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Regelkennlinien Danfoss Link Thermostate (P1, P2, P3)
Verfasser:
schallundrauch
Zeit: 10.01.2019 21:40:43
0
2733229
Mich würde einmal interessieren, was es mit den unterschiedlichen Regelkennlinien der Danfoss Funk-Thermostate auf sich hat.

Angeblich soll P1 für Überdimensionierte HK verwendet werden, P3 für unterdimensionierte, aber was ist da der Unterschied?

Grund der Frage: Es wird kalt, und die größten Baustellen am Haus sind erstmal abgearbeitet, das Gästebad hat eine zusätzliche FBH bekommen (Bisher der Raum der mich von einer weiteren Absenkung des VL abgehalten hat, jetzt limitiert nur noch das eigentliche Bad etwas) und ich würde gerne weiter am thermischen Abgleich spielen.
Derzeit bin ich bei etwa 36°VL @1°AT (Bis auf das Gästebad nur HK), denke aber da geht noch etwas weniger.

Einige Räume werden aber selbst dann noch "überversorgt" bleiben müssen (z.B. das Arbeitszimmer darf normalerweise bei 18-19° rumdümpeln, muss aber wenn z.B. die Steuererklärung oder Home-Office ansteht dann auf "Arbeitstemp" von 21-22° gebracht werden können). Grundsätzlich regeln die Danfoss Thermostate auch diese Räume sehr gut, die Temperatur im Raum wird auf dem eingestellten Wert +/- 0,2 Grad gehalten.

Aber wenn es schon mehrere Kennlinien zur Auswahl gibt wäre halt die Frage, welche der Kennlinien den konstantesten Durchfluss generiert bzw. welche Unterschiede diese im Regelverhalten besitzen.

Gruß Schall

Verfasser:
Thorfinn Hansen
Zeit: 21.01.2019 11:47:32
0
2738391
Zitat von schallundrauch Beitrag anzeigen
Mich würde einmal interessieren, was es mit den unterschiedlichen Regelkennlinien der Danfoss Funk-Thermostate auf sich hat.

Angeblich soll P1 für Überdimensionierte HK verwendet werden, P3 für unterdimensionierte, aber was ist da der Unterschied?
[...]


Du änderst so den Kp Wert des Reglers
(vgl. https://de.wikipedia.org/wiki/Regler#P-Regler_(P-Anteil))

Wenn du den Kp Wert zu hoch setzt wird die Regelung schneller, aber auch instabiler (überschwingen) bis hin zum Pendeln.

Der überdimensionierte Heizkörper braucht den kleinsten Kp Wert. Ansonsten macht das Ventil auf, der Heizkörper nimmt dann so viel Wasser das er es schafft mit der Wärmeenergie des Wasservolumens den Raum auf z.B. 26 zu erwärmen, bevor die Wärme angefangen hat auf die Raumluft überzugehen und der Termostat gemerkt hat das es warm wird.

Genaugenommen spielt die Ventilkennlinie auch mit ein, aber das wird jetzt zu kompliziert.

Je stabiler deine Wärmegeber laufen, je effizienter kann dein Wärmeerzeuger arbeiten.

Verfasser:
schallundrauch
Zeit: 24.01.2019 08:31:53
0
2740086
Danke für Deine Antwort,
die bestätigt meine Vermutung :-)

Gruß Schall

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