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Zukunft der Energiewende
Verfasser:
Dietmar Lange
Zeit: 16.05.2019 23:59:21
1
2785462
Zitat von delta97 Beitrag anzeigen
..der Gebäudesektor ist ein übles Kapitel: ..der Gebäudesektor ist ein übles Kapitel: Damit Oma Gerhild nicht stranguliert wird, könnte man bei Gebäuden mit einem fossilen Energieverbrauch > 50'000 kWh anfangen. Alles über 100 kWh / m2a muss zwingend saniert werden. Dank CO2 Abgabe werden ja sowieso alle zur Kasse gebeten.

Seit 20 Jahren weiss jeder, dass saniert werden muss [...]


An der heißen Kartoffel Zwangssanierung im Gebäudebestand wollten sich in D bisher nicht einmal die Grünen die Finger verbrennen, obwohl aus der Ecke immer wieder mal laut darüber nachgedacht wird.

Dietmar Lange

Verfasser:
Phil a.H.
Zeit: 17.05.2019 07:51:08
3
2785493
Zitat von Dietmar Lange Beitrag anzeigen
Zitat von delta97 Beitrag anzeigen
[...]


An der heißen Kartoffel Zwangssanierung im Gebäudebestand wollten sich in D bisher nicht einmal die Grünen die Finger verbrennen, obwohl aus der Ecke immer wieder mal laut darüber nachgedacht wird.

Dietmar Lange

Das kann und wird auch nicht funktionieren. Ich sehe schon seitenweise "Ausnahmeanträge"... wieder nur ein Moloch an Bürokratie.
Ob nun Oma Gerhild oder Onkel Klaus, wenn jemand kein Bock drauf hat, wird sie/er es nicht machen.

Wer es machen möchte, hat gewisse Möglichkeiten auf Förderung als Anreiz. Das ist auch ok so.
Bloß hört doch mal mit diesem ganzen "Zwang" auf, jedenfalls bei Dingen, die das direkte Umfeld nicht direkt belasten.
Dämmung muss ran, damit der Nachbar besser leben kann? Also erstmal das Moped warmlaufen lassen, ist schließlich irgendwie erlaubt (de facto jedenfalls)...

Es ist doch letzlich so, dass derjenige mehr (vor Allem Steuern, sowas gab's schon vor der CO2-Diskussion) bezahlt, der mehr Energie braucht.

Nehmen wir einfach mal die angedachte CO2-Steuer. Nette Idee.
Wenn nun aber jemand glaubt, es träfe die "Richtigen", wird er sich irren.
Die, die es sich leisten können, ihre Hütte nochmal für die paar Nutzungsjährchen herzurichten, können es sich auch leisten, gar nix zu machen.
Das wird auch bei den dicken Autos das Gleiche bleiben.
Nun könnte man diese Leute nach deltas Idee dazu zwingen, dann müsste man das aber eben auch bis zur Oma Gerhild runterbrechen - und man träfe wieder unverhältnismäßig die Oma, die vielleicht nur ein Zimmer beheizt.

PS: Wer mich hier "kennt", weiß, dass ich wahrlich kein Dämmgegner oder Befürworter von Verschwendung bin.

Verfasser:
Dietmar Lange
Zeit: 17.05.2019 11:20:10
0
2786562
Zitat von Phil a.H. Beitrag anzeigen
Zitat von Dietmar Lange Beitrag anzeigen
[...]


Das kann und wird auch nicht funktionieren. Ich sehe schon seitenweise "Ausnahmeanträge"... wieder nur ein Moloch an Bürokratie.
Ob nun Oma Gerhild oder Onkel Klaus, wenn jemand kein Bock drauf hat, wird sie/er es nicht machen.



Das ist auch der Hintergrund, warum in dem Maßnahmenpaket dena/ geea für die Klimaziele Gebäude 203o nachlesbar ist:

Ordnungsrecht

Aufgrund tiefer Eingriffe in das Eigentum ist das Ordnungsrecht im Gebäudebereich nicht das zentrale Mittel. Es bietet jedoch Verbesserungsmöglichkeiten.


Das Mittel der Wahl ist dort die seit 2011 verschleppte Einführung der steuerlichen Abschreibung von energetischen Gebäudesanierungen nach dem Vorbild des alten § 82a Einkommenssteuerdurcfführungsgesetz.

Dieses Maßnahmepaket wurde nicht von Ideologen, sondern von Marktkennern der Gebäudebranche .geschnürt.

Nachlesbar auf der Homepage geea.

Dietmar Lange

Verfasser:
Georg Fiebig
Zeit: 17.05.2019 11:34:36
0
2786570
"Das Mittel der Wahl ist dort die seit 2011 verschleppte Einführung der steuerlichen Abschreibung von energetischen Gebäudesanierungen nach dem Vorbild des alten § 82a Einkommenssteuerdurcfführungsgesetz"

Steuergeschenke an Menschen, die aufgrund ihres hohen Einkommens Steuern zahlen , soll also geholfen werden .

Was machen die Menschen, die gar keine Einkommensteuer zahlen oder die mehr verdienen wegen Kinder Freibeträge trotzdem keine Einkommensteuern zahlen oder die noch mehr verdienen , aber auch noch hohe Fahrtkosten abzusetzen haben ?

Die müssen alles aus dem kleinen Portmonee selber bezahlen.

Ist das richtig ?

Verfasser:
SolarMB
Zeit: 17.05.2019 12:05:15
2
2786582
Zitat von Georg Fiebig Beitrag anzeigen
Die müssen alles aus dem kleinen Portmonee selber bezahlen.

Ist das richtig ? [...]

Diese kleinen Leute ohne Haus und PV bezahlen auch die EEG-Umlage ohne etwas davon zu haben. Es geht schließlich darum eine Energiewende herbeizuführen, und dazu bedarf es eines Anreizes. Und selbst der scheint manchen nicht groß genug zu sein, sonst würden mehr Hausbesitzer ihre Dächer mit PV belegen.

Verfasser:
Georg Fiebig
Zeit: 17.05.2019 12:33:31
0
2786595
Ich mache gerade eine Dachseite voll , einzigsten Anreiz ist billigen sauberen Strom zu bekommen für einen Großteil des Jahres.

Dann wird auch noch etwas eingespeist, das aber zu teuer ist , weil andere Stromerzeuger nicht ihre umweltkosten tragen müssen .

Ich muss meine pv versichern , dies übernimmt nicht wie bei Akw s der Staat.

Für ein Akw muss die gleiche Leistung fossiler Kraftwerke in Reserve da sein , damit diese liefern können wenn diese AKW ausfällt .

Wer trägt diese kosten ?

Das steuerliche Anreize wirklich etwas bewirken , darf ich doch bezweifeln .

Sieht man doch bei Vermietern , die ihre massnahmen absetzen können .
Machen die deswegen sehr viel?

Nein , es wird solange gewartet bis man den Mieter auch daran beteiligen kann und erst dann wird der Staat geschröpft .

Aber wir haben ja noch viel Zeit etwas zu tun und auch noch genug Geld um strafzahlungen zu tätigen.

Verfasser:
crink
Zeit: 17.05.2019 12:34:02
1
2786596
Zitat von Dietmar Lange Beitrag anzeigen
Die Zuständigkeit bei Genehmigungen von WKA liegt nicht beim Bund, sondern erfolgt nach Länderrecht.

Einschätzungen von Parteien vor und nach EEG Novellen sind für Ursachenanalysen meist kaum brauchbar, das ist meist politischer Schwarzer Peter.

Moin Dietmar,

die Gründe für den Einbruch des Windkraft-Zubaus sind sicherlich vielfältig und zum Teil im Länderrecht zu suchen (danke nochmals an Herrn Seehofer, der die Windenergienutzung in Bayern, also dem Bundesland, das durch die Abschaltung der AKW am meisten Probleme bekommt, nachhaltig verhindert und zusätzlich noch den HGÜ-Trassenbau um Jahre verzögert hat).

Aber auch die durch den Bund veranlasste Umstellung auf das Ausschreibungsmodell mit Deckelung, weniger Planungssicherheit und dem teilweisen Wettbewerb mit PV hat ihren Anteil daran. Deshalb ist die schon vor drei Jahren ausgesprochene Befürchtung von Frau Verlinden absolut berechtigt gewesen und hat sich bewahrheitet. Politikversagen mit Ansage. Oder auch: Die GroKo ist nicht in der Lage, die Energiewende sinnvoll zu managen. Zu viel Kohle (bitte doppeldeutig verstehen) für zu wenig Erfolge.

Viele Grüße
crink

Verfasser:
Brombaer
Zeit: 17.05.2019 12:41:58
1
2786601
Das war sicherlich nicht zum Nachteil des ein oder anderen Verbandes, die hier so vehement publiziert werden.

Das Schlimme an der Energiewende ist, dass es so hochgradig politisch ist und viele der kommerziellen Mitquatscher konträre finanzielle Interessen haben und es sich leisten können aufwändige Lobbyarbeit zu betreiben. Solchen populistischen „Helden“ wie Seehofer kann man ja nur als absolute Geisterfahrer bezeichnen, leider muss man mit Ihnen rechnen.

Verfasser:
HFrik
Zeit: 17.05.2019 13:55:00
0
2786622
Zitat von Dietmar Lange Beitrag anzeigen
Zitat von HFrik Beitrag anzeigen
[...]


WKA Planung und Genehmigung

Das kann nie und wahrscheinlich nimmer durch eine Bundesbehörde erfolgen. Baurecht ist und bleibt in D Länderrecht

[i]Die Realisierung von[...]

Die Baugenehmigung ist länder bzw. kommunensachen, die Verwaltungsentscheidung kann aber durchaus auf Basis des Bundesanteils des Bebaungsrechts erfolgen. Schlüssel dazu in den 90'ern war z.B. eine uneingeschränke priviligierung ab 1997 im Aussenbereich, der dann aber in der Folge durch Gesetzesänderungen etc. immer weiter beschränkt wurde, bis zu den basieren auf der Abweichungsmöglichkeit im Bundesrecht in Bayern eingeführten 10H Regelung. Siehe z.B. hier : https://www.erneuerbareenergien.de/fuer-die-windenergie-privilegierung-20
Der Bund ist aber frei wieder eine weitergehende Priviligierung dr WKA herbeizuführen.
Der Bund kann die Abweichungsmöglichkeit für die Länder auch wieder streichen, dann ist die 10H-Regelung in Bayern Geschichte.

Verfasser: wpibex
Beitrag entfernt. Grund: Verletzung der Forumsregeln (siehe Forumsregeln)
Verfasser:
delta97
Zeit: 17.05.2019 21:34:56
0
2786724
hast du keine einzige seriöse Quelle ?

Verfasser:
wpibex
Zeit: 17.05.2019 21:51:28
0
2786727
sind die Referenzen etwa unseriös?

Verfasser:
pflanze 132
Zeit: 17.05.2019 22:46:55
0
2786741
Zitat von wpibex Beitrag anzeigen
sind die Referenzen etwa unseriös?

Nein - aber im Vergleich zu dem, was man aus Skandinavien und UK in Bezug auf die Entwicklung bei den AKW-Neubauten liest, geht das immer noch als Erfolgsmeldung durch...:-)

Übersetzung des Links:

windpowermonthly.com
Statkraft setzt dem zukünftigen norwegischen Wind ein Ende
28. März 2019 von Craig Richard
2 Minuten

In einer Stellungnahme an Windpower Monthly erklärte der Bauherr, dass er erwartet, dass die Entwicklung profitabler Projekte auf dem norwegischen Markt "sehr herausfordernd" sei, rechtfertigte diese Entscheidung aber nicht weiter.

Der Bauherr hatte bereits angekündigt, zwischen 2019 und 2025 jährlich rund 10 Mrd. NOK (1,04 Mrd. €) in erneuerbare Energien zu investieren, wobei Norwegen der größte Einzelmarkt für Investitionen bleibt (26%).

Das Unternehmen fügte hinzu, dass es nun seine Investitionen in die Onshore-Windenergie auf andere Märkte konzentrieren werde. Statkraft hatte bereits zuvor betont, dass es auf das Wachstum in den europäischen, südamerikanischen und indischen Märkten abzielen würde.

Bis zum Ende dieses Zeitraums sollte eine Bruttokapazität von 6GW Onshore-Wind erreicht werden - gegenüber knapp 1GW im Jahr 2018.

In Medienberichten über seine Entscheidung tweete der Entwickler: "Statkraft konzentriert sich auf die Entwicklung der besten Windkraftprojekte in Norwegen und Schweden, sucht aber nicht aktiv nach neuen Projekten."

Das Unternehmen bestätigte Medienberichte über seine Pläne, weitere Aktivitäten in der norwegischen Onshore-Windenergie an Windpower Monthly einzustellen, hat aber nicht bestätigt, ob es auch den schwedischen Markt verlassen würde.

Im vergangenen Jahr ist das Windkraftgeschäft wieder profitabel geworden und hat seine Investitionen auf 1,6 Milliarden NOK mehr als verdreifacht.

Dies ist vor allem auf die Ausgaben für den Fosen-Komplex zurückzuführen, an dem Statkraft mit 52% beteiligt ist und der im dritten Quartal 2020 abgeschlossen werden soll.

Statkraft beendete die Offshore-Windenergie im Dezember 2015 und behauptete, dass der Sektor zu "kapitalintensiv" sei.

Übersetzt mit www.DeepL.com/Translator

Verfasser:
Dietmar Lange
Zeit: 18.05.2019 16:37:40
0
2786861
Zitat von HFrik Beitrag anzeigen
Zitat von Dietmar Lange Beitrag anzeigen
[...]


Der Bund ist aber frei wieder eine weitergehende Priviligierung dr WKA herbeizuführen.
Der Bund kann die Abweichungsmöglichkeit für die Länder auch wieder streichen, dann ist die 10H-Regelung in Bayern Geschichte.



Nicht ist unmöglich.

Das ist aber trotzdem sehr unwahrscheinlich und reines Wunschdenken.

Dietmar

Verfasser:
kabo63
Zeit: 18.05.2019 19:04:07
1
2786888
Zitat von delta97 Beitrag anzeigen
hast du keine einzige seriöse Quelle ?


..naja Deine Standardquelle "AGORA" ist mindestens genauso seriös oder unseriös wie EIKE - oder definiert der "grüne" Blick, was seriös oder unseriös ist?? tztz
kabo63.

Verfasser:
kabo63
Zeit: 18.05.2019 19:08:31
0
2786890
Zitat von Georg Fiebig Beitrag anzeigen

Für ein Akw muss die gleiche Leistung fossiler Kraftwerke in Reserve da sein , damit diese liefern können wenn diese AKW ausfällt

..keine Ahnung, woher diese "Weisheit" kommt - ist wohl eine Form von kognitiver Dissonanz, da so etwas nur von EE's bekannt ist, oder gibt es für diese Behauptung tatsächlich eine seriöse Quelle? Ich lasse mich gerne erhellen ;-)
kabo63.
P.S. es gibt keine AKW's im physikalischen Sinn, aber Du meinst sicherlich Kernenergie...

Verfasser:
HFrik
Zeit: 18.05.2019 23:35:30
0
2786944
IRrtum, für die EE braucht es weniger Momentanreserve. Für die AKW gibt es hingegen eine entsprechende Vorschrift in der Zulassung dass hier in D immer ein entsprechednes Reservekraftwerk gebaut und zugeordnet werden musste.

Verfasser:
jogi54
Zeit: 19.05.2019 01:15:22
0
2786953
Zitat von HFrik Beitrag anzeigen
IRrtum, für die EE braucht es weniger Momentanreserve. Für die AKW gibt es hingegen eine entsprechende Vorschrift in der Zulassung dass hier in D immer ein entsprechednes Reservekraftwerk gebaut und zugeordnet werden musste.

Leider falsch...

Das war mal mit den Reservekraftwerken für KKWs, und wurde mit der Liberalisierung des Energiemarktes aufgegeben.

LG jogi

Verfasser:
Georg Fiebig
Zeit: 19.05.2019 07:56:52
0
2786968
Zitat von jogi54 Beitrag anzeigen
Zitat von HFrik Beitrag anzeigen
[...]

Leider falsch...

Das war mal mit den Reservekraftwerken für KKWs, und wurde mit der Liberalisierung des Energiemarktes aufgegeben.

LG jogi


Wurden diese reserve kraftwerke dann zurück gebaut ?

Verfasser:
Dietmar Lange
Zeit: 19.05.2019 11:24:29
0
2787017
Zitat von kabo63 Beitrag anzeigen
Zitat von delta97 Beitrag anzeigen
[...]


..naja Deine Standardquelle "AGORA" ist mindestens genauso seriös oder unseriös wie EIKE - oder definiert der "grüne" Blick, was seriös oder unseriös ist?? tztz
kabo63.


Die beiden Einrichtungen sollte man wirklich nicht in einen Topf werfen.

Prognosen zur Energiewende von AGORA werden im politischen Berlin sehr aufmerksam gelesen.
Das liegt auch am Führungspersonal.

Der Gründungsdirektor von AGORA wurde nach einiger Zeit als beamteter Staatsekretär ins BMWi berufen. Sein Nachfolger ist ein ehemaliger hochrangiger Beamter des BMU, der für seine Tätigkeit bei AGORA beurlaubt ist.

Das kann man auf der Homepage AGORA nachlesen.

Das ändert aber nichts an der anderen Tatsache, dass die Bundesregierung die bei AGORA erdachte all electric Strategie nicht mehr verfolgt.

Der Gründungsdirektor von AGORA ist von seinem Amt als Staatssekretär zurückgetreten und hat die Gründe dazu schriftlich mitgeteilt.

Bei EIKE wäre so eine Geschichte nicht vorstellbar.

Dietmar Lange

Verfasser:
wildbarren
Zeit: 19.05.2019 12:03:41
1
2787031
@Dietmar,

Solarenergie die interessiert Dich rein aus monetären Gründen, im Gegensatz zu vielen Nutzern die mit der Anwendung eine Weltanschauung pro Klima und Umwelt vertreten.
Dich juckt das nicht die Bohne und so hältst Du es auch Privat.
Dass Dir Eicke und seine Weltanschauung näher liegt als Agora war mir schon lange klar.

WB

Verfasser:
kabo63
Zeit: 19.05.2019 13:57:27
0
2787072
Zitat von wildbarren Beitrag anzeigen

...im Gegensatz zu vielen Nutzern die mit der Anwendung eine Weltanschauung pro Klima und Umwelt vertreten...


...das heißt übersetzt wir haben es letztendlich mit einer Religion zu tun und das sollte tatsächlich auch nur Privatsache sein und nicht zum Dogma einer Energiegewinnungsmethode für eine ganze Volkswirtschaft sein! Woanders ist aus so etwas politischer Islam geworden und hier ist das Ganze zum politischen Ökologismus verkommen...gestützt auch noch von in dieser Hinsicht gleichgeschalteten Medien!
Das alles hat nix mehr mit rationaler Energiepolitik zu tun, wie irrational das Ganze ist, zeigt neben der Bevölkerungsabzocke, die inzwischen in die hunderte Milliarden geht auch eine rationale Betrachtung z.B. des Erntefaktors!
Definiert ist dieser (siehe auch Wikipedia) in der Form, dass die pro Anlagen-Lebenszeit erzeugte Elektrizitäts-Energie durch die Energie teilt, welche bei Anlagen-Bau (z.B. Beton, Eisen-Schmelze, chemische und nukleare Endlagerung, …), Brennstoff-Beschaffung (z.B. Bergbau, Anreicherung, …) aufgewendet werden müssen. Je höher also der Ernte-Faktor ist, desto mehr Elektrizität bleibt für die Bevölkerung und Industrie übrig, wenn man die Energie eines Anlagen-Neubaus abzieht.
„Bsp.: Photovoltaik = 3,0 – 5,4; Windkraft an Küsten = 16 – 51; Wasser-Kraft = 50; Gaskraft GuD BioGas = 3,5 ; Gaskraft GuD Erdgas = 28; Stein-Kohle in Untertage ohne Transport = 29; Braun-Kohle mit Tagebau = 31; Druckwasser-Reaktor mit 85% Zentrifugenanreichung = 80, Druckwasser-Reaktor mit 100% Zentrifugenanreicherung = 120,..“
Da die Photovoltaik grad ein Thema war, bedeutet das: Beispiel-Betrachtung für die Photovoltaik:
Hier beträgt der gutmütigste Erntefaktor 5,4. Somit wird der eigentliche Bau- und Bereitstellungs- Aufwand nur um einen Faktor 5,4 – 1 = 4,4 der Gesellschaft und der Industrie zugänglich. Bei der klassischen Kernenergie sind das 80 -1 = 79 der Gesellschaft und Industrie zugänglich. Es ist also sinnvoller Kernkraftwerke zu bauen, als Photovoltaik-/Windanlagen, da die Ressourcen dort viel effizienter eingesetzt werden.
Nur mal so...
kabo63.

Verfasser:
HFrik
Zeit: 19.05.2019 14:40:25
0
2787084
Der erntefakor thermischer Kraftwerke liegt da bekanntlich deutlich unter 1.
Aber auch wenn man Brennstoffe nicht mitzählt, dann liegen die Erntefaktoren von Solar und Wind inzwischen über den von Kohle und Atom, was sich in den erzielbaren Strompreisen Preisen der Neuanlagen ausdrückt. Weswegen der NEubau von Kohlekraftwerken weltweit gegen null rauscht. Im JAhr 2018 bekamen noch 22 GW kohlekraftwerke eine Finanzierung zusammen- weltweit. Im gleichen Jahr wurden mehr als 22 GW stillgelegt. Hnkley Point braucht doppelt so viel Einspeisevergütung wie aktuell ausgeschrieben Wind und Solaranlagen, und es ist unklar ob das reichen wird. Aber der irrationalität in manchen kreisen, die von Phantasie-Erntefakoren von konventionellen Kraftwerken träumt, und von phantasiepreisen für konventionellen Strom zu dem halt keiner auch nur annähernd liefern kann bleibt halt bestehen.

Verfasser:
wildbarren
Zeit: 19.05.2019 14:48:59
0
2787090
@ Kabo,
...
die inzwischen in die hunderte Milliarden geht auch eine rationale Betrachtung z.B. des Erntefaktors!
...


und hast Du auch gelesen und verstanden was Du verlinkst.

Betrachtet man die nukleare Brennstoffkette vom Abbau des Urans bis zur Dekommissionierung eines Kernkraftwerks, so bedeutet eine Energieintensität von über 100%, dass die Energiebilanz negativ wird und die Energieproduktion aus energetischer Sicht nicht mehr sinnvoll (nachhaltig) ist.[1


Wer hat die Kernkraft finanziert, wer den Rückbau wer die Endlagerung wer die Risiken in noch vielen Jahren..... alles die Betreiber, die Gewinner.

Verfasser:
kabo63
Zeit: 19.05.2019 16:24:22
0
2787106
Zitat von wildbarren Beitrag anzeigen

und hast Du auch gelesen und verstanden was Du verlinkst.


...selbstverständlich habe ich das, Du auch?

"... verschiedenen Studien ...sehr unterschiedlich bewertet..."..."...eine Studie des Zentrums für Integrated Sustainability Analysis von 2006[13] ermittelt einen Mittelwert von 18 Prozent in einer Bandbreite von 10 bis 30 Prozent..." nur diese Studie ist tatsächlich relevant, da sich die andere Studie auf einen Uranerzgehalt bezieht, der noch lange nicht erreicht wird...und damit bleibt die Kernenrgieproduktion auch aus energetischer Sicht weiterhin sinnvoll ;-)
Grundsätzlich ändert das nix an der Betrachtung des Erntefaktors, auch diesen hast Du scheinbar nicht verinnerlich, sonst hättest Du gesehen, dass die Antworten auf Deine Fragen Bestandteil desselben sind :)
kabo63.

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Zukunft der Energiewende
Verfasser:
kabo63
Zeit: 19.05.2019 16:24:22
0
2787106
Zitat:
...

und hast Du auch gelesen und verstanden was Du verlinkst.


...selbstverständlich habe ich das, Du auch?

"... verschiedenen Studien ...sehr unterschiedlich bewertet..."..."...eine Studie des Zentrums für Integrated Sustainability Analysis von 2006[13] ermittelt einen Mittelwert von 18 Prozent in einer Bandbreite von 10 bis 30 Prozent..." nur diese Studie ist tatsächlich relevant, da sich die andere Studie auf einen Uranerzgehalt bezieht, der noch lange nicht erreicht wird...und damit bleibt die Kernenrgieproduktion auch aus energetischer Sicht weiterhin sinnvoll ;-)
Grundsätzlich ändert das nix an der Betrachtung des Erntefaktors, auch diesen hast Du scheinbar nicht verinnerlich, sonst hättest Du gesehen, dass die Antworten auf Deine Fragen Bestandteil desselben sind :)
kabo63.
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