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Heizungsanlage 17kw für 350qm
Verfasser:
Lars7
Zeit: 05.02.2019 19:55:49
0
2746668
Hallo,
ich habe ein Haus gekauft in dem ich 3
Mietwohnungen anbieten möchte.
Insgesamt handelt es sich um 350qm.
Es ist bereits eine Brötje Ölheizung
installiert. Ich war erst zu doof das Typenschild
zu finden, jetzt steht fest, die Anlage hat nur
17kw. Bisher wurde damit wohl nur ein Teil
des Hauses beheizt und der Rest mit einem
Holzofen. Jetzt hängt schon quasi das ganze
Haus an der Anlage.
Insgesamt 3 Heizkreise mit Wärmemengenzählern.
Das WW ist mit 150l auf jeden Fall zu knapp, da es
wohl auf 6-8 Personen hinausläuft.
Die Heizung ist von 2001 und hat noch nicht
viel getan.

Jetzt zur Heizlast.
Das Baujahr ist ca. 1800, die Fachwerk Aussenwände
sind nachträglich von aussen abgemauert mit
einer Schicht Steinwolle. Und von innen nochmal
mit 12cm Ytong. Die Decke zum Dachboden ist
durchgängig neu mit 32cm Dämmung bei versetzter
Balkenlage sodass keine Kältebrücken entstehen.
Die fenster sind Doppelverglast von 2005 bis 2008y
Die Deckenhöhen sind eher niedrig
2,10m bis 2,40m.

Habe ich eine Chance das Gebäude damit
komfortabel zu heizen? Achja, jede Wohnung
bekommt auch noch einen Holzofen.

Oder ist das Desaster vorprogrammiert und
ich muss mich jetzt direkt schon um ersatz
bemühen?

Würde ein Test mir weiterhelfen? Also bei
aktuellen 2-3 Grad aussentemperatur z.b.
die Vorlauftemperatur begrenzen und schauen
wie warm ich es kriege?

MFG Lars

Verfasser:
ThomasShmitt
Zeit: 05.02.2019 20:06:04
1
2746672
Naja wäre vielleicht eher Aufgabe eines Energieberaters das ganze zu berechnen und er kann es dir dann am Ende sagen.

Da es aber Mietwohnungen werden sollen, wäre im Zweifel sehr genau zu klären ob du von den Mietern verlangen kannst, dass sie mit Holz im tiefsten Winter zuheizen...

Könnte mir zwar vorstellen, dass du es vertraglich vereinbaren kannst, aber könnte trotzdem Konflikte geben.

17kW ist aber doch schon einiges an Power.

Man muss aber auch noch klären, inwiefern Zeit benötigt wird um den Warmwasserspeicher zu laden, welche dann ja nicht mehr zum heizen zur Verfügung steht.

Verfasser:
de Schmied
Zeit: 05.02.2019 20:21:51
1
2746682
Nicht ganz vergleichbar da das Haus aus den Achtziger ist

10KW-fuer-450qm-soll-ich-mich-trauen-

Aber zum reinlesen ist es mal gut

Verfasser:
Turbotobi76
Zeit: 05.02.2019 20:25:51
0
2746686
Hi,

rein gefühlsmäßig würde ich jetzt auch sagen die 17kw sollten reichen.

Nur fürs WW könnte es knapp werden, 150l Speicher sind da schon zu wenig und wenn die Heizung mit 17kw nachheizt kann sie in der Zeit nicht heizen.

Vielleicht klappt es wenn die Heizung während der Nacht einen großen Puffer füllt, kommt drauf an wie stark das Gebäude dabei im Kernwinter auskühlt.


GRuß Tobias

Verfasser:
Lars7
Zeit: 05.02.2019 21:33:33
0
2746710
Hallo,
danke schonmal für die Beiträge, ich finde es sehr
interessant, dass 17kw auch mal als „Ist ja schon
einiges“ betitelt werden. Ich kenne sonst nur
24 bis 34kw Brenner. Es wird ja auch oft behauptet
das „früher“ gerne überdimensioniert wurde.
Ich hatte bereits einen Heizungsinstallateur da,
der hat vom Haus nur den Eingang und den
Heizungskeller gesehen und mir Gesagt reicht
nicht, ich bau ihnen eine Anlage ein die von 20
bis 35kw Modulieren könne.
Ich bin nur der Meinung dass das Gebäude
gesehen auf das Baujahr doch recht gut gedämmt
ist. Auf jeden Fall besser als die 80er Jahre
Gebäude die ich so kenne.
Es ist auch ein recht grosser Kasten mit 350qm
Grundfläche. Also ist die hälfte unbeheizt als Puffer
und keine Aussenwand. Die Deckendämmung ist
übrigens durchgängig.

WW Speicher würde ich auf jeden Fall einen
neuen daneben stellen. Denke so 400l. Aber
das könnte dann auch das Problem noch
vergrössern oder?

Ich würde es echt gerne drauf ankommen lassen
und die Anlage drinlassen...

Verfasser:
kd-gast
Zeit: 05.02.2019 21:43:21
3
2746715
17 kW entsprechen ca 5000 Liter Hel.
das stell ich Mal In den Raum...
könnte reichen..

und drei Wohnungen,da reicht ein 300 Liter Wärmepumpenspeicher !

das ist wichtig,der hat einen grossen Wärmeübertrager... und heizt das Wasser zügig auf tiefen Temperatur Niveau nach. ( hohe NL Zahl)

da hab ich schon 6 whg. dran hängen und der Nachladefühler hängt noch in der obersten tauchhülse. also noch reichlich Reserve .

den kann man auch im Speicher Parallelbetrieb fahren,und damit gibt's kein meckern,das die Heizung lange aus ist...

Gruß kd-gast
und die maximale Heizlast braucht's nur bei Auslegungstemperatur ( bei uns 15 Grad)

je nach Einstellung( von bis) kann der bestimmt auch 20kw ab ...

Verfasser:
KleinTheta
Zeit: 05.02.2019 22:04:48
2
2746726
Ich würde die 3 geplanten Kaminöfen weglassen. Das Geld kann man an anderer Stelle sinnvoller ausgeben.

Irgendjemand wird auch mal die Heizung auf 17 kW dimensioniert haben, wohl bei vollem Bewusstsein. Da sind die "Angstöfen" auch unbegründet.

Verfasser:
Lars7
Zeit: 05.02.2019 22:47:50
1
2746750
Die 17 kw Anlage war ja ursprünglich nur für einen Teil der zu beheizenden Fläche vorgesehen. Das waren ca. 120qm. Die Kaminöfen sind nicht direkt geplant,
die jeweiligen Wohnzimmer bieten halt die
Möglichkeit da dort Schornsteinanschlüsse vorhanden sind und den Potentiellen Mietern
angeboten werden können.

Ich weis halt nicht was im worst case passiert.
Läuft der Brenner dann durch und der Vorlauf
fällt von der Temperatur so weit, dass die Räume
nicht mehr Warm werden.

Insgesamt sind 22 Heizkörper, im Schnitt
50x140er Kermis verbaut. Die 3 Heizkreise sind
zu je 22er CU an die Anlage angeschlossen.

Ursprünglich war es nur einmal 22er CU.
Ich habe halt 2 kreise dazugelegt, eine Hocheffizienzpumpe eingebaut und vom Kessel über die Pumpe bis zur Aufteilung 28er Kupfer
genommen.

Es liegt alles auf der Wand sodass im Falle einer
neuen Heizung dies bestehen bleiben kann.
Evtl. war ich etwas voreilig aber auch während der
Bauphase musste ich ja heizen und der Winter kam
so plötzlich ;)

Ich würde das ganze auch gerne testen, aber erst
in 2/3 der Wohnfläche sind die Geizkörper in Betrieb.

Also mein Örtlicher Heizungsbetrieb möchte
mir gerne eine neue Anlage verkaufen mit
20-35kw Modulierend. Ich möchte die bestehende
Anlage gerne noch ein paar Jahre behalten.
Wenn ich aber Stress mit den Mietern bekomme
weil die Bude nicht warm wird und sich das jetzt
schon absehen liesse, dann muss die neue
Anlage halt jetzt schon rein.
Nur wenn ich sehe wie sich bei mir zuhause die 24kw
langweilen dann habe ich das Gefühl das gerne überdimensioniert wird und die 17kw durchaus in der Lage wären die Aufgabe zu meistern...

MFG Lars

Verfasser:
ThomasShmitt
Zeit: 05.02.2019 23:26:28
1
2746770
Ohne da im Detail nachzurechnen wird es dir keiner sagen können.

Gibt es vlt noch etwas spezielles, dass man evt nicht direkt hier auf dem Schirm hat, wie steht das Haus besonders exponiert im Wind oder evt auch in einer eher kalten Gegend (Standort) oder stark verschattet...was weiß ich, irgendwas dass evt ungewöhnlich ist und die benötigte Heizlast erhöhen könnte.

Es klingt so als bist du noch am renovieren, vielleicht soweit wie möglich nochmal den Einbau der Fenster kontrollieren (falls es da ziehen sollte), Rolladenkästen und allgemein auf irgendwelche Wärmebrücken oder Zugstellen achten und beheben.

Warmwasser entsprechend kd-gasts Ratschlag, dass es schnell aufgewärmt werden kann und die Heizzeit nicht zu lange unterbrochen werden muss.

Dann würde ich vorschlagen, dass du es einfach probierst, aber zur Not eben mal das Geld in der Hinterhand behälst um tauschen zu können. Sollte es dann wirklich zu kalt werden, würde ich den Mietern anbieten den Monat die Miete zu mindern (sollen sie das evt für nen Elektroofen verwenden) und dann den Tausch in Auftrag zu geben.
Wenn da nicht massig Verluste irgendwo sind (ungedämmte Kellerrohre oder sowas), dann kann es nur sehr wenige, sehr kalte betreffen wo es wirklich mal nicht ausreichen könnte und selbst da hat man ja noch den "Vortrag" vom Vortag....

Verfasser:
Didi-MCR52
Zeit: 06.02.2019 02:47:26
5
2746788
Auslastungsmessung.

Soweit ich das verstehe ist das Gebäude jetzt ja noch unbewohnt - aber leider noch nicht alle Heizkörper in Betrieb.
Sobald du alle Heizkörper in Betrieb hast, mal das ganze Gebäude auf normale Temepratur (also z.B. 21°C, in Schlafräumen ggf. nur 18°C) bringen. Dann mal 2 Tage abwarten (damit Wände etc. warm sind, du also nicht mehr in der "Aufheizphase" bist).

Dann messen, wie lange der Brenner läuft und wie lange er aus ist. Wahlweise mit der Stoppuhr, oder einen Betriebsstundenzähler anklemmen und nach 24h wieder ablesen.
Dazu Außentemperatur messen (die idealerweise nicht zu stark schwanken sollte während Versuchszeitraum - und starke Sonne verfälscht das Ergebnis auch.)

Dann rechnen: Wenn du z.B. bei 0°C außen und 21°C innen der Brenner zu 60% der Zeit an ist, heiß das, 60% der Leistung reichen für 21°C Temperaturdifferenz. Also reichen 100% der Leistung für 21 / 0,6 = 35°C Temperaturdifferenz, also bis -14°C. Das dann mit der Auslegungstemperatur bei euch vergleichen.

Wenn es mal 2h im Jahr noch 3°C weniger hat ist das kein Problem, das fängt die Trägheit vom Gebäude ab, und zur Not wirds halt in den Nebenräumen mal drei Grad kälter. Außerdem sind im Realbetrieb dann im Vergleich zu deinem Test ja noch Menschen und Elektrogeräte im Haus, die dann auch noch heizen.

Verfasser:
Reggae
Zeit: 06.02.2019 08:33:23
0
2746827
Was war denn der Verbrauch per Anno bisher?

Verfasser:
Lars7
Zeit: 06.02.2019 12:02:25
0
2746945
Hallo,Den Ratschlag mit dem Wärmepumpenspeicherwerde ich befolgen, das ist ein Wertvoller Hinweis.Bisheriger Verbrauch liegt mir nicht vor und eswurde wohl auch Hauptsächlich mit Holz geheizt.Die Wichtigsten Dämmmassnahmen werdenja auch erst jetzt durchgeführt.Also ich nehme jetzt erstmal mit das Grundsätzlichnichts dagegen spricht es zu probieren...MFG Lars

Verfasser:
flo79
Zeit: 06.02.2019 13:31:19
3
2746988
Lars. ich würde mich da kd-gast anschliesen und erstmal schauen. Normal kannst du mit 17 kw bei deiner Dämmung gut hinkommen.

Speicher auf jeden Fall tauschen lassen. Ich würde auch sagen 300 Liter WP-Speicher. Diese haben Wärmetauscher von 3-3,4 qm und sind kaum teurer als normale.

Verfasser:
Lars7
Zeit: 18.04.2019 21:49:04
0
2774419
Hallo,
so langsam geht es weiter, heute morgen habe ich
ein Interessantes Gespräch gehabt woraufhin
ich einen neuen Plan habe. Also Vorab, die
bestehende Heizungsanlage bleibt sowieso erstmal.
Jetzt ging es darum einen neuen WWSpeicher
anzuschliessen. Ich hatte bereits einen 300l
Wärmepumpentauglichen Speicher rausgesucht...

Jetzt kam aber das Problem hinzu, dass ich im
Heizungsraum keinen Platz dafür habe und er
deswegen im Nebenraum stehen sollte. Mit
längeren Leitungen für die Aufladung. Der Speicher
läge bei 900€, Plus Wärmemengenzähler in der
Ladeleitung, Plus Rohre/Dämmung und Arbeit.

Dann habe ich etwas neues für mich entdeckt.
Einen Wärmepumpenspeicher. Also einen 300l
Speicher mit Raumluftabhängiger Wärmepumpe
oben drauf. Kostenpunkt 2000€. Klar, etwas teurer
aber ich spare ja auch viel Arbeit, verrohrung und
den Anschluss an die bestehende Anlage.

Und zu guter letzt, meine bestehende Anlage ist
ja eh etwas schlapp, würde dann nicht mehr durch
die Warmwasseraufbereitung belastet. Und die
Abrechnung wird auch einfacher.

Aktuell bin ich sehr davon überzeugt, gibt es etwas
was dagegen spräche?

MFG Lars

Verfasser:
sukram
Zeit: 18.04.2019 22:45:30
0
2774431
Zitat von Lars7 Beitrag anzeigen
Speicher mit Raumluftabhängiger Wärmepumpe
oben drauf[...]


Ja, das bieten einige an - allerdings: die Hütte 'runterzukühlen, um den Speicher darin aufzuheizen... auch Münchhausen hat sich nicht wirklich am eigenen Schopf aus dem Sumpf gezogen ;-) Soll heißen: Hol' die Luft ggf. dann von draussen und tu's sie dort auch wieder hin. Nicht nur, weil spätestens im Sommer der Keller feucht würde.

Nebenbei: der WW-Anteil am Gasverbrauch liegt in Altbauten meist deutlich unter 20%, und üblicherweise wird der Speicher frühmorgens vor Aufhebung der Nachtabsenkung durch- und ansonsten lediglich kurz nachgeladen, sprich: Einen Aufschlag auf die Gebäudeheizlast macht man da für's WW normalerweise nicht, soll heißen: würde dem befürchteten Leistungsmangel wenig abhelfen.

(Eventuell kann man den Brötchen übrigens mehr entlocken als auf dem Schildle steht, aber da müsste man erstmal mit dem SChorni reden, wenn man's offiziell machen will).

Verfasser:
lowenergy
Zeit: 19.04.2019 09:20:14
0
2774458
Zitat von Lars7 Beitrag anzeigen
... habe ich etwas neues für mich entdeckt.
Einen Wärmepumpenspeicher. Also einen 300l
Speicher mit Raumluftabhängiger Wärmepumpe
oben drauf. Kostenpunkt 2000€ ...
Würde persönlich einen preiswerten passend dimensionierten Heizungswasserspeicher ohne irgendwelche integrierten Rohrwärmetauscher nehmen ... daran dann für die bedarfsgerechte und hygienisch einwandfreie Trinkwassererwärmung eine Frischwasserstation nutzen!

Neben dem vorhandenen Wärmeerzeuger kann dann beispielsweise zusätzlich auch solch ein WP-Modul (<~ Link!) angebunden werden! 😉

Verfasser:
Peter_Kle
Zeit: 19.04.2019 09:36:34
4
2774461
Zitat von Lars7 Beitrag anzeigen
Dann habe ich etwas neues für mich entdeckt.
Einen Wärmepumpenspeicher. Also einen 300l
Speicher mit Raumluftabhängiger Wärmepumpe
oben drauf. Kostenpunkt 2000€. Klar, etwas teurer
aber ich spare ja auch viel Arbeit, verrohrung und
den Anschluss an die bestehende Anlage.


Hast du denn die Heizleistung der WP nachgeschlagen ??

Oft sind das nur 2-3 kW..... Eben für ein EFH.... nicht MFH

Und wer Angst hat 17kW auf 300 Liter könnten nicht reichen will nun mit 3kW auf 300 Liter schießen ???

Verfasser:
wolleg
Zeit: 19.04.2019 10:01:13
0
2774468
Zitat von Lars7 Beitrag anzeigen
Wenn ich aber Stress mit den Mietern bekomme weil die Bude nicht warm wird ...

Wieso Stress?
Man sollte die sogn. Behaglichkeitsfelder beachten, wo eine Wohlfühltemperatur je nach Gesundheitszustand, Alter, Tätigkeit und, und .. bis zu 24/25°C angegeben wird.
Es gibt nun mal nicht nur kernige junge Leute, welche bei Raumtemperaturen über 20°C anfangen, zu schwitzen.

Verfasser:
JoRy
Zeit: 19.04.2019 10:20:36
2
2774474
Das ist doch völlig unausgereifte Raterei !

Ein nicht saniertes und nur im Dach gedämmtes Haus von 1800 wird
von 120 m² auf 350 m² für 3 Parteien mit 6-8 Personen erweitert.
Der 17 kW Brötje war für ein Drittel der Fläche und Peronen.

Was soll da die Schätzerei der Leistung ? Die echte Heizlast muss man für
jede Wohnung exakt rechnen und den Umbau der Heizung darauf auslegen.

"alles so lassen und in jede Wohnung eine Kaminofen....."
" das muss man anbieten können....."

Was du brauchst ist ein, in Altbauten erfahrener Energieberater !
Der macht eine gewissenhafte Bestandsaufnahme und rechnet die detaillierten
Heizlasten.

In einem MFH bis zu 8 Personen, die zu unterschiedlichen Zeiten duschen wollen einen 300 l Boiler anzubieten ist lächerlich.

Die WW Bereitung wird die Heizung zu oft unterbrechen und damit ist weder für
WW noch für die Heizung eine vernünftige Steuerung und Regelung möglich.

Gruß JoRy

Verfasser:
winni 2
Zeit: 19.04.2019 12:19:04
1
2774520
Wieviel Dämmstärke ist aussen verbaut worden?

Bei "Ubakus" findest Du diesen Wärmebedarfsrechner:
https://www.ubakus.de/berechnung/waermebedarf/
Der auch die Heizlast ausgibt.
U-Werte für Bauteile lassen sich bei Ubakus auch relativ einfach
ermitteln.

Besser wäre es, wenn Du das Haus nach PHPP berechnen lassen
würdest, weil damit interne und solare Wärmegewinne berücksichtigt
werden.

Grüsse

winni

Verfasser:
Lars7
Zeit: 24.04.2019 17:12:51
0
2775847
Hallo,
sry, dass ich mich erst jetzt melde. Die letzten Kommentare hatten mich doch
arg verunsichert, da ich bei Threaderstellung doch eher ermutigt wurde.

Inzwischen habe ich mich auch weiter erkundigt. ich habe eine
Heizlastberechnung von einem Heizungsbauer durchführen lassen, der aber
das Gebäude an sich in meinen Augen auch nur Grob aufgenommen hat.
Als Ergebnis kam Heraus, dass ein 34kw Brenner installiert werden müsse.
Ich bekomme aber auch noch einen Energieausweis dazu die Tage.
Über Ubakus Online Rechner mit in meinen Augen "worst Case" Annahmen komme ich selber auf 22kW. Ich habe für die Aussenwände die aus 12cm Ytong nach innen
+ 20cm Poroton nach aussen mit naja, 3cm? Steinwolle dazwischen mal einen
Wärmeleitwert von 1 W/m²K angenommen. An der Westseite ist auch eine
Stelle nach innen Backstein und nach Aussen Klinker mit 10cm Wolle dazwischen.
Ist halt wirklich alles nicht so ganz einfach einzuschätzen.
Die Decke des Obergeschosses ist neu gedämmt, mit dieser Klimamembranfolie
nach unten, also die, die feuchtigkeitsdurchlässig sein soll von einer Richtung.
Alles ziemlich Luftdicht verklebt soweit ich das beurteilen kann.
und dann eine doppelte Balkenlage über Kreuz gelegt und 2 mal 16cm 035er
Dämmwolle. An der Stelle gibt es bis auf zwei Schornsteine auch keine
Unterbrechung oder Kältebrücken. Da habe ich auf ubakus mal 0,3 W/m²K für
angenommen. Insg. 40qm Fensterfläche Doppelverglast aus 2004.
Kellerdecke nicht gedämmt aber auch nur so 50qm Keller. Alles andere, naja
Estrick mit so 4-6cm Styropor was ich so herausgefunden habe beim rillen
Buddeln für die neuen natürlich 10cm dick gedämmten Heizungsrohre.
Aber dickeren Wände stehen wohl im Erdreich...
Bei Luftwechsel, was in der Berechnung wohl am meisten ausmacht habe ich
den schlechtesten Wert von 2 eingetragen. (1 wäre Fenster gekippt)
Spasseshalber habe ich mal nach meinem Gefühl best Case Werte eingegeben,
dann lande ich bei 12kW. Ich denke schon, das irgendwo dazwischen die Wahrheit
liegt...

Zur Warmwassermenge, bei 40-50l pro Kopf pro Tag komme ich bei 6 Personen
auf 300l. Und 300l wurden mir hier auch empfohlen. Gut, ich könnte zur Sicherheit
auf 400l gehen...

Das Thema mit dem Wärmepumpenspeicher ist wirklich tückisch. Die Heizleistung
dieser Geräte ist recht gering. Auch wenn sie 300l inne haben. Allerdings haben
die Geräte die ich mir ausgesucht habe auch alle noch einen Ringwärmetauscher
um sie wiederum mit dem Brenner zu verbinden falls die Wärmepumpenleistung
in Spitzenzeiten nicht ausreicht.
Desweiteren habe ich mit dem Support von Panasonic telefoniert, die diese
Geräte anbieten und da habe ich angegeben, Aufstellort feuchter Bruchsteinkeller.
Und da sagte man mir, hmm, nee, sogerne wir ihnen auch ein Gerät verkaufen
würden, bei hoher Luftfeuchtigkeit ist das zu Riskant da die Wärmepumpe zu
oft/schnell vereisen würde und damit Probleme vorprogrammiert wären, die
man mir und sich selbst gerne ersparen würde... Das nenne ich mal Ehrlich...

Ich fand halt einfach die Idee gut die Heizungsanlage damit zu entlasten...
Jetzt bekomme ich nebenbei auch noch ein Angebot für eine neue Heizungsanlage...

Halb war ich schon am Überlegen dem ursprünglichen Plan zu folgen, 300l Speicher
an die bestehende Anlage (evtl. auch 400l und natürlich Wärmepumpentauglich
vom Wärmetauscher her) und dann gucken was im nächsten Winter passiert.

Evtl. könnt ich ja für den Worst Case einen 6kw Heizstab einbauen den ich noch
liegen habe und in den Paar Tagen die es hier in NRW knackig wird auf eigene
Kosten zuheizen. Das wäre wahrscheinlich immernoch günstiger als eine neue
Heizungsanlage, geschweige denn eine neue Überdimesnionierte...

Oder halt gar keinen Kopf mehr machen und einfach eine neue und damit leben...
So langsam weis ich garnicht mehr was richtig ist...

MFG

Verfasser:
winni 2
Zeit: 24.04.2019 18:35:41
1
2775882
Da würde ich beim Heizi auf die alten PimalDaumen-Regel,
"ein Altbau braucht 100 Watt/m2 Heizleistung" tippen?

Deine Decke ist auf jeden Fall schon mal viel besser, als 0,3.
Die dürfte einen sehr ordentlichen U-Wert um die 0,15 haben.

Deinen U-Wert 1 für die Wand verstehe ich vielleicht miss, aber
der U-Wert dürfte mit den Dimensionen unter 0,3 liegen.

Ein Luftwechsel von 2 mal die Stunde ist viel zu viel.
0,3 sollte normal reichen.
Eine Person braucht eigentlich nur ca. 30 m3 Luftwechsel/Std.

Grüsse

winni

Verfasser:
Lars7
Zeit: 24.04.2019 20:11:26
0
2775915
Hallo,
ich hatte angenommen der Luftwechsel definiert
sich durch undichtigkeiten am Gebäude...
Ok, die habe ich versucht zu eliminieren aber
das habe ich nicht mit einem blower door test
verifiziert.
Die Annahmen sind wirklich worst case, hoffe ich...
Da ich an den Aussenwänden selber nicht dran war
und auf die Ausführungen der Vorbesitzer vertrauen
muss habe ich halt lieber etwas schlechter
gerechnet. Ich habe ja diverse Stellen offen gehabt
aber an den Aussenwänden nicht so viel.
Ich habe auch gesehen, das in der Aussenwand
also in der Luftschicht in der oberen Etage
einmal ringsrum ein T-Träger liegt. Ein richtiger
klopper, überall verschweisst. Dieser wurde auch
ein wenig gedämmt zum Mauerwerk hin aber eine
gewisse Kältebrücke entsteht ja dennoch.
Im Winter während der nidrigen
Aussentemperaturen und der Bauphase habe ich
einmal geheizt und alles per
Wärmebildkamera inspiziert. Ich habe den Träger
nicht erkennen können, dafür halt ein Paar
andere Sachen wo ich mich drum gekümmert habe.
Und natürlich alles was noch nicht fertig war...
Aber im vergleich zu dem Haus wo ich jetzt wohne
sah das alles ok aus...
Jetzt bin ich ja schon wieder viel weiter aber bei
dem Wetter brauche ich mit meiner Kamera nicht
Thermografieren.

Ich würde halt wirklich gerne den 17kw Brenner
behalten weil ich vertrauen in die Technik habe,
er noch nicht viel getan hat und ich die Invetition
in etwas neues nur schwer tragen kann.

Beim Warmwasserspeicher weis ich der muss
grösser... Und ich hätte gerne etwas mit
Wärmepumpe um den Ölbrenner nicht damit
zu belasten und weil die Abrechnung dann
einfacher/schöner werden würde.
Daher wollte ich mal hören wie die Meinungen
zu diesen WWWärmepumpenspeichern stehen.
Ein Arbeitskollege von mir berichtete, dass er eine
neue Heizung UND so einen Speicher hat weil es
angeblich das effizienteste wäre.

Bei mir müsste das aber ordentlich dimensioniert
sein, im feuchten Keller lauffähig sein und und und...

MFG Lars

Verfasser:
schorni1
Zeit: 24.04.2019 21:16:55
7
2775941
ich habe eine
Heizlastberechnung von einem Heizungsbauer durchführen lassen, der aber
das Gebäude an sich in meinen Augen auch nur Grob aufgenommen hat.
Als Ergebnis kam Heraus, dass ein 34kw Brenner installiert werden müsse.


SO EIN IDIOT !

er soll das RECHNEN und nicht wieder raten, das ist hier was ernstes und kein Würfelspiel ! So ein DEPP !


Was ist das denn genau für ein "Brötje"-Kessel, Typ und Name, Baujahr. Aus dem kann man sicher auch 20 kW rausholen, muss man eben den Brenner anders einstellen. Aber dazu braucht man halt einen FACHMANN und nicht solche PFEIFEN wie oben!

Verfasser:
Lars7
Zeit: 25.04.2019 10:27:20
0
2776050
Hallo,

Auf den Brötje Brenner steht:
Typ: O-42.3 U
Öldurchsatz: 2,3 kg/h

Ich hatte heute noch ein gutes Gespräch bzgl. eines Wärmepumpenspeichers
von 1ecodesign.com Der Berater ist guter Dinge, dass ich mit seinem 400l Modell
für 7 Personen gut hinkomme. Und der Aufstellort mit der hohen Luftfeuchtigkeit
soll auch kein Problem sein...
Die Heizleistung des Kompressors ist 2,64kw. Wenn ich das mit 45Grad aufheizung,
400l Wasser und mal nur 2kw Heizleistung rechne
dauert die aufladung knapp 10 Stunden. Also könnte die Wärmepumpe sogar
2mal pro Tag die 400l aufwärmen. Theoretisch...
Und ich hatte in einem Post gelesen: Wer bei 17kw Sorge hat will jetzt mit 2kw auf
das Warmwasser schiessen. Es geht ja dann hier nur um das Warmwasser als
autarkes System... Das wären nach meinem ansinnen 2kw die ich den Brenner
entlaste... Und das bei kaum mehr Investition... Wenn es dann ganz blöd laufen
sollte ist auch ein Wärmetauscher verbaut und ich kann immernoch an die
bestehende oder eine zukünftige Heizungsanlage anschliessen...
Der Preis ist auch gut...
Ich bin echt kurz davor das Ding zu bestellen...

MFG Lars

Aktuelle Forenbeiträge
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Heizungsanlage 17kw für 350qm
Verfasser:
Lars7
Zeit: 25.04.2019 10:27:20
0
2776050
Hallo,

Auf den Brötje Brenner steht:
Typ: O-42.3 U
Öldurchsatz: 2,3 kg/h

Ich hatte heute noch ein gutes Gespräch bzgl. eines Wärmepumpenspeichers
von 1ecodesign.com Der Berater ist guter Dinge, dass ich mit seinem 400l Modell
für 7 Personen gut hinkomme. Und der Aufstellort mit der hohen Luftfeuchtigkeit
soll auch kein Problem sein...
Die Heizleistung des Kompressors ist 2,64kw. Wenn ich das mit 45Grad aufheizung,
400l Wasser und mal nur 2kw Heizleistung rechne
dauert die aufladung knapp 10 Stunden. Also könnte die Wärmepumpe sogar
2mal pro Tag die 400l aufwärmen. Theoretisch...
Und ich hatte in einem Post gelesen: Wer bei 17kw Sorge hat will jetzt mit 2kw auf
das Warmwasser schiessen. Es geht ja dann hier nur um das Warmwasser als
autarkes System... Das wären nach meinem ansinnen 2kw die ich den Brenner
entlaste... Und das bei kaum mehr Investition... Wenn es dann ganz blöd laufen
sollte ist auch ein Wärmetauscher verbaut und ich kann immernoch an die
bestehende oder eine zukünftige Heizungsanlage anschliessen...
Der Preis ist auch gut...
Ich bin echt kurz davor das Ding zu bestellen...

MFG Lars
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