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RGK Planung in Südhessen
Verfasser:
actionhero
Zeit: 31.01.2019 12:35:25
0
2743997
Sodele, dann werde ich jetzt mal aktiv. Gerne möchte ich mit euch unseren RGK planen.

Grundlegendes:
Wir planen ein freistehendes EFH in Lampertheim (nähe Mannheim). Das EFH wird ohne Keller gebaut und kommt auf eine Wohnfläche von ca. 200 m² (zwei Vollgeschosse). Der umbaute Raum entspricht ca. 993m³. Das Dach ist kalt. Das Grundstück hat ca. 800m². Der Boden sollte ehr Lehmig sein (war mal Acker).
Gebaut wird nach EnEV. Massiv, KS. Dreifach verglast. FBH. Das WDV System wird auf unseren Wunsch in der Dämmstärke von 120 mm auf 160 mm WLG 0,35 erhöht. Die Bodenplatte ist gedämmt. Ein Kaminofen fürs Feeling ist eingeplant.

Wir sind zur Zeit drei Personen (zwei Frauen). Das Haus ist auf vier Personen ausgelegt.

Eine Heizlastberechnung habe ich noch nicht. Ich gehe mal von ca. 6 kW aus (kommt das hin?)

Zum RGK benötige ich jetzt eure Hilfe. Da wir den Graben im März / April anlegen müssen, würde ich aufgrund der besseren Handhabung gerne mit 32mm arbeiten. Machen 3 Rohre Sinn oder reichen 2 locker aus?

Wie würdet ihr den Graben anlegen? Ich habe mich im Trenchplaner mal probiert, mir fehlt aber noch etwas bis zur angestrebten Heizleistung. Der Graben soll ausschließlich im Garten verlaufen. Vor dem Haus bekomme ich Probleme mit Zu- und Ableitungen. Im Hinteren Teil des Gartens sind „größere Bäume“ geplant.
Folgend der Link: https://grabenkollektor.waermepumpen-verbrauchsdatenbank.de/trenchplanner.html?id=N2tZmZmb8YA90aW7ntbz

Ein Teil des Regenwassers würde ich gerne im Graben versickern lassen. Das muss ich mit der unteren Wasserbehörde absprechen.


Themen wie Heizung, Warmwasser, Innenraumdämmung, Räume mit unterschiedlichen Temperaturen stelle ich mal hintenan :-)


Vielen Dank für eure Unterstützung. Fragen beantworte ich zeitnah.

Verfasser:
winni 2
Zeit: 31.01.2019 13:08:17
1
2744005
Hi,

schön das Du den Ringgraben gefunden hast.

Du kannst den Kollektor auch mit Bäumen bepflanzen.
Hier mal um zu zeigen welche Leistung ohne größere Klimmzüge
machbar ist:
https://grabenkollektor.waermepumpen-verbrauchsdatenbank.de/trenchplanner.html?id=VMUA89kEKQRV1MMQcMPm
(Wenn der Boden lehmiger ist, wäre es einiges mehr Leistung)

Mit 160 mm 035er Dämmung werdet Ihre einen U-Wert von ca. 0,2 haben.
So richtig gut ist das nicht.
Ihr könntet zumindest 032er Dämmung nehmen, was kaum mehr kosten
sollte. U-Wert dann ca. 0,186.
Du könntest hier auch mal die anderen Bauteile vorstellen, weil ein
Standard-WDVS mit 120 mm Dämmstärke lässt mich da nichts gutes
erwarten..

Wird es eine Lüftung mit Wärmerückgewinnung geben?
Wenn nicht werden die 6000 Watt Heizleistung vermutlich nicht
reichen.

Hast Du ein EnEV-Ausweis für das Haus?
Dort findest Du die npotwendigen Werte für die Heizlastabschätzung
des Grabenplaners.

Grüsse

winni

Verfasser:
actionhero
Zeit: 31.01.2019 13:37:24
0
2744016
Zitat von winni 2 Beitrag anzeigen

Du kannst den Kollektor auch mit Bäumen bepflanzen.

Also, Bäume über dem Graben machen keine Probleme? Kommen die Wurzeln denn nicht so tief? Oder machen die dem Rohr keine Probleme?

Zitat von winni 2 Beitrag anzeigen

Hier mal um zu zeigen welche Leistung ohne größere Klimmzüge
machbar ist:
https://grabenkollektor.waermepumpen-verbrauchsdatenbank.de/trenchplanner.html?id=VMUA89kEKQRV1MMQcMPm

Grenzabstand 1m reicht?

Zitat von winni 2 Beitrag anzeigen

Mit 160 mm 035er Dämmung werdet Ihre einen U-Wert von ca. 0,2 haben.
So richtig gut ist das nicht.
Ihr könntet zumindest 032er Dämmung nehmen, was kaum mehr kosten
sollte. U-Wert dann ca. 0,186.
Du könntest hier auch mal die anderen Bauteile vorstellen, weil ein
Standard-WDVS mit 120 mm Dämmstärke lässt mich da nichts gutes
erwarten..

032er und genauer Wandaufbau habe ich angefragt.

Zitat von winni 2 Beitrag anzeigen

Wird es eine Lüftung mit Wärmerückgewinnung geben?

Ist dezentral mit WRG in den Kinderzimmer und im Schlafzimmer geplant. Ggf. noch Küche / Wohn- / Essbereich.

Zitat von winni 2 Beitrag anzeigen

Hast Du ein EnEV-Ausweis für das Haus?

Kommt noch.

Verfasser:
winni 2
Zeit: 31.01.2019 13:46:17
1
2744019
Ja, Bäume sind kein Problem.
Was wir für den Kollektor verlegen, sind ja eigentlich Wasserleitungen
wo man bei der Verlegung auch keine Rücksicht auf spätere Bepflanzung
nimmt.

Ja, 1 Meter reicht.

Dämmung spielt nicht nur bei der Wand eine Rolle, sondern auch bei der
Bodenplatte und dem Dach.
Auch solltest Du Dich mit Wärmebrücken beschäftigen. Besonders KS-
Mauerwerk ist da kritisch, wenn es keine Dämmung unter der Boden-
platte geben wird.

Dezentral ist besser als nichts, aber in vielen Räumen ausgeführt wird das
auch nicht billig.
Vielleicht mal eine zentrale Lüftung zum Vergleich anbieten lassen?
Dezentral in Schlafräumen kann auch Geräuschproblem geben.

Grüsse

winni

Verfasser: DV-Gergen
Beitrag entfernt. Grund: Werbung (siehe Forumsregeln)
Verfasser: winni 2
Beitrag entfernt. Grund: Bezug auf gelöschten Beitrag
Verfasser:
actionhero
Zeit: 01.02.2019 09:45:19
0
2744430
Moin!
1. danke für die Werbung: Kein Bedarf!

Zitat von winni 2 Beitrag anzeigen
Dämmung spielt nicht nur bei der Wand eine Rolle, sondern auch bei der
Bodenplatte und dem Dach.
Auch solltest Du Dich mit Wärmebrücken beschäftigen. Besonders KS-
Mauerwerk ist da kritisch, wenn es keine Dämmung unter der Boden-
platte geben wird.

Grundsätzlich zur Dämmung: Wir haben uns bewusst für EnEV entschieden. Wir wollen kein Passivhaus oder KFW40. Wir streben ein vernünftig gedämmtes EnEV haus an.
Klar steigt dadurch die Heizlast. Aber durch exzessives Dämmen erkaufe ich mir sehr teuer wenige W (meine persönliche Meinung). Kosten / Nutzen muss am Ende stimmen. Wenn ich durch Mehrkosten von 2000-3000 Euro viel erreichen kann, bin ich natürlich dabei und für jeden Tipp dankbar. Deswegen bin ich ja hier :-)
Von 120mm auf 160mm kostet mich ca. 2500 Euro. Da denke ich nicht lange nach. Wenn ich jetzt für einen besseren WLG nochmals 700 Euro drauflege, passt das für mich auch).

Folgend der Wandaufbau:
- Gips-Innenputz ca. 1,0 cm
- KS-Wand 17,5 cm
- Dämmung 16 cm (Polystyrol, aktuell WLG 035)
- Spachtelung mit Panzergewebe ca. 0,5 cm
- Außenputz mit 3,0mm Körnung ca. 0,3 cm
Gesamtstärke Außenwand ca. 35,3 cm

Die Bodenplatte ist ebenfalls gedämmt. Wie genau, bekomme ich noch raus.

Die letzte Decke wird mit GK / Polystyrol und Dämmwolle zwischen den Balken gedämmt. Im "Standard" kommen dann auf den Dachboden OSB Platten. Ich habe mir schon überlegt, unter den OSB Platten eine zweite Schicht Polystyrol oder Glasschaum zu verlegen. Kann man ja auch gut im Nachgang machen.

Zitat von winni 2 Beitrag anzeigen
Dezentral ist besser als nichts, aber in vielen Räumen ausgeführt wird das
auch nicht billig.
Vielleicht mal eine zentrale Lüftung zum Vergleich anbieten lassen?
Dezentral in Schlafräumen kann auch Geräuschproblem geben.

Die Kosten bei der Dezentralen habe ich inzwischen auch im Auge. Da sind wir schnell bei 3500. Vermutlich bekomme ich für wenige hundert Euro mehr auch ein zentrales System. Jedoch haben wir etwas Platzprobleme und ein mögliches Hygienethema im Hinterkopf (ob berechtigt oder nicht, weiß ich nicht).

Verfasser:
winni 2
Zeit: 01.02.2019 10:41:37
1
2744463
Das ist so eine Frage, was ist "vernünftig" gedämmt?

Ökologisch gesehen, sicher das Passivhaus.

Finanziell, schwierig, weil da wären ein Haufen möglicher
Förderungen, auch je nach Bundesland, einzubeziehen,
aber politisch geht es Richtung weniger CO2 und da
baust Du mit ENEV-Standard heute was am unteren
Ende, was sich bei einem evtl. Verkauf später auswirken
könnte.
Dein Haus, Deine Entscheidungen, ich würde min. auf
KfW55 gehen.

Dein Deckenaufbau klingt wild. :-)
Polystyrol würde ich wegen der Plattenstarre da nicht einbauen,
sondern die ganze Dämmung in billigerer Mineralwolle.

Glasschaum aussen eher überhaupt nicht, weil zu dampfdicht,
aber vielleicht meinst Du ja eigentlich Glaswolle?

OSB-Platten würde ich auf dem unbeheizten Dachboden nicht
auslegen, weil relativ dampfdicht. Lieber billige Rauspunddielen,
die mit ihren vielen Metern Fugen relativ diffusionsoffen sind.
Wenn OSB, sollte das mit Dachbodenluft unterlüftet sein.

Grüsse

winni

Verfasser:
dyarne
Zeit: 01.02.2019 12:16:17
2
2744548
winni, zum wiederholten male respekt für deine ganzheitlichen beratungen...
Zitat von winni 2 Beitrag anzeigen
Das ist so eine Frage, was ist "vernünftig" gedämmt?

Ökologisch gesehen, sicher das Passivhaus...

ENEV-mindeststandards -> der eigene neubau ist bereits vor baubeginn im rückspiegel...

niedrigstenergiehaus -> zukunftssicher...

nicht vergessen:
heizen ist das permanente beheben eines baulichen mangels...

Verfasser:
actionhero
Zeit: 01.02.2019 13:16:54
0
2744584
Zitat von winni 2 Beitrag anzeigen
[...] und da baust Du mit ENEV-Standard heute was am unteren
Ende, was sich bei einem evtl. Verkauf später auswirken
könnte.
Dein Haus, Deine Entscheidungen, ich würde min. auf
KfW55 gehen.

Naja, ich baue ja nicht um zu verkaufen. Das Ziel ist klar. Sofern kostentechnisch möglich so nah wie möglich an KfW 55.

An der Außenwand haben wir ja schon etwas gemacht. Einen besseren WLR bekommen wir sicher auch noch hin.

Die Bodenplatte habe ich gerade angefragt.

Das Dach kann man nachträglich noch optimieren - wie auch immer.

Zitat von winni 2 Beitrag anzeigen
Dein Deckenaufbau klingt wild. :-)
Polystyrol würde ich wegen der Plattenstarre da nicht einbauen,
sondern die ganze Dämmung in billigerer Mineralwolle.

Naja, ist von mir vielleicht "wild" formuliert. Bitte seht es mir nach, das ist meine Hausbaupremiere.
Wie gesagt, zwischen den Balken ist Mineralwolle, diese liegt auf einem GK Polystyrol Verbund. Ist der Standard vom GU.

Zitat von winni 2 Beitrag anzeigen
Glasschaum aussen eher überhaupt nicht, weil zu dampfdicht,
aber vielleicht meinst Du ja eigentlich Glaswolle?

OSB-Platten würde ich auf dem unbeheizten Dachboden nicht
auslegen, weil relativ dampfdicht. Lieber billige Rauspunddielen,
die mit ihren vielen Metern Fugen relativ diffusionsoffen sind.
Wenn OSB, sollte das mit Dachbodenluft unterlüftet sein.

Kapiert. Auf Dampfdurchlässigkeit achten. Wie würde die die OSB belüftet bekommen?

Bzgl. der Dämmung halte ich euch auf dem Laufenden. Optimierungsvorschläge sind immer willkommen.

Zum RGK: Wir gehen also bei der Dämmung von annähernd KfW 55 aus. Kommen wir dann mit einer Heizleistung von ca. 6000 - 7000 Watt hin? Ach ja, die Heizung soll auch 200l WW bereitstellen. Sollte man das hier beachten? ;-)

Also orientiert an winnis Vorschlag: https://grabenkollektor.waermepumpen-verbrauchsdatenbank.de/trenchplanner.html?id=2dthy7yKatCkeD8dXZE2

Machen drei Rohre Sinn?
Wie tief sollen wir gehen? Auch im Hinblick, dass wir ggf. im Sommer kühlen wollen.
Wie gestaltet sich der Hauseingang? Über die Bodenplatte? Oder Wand? - Wie gesagt, kein Keller.

Verfasser:
winni 2
Zeit: 01.02.2019 14:27:26
0
2744644
Ich würde die oberste Geschossdecke gleich sehr gut dämmen.
Sehr gute Dämmung ist bei keinem anderen Bauteil so preiswert
zu bekommen und der Hitzeschutz gewinnt auch.

Wenn das vom Unternehmer zu teuer ist, könntest Du vielleicht
die OSB-Platte aus dem Auftrag nehmen, Balken quer aufdoppeln,
Extra Dämmwolle verlegen und dann mit Rausspund abdecken.

OSB sollte so ca. 3 - 4 cm Abstand zur Dämmwolle haben und
zu Wänden, etc. ebenfalls.
Bei Rauspund nach meiner Erfahrung nicht notwendig.

Für die Heizlast könntest Du mal noch die äussere Umfassungs-
fläche des Baukörpers, ohne Dachüberstände, mitteilen und
die gewünschte durchschnittliche Raumtemperatur.
Dann könnte man mit der Heizlastabschätzung des Graben-
planers sehen mit welchem H,t sich welche Heizlast ergibt.

Bei Deinem Grabenplan liegen H. und D. zu nahe beieinander
und H. würde ich in gleicher Breite wie den Slinkyrest ausführen.

Das dritte Rohr macht nur Sinn, wenn die Wärmepumpe über
7 kW Leistung haben sollte und nicht modulieren kann.

Grüsse

winni

(Danke dyarne..:-)

Verfasser:
actionhero
Zeit: 01.02.2019 15:43:48
0
2744680
Zitat von winni 2 Beitrag anzeigen
Wenn das vom Unternehmer zu teuer ist, könntest Du vielleicht
die OSB-Platte aus dem Auftrag nehmen, Balken quer aufdoppeln,
Extra Dämmwolle verlegen und dann mit Rausspund abdecken.

Okay, das bekomm ich auch noch hin. Also: Auf die vorhandenen Balken, quer wieder n Balken und zwischen diese dann erneut Dämmwolle und OSB mit Abstand oder Rauspund.
Was nehm ich denn da für ne Dämmwolle?

Zitat von winni 2 Beitrag anzeigen
Für die Heizlast könntest Du mal noch die äussere Umfassungsfläche des Baukörpers, ohne Dachüberstände, mitteilen und
die gewünschte durchschnittliche Raumtemperatur.

Mach ich am Wochenende. Nur zum Verständnis: "Aussere Umfassungsfläche" = Außenwand von Bodenplatte bis Dach + Dach ohne Überstand. (-Fenster? / +Bodenplatte)

Zitat von winni 2 Beitrag anzeigen

Bei Deinem Grabenplan liegen H. und D. zu nahe beieinander
und H. würde ich in gleicher Breite wie den Slinkyrest ausführen.

Das dritte Rohr macht nur Sinn, wenn die Wärmepumpe über
7 kW Leistung haben sollte und nicht modulieren kann.

Ehr so: https://grabenkollektor.waermepumpen-verbrauchsdatenbank.de/trenchplanner.html?id=wgmJwXlSPiK0TwNNUUQm

Ich würde gerne unter 7 kW kommen. Also ehr zwei Rohre.
Zum Nachbarn würde ich gerne 2m Abstand lassen. Auch zur Garage etwas mehr. Da ist noch Baufenster, das kann man evtl. irgendwann mal gebrauchen.

Verfasser:
winni 2
Zeit: 01.02.2019 16:12:33
1
2744690
Glaswolle 035er ist am preiswertesten.

Fensterfläche bleibt drin, einfach die Aussenflächen ohne Dachüberstand.

Dein Grabenplan hat noch Reserven, weil man könnte noch alles auf
1,7 Meter Tiefe legen und F. bis zur Terrasse verlängern dann wäre der
Graben für ca. 7 kW Heizlast gut, aber ich würde eher maximal 6 kW
Heizlast anstreben...

Die tatsächliche notwendige Heizarbeit sinkt übrigens stärker,
als es der kleine Unterschied von z.B. 6 nach 7 kW Heizlast suggeriert.
Weil jedes Haus hat einen Sockel von Wärmegewinnen aus internen
und solaren Wärmegewinnen, der nicht vom Wärmeerzeuger erbracht
werden muss.
Ziehen wir dafür mal 2 kW ab, so macht der Unterschied statt 16 %
von 6 auf 7 kW, tatsächlich den Sprung von 4 auf 5 kW, was schon
25 % mehr Heizarbeit ist...
Wie gross die Unterschiede berechneter zu tatsächlicher Heizlast ist,
zeigen dyarnes Daten:
https://www.haustechnikdialog.de/Forum/t/199288/Auslegung-wieviele-kW-braucht-die-WP
(Das ist auch wichtig für die Wahl der Wärmepumpe, nicht aber für die
Grabenplanung. Die baut auf der rechnerischen Heizlast auf)

Wie stark sich das tatsächlich auswirkt, sieht man beim Passivhaus
das in Deiner Hausgrösse vielleicht konventionell berechnet eine
Heizlast von 4 kW hätte, tatsächlich aber eine Heizlast von um die
2 kW hat und damit ca. 3000 kWh Heizwärmebedarf im Jahr oder
weniger...

Grüsse

winni

Verfasser:
actionhero
Zeit: 02.02.2019 13:25:42
0
2745070
Sodele, äussere Umfassungsfläche: ca. 452,6 m2 (ggf. zzgl. Bodenplatte ca. 95 m2).

Beim Thema Raumtemperatur sind wir ja auch direkt beim Thema ERR.
Das ERR für die WP nicht unbedingt der Hit ist, habe ich inzwischen verstanden. Grundsätzlich würden wir im gesamten Haus ca. 22 Grad anstreben.
Nur möchten wir nachts nicht bei 22 Grad im Schlafzimmer bzw. die Kinder in den Kinderzimmern schlafen.
Auch muss der Abstellraum mit ca. 15 m2 nicht auf 22 Grad aufgeheizt werden. Den Abstellraum würde ich gar nicht aktiv beheizen wollen. Ggf. sogar dämmen. Das ist aber zweitrangig. Wichtiger ist das Thema 22 Grad != optimale Schlaftemperatur.

Ringgraben auf 1,7m und näher an der Terrasse:
https://grabenkollektor.waermepumpen-verbrauchsdatenbank.de/trenchplanner.html?id=6SxDfmG1cp5NjCThX6XM

Verfasser:
winni 2
Zeit: 02.02.2019 14:16:35
1
2745084
Okay, die Bodenplatte gehört zu der äusseren Umfassungsfläche.

Wenn ich da mal H,t 0.3 wähle, was ein trauriger mittlerer Dämmwert
wäre, ergibt sich mit dezentraler Lüftung die Heizlast 7076 Watt in
der Heizlastabschätzung des Trenchplaners.
Der Graben könnte dann z.B. so aussehen:
https://grabenkollektor.waermepumpen-verbrauchsdatenbank.de/trenchplanner.html?id=ybvc4yE23OmmlmVurkjU

Ich würde maximal H,t 0.25, mit zentraler Lüftung, bauen und das
wäre dann Heizlast 5491 Watt und z.B. der Graben würde reichen:
https://grabenkollektor.waermepumpen-verbrauchsdatenbank.de/trenchplanner.html?id=A1jPOBVLeY0hWrJ7fAvm

Ich finde es okay, wenn man in die Schlafräume Einzelraumthermostate
baut, aber man sollte sich in einem gut gedämmten Gebäude nicht
davon versprechen, das man mal so eben die Raumtemperatur damit
runterregeln könnte. So ein Bau ist sehr träge.
Will man den Abstellraum dauerhaft kühler fahren, sollte der tatsächlich
eine gewisse Dämmung haben, weil er sich sonst von den Heizflächen
der anliegenden Räume bedient.

Grüsse

winni

Verfasser:
winni 2
Zeit: 02.02.2019 15:49:16
1
2745113
Wenn Du die zentrale Lüftung wählst, Wände mit dem 032er Material
16 cm dämmst, Bodenplatte auf U-Wert 0,15, Dach auf U-Wert 0,1 und
Fenster-U-Wert 0,8 haben solltest und auf wärmebrückenarmes Bauen
geachtet wird, hätte ich noch diese schlanke Variante für H,t ca. 0.21:
https://grabenkollektor.waermepumpen-verbrauchsdatenbank.de/trenchplanner.html?id=l0jVO9xUamlMvYZhozRe
(Dabei habe ich angenommen, das Du 37.6 m2 Fensterfläche hast)

Damit wärest Du nahe dran am Passivhaus, bei Mehrkosten von
um die 10000,-- mit zentraler Lüftung, statt dezentral, denke ich.
Ohne Fenster, wo es bei einem evtl. Mehrpreis darauf ankäme, was
da bisher vorgesehen ist.

Grüsse

winni

Verfasser:
Taunusheizer
Zeit: 02.02.2019 17:25:02
0
2745147
Zitat von actionhero Beitrag anzeigen
Auch muss der Abstellraum mit ca. 15 m2 nicht auf 22 Grad aufgeheizt werden.Den Abstellraum würde ich gar nicht aktiv beheizen wollen.[...]

Du wolltest im Sommer über die FBH kühlen, was Sinn macht und nicht viel kostet. PV?
Dann würde ich im Abstellraum den Kreis nicht weglassen. Du kannst ihn in der Heizsaison abdrehen
Habe in meinem 1990 Haus mit FBH eine LWWP mit der ich im Sommer durch ein paar Stunden kühlen bei 19-20°C VL erfolgreich die Temperaturen sehr angenehm halten konnte. Der Abstellraum ohne FBH, mit meinen Obst/Kartoffelvorräten, war dann der wärmste Raum im Haus.

Verfasser:
actionhero
Zeit: 02.02.2019 17:45:43
0
2745154
Also, bei der Außenwand bekomme ich für n paar Euro mehr WLG 032, da sind wir dann bei einem U-Wert von ca. 0,185.

Fenster sollten bei U 0,81 liegen. Fensterfläche grob 38,6 m2 (gut geschätzt winni ;-)

Haustür liegt bei U 0,8.

Den Aufbau des Dachbodens / letzte Geschossdecke lasse ich mir nochmals genau erklären. In der Leistungsbeschreibung steht etwas von "Haller". Ich vermute mal: http://hallerdach.de/hallerdecke/hallerdecke-deko-daemm/
Zwischen den Balken dann noch Dämmwolle vom GU. Ich würde nochmals extra was drauflegen.

Die Bodenplatte ist ebenfalls gedämmt. Wie kann ich zZ noch nicht sagen.

Vorerst würde ich von einer dezentralen Lüftung ausgehen.


Wir können die Planung vorerst gerne auch pausieren, bis ich genauere Daten und mit meinem GU gesprochen habe. H,t 0.25 sollte das Ziel sein. Habe ich inzwischen auch kapiert.


Zitat:
Der Abstellraum ohne FBH, mit meinen Obst/Kartoffelvorräten, war dann der wärmste Raum im Haus.

Genau wie du es beschrieben hast, ist es geplant. FBH kommt rein. Wird aber im Winter nicht beheizt. Im Sommer dann ggf gekühlt.

Verfasser:
winni 2
Zeit: 02.02.2019 17:58:56
0
2745159
Schön. :-)

Ja, kläre mal noch mehr Details und dann könnten wir weiter sehen.

Den noch mit auf den Weg für H,t 0.25 und dezentrale Lüftung:
https://grabenkollektor.waermepumpen-verbrauchsdatenbank.de/trenchplanner.html?id=TtOGGZqrhWuTndqVsIIK

Grüsse und ein schönes Wochenende

winni

Verfasser:
actionhero
Zeit: 04.02.2019 10:00:24
0
2745891
Danke winni, der Graben sieht ja schon gut umsetzbar aus.


Wenn wir die Grabenplanung zur Zeit pausieren, können wir uns evtl. mit der Wärmepumpe befassen.

Ich habe einen örtlichen Heizi, der sich auf Erdwärme spezialisiert hat und mich bei meinem RGK unterstützt.
Dieser Heizi ist auch Generalimporteur eines Wärmepumpenherstellers aus Spanien. Der Heizi macht einen sehr kompetenten eindruck und schwärmt von diesen Geräten. Der Hersteller ist jedoch sehr klein und unbekannt. Mir stellt sich jetzt die Frage ob man das "Risiko" eingehen und eine Wärmepumpe von diesem Hersteller "Clausius" das Modell HC 3-15 in der Elite Version einbauen kann.



Hier ein Link zum Produkt: https://www.clausius-wärmepumpen.de/elite/
Im verlinkten "technischen Handbuch" auf der Seite gibts auch n paar Zahlen.

Der Heizi würde mir auch eine Nibe einbauen. Grundsätzlich bin ich da offen und würde, wenn die Technik stimmt auch die "Clausius" verbauen lassen.
Gewährleistung, Wartung und Service mal nicht beachtet.

Verfasser:
winni 2
Zeit: 04.02.2019 10:47:31
0
2745922
Ich weiss nichts weiter über das Gerät, aber die Werte lesen sich
gut, ohne das ich jetzt ins Handbuch geschaut habe.

Allerdings finde ich das Gerät zu leistungstark und die untere
Modulationsgrenze 3 kW für Dein Haus nicht passend. Damit
wird das Gerät über weite Teile der Heizperiode nicht modulieren
können und ins Takten kommen.
Auch müsste dafür im Kollektor mehr Rohrquerschnitt verlegt
werden. Man könnte 2 mal 300 Meter 40er Rohr nehmen.

Ich finde die Nibe F 1255 passender. Untere Modulationsgrenze
ca. 1,5 kW und die lässt sich auf 7,5 kW Leistung freischalten,
falls der Heizi Leistungsangst hat... Notwendig wird das nicht
sein.
Evtl. in der PC-Ausführung für die passive Kühlung.

Grüsse

winni

Verfasser:
DV-Gergen
Zeit: 04.02.2019 10:53:12
0
2745924
wie siehts mit de bafa-Förderung aus?
Kurt

Verfasser:
mdonau
Zeit: 04.02.2019 11:01:45
0
2745928
ach Kurt...die BAFA Liste mit förderfähigen
WP ist öffentlich zugänglich, es hindert dich niemand daran deinen Wissensdurst zu stillen....

Verfasser:
winni 2
Zeit: 04.02.2019 11:44:26
0
2745947
Die finden sich in der BAFA-Liste unter "CO2 Green S.L."

Beim Lesen des COP,s hatte ich Tomaten auf den Augen und
dachte der wäre 4,81.
Ist aber 4,61, was nicht ganz auf der Höhe der Zeit ist.

Grüsse

winni

Verfasser:
actionhero
Zeit: 04.02.2019 12:59:20
0
2745993
Zitat von winni 2 Beitrag anzeigen
Allerdings finde ich das Gerät zu leistungstark und die untere
Modulationsgrenze 3 kW für Dein Haus nicht passend. Damit
wird das Gerät über weite Teile der Heizperiode nicht modulieren
können und ins Takten kommen.
Auch müsste dafür im Kollektor mehr Rohrquerschnitt verlegt
werden. Man könnte 2 mal 300 Meter 40er Rohr nehmen.

Den ersten Teil deiner Aussage habe ich verstanden :-)
Wie erkennst du, dass der Rohrquerschnitt größer sein muss?
Das 40er Rohr bekommen wir im März vermutlich nicht verlegt.

Zitat von winni 2 Beitrag anzeigen
Ich finde die Nibe F 1255 passender. Untere Modulationsgrenze
ca. 1,5 kW und die lässt sich auf 7,5 kW Leistung freischalten,
falls der Heizi Leistungsangst hat... Notwendig wird das nicht
sein.
Evtl. in der PC-Ausführung für die passive Kühlung.

Unterm Strich also ehr die kleinste Nibe.

Weil (für mich zum Verständnis): Die kleine Nibe kann ihre "Power" bis zu 1,5 kW modulieren (herunterregeln des Verdichters?) und muss sich nicht heruntertakten (abschalten).
Das größere Clausius Gerät müsste sich bei geringem Heizbedarf heruntertakten. Takten = nicht gut für die WP.

Sollte es Richtung Nibe gehen, bleiben mir ja noch die Optionen Novelan und AIT. Wenn mir Bedienkomfort egal ist, sollte ich mit den günstigeren Geräten Novelan / AIT doch die gleiche Technik wie in der Nibe bekommen. Oder?


Zitat von mdonau Beitrag anzeigen
ach Kurt...die BAFA Liste mit förderfähigen
WP ist öffentlich zugänglich, es hindert dich niemand daran deinen Wissensdurst zu stillen....

Danke! :-)

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RGK Planung in Südhessen
Verfasser:
actionhero
Zeit: 04.02.2019 12:59:20
0
2745993
Zitat:
...
Allerdings finde ich das Gerät zu leistungstark und die untere
Modulationsgrenze 3 kW für Dein Haus nicht passend. Damit
wird das Gerät über weite Teile der Heizperiode nicht modulieren
können und ins Takten kommen.
Auch müsste dafür im Kollektor mehr Rohrquerschnitt verlegt
werden. Man könnte 2 mal 300 Meter 40er Rohr nehmen.

Den ersten Teil deiner Aussage habe ich verstanden :-)
Wie erkennst du, dass der Rohrquerschnitt größer sein muss?
Das 40er Rohr bekommen wir im März vermutlich nicht verlegt.

Zitat:
...
Ich finde die Nibe F 1255 passender. Untere Modulationsgrenze
ca. 1,5 kW und die lässt sich auf 7,5 kW Leistung freischalten,
falls der Heizi Leistungsangst hat... Notwendig wird das nicht
sein.
Evtl. in der PC-Ausführung für die passive Kühlung.

Unterm Strich also ehr die kleinste Nibe.

Weil (für mich zum Verständnis): Die kleine Nibe kann ihre "Power" bis zu 1,5 kW modulieren (herunterregeln des Verdichters?) und muss sich nicht heruntertakten (abschalten).
Das größere Clausius Gerät müsste sich bei geringem Heizbedarf heruntertakten. Takten = nicht gut für die WP.

Sollte es Richtung Nibe gehen, bleiben mir ja noch die Optionen Novelan und AIT. Wenn mir Bedienkomfort egal ist, sollte ich mit den günstigeren Geräten Novelan / AIT doch die gleiche Technik wie in der Nibe bekommen. Oder?


Zitat:
...
ach Kurt...die BAFA Liste mit förderfähigen
WP ist öffentlich zugänglich, es hindert dich niemand daran deinen Wissensdurst zu stillen....
Danke! :-)
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