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Zukunft der Energiewende
Verfasser:
fdl1409
Zeit: 03.06.2020 20:27:26
0
2971401
Du hast wahrscheinlich keine Vorstellung, wieviel allein eine Müllverbrennungslinie, 16t/h an einem Tag so verbrennt.

Abgesehen davon kann man Müll nicht so einfach dauerhaft lagern. Der gärt, je nach Temperatur, so vor sich hin und produziert auch CH4.


Doch, habe ich.
Der Müll müsste getrennt werden in eine nasse Schwerfraktion die man vergärt und aus der man Glas, Metalle, Mineralstoffe abtrennt und eine trockene, heizwertreiche Fraktion, z.B. Fluff. Letztere kann man lagern und bei Bedarf verbrennen. Es gab schon mal ein sehr weitgehendes Verfahren von der Firma Herhof ( Trockenstabilat ), die leider pleite gegangen ist. Aus dem inerten Teilstrom ( Scherben, Steine ) wurde im Werk Asslar auf meine Anregung eine Sortieranlage installiert die vollautomatisch Altglas abgetrennt hat, nach Farben sortiert in exzellenter, verwertbarer Qualität. Das waren mehrere tausend Tonnen pro Jahr. Habe noch ein paar Sortierproben im Schrank...
Sehr bedauerlich dass man das nicht aus den Verbrennungsrückständen in MVA umsetzt. Man könnte die Asche sieben, rütteln, waschen, auf definierte Korngröße brechen und dann mit einem der üblichen Verfahren mit Laser und Druckluft das Glas abtrennen und der Verwertung zuführen. Wir reden über richtig große Mengen.

Altholz und heizwertreicher Abfall können eingesetzt werden z.B. in umgerüsteten Braunkohlekraftwerken. Die würden in windarmen Zeiten im Winter einen wertvollen Beitrag leisten.

Alternativ kann man diese Brennstoffe natürlich auch wunderbar in Zementwerken verbrennen und dort den Bedarf an EE-Brennstoffen reduzieren.

Grüße
Frank

Verfasser:
delta97
Zeit: 03.06.2020 23:19:47
0
2971478
sollte das nicht heissen:
Alternativ kann man diese Brennstoffe natürlich auch wunderbar in Zementwerken verbrennen und dort den Bedarf an NICHT EE-Brennstoffen reduzieren.

Verfasser:
fdl1409
Zeit: 03.06.2020 23:30:03
0
2971481
Nein, ich meinte das so dass langfristig natürlich auch die Zementwerke auf 100% EE umgerüstet werden müssen, z.B. Wasserstoff. Wenn man dort die Reststoffe einsetzt vermindert sich deren Bedarf an Wasserstoff.

Grüße
Frank

Verfasser:
solerling
Zeit: 04.06.2020 00:29:29
0
2971489
Zitat von fdl1409 Beitrag anzeigen
Nein, ich meinte das so dass langfristig natürlich auch die Zementwerke auf 100% EE umgerüstet werden müssen, z.B. Wasserstoff. Wenn man dort die Reststoffe einsetzt vermindert sich deren Bedarf an Wasserstoff.

Grüße
Frank


Da würde mich mal interessieren wie das Preisverhältnis zwischen Wasserstoff,und
ganz normalem Brennholz ist?
Momentan ist ja der Holzpreis im Keller,also wäre es doch sinnvoll das überschüssige Holz zu verbrennen,als dafür mM nach den teuren Wasserstoff zu verbrennen?

Viele Grüsse

Verfasser:
Dietmar Lange
Zeit: 04.06.2020 02:50:33
1
2971500
Zitat von solerling Beitrag anzeigen
Zitat von fdl1409 Beitrag anzeigen
[...]


Da würde mich mal interessieren wie das Preisverhältnis zwischen Wasserstoff,und
ganz normalem Brennholz ist?
Momentan ist ja der Holzpreis im Keller,also wäre es doch sinnvoll das überschüssige Holz zu verbrennen,als dafür mM nach den teuren Wasserstoff zu verbrennen


Der zukünftige Preis für Brennholz in D ist von politischen Entscheidungen kaum abhängig.

Der zukünftige Preis von Wasserstoff ist von noch ausstehenden grundsätzlichen politischen Richtungsentscheidungen für D abhängig.

Über den zukünftigen Wasserstoffeinsatz in D wird noch immer kontrovers diskutiert.

Klar positioniert haben sich bisher Bayern und BW mit eigenen Länderstrategien.
Der bayerische Weg setzt klar erkennbar auch auf den Wasserstoffeinsatz bei Mobilität und auch für Gebäudewärme.

Das Heizen mit Holz hat in Bayern eine lange Tradition und wird sehr wahrscheinlich auch zukünftig politisch durch den Freistaat nicht behindert. Im Bund gab es bereits solche Absichten, die bisher nicht umgesetzt wurden.

Dietmar Lange

Verfasser:
MaJen
Zeit: 04.06.2020 08:33:39
0
2971531
Zitat von Dietmar Lange Beitrag anzeigen
Zitat von solerling Beitrag anzeigen
[...]


Klar positioniert haben sich bisher Bayern und BW mit eigenen Länderstrategien.
Der bayerische Weg setzt klar erkennbar auch auf den Wasserstoffeinsatz bei Mobilität und auch für Gebäudewärme.

Das Heizen mit Holz hat in Bayern eine lange Tradition und wird sehr wahrscheinlich auch zukünftig politisch durch den Freistaat nicht behindert.[...]


Ich habe immer viel Respekt vor laptop und Lederhose gehabt. Jetzt werden die Weichen aus Angst vor WKA-Gegnern aber falsch gestellt.

Mal sehen, wie sich der Verzicht auf die neimodische Wärmepumpen mit dem Stromzeugs doa auswirkt. Offensichtlich haben die Bayern jetzt schon die Mathemetik geändert und wollen in Zukunft mit Holz und vier- bis sechsmal mehr Strom H2-heizen als mit einer WP.
Vielleicht erklärt dem bajuwarischen Volk der Wohlfühl-MP dann auch gleich den damit langfristig zusammenhängenden Wohlstandsverlust.

Verfasser:
Phil a.H.
Zeit: 04.06.2020 09:43:23
0
2971555
Die Bayern sind ein geselliges Völkchen, bissel eigenwillig, und wirklich nicht unsympathisch.
Aber eben doch etwas eigenbrötlerisch, wobei wir hier in BaWü (vor Allem das Wü) nicht weit dahinter sind.

Loorbeere breithocka.

Keine Ahnung wie das in BY ist, in BW scheint das mit den Windrädles Kreissache zu sein. Während man sich im Kreis Breisgau-Hochschwarzwald gerne mal querstellt, sieht das z.B. im Ortenaukreis etwas gediegener aus.

Gruß
Phil

Verfasser:
solerling
Zeit: 04.06.2020 10:07:26
0
2971564
Zitat von Phil a.H. Beitrag anzeigen
Die Bayern sind ein geselliges Völkchen, bissel eigenwillig, und wirklich nicht unsympathisch.
Aber eben doch etwas eigenbrötlerisch, wobei wir hier in BaWü (vor Allem das Wü) nicht weit dahinter sind.

Loorbeere breithocka.

Keine Ahnung wie das in BY ist, in BW[...]


Man sollte nicht gleich verallgemeinern..
Ich bin mitten in Bayern (Obb.),und um mich herum (Radius ca. 4km)stehen 8 Windräder mit 22MW,und das mit einem CSU-Bürgermeister !
Wenn ich mich nicht irre,dann wurde im Bgm-Wahlkampf mit 320% EEG in unserer Gemeinde geworben.
Man bräuchte nur Nachahmer,da aber dieses leider (noch)von "Oben" erschwert wird?

Viele Grüsse

Verfasser:
solerling
Zeit: 04.06.2020 10:15:40
0
2971565
Zitat von Dietmar Lange Beitrag anzeigen
Zitat von solerling Beitrag anzeigen
[...]


Der zukünftige Preis für Brennholz in D ist von politischen Entscheidungen kaum abhängig.

Der zukünftige Preis von Wasserstoff ist von noch ausstehenden grundsätzlichen politischen Richtungsentscheidungen für D abhängig.

Über den zukünftigen[...]


Mich würde aber trotzdem die realen Kosten bei Holzheizung (kwh Wärme)
und die Kosten von einer (kwhWärme) aus Wasserstoff interessieren,und zwar immer ohne irgendwelche Förderung ?
(Holzheizung mit modernster Technik)

Viele Grüsse

Verfasser:
Phil a.H.
Zeit: 04.06.2020 10:23:38
0
2971566
Hallo solerling,
Du hast recht - sorry fürs Verallgemeinern.
Und ein Hoch auf euren CSU-Bürgermeister, der wohl weniger schwarz ist, als unser "grüner" Ministerpräsident.

Ist das in BY auch Kreissache, oder wie wird das im Bereich Windkraft geregelt?

Verfasser:
jogi54
Zeit: 04.06.2020 11:51:13
4
2971595
Zitat von fdl1409 Beitrag anzeigen
Du hast wahrscheinlich keine Vorstellung, wieviel allein eine Müllverbrennungslinie, 16t/h an einem Tag so verbrennt.

Abgesehen davon kann man Müll nicht so einfach dauerhaft lagern. Der gärt, je nach Temperatur, so vor sich hin und produziert auch CH4.


Doch, habe ich.[...]


Ach Frank,

du bist Arzt und ich habe bestimmt 20 Jahre meine Arbeitsleben schwerpunktmäßig ganz praktisch mit MVA's zu tun gehabt.

Warum, denkst du, dass die Firma Herhof pleite gegangen ist? Ganz sicher, weil sich die Idee jenseits von gut und böse nicht bezahlen lässt.

Altglas ist heute in MVA's ganz bestimmt eines der aller kleinsten Probleme und in der Asche eine Mikro-Fraktion.
Eine 16t/h Nenn MVA setzt ca. 130.000 t/a Müll um, was sind da ein paar tausend Tonnen Glas - vielleicht 1-2 % des Mülls. Glas - ist im Grunde Silizium (Sand...), dann gibt es als Reststoffe noch mineralische Asche und Metalle - und leider quasi Unverbrennbares, wie z.B. u.a. glasfaserverstärkte Kunststoffe.

(P.S. Faustformel 16t/h Müll machen ca 40t/h Dampf 400°C/40bar und daraus bekommt man ca 16MW Strom)

Die RMVA Köln hat eine teilautomatische Vorsortieranlage vor dem eigentlichen Müllbunker. Da werden Eisenmetalle per Magnet entfernt und allerlei andere Störstoffe von Hand aussortiert und danach auf eine max. Kantenlänge von 300mm zerkleinert. Die Asche wird dann am Ende in einer zusätzlichen Anlage gewaschen und zu einem Straßenbaustoff veredelt - da spielt das restliche bisschen Glas keine Rolle.

Die einzig wirklich wirksame (ökonomisch wie auch ökologisch) Mülltrennung wurde (wird- nicht nach geprüft) in Siegburg gemacht ( da diese Anlage nicht der "Grüner Punkt" Abkassier Mentalität entsprach/entspricht, wurde sie von Anfang an vom "Grüner Punkt" Konsortium bekämpft).. Dort wird der Müll tief gefroren, fein geschreddert und über Windsichtung in weitestgehend sortenreine Fraktionen getrennt, Da bleiben dann ca 10 - 15% Müll übrig, der verbrannt wird/werden muss.

Das mit der ganzen Trennerei, so wie du dir das vorstellst, - ist ziemlich wirklichkeitsfremd, genauso die Idee, Altholz und heizwertreicher Abfall in "umgerüsteten Braunkohlekraftwerken" zu verbrennen. Die dafür notwendigen Anlagen, nämlich MVAs gibt es schon in ausreichender Menge - und eine "Umrüstung" eines Braunkohlekraftwerks wäre teurer, als ein Neubau einer MVA. Verdampfer und Überhitzer wären den Temperaturschwankungen einer Müllverbrennung niemals gewachsen - ebenfalls ist das Material der Verdampfer und Überhitzer etc eines Braunkohlekraftwerks nicht geeignet (SO2 und HCl Korrosion). Die Rauchgasreinigung müsste von 13. BImSchV auf 17.BImSchV aufgerüstet werden - die Luft- und Rauchgasventilatoren würden dann auch nicht passen.

Ich habe bei einer Aufrüstung eines Steinkohlewirbelschichtkraftwerks vor Jahren mitgearbeitet. Ziel war, 25% EBS (Ersatzbrennstoff = hochkalorischer Müll mit einem HCl Anteil < 1% ... betrifft hauptsächlich PVC) zu verbrennen.
Ich habe damals eine Regelung entworfen und in Betrieb genommen, die das hierfür einzuhaltende Kriterium von HCl zu SO2 geregelt hat, um Korrosionschäden am Kessel zu verhindern. Das funzte wunderbar, nur auf Grund eines viel zu hohen HCl Anteils im EBS, wurde die mögliche Menge, je nach Qualität des EBS halt auf 6 - 10% max Zugabe von EBS herunter geregelt. Statt an der Qualität des EBS zu arbeiten, war der Vorstand dann so schlau, meine Regelung zu killen und stur 25% EBS aufzugeben. (Ich war da nicht mehr auf der Anlage) Es passierte, was zu erwarten war, der Kessel war innerhalb von 4 Monaten per Hochtemperatur-Chlorkorossion wirklich zu Schrott gefahren.

Ganz wesentlich auch: Müllverbrennungsanlagen sind von der Konstruktion her Wanderrostkessel - da liegt der Brennstoff auf einem Rost. Kohlekessel hingegen sind Kohlestaubfeuerungen, wo sehr fein zermahlene Kohle mit Luft eingeblasen wird.
Nur ururalte "kleine" Kohlekessel (noch mit Wanderrost) ließen sich von der Feuerung her überhaupt sinnvoll umbauen.

Ich denke, du hast da nette Ideen, aber so gut wie kein Detailwissen über die Prozesse, Materialien und Konstruktionen einer Müllverbrennungsanlage und die Unterschiede zu einem Braun-/Steinkohlekessel.
Abgesehen davon, der Ingenieur kann eine Menge an Anlagen bauen, ob die dann auch wirklich sinnvoll und wirtschaftlich sind, ist dann die Frage. Prominentes Beispiel derzeit: das Wasserstoffauto !!!

LG jogi

Verfasser:
Dietmar Lange
Zeit: 04.06.2020 12:07:14
1
2971603
Zitat von solerling Beitrag anzeigen
Zitat von Dietmar Lange Beitrag anzeigen
[...]


Mich würde aber trotzdem die realen Kosten bei Holzheizung (kwh Wärme)
und die Kosten von einer (kwhWärme) aus Wasserstoff interessieren,und zwar immer ohne irgendwelche Förderung ?
(Holzheizung mit modernster Technik)

Viele Grüsse


Pellets im Vergleich aktuell Mai 2020 4,6 ct/ kWh

DEPV – Brennstoffkosten

Basis: Verbraucherpreise für die Abnahme von 33.540 kWh Gas (Ho), 27.820 kWh Fernwärme inkl. Grundpreis und MwSt., 4.603 l Flüssiggas inkl. Tankmiete und MwSt., 3.000 l Heizöl EL (Hu: 10 kWh/l) bzw. 6 t Pellets ENplus A1 (Hu: 5 kWh/kg, inkl. MwSt. und sonstige Kosten). Quellen: Solar Promotion GmbH (Pelletpreis bis 2010), Deutsches Pelletinstitut GmbH (Pelletpreis ab 2011), Brennstoffspiegel (Heizöl-, Flüssiggas-, Fernwärme und Erdgaspreise), Verbraucherzentrale NRW (Wärmepumpenstrom und Jahresarbeitszahl (JAZ))

Zum Wasserstoffpreis habe ich meine Meinung bereits gepostet.

Bis 2030 sollen in D industrielle Produktionsanlagen von bis zu fünf Gigawatt Gesamtleistung einschließlich der dafür erforderlichen Offshore- und Onshore-Energiegewinnung entstehen. Bis 2035 weitere 5GW,

(Aktuelle Meldung zum Konjunkturpaket)

Dietmar Lange

Verfasser:
gnika7
Zeit: 04.06.2020 14:33:25
3
2971646
Zitat von Dietmar Lange Beitrag anzeigen
Zitat von solerling Beitrag anzeigen
[...]


Bis 2030 sollen in D industrielle Produktionsanlagen von bis zu fünf Gigawatt Gesamtleistung einschließlich der dafür erforderlichen Offshore- und Onshore-Energiegewinnung entstehen. Bis 2035 weitere 5GW,

(Aktuelle Meldung zum Konjunkturpaket)[...]

Und woher kommen dann die restlichen über 90GW um Erdgas zu substituieren? Und im Verkehrssektor wird ja auch noch was benötigt.... Wohlgemerkt die 90GW wären bei 24/7 Betrieb. Bei Betrieb mit EE-Überschuss braucht man natürlich um einiges mehr.

Verfasser:
crink
Zeit: 04.06.2020 16:12:02
1
2971676
Tja,

Feigenblatt halt. Kein Grund, sich damit eine heute eingebaute Gasheizung schön zu rechnen. Egal, ob sie mit dem anderen Feigenblatt Solarthermie ausgestattet ist oder nicht.

Viele Grüße
crink

Verfasser:
Dietmar Lange
Zeit: 04.06.2020 17:08:48
2
2971699
Zitat von gnika7 Beitrag anzeigen
Zitat von Dietmar Lange Beitrag anzeigen
[...]

Und woher kommen dann die restlichen über 90GW um Erdgas zu substituieren? Und im Verkehrssektor wird ja auch noch was benötigt.... Wohlgemerkt die 90GW wären bei 24/7 Betrieb. Bei Betrieb mit EE-Überschuss braucht man natürlich um einiges mehr.


Wenn Du die bisher vorliegenden Papiere zum beschlossenen Konjunkturprogramm durchsiehst, kannst Du erkennen, dass industrielle Produktionsanlagen mit Standort in D gemeint sind.

Die größeren Mengen von grünen H2 sollen aus günstigen Regionen importiert werden, wo mit deutscher Technologie und Hilfe im Großmaßstab produziert werden soll

Einfach selber lesen, was die Bundesregierung zum Punkt Wasserstoff im Konjunkturpaket mitgeteilt hat

Dietmar Lange

Verfasser:
delta97
Zeit: 04.06.2020 18:01:32
0
2971712
Bei dem aktuellen Strompreis von 2 €ct / kWh investiert niemand in EE.
Wieder mal ein verlorenes EE Jahr & Gruss delta97

www.agora-energiewende.de/../power_generation_price/04.06.2019/04.06.2020/

Verfasser:
nochnix
Zeit: 04.06.2020 18:24:14
2
2971721
2020 wird das Jahr der Pleiten werden, jetzt schon fasst 10 Millionen in Kurzarbeit dazu Industrie am Boden. Da hat man ganz andere sorgen wie sich PV auf das dach zu montieren.

Verfasser:
HenningReich
Zeit: 04.06.2020 19:48:12
3
2971747
Der Klassiker - Unsicherheit im Markt.
Alles bekanntund auch klar was zu tun ist.
Und so wirds ja auch gerade gemacht. In so einer Situation machen vor auch Investitionen in langfristig profitable Anlagegüter wie z.B. Erneuerbare Energieerzeuger oder Investitionen für Energieeinsparungen Sinn. Das schafft schnell Arbeitsplätze und zahlt sich über 1ß,20,30 Jahre enorm für die Volkswirtschaft aus.

Verfasser:
gnika7
Zeit: 04.06.2020 20:03:11
1
2971753
Zitat von HenningReich Beitrag anzeigen
Der Klassiker - Unsicherheit im Markt.
Alles bekanntund auch klar was zutun[...]

Yep! Und deshalb wird EEG-Umlagenanteil im Strompreis gesenkt und der 52GW Deckel abgeschafft. Wer da sich keine PVA auf Dach schraubt obwohl er es könnte, ist selbst Schuld, wenn er dann für PV-Strom die großen Unternehmen bezahlt.
Naja, manchmal bekommt diese Regierung auch ein wenig was sinnvolles hin.

Der Nachteil der sukzessiven Absenkung des EEG-Anteils im Strompreis ist, dass Eigenverbrauch und Akkus sich weniger lohnen.

Grüße Nika

Verfasser:
Dietmar Lange
Zeit: 05.06.2020 00:29:55
2
2971816
Zitat von nochnix Beitrag anzeigen
2020 wird das Jahr der Pleiten werden, jetzt schon fasst 10 Millionen in Kurzarbeit dazu Industrie am Boden. Da hat man ganz andere sorgen wie sich PV auf das dach zu montieren.



Bisher war das in D nicht feststellbar, siehe Zubau PV für April 2020.

Corona-Krise ohne große Auswirkungen – Photovoltaik-Zubau bleibt im April stabil

Die knapp 380 Megawatt an neu gemeldeten Photovoltaik-Anlagen stellen den bislang höchsten Monatswert in diesem Jahr dar. Gerade das Dachanlagen-Segment zeigte sich im April stabil.

Analysten weisen allerdings schon länger daraufhin, dass die PV Nachfrage im ersten Halbjahr 2020 durch Vorzieheffekte wegen des noch immer nicht gestrichenen 52 GW Deckels getrieben wird.

Dietmar Lange

Verfasser:
nochnix
Zeit: 05.06.2020 00:44:32
1
2971818
April ? Wir haben Juni und Auswirkungen wird man erst im Herbst sehen.

Verfasser:
HenningReich
Zeit: 05.06.2020 08:37:14
1
2971852
Jetzt baut auch Frankreich rapido die offshore Windkraft aus.
Siemens hat in Frankreich Aufträge über 2.5 Gigawatt offshore Windkraft erhalten.

Verfasser:
fdl1409
Zeit: 05.06.2020 08:38:03
2
2971853
Die Coronakrise hat einen vorübergehenden dämpfenden Einfluss auf die PV-Nachfrage. Es gab einen Mangel an Modulen weil die Chinesen ihre Werke dicht gemacht haben und der Seetransport beeinträchtigt war. Erst allmählich kommt wieder mehr Nachschub aus Asien.

Nach der Krise wird PV umso mehr zulegen. Die Preise fallen immer weiter. Eigenverbrauch ist hochgradig profitabel, und selbst die geringen Einspeisevergütungen von unter 9 Cent erlauben noch einen wirtschaftlichen Betrieb.
Man wird zukünftig immer mehr Anlagen auf Gewerbedächern sehen.

Ich investiere antizyklisch bzw. unbeeindruckt von Corona. Auf einem MFH wird gerade eine 30 kW Anlage gebaut. Die wird noch im Juni angemeldet werden. Der Zähler ist bestellt, 2/3 der Module sind schon installiert. Da ich dort einen sehr hohen Eigenverbrauch habe ( WP für 750 m² Wohnfläche, 4 Ferienwohnungen ) erwarte ich eine sehr gute Wirtschaftlichkeit.

Nur ein Mangel an geeigneten Dächern hindert mich daran, noch mehr zu machen. Zumindest ein weiteres Dach ist aber noch fällig. Leider ein sehr wenig geeignetes Dach, aber für 10 kW sollte es reichen. Dort betreibe ich seit 2002 eine 19 m² ST. Die wird fliegen ( hat jemand Interesse an den Kollektoren ? ). Auf dieses Vordach passen etwa 5 kW PV , die mir sehr viel mehr bringen als die ST. Das Haus wird von Ölbrennwert auf WP umgerüstet.

Grüße
Frank

Verfasser:
Dietmar Lange
Zeit: 05.06.2020 10:25:36
1
2971883
Zitat von nochnix Beitrag anzeigen
April ? Wir haben Juni und Auswirkungen wird man erst im Herbst sehen.


Der Zubau für Juni wird erst Ende August von der BNA mitgeteilt, der Zubau für Mai Ende Juni.


Nach allen Indizien vom Markt bestimmen noch immer Vorzieheffekte wegen des 52 GW Deckels die Nachfrage im Massenmarkt Dachanlagen.

Der Deckel wird nach den letzten Nachrichten wahrscheinlich noch im Juni fallen. Dafür sinkt aber die Einspeisevergütung weiter.

Die angekündigte Senkung der Strompreise reduziert den Anreiz für Eigenverbrauchsanlagen.

Die größte Unsicherheit besteht bei den Zielen und Inhalten des angekündigten EEG 2.0.

Dietmar Lange

Verfasser:
nochnix
Zeit: 05.06.2020 10:31:33
1
2971887
Wie ich das mitbekommen habe geht man davon aus das die Banken nicht mehr so leichtfertig Kredite verteilen werden.

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Zukunft der Energiewende
Verfasser:
nochnix
Zeit: 05.06.2020 10:31:33
1
2971887
Wie ich das mitbekommen habe geht man davon aus das die Banken nicht mehr so leichtfertig Kredite verteilen werden.
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