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Gibt es einen "Zwang" zur Freileitungsdemontage?
Verfasser:
Setano
Zeit: 06.12.2018 20:36:00
0
2716341
Hallo,
mein Haus aus BJ ca 1957 hat eine normale Freileitung mit Dachständer.
Der Sicherungskasten ist entsprechend ähnlich alt.
Einzig der Zähler wurde beim Hauskauf vor 5 Jahren von den Stadtwerken ausgetauscht (auf meinen Wunsch).

Das Haus hat aber bereits einen Erdanschluss (seit >5 Jahren) der im Gewölbekeller unbenutzt endet und direkt nutzbar wäre. (Wenn man denn alle Leitungen usw erneuern wollen würde).

Jetzt habe ich von meinen Stadtwerken einen Ankündigung bekommen, dass sie in 1 Woche zur "Freileitungs- und Dachständerdemontage" kommen und dass ich dazu Ziegel bereitlegen soll.


Was nun? Gib es ein Gesetz (BaWü) dass diese Freileitungen weg müssen?
Oder einfach Email Einzeiler mit "Geht nicht, ist in Benutzung".

Danke für Tipps

Verfasser:
PeSo
Zeit: 06.12.2018 20:56:15
1
2716350
Hallo,

wenn das Erdkabel schon liegt wird das wohl nicht so schwer sein.

Aber im Haus muss natürlich auch einiges umgebaut werden. Eine Woche ist zu kurzfristig, um einen vernünftigen Angebot zu bekommen. Oder machen die das alles mit? Wenn nicht, um Fristverlängerung bitten.

Ansonsten denke ich schon, dass die das dürfen. Schliesslich ist der Unterhalt einer solchen Freileitung nicht gerade billig.
Wenn z.B. der Austausch von Strommasten ansteht, würden Sie das ja auch nicht bezahlen wollen.

Letztendlich hat die Sicherheit oberstes Priorität!

Gruss PeSo

PS: Ein Gesetz muss es bei solchen technischen Sachen nicht geben. Das Netz gehört dem VNB und der gibt die Bedingungen vor.

Verfasser:
sukram
Zeit: 06.12.2018 21:02:56
1
2716354
Niederspannungsanschlussverordnung - NAV

Zitat:
...

Der Netzanschluss verbindet das Elektrizitätsversorgungsnetz der allgemeinen Versorgung mit der elektrischen Anlage des Anschlussnehmers. Er beginnt an der Abzweigstelle des Niederspannungsnetzes und endet mit der Hausanschlusssicherung, es sei denn, dass eine abweichende Vereinbarung getroffen wird;
...
(3) Änderungen des Netzanschlusses werden nach Anhörung des Anschlussnehmers und unter Wahrung seiner berechtigten Interessen vom Netzbetreiber bestimmt.
...
Der Netzbetreiber ist berechtigt, vom Anschlussnehmer die Erstattung der bei wirtschaftlich effizienter Betriebsführung notwendigen Kosten für
1.
die Herstellung des Netzanschlusses,
2.
die Änderungen des Netzanschlusses, die durch eine Änderung oder Erweiterung der Kundenanlage erforderlich oder aus anderen Gründen vom Anschlussnehmer veranlasst werden, zu verlangen.
...


Habt ihr was "veranlasst"?
Nein?
=Sollen die gucken, wo sie die Ziegel herbekommen.

Verfasser:
Setano
Zeit: 06.12.2018 21:19:06
0
2716363
Nein, ich habe nichts veranlasst.
Was wären den "berechtigte Interessen", dass alles einfach so bleiben soll wie es ist?
-zu teuer
-zu aufwendig
-komplett bewohnt
-?

Verfasser:
PeSo
Zeit: 06.12.2018 21:19:12
1
2716364
Komisch, ich kann bei diesem Zitat nicht herauslesen,
dass der VNB den Anschluss nicht ändern darf.

Der neue Anschluss dürfte auch wirtschaftlicher sein, als die Freileitungs-Variante - also könnte man den Anschlusshenmer zwingen für die Kosten aufzukommen.

Ich habe auch nicht verstanden, dass der TE für die Anschluss-Änderung extra bezahlen muss.

Oder geht es nur um die Paar Ziegel. Deswegen darf man natürlich auch ein Rechtsstreit anfangen....


Gruss PeSo

Verfasser:
KleinTheta
Zeit: 06.12.2018 21:27:22
2
2716372
Ist es möglich, dass der Vorbesitzer einer Änderung der Hauseinführung von Freileitung auf Erdkabel zugestimmt oder sogar initiiert hatte?
Dann wäre beim Hauskauf diese Verpflichtung auf den TE übergegangen.

Verfasser:
Dieter C.
Zeit: 06.12.2018 21:32:19
1
2716375
Macht der Versorger das kostenlos oder sollst Du das bezahlen ??

Da muss schliesslich eine Verbindung im Haus von dem Ende des Erdkabelanschlusses (neuer Panzersicherungskasten) zu dem Zählerschrank hergestellt werden und das sind i.d.R. sehr starke Kabel, also vermutlich wenigstens 4 x 6 qmm.

Bei einem Bvh. vor ca. 15 Jahren wollte ich einen Dachständeranschluss auf Erdkabel geändert haben (Erdkabelanschluss lag an der Grenze an), da wollten die Burschen dafür ca. 8950 € haben einschl. Zähleranschluss

Verfasser:
Martin24
Zeit: 06.12.2018 21:52:28
1
2716387
Zitat von sukram Beitrag anzeigen

Habt ihr was "veranlasst"?
Nein?
=Sollen die gucken, wo sie die Ziegel herbekommen.


Dann lassen die ggf. den Dachständer wie es ist und entfernen nur die Leitungen davon. Da würde ich dann doch lieber den offenbar kostenlosen Service der ordnungsgemäßen Installation von Dachziegeln in Anspruch nehmen.

Die große Frage scheint mir zu sein: Wer verlegt die Leitung im Haus? Wer bezahlt das?
Lassen sich die Leitungen überhaupt ohne große Renovierungsschäden durch Haus legen?

Grüße
Martin

Verfasser:
Setano
Zeit: 06.12.2018 22:26:51
0
2716405
Nur die Leitung vom Erdanschluss nach oben zu bekommen wäre nicht das große Problem. Aber das wird mir kein Mensch abnehmen da das noch ein alter Holz-Sicherungskasten ist.
Ich vermute selbst wenn man irgendwo einen Metallkasten hinbekommen würde sind vermutlich die Kabel dann zu kurz und müssten dann verlängert werden.
Wobei es dann gleich weiter geht, dass alle Dosen nur 2adrig sind.

Ohne Komplett-Renovierung und alle Wände aufreißen geht eigentlich nichts.
Dh alles soll besser so bleiben.

Verfasser:
sukram
Zeit: 06.12.2018 22:53:39
0
2716412
Das

Zitat von Martin24 Beitrag anzeigen

Dann lassen die ggf. den Dachständer wie es ist und entfernen nur die Leitungen davon. Da würde ich dann doch lieber den offenbar kostenlosen Service der ordnungsgemäßen Installation von Dachziegeln in Anspruch nehmen.

Die große Frage scheint mir zu sein: Wer verlegt die Leitung im Haus? Wer bezahlt das?
Lassen sich die Leitungen überhaupt ohne große Renovierungsschäden durch Haus legen?[...]


ist der Casus Knacktus.

Meine Eltern haben sich breitschlagen lassen und die interne Installationsänderung selbst bezahlt (da gabs halt noch kein Internet, allenfalls BTX) - ich würde ihnen heute sagen: Das geschieht aus eurem Interesse & auf eure Initiative, weil Freileitungen kostenintensiver sind- ich muss die Änderung hinnehmen, aber was intern zu ändern ist, zahlt ihr auch, denn ICH brauch' das nicht.

Mir ist übrigens gerade eingefallen, ich habe mal vor Jahrzehnten auf dem Gemeindebauhof feriengejobbt, da kam einer vom örtlichen Netzbetreiber vorbei und fragte, ob nicht zufällig gerade ein paar bestimmte Ziegel herumlägen ;-) eben für wie hier anstehende Arbeiten.

Und- ach ja: in einem benachbarten ~60er-Jahre-Baugebiet steht auch noch ein Haus, das - nun per Luftkabel- angebunden ist, und zwar über 2(?) weitere Häuser zum Trafohäuschen hinweg; außenrum sind die restl. Dachständer verschwunden...

Verfasser:
Klaus R
Zeit: 07.12.2018 07:51:15
0
2716442
Zitat von KleinTheta Beitrag anzeigen
Ist es möglich, dass der Vorbesitzer einer Änderung der Hauseinführung von Freileitung auf Erdkabel zugestimmt oder sogar initiiert hatte?
Dann wäre beim Hauskauf diese Verpflichtung auf den TE übergegangen.



Bei uns im Ort wurden bis vor ca 15 Jahren alle Freileitungsanschlüsse auf Erdverkabelung umgestellt. Die Umstellungsgebiete wurden im zeitlichen Ablauf veröffentlicht und den Hausbesitzern ein langer Zeitraum (5-10 Jahre) gelassen um im Zuge eventueller Modernisierungen im Haus die entsprechenden Leitungen zu verlegen und eventuell Zählerkästen zu erneuern.

Dies gelang Problemlos und meist waren nach 5 Jahren alle Umgestellt so daß die Freileitungen demontiert werden konnten.

Heute müssen diese nicht mehr gewartet werden und bei Bau und Erweiterungsmaßnahmen an den Gebäuden müssen keine aufwändigen Schutzmaßnahmen getroffen werden.

Ich denke auch, daß die entprechende Maßnahmen dem Vorbesitzer mitgeteilt wurden und die Benachrichtigung des Käufers nicht erfolgte oder nicht wahrgenommen wurde.

Verfasser:
elo22
Zeit: 07.12.2018 08:01:13
0
2716445
Zitat von Dieter C. Beitrag anzeigen
sind i.d.R. sehr starke Kabel, also vermutlich wenigstens 4 x 6 qmm.

Laut TAB 5x16 mm² und es muss kein Kabel sein NYM tut es auch.

Lutz

Verfasser:
hanssanitaer
Zeit: 07.12.2018 08:07:26
1
2716446
Eigentlich ist Aufwand ist überschaubar.
1) im Keller neben den neuen HAK einen Zählerschrank nach aktuellen Maßgaben setzen. 1100mm hoch und 550mm breit mit EHz und APZ unter dem Verteilerfeld.
2) eine Zuleitung zur UV Dach legen, mindestens 5*6qmm, eher 5*10qmm, mit klassischer Nullung auflegen.

Bei Gelegenheit alles Richtung Keller sanieren. Die Betreiberpflichten fordern sowieso eine Instandhaltung der Elektroanlage, welche nach 40Jahren als verbraucht angesehen werden darf.

Verfasser:
hanssanitaer
Zeit: 07.12.2018 08:09:37
1
2716447
@elo22
5*16qmm nur zwischen HAK und SLS. An dieser Stelle macht es keinen Sinn, den Zählerplatz unterm Dach weiterzubetreiben.

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