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Foren
Zukunft der Energiewende
Verfasser:
Tom Berger
Zeit: 10.01.2020 13:36:41
0
2888679
Zitat von solerling Beitrag anzeigen
Zitat von pflanze 132 Beitrag anzeigen
[...]


Also wenn ich einen Speicher im Keller hätte,den würde ich so laden/entladen,wie es beim mir am Besten passt...,ganz einfach.
Ob das nun netzdienlich,oder netzschädigend ist,bleibt mir ein Rätsel ?


Die theoretsiche "Netzschädlichkeit" ist schon nachvollziehbar. Die kommt aber nicht vom Speicher, sondern von der dann morgens fehlenden Einspeisung der häuslichen PV-Anlage. Man darf schon davon ausgehen, dass die meisten Haushalts-Akkus morgens ziemlich leer sind und dass der PV-Ertrag dann gerade zur Spitzenlastzeit erst mal zum Laden genutzt wird. Dieser Ertrag fehlt dann im Netz. Aber trotzdem halte ich das als Argument gegen Haushalts-Akkus für ziemlich weltfremd, weil sich die entstehenden Probleme leicht lösen lassen.

Die Haushaltsspeicher halte ich für sehr sinnvoll, gerade auch in Hinblick auf den weiteren EE-Ausbau.

Verfasser:
HFrik
Zeit: 10.01.2020 14:27:16
2
2888719
Zitat von Georg Fiebig Beitrag anzeigen
Zitat von HFrik Beitrag anzeigen
[...]


Auf welche der Entscheidungen hat man als private Person jetzt gerade Einfluss?
Auf den Ausbau von leitungsnetze , auf den Bau von quatiersspeicher oder auf den Speicher @ home?

Bei mir zuerst die Dämmung und der PV-Ausbau @ Home. Und beruflich die Entwicklung des einen oder anderen Modells, und nebenher die Entwicklung und propagierung der einen oder anderen Idee, z.B. hier im Forum.
Gerade beim NEtzausbeuist es z.B. immens wichtig den Leuten zu evrmitteln warum das überhaupt funktioniert und wie das funktioniert. Für viele hört die WElt der Stromerzeugung spätestens an der Grenze von D auf, und Windstill und Dunkel ist es immer überall gleichzeitig. Woraus dann abgeleitet wird dass die Energiewende garnicht funktionieren kann...
Dem mit Argumenten zu begegnen ist aus meiner Sicht wichtiger als der Heimspeicher. Und ein funktionierendes Regulierungsmodell für Netze zu finden ist mir auch wichtiger als einen persönlichen Heimspeicher zu haben.
Aber das darf jeder für Sich entscheiden.
Setzt man die Regeln so um dass Kostenwahrheit entsteht, reicht es aus dem schnöden inneren Schweinehund und dem Geiz zu folgen um sich NEtzdienlich und nützlich für die Gesellschaft zu erweisen. Ich mag Adam Smiths unsichtbare Hand, die den Eigennutz des Einzelnen zum Wohle der Gesamtheit einspannt.

Verfasser:
pflanze 132
Zeit: 10.01.2020 19:12:55
0
2888889
Das entspricht dem, was ich für sinnvoll in Bezug auf Batteriespeicher halte:

https://www.fraunhofer.de/de/presse/presseinformationen/2020/januar/drehscheibe-fuer-energie.html
Regenerative Energie für Amsterdamer Hausbootsiedlung

Die erzeugte Energiemenge regenerativer Energiequellen schwankt. Ein neuartiges Energiemanagementsystem des Fraunhofer-Instituts für Techno- und Wirtschaftsmathematik ITWM ermöglicht es, Photovoltaikanlagen, Batteriespeichersysteme, Wärmepumpen und Elektroautos intelligent zu koppeln – und einzelne Haushalte oder ganze »Energiequartiere« trotz der Schwankungen weitestgehend mit eigener regenerativer Energie zu versorgen.
[...]
Das Energiemanagement ist modular aufgebaut – auf Wunsch könnte also jedes Modul einzeln installiert werden – und dient als eine Art »Drehscheibe für Energie«. Sprich: Es analysiert zu jedem Zeitpunkt, wo die Energie hin soll und wohin nicht. Dabei funktionieren die in den einzelnen Häusern installierten 30 Photovoltaikanlagen, 30 Wärmepumpen und 30 Energiespeicher im Amsterdamer Quartier wie ein einziges großes System.


Grüße
Stefan

Verfasser:
delta97
Zeit: 10.01.2020 21:53:54
2
2888985
Die Vorteile der Quartierbatterie liegen auf der Hand:

Maximale Flexibilität: Ich rechne in der Nacht z. Bsp mit permanent 100 kW PW Ladeleistung. Die Quartierbatterie stellt dafür 1000 kWh zur Verfügung. Und ich selber tanke dann 1x pro Woche 25 kWh für 100km.

Und noch ein Vorteil für die Quartierbatterie: Es braucht kein Energie Managementsystem. In einem MFH laufen Waschmaschinen sowieso 10h am Tag. Waschen wenn die Sonne scheint geht im MFH nicht.

Schon mal überlegt was so ein Energiemanagement kostet ? Und dann brauche ich einen externen Programmierer und einen 5x8h Wartungsvertrag ?

Im MFH kann man sich durchaus eine Batterie vorstellen: Die dann den Strombedarf am Abend und am Morgen deckt. Aber Reserven für elektro PWs ? wohl eher nicht.

Interessant wären reale Messungen: EFH / MFH / Quartierspeicher.
Dann weiss man was Sache ist & Gruss delta97

Verfasser:
jogi54
Zeit: 10.01.2020 23:48:44
1
2889033
Zitat von gnika7 Beitrag anzeigen
Zitat von fdl1409 Beitrag anzeigen
[...]

Das ist aber nicht netzdienlich. Deshalb hat sich die Netzagentur auch gegen die Koppelung der Netzpreise an die Strompreise ausgesprochen.

Grüße Nika


Nicht zum ersten Mal:

Mittel- bis langfristig werden wir nicht umhinkommen, die Bezahlung von elektrischer Energie umzustellen.

z.B. Je seltener ein Kraftwerk betrieben wird, desto schlechter kann es die Festkosten sinnvoll auf den Strompreis umlegen. Also muss einfach die Existenz und damit die Festkosten des ggf. sehr selten betriebenen Kraftwerks anders umgelegt werden.

=> alle Festkosten müssten über die Grundgebühr als Leistungspreis abgebildet werden, der Strompreis als reiner Arbeitspreis.

Der Leistungspreis ergibt sich dann z.B. in Abhängigkeit der max. Bezugsleistung je Viertelstunde.
Beispiel: wer 1095kwh/a verbraucht hat eine durchschnittliche Leistung von 125W und verbraucht 3kWh/Tag. Im ersten Anlauf werden die Anschlusskosten dann auf den 125Wx1h/4 = 31,25Wh (viertelstündlicher Energiebezug) bezogen, wofür die installierte Erzeugerleistung und Netze vorgehalten werden muss.

Auch ohne PV könnte diese Leistung kontinuierlich aus dem Netz in einen Batteriespeicher bezogen werden.

Wenn jetzt der Strompreis mit Angebot/Nachfrage variiert, wird es Sinn machen, dann zu beziehen, wenn der Strom gerade sehr preiswert ist. Damit erhöht sich dann jedoch die Bezugsleistung (die eben auch vorgehalten werden muss).
Es mag dann Sinn machen - mit max 250W und nur 12h/Tag zu beziehen - die Anschlusskosten würden sich verdoppeln, andererseits würde der Strom dann bezogen, wenn Strom eher im Überschuss vorhanden ist und der Preis dafür sehr gering.
Na ja - weit weg von dem, was heute Realität ist.
LG jogi

Verfasser:
Benn1904
Zeit: 11.01.2020 08:04:10
1
2889061
Zitat von jogi54 Beitrag anzeigen
Zitat von gnika7 Beitrag anzeigen
[...]
Wenn jetzt der Strompreis mit Angebot/Nachfrage variiert, wird es Sinn machen, dann zu beziehen, wenn der Strom gerade sehr preiswert ist. Damit erhöht sich dann jedoch die Bezugsleistung (die eben auch vorgehalten werden muss).
Dann freuen sich die E-Autofahrer, die ja ihr Auto bewegen wollen und daher schnell aufladen.
11kw Bezugsleistung wird dann so richtig teuer.

Man sollte sich klar machen, was manche Foristen hier für Visionen entwickeln wenn es sich um die Zukunft handelt.

Verfasser:
MaJen
Zeit: 11.01.2020 10:05:00
7
2889107
Maja, wenn damals bei der Beherrschung des Feuers so viel notorische Skeptiker unterwegs gewesen wären, hätte der Planet heute tatsächlich kein Klimathema.

Verfasser:
delta97
Zeit: 11.01.2020 10:07:40
0
2889110
Es gibt in Europa irgendwo immer EE. Dh wir bauen einen europäischen Stromverbund auf. Also im Kopf. Real gibt es den ja scbon. Plus die dezentralen 1000 kWh Quartierspeicher. Diese müssen real gebaut werden.

Aber jetzt brauchen wir mal +200 GWp PV in Europa - damit wir die 1000 kWh Batterien auch laden können. So stressfrei kommen wir in der EE Zukunft an & Gruss delta97

Verfasser:
Georg Fiebig
Zeit: 11.01.2020 10:30:47
1
2889124
Zitat von Benn1904 Beitrag anzeigen
Zitat von jogi54 Beitrag anzeigen
[...]
Dann freuen sich die E-Autofahrer, die ja ihr Auto bewegen wollen und daher schnell aufladen.
11kw Bezugsleistung wird dann so richtig teuer.

Man sollte sich klar machen, was manche Foristen hier für Visionen entwickeln wenn es sich um die Zukunft handelt.


Böse Geschichte alle Herdplatten und Backofen gleichzeitig wird dann auch teuer.

Nur gut das unser kona nur mit 4,5 kW ladet , ist bedeutend weniger wie unser Herd.

Verfasser:
Tom Berger
Zeit: 11.01.2020 10:54:43
2
2889129
Zitat von Benn1904 Beitrag anzeigen
Zitat von jogi54 Beitrag anzeigen
[...]
Dann freuen sich die E-Autofahrer, die ja ihr Auto bewegen wollen und daher schnell aufladen.
11kw Bezugsleistung wird dann so richtig teuer.


Warum sollten diejenigen, die mit 1 kW Ladeleistung über 8 Nachtstunden ihr Auto laden (das entspricht dem Durchschnittsverbrauch) diejenigen subventionieren, die unbedingt mit 11 kW laden wollen? Das Mindeste, was man von Autofahrern heute und in aller Zukunft verlangen kann, ist doch, dass sie die Kosten für ihre Energie selbst bezahlen, oder?

Verfasser:
jogi54
Zeit: 11.01.2020 12:22:03
0
2889174
Zitat von Georg Fiebig Beitrag anzeigen
Zitat von Benn1904 Beitrag anzeigen
[...]


Böse Geschichte alle Herdplatten und Backofen gleichzeitig wird dann auch teuer.

Nur gut das unser kona nur mit 4,5 kW ladet , ist bedeutend weniger wie unser Herd.


Nun ja - wie wäre es mit einem entsprechend ordentlichen Batteriespeicher, der den Herd abdecken kann?? Zumal ein Herd ja seltenst => nie die volle Leistung dauerhaft (über 15min konstant) zieht.

Soweit ich mich erinnern kann, geht man bei Elektroherden 500-600kWh/a, wäre weniger, als 2kWh/Tag aus. Bei Induktionherden sind es wohl nur 350k-450Wh/a.

Backöfen werden bei 1h 200°C mit 1500 - 2000Wh angegeben.

Also alles nicht so wild, auch wenn der "Anschlusswert" oft recht hoch ist.

LG jogi

Verfasser:
fdl1409
Zeit: 11.01.2020 12:44:28
1
2889188
Ein Quartierspeicher orientiert sich an den Börsenstrompreisen, also am Verhätnis von Angebot und Nachfrage.[...]

Das ist aber nicht netzdienlich. Deshalb hat sich die Netzagentur auch gegen die Koppelung der Netzpreise an die Strompreise ausgesprochen.


Doch, das ist es.

Ich habe doch schon Beispieltage genannt. Nehmen wir noch einmal gestern, da sind die Daten bekannt.

Betriebsweise eines Quartierspeichers von mir vorgeschlagen:
- Ladung von 00:00 bis 06:00 bei Börsenstrompreis 3,07 bis 3,22 Cent
- Entladung von 07:00 bis 09:00 bei 5,15 bis 5,64 Cent
- Ladung von 12:00 bis 16:00 bei 3,36 bis 3,52 Cent
- Entladung von 17:00 bis 21:00 bei 5,36 bis 5.56 Cent

Das wären also gestern 2 Vollzyklen gewesen mit 10 Stunden Ladung und 6 Stunden Entladung.

Schauen wir mal wie die Leistung nicht erneuerbarer Erzeuger gestern war. Die bestimmt nämlich den Preis.

In der Nacht zwischen 00:00 und 06:00 waren zwischen 19 und 23 GW Kohle, Atom und Gas am Netz.
In der Spitzen zwischen 07:00 und 09:00 waren es 27 - 31 GW einschließlich Pumpspeicher
In der Mittagszeit 12-16:00 um 29 GW
Abends von 17-21:00 waren es 31-32 GW.

Die Unterschiede sind an anderen Tagen noch größer, z.B. am 8. Januar lag das tiefste Tag bei unter 16, der höchste Gipfel über 41 GW.
Der Börsenstrompreis korelliert also mit der Erzeugung nicht erneuerbaren Stroms.

Wenn ich also Akkus so einsetze dass sie zu Zeiten der niedrigsten Börsenstrompreise laden und zu Zeiten mit den höchsten Preisen entladen dann glätten sie den Verlauf der nicht erneuerbaren Erzeugung. Nach dem Merit Order Prinzip werden dann in den Spitzen die teuersten Kraftwerke nicht aktiviert. Dafür laufen in den Schwachlastzeiten preiswertere und meist auch effizientere Kraftwerke länger durch. Das senkt insgesamt den Strompreis, über die Differenz der Preise zu den verschiedenen Zeiten hinaus.

Die Akkus würden in diesem Fall exakt so eingesetzt wie Pumpspeicherkraftwerke.

Frage: wäre es gut wenn wir noch 5 GW Pumpspeicher mit einer Kapazität von 20 GWh hätten?
Ja, natürlich wäre das wunderbar. Dass die nicht gebaut werden scheitert nur an den Kosten und der mangelnden Wirtschaftlichkeit.

Wenn ich Pumpspeicher und Quartierspeicher vergleiche dann haben letztere erhebliche Vorteile:
- sie sind heute schon preiswerter
- sie haben bei entsprechender Betriebsweise viel weniger Verluste. 10% Verlust beim Quartierspeicher gegen 20-30% beim Pumpspeicherkraftwerk
- die Quartierspeicher sind verbrauchsnäher und können lokale Spitzen bei Verbrauch und EE-Einspeisung direkter abfedern

Ein Schwarm privater Akkus wird aber nicht so betrieben, sondern schaut vor allem auf den privaten Bedarf.

Verluste: die privaten Akkus laufen die meiste Zeit in einem sehr niedrigen Teillastbereich. Das führt zu katastrophal schlechten Wirkungsgraden beim Wechselrichter und beim Gesamtsystem.
Den Quartierspeicher wird man nicht aktivieren um nachts 10 kW Standby von 100 Haushalten abzudecken. Im Gegenteil, der wird dann mit hoher Leistung geladen. Es laufen aber 100 private Akkus und geben jeweils einige wenige Watt ab. Der Unterschied bei der Effizienz ist eklatant.

Grüße
Frank

Verfasser:
Georg Fiebig
Zeit: 11.01.2020 12:49:45
0
2889190
Zitat von jogi54 Beitrag anzeigen
Zitat von Georg Fiebig Beitrag anzeigen
[...]


Nun ja - wie wäre es mit einem entsprechend ordentlichen Batteriespeicher, der den Herd abdecken kann?? Zumal ein Herd ja seltenst => nie die volle Leistung dauerhaft (über 15min konstant) zieht.

Soweit ich mich erinnern kann, geht man bei Elektroherden 500-600kWh/a,[...]


Jogi,mir ist es egal wie es mal berechnet wird und wie die kosten der Stromerzeugung verteilt wird . Ich werde immer darauf reagieren
Batterie ist ja schon vorhanden.
Eventuell kommt auch noch eine zweite für die neue Anlage.

Schöner wäre es aber wenn ich die des Autos nutzen könnte .

Verfasser:
Tom Berger
Zeit: 11.01.2020 12:54:13
2
2889191
Zitat von jogi54 Beitrag anzeigen
Zitat von Georg Fiebig Beitrag anzeigen
[...]


Nun ja - wie wäre es mit einem entsprechend ordentlichen Batteriespeicher, der den Herd abdecken kann?? Zumal ein Herd ja seltenst => nie die volle Leistung dauerhaft (über 15min konstant) zieht.


Das wäre, genau so wie die Abdeckung von Durchlauferhitzern u.ä. ziemlich dumm. Dabei geht es nämlich nicht um die wenige Energie, die diese Geräte ziehen, sondern um die hohe Leistung. Man bräuchte da erstens Wechselrichter mit sehr hoher Leistung, die dann außer hohen Anschaffungskosten auch entsprechend hohe Standby-Verluste verursachen, und zweitens entsprechend große Akkus, die diese Leistung auch liefern können. Selbst aus ökologischen Gründen wäre das vermutlich unsinnig, weil die großen Wechselrichter und Akkus zur Herstellung mehr Energie brauchen, als man dann über die PV Strombezug aus dem Netz einsparen kann.

Die Mehrkosten dieser privaten Speicher würden den Nutzen um ein Mehrfaches aushebeln. Für solche nur kurzzeitig nachgefragten hohen Leistungen sind mehr oder weniger zentrale Speicher im Netz die einzig sinnvolle Lösung, weil sich die kurzzeitigen hohen Lasten einzelner Haushalte dann statistisch verteilen.

Verfasser:
Tom Berger
Zeit: 11.01.2020 12:58:32
1
2889194
Zitat von fdl1409 Beitrag anzeigen
Betriebsweise eines Quartierspeichers von mir vorgeschlagen:
- Ladung von 00:00 bis 06:00 bei Börsenstrompreis 3,07 bis 3,22 Cent
- Entladung von 07:00 bis 09:00 bei 5,15 bis 5,64 Cent
- Ladung von 12:00 bis 16:00 bei 3,36 bis 3,52 Cent
- Entladung von 17:00 bis 21:00 bei 5,36 bis 5.56 Cent


Das ist ja alles gut und schön, aber das setzt einen massiven Umbau des Stromvertriebs voraus. Man will ja auch seine eigene PV möglichst gut selbst nutzen, und das setzt bei Verwendung eines Quartierspeichers sehr komplizierte Abrechnungen innerhalb des Quartiers voraus. EIn Quartierspeicher ist unter gegebenen Rahmenbedingungen nur möglich, wenn man auch alle PV-Anlagen innerhalb des Quartiers sozialisiert, und die Strombezieher eines Quartiers zu einer wirtschaftlichen EInheit zusammenfasst. Das dürfte in Deutschland kaum durchsetzbar sein.

Verfasser:
gnika7
Zeit: 11.01.2020 13:24:19
0
2889204
Zitat von Tom Berger Beitrag anzeigen
Zitat von fdl1409 Beitrag anzeigen
[...]


Das ist ja alles gut und schön, aber [...] das setzt bei Verwendung eines Quartierspeichers sehr komplizierte Abrechnungen innerhalb des Quartiers voraus. [...]

So kompliziert ist es auch nicht...
Frag mal die Suchmaschine deiner Wahl nach blockchain + microgrid/smartgrid/Quartier.

Interessantes Beispiel ist z.B.
https://www.computerwoche.de/a/nie-mehr-strompreisvergleich-dank-blockchain

Grüße Nika

Verfasser:
fdl1409
Zeit: 11.01.2020 13:33:13
0
2889207
Man will ja auch seine eigene PV möglichst gut selbst nutzen, und das setzt bei Verwendung eines Quartierspeichers sehr komplizierte Abrechnungen innerhalb des Quartiers voraus.

Deshalb mein Vorschlag einer Pauschale. Wenn ich 1 kWh Quartierspeicher gekauft habe rechnet mir der Netzbetreiber 250 kWh von meinem jährlichen Netzbezug als Eigenverbrauch ab - vorausgesetzt ich habe so viel eingespeist.
Dann kann es mir egal sein ob der Netzbetreiber tatsächlich den Akku auflädt wenn ich gerade PV einspeise und ob entladen wird wenn ich Strom brauche. Der Netzbetreiber wählt die für das Netz, und damit für die Allgemeinheit, günstigsten Zeiten für den Betrieb aus.

Das wäre extrem simpel. Man braucht überhaupt keine zusätzlichen Daten zu erheben und zu ermitteln. Nur die PV-Erzeugung und Einspeisung, die heute schon übermittelt und einmal jährlich abgerechnet wird.

Grüße
Frank

Verfasser:
Benn1904
Zeit: 11.01.2020 13:56:41
1
2889218
Zitat von Tom Berger Beitrag anzeigen
Zitat von Benn1904 Beitrag anzeigen
[...]
Warum sollten diejenigen, die mit 1 kW Ladeleistung über 8 Nachtstunden ihr Auto laden...
Genau dann laden, wenn die eigene PV nichts bringt.
Genau die Leute, die dafür sorgen, dass der Stromverbrauch nicht umweltverträglich anfällt.
Genau darum gibt es die Diskussion hier über Pufferung und deren Vor- und Nachteile.

Verfasser:
pflanze 132
Zeit: 11.01.2020 14:03:40
1
2889222
Zitat von fdl1409 Beitrag anzeigen
Deshalb mein Vorschlag einer Pauschale. Wenn ich 1 kWh Quartierspeicher gekauft habe rechnet mir der Netzbetreiber 250 kWh von meinem jährlichen Netzbezug als Eigenverbrauch ab - vorausgesetzt ich habe so viel eingespeist.

Gehen wir mal davon aus, dass Deine kWh 0,1€ wert ist, wenn Du sie einspeicherst und Dich der Bezug aus dem Netz pro kWh 0,25€ kosten würde. Dann kostet den Versorger eine kWh Speicher 37,50€/Jahr, also in 20 Jahren 750€. Plus Betrieb, Wartung, Versicherung, Speicherverluste und so weiter.

Er macht aber kein Geschäft mehr mit Dir, weil Du gar keinen zusätzlichen Strom aus dem Netz mehr benötigst.

Verdienen kann er theoretisch mit anderen, die nicht einspeisen und keine Beteiligung am Speicher haben. Angenommen, er orientiert sich an Deinem Vorschlag:
Zitat von fdl1409 Beitrag anzeigen
Betriebsweise eines Quartierspeichers von mir vorgeschlagen:
- Ladung von 00:00 bis 06:00 bei Börsenstrompreis 3,07 bis 3,22 Cent
- Entladung von 07:00 bis 09:00 bei 5,15 bis 5,64 Cent
- Ladung von 12:00 bis 16:00 bei 3,36 bis 3,52 Cent
- Entladung von 17:00 bis 21:00 bei 5,36 bis 5.56 Cent

Das wären dann 2 mal ca. 0,02€ = 0,04€/Tag, wenn man Vollzyklen annimmt.
365 mal 0,04€ = 14,60€

14,60€ - 37,50€ = - 22,90€

Warum sollte das jetzt ein Modell sein, was ein Versorger attraktiv finden sollte?

Grüße
Stefan

P.S.: Die Rechnung ist "Milchmädchen extrem" und berücksichtigt viele Faktoren nicht. Unter der Annahme, dass 0,02€/kWh Preisunterschied zweimal im Tagesverlauf erzielbar sind, stellt sie das Best Case Szenario für den Versorger dar.

Verfasser:
MaJen
Zeit: 11.01.2020 14:52:21
1
2889241
@ Frank
Was macht eigentlich Dein angekündigter Leitfaden für den Umstieg auf WPs in Altbauten? Hier im Forum schlagen immer mehr motivierte, aber oft ratsuchende Umstiegswillige auf...

Verfasser:
jogi54
Zeit: 11.01.2020 15:06:03
0
2889245
Zitat von fdl1409 Beitrag anzeigen
...
Ein Schwarm privater Akkus wird aber nicht so betrieben, sondern schaut vor allem auf den privaten Bedarf. [...]


Hallo Frank, das liegt einzig daran, dass es nicht zulässig, weil nicht geregelt ist.

Ich würde einen Speicher sehr gerne so betreiben, wie du es für den Quartierspeicher beschrieben hat.

Die Fa. Sonnen macht das meines Wissens sogar, allerdings verdient da nur Sonnen dran.

LG jogi

Verfasser:
jogi54
Zeit: 11.01.2020 15:08:32
0
2889247
Zitat von Georg Fiebig Beitrag anzeigen
Zitat von jogi54 Beitrag anzeigen
[...]

...
Schöner wäre es aber wenn ich die des Autos nutzen könnte [...]


Mit Chademo ginge es schon - mit dem Sion wird es auch gehen. VW überlegt sich das zumindest...

LG Jogi

Verfasser:
jogi54
Zeit: 11.01.2020 15:45:48
1
2889264
Zitat von Tom Berger Beitrag anzeigen
Zitat von jogi54 Beitrag anzeigen
[...]


Das wäre, genau so wie die Abdeckung von Durchlauferhitzern u.ä. ziemlich dumm. Dabei geht es nämlich nicht um die wenige Energie, die diese Geräte ziehen, sondern um die hohe Leistung. Man bräuchte da erstens Wechselrichter mit sehr hoher Leistung, die dann außer hohen[...]


Hallo Tom,

meinst du nicht, dass es absurd wäre, einerseits PV und Batterie einzusetzen und andererseits max. verschwenderisch mit einem DLE zu Baden ???

Passend wäre aller mindestens eine Brauchwasserwärmepumpe mit Speicher und FriWa.

Ich koche täglich, derzeit noch mit Gas - Induktionherd kommt dieses Jahr.
Ich kann mich nicht daran erinnern, jemals gleichzeitig alle 4 Flammen auf Vollgas und auch noch den Backofen am anheizen war. Das bedeutet dann auch, dass die Anschlussleistung eigentlich nie gefordert wird.
Mit 3 x 3,7kW und 11kWh netto sollte man locker hinkommen und wäre auch voll Inselnetz-fähig.

Als Schwarmspeicher würde die Batterieanlage dann die selben Aufgaben wie ein Quartierspeicher zusätzlich erfüllen können. Da fehlt nur die Regulierung.

Verfasser:
jogi54
Zeit: 11.01.2020 15:54:59
0
2889266
Zitat von gnika7 Beitrag anzeigen
Zitat von Tom Berger Beitrag anzeigen
[...]

Interessantes Beispiel ist z.B.
https://www.computerwoche.de/a/nie-mehr-strompreisvergleich-dank-blockchain[...]



Naj ja:
Zitat:
Dank letztgenannter Batterietechnik werden die Nutzer des Microgrid auch im Fall eines großangelegten Stromausfalls - wie etwa im Jahr 2012 nach Hurricane Sandy - weiterhin mit Energie versorgt.


Ist ja wohl Illusion - das funzt nur so lange und als Insel, bis der eigene Batteriespeicher leer ist.

Nur mal so

LG jogi

Verfasser:
Tom Berger
Zeit: 11.01.2020 16:30:09
0
2889292
Zitat von jogi54 Beitrag anzeigen
meinst du nicht, dass es absurd wäre, einerseits PV und Batterie einzusetzen und andererseits max. verschwenderisch mit einem DLE zu Baden ???

Passend wäre aller mindestens eine Brauchwasserwärmepumpe mit Speicher und FriWa.


Das kommt immer drauf an, in dem Fall auf den Warmwasserbedarf. Ich habe nach grob überschlägiger Kalkulation gefunden, dass für mich in meinem Ein-Personen-Haus ein Durchlauferhitzer die ökologischere Variante ist. Den Mehrverbrauch an Ressourcen und Energie zur Herstellung der Brauchwasserwärmepumpe mit Speicher und der Speicherverfluste kann ich durch deren geringeren Energiebedarf nie ausgleichen.

Ich muss allerdings gestehen, dass ich nahe dran war, doch eine Wärmepumpe mit Speicher zu installieren. Da wäre der Grund dann aber nicht die bessere Ökologie gewesen, sondern mein Wohlgefühl damit, mein Warmwasser ausschließlich mit meiner PV erzeugen zu können. Vielleicht kommt das dann ja noch irgendwann ...

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Zukunft der Energiewende
Verfasser:
Tom Berger
Zeit: 11.01.2020 16:30:09
0
2889292
Zitat:
...
meinst du nicht, dass es absurd wäre, einerseits PV und Batterie einzusetzen und andererseits max. verschwenderisch mit einem DLE zu Baden ???

Passend wäre aller mindestens eine Brauchwasserwärmepumpe mit Speicher und FriWa.


Das kommt immer drauf an, in dem Fall auf den Warmwasserbedarf. Ich habe nach grob überschlägiger Kalkulation gefunden, dass für mich in meinem Ein-Personen-Haus ein Durchlauferhitzer die ökologischere Variante ist. Den Mehrverbrauch an Ressourcen und Energie zur Herstellung der Brauchwasserwärmepumpe mit Speicher und der Speicherverfluste kann ich durch deren geringeren Energiebedarf nie ausgleichen.

Ich muss allerdings gestehen, dass ich nahe dran war, doch eine Wärmepumpe mit Speicher zu installieren. Da wäre der Grund dann aber nicht die bessere Ökologie gewesen, sondern mein Wohlgefühl damit, mein Warmwasser ausschließlich mit meiner PV erzeugen zu können. Vielleicht kommt das dann ja noch irgendwann ...
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