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Boiler präventiv tauschen?
Verfasser:
speedreach
Zeit: 19.02.2019 16:47:11
0
2753758
Hallo,
im Zuge der Beratung zu einer Entkalkungsanlage, hat man mir erklärt, daß in meinem Boiler kiloweise Kalk liegen, die man da zuerst rausräumen sollte. In weiterer Folge hat mir der Herr erklärt, daß ein/JEDER Boiler nur eine begrenzte Lebensdauer hat und er irgendwann durchrostet und sich das Wasser in meinem Keller ausbreitet. Klarerweise eine Horrorvorstellung. Er sprach von 10 Jahren. Meiner ist bald 20 Jahre alt!

Ich hab dazu diesen Thread gefunden: https://www.haustechnikdialog.de/Forum/t/196046/wann-WW-Boiler-tauschen-

Ich würde trotzdem gerne sicherheitshalber nachfragen: mein Boiler steht neben der Gastherme im Keller, wird von dieser beheizt, ist nun bald 20 Jahre alt und die Wartungsluke wurde meines Wissens noch nie geöffnet. Unser Wasser hat 21 °dH.

Sollte ich da akut etwas tun? Nach meinem Veständnis also Luke öffnen, ausräumen und inspizieren lassen?

Meine Frage frage mag naiv klingen, wenn ich 10 Jahre drüber bin und lädt dann sicher zu sarkastischen Antworten ein. Ich hab halt wirklich noch nie davon gehört und eine kurze Umfrage im Kollegenkreis zeigt, daß dieses Wissen in der Tat nicht sehr verbreitet ist. Die haben sich alle ihr Lebtag keine Gedanken über den Boiler gemacht aber auch noch nie einen der ausgeronnen wäre.


Danke, lg,
reach

Verfasser:
Socko
Zeit: 19.02.2019 19:28:45
0
2753830
Keine Sorge, wenn es undicht wird dann wird es so sein, wenn nicht dann nicht.

Also kein voreilender Gehorsam.


Das mit dem Kalk stimmt meist. Da wäre es schon sinnig zumindest einmal hinein zu sehen. Bei dem Anblick wird oft klar - ein neuer wäre schon irgendwie deutlichst hygienischer und den kann man dann auch ab und an einmal öffnen bevor man so viel Lösemittel einsetzen muss das alles durchrostet.


Insofern, aufmachen reingucken, ggf. "reinigen" und dann weitersehen.

Verfasser:
OldBo
Zeit: 19.02.2019 20:00:03
0
2753846
Zitat von speedreach Beitrag anzeigen
Hallo,
im Zuge der Beratung zu einer Entkalkungsanlage, hat man mir erklärt, daß in meinem Boiler kiloweise Kalk liegen, die man da zuerst rausräumen sollte. In weiterer Folge hat mir der Herr erklärt, daß ein/JEDER Boiler nur eine begrenzte Lebensdauer hat und er irgendwann durchrostet und[...]

Ist der Berater Hellseher oder nur ein "guter" Verkäufer? Mein Speicher wird dieses Jahr 40 Jahre alt. Ich glaube, dass ich ihn auch einmal auswechseln sollte. Aber richtig, die technische Lebensdauer ist theoretisch nach 20 Jahren abgelaufen.

Und wenn man die Zeiten kennt, dann sind Instandhaltungsrücklagen eine sinnvolle vorausschauende Sache.

Verfasser:
Hannes/esbg
Zeit: 19.02.2019 20:09:01
1
2753851
Auch wenns hier keiner gerne hört, die "neuen" Boiler sind inzwischen auch schon "Lebensdaueroptimiert" im Klartext heisst das, weniger Wandstärke, dünnere Emaillierung und und...!

Nur mehr für eine rechnerische Lebensdauer von 10 bis 12 Jahren vorgesehen!

Wenn der alte Boiler ein "Handloch" hat, dann neue Dichtung besorgen und eventuell den Kalk ausräumen, wenns ein Standboiler neben einem Gaskessel ist, dann wird er warscheinlich die Öffnung oben haben, dann gehts mit einem Wassersauger mit großem Schlauchdurchmesser!

Auch nicht zu vergessen, eine neue Verzehranode einbauen, wobei erst einmal die Innenseite mit gutem Licht ordentlich inspiziert werden sollte.

Das Fabrikat und die Type verrät uns der Fragende ja leider nicht (ist wohl streng geheim!!!)

Und noch was um die Angst zu relativieren, wenns nicht irgendwo eine Dichtung bei einem Flansch rausdrückt (was nach 10 Jahren wohl kaum mehr der Fall sein wird) ist die Angst davor plötzlich knietif im Wasser zu stehen etwas unbegründet!

Verfasser:
Ricö
Zeit: 19.02.2019 20:14:59
1
2753857
merkt man auch am gewicht ... das 40 jahre alte teil von bosy wird man im keller zerlegen müssen, damit man den rausbekommt. ein gleichgroßer neue speicher ist dann von einer person einzubringen :-)

Verfasser:
Gundmaster
Zeit: 19.02.2019 20:27:09
0
2753860
Wenn Du den Kalk rausbekommst, mach ihn raus. Evtl. mit einem Kunststoffhammer.
Und falls er wirklich undicht wird, dann beginnt das schleichend: Erst kleine Pfütze, dann größer usw.
Wenn du regelmäßig schaust, gibts keinen Wasserschaden.
Nur aufgrund der Jahre zu ersetzen ist nicht notwendig.

Verfasser:
speedreach
Zeit: 19.02.2019 20:47:28
0
2753872
@Hannes/esbg das Fabrikat ist nicht geheim, nur unbekannt. Ich war nicht daheim, als ich das geschrieben habe.
Nun denn: es ist ein Austria Email HT-300-ER

Hannes schreibt außerdem, daß ich mir nur bei aufquellenden Dichtungen Sorgen machen muß - mir hat der Entkalkungsmensch erklärt, der Boiler rostet irgendwann, irgendwo durch und dann kommt die Suppe in einem Rutsch raus. Das widerspricht dem Tip mit der Dichtung. Hat der Typ schlicht Unrecht, oder kann das schon so passieren mit dem Durchrosten?


Danke jedenfalls für die Tips, ich würde die Arbeit eh von einem Profi machen lassen. Wollte nur mehrere Meinungen einholen - wie man sieht war die erste, die von dem Entkalkungsmenschen, ja schon mal nicht so brillant.

Verfasser:
Hannes/esbg
Zeit: 19.02.2019 21:19:04
0
2753883
Den Boiler von einem "Profi" entkalken zu lassen ist zwar löblich, aber bedenke dass diese Arbeiten möglicherweise einen ganzen Arbeitstag andauern können (wenn Er den Boiler chemisch entkalken möchte).

Abgesehen von den Kosten für die Chemie sollten auch die Dienstleistungen und Anfahrtskosten realistisch betrachtet werden, nicht dass am Ende des Tages ein alter (entkalkter) Boiler im Keller steht, welcher mehr kostet als ein neuer!

Verfasser:
kd-gast
Zeit: 19.02.2019 21:28:09
1
2753887
wenn der Speicher keine Probleme macht ..
und du zur Reinigung nicht in der Lage bist..
dann entweder die Sache aussitzen...
oder Mal 2-3 Angebote zur Entkalkung einholen und damit wieder hier aufschlagen...

bei normalen Gegebenheiten
dauert bei uns ne Entkalkung über reinigungsflansch
1,5 -2 h .dazu die Dichtung und Anfahrt etc.
somit hast du schon Mal ne grobe Hausnummer.

chemische Reinigung ohne öffnen des Speichers wird wahrscheinlich wesentlich teurer und die Gefahr der Schädigung des Speichers dadurch ist wesentlich größer.

Gruß kd-gast

Verfasser:
OldBo
Zeit: 20.02.2019 09:07:41
0
2753977
Zitat von Ricö Beitrag anzeigen
merkt man auch am gewicht ... das 40 jahre alte teil von bosy wird man im keller zerlegen müssen, damit man den rausbekommt. ein gleichgroßer neue speicher ist dann von einer person einzubringen :-)

Moin Rico,

das werde ich im Sommer sehen. Dann ist eine Sanierung der Anlage geplant. Der 120 Liter-Speicher steht auf einem Gestell über dem Kessel. Da wird dann wohl ein Seilzugggestell notwendig werden. Werde dann einmal ein paar Bilder machen.

Geht nicht, gibt es nicht ;>))

Gruß

Bruno

Verfasser:
OldBo
Zeit: 20.02.2019 09:14:56
0
2753979
Zitat von Hannes/esbg Beitrag anzeigen
Auch wenns hier keiner gerne hört, die "neuen" Boiler sind inzwischen auch schon "Lebensdaueroptimiert" im Klartext heisst das, weniger Wandstärke, dünnere Emaillierung und und...!

Nur mehr für eine rechnerische Lebensdauer von 10 bis 12 Jahren vorgesehen.[...]

Das nennt man dann "geplante Obsoleszenz* (terminierter Produkttod). Das gibt es bei vielen neuen modernen Bauteilen und Geräten, auch wenn die Hersteller dies bestreiten.

Verfasser:
Nebelmeister
Zeit: 20.02.2019 09:37:58
0
2753992
Moin!

Mein WW-Boiler hat obendrauf ne Besichtigungsöffnung, dadrin liegt genau eine Dichtung.

Beim Hineinschauen erkenne ich im oberen Drittel nen leichten Kalkbelag.

Das TW hier hat 4,1 °dH 0,73 mmol/l .

Lezte Reinigung war 2014.

Dieser Boiler steht senkrecht, hat 200 Liter Inhalt,Farbe orange, auf dem Typenschild steht Verticell HG.

Müsste so Baujahr 1992 sein, aus der Zeit stammt jedenfalls auch die Heizung.

Rost hab ich auf dem Edelstahl jedenfalls noch nicht gesehen.

GrussGruss

Verfasser:
Jogi14
Zeit: 20.02.2019 09:57:33
0
2754007
Ich habe auch einen Austria Email Speicher, allerdings 115 Liter, Baujahr 1995. Ich bin der Meinung, dass die Fa. seinerzeit qualitativ hochwertige Speicher produziert hat.
Im Jahr 2015 hatte ich ihn das erste Mal geöffnet. An den Wandungen und an der Heizschlange befand sich eine braune schleimige Schicht. Aber absolut kein Kalk (wir haben ca. 14 °dH). Nach sorgfältiger Behandlung mit Zitronensäure glänzte er innen wieder wie neu. Neue Dichtung und neue noname Opferanode rein und gut war.
Das nächste Mal werde ich ihn nach 10 und nicht erst nach 20 Jahren aufmachen. Der Biofilm innen war nicht sehr appetitlich.
Viel Erfolg

Verfasser:
Ricö
Zeit: 20.02.2019 18:17:34
0
2754260
Zitat von OldBo Beitrag anzeigen
Zitat von Ricö Beitrag anzeigen
[...]

Moin Rico,

das werde ich im Sommer sehen. Dann ist eine Sanierung der Anlage geplant. Der 120 Liter-Speicher steht auf einem Gestell über dem Kessel. Da wird dann wohl ein Seilzugggestell notwendig werden. Werde dann einmal ein paar Bilder machen.

Geht nicht, gibt[...]


moin an die waterkant,

viel erfolg, wenn´s doch klemmt, machen wir ne neue humanitäre forums-hilfs-aktion draus, wie vor vielen jahren im schwarzwald.

:-)

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