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Foren
Zukunft der Energiewende
Verfasser:
HenningReich
Zeit: 24.02.2020 17:51:25
5
2920429
Die offiziellen Zahlen der kommunistischen Partei finden sich im 13ten 5 Jahresplan.
Ich glaube dem offiziellen Plan der Partei etwas mehr als dieser Fakenewsseite die RuthGl verlinkt hat.

Verfasser:
HenningReich
Zeit: 24.02.2020 17:53:29
6
2920430
siehe auch
Li, J., Yang, Z., & Li, X. China coal consumption cap plan and research report: The 13th Five-Year Plan Coal Cap Mid-term Review and Outlook. China Coal Cap Project (NRDC), China, April (2019).

Wissenschaft und Fakten statt bullshit.

Verfasser:
Karl-Heinz Groß
Zeit: 24.02.2020 18:22:00
3
2920446
Ohne das Fachhandwerk wird das alles aber nix werden. Und die sind leider in ihren Aus- und Weiterbildungsstätten immer noch im letzten Jahrtausend hängen geblieben, wie ich letztens auf ner TRGI Schulung beim Bierchen leidvoll erfahren musste.

Und wenn ich die Medien verfolge, die jetzt auch noch was von grünem Methan schwafeln bzw. wie unschädlich doch Methan ist, dann könnt ich ko..

Sollten wir nicht allmählich anfangen den Meisterzwang und andere berufliche Inländerdiskrininierungen aufzuheben?

Und wie bekommt man das alte Wissen wieder aus den Köpfen raus?

Verfasser:
jogi54
Zeit: 24.02.2020 19:42:16
0
2920488
Verfasser:
crink
Zeit: 25.02.2020 11:07:35
2
2920800
Moin,

Studie zeigt: Viertel aller Tweets zum Klimawandel von Bots

Forscher der Brown Universität in den USA haben Tweets zum Klimawandel untersucht und fanden heraus, dass etwa ein Viertel aller Beiträge von Bots konstruiert wurde. In den allermeisten davon werde der Wandel geleugnet. Dadurch erwecke man den Eindruck, es gäbe eine Vielzahl an Menschen, die zweifelten, zitiert ein Medienbericht einen der verantwortlichen Wissenschaftler.

Viele Grüße
crink

Verfasser:
Brombaer
Zeit: 25.02.2020 11:37:37
10
2920821


Ob es hier im HTD auch einen gibt :)

Verfasser:
Heinziplus
Zeit: 25.02.2020 11:58:08
1
2920838
Zitat von Tom Berger Beitrag anzeigen
Zitat von Heinziplus Beitrag anzeigen
[...]


Was soll hier so 'ne dumme Frage?

Der jährliche Zubau an EE-Stromerzeugungskapazität liegt um etliche Größenordnungen über der aktuellen Wachstumsrate von Wärmepumpen und Elektroautos. 10.000 neue Luft-Wasser-Wärmepumpen würden wohl (bei 5.000 kWh Wärmeerzeugung p.a. und[...]

Es gibt keine dummen Fragen - nur dumme Antworten.
Ihre Prüfstands-Milchmädchenrechnung negiert den jahreszeitlichen Verlauf EE-Ertrag und WP-Bedarf, nicht umsonst schreiben Sie von "Jahres"arbeitszahlen.
30 Jahre wurde versucht den Solarthermieertrag vom Sommer in den Winter zu transferieren ohne, dass die postulierten Latentwärmespeicher auf den Markt gekommen sind und jetzt kommt die WP-Fraktion und erklärt, dass der sommerliche PV-Ertrag für den Betrieb einer Elektro-WP in der Heizperiode genutzt wird.
Wenn dann im nächsten Winter 3 Wochen Dunkelflaute mit Minustemperaturen ist........
Fazit: Ab 2022 können wir Energieberater die Scherben dann aufsammeln.
MfG

Verfasser:
Tom Berger
Zeit: 25.02.2020 12:11:18
0
2920849
Zitat von Heinziplus Beitrag anzeigen
Es gibt keine dummen Fragen - nur dumme Antworten.

Das wird von denen, die dumme Fragen stellen, zwar immer wieder behauptet, aber es ist eine simple Tatsache, dass es dumme Fragen gibt. Das sind insbesondere diejenigen, die der Fragesteller bei minimalen Kenntnissen über das diskutierte Sachtheme mit wenig Aufwand selbst beantworten können müsste

Zitat von Heinziplus Beitrag anzeigen

Ihre Prüfstands-Milchmädchenrechnung negiert den jahreszeitlichen Verlauf EE-Ertrag und WP-Bedarf, nicht umsonst schreiben Sie von "Jahres"arbeitszahlen.


Das war keine "Prüfstands-Milchmädchenrechnung", denn ich habe ganz explizit den realen Stromertrag der realen Binnen-WKAs angesetzt. Und ich habe nur Windkraft angesetzt, weil PV in der Heizperiode wenig Ertrag bringt. Und den jahreszeitlichen Verlauf des EE-Ertrags habe ich ebenso berücksichtigt und das sogar ganz explizit erwähnt. Sollten Sie Ihre Antwort etwa geschrieben haben, ohne meinen Beitrag vollständig gelesen zu haben? Das wäre schon wieder dumm.

Und zuletzt: die JAZen der Wärmepumpen werden in der Heizperiode erbracht. Haben Sie von der Materie, über die Sie sich so breit auslassen, tatsächlich so wenig Ahnung? Warum suchen Sie sich nicht einen anderen Spielplatz?

Verfasser:
Dietmar Lange
Zeit: 25.02.2020 13:00:27
1
2920887
Zitat von Karl-Heinz Groß Beitrag anzeigen
Ohne das Fachhandwerk wird das alles aber nix werden. Und die sind leider in ihren Aus- und Weiterbildungsstätten immer noch im letzten Jahrtausend hängen geblieben, wie ich letztens auf ner TRGI Schulung beim Bierchen leidvoll erfahren musste.

Und wenn ich die Medien verfolge, die jetzt auch noch was von grünem Methan schwafeln bzw. wie unschädlich doch Methan ist, dann könnt ich ko..

Sollten wir nicht allmählich anfangen den Meisterzwang und andere berufliche Inländerdiskrininierungen aufzuheben?

Und wie bekommt man das alte Wissen wieder aus den Köpfen raus?




Dass es ohne das Fachhandwerk keine Wärmewende in deutschen Heizungskellern geben kann, ist eigentlich klar.

Dass bei der Aus- und Weiterbildung noch viel Handlungsbedarf besteht. Ist auch nicht strittig.

Medienmeinungen über grüne Gase und deren Umweltfolgen sind oft parteipolitisch gefärbt.

Die Abschaffung des Meisterzwangs ist ein anderes Thema. Ich habe von Fachkollegen aus anderen EU – Ländern öfters gehört, dass sie sich das fachliche Niveau im deutschen SHK – Fachhandwerk im eigenen Land wünschen würden.

Zum Letzen Satz aus prinzipielle Bemerkung.

Die deutschen Handwerksmeister, die vor der ersten Wärmeschutzverordnung noch den Bau von Schwerkraftheizungen sicher beherrschten, hätten mit diesem „alten Wissen“ keine Probleme, moderne drain back Anlagen zu installieren. Die Thermosiphon Anschlusstechnik ist auch kein „neues Wissen“, aber teilweise in Vergessenheit geraten.

Jede Generation steht vor dem Problem, überliefertes Wissen kritisch zu hinterfragen. Die Forderung, „altes Wissen“ aus den Köpfen zu entfernen, klingt nach Gehirnwäsche. Dabei besteht die große Gefahr, dass wertvolle Erfahrungen verloren gehen.

Dietmar Lange

Verfasser:
Tom Berger
Zeit: 25.02.2020 13:11:31
8
2920899
Zitat von Dietmar Lange Beitrag anzeigen
Die deutschen Handwerksmeister, die vor der ersten Wärmeschutzverordnung noch den Bau von Schwerkraftheizungen sicher beherrschten, hätten mit diesem „alten Wissen“ keine Probleme, moderne drain back Anlagen zu installieren.


Diese deutschen Handwerksmeister taugen dann unter den heutigen Bedingungen aber eben genau deshalb nur noch als Handlanger. Sie sind idR nicht in der Lage, ihre Kunden fachgerecht zu beraten, und sind nicht in der Lage, aktuelle Heizungsanlagen fachgerecht zu installieren. Leider dürfen diese mangels ausreichender Fortbildung mittlerweile höchst inkompetenten Handwerksmeister aber eben genau das noch immer tun. In vielen ländlichen Regionen dominieren diese Leute noch immer den Markt und hintertreiben so die Anstrengungen für die Energiewende.

Verfasser:
Karl-Heinz Groß
Zeit: 25.02.2020 13:37:30
4
2920917
Zitat von Heinziplus Beitrag anzeigen
Ab 2022 können wir Energieberater die Scherben dann aufsammeln.

Genau da fängt es ja schon an. Ich hatte mich beim Zentralverband der Schornsteinfeger (ZDS) als Referent für die Meisterschulen beworben. Nach Rücksprache mit den Verantwortlichen musste ich leider erkennen, dass auf altes Wissen ganz im Sinne von Dietmar Lange überhaupt kein Wert mehr gelegt wird. Was zählt sind Zertifikate von Theoretikern, die ihr Wissen von Dozenten aus den 1990gern weiter gegeben haben und sich mit aktuellen Entwicklungen einfach nicht beschäftigen wollen.

Das beste Beispiel ist die Diskussion um die Schornsteinhöhen nach BImSchV. Anstatt sich Gedanken um den Einsatz von Filtern und Oxidationskatalysatoren zu machen, um
die Staub und Kohlenwasserstoffemissionen runter zu bekommen, damit D endlich die EU Vorgaben einhällt, wird hier rum lamentiert und Augen zu gedrückt.

Ebenso bei den Wärmepumpen. Alle wissen, dass das 1° Ziel spätestens in den nächsten 15 Jahren überschritten wird und das nur ein Wechsel auf mehr WP bzw. nachwachsende Rohstoffe wie Pellets zum Ziel führen. Trotzdem wird weiterhin auf fossile Brennstoffe gesetzt, anstatt sich wirklich mal auf richtige Energieberatung zu konzentrieren. Wie wir hier im Forum soo oft lesen können, werden die Heizungen immer noch nicht richtig hydraulisch, thermisch eingestelt, sondern pseudowissenschaftlich mit Thermometern und externen Trackern PI mal Daumen reguliert. So ist der Stand deren Technik leider heute immer noch und die meinen, sie hätten auch noch was gutes mit ner Kuhschwanzheizung gemacht.

Und die Anlagenmechaniker sind wirklich nur noch bessere Rohrverleger, die die alten Techniken aus den 1970gern leider nicht mehr beherrschen. Genausowenig gibt es Schornis, die noch ausbrennen oder ausschlemmen können oder sich mit Hohlräumen und Glutnestern in alten Gebauden auskennen.

Früher bestand das Hauptargument gegen WP im schlechten Nutzungsgrad der Kraftwerke (25-30%). Die liegen heute in D über 50%. Das macht eine JAZ von 2,x alle mal rentabel. Allerdings auch noch ausbaufähig!

Und ja, wir müssen uns auch allmählich mit der Tatsache vertraut machen, dass wir im Sommer kühlen bzw. entfeuchten müssen und die Niederdeutschen und Holländer demnächst einen größeren Bedarf an Waathosen haben.

Verfasser:
Tom Berger
Zeit: 25.02.2020 14:18:00
3
2920941
Zitat von Karl-Heinz Groß Beitrag anzeigen
Genau da fängt es ja schon an. Ich hatte mich beim Zentralverband der Schornsteinfeger (ZDS) als Referent für die Meisterschulen beworben. Nach Rücksprache mit den Verantwortlichen musste ich leider erkennen, dass auf altes Wissen ganz im Sinne von Dietmar Lange überhaupt kein Wert mehr gelegt wird.


Ich habe einige Zeit lang im Rahmen von Energieberaterkursen für angehende Meister im Zimmerei- und Dachdeckergewerbe Bauphysik unterrichtet. Das war ein ziemlich aussichtsloses Unterfangen, denn für mindestens 80% der Teilnehmer waren selbst elementare Kenntnisse bzgl Prozent- und Bruchrechnung völlig fremd. Fast alle scheiterten am Aufstellen eines simplen Dreisatzes. Erfahrungsgemäß verbessern sich diese Kenntnisse im weiteren Verlauf des Berufslebens nicht unbedingt. Solche Leute sind für technisch und naturwissenschaftlich anspruchsvolle Weiterbildungskurse, wie sie im Heizungsgewerbe absolut unerlässlich sind, vollkommen unerreichbar.

Dennoch haben am Ende dann doch alle das Energieberater-Zertifikat erhalten. Für die Prüfung war nur das Durchrechnen einer Standardsituation mit der eingeübten Software nötig. Das Ergebnis der Berechnung evaluieren konnte fast keiner.

Interessanterweise waren die wenigen Frauen in meinen Kursen die mit Abstand kompetentesten, idR sogar mit Abitur in der Tasche. Und die folgten auch weit mehr interessiert dem Unterricht als ihre männlichen Mitschüler.

Verfasser:
Dietmar Lange
Zeit: 25.02.2020 14:30:43
1
2920949
Zitat von Tom Berger Beitrag anzeigen
Zitat von Dietmar Lange Beitrag anzeigen
[...]


Diese deutschen Handwerksmeister taugen dann unter den heutigen Bedingungen aber eben genau deshalb nur noch als Handlanger. Sie sind idR nicht in der Lage, ihre Kunden fachgerecht zu beraten, und sind nicht in der Lage, aktuelle Heizungsanlagen fachgerecht zu installieren. Leider dürfen diese mangels ausreichender Fortbildung mittlerweile höchst inkompetenten Handwerksmeister aber eben genau das noch immer tun.


@all

Die erste deutsche Wärmeschutzverordnung wurde 1977 erlassen.

Wer vor diesen Zeitpunkt seinen Meisterbrief gemacht hat 2020 in der Regel seinen Betrieb an einen Nachfolger übergeben.

Für die jüngeren Leser.

Vor Einführung der Wärmeschutzverordnung dominierte in D noch die Schwerkraftheizung.

Das Wissen um die Schwerkraftzirkulation in Wärmekreisläufen ist auch noch heute sehr nützlich, ein typisches Beispiel ist auch die Anschlusstechnik an Warmwasserspeicher.

Die alten Meister hatten das noch verinnerlicht.

Dietmar Lange

Verfasser:
Karl-Heinz Groß
Zeit: 25.02.2020 14:44:31
0
2920955
Zitat von Dietmar Lange Beitrag anzeigen
Die Abschaffung des Meisterzwangs ist ein anderes Thema. Ich habe von Fachkollegen aus anderen EU – Ländern öfters gehört, dass sie sich das fachliche Niveau im deutschen SHK – Fachhandwerk im eigenen Land wünschen würden.

Das war mal so. Ich habe beruflich u.a. mit der Rekrutierung von Schweißern und Metallbauern zu tun. Eingestellt werden überwiegend Osteuropäische
Arbeitskräfte, da die das noch HANDWERKLICH können. Positiv ist allerdings, dass wir zwei tüchtige, weibliche CNC Kräfte ausbilden. Hoffentlich können wir die halten.

Verfasser:
Dietmar Lange
Zeit: 25.02.2020 15:25:08
1
2920971
Zitat von Karl-Heinz Groß Beitrag anzeigen
Zitat von Dietmar Lange Beitrag anzeigen
[...]

Das war mal so. Ich habe beruflich u.a. mit der Rekrutierung von Schweißern und Metallbauern zu tun. Eingestellt werden überwiegend Osteuropäische
Arbeitskräfte, da die das noch HANDWERKLICH können. Positiv ist allerdings, dass wir zwei tüchtige, weibliche CNC Kräfte ausbilden.[...]


Meine Bemerkung bezog sich hauptsächlich auf das theoretische Niveau in der Meisterausbildung SHK.

Bei praktischen Fähigkeiten kenn ich auch das Problem, dass durch die Presstechnik die handwerklichen Fertigketen zum Löten und Schweißen rückläufig sind.

Dietmar Lange

Verfasser:
Karl-Heinz Groß
Zeit: 25.02.2020 16:01:16
0
2920982
Zitat von Dietmar Lange Beitrag anzeigen
Meine Bemerkung bezog sich hauptsächlich auf das theoretische Niveau in der Meisterausbildung SHK.

Um welche Kenntnisse gings dabei speziell? Physik, Chemie, E-Tec, technische Regeln, Recht? Gern differenzierter ...

Verfasser:
Dietmar Lange
Zeit: 25.02.2020 17:07:43
2
2921005
Zitat von Karl-Heinz Groß Beitrag anzeigen
Zitat von Dietmar Lange Beitrag anzeigen
[...]

Um welche Kenntnisse gings dabei speziell? Physik, Chemie, E-Tec, technische Regeln, Recht? Gern differenzierter ...


Ich skizziere das mal problemorientiert für Solarwärmeanlagen.

Die grundsätzlichen Unterschiede zur „normalen“ klassischen Heizungstechnik sind im Kollektor und Anlagenbereich

Temperaturen >> 100°C möglich
• Höhere Drücke
• Anderer Wärmeträger als Wasser
• Volatile, richtungs- und neigungsabhänge Energiequelle,
• Überschneidungen mit Gewährleistungsbereich Dachhandwerk bei Dichtheit und Statik

Wenn für den Einsatz in der EU in jedem Land die gleichen Anleitungen für Planung, Montage und Inbetriebnahme gelten sollen, muss auf die Besonderheiten hingewiesen werden, die abweichend vom Kenntnisstand und Tagesgeschäft Heizungsbau sind.

Wir haben uns im Produktmanagement oft darüber unterhalten, was als Grundkenntnisse als vorhanden vorausgesetzt werden darf, und was besonders erklärungsbedürftig ist.

Besondere Problembereiche waren dabei Temperaturbeständigkeit von Werkstoffen und Wärmeträger, Dachstatik, Wind- und Schneelasten, Unterschiede im nationalen Bau- und Gewährleistungsrecht.

Dietmar Lange

Verfasser:
pflanze 132
Zeit: 26.02.2020 21:33:23
1
2921668
Um 22:45 im ZDF oder in der Mediathek:

https://www.zdf.de/dokumentation/zdfzoom/zdfzoom-das-ende-der-energiewende-102.html

Das Ende der Energiewende?
Wie die Windkraft in Deutschland scheitert - Film von Jörg Moll
...
Der in der Bundesregierung für Energie zuständige Minister Peter Altmaier erklärt gegenüber "ZDFzoom": "Wo wir heute Öl und Gas importieren, Kohle und Nuklearbrennstäbe, dort werden wir in Zukunft vermehrt grünen Wasserstoff importieren." "ZDFzoom" fragt bei den in Deutschland in Energiefragen führenden Wissenschaftlern nach, was es bedeutet, so genannten "grünen Wasserstoff", der mit Hilfe von Photovoltaik und Windstrom unter anderem in Afrika produziert werden soll, zu importieren. Martin Robinius, vom Forschungszentrum Jülich, erklärt: "Import (…) macht definitiv keinen Sinn. Wir müssen die Erneuerbaren – insbesondere Wind – in Deutschland ausbauen. Nur, wenn wir das realisieren, können wir sicher gehen, dass die Preise für Haushalte und Industrie (…) nicht explodieren".


Ab ca. Min. 20:00 geht es um die Kosten der Energiewende. Min. 21:50 werden Kosten/kWh in 2050 genannt:

Import grüner Wasserstoff: 12 Cent/kWh
Solarstrom: ab 6,6 Cent/kWh (finde ich sehr unambitioniert...)
Windstrom: ab 3,4 Cent/kWh

Die ausgewiesenen und mit Namen bekannten Fachleute halten den Import von grünem Wasserstoff für wichtig. Allerdings mit einem Anteil von 10% am Energiemix und nicht mit einem Anteil von 70%, der dann notwendig wäre, wenn der Pfad von Altmeier verfolgt wird (aktuell rudert er bei den Abständen der Windkraft ja schon wieder etwas zurück...).

Sehr sehenswert und m.M.n. ein Beispiel für eine gute ("öffentlich-rechtliche") Dokumentation.

Grüße
Stefan

Verfasser:
Benn1904
Zeit: 26.02.2020 22:24:13
2
2921693
Zitat von pflanze 132 Beitrag anzeigen
Ab ca. Min. 20:00 geht es um die Kosten der Energiewende. Min. 21:50 werden Kosten/kWh in 2050 genannt:
Import grüner Wasserstoff: 12 Cent/kWh
Solarstrom: ab 6,6 Cent/kWh (finde ich sehr unambitioniert...)
Windstrom: ab 3,4 Cent/kWh
Welche von den drei Arten ist denn grundlastfähig?
Was kosten die anderen wenn sie grundlastfähig gemacht wurden?

Passt doch, wenn man im Jahresmittel 80% der Energie mit Solarstrom und Windstrom abdeckt und wenn die mal schwächeln zum etwas teureren grünen Wasserstoff greift!!

Verfasser:
HFrik
Zeit: 27.02.2020 01:44:18
0
2921753
Bezüglich Solar und Wind sind die Kosten aus Entso-E, E-Highways 2050 im 100% EE-Szenario bekannt, überschlägig ein Appel und ein Ei.
Beim grünen Wasserstoff der aus Kriesengebieten geliefert werden soll, also mal da ist und mal wieder monatelang nicht, sieht das schwierig aus.

Verfasser:
Georg Fiebig
Zeit: 27.02.2020 05:56:28
1
2921762
Die Energiewende braucht Effizienz und keine Träumerei .

Verfasser:
loli
Zeit: 27.02.2020 06:06:02
1
2921763
Zitat von HFrik Beitrag anzeigen
Beim grünen Wasserstoff der aus Kriesengebieten geliefert werden soll, also mal da ist und mal wieder monatelang nicht, sieht das schwierig aus.

Noch ein Grund mehr die Krisengebiete zu befrieden!
Evtl. kann man sich dann sogar in deutschen Großstädten eine Wohnung wieder leisten...

Verfasser:
Karl-Heinz Groß
Zeit: 27.02.2020 07:40:42
2
2921782
So was kommt bei der neuen Förderung der BAFA raus: (aktuell hier im Forum)

Umbau von Etagenheizung auf Zentralheizung. BJ 1965 ... Originalzustand ja, aber 1990 auf Etagenheizung umgestellt mit Heizkörpern und auf Kunststofffenster. Haus ist nicht gedämmt.

- Wolf CGB 50 Gastherme KW
- 1000 Liter Pufferspeicher mit Frischwasserstation
- 6 Kollektoren

Das Haus hat 500qm (8Familien) und ist nicht gedämt.
Hat nur Heizkörper also keine FBH.

Eigentlich müsste man resignieren :-(

Verfasser:
Benn1904
Zeit: 27.02.2020 07:59:20
1
2921788
Zitat von Georg Fiebig Beitrag anzeigen
Die Energiewende braucht Effizienz und keine Träumerei .
Den Grünen Daumen hast du von mir.

Verfasser:
Dietmar Lange
Zeit: 27.02.2020 09:53:04
1
2921850
Zitat von HFrik Beitrag anzeigen
Bezüglich Solar und Wind sind die Kosten aus Entso-E, E-Highways 2050 im 100% EE-Szenario bekannt, überschlägig ein Appel und ein Ei.

Beim grünen Wasserstoff der aus Kriesengebieten geliefert werden soll, also mal da ist und mal wieder monatelang nicht, sieht das schwierig aus.


Nach meinem Kenntnisstand gibt es keine Reisewarnungen nach Marokko oder nach Feuerland.

Diese Regionen wurden als mögliche sinnvolle Standorte für die energetisch günstige Produktion von grünen Wasserstoff benannt.

Dietmar Lange

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Zukunft der Energiewende
Verfasser:
Dietmar Lange
Zeit: 27.02.2020 09:53:04
1
2921850
Zitat:
...
Bezüglich Solar und Wind sind die Kosten aus Entso-E, E-Highways 2050 im 100% EE-Szenario bekannt, überschlägig ein Appel und ein Ei.

Beim grünen Wasserstoff der aus Kriesengebieten geliefert werden soll, also mal da ist und mal wieder monatelang nicht, sieht das schwierig aus.

Nach meinem Kenntnisstand gibt es keine Reisewarnungen nach Marokko oder nach Feuerland.

Diese Regionen wurden als mögliche sinnvolle Standorte für die energetisch günstige Produktion von grünen Wasserstoff benannt.

Dietmar Lange
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