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Neubau Einfamilienhaus - Tipps für Heizsystem
Verfasser:
winni 2
Zeit: 21.01.2019 17:41:00
0
2738659
Dein Bekannter macht Dir da ein "Sonnenhaus"-konzept, das an
Deinem Standort aber wohl kaum ohne größeren Holzofeneinsatz
funktionieren würde.
Ich mag das Konzept, ist aber m.M. zu aufwändig und die belegte
Dachfläche hat im Sommer keinen Nutzen, ausser für das bischen
Warmwasser.

Das Argument "kostenloses Holz" ist für mich keins, weil das Holz
könnte man wohl auch verkaufen und über zu viel Freizeit verfügt
ein Gastronom vermutlich auch nicht.
Ich denke, das Holz wird besser in den Altbauten verbrannt, die für
moderne Heiztechnik nicht geeignet sind.

Dein PV-Bekannter scheint mir betriebsblind oder er ist doch nicht
so vertrauenswürdig... Ein PV-Speicher rechnet sich kaum und ist
z.Z., solange PV-Strom immer irgendwo sinnvoll direkt verbraucht
werden kann, auch ökologisch keinerlei Gewinn. Im Gegenteil.

Der Trenchplaner für die Ringgrabenplanung berücksichtigt die geo-
graphischen Bedienungen etwa über die Normaussentemperatur
und die Bodenwahl und "verschleisst" als oberflächennahe Wärme-
quelle nicht, sondert regeneriert sich ganz sicher jedes Jahr.
Lebensdauer vermutlich über hundert Jahre, wenn da nicht
irgendwann mal ein Baggerfahrer reinhakt. :-)

Grüsse

winni

Verfasser:
winni 2
Zeit: 21.01.2019 18:19:48
0
2738680
Noch zur Tiefenbohrung, die kann bessere Soletemperaturen, als
der Ringgrabenkollektor liefern und damit bessere Wärmepumpen-
effizienz, ist ähnlich langlebig, kostet aber erheblich mehr in der
Anschaffung und sie geht mit ihrem tieferen Eingriff in den Boden
manchmal schief.

Grüsse

winni

Verfasser:
mdonau
Zeit: 21.01.2019 18:22:26
1
2738683
Die PV Erträge in November bis Februar
sind nur ein Bruchteil des Jahresertrags.
bei einem Satteldach würde ich das so planen, dass der Schnee abrutschen kann bzw. leicht entfernt werden kann, ~35° mit Ost/West Ausrichtung z.b.

bei 24.000l Puffer und riesiger Kollektorfläche
redet man von einem Saisonspeicher, der doch
nicht für die ganze Saison reicht 😂
Da muss alles passen, solare Gewinne durch Fensterflächen und Dachausrichtung und man muss zusätzliche Kosten für Platz und Errichtung einplanen, ein Holzhofen braucht man dann aber
trotzdem noch...

Da ist ein Holzvergaser oder Grundofen
mit LWWP + PV noch die bessere Variante.
sommer und übergangszeit WP und Heizperiode
Holz mit WP als Backup bei Abwesenheit.

SWP+RGK, gute Dämmung und PV sind dagegen
marktüblich und (bis auf den Kollektor in Eigenleistung) von jedem HB, Solarteuer/Elektriker umsetzbar,
wenn man ihnen etwas auf die Finger schaut...

Die Sache ist halt, dass ein moderner Neubau
nur um 10MWh Wärme benötigt, da kommen
die Nebenkosten stark zum tragen, die Abgasmessung alle 2 Jahre bei Holzkessel und das jährliche fegen. etc machen da schnell 1/3 der Wärmegestehungskosten aus.

Die WP erzeugen die 10MWh aus ca. 2000kWh (SWP, JAZ5) bzw. 2800kWh (LWWP,JAZ3,5) davon 6 Mon. WW zum größten teil über PV und in der Heizperiode kann man nahezu Volldeckung mit dem Grund/speicherofen zuheizen, muss es aber nicht.

Verfasser:
RobertP
Zeit: 21.01.2019 22:12:06
0
2738856
@philipok: Ich habe mal ein paar Fragen an Dich, damit wir alle die Situation besser einschätzen können:
- Wie lange im Jahr ist bei Euch Winter / müsst Ihr heizen?
- Wie hoch liegt der Schnee (auf dem Boden und auf den Dächern)?
- Wieviel Sonne kommt auf dem Grundstück an? Gibt es große Bäume?
- Wie ist der Untergrund beschaffen (Fels?)

Anhand der Antworten werden viele Optionen bereits heraus fallen. Das macht es für alle hier einfacher...

Robert

Verfasser:
philipok
Zeit: 21.01.2019 22:56:17
0
2738880
Zitat von RobertP Beitrag anzeigen
@philipok: Ich habe mal ein paar Fragen an Dich, damit wir alle die Situation besser einschätzen können:
- Wie lange im Jahr ist bei Euch Winter / müsst Ihr heizen?
- Wie hoch liegt der Schnee (auf dem Boden und auf den Dächern)?
- Wieviel Sonne kommt auf dem Grundstück an? Gibt[...]


Na da antworte ich doch gern (wobei ich zwei Fragen bereits beantwortet hatte):

1. Dauer Winter: Erster Schnee Mitte Oktober. Der taut wieder. Dauerhaft Schnee i.d.R. von Anfang Dez. bis Ende März/Mitte April. Wobei es sehr häufig um Weihnachten und Neujahr zu einer kurzen Tauperiode kommt. Der Schneefall lässt ab Ende Februar nach. In den vergangenen zwei Jahren gab es allerdings auch zu Ostern noch 0,5 bis 0,75 m Neuschnee.

2. Schneehöhen: Aktuell liegt in Oberwiesenthal 1,20-1,50 m Schnee. Z. Zt. hat es aber auch sehr viel Schnee. Nur weiß man als Hausbesitzer im Winter manchmal nicht mehr wohin mit dem weißen Gold. Die Regel lautet natürlich "Schnee immer vom Haus weg fräsen/schaufeln". Nur wie gesagt - wenn es sehr viel Schnee hat, türmt er sich rund ums Haus, da Gehwege etc. frei gehalten werden müssen.

3. Sonne auf Grundstück/Verschattung: Null Verschattung. Das Baugrundstück liegt exponiert. Es gibt keine Bäume, die Schatten werfen - gar keine. Ausrichtung des Satteldachs N-S. Eine Dachhälfte ist also genau nach S ausgerichtet. Wir planen eine Dachneigung von 35-38°.

4. Zum Untergrund kann ich nix genaues sagen. Der Bauunternehmer wird zwei Probebohrungen vornehmen, um genau das zu ergründen und böse Überraschungen zu vermeiden. Hier im Forum/Thread gab es schon Aussagen, dass der Boden im Erzgebirge felsig ist.

Ich hoffe, ich konnte deine Fragen ausreichend beantworten.

Ein Nachtrag zum Thema ST: Mein Bekannter empfiehlt eine Neigung von 60° für die Solarmodule. Die Wintersonne steht tief. Mit 60° erreicht sie den optimalen Auftreffwinkel (lt. meines Bekannten). Bei 60° rutscht der Schnee ab (er hat selbst ein ST-Haus in Oberwiesenthal). Die Module können z. B. an der südgerichteten Rückseite des Carports montiert werden (hangabwärts sollte ausreichend Fläche vorhanden sein).

Verfasser:
Lupo1
Zeit: 22.01.2019 13:35:56
1
2739157
Hallo phillipok,

das Sonnenhauskonzept funktioniert allerdings mit einigen Einschränkungen jenes mir Nutzer in mein Umfeld berichteten. Mein Arbeitskollege hat sich im oberbayrischen Voralpenland ein neues Haus mit Saisonsspeicher gebaut. Der eingebaute Speicher erwärmt im Sommer auch das Haus von innen, denn hier wurde der eingebaute Speicher eingemauert und mit Einblasdämmung die umliegenden Räume abgeschirmt.
Außerdem muss mit einem wasserführenden Holzofen zu geheizt werden, jenes auch der andere Nutzer bestätigte. Übrigens gibt es hier auch Pufferspeicher mit Vakuumiso, gibt es bei vakuum-pufferspeicher.de und sind einige km von mir entfernt.
Was uns hier störte, wir müssen Holz zukaufen und werden hoffentlich auch älter und wer weiß wie fit man körperlich ist.
Als Alternative bei unserem Klima kam dann nur SWP in Frage, die Geisha war mir zum Entscheidungszeitpunkt völlig unbekannt und mit dieser erreicht man hohe AZ aber dürfte ca. 0,6-1 der Sole Lösung hinterher hinken. Einen Graben mit einem Bagger ziehen und Solerohr einlegen ist ein Tag Arbeit für 3Personen, du hast aber lebenslangen Nutzen davon.
Anbei ein Beispiel aus A in hochalpiner Lage:
https://www.energiesparhaus.at/forum-ringgrabenkollektor-zukunft-der-erdwaerme/41030_41

Der Schnee beeindruckt den Kollekor ganz und gar nicht, dieser wird geplant und man hat bereits zig Anlagen am laufen mit Doku und sowie beeindruckenden AZ, eine LWP müsste man bei der Schneehöhe frei schaufeln.
Wie bereits geschrieben, je nachdem wieviel ihr Holz ihr im Wohnhaus verwerten möchtest, die Komponenten entsprehend zusammen setzen. Ein Ofen mit Wassertasche wird erst rentabel wenn man diesen auch entsprechend nutzt ansonsten no go. Wir haben einen kleinen Grundofen bei dem man einige Tage einen Abbrand von 5 Holzscheiten im Haus bemerkt, einfach nur Luxus.
Die monatlichen Grundkosten einer Gasheizung, Wartung sowie Kaminkehrer dürften sich auf 35-40% unserer Jahreskosten belaufen.

Wolfgang

Verfasser:
RobertP
Zeit: 22.01.2019 16:43:43
0
2739284
Zitat von philipok Beitrag anzeigen

Na da antworte ich doch gern[...]


Bei soviel Schnee fällt eine LWP wohl weg: Kein vernünftiger Aufstellort möglich!

Unverschattete Hanglage ist gut für solare Nutzung, wobei ich persönlich eher PV installieren würde. Die PV würde ich wegen Schnee aber auch sehr steil stellen. Das Sonnenhauskonzept mit ST klingt erstmal sehr spannend, aber die Kosten holst Du im Leben nicht mehr herein.

Wenn es der Boden zulässt, wäre eine SWP eine gute Option. Da müssten aber bzgl. Hanglage und Verlegetiefe die Spezialisten im Forum etwas dazu sagen...

Womit heizen denn die Nachbarn?

Robert

Verfasser:
philipok
Zeit: 22.01.2019 18:15:11
0
2739335
Zitat von RobertP Beitrag anzeigen
Zitat von philipok Beitrag anzeigen
[...]


Bei soviel Schnee fällt eine LWP wohl weg: Kein vernünftiger Aufstellort möglich!

Unverschattete Hanglage ist gut für solare Nutzung, wobei ich persönlich eher PV installieren würde. Die PV würde ich wegen Schnee aber auch sehr steil stellen. Das Sonnenhauskonzept mit ST[...]


Die zwei Nachbarn leben in Häusern in der dritten bzw. vierten Generation. Die Heizen mit Gas.

SWP mit RGK in Hanglage ... Wer kann zum Graben etwas sagen?

PV-Module auf 60° ausrichten aufgrund des langen Winters wäre besser als 38° und damit näher an der optimalen Ausrichtung?

Die PV produziert tagsüber Strom. Die SWP braucht wann genau Strom, damit morgens das Bad warm ist und man warm Duschen kann? Ist der Stromverbraucht für eine Pumpe ohne Speicher rentabel?

Verfasser:
winni 2
Zeit: 22.01.2019 18:25:29
1
2739343
RGK in Hanglage ist im Prinzip machbar.
Wenn man da graben kann, kann man einen RGK verlegen.

Ich würde da nichts aufständern, weil im Winter kommt eh nicht
viel PV-Strom und daher brauchst Du Dir da keinen Kopp um
Speicher zu machen.

Warmwasserbereitungszeiten kann man um den Mittag legen,
weil da vielleicht PV-Strom kommt. Geheizt wird, wenn
Heizung gebraucht wird, ausser das man tagsüber eine
leichte Temperaturüberhöhung in die Wärmepumpe einstellen
kann, damit hier evtl. mit PV-Strom Wärme im Estrich gespeichert
wird.

Grüsse

winni

Verfasser:
RobertP
Zeit: 22.01.2019 18:29:43
1
2739346
Zitat von philipok Beitrag anzeigen
PV-Module auf 60° ausrichten aufgrund des langen Winters wäre besser als 38° und damit näher an der optimalen Ausrichtung?

Der springende Punkt ist, ob der Schnee auf den Modulen liegen bleibt. Er sollte möglichst leicht abrutschen. Je steiler desto besser!

Zitat von philipok Beitrag anzeigen
Die PV produziert tagsüber Strom. Die SWP braucht wann genau Strom, damit morgens das Bad warm ist und man warm Duschen kann? Ist der Stromverbraucht für eine Pumpe ohne Speicher rentabel?

In gewissen Grenzen kann man die Heizzeiten in Zeiten mit PV-Ertrag schieben, vor allem die TWW-Bereitung. Bei der Heizung könnte man mittels Sollwerterhöhung tagsüber etwas mehr Wärme in den Estrich (oder vielleicht eine BKA?) einspeichern, welche zeitversetzt erst abgegeben wird. Je mehr Wärmespeichermasse vorhanden ist, desto besser klappt das.

Robert

Verfasser:
gnika7
Zeit: 22.01.2019 18:49:50
1
2739358
Zitat von philipok Beitrag anzeigen
Zitat von RobertP Beitrag anzeigen
[...]


Die PV produziert tagsüber Strom. Die SWP braucht wann genau Strom,

Das ist trivial... WP-Verbrauch kann man so steuern, dass dieser der PV-Produktion folgt.

Zitat von philipok Beitrag anzeigen

damit morgens das Bad warm ist und man warm Duschen kann? Ist der Stromverbraucht für eine Pumpe ohne Speicher rentabel?[...]

WP ist kein DLE. Die WP kann das WW machen, wenn PV genug liefert. Ich habe 2018 mein WW-Bedarf von April bis fast Ende Oktober zu 99% durch PV gedeckt.

Speicher steigert zwar die Eigenverbrauchs- und Autarkiequote ist aber aktuell zu teuer denn, die Speicherkosten sind höher als die Differenz aus Strombezugskosten und Einspeisevergütung.

Grüße Nika

Verfasser:
mdonau
Zeit: 22.01.2019 18:57:45
1
2739361
Zitat von philipok Beitrag anzeigen
Die PV produziert tagsüber Strom. Die SWP braucht wann genau Strom, damit morgens das Bad warm ist


in einem modernen Neubau gibt es kaum die Möglichkeit einzelne Räume sinnvoll
deutlich wärmer/kälter zu machen, dies kann man kurzfristig mit einem IR-Straher an
der Decke machen, oder man belegt mehr Fläche als in den anderen Räumen z.B.
Wandheizung.

Es wird prinzipiell erstmal 24h am Tag geheizt, bei PV-Ertrag kann man dann etwas
"überheizen" dann hat man Abends mal 1° mehr und ist morgens wieder im soll,
nachdem die WP nachts eine pause gemacht hat, dafür sorgt der Estrich als Speicher
bzw. der Beton einer Thermobodenplatte, solltet ihr auf so eine bauen.

mit Holz ist es auch nicht unbedingt morgens warm, wenn keiner früh
aufgestanden ist und angeheizt hat ;)

Verfasser:
philipok
Zeit: 22.01.2019 21:22:57
0
2739436
An dieser Stelle mal ein großes DANKESCHÖN für euren regen Input - an alle, die sich bisher die Mühe gemacht haben, mir in diesen Thread ihre Meinung mitzuteilen.

Besonders bedanken möchte ich mich schon mal bei gnika7, RobertP, winni2, Lupo1 und mdonau.

Verfasser:
philipok
Zeit: 23.01.2019 21:16:02
0
2739975
Was ist denn zwecks PV für die SWP mit RGK in einem solchen kippbaren Rahmen: https://www.oeko-energie.de/shop1/images/IBC_150_1.JPG für mein 38° Dach mit Südausrichtung? Kann ich die PV Module bei einer Dachlänge von ca. 13 m in einer Reihe horizontal nebeneinander montieren und alle zu Beginn des Winters kippen, so dass der Schnee einfach abrutscht?

Verfasser:
winni 2
Zeit: 24.01.2019 11:00:26
1
2740174
Im Prinzip schon, wenn das auf dem Schrägdach umsetzbar
ist und ob sich das finanziell lohnt, wäre auch die Frage?

Allerdings bekommst Du mit einer Reihe Module quer auf
13 Meter nur ca. 2,5 kWpeak Leistung aufs Dach. Damit
kann man einen gewissen Grundbedarf decken, aber kaum
mehr.

Grüsse

winni

Verfasser:
Lupo1
Zeit: 24.01.2019 16:11:08
1
2740306
Phillipok,
unsere PV ist standardmäßig auf 24° Dach montiert, hier rutscht der Schnee bei Sonnenschein bereits nach unten ab bis zum Schneefanggitter. Wir haben schwarze Module, der Effekt dürfte bei anderen aber nicht anders sein.
Deine 38° sind schon mal eine Hausecke mehr, in diesem Bereich können ungeübte nicht mehr auf den Dachplatten gehen. Montiere die PV nach Standard und die wenigen Tage wo du theoretisch weniger Ertrag hast denke an die gesparte Summe der Aufständerung.

Wolfgang

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mtx0815 schrieb: Moin ! Die im Gerät verbaute Pumpe ist ungeregelt. Der Kabelbaum ist allerdings universal und hat daher den Anschluss für die Drehzahlregelung einer UPER20-60 alternativ einer UPM20-70. ABER die Software...
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