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Planung Ringgrabenkollektor für EFH in Mittelfranken
Verfasser:
K.Roman
Zeit: 20.01.2019 21:01:48
0
2738148
Hallo Liebes Forum,

erst einmal vielen Dank das es so ein tolles Forum mit so viel tollen Menschen gibt, die anderen fremden Menschen so stark helfen. Das ist in der heutigen Zeit sehr selten. Ich bin seit langer Zeit stiller Leser über den Ringgrabenkollektor. Und nun ist endlich meine Zeit gekommen.... :-)

Ich werde im 4 Quartal ein neue Haus in Windsbach bauen und hätte gerne Unterstützung mit der Auslegung vom Ringgrabenkollektor.

Daten zum Haus:
-Massivbauhaus auf WU-Beton Keller (KG, EG, DG)
-36,5er Ytongsteine y 0,09 =
-Außenmaß 10,5x9,5m
-1m Kniestock OKFF
-Satteldach 40° mit 3 DFF ohne Gauben oder Erker
-Kellerwände mit 120mm Dämmung
-Bodenplatte ohne Dämmung unterhalb, aber 12 cm unter dem Heitzestrich
-Dach mit 60mm Holzfaser auf den Sparen und 200mm Mineralwolle zwischen den Sparen
-Fenster mit U-Wert 0,8 und 3 DFF mit 1,3
-FBHZ auf allen Etagen (auch KG => wird aber die meiste Zeit aus oder nur leicht an sein)
-Zentrale KWL fürs ganze Haus
-Keine WW Zirkulaiton
-Keine Hühnerleiter
-Keine ERR

Heizlast habe ich bei Ubakus.de auf 5,2kw errechnet (bei 20°C im gesamten Haus - auch KG und Lüftung 0,4 facher Luftwechsel = 4,7kW Heizung + 500W WW bei 5 Personen). Verbauen möchte ich die NIBE F1255-6 PC.

Meine Fragen:

1.) Ist die errechnete Heizlast ein realistischer Wert?

2.) Ich habe noch kein Bodengutachten da das Grundstück noch nicht verkauft wurde.
Das Baugebiet wird derzeit erschlossen. Ich habe bei vorhandenen Aushubmaterial etwas Erde entnommen. Sie schaut eigentlich aus wie Sand. (War allerdings im trockenen Sommer) Als ich Sie jedoch nass gemacht hatte konnte ich sie zu einer Wurst formen (aber nicht rollen), jedoch nicht so biegen wie zb. Lehm. Das Baugebiet war vorher ein Kartoffelacker. Was könnte es für ein Boden sein? Soll ich vom schlimmsten ausgehen und trockener Sand annehmen?

3.) Hier mein Entwurf vom RGK https://grabenkollektor.waermepumpen-verbrauchsdatenbank.de/trenchplanner.html?id=i2Lw61w8gTxnoyE57Rfv
Habt Ihr Verbesserungen? Passen die 2x32er Rohre?

4.) Kann ich als Hauseinführung solche Universaldichtungen nehmen?
https://www.maierhofer-otto.com/produkte/mehrfach-durchführung/
Die meisten nehmen ja anscheinend normale Leerrohre aber Ich will auf jeden Fall das die Einführungen dicht sind.

5.) Sind die 180l WW von der NIBE für 5 Personen ausreichend? (Keine Badewanne)

Danke und viele Grüße,
Roman

Verfasser:
winni 2
Zeit: 21.01.2019 02:10:47
1
2738236
Hallo Roman,

zu:

1. Ja.

2. Kann nicht schaden vom Worst-Case auszugehen, aber der Boden wird
eher "lehmiger Sand" sein, denke ich.

3. Die Rohre passen, den Entwurf würde ich vereinfachen:
https://grabenkollektor.waermepumpen-verbrauchsdatenbank.de/trenchplanner.html?id=rdDETRAH1u4DV80R0weZ

4. Im Prinzip ja, aber es müsste etwas sein, was zu 32er Rohren passt.

5. Sehr, sehr knapp. Wahrscheinlich wäre die F 1155 PC mit separatem
300 Liter Warmwasserspeicher besser. Oder der F 1255 PC einen
solartauglichen Durchlauferhitzer dahinter anschliessen.

Die 12 cm Bodendämmung sind wenig, mit dem höheren Temperatur-
niveau der Fussbodenheizung. Das sollte dann zumindest alukaschierte
PUR-Dämmung sein, aber auch dann wäre mehr Dämmhöhe besser.
Kellerwanddämmung würde ich auch ein paar cm zulegen. Sind nur
Materialmehrkosten, die schnell vergessen sind.

Grüsse

winni

Verfasser:
fdl1409
Zeit: 21.01.2019 06:52:26
3
2738248
Bodenplatte ohne Dämmung unterhalb, aber 12 cm unter dem Heitzestrich

Das ist eine unglückliche Konstruktion, die zu einer heftigen Wärmebrücke führt.
Nehme an die Innenwände stehen auch auf der Bodenplatte.
Die Kälte kann so ungehemmt über Bodenplatte und Fundamente in die Betonwände eindringen und steigt nach oben. Wenn es in diesem Haus jemals schimmelt dann ist es an den Betonwänden direkt über dem Estrich, v.a. in den Ecken. Nehme an dass das KG nicht komplett durchgehend beheizt wird.
Denke dass diese Wärmebrücke allein die Heizlast ganz grob über den Daumen um 300-500 Watt erhöht.

Um das zu entschärfen sollte man unter die Betonwände einen wärmedämmenden Kimmstein setzen.

Sehr, sehr knapp. Wahrscheinlich wäre die F 1155 PC mit separatem
300 Liter Warmwasserspeicher besser. Oder der F 1255 PC einen
solartauglichen Durchlauferhitzer dahinter anschliessen.


Oder mit einem Duschrohr 60% der Duschwasserwärme zurück gewinnen. Für mich die beste Lösung, weil es dann nicht nur reicht, sondern auch der Energieverbrauch sinkt.

Grüße
Frank

Verfasser:
K.Roman
Zeit: 21.01.2019 14:13:40
0
2738516
Vielen Dank schon mal für die Tipps.

das Duschwasserrohr mit Wärmerückgewinnung kannte ich gar nicht - macht aber durchaus viel Sinn. => Das werde ich so umsetzten.

Bezüglich der Dämmung des Kellers und der Bodenplatte hatte ich bei Ubakus.de die Uwerte mit den verschiedenen Dämmungen gerechnet und bin schnell darauf gekommen dass es sich "nie" rentieren wird.

Bsp: 180mm anstatt 120mm (Uw 0,29 zu 0,22) an den Wänden ergibt eine Jährliche Einsparung von 280kWh/a. Bei einem Wirkungsgrad der WP von 5 wären das noch 56kwh Strom - entspricht <17€/a . Wobei die Rechnung mit 20°C Raumtemperatur ausgeht, die ich Keller normal nicht haben werde. Oder habe ich da etwas übersehen?

Ähnlich schaut es bei der Bodenplatte aus. (Uwert mit 12 cm Dämmung unterm Estrich 0,27) Wobei ich jedoch das Problem mit den Wärmebrücken nicht betrachtet habe. Ich werde meinen Rohbauer mal darauf ansprechen. Er hatte mir von eine Dämmung unterhalb dringend abgeraten, er traut dem ganzen nicht. Was haltet ihr von Schaumglas unterhalb? Evtl kann ich ihn dazu bewegen. Den Kimmstein kann man beim WU Keller vermutlich nicht an den Außenwänden anwenden so dass ich das Problem dort trotzdem haben werde oder?

Viele Grüße,
Roman

Verfasser:
winni 2
Zeit: 21.01.2019 14:29:41
3
2738532
Wo hast Du das mit den Wärmeverlusten gerechnet?
Mit dem Wärmebedarfsrechner bei Ubakus?
Mit dem U-Wert-Rechner geht das ja im Boden nicht.
Bei der Bodenplatte ist der effektive U-Wert durch den beheizten
Estrich = gleich höhere anliegende Temperatur, niedriger.

Die Wärmebrücke ist so wirklich brutal, aber einen Kimmstein kann
man da wohl nicht einsetzen.
Hausbau auf Perimeterdämmplatte ist nichts neues, aber in der
konservativen Baubranche brauchen andere Ausführungen Zeit sich
durchzusetzen...

Schaumglasplatten sind teuer, Schaumglasschotter, der eine normale
Schotterlage ersetzt, wäre eine Möglichkeit, wenn da kein Wasser in
der Ebene anstehen kann, was die Dämmwirkung aushebeln würde.

Grüsse

winni

Verfasser:
K.Roman
Zeit: 21.01.2019 16:31:59
0
2738614
Wärmeverluste habe ich bei Ubakus gerechnet. Man kann die U-Werte auch gegen das Erdreich erstellen und im Wärmebedarfsrechner dann die erstellten Bauteile auswählen.

Wasser sollte in dem Baugebiet kein Problem sein. Ich werde mal mit ihm sprechen evtl lässt er sich darauf ein.

Denkt ihr mit den Wärmebrücken würde es soweit gehen das es schimmelt? Ich bin ja nicht der einzige der ohne Perimeterdämmung baut und ich habe ja auch eine Lüftungsanlage welche die Luftfeuchtigkeit gering hält.

Verfasser:
fdl1409
Zeit: 21.01.2019 16:34:46
2
2738615
Wobei ich jedoch das Problem mit den Wärmebrücken nicht betrachtet habe. Ich werde meinen Rohbauer mal darauf ansprechen. Er hatte mir von eine Dämmung unterhalb dringend abgeraten, er traut dem ganzen nicht.

Den Rohbauer dazu zu fragen bringt nichts. Der hat davon in aller Regel keine Ahnung und es interessiert ihn nicht. Der wird nur beschwichtigen.

Ich kann dir nicht genau sagen wie viel die Wärmebrücke ausmacht, aber wir hatten hier vor einiger Zeit jemanden, der eine detaillierte Wärmebrückenberechnung hatte machen lassen - kostet Pi mal Daumen einen Tausender. Er kam auf einen WB-Zuschlag von 0,04xy. Bei detaillierter Betrachtung entfiel fast alles davon auf genau die Konstruktion, die auch bei dir geplant ist. Der Rest war +/- 0. Es gibt ja auch Brücken die zu einem negativen Wert führen wir die Gebäudeecken. Jetzt schau dir mal deinen H´T-Wert an, dann kannst du selbst ausrechnen wie viel 0,04 ausmacht auf die gesamte Heizlast. Das muss bei dir nicht genau gleich sein, aber ich schätze diese Wärmebrücke als ausgesprochen schädlich ein. Zumal das ja auch bautechnisch ungünstig ist - Schimmelgefahr.

Schaumglasschotter unter der Bodenplatte ist eine Möglichkeit. Es wäre vermutlich ausreichend wenn man den Schaumglasschotter in den Bereichen einsetzt, wo die Wärmebrücken sind, also unter Fundamenten und Mauern. Ob sich das so umsetzen lässt kann ich dir nicht sagen - da könnte der Rohbauer Auskunft geben. Um den Hals fallen vor Begeisterung wird er dir nicht.

Es lohnt sich, sich mit dem Thema Wärmebrücken zu beschäftigen.
Gibt da eine kostenlose Software Ziegel Wärmebrücken 4.1, die ich sehr hilfreich finde.

Grüße
Frank

Verfasser:
winni 2
Zeit: 21.01.2019 17:22:11
1
2738650
Könntest Du mal Deine Vergleichsrechnung zum Keller näher
erläutern?

Weil, wenn ich da mit 100 m2 Kellerwand und 100 m2 Kellerboden,
1. 120 mm Kellerwand, 120 mm Kellerbodendämmung, 0,05 Wärme-
brückenzuschlag und
2. 180 mm Kellerwand, 100 mm unter Betonplatte, 100 mm über
Betonplatte, Wärmebrückenzuschlag 0

in den Wärmebedarfsrechner gehe,
komme ich für den milden Standort Duisburg auf rund 1050 kWh
weniger Wärmeverluste für Variante 2.

Bei beiden Varianten effektiver U-Wert durch Fussbodenheizung
berücksichtigt.
Sicher wirtschaftlich zu heutigen Verbrauchspreisen auch grenz-
wertig, aber so ähnlich sollte man dennoch heute dämmen, denke
ich.

Grüsse

winni

Verfasser:
fdl1409
Zeit: 21.01.2019 17:40:14
1
2738658
Denkt ihr mit den Wärmebrücken würde es soweit gehen das es schimmelt?

Nicht wenn du den Keller heizt. Aber du heizt vielleicht nicht alles. Und dann kann es in der Ecke am Boden schon eine kalte Oberfläche geben.

Grüße
Frank

Verfasser:
winni 2
Zeit: 21.01.2019 18:04:04
1
2738672
Hallo Frank,

den Schaumglasschotter nur unter Mauern/Fundamenten finde
ich weniger gut, weil der Beton die Wärme auch sehr "gut" quer
leitet.

Grüsse

winni

Verfasser:
fdl1409
Zeit: 21.01.2019 19:58:04
0
2738745
Stimmt, hast Recht. Muss schon flächig sein.

Grüße
Frank

Verfasser:
K.Roman
Zeit: 21.01.2019 21:52:10
0
2738827
Vielen Dank für eure Antworten!

Könntest Du mal Deine Vergleichsrechnung zum Keller näher
erläutern?


Ich hatte nur die U-Werte ohne die Wärmebrücken verglichen. Deswegen hatte ich keine große Differenz.

Ich habe mich nochmal hingesetzt, habe die Fläche der Wärmebrücke berechnet und komme auf 15qm mit einem U-Wert von 2,0. Wenn ich diese mit in die Wärmeberechnung nehme und vergleiche komme ich auf folgende Werte fürs ganze Haus:

1. 120mm Wand (100m² Uw 0,29) und 120mm Boden(85m² Uw 0,27) mit Wärmebrücken (15m² Uw 2,0):
Max Heizlast:5,25kW
Jahresverbrauch:4327 kWh/a

2. 120mm Wand (100m² Uw 0,29) und 120 Boden und 100mm Schaumglasschotter (100m² Uw 0,22)
Max Heizlast 4,69kW
Jahresverbrauch: 3195 kWh/a

3. 180mm Wand (100m² Uw 0,22) und 120 Boden und 100mm Schaumglasschotter (100m² Uw 0,22)
Max Heizlast 4,43kW
Jahresverbrauch: 2733 kWh/a

Es wurden alle 3 Rechnungen mit 20°C Raumtemperatur und einem Wärmebrückenzuschlag von 0,05 gerechnet.

Mein Fazit bisher: Dämmung unter der Bodenplatte wäre durchaus sinnig auch wenn es sich auf lange Zeit nicht rechnet. (1132kWh/a / COP>5 * 0,35€ = 80€/a = 2400€ in 30 Jahren) Ich werde dem Rohbauer mal den Vorschlag mit dem Schaumglasschotter machen und schauen was es kostet. Die Wand auf 180mm zu dämmen macht m.M. keinen Sinn, da die Einsparung viel zu gering ist und dadurch ja auch der Keller kleiner werden würde.

Habe ich etwas übersehen?

Viele Grüße,
Roman

Verfasser:
fdl1409
Zeit: 22.01.2019 07:45:51
1
2738932
Dein realer, gerechneter WB-Zuschlag sollte deutlich kleiner sein als 0,05, wenn du es richtig machst. Wie hoch ist deine Heizlast mit WB 0,01?
Schau dir doch mal die Software an, die ich gestern genannt habe habe. Ist sehr interessant und lehrreich.
Du hast ja noch Zeit bis zum Baubeginn. Und damit reichlich Gelegenheit, alles zu optimieren.

Der Aufwand für den Schaumglasschotter beschränkt sich ja auf das Material bzw. die Kostendifferenz zu normalem Schotter. Der Aufwand für den Einbau ist etwa gleich.

Das kann sich insofern schneller rechnen als man Einsparungen bei der Heizlast auch in Kostensenkungen an anderer Stelle ummünzen kann. Wenn du es schaffst die Heizlast unter 4,5 kW zu drücken würde ich mit nur einem Solerohr arbeiten. Ein 32er reicht hier schon.
Außerdem bekommst du mit der kleineren Heizlast natürlich etwas bessere Soletemperatur und etwas niedrigere Heizwassertemperaturen.

Auf was beziehen sich deine Zahlen??? Heizlast für das ganze Haus und Wärmebedarf für den Keller?

Grüße
Frank

Verfasser:
fdl1409
Zeit: 22.01.2019 07:59:17
0
2738936
Deine U-Wert-Berechnungen können so alle nicht stimmen.
Mit welchen Wärmeleitfähigkeiten hast du gerechnet? Kompletten Wandaufbau berücksichtigt? Abminderungsfaktor für Bauteile gegen Erdreich?

Grüße
Frank

Verfasser:
Lubilou
Zeit: 22.01.2019 09:24:44
0
2738987
Guten Morgen,

ich möchte natürlich nicht Romans Thread zerstören bzw. bombardieren :-). Aber wir haben das Sockeldetail ähnlich ausgeführt. Seht ihr darin ein Wärmebrücken Risiko beim Übergang von der Kellerdecke in die aufgehende Wand? Bin etwas beunruhigt wenn ich das hier so lese :-(.

Unsere Details:
- 30 cm WU Kellerbodenplatte (keine Dämmung unter der Platte)
- 30cm starke KS Kellerwand (8cm Perimeterdämmung außen [WLG032], auch der Sockelbereich der Kellerbodenplatte wurde gedämmt)
- 25cm Stahlbeton Kellerdecke
- 36,5 Poroton S9 Stein (aufgehende Wand)
- Keller ist unbeheizt



Gruß
Lubi

Verfasser:
fdl1409
Zeit: 22.01.2019 10:47:38
1
2739028
Bei einem unbeheizten Keller ist der Nachteil natürlich nicht so groß. Vor allem wenn der Keller nicht Bestandteil der beheizten Zone ist. Gut ist die Konstruktion deshalb noch immer nicht.

Der Übergang vom Keller auf EG ist bei dir OK weil dort nahtlos die Dämmung unter dem Estrich an die wärmedämmende Außenwand anschließt. Es gibt also keine Wärmebrücke.

Habe mal kurz gegoogelt und Glasschaumschotter als ersten Treffer für 63 Euro pro Kubikmeter gefunden bei einer Abnahmemenge ab 11 Kubikmeter. Da der Einbau gleich ist und normaler Schotter auch Geld kostet finde ich die Kosten nicht gar so schlimm wenn man z.B. 20cm einbaut auf 100m2 Bodenplatte = 20 m³.

Grüße
Frank

Verfasser:
Lubilou
Zeit: 22.01.2019 13:03:10
0
2739131
Zitat von fdl1409 Beitrag anzeigen
Bei einem unbeheizten Keller ist der Nachteil natürlich nicht so groß. Vor allem wenn der Keller nicht Bestandteil der beheizten Zone ist. Gut ist die Konstruktion deshalb noch immer nicht.

Der Übergang vom Keller auf EG ist bei dir OK weil dort nahtlos die Dämmung unter dem Estrich an die wärmedämmende Außenwand anschließt. Es gibt also keine Wärmebrücke.

Danke (Y)

Verfasser:
winni 2
Zeit: 22.01.2019 13:21:36
2
2739143
Aber Deine Estrichdämmung ist hoffentlich einiges dicker, als auf
dem Bild?
Vor allem mit dem höheren anliegenden Temperaturniveau einer
Fussbodenheizung, die Du wahrscheinlich hast?

Grüsse

winni

Verfasser:
Lubilou
Zeit: 22.01.2019 15:36:38
0
2739236
Hi Winni,

ich habe noch einmal im Wärmebrücken-Katalog gestöbert (danke für den Hinweis Frank) und eine etwas bessere Grafik für mein Sockeldetail gefunden. PS Kellerwand KS-R(P) 10 DF 20 2,0 und nicht wie auf dem Bild Stahlbeton.

Der Fussbodenaufbau wird 15 cm betragen. FBH wird natürlich verbaut. Für die Dämmung unterhalb der Kellerdeckenplatte ist bei mir mit 8cm WLG 035 ausgeschrieben.

Sollte ich Alu kaschierte PUR Dämmung im EG unter der FBH verwenden?



Gruß
Lubi

Verfasser:
fdl1409
Zeit: 22.01.2019 15:44:56
1
2739246
Aber ja. Die kostet nicht viel mehr und verbessert den U-Wert erheblich. Jetzt gilt es, das Haus zukunftsfähig zu machen. Später kannst du nichts mehr ändern. Preise googeln.

Grüße
Frank

Verfasser:
winni 2
Zeit: 22.01.2019 16:50:42
0
2739286
Sehe ich auch so, aber da bleibt eine Wärmebrücke
KS-Stein/aufliegende Bodenplatte.
Das sollte wegen der Kellerdeckendämmung unter dem Beton ein
wärmedämmender Kimmstein angeordnet werden, denke ich.
Z.B.:
https://www.ks-original.de/de/ks-plus/produkte/ergaenzungsprodukte/ks-iso-kimmstein
(Einbaulage ist im Bild hier anders, als von mir vorgeschlagen)

Warum wird die Dämmung aufgeteilt?
Man könnte ja auch alles unter dem Estrich machen oder ist das
kein Neubau?

Grüsse

winni

Verfasser:
Lupo1
Zeit: 22.01.2019 19:46:27
0
2739390
Roman,

bitte beachte nochmals winnis Beitrag 2738532 bezüglich Wasser und Glasschaumschotter. In meiner Gegend verfüllen viele den Kelleraushub seitlich mit Kies, dann läuft hier Wasser unter die Bodenplatte und Glasschaumschotter ist dann hier weniger geeignet.
Dann sind XPS oder Glasschaumplatten zu verwenden, mir sind XPS unter der Bodenplatte auch ein etwas suspekt und würde daher Glaschaumplatten verwenden.
Kenne jetzt deren aktuellen Preis nicht, hier ist eine dünne Platte besser als eine Alternative mit Kimmsteinen bei den Innenmauern und am Randbereich der Bodenplatte eine nach unten geführte XPS Platte. Man bekommt mit ersterer Lösung einfach eine homogenere Einheit. Kann aber deine sowie Bedenken sowie der Baufirma wegen XPS schon nach vollziehen. Habe in meinen Elterhaus ein verbauten Problem.

@Lubi
es gbt noch eine Variante jene die Wärmebrücke im Bereich des EG noch verbessert.
Man führt die XPS Platte bis zur ersten Ziegelreihe hoch. Dazu unten bei euch 30cm Ziegel verwenden. Dann kann an eine 6cm Platte hier anbringen und soweit ich informiert bin kann man aus statischen Gründen nicht mehr bei Poroton. Die Platte sollte durchgehend vom Schnittbereich der Betonplatte sowie Ziegel ausgeführt werden. Hier vor allem auf die Verklebung hinten an der Kellerwand und Ziegel achten, aufsteigende Feuchte mittels Kappilarwirkung könnte auftreten.
Ihr müsst oben an der Kellrwand auch 2cm dicke Platten ankleben, wobei mir 8cm XPS mit KS Steinen nicht einschätzen kann. Welchen U-Wert hat diese Wand?

Wolfgang

Verfasser:
Lubilou
Zeit: 22.01.2019 20:37:45
0
2739415
Zitat von winni 2 Beitrag anzeigen
Sehe ich auch so, aber da bleibt eine Wärmebrücke
KS-Stein/aufliegende Bodenplatte.
Das sollte wegen der Kellerdeckendämmung unter dem Beton ein
wärmedämmender Kimmstein angeordnet werden, denke ich.[...]
Winni du meinst den rot markierten Bereich (Bild)
- das mit dem Kimmstein wird schwierig. Keller steht schon :-(.
- wir haben jetzt mit einer Fußbodenaufbauhöhe von 15cm gerechnet bzw. geplant. Natürlich lässt sich das alles noch einmal umplanen. Aber wäre das Wärmebrückentechnisch wirklich so viel besser?


Zitat von Lupo1 Beitrag anzeigen
@Lubi
es gbt noch eine Variante jene die Wärmebrücke im Bereich des EG noch verbessert.
Man führt die XPS Platte bis zur ersten Ziegelreihe hoch. Dazu unten bei euch 30cm Ziegel verwenden. Dann kann an eine 6cm Platte hier anbringen und soweit ich informiert bin kann man aus statischen Gründen nicht mehr bei Poroton[...]
Hallo Wolfgang,

du meinst sicher diese Variante. Das war eigentlich mein Favorit. Allerdings klappt das nun nicht mehr mit der 8cm Dämmung die wir schon an der Kellerwand hoch gezogen haben. Ich hätte dann im Sockelbereich von 8cm (aufgehende Kellerwand) auf 6cm (30er Stein) springen müssen. Was ich nicht wollte.



Gruß
Lubi

Verfasser:
K.Roman
Zeit: 22.01.2019 21:17:15
0
2739433
Hallo Frank,

die Berechnungen war fürs ganze Haus (Nur Heizung).
Ich habe nach deiner Skepsis nochmals geschaut und du hast recht, die Werte stimmen nicht. Bei Ubakus muss man das Erdreich erst einmal konfigurieren sonst nimmt er das Erdreich nicht an. Das habe ich nun gemacht (unter der Annahme y = 0,2 fürs Erdreich). Jetzt komme ich auf folgende Werte:

1. 120mm Wand (100m² Uw 0,22) und 120mm Boden(85m² Uw 0,18) mit Wärmebrücken (15m² Uw 0,43):

Max Heizlast:3,78kW
Jahresverbrauch:1610 kWh/a

2. 120mm Wand (100m² Uw 0,22) und 120 Boden und 100mm Schaumglasschotter (100m² Uw 0,15)

Max Heizlast 3,65kW
Jahresverbrauch: 1411 kWh/a

3. 180mm Wand (100m² Uw 0,17) und 120 Boden und 100mm Schaumglasschotter (100m² Uw 0,15)

Max Heizlast 3,55W
Jahresverbrauch: 1262 kWh/a


Der Verbrauch kommt mir nun aber sehr wenig vor und die Unterschiede zwischen den Varianten ist ja nur noch marginal, da brächte ich über die BP-Dämmung gar nicht mehr nachdenken und einfach den ganzen Keller Heizen damit ich keinen schimmel bekomme.... Oder habe ich nun den nächsten Fehler drin? :-)

Die Heizung nur mit einem Rohr auslegen wäre eine feine Sache, da die Verteiler weg fallen würden. Aber ein zweites Rohr als Reserve wäre auch nicht schlecht. Evtl 2 reinlegen und nur 1 anschließen?

Viele Grüße,
Roman

Verfasser:
fdl1409
Zeit: 23.01.2019 07:46:09
0
2739537
Die Jahresverbräuche sind mit Sicherheit unsinnig.

Deine Berechnung enthält noch Fehler.
Bei erdberührten Teilen musst du einen Abminderungsfaktor einsetzen. Oberste Geschossdecke zum Dachboden auch.
Für die WB entweder pauschal 0,05 oder alle WB berechnen. Weise nochmals auf genanntes Programm hin. Du kannst auch eine WB-Berechnung von einem Profi durchführen lassen.
Es lohnt sich, das anzuschauen. Du kannst daraus lernen und hier und da auch optimieren. Nicht nur die eine Wärmebrücke anschauen, sondern alle.

Für die Lüftung arbeitet man für die Heizlast mit einem Luftwechsel von 0,25. Das ist ein fester Wert, der keinen Raum für Interpretation lässt. Eine Rückgewinnung von 0,95 ist aber viel zu hoch angesetzt, auch wenn das Gerät so angegeben ist. Würde da mit einem Wert von 80% WRG arbeiten. Du hast schließlich auch Fugenverluste, und wenn jemand die Haustür öffnet sind da fix mal 30 Kubikmeter raus ohne WRG.

Ein Rohr reicht. Wenn du es nicht mit dem Bagger kaputt machst brauchst du keine Reserve. Drucktest nach der Verlegung machen. Hält 100+ Jahre.

Grüße
Frank

Aktuelle Forenbeiträge
Chris_XXX schrieb: Hallo, letzendlich habe ich es nun etwas anders gemacht. Ich habe die Heiztakte mit Hilfe der Nachtabsenkung in den Tag hinein verlegt. Ab 9 Uhr darf die Heizung los rattern. Bei der aktuellen Wetterlage...
W. Fischer schrieb: Das er bei 15 Grad Außentemperatur taktet ist ok und nicht zu vermeiden Da komme ich auch mit max. 3 Starts täglich hin. Nutze auch wie Günter das 2. Programm, welches ich meinen Bedürfnissen angepaßt...
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Planung Ringgrabenkollektor für EFH in Mittelfranken
Verfasser:
fdl1409
Zeit: 23.01.2019 07:46:09
0
2739537
Die Jahresverbräuche sind mit Sicherheit unsinnig.

Deine Berechnung enthält noch Fehler.
Bei erdberührten Teilen musst du einen Abminderungsfaktor einsetzen. Oberste Geschossdecke zum Dachboden auch.
Für die WB entweder pauschal 0,05 oder alle WB berechnen. Weise nochmals auf genanntes Programm hin. Du kannst auch eine WB-Berechnung von einem Profi durchführen lassen.
Es lohnt sich, das anzuschauen. Du kannst daraus lernen und hier und da auch optimieren. Nicht nur die eine Wärmebrücke anschauen, sondern alle.

Für die Lüftung arbeitet man für die Heizlast mit einem Luftwechsel von 0,25. Das ist ein fester Wert, der keinen Raum für Interpretation lässt. Eine Rückgewinnung von 0,95 ist aber viel zu hoch angesetzt, auch wenn das Gerät so angegeben ist. Würde da mit einem Wert von 80% WRG arbeiten. Du hast schließlich auch Fugenverluste, und wenn jemand die Haustür öffnet sind da fix mal 30 Kubikmeter raus ohne WRG.

Ein Rohr reicht. Wenn du es nicht mit dem Bagger kaputt machst brauchst du keine Reserve. Drucktest nach der Verlegung machen. Hält 100+ Jahre.

Grüße
Frank
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