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Neubau Einfamilienhaus - Tipps für Heizsystem
Verfasser:
Didi-MCR52
Zeit: 19.01.2019 15:17:30
1
2737387
Zitat von Peter_Kle Beitrag anzeigen
Wer die Wärmepumpen Technik meidet weil irgendwer dafür mal 100000 Eur ausgeben hat fährt auch auf ewig Bus und Bahn...

Schräger Vergleich, ökologisch gesehen.

Wärmepumpe wird im Forum als einzig ökologische Wahrheit gepriesen, Gas verbrennt ja fossile Energie.
Aber Bus und Bahnfahren wird verteufelt? Entschuldigung, die Verkehrswende wird nicht durch 1:1-Ersatz von Verbrennungsautos durch E-Autos gelingen. (Den Platzbedarf des Verkehrs ändert der E-Antrieb z.B. überhaupt nicht.)

Verfasser:
Lupo1
Zeit: 19.01.2019 15:16:20
0
2737385
Holter, Beton ist ein sehr guter Baustoff aber auch Energieintensiv. Eine massive Wand aus Lehmziegel mit integrierter WH erfüllt hier den selben Zweck und ist nebenbei feuchteregulierend.

Verfasser:
holter
Zeit: 19.01.2019 15:00:15
0
2737377
Hi,

Ich würde an euer Stelle massive Innenwände nehmen. Damit wird die Wärme im Haus besser verteilt und gespeichert, der Ofen kann also länger laufen bzw. größer ausgelegt werden ohne dass das Wohnzimmer sofort zur Sauna wird.
Beton ist ökologisch garnicht so schlecht, wenn ich mal den Energiebedarf einer 11,5cm Betonwand (zum Beispiel mit Schalsteinen gesetzt, dann kann man direkt eine Wandheizung mit einbinden) mit 2cm Kalkputz nehme, dann ist jede doppelt beplankte Gipskartonwand schlechter.

Verfasser:
winni 2
Zeit: 19.01.2019 14:42:36
2
2737363
Mit dem Dämmthema solltest Du Dich auch mehr beschäftigen,
denke ich?
Es gibt keine "Mineralholzwolle" und die genannten Dämmwerte
wären für eine Wand übelst, aber andererseits 0,6 für ein Fenster
sehr, sehr gut...

M.M. sollte man sich zunächst erstmal Gedanken über einen
möglichst niedrigen Wärmeverbrauch machen und dann darüber
wie dieser gedeckt wird.
Nur eine nicht gebrauchte kWh ist eine gute kWh. :-)

Grüsse

winni

Verfasser:
Lupo1
Zeit: 19.01.2019 12:54:11
1
2737313
Phillipok, in Österreich laufen einige SWP mit einem RGK in alpiner Lage und das Haus + WW wird damit versorgt.
Was man schwer einschätzen kann ist euer WW Bedarf jener einiges höher als üblich sein wird.
Bitte hier die Zahlen gesondert angegeben, WW Haus + den von der Bar. Wegen der Entfernung von 80m könnte man eine Fernwärmeleitung in Betracht ziehen.
Wegen des vorhandenen Waldes und hohen WW Bedarf wäre ein Wasserführender System geeignet, die WP wäre Grundversorgung.
Eine Rodelbahn beheizen um diese schneefrei zu halten ist mehr Theorie denn dies erfordert extrem viel Energie.
Mach dies wie bisher !

Wolfgang

Verfasser:
sklrep
Zeit: 19.01.2019 12:05:06
1
2737289
Grundofen und Sole-WP harmonieren nach meiner Erfahrung sehr gut. Habe selbst ein Haus mit 4,5kW Grundofen und Grabenkollektor. Ca. 180qm auf KfW70 Niveau uuf 450m Höhe, offener Grundriss (Heizlast knapp 7KW).
Ofen ist per Absorber und Plattenwärmetauscher nach der WP an das Heizsystem angeschlossen (das ist bei offenem Grundriss aber nicht unbedingt erforderlich). Bloß keinen Puffer, der Grundofen ist Puffer genug. Wenn der Ofen ernsthaft betrieben wird läuft die WP fast nur fürs Warmwasser. Den Kollektor könnte man dann auch etwas knapper auslegen.

Bei dem schönen Wetter(PV) oder wenn ich keine Lust habe lasse ich den Ofen aus und die WP laufen. Wenn die Heizung oder der Strom ausfällt kann ich das Haus auch mit dem Ofen heizen.

Wichtig: Gut dämmen, niedrige Systemtemperaturen, Ofen mit viel Speichermasse. Bzgl. Grundofen kann ich dir die Fa KeramikArt empfehlen. In dem Bereich gibt es leider viele die nur im Vertrieb gut sind.

Verfasser:
philipok
Zeit: 19.01.2019 11:19:16
0
2737274
Zitat von gnika7 Beitrag anzeigen
Energieberater brauchst du für KfW oder ähnliches. Im Falle der WP reicht bei der BAFA eine Unterschrift des HB.

Achja, im Falle von Fertighäusern übernimmt den KfW-Nachweis etc. der Hersteller


Und du bist von eine Solewärmepumpe in dieser Lage (900 m ü.NN, ca. 5°C Jahresdurchschnittstemperatur) überzeugt?

Um die notwendige Max.temperatur bei Bedarf zu erreichen, kann ja der Grundofen helfen, richtig?

Verfasser:
philipok
Zeit: 19.01.2019 11:17:07
0
2737273
Zitat von Peter_Kle Beitrag anzeigen
Wer die Wärmepumpen Technik meidet weil irgendwer dafür mal 100000 Eur ausgeben hat fährt auch auf ewig Bus und Bahn...

So ein Maybach kostet auch 250000 Eur und ist eben ein Auto... Daher sollte man Autotechnik meiden... Zu teuer...

Was du im Endeffekt nimmst mach die[...]


Ist die Installation einer Luftwärmepumpe bei einer Jahresdurchschnittstemperatur von knapp 5°C? Hier siehst du die Klimatabelle von Oberwiesenthal.

Die Solewärmepumpe erscheint mir rein von der Nutzungsart sinnvoller. Nur frage ich mich, ob die Investition lohnt. Bei Bohrung unter 100 m muss man im Erzgebirge offenbar einen Sonderantrag an das Bergbauamt stellen. Und ich stelle mir die Frage, ob es von der Max.temperatur ausreichend ist, wenn man im Winter von der Arbeit draußen in nassen Klamotten durchgefroren nach Hause kommt.

Wie ist deine Meinung dazu?

Verfasser:
philipok
Zeit: 19.01.2019 11:12:55
0
2737267
Zitat von Peter 888 Beitrag anzeigen
Hallo

welchen Baustandard strebst Du an. Denn damit steht und fällt alles.

Bei einem hochwärmegedämmten Haus kann es durchaus sein, dass Du den Aufstellraum des Hozofens selbst mit einem kleinen Holzofen hoffnungslos überheizt.

Der kleine Holzofen kann bei[...]


Wir streben KfW 55 an. Die Wand ist ca. 40 cm dick. Als Dämmmaterial wird Mineralholzwolle verwendet. Der U-Wert liegt bei 0,6 ... kann das sein? Ich bin mir nicht 100%ig sicher, was die Baufirma gesagt hatte ... oder 1,4 und 0,6 bei den Fenstern. Zumindest fielen diese zwei Werte im letzten Gespräch.

Verfasser:
RobertP
Zeit: 19.01.2019 10:41:46
0
2737255
Oberwiesenthal liegt sehr weit oben am Berg. Das bedeutet lange Heizperiode, wenig Sonne wegen Schatten und felsiger Untergrund. Da kommt man mit Standardlösungen nicht weiter!

Robert

Verfasser:
Peter_Kle
Zeit: 19.01.2019 09:05:29
1
2737222
Wer die Wärmepumpen Technik meidet weil irgendwer dafür mal 100000 Eur ausgeben hat fährt auch auf ewig Bus und Bahn...

So ein Maybach kostet auch 250000 Eur und ist eben ein Auto... Daher sollte man Autotechnik meiden... Zu teuer...

Was du im Endeffekt nimmst mach die Situation vor Ort an Handwerkern

Ob 5kw luftwärmepumpe (geisha 3000 Eur) und grundofen
Ob gastherme (2500 Eur) und grundofen
Oder solewp 3000 Eur + 2000 Kollektor - 2500 bessere Förderung mit grundofen

Die Aufzählung ist mal das reine Gerät ohne Zubehör... Du siehst alles ähnlich...

Das macht aber nichts.. Manch Hb bietet die Wp für 20000 Eur an... Ist Hype... Wird gekauft wozu billiger.. Wie ein i Phone...

Also findest du die passenden Handwerker hast du freie Auswahl...


Zum Thema Holz... Da würde ich bei Neubau auf einen grundofen setzen... Dann hast du wirklich eine vollkommen alternative Heizung mit passend Gewicht auch mit Speicherung aber ohne Wasser..

Verfasser:
gnika7
Zeit: 19.01.2019 08:40:45
1
2737213
Energieberater brauchst du für KfW oder ähnliches. Im Falle der WP reicht bei der BAFA eine Unterschrift des HB.

Achja, im Falle von Fertighäusern übernimmt den KfW-Nachweis etc. der Hersteller

Verfasser:
Peter 888
Zeit: 19.01.2019 08:37:20
1
2737210
Hallo

welchen Baustandard strebst Du an. Denn damit steht und fällt alles.

Bei einem hochwärmegedämmten Haus kann es durchaus sein, dass Du den Aufstellraum des Hozofens selbst mit einem kleinen Holzofen hoffnungslos überheizt.

Der kleine Holzofen kann bei schlecht gedämmten Haus zu klein sein.

Erste Prämisse beim Neubau: dämmen, dämmen, dämmen.... und nochmals dämmen.

Mit der Sole WP müsstest Du eigentlich die Anforderungen der BAFA nach regenerativen Energien erfüllen. Und mit mehr Dämmung anstatt Anlagentechnik u. U. auch. Das solltest Du aber mit Deinem Energieberater besprechen, den Du wegen BAFA sowieso brauchst.

ciao Peter

Verfasser:
gnika7
Zeit: 19.01.2019 08:26:51
1
2737207
Zitat von EyKaramba Beitrag anzeigen
Er hat zentral im Haus einen eingemauerten Walltherm mit großem 4000 (oder waren es gar 5000, bin ich gerade nicht mehr sicher) Pufferspeicher + Solarthermie verbaut. [...]

Wenn sein Ziel war die Wärmegestehungskosten zu maximieren, hat er es definitiv erreicht...

Grüße Nika

Verfasser:
EyKaramba
Zeit: 19.01.2019 01:54:14
1
2737190
Hallo,

ein guter Freund hat unter ähnlichen Rahmenbedingungen (Holzständerhaus, ökologische Bauweise) gebaut. Er hat zentral im Haus einen eingemauerten Walltherm mit großem 4000 (oder waren es gar 5000, bin ich gerade nicht mehr sicher) Pufferspeicher + Solarthermie verbaut. Ich finden das Sytem klasse und auch er ist damit sehr zufrieden.

Bei längerer Abwesenheit braucht man halt jemanden der hin u wieder mal ein zwei Ofenladungen Holz durch jagt - oder notfalls einen E-Heizstab im Pufferspeicher...

Grüße Boris

Verfasser:
petpetson
Zeit: 18.01.2019 22:10:18
3
2737155
Ich hab mich nach langen hin und her für eine Gastherme entschieden und eine Solaranlage nur Warmwasserbereitung habe ich schon seit 22 Jahre und die bringt mehr als 3000 kW jährlich.

Was mir wichtig war:

-einfache bewährte Technik
-günstig in der Anschaffung
-übersichtlich bei Reparatur und Wartung
-an niedrigste Systemtemperaturen arbeiten, deshalb Fussbodenheizung, o.ä.
-weg von dem letzten zehntel Technik, das nur einen Batzen Geld kostet

Was ich gelernt habe am Beispiel meines ökoverliebten Nachbarn, der hat seinen Garten auf links gedreht und Schlangen verlegt, die Fassade, Fenster, Heizsystem Wärmepumpe, etc. etc. auf gerüstet um dann jählich 600 Euro weniger Heizkosten zu haben als ich. Hat aber schlappe 100.000 Euro investiert. In 15 Jahren beginnt er wieder zu sanieren und hat den Krempel noch nicht mal abbezahlt.

Ich plediere für weniger ist mehr und öko ist auch wichtig aber mit Maß und Ziel.

gr Peter

Verfasser:
RobertP
Zeit: 18.01.2019 19:54:46
0
2737107
Hallo,

die Nutzung von Solarenergie (PV oder ST) würde ich dort oben sein lassen. Während der Saison kommt da nichts Verwertbares herunter, selbst wenn es schneefrei wäre. Für das EEWärmeG wäre eine verbesserte Dämmung als Kompensation sinnvoller.

Obwohl ich sonst eher die WP favorisiere, scheint mir hier eine Beheizung mit Gas sinnvoller. Dazu für die Gemütlichkeit ein Grundofen und gut...

Robert

Verfasser:
philipok
Zeit: 18.01.2019 17:19:35
0
2737050
@ET76 ... eher nicht. Ich hab den klassischen Ofen lieber ... so in etwas wie dieser: https://pin.it/ip42soabxq55bc

Verfasser:
ET76
Zeit: 18.01.2019 17:13:31
0
2737047
Könnte dir so ein Kleinspeicherofen gefallen?

Verfasser:
OldBo
Zeit: 18.01.2019 17:06:22
2
2737043
Zitat von mdonau Beitrag anzeigen
Erdwärme und PV sehe ich ebenfalls
als bessere Option, besonders mit vernünftiger
Planung, RGK und optimierten Dachmaßen.[...]

In diesem Zusammenhang frage ich mich und die Mitglieder, die immer wieder sofort mit der Empfhlung - PV - kommen, wie man ein Dach mit PV oder Kollektoren schneefrei bekommt. Beispiele sind zur Zeit bei den Schneehöhen auf den Dächern in einigen Bereichen Deutschlands und Österreichs zu sehen.

Verfasser:
philipok
Zeit: 18.01.2019 17:02:42
0
2737041
Nachtrag

Ich betreibe in ca. 80 m Entfernung das Prijut12 - eine urige Bar als Holzblockhütte gebaut. Auch die will beheizt werden. Und wir brauchen in der Gastronomie natürlich entsprechend Warmwasser.

Ist es womöglich sinnig, eine umfangreicher Solewärmebohrung vorzunehmen, um das Einfamilienhaus + Prijut12 mit Heizung & Warmwasser zu versorgen.

Blick in die Zukunft: Die Hauptsaison in Oberwiesenthal ist der ca. 3,5 Monate lange Winter. Besonders über Weihnachten/Neujahr und in den Winterferien platzt der Ort aus allen Nähten. Der Betrieb der Sommerrodelbahn rentiert in dieser Zeit ganz besonders. Wir haben hierfür Erfahrungswerte, da wir früher die Sommerrodelbahn schneefrei gehalten haben (so weit das ging).

Ich habe wirklich so gar keine Vorstellung ... Ist jemand hier im Forum der Meinung, dass die Erwärmung der Edelstahlrinne der Sommerrodelbahn auf +1°C realisierbar ist, so dass der Schnee dauerhaft zum Schmelzen gebracht wird?

Das hätte außerdem den enormen Vorteil, dass es auch während des Betriebs nicht zur Vereisung in der Bahn kommt (die verschatteten Kurven sind im Winterbetrieb i.d.R. durch des Schmelzwasser aus den besonnen Kurven vereist, was duchaus ein Risiko darstellt).

Verfasser:
philipok
Zeit: 18.01.2019 16:53:11
0
2737037
Hallo @gnika und @mdonau,

danke erst einmal für das ausführlich Feedback! Als Laie ist es einfach eine große Herausforderung, sich in das Thema "Heizung" rein zu fuchsen. Da helfen Zweitmeinungen enorm zur Orientierung.

Dann steigen wir mal ein...

1. Solewärmepumpe (SWP): Ich habe mich dafür bereits interessiert. Nur habe ich von vielen Seiten sehr kritische Stimmen dazu gehört. Die Investition lohne sich für ein Einfamilienhaus. Außerdem müsse der Stromverbrauch berücksichtigt werden (preiswert über PV). Nach 10 bis 15 Jahren gehen die ersten kostspieligen Teile kaputt. Die Reparatur koste entsprechend. Das mal als Zusammenfassung der kritischen Anmerkungen.
Meinerseits kommt die Frage nach der verfügbaren Temperatur auf: Im Winter arbeite ich auch Draußen. Die Kinder sind Skifahren oder Rodeln. Man kommt mit nassen Klamotten nach Hause und möchte diese entsprechend trocknen. Reicht die verfügbare Energie für die Warmwasseraufbereitung (WW)?

2. PV: Oberwiesenthal ist nicht gerade als sun shine state bekannt. Klar erschlägt wenig Sonne auch die Solarthermie (ST). Aber die KfW fordert nun mal entsprechend erneuerbare Energie. Und mein Vater hat auf seinem Ferienhäuschen eine kleine ST verbaut, die im Sommer schon entsprechend leistet. Angenommen, wir betrieben eine SWP. Die würde im Sommer ausreichend mit Strom versorgt werden. Im Sommer ist es allerdings warm. Wir beanspruchen die SWP besonders in den langen, kalten Wintern. Da hat es wenig Sonne. Wie rechnet sich das? Ich zweifle ganz einfach daran, dass diese Rechnung aufgeht und meine Stromrechnung exorbitant hoch ausfallen könnte.

3. Wasserführender Ofen: Schon in meinem Elternhaus stand ein schöner Kachelofen. Ich habe 2 Ha Land, wo ich Holz machen muss (Gelände der Sommerrodelbahn Oberwiesenthal). Der Brennstoff ist also da. Ich liebe ganz einfach die Strahlungswärme eines Kachelofens und das gemütliche Flackern der Flammen. Darauf möchte ich nicht verzichten. Ich werde mich allerdings mit Grund- und Kleinspeicherofen beschäftigen. Habt ihr hierzu Empfehlungen?

Ich freu mich auf weitere Meinungen.

Schönes Wochenende an alle!

Verfasser:
mdonau
Zeit: 18.01.2019 00:54:03
2
2736846
Erdwärme und PV sehe ich ebenfalls
als bessere Option, besonders mit vernünftiger
Planung, RGK und optimierten Dachmaßen.

Wenn es um Allergien geht, würde ich
als erstes an Zentralstaubsauger und KWL mit
vernünftigen Filtern denken.
Ob man dann noch die Dreckschleuder Kaminofen
haben möchte?

Verfasser:
gnika7
Zeit: 17.01.2019 22:35:40
4
2736809
Hallo philipok,

die aktuelle Zusammenstellung ist nicht unbedingt eine bei der die Wärmegestehungskosten (fixe und variable) niedrig sind.

1. Wasserführender Ofen treibt nur die Kosten, die Komplexität und die Fehleranfälligkeit des Gesamtsystems nach oben. Wenn du Holzfeuer haben möchstest, solltest du dir Grund- oder Kleinspeicherofen angucken. Ein vergleichbarer wasserführender Ofen kostet mehr. Das heßt, mit einem Kleinspeicherofen würde einerseits ein wenig sparen und andererseits dein System vereinfachen. Außerdem kannst du auch bei Stromausfall heizen. Ein wasserführender Ofen würde bei Stromausfall genauso stehen, wie deine Gastherme.

2. Solarthermie. Das ist schon etwas schwieriger.... Grundsätzlich gilt, bei aktuelle Gaspreisen treibt eine STA die Wärmegestehungskosten nach oben. Das heißt, aus ökonomischen Gründen ist es bei aktuellen Preisen besser darauf zu verzichten. Andererseits bist du mehr oder weniger durch die Gastherme daran gebunden. AFAIK gibt es da aber Möglichkeiten... Soweit ich weiss kann man z.B. statt ST die Dämmung verbessern. Oder du überlegst es dir mit der Gastherme

3. Gastherme ist so eine Sache.... Man hat aktuell relativ niedrige Gaspreise. Jetzt solltest du aber selber dir überlegen, wie der Preis (Steuer!) sich entwickeln wird, wenn Dtl. tatsächlich die Klimaziele ernsthaft verfolgt.
Als Alternative zu Gastherme solltest du dir mal die WP angucken. Aufgrund der klimatischen Rahmenbedingungen in deinem Fall kommt nur eine Solewärmepumpe in Frage. Als Quelle solltest du den hier öfters vorgestellten Ringgrabenkollektor anschauen. Wenn man die Kosten für Gasanschluss, Kamin, Schornsteinfeger dagegen rechnet und die Förderung berücksichtigt, sind die Wärmegestehungskosten bei gut ausgelegter WP sogar niedriger als bei Gas.

Aus meiner Sicht wäre eine WP in deinem Fall durchaus eine interessante Option. Damit sollte KfW40 gut erreichbar sein. Außerdem würdest du BAFA-Förderung von über 4000€ bekommen. Mit der WP hättest auch die Möglichkeit der Kühlung, falls in deiner Gegend relevant ist. Dazu kommt, mit einer PV hättest du die gleiche solare Deckung, wie bei einer ST. Die PV würde aufgrund der Förderung sich selber bezahlen.

Grüße
Nika

Verfasser:
philipok
Zeit: 17.01.2019 21:56:47
1
2736785
Hallo Formusmitglieder,

ich hab mich in der letzten Stunde durch einige Threads gelesen und nun entschieden, selbst Forumsmitglied zu werden. Hier scheint ein reger Austausch stattzufinden mit fachlich präzisen Meinungen.

Zum Thema: Wir planen in Oberwiesenthal im Erzgebirge auf einer Höhe von gut 900 m ü.NN unser Einfamilienhaus zu bauen. Es soll ein Holzhaus in Ständerbauweise mit möglichst ökologischen Baumaterialien werden (meine Frau ist dahingehend recht bedacht; unsere große Tochter ist starke Allergikerin etc.).

Nun die Frage nach eurer Meinung, welche Art von Heizkomponenten ihr verbauen würdet (unter Berücksichtigung der Baufinanzierung über die SAB/KfW)?

Ich bin aktuell bei:

-Gasbrennwerttherme
-Solarthermie
-wasserführenden Kachelofen (da ich definitiv einen Kachelofen haben möchte; Holz habe ich ausreichend eigenes)

Die Winter sind in Oberwiesenthal teils lang (Anfang Dez.-Mitte April liegt i.d.R. Schnee) und kalt (teils bis -20°C; kommt allerdings selten vor).

Wie steht ihr dazu?

Aktuelle Forenbeiträge
Diel schrieb: Hallo zusammen Ich hatte am Anfang 1998 die Probleme das der Brenner zeitweise auf Störung ging. Ich habe damals das gesamte System gereinigt etc. . Nach dem Tausch der Düse sowie der Zündelektroden...
schorni1 schrieb: Mich interessiert nur, warum in der Montageanleitung gefordert wird, einen bestimmten CO2-Anteil im Abgas einzuhalten. Weil der CO2-Anteil möglichst HOCH sein soll (gerigerr O2-Gehalt, geringer Luftüberschuß)...
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Neubau Einfamilienhaus - Tipps für Heizsystem
Verfasser:
Didi-MCR52
Zeit: 19.01.2019 15:17:30
1
2737387
Zitat:
...
Wer die Wärmepumpen Technik meidet weil irgendwer dafür mal 100000 Eur ausgeben hat fährt auch auf ewig Bus und Bahn...
Schräger Vergleich, ökologisch gesehen.

Wärmepumpe wird im Forum als einzig ökologische Wahrheit gepriesen, Gas verbrennt ja fossile Energie.
Aber Bus und Bahnfahren wird verteufelt? Entschuldigung, die Verkehrswende wird nicht durch 1:1-Ersatz von Verbrennungsautos durch E-Autos gelingen. (Den Platzbedarf des Verkehrs ändert der E-Antrieb z.B. überhaupt nicht.)
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