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orkli Frischwasserstation installieren
Verfasser:
stein2bock
Zeit: 13.02.2019 18:15:33
0
2751346
Ich bin auf die Frischwasserstation als Hydraulik-Gruppe mit Wärmetauscher gestossen, denn sie läuft ohne Strom, dafür mit einer hydraulischen Pumpe. Wenn man abgelegen in den Bergen lebt, wo ab und an der Strom ausfällt, weil Bäume auf die Leitungen fallen, schien mir das eine geeignete Lösung für einen Zweipersonenhaushalt. Zudem ist das eine preiswerte Lösung.
Aber, wie das Ding in das Warmwassernetz integieren?

Der Heizer/Sanitär vom Berg kennt so'n Ding nicht.
Wer hat damit Erfahrung? Wie stellt man die Solltemperatur ein?
Bei Ofenseite.de, in Klingenberg bei Dresden, wo ich das Ding gekauft habe, haben sie mir mit der Friwa noch einen Brauchwassermischer BWM 22 verkauft.

Also ich ich denk mir das so:
Mit dem Mischer (Fa. Beulco, as EN 12354-2 22mm CR 1405) kann ich mit einem Stellrad +/- wohl die Wärme einstellen. Es muss ausser dem WW vom Plattenwärmetauscher noch Kaltwasser zugeführt werden (Frage: muss der Druck in der KW-Leitung angepasst werden?). Und: Wo muss die separate Hülse, in der eine trichterförmige Metallspirale eingebaut ist, eingesteckt werden: Im Kalttwasser-anschluss?
Wer kennt sich damit aus?

Beste Grüsse
stein2bock

Verfasser:
Stefan87
Zeit: 13.02.2019 18:41:00
0
2751357
Gibt es an deiner HE-Pumpe etwa eine Kurbel das diese ohne Strom läuft?
Diese benötigt nämlich eine bauseitige Steckdose. (Kapitel 4.3)

Der Mischer ist nur dafür da das aus der Friwa nur max. 60°C oder weniger an deiner Zapfstelle ankommen. Dieser wurde dann nach deiner Friwa das Warmwasser mit Kaltwasser mischen um die Temperatur zu reduzieren.

In Kapitel 4.2 siehst du doch das Hydraulikschema.

Unten kommt Warmwasser und der Vorlauf von der Heizung dran.
Oben kommt Kaltwasser und der Rücklauf.

Hast du überhaupt sowas wie ein Pufferspeicher oder wie soll die Friwa bedient werden?

Dein Druck musst du nicht weiter reduzieren.

Verfasser:
Turbotobi76
Zeit: 13.02.2019 19:31:34
0
2751374
Gerade Mal nachgesehen die friwa arbeitet wirklich ohne Strom.

Das fließende Kaltwasser treibt gleichzeitig eine Pumpe an mit dem das Wasser im Primärkreis gefördert wird. Wird sicher nicht so optimal laufen wie eine elektronische geregelte aber ist keine schlechte Idee.


Zum Einbau kann ich leider nix sagen. Der Mischer gehört aber in den Primärkreis. Also zwischen Puffer und friwa.

Verfasser:
stein2bock
Zeit: 07.03.2019 18:46:39
0
2761112
Danke für die Antworten von Stefan87 und Turbotobi76 ! ich hatte Grippe und war dann mit Dingen beschäftigt, die dringlich geworden waren. Jetzt geht's weiter.

Zu Stefan: wie Turbotobi76 richtig feststellt, wird eine hydraulische Pumpe in Fahrt gesetzt, sobald ein Warmwasserhahn im WW-Netz aufgedreht wird (siehe Foto Friwa).
Vom Heizungsvorlauf wird Wasser in den Plattenwärmetauscher eingeführt und dann in den Heizungsrücklauf abgeleitet (Primärkreislauf?). Der Vorlauf wird aus dem Pufferspeicher gespeist.

Die Frage zum Einbau des Mischventils selber ist gelöst. Wenn das Wasser aus dem Plattenspeicher zu heiss ist, wird es durch das Mischventil mittels Kaltwasser-Zumischung auf die Solltemperatur reduziert.

ABER NUN IST EINE NEUE FRAGE AUFGETAUCHT:
Zum Thema: PLATTENWÄRMETAUSCHER / KALKABLAGERUNGEN
Das Wasser hat hier 13° deutsche Härte

Aus dem Grund wurde mir zu einer Friwa mit Plattenwärmetauscherausserhalb des Pufferspeichers geraten, - leichter zu entkalken.
Nun sagt mir ein "Sani": Das Wasser ist hier zu hart (), da sind die feinen Zwischenräume im Plattewärmetauscher schnell 'mal verkalkt.

Unser Sani hat Absperrventile und Spülhähne für den Primärkreislauf und den Brauchwasserkreislauf eingebaut, damit öfters gespült werden kann. Er sagt: mit Zitronensäure, mit einer Handspritze.
Was ratet Ihr mir, wie oft müsste ich spülen, hat jemand da Erfahrung bei ca. 13° Härte?

DIE ZWEITE FRAGE:
Wäre es vielleicht sinnvoll, den Zulauf vom VL mit einem Mischventil im Primärkreislauf auf unter 60°C zu begrenzen, damit es es garnicht erst zur Kalkausfällung im Plattenwärmetauscher kommt? Dann wären wir fein raus! - Anderseits, langen diese 55°C, um dann das Warmwasser auf eine wünschenswerte Temperatur zu bringen? (und: mit welcher max. Temperatur sollte das Warmwasser aus dem Hahn kommen?
Wer hat Erfahrung damit?

[url=
]orkli friwa[/url]

Ich wäre sehr froh über eine Antwort.
Schon 'mal besten Dank für Eure Bemühungen,
stein2bock

Verfasser:
hanssanitaer
Zeit: 07.03.2019 19:20:23
0
2761126
Also...
Orkli KSII
BWM22



Der Brauchwassermischer heißt Brauchwassermischer, weil er das Brauchwasser mischt. Also sekundärseitig, sprich im Trinkwasserstrang verbaut wird.
Der Metalleinsatz gehört in den kalten Zulauf, also in das lange Stück, welches auf dem Bild nach unten zeigt. Dort wird Kaltwasser angeschlossen. Links das erwärmte Wasser vom Wärmetauscher. Rechts ist der gemische Abgang.
Das Teil ist in jedem Fall sekundärseitig einzubauen, da es auch bei Fehlfunktionen im übrigen System den Verbrühschutz sicherstellt.

Grundsätzlich könnte man überlegen, ob man primärseitig mischt. Ebenso mit Thermostatischem Regelventil. 2 oder 3 Wege wäre möglich. ABER: Ich finde keine Unterlagen und kann somit den von der hydraulischen Pumpe erzeugten Differenzdruck nicht beurteilen.

Wenn man ein 2-Wege/3-Wege Thermostatventil verbaut, dann bitte so, dass man es ohne Aufwand entfernen kann, wenn die Pumpe den Differenzdruck nicht schafft. Eine Mögliche Kombination:
Heimeier Thermostatkopf K 40-70°C 6602-00.500 (Anlegefühler am Warmwasser-Ausgang anbringen!)
Heimeier Dreiwege-Mischventil DN 25 kVs 4,6 4170-04.000 (Dimension grob nach Bauchgefühl, 15l/min Maximallast ~> 1000l/h Heizungswasser mit entsprechender Übertemperatur macht 0,5m Druckverlust am Mischventil und dazu dann noch Druckverlust X am Wärmetauscher, Regelträgheit über Thermostatkopf mit Kapilarfühler)

Im übrigen alle primärseitigen hydraulischen Hindernisse ausräumen: Nur Kugelhähne oder Muffenschieber, kein Schrägsitzzeug. Keine Filter/Siebe, Rohrquerschnitte ausreichend dimensionieren, gerne DN25. Keine Rückschlagventile, besser üppige Thermosiphons direkt am Puffer vorsehen. Also eine Rohrschleife nach unten.
Eventuell primärseitig ein Abgleichorgan vorsehen, beispielsweise einen Muffenschieber, mit welchem man den primärseitigen Volumenstrom bedarfsgerecht drosselt. Danach das Handrad entfernen.


Vor dem ganzen Bums bitte eine Sicherheitsgruppe mit prüfbarem Rückschlagventil und Sicherheitsventil mit 6-10bar Überdruck verbauen.




Zur Verkalkungsneigung:
Grundsätzlich kann das ein Problem sein. 13°dH ist im Grenzbereich, Spülhähne vorsehen.

Verfasser:
stein2bock
Zeit: 12.03.2019 09:38:42
0
2762919
Zitat von hanssanitaer Beitrag anzeigen
Also...
Orkli KSII
BWM22

Grundsätzlich könnte man überlegen, ob man primärseitig mischt. Ebenso mit Thermostatischem Regelventil. 2 oder 3 Wege wäre möglich. ABER: Ich finde keine Unterlagen und kann somit den von der hydraulischen Pumpe erzeugten Differenzdruck nicht beurteilen.


Besten Dank hanssanitär!

Jtzt bin ich wieder da, hatte inzwischen 'mal Grippe.
Gern schicke ich Unterlagen zum Orkli KSII.,aber gesondert, weil ich diese erst scannen und dann hochladen muss. Dann werde ich nochmals beim Verkäufer nachfragen, ob in dem Gerät im Primärkreislauf schon eine Temperaturbegrenzung eingebaut ist. Weiteres dann, wenn ich das erfahren habe. Eine Spülung hat mir der Heizungs-/Sanitär schon eingebaut.

Soweit, vorerst
stein2bock

Verfasser:
stein2bock
Zeit: 19.03.2019 10:58:42
0
2765520
Hallo hanssanitär und Ihr Anderen,

hier nun endlich der beschrieb zu der orkli hydraulikgruppe mit frischwasserstation. Da sind auch die hydraulischen Daten ersichtlich. Ich hoffe, damit kannst Du nun den von der hydraulischen Pumpe erzeugten Differenzdruck ersehen.

Zu den hydraulischen Hindernissen, was Du erwähnst: das haben wir alles eingehalten.
Primärseitig müssten wir vielleicht einen Muffenschieber einbauen, um den Volumenstrom bedarfsgerecht drosseln zu können.

Spülhähne haben wir auch eingebaut. Was meinst Du, in welchem Rythmus sollten wir spülen? Der Sanitär vom Berg meint, mit Zitronensäure spülen. Ist das o.k.?

Und die wichtigste Frage noch: können wir auf einfache kostengünstige Weise, die Kalkablagerung minimieren / verhindern, z.B. mit Magneten, Bergkristallen?

Soweit mal,
stein2bock



Verfasser:
hanssanitaer
Zeit: 20.03.2019 10:18:32
0
2765869
Die Links sind nicht sichtbar, nur im Internet Explorer tauchen sie auf...
Link1
Link2


Spülen kann man den Wärmetauscher zur Entkalkung mit Amidosulfonsäure oder auch Ameisensäure. Das wäre zumindest die professionelle herangehensweise. Alternativ mit fertigen Entkalkerprodukten.

Mit Farbindikator kannst du sogar sehen, ob deine Lösung noch was taugt oder getauscht werden muss.


In die Kennlinien kann man leider nicht viel interpretieren, die beziehen sich scheinbar nicht auf die Pumpe. Ist aber auch egal, möglichst frei von hydraulischen Widerständen bauen und gezielt einregeln.

Verfasser:
stein2bock
Zeit: 20.03.2019 18:01:38
0
2766045
Danke Hanssanitär,

ich denke mit den Informationen können wir die Sache installieren.
Ob die Friwa in userem Fall, mit 13° Härte wirklich praktisch ist, wird die Praxis erweisen.

Auf jeden Fall ist es eine kostengünstige Lösung für einen 2 Personenhaushalt, dünkt es mich.

Danke,
stein2bock

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