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Pro / Contra Thermo/Schwedenplatte vs. Konventionell
Verfasser:
Frenkel
Zeit: 07.01.2019 09:10:50
0
2731213
Hallo zusammen,

wir planen den Bau eines Bungalows mit angrenzender Garage mit ca. 220qm beheizter Wohnfläche + ca. 95qm unbeheizter Garage.

In der aktuellen Phase der Planung bin ich auf die Thermo- / Schwedenplatte gestoßen und fand das Konzept interessant.

folgende Vorteile sehe ich
1. sehr gute Dämmung gegen Erdreich (bei uns Ton/Schluff meist feucht)
2. Bauteilaktivierung besser als bei konventioneller BP (dort wird das die BP ja auch zum Teil mit erhitzt)
3. Scheinbar vorteilhaft in Verbindung nur FBH und WP
4. Nach Erstellung Bodenplatte ist der Boden verlege fertig
5. keine zusätzliche Arbeit mit Estricheinbringung
6. Kein Ausheizen des Estrichs
7. Der Fußbodenaufbau wird "schlanker"

Nachteile:
A) scheinbar wenig Erfahrung bei den Baufirmen
B) Die Planung muss sitzen und kann anschließend nicht mehr angepasst werden
C) FBH muss sauber verlegt werden, Bodenplatte muss sauber eingebaut werden
D) Alle Räume haben die gleiche Höhe ( unterschiedliche Höhen der Beläge könnten Problematisch werden ? )

Offene Punkte / Ideen
? Es wird häufig gezeigt das die FBH unter / in die Bewehrung kommt. Liegt das am Abstand zur Oberfläche? Wenn man es auf die Bewehrung machen könnte wäre eine ggf. notwendige Reparatur einfacher
?? Welches Risiko einer Beschädigung der FBH aus durch Anbohren kann es geben?
??? Wo verlegt man die Nutzwasser / Elektroinstallation / Rohre für die KWL? In der Decke?
???? Wenn die Thermobodenplatte in WU ausgeführt wird, dann wäre doch ein Leck durch Materialfehler nicht dramatisch - oder ist WU doch nicht so Wasserundurchlässig.

????? Im Falle eines Defekts der FBH muss man den Estrich oder den Beton aufstemmen, macht das große Unterschiede?

Andere Idee/Frage:
X) Würde eine konventionelle Bodenplatte mit FBH in Estrich ohne Dämmung gegen Bodenplatte nicht den gleichen Effekt der Bauteilaktivierung bringen?

Vielen Dank im Voraus für euer Feedback
Marco

Verfasser:
KleinTheta
Zeit: 07.01.2019 10:44:19
0
2731248
1. Das Ding nennt sich dann nicht FBH sondern BKA. Dazu gibt es hier im Forum schon reichlichst Berichte, Tipps, Anregungen.

2. Die BKA kommt zwischen die untere und die obere Bewehrungsebene.
In der Regel wird diese mit Kabelbindern an der oberen Bewehrungsebene fixiert. Da über dem Baustahl eine Überdeckung mit mindestens 35 mm Beton gefordert ist kann man ohne Kenntnis der Verlegung 35 - 40 mm tief bohren, ohne die BKA zu treffen.
Es empfiehlt sich vor dem Gießen ausreichend Fotos anzufertigen, dann kann man zwischen den Schleifen auch tiefer bohren. (Ist aber eigentlich nie erforderlich).
Oder BKA auf der unteren Bewehrungsebene befestigen.

3. Beschädigungen kommen nur während der Verlegung zustande, evtl. noch beim Aufbringen der oberen Bewehrungsebene.
Kratzer sind dabei egal, Knicke kann man bei PE-Xc notfalls mit einem Heißluftföhn vorsichtig heilen. Ansonsten Kreis neu legen. Höhere Knickgefahr bei geringen Außentemperaturen vermeiden.
Nur Rohre mit 20 oder 23 mm sind für BKA vorgesehen. Radien nicht unterschreiten. (Herstellerangaben beachten!)

4. Alle anderen Rohre, auch vorgedämmte Mehrschichtverbundrohre für Trinkwasser, kann man mit im Beton vergießen. (Absprache mit Statiker!)

5. Nein, eine BKA ist träger, als eine FBH im Estrich. Und zusätzlich werden Wärmebrücken zum aufstehenden Mauerwerk vermieden.

Verfasser:
Rearden
Zeit: 07.01.2019 13:51:13
0
2731341
Mal eine dumme Frage, was wäre eigentlich bei einem Frostschaden und Schwedenplatte?
Man ist im Urlaub und die Heizung fällt aus in einer sehr kalten Woche. Kriegt die Platte Risse? Neue FBH wäre dann in einem neuen Estrich? Hatte schonmal den Fall bei einer Heizkörper-Heizung, die hat "nur" das Parkett mitgenommen.

Hab gerade diesen Beitrag gesehen deshalb die Frage:
https://www.haustechnikdialog.de/Forum/t/214022/Welche-Leitungen-fuer-Trink-und-Heizwasser

Verfasser:
KleinTheta
Zeit: 07.01.2019 14:16:42
0
2731353
Ja, das ist wirklich eine dumme Frage.

Bei außen konstant -5 °C braucht eine heutiger Neubau mehrere Wochen, bis er soweit herunter gekühlt ist.

Verfasser:
winni 2
Zeit: 07.01.2019 14:42:30
0
2731362
Für mich gibt es zwei Nachteile:

- Würde ich eine normale Baufirma nicht ausführen lassen, weil die
sind i.d.R. nicht darauf geeicht eine wirklich plane Bodenplatte mit
einigen Einbauten zu erstellen.
Würde ich eine darauf spezialisierte Firma machen lassen, bei der
ich alles aus einer Hand bekomme.

- Man sollte überall relativ gleichmässige Raumtemperaturen haben,
weil die Wärme sich quer gut in der Platte verteilt und es so wenig
bringt einzelne Heizkreise für weniger Raumtemperatur zu drosseln.

Die Vorteile, insbesondere die grosse aktivierte Masse und die Wärme-
brückenfreiheit, überwiegen für mich aber bei weitem.

Grüsse

winni

Verfasser:
Frenkel
Zeit: 07.01.2019 15:59:21
0
2731395
Hallo,

vorab schon mal Danke für die Antworten.

So wie ich die zu BKA gefundenen Themen verstanden habe, wurden aber zusätzlich immer noch eine Fußbodenheizung installiert. Ist das notwendig?

Ich verstehe das dann im Haus - bei uns gibt es nur 1 Etage in allen Räumen ähnliche Temperaturen sind und man nicht wirklich regeln kann was wärmer und was kälter sein soll.

Ist es denn überhaupt realistisch mit einer KWL und FBH oder eben KWL und BKA in einzelnen Räumen groß unterschiedliche (Schlafzimmer 18°C und Bad 24°C) zu haben?

Ich hätte vermutet das man mit der Verteilung / Anordnung Rohrabstände der Rohre lokal mehr wärme generieren kann.

Falls das unrealistisch ist, dann ist ja schon hier im Forum diskutiert worden das eine Wärmere FBH über der BKA wenig Mehrwert bringt - oder verstehe ich da was falsch.

Wie gesagt - wir bauen Bungalow Stil und die Decke wird eine Holzedecke und wird es dehalb keine BKA geben.

Verfasser:
KleinTheta
Zeit: 07.01.2019 16:50:52
0
2731440
@Frenkel
Wir schreiben 2019. Nach aktuell geltender EnEV ist es fast nicht mehr möglich unterschiedliche Temperaturen im Gebäude zu realisieren. Dazu habe ich hier im Forum irgendwo auch mal eine Beispielrechnung verbrochen.
Andere Forumsteilnehmer haben aus genau diesem Grund die Sinnlosigkeit von Einzelraumregelungen (ERR) in solchen Gebäuden bewiesen.

Daher: Wenn Du neu baust, dann trenne Dich gedanklich von dem Dir bisher Bekannten. BKA statt FBH ist ein Teil davon. Üppige Dämmung, nahezu wärmebrückenfrei um die Gebäudemasse, ist ein weiteres Ziel. In dieser Kombination sind dann geringe Wärmebedarfe pro m² realisierbar und dann reicht auch eine BKA (in diesem Fall in der Bodenplatte) alleine mit mittlerem Verlegeabstand um diesen Wärmebedarf bei geringer Spreizung zu decken.

Verfasser:
Frenkel
Zeit: 11.01.2019 13:00:51
0
2733435
Hallo zusammen,

nochmal Danke für die vielen Inputs.
Wir werden mal schauen - ob wir nur BKA machen oder aus Schiss noch FBH dazu.
Ich habe auch schon bei diversen Baufirmen angefragt ob die Thermobodenplatten erstellen können/wollen.

Der Architekt muss mal schauen wie es mit folgenden Dingen aussieht:
- Bodentiefe Duschwannen /Abläufe
- Bodentiefe Fenster/Türen
- Übergang / thermische Trennung der unbeheizten Garage

Gibt es eine einfache technische Lösung für Deckenheizung bei Holzdecken? Oder sollte man wenn eine Systemlosung umsetzen?

VG
Marco

Verfasser:
winni 2
Zeit: 11.01.2019 13:57:28
0
2733453
Zu Duschwanne und Fenstern:
https://www.schwedenplatte.de/information/bildergalerien/2/

Zur unbeheizten Garage sollten die Bodenplatten thermisch getrennt
werden, denke ich.

Grüsse

winni

Verfasser:
Kevin89
Zeit: 11.01.2019 15:45:54
0
2733507
Zitat von Frenkel Beitrag anzeigen
Im Falle eines Defekts der FBH muss man den Estrich oder den Beton aufstemmen, macht das große Unterschiede?
[...]

Also ein stück Estrich ist wesentlich einfach rauszunehmen, kann ich nur aus Erfahrung sagen und keine Installationsebene unter dem Estrich zu haben ist auch ziemlich bescheiden, wie ich finde...macht alles anderen Installationen kompliziert

Verfasser:
winni 2
Zeit: 11.01.2019 16:01:15
0
2733515
Was soll den an den Leitungen passieren, wenn die in Beton
gegossen sind?
Der Anbieter macht mit allen Rohren eine Dichtheitsprüfung
bevor der Beton kommt:
https://www.schwedenplatte.de/information/bauablauf/wasserleitungen/

Die Planung muss natürlich vor der Bodenplatte im Detail
stehen.
Elektro kann man auch in der Decke verlegen.

Grüsse

winni

Verfasser:
Kevin89
Zeit: 11.01.2019 16:33:43
0
2733537
Zitat von winni 2 Beitrag anzeigen
Elektro kann man auch in der Decke verlegen.[...]

Sicherlich kann man das. Dann muss aber die Decke entsprechend abgehängt werden, oder auch alles eingegossen werden und alle Leitungen Leerrohre etc müssen immer runtergeschlitzt werden und nicht nur 30cm hoch zur Steckdose, ist halt alles Mehraufwand.

Verfasser:
winni 2
Zeit: 11.01.2019 16:42:58
0
2733544
Ja, bei Elektro könnte es Mehraufwand geben, denke ich.
Dafür entfällt der Estrich und die Grobmotoriker auf der Baustelle
gefährden nicht die auf den Rohboden verlegten Leitungen. :-)

Grüsse

winni

Verfasser:
Arne_
Zeit: 11.01.2019 17:04:54
0
2733553
Weiterer Nachteil: wenn aus statischen Gründen Fundamentbalken oder wie hier bei mir Pfahlgründung erforderlich sind, dann geht es gar nicht.
Des weiteren müssen halt alle Gewerke genau zeitlich abgestimmt werden (Sanitär, Elektro, Lüftung,...) oder müssen andere Leitungswege gefunden werden.

Verfasser:
winni 2
Zeit: 11.01.2019 17:17:34
0
2733561
Naja, die meisten Gewerke sind bei dem verlinkten Anbieter schon
in der Bodenplatte mit drin, was man dann eher als Vorteil sehen könnte.

Grüsse

winni

Verfasser:
sklrep
Zeit: 11.01.2019 17:35:51
0
2733575
Ich würde auch die Bodenplatte konventionell mit FBH machen (Verlegeabstand wegen der zusätzlichen BKA in der Decke nicht zu eng notwendig). In die Decken dann die BKA selsbt legen und fertig. Glaube nicht daß man da etwas spart wenn man den Aufwand an anderer Stelle berücksichtigt, man hat schon genug zu tun die auf dem Bau Beteiligten von Zirkulationsleitungen, Pufferspeichern, ERR und katastrophalen FBH Auslegungen abzuhalten :)

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