Cookies erleichtern die Bereitstellung der Dienste auf dieser Website. Mit der Nutzung dieser Website erklären Sie sich mit dem Einsatz von Cookies einverstanden.

Alle
Foren
Lüften, lüften, lüften
Verfasser:
Karl-Heinz Groß
Zeit: 06.12.2018 19:35:45
3
2716307
Wer eine alte Wohnung mietet, hat keinen Anspruch auf Dämmung, urteilt der BGH. Mieter müssen entspechend häufiger die Fenster öffnen.

Verfasser:
silence63
Zeit: 06.12.2018 19:46:46
3
2716310
Moin,

ich denke, wer eine alte Wohnung mietet, sollte auch damit rechnen, mehr bzw. öfter lüften zu müssen.

Dafür sind die Mieten i.d.R. ja auch günstiger.

Und dass Vielduscher mehr lüften müssen, sollte auch klar sein.

Gruß von Thomas

Verfasser:
mannitwo
Zeit: 06.12.2018 19:46:47
3
2716311
Großvermieter VONOVIA reduziert energetische Sanierung nach Mieterprotest.
Böser Vermieter!


Einen Block weiter klagen andere Mieter - bei uns wird nicht gedämmt.
Böser Vermieter.

Verfasser:
silence63
Zeit: 06.12.2018 19:50:35
1
2716315
Tja, man kann es halt nicht jedem recht machen...und wie man es dann macht, ist es sowieso verkehrt...

Gruß von Thomas

Verfasser:
PeSo
Zeit: 06.12.2018 19:58:47
2
2716322
Hallo,

solche Urteile finde ich gut!
Wenn der Vermieter nicht investiert, kann er die Bruchbude irgendwann nicht mehr gut vermieten und das ganze regelt sich von selbst - nennt sich freie Marktwirtschaft!

Was aber gerade (sonst so) abgeht, entbehrt jeglicher Logik - Vermieter werden verpflichtet Sozialaufgaben des Staates zu übernehmen!
Die Konsequenz ist steigende Mieten und knapper Wohnraum.

Aufgabe der Kommunen ist es lediglich, genügend Bauflächen zur Verfügung zu stellen - dann können sich mehr Menschen von der Miete lösen.


Gruss PeSo

Verfasser:
gnika7
Zeit: 06.12.2018 20:12:22
2
2716331
Was Vonovia angeht...
Die Mieter haben kein Problem mit der energetischen Sanierung, sondern mit dubiosen Abrechnungen und Geschäftspraktiken von Vonovia. Vonovia hat anscheinend energetische Sanierungen dazu genutzt die Mieter abzuzocken.

Also nicht über die Mieter lästern, sondern sich fragen, wie es sein kann, dass
1. Vermieter die Miete bei abgeschriebenen Altimmobilien abkassieren dürfen, aber die höheren Heizkosten durch Mieter und höhere Umweltbelastung durch Allgemeinheit getragen werden.
2. Wie Vermieter durch dubioses Insourcing einerseits Steuern vermeiden können und andererseits Vermieter abzocken können.

Das Problem liegt in beiden Fällen auf der Vermieterseite. Genau aus solchen Gründen bin ich froh kein Mieter zu sein.

Grüße Nika

Verfasser:
PeSo
Zeit: 06.12.2018 20:26:54
2
2716337
Hallo,

ob Vermieter ihre Immobilien abgeschrieben haben oder nicht, ist allein Vermieter-Sache.

Wenn Vermieter die Mieter abzocken, steht es den Mietern frei, den Mietvertrag zu kündigen - hab ich auch gemacht.
Als mir die Miete mit der Erklärung "alle 2 (oder waren es 3?) Jahre dürfen wir das" um 20% erhöht wurde - habe ich meinem Vermieter (ein städtisches Unternehmen) den Vogel gezeigt und mir was eigenes gebaut.

Das Problem ist nur, dass zu wenige Grundstücke ausgewiesen werden - bei uns um die Ecke stehen Wiesen in bester Lage ungenutzt. Stattdessen werden Parks und Grünflächen in ohnehin schon überfüllten Stadtteilen zur Baugrundstücke umdeklariert und unter der Hand "abgegeben".

Solange man den Markt nicht "freigibt", wird es immer schlimmer werden.

Vermieten ist für Privatleuten durch irrsinige Urteile und lahme Justiz zu unkalkuliebarem Risiko geworden!


Gruss PeSo

Verfasser:
gnika7
Zeit: 06.12.2018 21:50:12
0
2716384
Zitat von PeSo Beitrag anzeigen

Wenn Vermieter die Mieter abzocken, steht es den Mietern frei, den Mietvertrag zu kündigen - hab ich auch gemacht.
[...]

Nicht alle sind so flexibel. Und in Ballungsräumen was zu finden gleicht zur Zeit eher einem Glücksspiel

Zitat von PeSo Beitrag anzeigen

Vermieten ist für Privatleuten durch irrsinige Urteile und lahme Justiz zu unkalkuliebarem Risiko geworden!
[...]

In beiden erwähnten Fällen sind die Vermieter keine einfachen Kleinvermieter...

Die Kleinvermieter haben nicht so viele Möglichkeiten und verhalten sich auch im Allgemeinen kundenfreundlicher.

Grüße Nika

Verfasser:
hanssanitaer
Zeit: 07.12.2018 08:19:40
4
2716449
Vonovia legt im Schnitt 7% der Modernisierungskosten auf die Miete um. Gesetzlich erlaubt wäre mehr.

Wenn dann die Miete von 4,40€/m² auf übliche 7€/m² steigt, sprechen sie alle von Wucher, weil das Amt einer Alleinstehenden Person keine 3 Zimmer 90qm Wohnung zu zahlen hat.

Der Rückzug Vonovias vom Sanierungsmarkt wird sich unweigerlich negativ in den CO2 Zielen der Bundesregierung wiederspiegeln.

Der Durchschnittsdeutsche denkt nichtmal von Früh bis Mittag.

Verfasser:
gnika7
Zeit: 07.12.2018 08:41:07
0
2716455
Zitat von hanssanitaer Beitrag anzeigen
Vonovia legt im Schnitt 7% der Modernisierungskosten auf die Miete um. Gesetzlich erlaubt wäre mehr.

Wenn dann die Miete von 4,40€/m² auf übliche 7€/m² steigt, sprechen sie alle von Wucher, weil das Amt einer Alleinstehenden Person keine 3 Zimmer 90qm Wohnung zu zahlen[...]

Du hast anscheinend die ganze Problematik der dubiosen Geschäfte von Vonovia in der Presse nicht mitbekommen. Ansonsten kannst du die Gewinnentwicklung von Vonovia angucken und dich fragen, wie man bei dem Geschäftsmodell solche traumhaften Gewinnsteigerungen in den letzten Jahren erreicht.... Aber wenn man die Aufträge an sich selber vergibt und diese (nicht) ausführt und überteuert abrechnet, kann man auch mit energetischen Sanierungen unglaublich Gewinne erwirtschaften.

Grüße Nika

Verfasser:
gnika7
Zeit: 07.12.2018 08:56:53
0
2716459
Zitat von hanssanitaer Beitrag anzeigen
Der Durchschnittsdeutsche denkt nichtmal von Früh bis Mittag.[...]

Hochmut kommt vor dem Fall

Verfasser:
Texlahoma
Zeit: 07.12.2018 09:13:52
0
2716466
Wenn man den Markt freigibt, wird weiter das Angebot verteuert oder verknappt.

Wie man auch in großen Städten bezahlbaren Wohnraum schafft, zeigt dieses Beispiel.

Aber dazu sind unsere Kommunalpolitiker offenbar nicht willens oder nicht in der Lage...

Verfasser:
hanssanitaer
Zeit: 07.12.2018 09:32:02
3
2716475
Zitat von gnika7 Beitrag anzeigen
Zitat von hanssanitaer Beitrag anzeigen
[...]

Hochmut kommt vor dem Fall


Meinst du? Öko wollen, aber tiefrot denken, passt eben nicht zusammen. Geld wächst nicht auf Bäumen.

Vonovia ist wie jeder andere Vermieter auch gewinnorientiert.

Mich würden mal konkrete Zahlen zu den "überteuerten" Maßnahmen interessieren, wo der aktuelle Bauboom an jeder Ecke die Kosten stärker als je zuvor emporschnellen lässt.

Vonovia hat wie zuvor schon die Deutsche Annington die rote Laterne auf dem Vermietermarkt: viele trostlose Mietskasernen, viele sozial schwache Mieter mit wenig Willen zur Veränderung. All diejenigen, die bei Privatvermietern keine Chance haben, landen bei den großen Gesellschaften, die sich zwischen AGG und allseitiger Anspruchshaltung auf einem feinem Grat bewegen. Am Ende muss da noch was für die Investoren rausspringen.

Verfasser:
Fritzli
Zeit: 07.12.2018 09:55:06
5
2716480
Zitat von silence63 Beitrag anzeigen
Tja, man kann es halt nicht jedem recht machen...und wie man es dann macht, ist es sowieso verkehrt...

Gruß von Thomas


So sieht es aus. Es sollen alle sanieren, aber nicht die Mieten erhöhen.
Das Gejammer über „böse Vermieter“ ist sowieso unsäglich. Ich kenne mehr gute Vermieter als gute Mieter...

Abgesehen davon, muss man auch in einer sanierten Baute lüften. Mit dem richtigen Lüften sind 99% der Mieter überfordert, wie sie auch sonst generell ahnungslos sind. Alles wissen wollen, aber nichts können.

Verfasser:
Basti16
Zeit: 07.12.2018 09:59:31
1
2716485
Zitat von PeSo Beitrag anzeigen
Hallo,

solche Urteile finde ich gut!
Wenn der Vermieter nicht investiert, kann er die Bruchbude irgendwann nicht mehr gut vermieten und das ganze regelt sich von selbst - nennt sich freie Marktwirtschaft!
[...]


Das funktioniert aber nur in "toten" Gegenden.

In Ballungsgebieten alà Stuttgart, München und Berlin bekommen die Vermieter jedes Loch an den Mann :-).

Verfasser:
HFrik
Zeit: 07.12.2018 11:41:53
0
2716520
Aber das auch nur so lang, wie die Stadt über die Bebauungspläne weitehnin das neu bauen / erweitern in den Ballungsräumen verbietet.

Das ist aber in der Politik nicht angekommen, dass nach 25 NAchverdichtungsrunden der letzten 100 JAhren, die man mit finanziellen und sonstigen Anreizen anschieben konnte oder von alleine abliefen, inzwischen in den gesuchten Ballungsräumen praktisch jeder Quadratmeter der gebaut werdend arf, auch schon gebaut ist.
Speziell in Stuttgart klagen die Eigentümer, dass sie Gebäude aufwändig sanieren müssen obwohl Abriss und Neubau deutlich billiger und mit einem besseren Ergebnis wäre, weil man nach einem Abriss nur noch deutlich kleiner -> weniger Wohnungen bauen dürfte nach aktuellem Bebaungsplan.

Was notwenig ist, ist die bestehenden Babauungspläne an die gestiegenen Anforderungen an Wohnraum anzupassen - besonders in Bestandsgebieten wo die ganze Infrastruktur, insbesondere der Anschluss an den ÖV bereits gegeben sind.

Ich wäre dafür, die Anwendung der Meitpreisbremse an eine automatische Anhebng der zulässigen GRZ /GFZ- Zahlen und Trauf/Firsthöhen in den Bebauungsplänen und der Vergleichsgrössen der NAchbarschaft in §34 BauGB -Gebieten zu koppeln.
Die der Gemeinderat umgehen kann indem er entsprechende Fläche in gezielten Änderungen von Bebauungsplänen ermöglicht.

Das würde überall dort wo die Enge im Wohnungsmarkt von den gemeinden Festgeschrieben ist, wieder Luft auf dem Markt entstehen kann.

So wie es heute angelegt ist ist es ein Wohnungsbauverhinderungs- und Obdachlosenschaffungsgesetz. Im sinne einer klaren Sparache sollte man das auch so benennen. Das Gesetz ist ganz darauf Ausgelegt dass die sozial schwächsten ohne Wohnung da stehen. Weil Mieter mit mehr Geld sich durch die Preisbremse immer mehr Platz leisten können und auch tun. Während bauwillige durch die Bremse vom Bauen abgehalten werden - einerseits weil es sich nicht lohnt zu vermieten, andererseits weil es billiger ist zu mieten statt was eigenes zu errichten.
Da jeder m² nur einmal vermietet werden kann führt das dazu dass einerseits immer mehr in den MArkt drängen, andererseits die die schon im MArkt sind immer mehr davon beanspruchen, sprich im Markt immer weniger platz haben.
Womit immer mehr aus dem MArkt herausfallen müssen, so sicher wie das Amen in der Kirche -> Obdachlos.

Wer solche Gesetze produziert sollte sich nicht später über die selbst produzierten Folgen beschweren.

Verfasser:
Solarzelle
Zeit: 07.12.2018 12:23:54
1
2716541
Zum Thema:

Ich finde das Urteil gut nur verstehe ich eins nicht:

Warum sollen undichte Altbauten mehr belüftet werden???

Ich lüfte meinen Albakaum, habe aber keine Probleme.
Kann mein Bimsstein so gut saugen und die Feuchte nach außen tragen???

Ich vermute eher, dass aus Gründen er Ersparnis die Mieter dauernd die Heizungen abdrehen und Räume gar nicht beheizen bzw. zu schwach beheizen.
Dann immer alle Fenster zu und peng - Schimmel.

Zum Wohnungsmarkt:

Es sollte meiner Meinung nach in Ballungszentren gar nicht mehr gebaut werden!!!!

Immer voller immer enger kann nicht das Ziel sein.

Großstädte sind laut, drecking, eng und teuer.

Warum da überhaupt einer hin will....

Verfasser:
Fritzli
Zeit: 07.12.2018 12:49:45
1
2716557
Zitat von Solarzelle Beitrag anzeigen
[...]Warum sollen undichte Altbauten mehr belüftet werden???


Gut erkannt, eigentlich sollte das Gegenteil der Fall sein: Bessere Bauten mit dichterer/weniger undichter Gebäudehülle müssen mehr belüftet werden da weniger unkontrollierter Luftaustausch.

Zitat von Solarzelle Beitrag anzeigen
[...] Ich lüfte meinen Albakaum, habe aber keine Probleme.
Kann mein Bimsstein so gut saugen und die Feuchte nach außen tragen???


Nein.

Zitat von Solarzelle Beitrag anzeigen
Ich vermute eher, dass aus Gründen er Ersparnis die Mieter dauernd die Heizungen abdrehen und Räume gar nicht beheizen bzw. zu schwach beheizen.
Dann immer alle Fenster zu und peng - Schimmel.[...]


Eher Unwissen, Blödheit und Ignoranz, aber ein erwünschter Spareffekt gehört meist auch dazu. Wäsche in der Wohnung trocknen, Luftbefeuchter, Aquarien etc. führen zu hoher Luftfeuchtigkeit. In Altbauten mit energetisch schlechter Hülle führt feuchte warme Lufte an den kalten Aussenwänden viel früher zu Kondensatausfall. Dann ist der Schimmel nicht mehr weit.

Generell wird zu wenig resp. falsch gelüftet. Im Neubau hat man dann eher Mief aber weniger Schimmel, im Altbau hat man dann eher Schimmel. Daher die Aussage...

Verfasser:
gnika7
Zeit: 07.12.2018 13:18:48
0
2716564
Zitat von hanssanitaer Beitrag anzeigen

Vonovia hat wie zuvor schon die Deutsche Annington die rote Laterne auf dem Vermietermarkt: viele trostlose Mietskasernen, viele sozial schwache Mieter mit wenig Willen zur Veränderung. All diejenigen, die bei Privatvermietern keine Chance haben, landen bei den großen Gesellschaften, die sich zwischen AGG und allseitiger Anspruchshaltung auf einem feinem Grat bewegen. Am Ende muss da noch was für die Investoren rausspringen.
[...]

Es ist dann aber schon bezeichnend, dass Vonovia mit dieser finanzschwachen Clientel extrem hohe Gewinne erwirtschaftet von denen die Kleinvermieter mit Premiummietern nur träumen können. In diesem Zusammenhang über die Mieter zu lästern zeugt nicht unbedingt von Verständnis für den kleinen Mann. Ich gönne jedem Vermieter einen fairen Gewinn, nicht jedoch, wenn diese exorbitant hoch sind und die Vermieter vera###t werden.

Beispiel: Vonovia rechnet Dienstleistungen wie Schneeräumen ab, obwohl es an den angegeben Tagen gar nicht geschneit hat. Ein Kleinvermieter würde an sowas gar nicht denken.

Ähnlich bei energetischen Sanierungen. Das eigene Tochterunternehmen macht die Sanierung für 120% der üblichen Kosten. Kein Problem für Vonovia, schließlich kann man die Kosten rechtlich sauber auf Mieter umlegen und gleichzeitig den Gewinn aus der überteuerten Sanierung verbuchen.

Grüße Nika

Verfasser:
HFrik
Zeit: 07.12.2018 13:36:02
0
2716574
Ebenso haben viele Altbauten neue Fenster bekommen =dicht. Womit man dann den Mief des Neubaus ohne KWL mit dem Schimmel des Altbaus potenziert. Denn der Verputz ist im Altbau meist auch schon dicht.

Mit Bims hast Du glück, etwa 50% bessere Dämmung als mit Hochlochziegel aus den 50'ern, und 150% besser als Naturstein massiv.

@ Solarzelle: wozu willst Du denn die ganze Langschaft zersiedeln? Damit es für alle mehr Verkehr= mehr Lärm gibt?

Hohe Dichten bringen auch die Wirtschaft voran, weil in gleicher Zeit mehr Lieferanten, mehr Kunden, mehr Arbeitskräfte etc. erreicht werden können.
Mehr Lärm muss dabei nicht sein. 1000 Leute die im Untergrund der Stadt mit eine S-Bahn durchrauschen machen viel weniger krach als ein einzelner der mit seinem SUV (SUFF?) durchs Dorf donnert.
Auch der Energieverbracuh des Stadtbewohners ist viel kleiner als auf dem Land.

Es hat schon seinen Grund warum es so viele in die Ballungsräume zieht. Und die Leute kann man auch unterbringen - mit genügend grossen Wohnungen. Man muss die Städte aber dazu anders bebauen als sie es heute sind - dichter, aber eben nicht ungemütlicher. SCahlldämmung in und aussen an Gebäuden kann man heute viel besser machen als früher. Und damit auch in der dichtesten Stadt ruhig leben.

Verfasser:
HFrik
Zeit: 07.12.2018 13:42:48
0
2716581
Zitat von gnika7 Beitrag anzeigen
Zitat von hanssanitaer Beitrag anzeigen
[...]

Es ist dann aber schon bezeichnend, dass Vonovia mit dieser finanzschwachen Clientel extrem hohe Gewinne erwirtschaftet von denen die Kleinvermieter mit Premiummietern nur träumen können. In diesem Zusammenhang über die Mieter zu lästern zeugt nicht unbedingt von Verständnis für den kleinen[...]


Das funktioniert aber nur so lange wie vovonia dadurch ein quasimonopol hat, dass Konkurrenz einfach nicht gebaut werden kann weil verboten.
Überall wo konkurrenz da ist hört so was ganz schnell auf. Auch innerhalb von Vovonia wird es da grosse Differenzen geben zwischen Gebieten wo der lokale Leiter mit solchen Spässen seine Beförderung vorantreiben kann, und Gegenden wo im gleichen Laden der lokale Leiter mit solchen Spässen über Leerstand seine Kündigung vorantreiben kann.
Das Problem ist nicht Vovonia, sondern der fehlende Markt, weil es nicht genügend leerstehende Wohnungen gibt auf die ausgewichen werden kann wenn der Ruf des Vermieters leidet.
Man kann Vovonia ankreiden dass der Laden kein Engel ist und auch nicht zu 100% Engel einstellt. Man kann aber auch den inneren Schweinehund von Vovonia und den zugehörigen Angestellten vor den Karren der Algemeinheit spannen und kräftig arbeiten lassen. Das mittel dazu heisst Konkurrenz.

Verfasser:
Solarzelle
Zeit: 07.12.2018 14:26:18
1
2716607
Zitat von HFrik Beitrag anzeigen
Ebenso haben viele Altbauten neue Fenster bekommen =dicht. Womit man dann den Mief des Neubaus ohne KWL mit dem Schimmel des Altbaus potenziert. Denn der Verputz ist im Altbau meist auch schon dicht.

Mit Bims hast Du glück, etwa 50% bessere Dämmung als mit Hochlochziegel aus den[...]



Das wirtschaftliche Optimieren geht aber an der Lebensqualität vorbei.
Zudem schafft das wieder Arbeitsplätze, wenn die Waren mehr verteilt werden müssen.

Ein E-Auto ist nahezu geräuschlos, es spielt also für die Zukunft keine Rolle, wo es fährt.
SUV gibt es in Städten häufiger, wie auf dem Land.

Schalldichte Gebäude nützen einem aber auf dem Balkon oder im Garten nichts.

Grünflächen sind wichtig, nicht nur für die Sauerstoffproduktion, auch fürs Gemüt.

Ich rede nun nicht von Einfamiliendörferen, sondern von einer allgemeinen Entzerrung.

Wenn der Staat die Firmensitze in den Großstädten nicht mehr genehmigt, müssen die Arbeitnehmer auch mit dem Unternehmen aufs Land ziehen.

Es sind hier zum Beispiel in Köln einfach zuviel Leute unterwegs, nur noch Stau, egal, ob als Fußgänger oder Autofahrer.
Es ist voll.

Das ist alles nicht gesund.

Ich fahre seit 5 Jahren jeden Tag nach Köln, das ist nur noch krank, was da abgeht. Alles nur hässlicher Beton und Verkehr Verkehr Verkehr....

Verfasser:
HFrik
Zeit: 07.12.2018 15:21:37
0
2716629
Also das herumfahren von Waren - sinnloses herumfahren - schafft Arbeit, macht aber alle ärmer weil es keinen wirklichen Nutzen generiert. Sprich es gibt keinen Kuchen der verteiltwwerden kann, gezahlt werden muss aber trotzdem.

Grün - gerne und viel. Aber es spricht nichts dagegen, Häuserblöcke in der Innenstadt auf 2-3 Untergeschosse und darübe 2-3 Sockegeschosse über den ganzen BLock zu bauen, und dort alles in der Mitte unterzubringen was kein Licht braucht oder aber bei hinreichendem Nutzen ohne Licht auskommen kann. Das wären Läden, Veranstaltungsräume, Lagerräume, Technikräume, aber auch viele Werkstätten wenn man die gut beleuchtet, udn sie nut zeitweise genutzt werden wie bei den meisten Handwerkern. Zu der Strasse im Sockel dann Büros etc. Darüber dann Wohnungen, und zwischen den Wohnungen auf dem Sockel ausgewachsene Gärten.
Strassen mit ÖV unter dem Pflaster sowie Lieferverkehr unter dem Pflaster - ist bei der bebauungsdichte Wirtschaftlich. Oben dann Fussgänger Radfahrer, Strassenbäume und Beete.

Baut man so, bekommt man 2-3 mal mehr Flächen in die Innenstädte als heute, viel mehr grün, viel weniger Lärm, viel mehr Platz zum laufen und spielen. Und mehr Licht für die Wohnungen.
Wozu soll ich Wohnungen von Leuten die keinen Garten betreiben wollen, denen es reicht mit Sicht ins Grüne auf dem Balkon oder der Terasse zu sitzen sinnlos über das and zu verstreuen und den Energieverbrauch sinnlos aufzublasen und sinnlos unmassen von Zeit in Pendeln und Einkaufen zu verschenden?
Ist doch viel besser der Arbeitsplatz ist 5 Stockwerke tiefer und die SChule 2 Häuserblocks entfernt und auch sonst alles in Laufreichweite. Was bei hoher Dichte problemlos funktioniert.
Die SUV-Anteile in städten mag höher sein, die Autobesitzquote sowie die je Auto gefahrenen Kilometer sind aber auf dem Land viel viel höher , weswegen der durch das dorf röhrende SUFF die wahrscheinlchere Variante ist.
In Tokyo hat die sinkende Autobesitzquote nach Aussage eine Tokyoers, den ich neulich getroffen habe beretis die Staus eliminiert. Die leute fahren ÖV, Fahrrad, gehen zu Fuss und fragen sich wofür ein Auto gut sein soll, ausser für Umzüge alle paar Jahre, oder den Paketdienst.

P.S. würdest Du nicht nach Köln fahren sondern dank kluger Politik dort auch wohnen können, wäre das aus mit "Verkehr, Verkehr, Verkehr" Denk mal darüber nach.

Verfasser:
Fritzli
Zeit: 07.12.2018 16:25:29
1
2716646
Ist halt die Frage ob man das will. Für mich bedeutet "Stadt wie wir sie kennen" keinen Zugewinn an Lebensqualität sondern ein Verlust an Lebensqualität weil ich den Mehrwert der Stadt nur begrenzt nutze. Was du skizzierst hätte Vorteile, ist aber meist nicht umsetzbar. Die Realität sieht weniger schön aus.

Die Menschen in der Stadt haben häufig kein Auto mehr wegen des Staus, den teuren Parkplätzen etc. und nicht weil sie es nicht wollten. Da sollte man nicht Ursache und Wirkung verwechseln.

Verfasser:
HFrik
Zeit: 07.12.2018 16:45:54
0
2716654
Aus sicht der "älteren " Generation vielleicht. Ebenso vielleicht in der SChweiz, weil dort die grossen Städte noch recht klein sind.
Die sinkenden Autobesitzquoten resultieren daraus dass

- der bessere ÖV langsam früchte trägt. Viele wege gehen heute in den Städten schneller ud bequemer mit ÖV. Steigen die Nutzungszahlen, werden die Takte kürzer und der ÖV bewuemer. Das setz eine Spirale zu Gunsten des ÖV und weg vom Auto in Gang.

- Auch pedelecs, und viele andere nicht oder elektrisch motorisierte Fortbewegungsmittel stehen heute als Ersatz zum Auto zur Verfügung

- braucht man doch mal ein Auto, muss es nicht das eigene sein. Über APP stehen Carharing und CartoGo etc. jerderzeit bereit.
Sprich man kommt heute ohne Auto genauso schnell und bequem zum Ziel wie mit Auto - in der Grosstadt. Womit man eben nicht mehr unbedingt ein Auto braucht, das ein nicht unerheblicher Kostenfaktor ist.

Das was ich skizziert habe passt für alle die - oder viele davon - die gerne in der Großsstadt lebe wollen - wovon es der Mietnachfrage zu schliessen viele gibt. Es passt nicht für alle. Am ehesten würde ich die, für die es passt in der Vor-Kinder und nach-Kinder Phase des Lebens suchen. Für Familien mit Kinder passen immernoch Einfamilienhäuser mit Garten sehr gut - aber davon gibt es ausreichend viele Millionen auf dem Markt. Die Preissteigerungen - und PRobleme - am Mietmarkt sind im Wohnungsbereich in ausgesuchten Ballungsräumen.
Auch wenn es weniger Mitbekommen haben: im Deutschlandweiten Mittel sind die Mieten in den letzten Jahren LANGAMER gestiegen als die Inflation. Im Mittel wird Mieten also immer billiger.
Das öffentliche Bild prägen aber die Ballungsräume die sich anders verhalten, wo die Mieten stark steigen. Wohin eben hinreichend viele Leute drängen.
Ich habe genügend Kollegen mit zentrumsnaher Wohnung (Büro ist am Hauptbahnhof) die es geniessen zum Büro zu laufen oder Fahrrad zu fahren. Es gibt hier keinen Kollegen der mit dem Auto kommt. Macht einfach keinen Sinn.

Aktuelle Forenbeiträge
de_koepi schrieb: 40kWh am Tag ist ordentlich, 190m^2 aber auch. Wieviele Personen wohnen da und nutzen beispielsweise exzessiv Dusche/Badewanne? Frostschutz...
Benny3112 schrieb: So... Mittlerweile sind einige Wochen vergangen. Aktuell haben wir tagsüber um die 5-7 Grad und nachts unter 0. Verbrauch...
ANZEIGE
Hersteller-Anzeigen
Haustechnische Softwarelösungen
Die ganze Heizung aus einer Hand
ENERGIE- UND SANITÄRSYSTEME
Website-Statistik

Lüften, lüften, lüften
Verfasser:
HFrik
Zeit: 07.12.2018 16:45:54
0
2716654
Aus sicht der "älteren " Generation vielleicht. Ebenso vielleicht in der SChweiz, weil dort die grossen Städte noch recht klein sind.
Die sinkenden Autobesitzquoten resultieren daraus dass

- der bessere ÖV langsam früchte trägt. Viele wege gehen heute in den Städten schneller ud bequemer mit ÖV. Steigen die Nutzungszahlen, werden die Takte kürzer und der ÖV bewuemer. Das setz eine Spirale zu Gunsten des ÖV und weg vom Auto in Gang.

- Auch pedelecs, und viele andere nicht oder elektrisch motorisierte Fortbewegungsmittel stehen heute als Ersatz zum Auto zur Verfügung

- braucht man doch mal ein Auto, muss es nicht das eigene sein. Über APP stehen Carharing und CartoGo etc. jerderzeit bereit.
Sprich man kommt heute ohne Auto genauso schnell und bequem zum Ziel wie mit Auto - in der Grosstadt. Womit man eben nicht mehr unbedingt ein Auto braucht, das ein nicht unerheblicher Kostenfaktor ist.

Das was ich skizziert habe passt für alle die - oder viele davon - die gerne in der Großsstadt lebe wollen - wovon es der Mietnachfrage zu schliessen viele gibt. Es passt nicht für alle. Am ehesten würde ich die, für die es passt in der Vor-Kinder und nach-Kinder Phase des Lebens suchen. Für Familien mit Kinder passen immernoch Einfamilienhäuser mit Garten sehr gut - aber davon gibt es ausreichend viele Millionen auf dem Markt. Die Preissteigerungen - und PRobleme - am Mietmarkt sind im Wohnungsbereich in ausgesuchten Ballungsräumen.
Auch wenn es weniger Mitbekommen haben: im Deutschlandweiten Mittel sind die Mieten in den letzten Jahren LANGAMER gestiegen als die Inflation. Im Mittel wird Mieten also immer billiger.
Das öffentliche Bild prägen aber die Ballungsräume die sich anders verhalten, wo die Mieten stark steigen. Wohin eben hinreichend viele Leute drängen.
Ich habe genügend Kollegen mit zentrumsnaher Wohnung (Büro ist am Hauptbahnhof) die es geniessen zum Büro zu laufen oder Fahrrad zu fahren. Es gibt hier keinen Kollegen der mit dem Auto kommt. Macht einfach keinen Sinn.
Weiter zur
Seite 2