
D.h. 175mm KS + 90mm PUR wäre in deiner Variante die Minimaldicke des Bauwerks zum Nachbarn hin.

Verfasser:
6abs5
Zeit: 09.11.2018 08:12:14
0
2703149
Guten Morgen.

Mit Verwunderung frage ich mich wie du auf 11,5 für die neu zu errichtende Wand kommst? Ich hab meine Beiträge eben nochmal überflogen, überall erwähnte ich das die Wand aus 17,5er KS-Steinen erstellt wird. Falls ich mich irre bitte ich um einen Hinweis. 17,5er Steine "liegen schon auf dem Hof", hast du ja selbst etwas sarkastisch geschrieben..

Das Glas und Wand andere Vorgaben erfüllen müssen ist mir auch klar. Das wäre jetzt der Sinn meiner Frage im Beitrag #1 dieses Threads gewesen, welche Dämmung man hier geeigneter Weise wählen sollte. Und das Klinker keine Hohlblocksteine sind ist mir ebenfalls bewusst. Ich sprach von den KS-Steinen. Ich bin zwar nicht vom Fach aber ganz so unbeholfen wie man mich gerne hinstellen möchte auch nicht.

Ich hoffe damit sind die Mißverständnisse ausgeräumt.

Mit der Trockenbauwand informiere ich mich jetzt. Mir sind einige Dinge dabei unklar wie Standsicherheit, Ausführung, Wandaufbau, Einbruchsicherheit, etc.

Grüße

Verfasser:
Phil a.H.
Zeit: 09.11.2018 08:56:55
0
2703167
Hallo,

Standsicherheit? Weiter oben schreibst Du, das Ding würde auch komplett ohne die Mauer stehen.

Also... im Bestand würde ich beim 3 cm Spalt sagen, Perlite reinkippen.
Neubau... also wer macht da sowas?

Wie schon erwähnt wurde, ist die EnEV einzuhalten - die hat quasi Gesetzescharakter, auch wenn viele (incl. mir) nicht alles für sinnvoll halten. Man kann auch nicht argumentieren, man hätte dem Typen eine reingehauen, weil den sowieso niemand mag. Man darf es eben nicht.

Sollte es bei Dir absolut nicht anders gehen, ist der rechtlich einzig sichere Weg, eine Ausnahme zu beantragen.
Auch wenn die Bodenplatte nicht zu Deiner Frage gehört, ist die dennoch, gerade deshalb, ebenfalls von Bedeutung.

Machen kannst Du viel, wahrscheinlich juckt es niemanden. Es sei nur darauf hingewiesen.

Du hast doch sicher Pläne/Grundrusse liegen. Falls Du die mal einstellen magst, kommen vll. ein paar gute Ideen, wie man das alles in Einklang bringt.

Gruß
Phil

Verfasser:
6abs5
Zeit: 09.11.2018 09:12:05
0
2703175
Hallo Phil,

Standsicherheit der Trockenbauwand. Der Glaskasten steht von alleine.

Pläne, Zeichnungen, Berechnungen habe ich zu Hause, leider nicht hier auf der Arbeit. Man stelle sich eine Doppelhaushälfte vor, an deren Rückseite die Häuser mit einer Klinkerwand (25cm breit) auf einer Höhe von 1,8m und einer Länge von 4m getrennt sind. Der Wintergarten geht von Hausanschluss 3,5m hoch bis zum Ende der Klinkerwand auf 2,3m runter. Mehr Infos gerne auf Nachfrage, sofern ich diese von hier liefern kann.

Mir geht es primär um die Dämmung der Wand. Gibt es hier keine Möglichkeit die EnEv mit gegebenen Bedingungen und KS-Steinen in 17,5 einzuhalten? Falls nein, wovon ich nach euren Reaktionen ausgehe, bleibt der Gang zur Trockenbauwand.

Aktuelle Forenbeiträge
reglerprofi schrieb: Der Preisunterschied zwischen Cat5e und Cat6/Cat7 beträgt nur ca. 0,25€ pro Meter. Der Arbeitsaufwand ist identisch und da stellt sich die Frage nach 100Mbit oder 1000Mbit nicht mehr! Viele Grüße Jürgen...
donnermeister schrieb: Ja, bei Heizkurve und Heizzeiten muss man probieren. Bei den Heizzeite muss du auch bedenken, daß 9 bis 19 Uhr nur 10 Stunden sind. Abzüglich ca. eine Stunde WW bleiben nur noch 9 Stunden heizen übrig....
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30mm Platz, welche Dämmung?
Verfasser:
6abs5
Zeit: 09.11.2018 09:12:05
0
2703175
Hallo Phil,

Standsicherheit der Trockenbauwand. Der Glaskasten steht von alleine.

Pläne, Zeichnungen, Berechnungen habe ich zu Hause, leider nicht hier auf der Arbeit. Man stelle sich eine Doppelhaushälfte vor, an deren Rückseite die Häuser mit einer Klinkerwand (25cm breit) auf einer Höhe von 1,8m und einer Länge von 4m getrennt sind. Der Wintergarten geht von Hausanschluss 3,5m hoch bis zum Ende der Klinkerwand auf 2,3m runter. Mehr Infos gerne auf Nachfrage, sofern ich diese von hier liefern kann.

Mir geht es primär um die Dämmung der Wand. Gibt es hier keine Möglichkeit die EnEv mit gegebenen Bedingungen und KS-Steinen in 17,5 einzuhalten? Falls nein, wovon ich nach euren Reaktionen ausgehe, bleibt der Gang zur Trockenbauwand.
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