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Kernsanierung Altbau Holzfertighaus 1973?
Verfasser:
Maximilian123
Zeit: 21.02.2019 04:43:05
0
2754412
Hallo,

Ich bin nun am überlegen ein altes Holzfertighaus von Okal aus dem Jahr 1973 zu kaufen. Das Haus steht auf einem.massiven Keller, wobei dieser fast ebenerdig zum Boden ist, also wirkt dieser fast wie ein Erdgeschoss. Man betritt das Haus sofort im Keller sozusagen. 2 Räume im Keller sind bewohnbar ausgebaut.

Das Grundstück und die Lage gefällt uns sehr gut, Es kostet ca. 80 TEUR mehr als der Bodenrichtwert des Grundstücks (sehr gute Lage in Metropolregion Süddeutschland). Sehr wichtig ist uns neben so einem perfekten Grundstück aber auch noch ein sehr guter Schallschutz im Haus sowohl innerhalb bzw zwischen den Räumen und Geschossen, als auch nach aussen. Mein Plan ist deshalb der folgende:

Kernsanierung innen durch eine auf Sanierung von alten Holzfertighäusern spezialisiertes Unternehmen. Die Aussenfassade und das Dach lasse ich für die nächsten 10-20 Jahre aus Budget Gründen so wie sie sind und werden dann entweder saniert falls erforderlich oder falls immer noch nicht erforderlich, dann immer noch nicht.

Die Innenwände möchte ich besonders gut schalldicht dämmen und die InnenSeiten zur Aussenwand zusätzlich auch etwas wärmedämmend, anschließend dann aufgrund der Dämmung eine Wohnraumlüftung einbauen lassen. Schallschutz Fenster und Türen .

Glaubt ihr dass ich auf diese Weise ein solides Haus bekommen kann, ind em man gute schallgeschützte Räume hat und sich wohl fühlt? Denkt ihr dass ich mit dieser Lösung sogar besser schallgeschützt bin als wenn ich ein neues Fertighaus bauen würde? Denn ich habe in allen Gesprächen mit diesen Anbietern immer das Gefühl, die wollen mir immer nur ihren Standard verkaufen ohne auf meine Extrawünsche bzgl Schallschutz hinreichend einzugehen. Meistens kommt der Spruch "ja da machen wir eine doppelte Beplankung" ( an die im Standard ausgeführten dünnen Gipsplatten Wände)... Ich habe dabei immer das Gefühl dass ich hinterher nicht zufrieden sein werde. Mein Gefühl sagt mir dass ich mit einer gezielten Sanierung des Altbaus besser an mein Ziel komme?

Sehr ihr das ähnlich oder ratet ihr mir ab?

Die Lüftungsanlage sollte ich besser zentral ausführen lassen oder ?

Verfasser:
Turbotobi76
Zeit: 21.02.2019 07:03:49
6
2754422
Hi

Bei einem solchen Gebäude und deinen Wünschen sollte man einen Abriss bis auf den Keller und einen Neubau oben drauf in Betracht ziehen. Alles andere ist Stückwerk das am Ende wahrscheinlich teurer wird als der Neubau.

Verfasser:
Reggae
Zeit: 21.02.2019 08:01:43
2
2754435
Waren diese Okal Häuser nicht oftmals stark Formaldehyd belastet?

Verfasser:
HFrik
Zeit: 21.02.2019 08:26:58
1
2754443
Also wenn ich das richtig lese bleibt vom Gebäude noch der alte Putz und die Dachziegel für einige Zeit übrig, sowie der Holzrahmen je nach dem in welchem Zustand der dann ist. (der für besser Schallschutz eventuell noch verstärkt werden muss). Da stellt sich schon die Frage nach Abriss und Neubau.
Den Deckenschallschutz wird man im Holzsskelettbau nicht bzw nur mit viel Aufwand auf die Höhe eines guten Massibaus bringen, bei den Wänden wird man den Schallschutz - mit vielen Arbeitsstunden erreichen können.
Ob die Handwerker Lust dazu haben und ob man genügend viele Arbeitsstunden am MArkt einkaufen kann ist heute auch ein Thema.
Da Du das so wie es sich anhört nicht in Eigenleistung machen willst, sondern durch Handwerker, wird das sehr teuer werden, im Vergleich zum Neubau. Der Roboter in der Fabrik macht solche Innenwände aber viel viel billiger als der Handwerker auf der Baustelle, da spielen einige stehenbleibende Rahmenelemente kaum eine Rolle.
KWL zentral bietet sich an wenn man alles anfasst. Dann würde ich aber auch das DAch mit seinen alternden Blechen und die Fassade gleich mit machen. Sonst reisst man das was man innen neu gemacht hat beim Tausch und nach Aussen versetzen der Fenster gleich wieder auseinander.

Verfasser:
Mastermind1
Zeit: 21.02.2019 09:29:54
0
2754479
Also wenn das Haus bestehen bleiben soll -warum auch immer-
dann würde ich vor KAUF, einen Baubiologe die Baustoffe untersuchen lassen.
Wenn ein Neubau hersoll, dann kann man sich diese Prüfkosten natürlich sparen.

Den Hinweis mit den Schadstoffbelastungen würde ich ernst nehmen. Es trifft OKAL und viele andere Hersteller von damals. Letzlich wurden dieselben Materialien verwendet - heute ist man schlauer.... Du kannst leider fast davon ausgehen, dass der Baubiologe "unschönes" findet.

Und wenn ihr euch einen Abriss + Neubau nicht leisten könnt, dann ist es leider das falsche Projekt für euch. Bei einem reinen "Umbau" können auch schnell unkalkulierte Kosten auf euch zukommen. Da sind +-50.000€ schnell erreicht.

Gerade aufgrund des Baujahres, wäre ich hellhörig.
Und gerade wenn du die Hülle im wesentlichen stehen lässt (OSB Platten/Zementfaserplatten/Holzschutzmittel/Trockenbauplatten).....

Wenn ihr euch in den Platz verliebt habt, dann lasst das einen Baubiologen untersuchen. Und auf Basis des Ergebnisses kaufen ja/nein. Der Preis sollte bei "Schadstoffbefall" ebenfalls günstiger werden. Und sobald der Käufer über eine etwaige Schadstoffbelastung hingewiesen wird, darf er das potentiellen anderen Käufern nicht verheimlichen...

Holt euch doch parallel schon mal ein Angebot von einem Abrissunternehmen ein, der alles gesetzeskonform abreist und trennt.


Hier mal ein paar Infos dazu: (einfach mal googlen)...

http://www.baubio-logisch.de/wp-content/uploads/2014/06/Stephan-Streil-Schadstoffe-in-Fertighaeusern-W+G-142.pdf

https://www.baubiologie-verzeichnis.de/wir-mochten-uns-ein-fertighaus-aus-den-70er-jahren-kaufen-gibt-es-in-solchen-gebauden-gesundheitsgefahrdende-schadstoffe/

https://www.ifau.org/fertighaus/formaldehydstudienergebnisse.htm

https://www.profibau-fertighaussanierung.de/de/schadstoffsanierung.htm


P.S: zUr zeit wird es sicherlich auch schwieriger Handwerker für eine Kernsanierung zu finden, als für einen NEUBAU... Und wenn dann muss man das bezahlen...

Verfasser:
Maximilian123
Zeit: 21.02.2019 10:13:00
0
2754499
Das Sanierungsunternehmen behauptet es könne das Formaldehyd entfernen. Stimmt das ? In Summe kommen wir wohl so auf ca. 100 TEUR ohne Aussenfassade und ohne Dach, mit allem dann so ca. 180 TEUR. Da stellt sich mir die Frage ob ich für das Geld einen Neubau bekomme inklusive Abrisskosten...

Verfasser:
JoRy
Zeit: 21.02.2019 10:24:59
1
2754502
"" Das Sanierungsunternehmen behauptet es könne das Formaldehyd entfernen. ""

Nie vollständig , außer bei Abbruch !

Wenn das Grundstück so interessant ist, dass es den Preis rechtfertigt
würde man ein Okal-Haus abreißen und auf den bestehenden Keller ein
Massiv-Fertighhaus setzen. Dann hat man den höchstmöglichen Schallschutz.

Mal die website von DENNERT Fertighäüsern studieren.
Für die Preise kann keine "Sanierungsfirma" deutschlandweit aus einem Okal
ein Haus vergleichbarer Qualität bauen.

Gruß JoRy

Verfasser:
Mastermind1
Zeit: 21.02.2019 10:38:18
0
2754510
Ich kann mir nicht vorstellen wie man eine zu 100% Schadstoffhaltige Entfernung hinbekommen soll, ohne das gesamte Grundgerüst abreisen zu müssen...
Um das wirklich sagen zu können, müsste -wie gesagt- ein Baubiologe, das Grundgerüst analysieren. Und dann weiss man, was man abreisen oder erhalten kann...

Lese doch bitte mal die Links. Dort ist beschrieben wo sich -in der zeit leider "normal"- Schadstoffe befinden. Und welche Auswirkungen dies hat/haben kann.

Das fängt bei etwaigen Behandlungen der verbauten Holzmaterialien an (vielleicht sogar im Holzständer?), Holzfaserplatten/OSB Platten/ mit belasteten Bindemitteln.
Bodenbeläge?

Der genannte Anbieter ist im MASSIV Stein Fertig Bereich sicherlich interessant.
Wenn man aber mit "holz" liebäugelt, wäre auch HOLZMASSIV (nicht HOlzständer) eine Möglichkeit. Dazu gibt es divers Fertighaussysteme (Kaufmannbau KMH,Holz 100, Kreulagenholz (KLH) uvm.)

Bei Holzmassiv hat man den gefragten Schallschutz. In aller Regel Passivhausniveau ohne wesentlichen Aufpreis.

Aber wie so oft im Leben, Geschmackssache.

Wir wurden -mit unserem Holzständerhaus- vor knapp 10 Jahren belächelt, als wir bereit waren den Aufpreis für Holzfaserdämmung zu bezahlen. Styrodur/Styropur wäre doch viel günstiger. Auch beim bezahlten Aufpreis für Fermacell gegenüber RIGIPS wurden wir belächelt. Im Nachhinein die richtige Wahl :-)

Leider wird das Thema Materialwahl, Schadstoffe, Ökologie beim Hausbau oft nicht berücksichtigt. Da investiert man lieber Monate in die Auswahl der Badkeramik und der Küche :-)


P.S. Wenn eine Renovierung 180.000€ kostet, dann müsste man auf der Basis einen Neubau vergleichen. Gerade bei Renovierung geht man diverse KOmpromisse ein. Und diese Kompromisse müsste man im Preisvergleich mit NEUBAU ebenfalls machen - damit der Preisvergleich fair ist....

Ansonsten vergleicht man Enev Standard mit 150qm Wohnfläche mit einem Kfw40 Haus und 180qm.

Verfasser:
Maximilian123
Zeit: 22.02.2019 05:40:42
0
2754904
OK dann sind sich die meisten wohl einige, dass wir das Haus nicht sanieren werden sondern wenn dann überlegen sollten abzureißen und neu zu bauen.

Welche Kosten werden auf uns zukommen? Das Haus steht wie gesagt auf einem massiven Keller. Die Aussenfassade des Holzhaus ist mit Eternitplatten verkleidet. Was wird uns der Abriss und Entsorgung kosten ?

Und Die Region ist sehr teuer , was Baukosten usw angeht. Die Grundfläche beträgt ca. 100 qm. Wir würden gerne einfach nur ein Vollgeschoss mit 3 Schlafzimmern, Wohnzimmer, Küche, Bad bauen, Dachboden nicht ausgebaut. Was wird sowas ca. grob kosten? Ansprüche bei Böden, Armaturen usw. sind gering .

Verfasser:
Reggae
Zeit: 22.02.2019 08:52:50
0
2754950
Fertighausbauer anrufen und da nachfragen.
Dann ist der regionale Aufschlag geringer ☺

Verfasser:
Mastermind1
Zeit: 22.02.2019 09:27:13
0
2754970
Du kannst schon man bei nem örtlichen Anbieter die Abrisskosten anfragen.
Das "muss" theoretisch ein örtlicher Anbieter sein, aufgrund der Fahrtwege der LKWs von der Baustelle hin zur Deponie.

Da kannst du bei ein, zwei Anbietern anfragen. Die schauen sich das Objekt an, die verbauten Materialien.

Wenn die Preise dann noch in eurem Budget sind.

Vorteil der vielen Fertighausanbieter (egal ob Massivbeton, Holzständer, Holzmassiv) meißt sind dort passende Grundrisse in der Schublade. D.h. man zahlt keinen Architekten oder nur mit ner geringen pauschale.
Gerade wenn das Budget begrenzt ist, und man kein Architekten/designerhaus anspruch hat. (Zum Vergleich: ein heutiges Haus kostet bei nem Architekten nur mit den Leistungsstufen (Grobentwurf, Feinentwurf, Baugesuchseinreichung) locker 10.000-20.000€.

Was für die Kosten ebenfalls gut wäre, wenn Ihr vom "alten" Keller der ja weiterverwendet werden sollte/könnte, eine Statik bekommen könntet.
Ansonsten muss der Statiker das für euer Haus nachkalkulieren. So kalkuliert er nur das Haus (Evtl. hat das der Hausanbieter ebenfalls schon in der Schublade)...

Was den Schallschutz angeht:

- Massiv (aber bitte nicht Gasporenbeton oder ähnliches) sondern Gemauerten Ziegel + Dämmung, oder Massivbeton
oder in Holzform:
- Holzmassiv (KMH/KLH/Holz100) - KMH von Kaufmann ist mein Favorit bei Holzmassiv, da keinerlei Kleber zum Einsatz kommen - die Verbindung der Massivenwand erfolgt durch eine spezielle Holzdübeltechnik, bei den anderen wird Holz meißt verklebt. Zumal KMH eine Eigenentwicklung ist. Bei den anderen Systemen vertreiben die ANbieter das System. Vermutlich macht das das system etwas "teurer".

Sowohl bei dem genannten Dennert ICON System (Massivbeton) kann man Eigenleistung einbringen, als auch in den Holzsystemen.
Gerade bei den einfachen Sachen, kann man ein paar Euro sparen (Bodenbelag, Wand streichen, Türen einbauen)

Wichtig ist meiner Meinung nach, dass ihr -soweit möglich- einen Ansprechpartner für eure Gewerke habt. Das reduziert die Schnittstellenprobleme von vornherein. Bei manchen Anbietern, wird jedes Gewerk durch den Bauherren selbst vergeben. Dann muss man sich im zweifel mit jedem Gewerk einzeln "auseinandersetzen".

Ich würde parallel zu den Angeboten eines Neubaus - mit euren Vorstellungen- und dem Abriss des alten, auch mit den Grundstücksverkäufern klären, was preislich noch machbar ist, da das Haus definitiv -aufgrund der zu 99% vorhandenen Schadstoffen- abgerissen werden muss.

Wahrscheinlich müsst ihr den Keller auch noch zusätzlich dämmen, und/oder trocken zu legen. Da hat man damals nicht dran gedacht, eine Drainage um den Keller zu verlegen. Endergebnis: feuchter/müffender Keller.
Auch das würde ich in die Preisverhandlung zum Grundstück nehmen.

Verfasser:
Didimar
Zeit: 22.02.2019 09:49:28
0
2754982
Hallo Maximilian,Du wirst doch solch wichtige Entscheidungen wie Kauf oder Abriss nicht von ein paar Meinungen in einem Forum abhängig machen.
Such dir richtige Experten und entscheide dann.
D.

Verfasser:
Mastermind1
Zeit: 22.02.2019 21:02:02
1
2755322
Zitat von Didimar Beitrag anzeigen
Hallo Maximilian,Du wirst doch solch wichtige Entscheidungen wie Kauf oder Abriss nicht von ein paar Meinungen in einem Forum abhängig machen.
Such dir richtige Experten und entscheide dann.
D.


Deshalb ja auch mehrfach der Hinweis, einen BAUBIOLOGEN ins Boot zu holen.
Das würde ich grundsätzlich machen. Kostet aber letztlich Betrag X.
Wenn es dann "schlechte" Ergebnisse gibt, kann man das dem Verkäufer mitteilen, der das in eine Preisverhandlung berücksichtigen muss. Und wenn der Verkäufer keinen Spielraum einräumt, dann muss er anderen potentiellen Käufern dieses Wissen mitteilen.

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